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■*• 



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4 



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HANDBUCH 



DER 



GESCHICHTE 



DER 



LITTERATÜR 



von 



O«. LUDWIG WACHLER. 



Dritte Umarbeitung. 




Vierter Theil. 

Geschichte der neueren Gelehrsamkeit« 



Leipzigs 1$33« 

Verlag von Joh« Amhr. Barth 



Inhalts - Anzeige. 



Geschichte der GelehrsamkeH 150Q bis^ 1800. 

§. 26. Encyklopldie S. 3« 

§. 27. Philotogl«. S. 13; 

Allgemeine Uebenicht S« 13« -— L EthAOgrapblfdu ItaUcn S« 
17; Frankreich S.24; Tentochland S. 36; Niederlande & 67: 
Gjrossbrttannien S» 82; Spanien und Portugal S. Wl Däne* 
inark und Sehweden & Ol« — IL Wiaienidiaftlicbe Ueber-* 
aicht ^ 92 ; Lateiniiehe Dicbter und Rednvr S. 100 €» 

§. 28. Morgenländiiebe Sprachen. 

Veb^riicht S. 110. ^ Hebräisch: Gramnatik S. 113; Le- 
xikographie S. 118; Kritik nndExegeae 8. 120« — Sama- 
ritaniich und Rabbiniich S. 122. -^ U. Sjrisch S.' 
122; Chaldäigch S. 123. -^ IK. ArabiacK; Grammatik 
S. 123; Wörterbücher S. 125; Kritik und Exegese S. 126. — 
IV. Aethiopisch S, 127. — V. Periiicli S. 128. — VL 
Armenisch S. 128. — VU, Koptisch S. 129. 

$• 29. Lebende Sprachen, bebonders ausser Ew^opa S, 130.' 
"m^ Allgemeine Sprach l^lire S^ 134«; 

§• 30. Geschichte. 

Allgemeine Uebersicht S, 137 f. --" L AHgetne'^^r Ge- 
schichte S.144. — II. Geschichte der Menschheit S» 
151, ^ III. Alte Geschichte S. 153; a) Urwelt S. 154; 
b) Indien S. 155; c) Aeg^pten S« 155; d) Hebräer S^ 
155; e) Perser S. 156; t) Griechen und Römer S. 156. — 
IV. Hittelalter S. 158. — V. Neuere Geschichte S. 
IQO; a) Urkunden S. 161; b) Politische Zeitungen & 162; 
e) Politische Journale S. 163; d) Zeitgeschichte • S. 164; e) 
EinselneWeltbegebenhoiten S. 167; f) zusammenhängende Ge- 
sehidite der d)rey letiten Jahrhunderte S. 168; g) Lehrbücher 
8. 168 ; h) Geschichte einxelner europäischer Staaten S. 168» 
— VL Geschichte Teutschland's S. 173. -^ VIL Ge- 
schichte der christlichen Kirche S, 176« -^ VIII. 
Geschichte der Litteratur S. 178. 4 



IV Inhftlti-Anielge. 

§. 31 bii §. 36. Hulfikenntniiie der Oeieliichte. 
Propftdeutik S* 178. — Geographie 8. 179. — L Matlie- 
matiiche Geographie S. 180; Landkarten S. 182; Phjaifdie 
G. S^ 183. — IIL Getchicyikhe G. S. 184; G. der alta 
Welt S. 185; G. des HittäSltera 8. 185. — IV, Statistik 
8. 186. 

§. SX Chronologie 8. 18^. 

§. 33. Genealogie 8. 191; Heraldik 8. 104. 
§. 34. Denkmäler 8. 195; Munsen 8. 195. 
§. 36. Dipipmatik 8. 196. 

§. 36 bii 38. Philosophie S. 198. 

I. Schulen: Humanisten S. 200 i Bacon 8.201; Desoartes S, 
201; Spinosa 8. 203; Locke S. 205; Leibnits 8. 207; WoS 
8. 209; Hume 8. 211; Kant 8. 213; Fichte 8. 217; Sehel- 
fing 8. 218; Hegel 8. 220. ~ IL Einzelne philosophUche 
DiscSplinen. A. theoretische Philosophie 8.220; Logik S.220,' 
Metaphysik 8. 222. B. Praktische PhOosophie 8. 222. — HL 
Ethnographische Uebersicht 8. 225 ; Italiener 8. 225 ; Spanid 
und Portugiesen 8. 229; Frankreich 8. 230; Britannien S 
232; Niederlande S. 233; Teutschland 8. 234; der Morde 
8. 235. 

§• 37, Staatswissenschaft. 

Uebersicht 8.236. L Volks- und Staatswirthsehaftslehre 8.241 
IL Cameralwissensehaften 8. 244. 

§. 38. Pädagogik S. 247. 

§• 39. Mathematik. 
Ethnographische Uebersicht: Itäliäner 8* 252; Franiosen S 
254 ; Teutsche 8. 257 ; Niederländer 8. 261 ; Britten 8. 261| 
Polen S. 263 ; Dänen 8. 264. — L Geometrie und Anhljwi 
S. 264; Infiniiesimalreehnung 8. 265. IL Mechanik 8. 267 
Statik 8.267; Hydrostotik 8. 269; Nautik 8. 270. UL Op 
tik 8. 271. IV. Astronomie S. 273. V. Kriegskunst 8. 280. 
' . §.40 bis 42. Naturkunde. 

. Uebersieht 8. 284. — L Physik 8. 287. 
. §. 41. II.' Chemie 8* 292. 

§. 42. IIL Natnrgesehichte. Uebenieht 8. 300; Systemi 
tische Naturgeschichte 8; 997. A. Zoologie S« 304. B. Boti 
nik 8. 307. C. Mineralogie 8. SIL 



Inlialti"-Ai»eige. v 

§• 43.Hedicin. 

Uebersiclit S.,312; Ethnographisch. Italien S. 315; Frank- 
reich S. 316; England S. 346; Niederlande S. 316; Teutsch- 
land S.317. — I. Schulen: A. HumanUtische S. 317. B. Che- 
miatrische S. 318. C. latromathematische S« 321. D* Empiri- 
sche S. 322. E. Dynamische S. 323. — II. Bearbeitung ein- 
selmsr Theile: a) Anatomie S. 325; b) Physiologie S. 329; 
c) Diätetik S. 330; d) Pathologie und Therapie S. 331; e) 
Chirurgie S. 333 ; f) Entbindungkunst S. 334 ; g) Arsnejmit- 
tellehre S. 335 ; h) SUateanmeykunde S. 336 ; i) Thierheil- 
kunde S. 337 ; k) Encyklopftdie S. 337. 

§. 44. Jurisprudens. 

Uebersicht S. 337. — I. Römisches Recht S. 340. — II. Ka* 
nonisches Recht S. 345. — UI. Gesetsgebuug u. Rechtsyer-, 
valtung ^ 348. — IV. Teutschland. A. Staatsrecht S. 348. 
B. Lebnrecht S. 350. D. PriTatrecht S. 352. 

§.45. Theologie. 

Uebersicht S. 354. — a) Encyklopftdie S. 360; b) Bibelstu-, 
dium S. 361; c) Apologetik S. 363; d) Dogmatik S. 364; 
e) Polemik S. 367; f) Moral S. 368; g) Pastoraliehre S.369. 

Verbesserungen, Berichtigungen u. Zusatse S« 371. 



k 



IL 



Greschichte der Gelehrsamkeit 



1500—1800. 



Waehlcr HB. d. I.itt. 6cMh. IV. 



Ge^ehiehte der Clelehrsamkett 

seit ISpO.. 

(a.a^'3o.f.) 

• ■ 

26. 

Hit dei^ fortschreitend wachsenden, ißrw^teirqng iui4 y«ITo||7 
itändigaqg iifty:, in allen ihren Zvireig^i^ aof Einheit 4fy*, Uf;^ 
gkrungs und der organische« Vi^rbindupg b|inivf)ife^^f;|^ l^i^> 
lensch^ftlich^n Erke^^l^lss und Ecfahr^pg wacde .^{{s , agfi^ 

m Mit^f^alter b^y den y^r^ohi^J^DOXtiS*^? Y^^'^V^. i(Vj|^ % 
\. ^\ 9Q; 386) nicht ^inbeach^et, gi^bl|eb<enQ ^düi^fnis^, .^9- 
(e^der, -den Yorrath dop mensphU^w Wissen;^ if ))>,og^fii^f 
Jehe^sichtei^ s;a bringe^ oder e.ncjk^opä^il^ch^dfkfzus^el^ 
ea; yg^ Umris# eiiMw G?«|chidrt? «Jer £Dfj,4||Qi||k^f! ü \^ 
^t^eT«^ii(!h^bUtt^48?8 §t. 3J9 ».34. 

9«? 4\WW» fiWPhftftet l|ei;vsc|)^tO W XV^ Jfajirlv di^ p^ir 
<>«VfiW»e|» - ^»««^JWWclip Gf!ip9htipujpct. vor} ai^ ^^^Ifi jdn^ 
Ue, x^^f^ für k|Ö8terjjch^li l(Jnterfifht ber^cjin^teA yjttefji^f^- 
wa^i^ a^^H^f A, : d^oo flicht kleine, ^^aar di)|,%^^fp 
V^erk d^ Cfr^qsof« ßr^g. ile^c^ (^ f • 36) fl^l^; 4ff 
repQti^ctlSB j^ipociteii ^«»c. Gf«r|f ydw ;?^?ii [fpfe-ll. 
l^3^3 Wvke 4« hwipo^ja wuQ^i (Y?n, 1525,. I".) Hflfl fli:«- 
*f»n»m»a Ap% »pp (Y. <53Ä.. 4) k^Wfllfiil WVts WmH^^S^ 

h B§ifr|ge. ziij( £Q«jki«pä4i9 , hAtTAP^^t. ffiw4pq» ^WÄ lÖP 
«od^r nnd g^alrvK^i«^ Mi ^9 4xWl ^94. .^imf^£fi9 ^ 

i * 



4 Encyklopädie. 

kühner, oft des Selbstvertranens zu Tiel verrathender Selbst- 
ständigkeit im Urtheil, ohne einseitige Vorliebe für das das- 
giscbe Alterthnm, gedankeivreich und hellsehend, ^enn gleich 
von engherzigen Yorurtheilen des Zeitalters nicht entbunden, 
die Gegenstände des menschlichen Wissens darzustellen und 
zu würdigen versuchte; s* Werk hat bleibenden geschichtli- 
chen Werth und ist von Seite der Kunstgestalt und des Aus- 
druckes als das erste gelungene anzuerkennen : de disciplinis 
LL XX. Antwerp. 1531 ; Cöln 1532*. 8 oft; Opera omnia. 
Basel 1555. 2 F.; ^distrib. et ordinata a Gr, Majanno. Va- 
lencia 1782 f. 8. 4; vgl. Paquot 2 p. 31 sq. — Auf dürftige 
Umrisse beschränkte sich Paul Scalich a. Agram [geb. 1534; 
St. 1577]: Encyclopaedia k. orbis' disciplinarum tarn sacrarum 
quam profanarum. Bas. 1559. 4; vgl. Curiositäten 10 S. 39 f. 
— Theodor Zwinger aus Bischofszeil im Thurgau [geb«^1533; 
St. 1588] brachte, die Vorarbeit des Conr. LycotthencB als 
Grundlage benutzend, einen beträchtlichen Vorrath von Stoff, 
besonders' philoiiopbischen und ethischen Inlialtes zusammen : 
Theatrum vitae humanae LI. XIX. Bas. 1565. 4 F. Dieses 
Werk hat der Jesuit Laurenliug Beyerlinck a. 'Antwerpen 
|[geb. 1578; st.' 1627] bedeutend vermehrt und die damalige 
KloStergelehi'satnkeit in ihrem ganzen Umfange, 'nach alpha- 
betischer Folge, genügend vollständig geschildert': Theati-nm 
. 'inagnum yttae hum. h. e;'rernm divinarum humananunque 
iqrtitagma cathöKcnm.- Cdln 1631 ; L. 1678; ^ened*. 17Ö7. S F.; 
vgl. Paquot % p. 437 sq. — Den ihm eigenen dialektischen 
Scharfsinn bewährte Peterde la Bamee oder Bamuä (s. §• 36) 
in: Pfofeissio ¥egia h. e. septem artes liberales apodidtico^ de* 
^cendi genere propositäe. Bas. 1560. F.;' und merkwürdig ist 
der ÜtkAe wissenschaftlich geordnete Stiimmbamn der measch- 
Bdien Kenntnisse und Künste,- welchen Nid Bergerön [st. 
*1584i entworfen und Chrütophle- de Sam'gny äusgefuhrlr und 
l^ekarint gemacht zu haben scheint: Tableäux accomplis de 
touts les lirts lib6raux , contenant une portioil des dits aitts 
amass^s ei rednits en ordre peur le soulagemenf et profit de 
la Jeanesse. Pär. 1587; 1649 F; — Für die Zur^cbtwdaung 
üpd ernstere Uhterhritung gebildeter Laien undfdi^r'gcfiiiisch- 
t'en Lesewelt waren bestimmt £ftM?. Te/tVi'Bref soinniaire des 
sept vertus, sept arts Ub^ux, se'pt arts depo^nes^ sept arts 
m^chaniques, des philosophies, des quinze arta magiques* Par. 



Eneyklopadie. 5 

1533. S; Dom. Deffini Sommario di iiiUe le seianxe. Vm* 
1556. 4 und ein ähnliches Bach Ton On Rinaldi 1&73. 4; 
C. Fiavaranii Specchiodi sdenza univ. Y. 1564, 8; beson- 
ders des yielwissenden CanonicuB Thom. Oarzam [geb. 1549; 
St. 15S9] Piazxa univ. di tatte le professtoni del mondo« Y« 
1585; 1595 ; 1599. 4 sehr oft und in viele Sprachen Sbersetst» 
— Fruchtbar thätig erwies sich der, besonder^ den Tentschen 
eigenthüinliche männliche, eifrige, liebevolle wissenschaftliche 
Geist in Anordnung und Richtung der Studien für das heranr 
wachsende Geschlecht; er war auf mehren vaterländischen 
Hochschulen einheimisch; in Leipzig wurde für eine ange« 
nessene Studien-Ordnung f riibzeitigr geborgt : Modus stadendi 
discipulis stndiosis accommodatus* Lpz. 1509; 1515» 4* Die 
£rfahrnng;en9 welche stimmberechtigte Gelehrte über den rieh«' 
tigeren Weg zur humanistischen Geistesbildung im XY, XYI 
nni XVII Jahrb. ausgesprochen haben , Ansichten , Ratk- 
schlage, Warnungen und Winke, theils allgemeineren, grös«- 
seren Theiles philologischen Inhaltes, sind in mehre Samm- 
langen gebracht worden, von welchen als *die reichhaltigeren 
gelten: El. Grotii et alior. (Leon. Aretiniy Dei. Erasmiy J. 
CoielU^ Tk. Campanellae^ Arn. Clapmari^ G. Barlaei^ G. 
Naudoet, 6. Sctoppii u» s. w.) dissertationes de studiis bene 
instituendis. Amsterd« 1645. 12 ; G. J. Vo$sii et aL diss. de 
St. h. imt. Utrecht 1658. 12; Th. Crenii Consilia et methodi 
aureae studiorum optirae institnendorum. Rotterdam 1692. 4; 
De philologia, studiis liberalis do^trinae, in formatione et edu- 
catione litt, generosorum adolescentum traetatus 6f. Budaei^ 
TA. Caaipaneiiae^ Joach. Paitorii^ J. A. Botii^ /. Schefferi 
et 6. A. Bargaeij quos coli, Th. Creniut. Leiden 1696, 4; 
De eruditione comparanda in humanioribus etc. traetatus, q* 
c. T&. Creniui. Leid. 1699. 4; Joach. Fortii (Sterck) Bin- 
gelber g [geb% 1499; st. 1536] common tationes de rationestu- 
dii; acc, opuscnla (Eraemij Mureii^ Vonii^ Barlaei) de r. st, 
(ed. Ev. Scheid) Utr. u. Harderwyk 1786 f. 3. 8. . Yiele 
tentsche Humanisten haben sich durch Belehrungen der Art 
um ihre Mitwelt verdient gemacht ; %. B, Th. BAliander de 
ratione communi linguarum et litterarum commentarius. Zü- 
rich 1546. 4; Jod. WiUich de formando studio, Frkf. 1550. 8; 
MkA^ N^ander methodorum vni^jjaig, Bas* 1556, 8; des hell- 
sinnigen Joe. Acontiu9 (s. §.36) de methodo 1, Bas. 1558.8: 



»i ^&$^mis ie ratibne di«cettdi. Witttob. 1564. 8; J#€e// 
Jür^iier 4^^disc4ndi ördine. Zürich 1592. 8 a. m. a. 

' lia XVirXahrii. zeigen gidh zwar noch Sparen i^on kli 

iiförlfch-diaie'ktischer Ansiißht, wie auii Jac. Lorhard Ög^do^ 

säiol^t. 'S.'tiBUen 1606. 4 zu ersehen ist; aber bald wtir<3 

d^r Blick fteyer ubd das Siteben nach wissenschaftlicli^ 

S^fbstet&nd^kdt efstäricte durch 'i^ihen krfifügen Spreche 

'jPhtbetV BaeöH de Vemlam a. Lohdon [geb. 1560; st. 1626^ 

Ydll Aditiang'fur des Menschen geistige Hoheit und sittlicfa 

fiesljn^niting'und'aberzeugt Tdh der Mangelhaftigkeit des bii 

herfgen wisÄänsöhafllichen Lebens, suchte das gesammte Gd 

IS«t^d*äs htehschl. Wissc^ns mit heÜeto Blicke aufzufassen, di 

tlähn Voi^eAindenen Gebrechen a^'a rügen und die hdherel 

f^ödei^iigen zu ' begtünden nnd geltend zii machen.' Von i 

l>4c(bs]C^tigten Systeme einer umgestalteteh WiitseniichaftS' 

Kbhde, Mägtfa Restatitatiö , l^ind zwey inhalts^h were Abtfaei 

Itiftigfen 'äüsgeaibtitet worden : die Methodik des menscbl. Er 

mUW^ns oder tirühdriss des 'Ursprunges .und 'Zusammenhan 

^^^^irmetisehl. Kenntnisse: de dignitäte et aügmentis seien« 

fiarntn'Ll. IX. Engtisch. Lond. 1605. i\ lat. 'Lolid. '1638 

'LVid. ^652; Amst. 1662. 12; teutsch von J. H. Pßngiten 

Vl^äih 1783. 2. 8; und die Einleitung in die ErfhhtüW^Phi 

tosophSB, 'Welche den Zustand der Wissenschaft beschi^eibt, Au 

ll^öthW^nMi^eit der Beobachtung hervorhebt üÄd die Anfo 

j^entnigen des försdiehden Geistes und die Mittel, üvx ihnei 

issu 'gen&gto , erörtert: Novum organbn sdetitiarum. Lönd, 

4620. lF.;^Leid. 1645; 1050; Amst. 1660. 12; Oxf. f813. 81 

teiitsch V. G. W. Bartoldy. Berlin 1793. 2. '^; v. A. tk 

^Brüök. Lp%. 18^0. 8; Auiizug in'P.'Gäiiemlt opp. 1 p. 62 sq.; 

The^workil, to which is pirefixed a new'life by M. Mnllet. 

ISönd. ITfO. 4 F.; »1753. 3 F.; M765; 1778. 5. 4; 1803. 10. 

8; Opp. philosöphi^a. ^Vliab. 17?» f. 3. 8; vgl. Analyse de 

fa Philosophie de B. Leid. 1756. 2. 12; t. hebst Mallet's Le- 

lienv. Ulrich. Berl. 1780.8« Ihm folgte mit wenigen Abvrei* 

chungen ' Ck. Soi^el (s. '3 8; 249) de la perf e6f idn de lliönime. 

Par. 1655.4. — JoA. Heinr. ATiiedi in Herbörn [geb. 1588; 

St. 1638] schemaüidrte die Isich datbieüende Kenntniifisftmsse 

ita fleissigen AmtiiSgen und leistete damit ^s. 'Zeltalter dänrkes- 

werthe Dienste : Cui^sus philois. Encyclopaedia.\Qerborn^l620. 

4 ; ^Sdentiarum 6äin. 'Enejrd. VÜ Tomls distincta. H. 1630 ; 



iMiiiL IM». 4 E«i; jün» JlUmtmm fyfJk^ iSii%i iU 4681} 

bffadrtB 'dte. W«kin4wCMVnlMfo & -^ Ber 

CandeMter .J^r. Xa^i» wishte irpB fdew 'ZnianuiMnliiiDge d^i 

meD«dUi€heii «^ens «ine iilifillhaiilidie U^moht n ;g«Um 

Stnilinm sapiedti&e ^uniMtMUs 4!0oMUn»^ MMptiae imniaiiiHi« 

Fat. 1651. !*•; vein Auszug dttraM .i«t Aca^emMe dM/WitilMS. 

et ib« arfts. Pu.'1680. 2. 1^ ^ JoA. lÜMAlf JVlV^r a. .B««4m 

fg«b.l&34; St. 1693}, Pfföf. in Kid, (elo g^stieioher Yi^llriiH 

ser 4ind :fvivdilbaffer Sohviftsldllflpr^ madite auf wJBaanaolui&U- 

che Schwächen :uid nane Antiohtan Qtid )F<mobaQg^ege, be^ 

sondais in 'derNatukandQ, vanfmeiksams Geniaa errana 8.de 

ingenioram in siaentüatabusa. Kiel 1677. 4;iS0efehlt nach diQr 

neuen W^lt ohne Sehiff .n. SegeL K. 1670. 4; fiamh. 1683. 

12. —- i). "'S. Jf orA(^ (s; 3 S. 951), eben ao reiehan Golebr- 

«amkrit, als an Scharfldick und gesunder UitheiUkyafli^'bfaehte . 

dnrdi 8. Polyhistor fl S. 59) die maoaigfaltigaten' Keanlniaie 

und Abthoden und Hülfmittel, am «ie zu.f^rdeni, ipUialanf. 

Ungleich geringeren Werthes kt Jomme0 'Zii;iii.S|«eala pliys* 

mathem. historica Notabilinm/ac Mirabilium^aclendorum. Mbg. 

1696. F. — Als Yorläufer encyklopSdis^er fWSrleAueher 

sind zu erwähnen J. J. Hqfmann Lexicon Universale. JB^sel 

1677 f. 4iF. und T^. Corneille (h. 3 S. 224) Diel, dea arts 

et des seienees. P. 1694; 1731. 2 F. — Unter den encpfklo- 

•padiscben UnterrichtsbSchern ifir die Jugend aeidinen siah die 

Ton Baiieh und Caaiaaniir (vgl. §. 38) durch verdienstliche 

'Eigmthumliehkelt ans ; herkömmliche Znsammensiiellttng im 

gemilderten seholastiachen Systeinstone findet sich in Mick. 

Peir€f|/«/tfer Apparatus eruditionis. Nbg. 167Q; Ed.IV. 1704. 

8 und *Catp. Knüiel \{ia. regia ad onmes.acientias et artes. 

Prag 1683. 8. — - Unter mehren wiasensdieCftKebeb Methodo- 

logiM' sind zu bemerken ila^. Foisevimi BihL .sei. de.faüaae 

stadiorum. Yen. 1603. F.; J. H. Alstedt ConAWma^ acad. et 

scfaoL Strassb. 1610. 4; EtycU Puteani Palaestra: bonae men- 

tis. Löwen 1611. 4; Theod. £&er^ Mamiductiönis aphoristioae 

ad diseursum art. et disdplinar. methodicum Sectt. XVI. Frkf. 

1619. 4^; Bierem, Drewel Aurifodina «rt. .et sdent. München 

1638. 12 u. s. w*;>iii/. üecilejiiefg.daatit^is acad. I41Z. 1691. 

12 u. *8. w. u. ;m. a. 

^ Seit dem AnCaoge das X»Vni Jabih. war die Betriebsam- 
keit in encjklopftdischen.Zasammenstellaagen und Erörterun- 



9 Eäöyltlöpadie, 

gen, weiifg^r !t'd wlbieiiaehaftli^heii Zireoken, als snmHaus 
and Hanilgebratfelie äet^Oeisehlftsinhafier und wi^sbegierige 
Leser ans altal Scilndeik, '1)€iitftnj{|g im Steigen; es Ut dafae 
aus der .Bestimmung solcher Arbeiten^ erkIftHl>ar , dass in ifa 
uen zur Erleichterung des Gebrauches die alphabetische Ord 
nung Törherrschte« -Des Venetianers Vincenzia Coronelli £«1 
17i^ ungeheures Untemdimen einer allgemeinen, besenden 
in Ziehung auf W^ltkund^ möglichste Vollständigkeit er 
strebenden Enc^klopftdie blieb unbeendet und kann nur nacl 
Torhandenen Bruehstficken benrtheilt werden : Biblioteca unl 
▼ersale sacro-profanä o sia gran Dizionario etc. divisa in voll. 
45. Vened. 1701 f^ 7 F. bis Caque; Cronologia univ. Y. 1707, 
F. ; Cerso geografico univ. (Atlanta Yeneto). Y. 1692. 2 F. 
m. K.5 Isolarto (AtJ; Y; 2) Y. 1696.2 F. m. K.; ♦Regnorum, 
provinc. ^ dvi tatumque ao quorumcnnque locor. orb. terr. no- 
mina lat. ' Y. 1716. 2 F. nu K. ; Singolaritk di Yenezia. Y. 
1700. 14 F. m. K,*-^ Ausserordentliches Glück machte in 

' Teutsehland Joh^ Hübfier'i [st. 1731] Reales StaatsZeitun^- 
und Conversadon-Lexikon. Lpz. 1704. 8, dessen 2ter Theil 
überschrieben ist Curi5ses Natur-, Kunst-, Gewerb« u. Hand- 
lung-Lexikon. Lpz. 1712. 8; es wurde, bis auf die neuesten 
Zeiten sehr oft gedruckt. Gediegener gearbeitet war des ge- 
lehrten Britten Jamef Barri$ [st. 1736] Lexicon technicom 
or an ^universal english Dictionary of arts and sdences* L. 
1704; Ed. Y. 1736. 2 F.; weniger an Gehalt, als an Yoll- 
stttndigkeit wurde dasselbe übertroffen von Ephraim Chambers 
Cydopaedla or uolr. Dict. of arts and sciences. L. 1728. 2 F. 
m. K.; Sapplem. Dublin 1753, 2 F. oft; by Abr. Bees. L. 
1786. 5 F. m. K; Ital. Yened. 1748 f. 9. 4. — Joh. Theod. 
Jablon$ki [geb. 1654; st 1731] schloss Theologie, Geschichte 
und Geographie von s., r&hmlichen Sammlerfieiss beurkan- 
donden , encykl. Wdrterbuche, aus : Allgenu Lexikon « d. K. 
u. W. Lpz. 1721; Kttnigsb. o. Lpz. 1748; 1767. 4. — In 
dem, von /. A. v. Fränkemtain a. Leipzig [geb. 1689; st. 
1733], P. D. Longolüu [geb. 1704; st. 1779] und v. 19 B. 
an V. Carl GHuih. Ludoviei a. Li [geb. 1707; st 1778] aus- 
gearbeiteten Zedlersohen firossen vollst. Universallexikon al- 

- 1er W. u. K: (Halle u. Lpz. 1732 f. 64 F.; Nödi. Sapplem. 
1751 f. 4 F.) rind viele brttuohbare Notizen, besonders gu(e 
Beytrttge zur Genealogie ontbtdten« 



Encyklopädie. 9 



. Der erregbare frauBsiiche NadoMbUm, Tom 
CSaoben längst .entbundeii, ohne Schea vor Macht der Kirche 
und vor Zwangsmittehi .des* Staats, mth laiipht befireiudeiid 
mit, selbst schroffen Ergebnissen freyer Profhiig, foderte go- 
seUsdiaftlidie Yerallgemeinerang geistiger Thätigkeit ond 
^isaenaehaftlicher Kenntnisse, wenigstens ihres Endwrtrages;- 
die rersdiiedenarligen Menschencdassen^ besonders die hShe»» 
reo, mit Ueberlegenheit der Bildung gerne pron^cend, nahmen 
Thdl an wissenscbaftüehen und litter&riscfaep Angelegenheiten 
und sadUen Befriedigung fSr ihre Tielseitige Wissbegierdsu 
Diese, aus folgenreichen Reibungen und Umstakungen des 
gesdUschaftUchen I^ebens hervorgegangene» Gleichgült^keit 
and Kampflust gegen Vorurtheile und Eippianglichkeit {ur 
Neoes erzeugende Richtung .des Zeitgeistes benutzten geist- 
m<^e, gewandte, dem scheinbar Zeitgemtesen alleinige Gül« 
tigkät zugestehende Männer und leisteten der bald vorherr- 
sclieoden vernünftelnden Eitelkeit und über Alles absprechen- 
den Selbstgenügsamkeit des Geistesdünkels einen in reissend 
schnellen Erfolgen erkennbaren Vorschub» /. ie JRond d'Älew^ 
hert (vgl 3 8. 192. 266), geachteter Mathematiker, kalter Er- 
fahnmgphilosoph, sittlicher Grundansicht ermangelnd, und D» 
Diderot (vgL 3 S, 231), dem es höchster Geistesgenuss war^ 
alles Bestekende.mit lüsterner Schadenfreude zu erschüttern, 
in Verbindang mit mehren sich ihnen anschliessenden Gelehrt 
ten oder Schriftstellern (Voltaire, Rousseau, Montesquieu, 
Domarsais, Holbach, Jauconrt, Turgot u. a.), unternahmen 
[1751] die, darch eine, nach ihr benannte litt. Machtpartey 
und darch politische Wirksamkeit hochbedeutend gewordene 
&DGyklppädie, welche alle bisherige Erfahrungen, Untersu- 
diiiDgen und Gedanken über Gegenstände der Tbätigkeit de» 
neoachlichen Geistes und Kunstfleisses umfassen und mog- 
L'clm Vielen veranschaulichen sollte ; vgl. 1 S, 40 und Eberi 
Lex. No. 6709 f. Später [1782 f.] unternahm der Buchhänd- 
ler PaucQUcke die, noch unbeendete methodische Encyklopä- 
die, an welcher mehre namhafte Gelehrte mitarbeiteten. Das 
vielfach gehemmte und angefeindete Unternehmen brachte eine 
unglaubliche Wirkung' hervor; eine lange Reihe von Streit- 
schriften, Erläuterungen, Auszügen und Abkürxungen beglei- 
tete dasselbe ; es wird hier erinnert an Voltaire Questions sur 
VEnc, P. 1770. 9. 8; /a Porte Vesprit de l'Enc, P. 1768. 5. J2 



'10 fincyklofiädle. 

-u. ^k »M^.^ f^lftä. ^. 4HM9r 479% 't. 48.«; R A. de Qätiml 
INdütffaalt^. *^; i^Ol. 8^ -Verin. V« M^U9tdlm. 4P. 4S05. '2. '8 
fF^% Cne; dli^lh^ntffiiii«. P. 1767. '8* 4 ili.>'K, itriiSBisch er 
«o&ito sre c«i N«iii>e) 17S8 f. ; adch In SpaniMlitfr Sprach« 
trafrde dte meihodistihe E. bearbeitet. — Darch mannigfach« 
«B4g^ii^hüiiilkbkieiten ^tfntersoheiden «ieh die xablreiUien Ency> 
UdpSdllfti Gr. Britanniens; unter mehren «hid namhaft zi 
' mächefa die röh Hall L. 1788; Term. ¥. J. Zr/oytf 1796. 3 F. 
V. Gleig. L. 1789 f. m. Suppl. 20. 4; j. ^Met method. E 
-L. *796 f. 4; A. Jft6e8 [geb. 1743; it. 1825] L. 1802 f. 78. 4; 
'^. Gt^^ory. L. '1806* 2. 4; »^. NiehoUon. L. 1809. 6. 8; 
lAie durch Äusftlbiliehk^it der Artikel, welche wahre Abhand- 
Ibtigi^n eittd, sieh beroerklich maehende des D. Bretdster, 
'Edirib. 1810 f. 18. 4; die am 'meisten gebrauchte, von ilf, 
Napier besorgte' Encyclopaedia Britannica. Ed. YIL Edinb. 
T83Ö. äO; 4; J. M. Güod^ ff Gregory, N. Bosworth Pantolo- 
gia. ^. 1813. 12. 8; Jokmon u. Ealey imperial E. L. 1814. 
. '4.4; i>f«7/i?r E.'Pertfaenilis. L. 1816. 23. 8; /. lUiUar E. Edi- 
Aensis. £dinb. 'i'816. 6. 4 u. m. a. -^ In Teutschland 
"behauptet /. G. KrBnitz [geb. 1728; st. 1796] ökonomisch- 
techtadlogische Encykl. Berlih 1773 f. 148. 8, v. 74ten B. an 
Von Andern fortgesetzt u. ihrer Beendigung langsam iiähei 
rückend, auch in einen Auszag (Berl. 1785 f. 8) gebracht, 
ihres, eigentlich ungehörigen yielumfassenden Inhaltes wegen 
'eineStelie unter den allgemeinen Werken, ß. M. 6. Kösier 
[geb. 1734; st. 1802] und /. K R&os fgeb. 1757; st. 1804] 
veranstalteten eine, manche schlLtzbare Aufsätze enthaltende 
T. Encykl. Frkf. a. M. 1778 f. 23. 4, mit Ky abbrechend 
Nach einem reif erwogenen Entwürfe begännen (Lpz. 1819 
4) J. S. Ench u. /. G. Gmber eine ällgem.'E. der W. u. K. 
deren Yollständigkeit und Gründlichkeit um '^so mehr gedeih 
' liehen Fortgang hoffen lassen, da Tide wackere' Gelehrte^Thei 
nehmen uUjd in neuester Zeit das oft rerwaisete Weric di| 
Pflege eines tüchtigen Verlegers gewonnen hat. Die Brack 
'/iaumche Red-E. oder das Conyersations-'Xexikoti 1796 ni 
Suppl. 8. 8; V umgearb. Atisg. 1819. 10. 8 u. 'NaÜitr. 182^ 
4. 8; VIII Auiäg. 1830. 12. 8 bat einen trassetordentlich 
gebreiteten Leserkreis gefunden 'und beirtfaptet als iHSrderui 
mittel der gesellschaftlichen Bild ang einen hohen Rang; 
ist äbg^küjTzt in das Dünische ' ftber&etzt. *K<ypenfa. '1816; 



EticyJdapädi«. 11 

Zusäfz^n in das Englische fOr Amerika; Phfladelphia 18291 
Unter ileo vielen Nachahmungen ist B. A, Pierer*9 Eneyki. 
Worterlrach« AltehbargiS24f. allein erwähneiiswerth. — EHe 
kleineren^ für angenblickKche beschränktera Bbdflrfiiisse be- 
rechneten endyklopädischen W5jrterb6oher, deren 'Fmakreieh, 
Grosabritannien und Teutschliand eine beträchtliche Aniahl hal- 
ben, werden hier mit SUUschweigen'fibergangen, ohne dass da- 
mit ihrEiliflnss anf Yerbireitung litterKrischer Cnkor imgesell- 
schäkftlichen Leben bezweifelt oder herabgesetzt werden soll. 
Das BedärfhisSy die wissenschaftlichen Kenntnisse, zur 
Erleichtemng der Selbi^tbelehrong und des Unterrichtes, der 
Jagend in Uebesaicfaten zu ordnen, wurde überall betucksiehi- 
tigt und zu befriedigen gesucht. Die älteren Ai^beitea de^ 
Art in Frankreich : La seiende de l^homme de oour, d*6pee et 
de tobe Gommenc6e ,par Ckevigny (P. 1707. 3. 8) continu6e 
par de Limiert (Amst. 1717. 4. 8) et augm. p. Massmet, Amst. 
175». 18. 12$ nnd des Jesuiten Claude Bt^er [geb. 1661; 
St. 1737] Conrs des sciences pour former le language, Fesprit 
et^le eoeur. P. 1732. F., wurden von Condilta&s (miten §. 36) 
Conrs ^etttde. P. 1776. 16. 8 verdrängt« — Gr. Britannieh 
hat eine "äberaus gtosse Menge solcher Unterrichtsschriften, 
w^\eVie durch «keine hervorstechende Eigenschaften Aufhierk» 
samkeit erregen; eine der besseren durfte der von J. iÜf. 
Sckröcü und /. /. Ebtrt obersetzte „Lehrmeister^* (1767; 
Ausg. in. Lpz. 1782 f. 2. 8) seyn. — Gründlichere« wurde 
von Teutschen geleistet. Schon „der geöffnete Ritter-Platz'* 
(Hamburg 1704 f. 4. 12) und Diet. Herrn. Kemk^rich*$ Neu 
eröffnete Akademie der Wissenschaften. Lpz. 1711 f.; Ausg. 
lU. 1739. 3. 8 waren zu ihrer Zeit Vielen nutzlich; aber 
^gleich ' hoher ist zu stellen J. A. ErnesWt (vgl. unten f. 
27 11.45) durch Reinheit des lateinischen Ausdruckes' ausge- 
zeichnete Unterweisung in Mathematik, Philosophie und Be- 
redsamkeit :'Initia doctrinae solidioris. Lpz. 1736; Ed. YDI. 
1796.«. J. G. Sulzer (vgl. 3 S. 407) versuchte den inneren 
Znsammenhang ^er Kenntnisse und ihre eigen th^nmliche Be- 
schaffenlidt in den dnzdnen Bestandtheilen anzudeuten : Kur- 
ier Begriff aller Wissensch. Frkf. u. Lpz. 1745; VI Aufl. 
1786. 8; umgearb. v. E. J. Koeh. 1. Berl. 1793. 8. J. M. 
Gesner (vgl. §.'27)* Anleitung am tien Studien der Philologie, 
Gesdifichle u. Philosophie War, bey aller Darftigkdit, für ihre 



12 Entyklopädie. 

Zttt mobt ttnverdienstlioh : Primae Bneae tsagogefl in erad^ 
tionem utiiversam. GöttiDg;. 1757; Ed. IIL 1786. 8; c. com 
inent« auct. ed. J. iV. Nicl^$. Lpz. 1774; 1786. 2. 8« Meii 
fluchtiger uiid flacher, oft wortbreit sind die Umrisse und B« 
lefaning«a in: /. H. Sum. Fermey [geb. 1711; st. 1797] Prii^ 
dpes ei^ment. des belläs lettres. Berl. 1759. 8; Abr6ge d< 
tantes les sclences* B* 1764 f. 8. 8 oft; und Joe. Fried, v 
Bielefeld [geb. 1716; st. 1770] les premiers traits de TenL- 
dition universelle. Leiden 1767. 2. 8. Durch gediegeneren 
6ehalt und zweckm&ssigere Einrichtung empfehlen sich «71 X 
EherVt [geb. 1737; st. 1805] Unterw. in den philos. u. nifr 
them. Wissenseh. Frkf. u. Lpz. 1773. 8; /.^l. H. Reimami 
[geb. 1729; st. 1814] und /. G. BUich (vgl. 3 S. 410) £n- 
qrkL der bist philos. u. roathem. W* Harab. 1775; 1795. 8; 
und G. S.KlUg^l [geh. 1739; st. 1812] Encykl. d. gemein- 
Bützigsten Kenntnisse. Berl. 1782. 4. 8; 1792; 1806. 7. 8; 
anderer dürftiger Grundrisse (von CA. H. Schmid 1783; /. 
H. F. Meineeke 1783; 1788 u. a.) und populärer Skizzen ßi 
Ci* Adelung' 9 Unterweis. 1777; Begriff menschl. Fertigkeiten 
1783 f. 4. 8; 7. F. Zöllner'» allgem. Uebers. des menschl. 
Wissens 1790 u. s. w.) nicht zu gedenken. Es drängten «cb 
seit dem lezten Jahrzehnde. des ^^VIII Jahrb. die encyklopa* 
diseben Upirisse ; bey grosser Ungleichheit ihres Werthes and 
nur vorübergehender Brauchbarkeit haben die meisten schnell 
sich selbst überlebt, da ein Stillstand des wissensphaftKchen 
Forschend und Strebens nicht eingetreten ist; als Beyspiele 
werden genannt : J« 6. Buhle Grundzüge e. allgem. Encykl. 
d. Wiss. Lemgo 1790. 8; J. J. Eichenburg Lehrb. d, Wis- 
senschaf tkunde. Berl. 1792; 1800; 1809* 8; S. $. tFitte all- 
gem. akfid. Encykl. u. Methodologie. Götting« 1793. 8; W. 
Tr. Krug Vers. e. System. Encykl. d. Wissenschaften. Wit- 
tenb. 1796. 2.8; Litteratur 1804 t u. Ergänz. 1819; J. Chn 
Hifier philos. Darstell, e. Systems aller Wissensch. oder all- 
gero. Wissenschaf tlebre. Lpz« 1806.8; H. A. Töpfer encykl. 
Gen. Karte. Lpz. 1806. F.; Comment. dazu 1808. 8; C ^^* 
Jirh. Schmid [geb. 1761; st. 1813] allgem. Encyklopädie und 
Methodologie d. W. Jena 1810. 4; CA. Schalter Encykl. 
u. M. d. W. Magdeb. 1812. 8; G. B. Jägche Einldt zu ei- 
ner Architektonik d. W. Dorpat 1816. 4; u. m. 

Unter d^n methodologischen Anweisungen erfreuten sich 



Encyklopädie. Philologie. 13 

in FraDkreich eines sehr ausgebreiteten und ziemlich diAieip- 
baften Beyfalles CL Fleury (s. 3 S. 256) de la m^thode de» 
tmdes. Brüssel 170G.« 12; 1729. 8 n. s. w. und Ch. RolH» 
s. 3 S. 257) de la mani^re d'enseigner et d'6todter les heües 
ettre& Amstefd. 1736. 4. 12; Paris 1740. 2. 4. -u Weition- 
fassender ist in neueren Zeiten ron Teutschen' auf gediegeiM 
Torbereitutig und üvissenschaftHche Geistesbttdiing' der Sta« 
lirenden hingearbeitet worden ; das bezeugen mehre der oIk^ 
LDgefuhrten encyklopädischen Lehrbücher und unter andertii 
loch Mertens hodeget. Entwurf. Augsb. 1779 f. 2« 8 ; B^ 3* 
Koch Hodegetik. Berl. 1792. 8 ; JB. Nieuhoff de ratione studii 
recte constituenda. Harderw. 1800.8; Cr. iVi. .Brdhr iakad. 
PiO]^ädentik. Lpz; 1799. 8 u. Einleh. in die ge9« akad* Stu- 
dien. L. 1809. 8; Ch. D. Beck Grundriss zu hodeget. Vorle- 
«mgen. Lpz. 1808. 8 ; J. Cr. Kitiewetter Lekrb« dec Hode- 
getik. Berl. 1811. 8; tor allen anderen /• O. Fiekie Vorles. 
nber die Bestimmung des Gelehrten. Jena 1795; urogearb» 
Berl. 1806. 8 ; und F. W. SchttUng VorlefeUiAgeh über dacr 
akad. Stadium. Täbingen 1803; 1807. 8. 

• • • 27. ' 

Philologie oder das Studium der Werke des idassi- 
scbeo ititerthuras ist Grundlage der gesammten nea*>ear6päi-> 
scheu litterärischcn Caltür und hat über die Riditung dersel- 
ben entschieden ; die Macht dieses allumf^senden Einflusses 
trat schon in de> zweyten Hälfte des XV Jahifc. (vjgL 2 & 
271 fB.) hervor und wurde fortwährend verstävkt» Die latei- 
nische Sprache, in welcher während des Mittel^^rs alle wis-* 
seoschaftliche Angelegenheiten Ton Abendländernf rerhandelt 
^^<ien, weshalb ihr auch durch Herkommen £öSis^ aus sehr 
^ersehiedenartigeb ' Gründen bestreitbare und bestrittene Vev- 
zoggrecht gesichert Worden ist, vermittelte den 'j^ngang, die 
^Verbreitung u. das Gedeihen der neuen, in ihren Erfeigen xkn»^ 
^nnessBch fruchtbaren Geistesbescbäftigung; die durch iteidh* 
Anm und vollendete Bildung ihr weit überlegene grie€kiscb# 
'^<^gTjindete die eigentliche Forschung, weckte und übte den 
Scharfsinn und das Scbonfaeitgefuhl , führte zu den Quellen/ 
*«8 welchen sprachliche Gesetzgebung und die leitenden Vor- 
Btellange^om Angemessenen 4n Kunstwerken des Wortes und 
^^ Mmit geflossen sind, und veranschaulichte die Grund« 



14 P|iiIoIpgie. 

b«di«g^lfg d^i: in ihrem Fortflphce^^n ^^^ Na}irjiog^ und A 
segiiag flndanden geittlgea, ^elbitthfttfgl^eit., ()|ß A^ichte 
ClniiidBftte!^ Md Clfifahrimgpn. des^ Altertiham« yinrdßu in da 
gfilHage^ lid^ anfgenoifimep:! djl^ Werke 4^r Griechen^ zt 
«ral.ii^ü<hk6iQbcui9 oft iiel^^ yeffdienstUjß&en and auch je2 
Mok krijisfik be^ohtw/iisvffftl^eii Ijateinijsclien Ueb^rgetzunge 
vetkroilet, Immh. Qi^ch ni^d nach durch AJbdruckQ in Mailand 
VloMn», BoBi)) Venedig np^ W&terl^in in Frankreich uju 
TevtiMiUand. f!etvi#lföltigt, In allgemeineren Umlauf und be^ 
währten ihce wiisp^iischaftliohe Wi^kiaiokeit aia fxnhfiate^ ig, 
VmtttaknDg ii«4 Yeredeljing def Pfailo^nshie, Mathematik^ 
NttttBknBde.lind Medioin; frah genug hatten sie Einfli^sfli auf 
Heftofsnlang. der. Kritik, wd des i|i:vnsi|t|ones in der ^qachicbte 
und hiecai^i tekUket si^ der y^elnnifasiiende Gewinn , wel- 
ehea Theologi« and fansprudenz ihnen zq veijdanken haben. 
Der allgemeinere Eodectrag o^enbarte sich in Richtigkeit und 
Gefälligkeit d0S latwiiftchen. Ausdruckes^ welcher eben m 
wie die. in :ibm abgespiegelte Gesinnung ds vollständiger Ge- 
gensatz des barbarispfaen $cholas.tici^^mus 'anerkannt werden 
mnsste. Frankreich und Teutschland, später die Niederlande, 
schritten mit Italien im Anbau der Philologie, welche sie aus 
dieseta l4nde empfafigen hatten^ gleichmj^sig fort^ ihnA bald 
in tüohtiger • Tlfätigkeit überlegen und demnächst unerreich- 
bar, .Für /das XVI Jahrb. hat Dei^ Eramui im Ruhn^e voll- 
gültig Wfdtbürgerlicher humanistischer Wirksamkeit I^aum ei- 
nen Neb^bAhl/ei:. Pen Yerdienfiten Aj^ Italiäner Manuzzii 
J. C &e€^ig0ir^ Fz Bobßriello^ *-P. Yettori ^, Fulv. firmi 
halten die, Fre^often G. Budi^ A liOfnlkin. *H. EÜ^nn^j die 
Tentsdbei» J« C^m^^^^f^ Vi^^\ Woif^ Xyfßnder und Svl- 
imf^gj .die Niädeirländer J^ßdr. Inntm^ TT« Canter u. 4- ^¥ 
Gleibhgewipbft* Wenn Italien reiferen Kcinstsinnes und eioe^ 
für aherlhiuuliflh^ Schönheit empfHngUcberen Nationaljit^^^t 
tur sich erSoBuet» so erwerbep sich dagegen Franzosen theils 
um praktisdl^Bfachtiing alterthfimlicharLebensani^cbt^ii tbßik 
Wl V/»rvlaiUkemi9nnng . des f ömiscben Rechtsstu^iHms, up4 4^? 
Tentsch^n lim melbpdia^dien Jugpndunterrldit und um. T^^ei^i 
aebafdi^be Wif4ergebn?t dfff Theologie enerk^nntps VeFdijenf^^ 
Für ErwitteJuitg jond Anordufing der zhiu Verstebefi. der 9^?^ 
Claasikiur erfMe^Hobo^ S^phlc^ntnisse yfiuiAfi SlP^eläes g^^^ 
ntBU In . dem «dwlastiscb • polpffllscbeft ^yij ^ah jfe. W¥k 



Philologie. iSi 

jrii das YeriijBitiiias 4lw PhiMogl« mp sittfiobiviamiaihs&V 
''Imb Denkart in ihr«- VeraefamdKuaf nk' pitKikflur WelJr. 
jebt deatliek geoog an»} das katkolintbe ItaKm. v«r« 
ite; papistiseher Eifer. dM Mganamt*» Rmli^toabigkti*' 
Ifr im piotestantigch«» TiMUBohiaad die GeiMMfiNfhUt 
bd Selbstefltiidigkeit der hamanisdschen Slt^dfaik aa? •dan 
itakehnaiftige Liptüu^ dar gdstreteke \^^i»iuev ü, €ättmh 
jw, die iHm KenntnfissfSUtB ftbentrdmende» (SaaMo^atV 4 %p tt 
b-M, M. ^nde o. a. warea Protestante«; Ifrdten Nledarlasw 
im xeg rieh das Scadiim» dter ohwSiBclien i4tteratär- aos-dfeia; 
cilie davon befracbtetea SSdea ia- dea n9fdli«ikea fseystwat» 
rtleher d«r Afittelpanct's^rtbiimlkllen HT^rkeitaiBBeM nMl 
legebvaekefr Ararde; def ti«fl»bdc«adie tmd' «ttrtirtatt^ Hj 
troftM, der «HamfiMseDde <?. /. Fo«t, die getiiden Kiitfr. 
t« D. and iV. Jff«mf0, der in seiner Alrr ^nz% henfi«he/> 
K Gro»»fr n. A. sin'd ^dHfObref dies doreb ibre ntstkM« 
libätfgkelt geretteten goten bomanistiscbea Geistes. • «M^b 
Ende des XVII and im Anfiiage dHa XVlH Jahrb. regt» 
CeÄsÄr, dorcA Tielgehenden EinSuss auf das gesaiamt« Gel^ 
steiebea ansgezdchnet, aHgetaeineie Achtung fBr Spraebsta- 
Jien aaf das neue an, wrata sdion das Vtwurtheil, dass die 
Bes^ilfigOBg nüt alten Sprachen nur ah Mittet odef be^n;: 
gmde VoAereitang «a dar ^ögenaiinten ^lehrten Bttdong iii 
Ebna xa balten sey, nmib lange genng vorhertschtibd bHebl 
Langsam and gefördert von mehren glücklich zusammen tref> 
fenden, rieh nach and nActl Wechselseitig «nterstfitzenden and 
tt^nzenden grbssartigen and menschlich mildeti Bestrebun- 
gen niid Ton manchen, rasJ^er zum Ziele fahrenden äusseren 
VerkSltnissen und Begänsti^ngen, nahetä die frohe Zeit, in 
wdcher die Stadien des' ddssischen AlterthuiAs als JBweck aik 
achwjd kSchster GeisteHJgenuss, j^s Anschauung der in ihren 
ogeneii Aeusserungen sich offeiibarenden hochgebildeten ai- 
tertijnmlichen Menschheit, ah fruchtbarste Erkräftigung des 
^nnes IBr Schönheit i^hd Wahrheit anerkannt werdeii. Ä.«. 
Montfaueo» und viele Mitglieder der franz. Akademie der 
iMchnften hatten Phüolpgie mit K»tm mi mannigfachen 
geschichtlieheB Untersuchungen ia engere Veibindnng gebracht 
««Idie Theilnahme der für Freuden der EinWldungkrafk Em- 
Pßngfichen gewonnen ; was diese, J. F. Chktt^ Cayht» n: A. 
^»tberdtet hatten, gedieh durch J. Winckelmann zu höherer 



16 Philologie. 

VoUendnng und vieles im cdterüifiiitlieben Leben, was Uub« 

imr Vermathnog oder oft dunkle, oft streitige Folgerung aJ 

Andeutangen in SehriftHTerken oder aus geringen Ueberbleil^ 

tob der Denkmäler gewesen war, sebloss sieh zu sichtbar 

Erkeantniss und vollständiger Gewissbeit auf, als HerkoU 

nnm und Pompeji £1706; 1738; d. 3 Nov. 1753] entdeektl 

und bejr fbrtgesetisten Nachgrabungen in ihrem gana^en UJ 

fange fiir Betraebtung und Belehrung wieder gewonnen wo^ 

den wären. Mannigfaltige geschichtliche Forschungen erw» 

terten, b^cbtigten und ergänzten die, zur richtigen Aafi^ 

sung des gesellschaftlichen Zastandes der alten Welt, in sckli^ 

Ist' bestimmten Sigenthümlichkeiten der verschiedenen Zeitd^ 

ler, mfoderlieben ^chkenntnisse^ Inzwisqhen waren die Lit 

teratur^Vorrätbe der Griechen und Qdnier von J. A. Fabd 

Ciu$ sorgfältig verzeichnet worden«, ß. Benil^j ,der Vat« 

einer in Gr. BritaI^lien fortblQhenden , • durch iL Porßon ne« 

belebten kritischen Schyile^ drapg tief ein in die Gesetze dei 

Sprache und des Rhythmus und brachte mft kuhner Kraft di« 

strengsten Grundsätze der Prufni^. des Aechten und Wahren 

in Anwendung« Ba^ darauf gestalteten sich in den Nieder^ 

landen und in Teutschland philologische Schulen, welche dem 

Studium, des ^terthums seinen jetzigen wissensehafdichei| 

Gehalt und die ihui einwohnende gfiistige Bedeutung ücheri 

ten; in den Niederlanden geschah d^ durch T« Bem$terhuiiy 

X« C Valakenaer und D. ßuhnAe{n;, in Teutschland durch l 

M. G einer und J. A* ErnesH pnd, ^lit w^t überlegenem Er^ 

folge durch. a. 0. Heyne, F^ Wolfg. Reitz, F. A. Wolj 

und Cr. ^ermann,^ der Teutschen Buhm ist, nicht nur die 

wissensch^tlichen Bestrebungen d^ .Auslandes, auf da» treae* 

ste aufgefasst, einsieht voll geordnet, und verarbeitet, sonderd 

auch den Bealismus und Idealismus des Studiums.ain glücke 

liebsten vereint, dessen Umfang erkannt und nacbgewienen, 

das Formelle darin und sein pädagogisches Elepient sorgsam 

beriickiichtigt und seine folgenreidie Beziehung auf Wirklich« 

keit und Gegenwart tief ergriffen s»i haben. 

*) Plillof. Tratiiseiioni 1740 p» S45. 484 ffl. ; 1:^47 p. 507 ; 1740 p. l4 \ 

1761 p. ISl. ISO a. f. w. ; Vm'ihenay M^m* tor U ville fouterraine dicoü^ 

v«rte sa pied du mont V4fave« P. 1748« 4; iifti. in Opaicoli »eft^nl. T, 41; 

t*Frkf* u« lips. 1740.' 8; MarceUo de Venulil>t%ex\9\out deUe pHme tecH 

perU deU' «ntic« ciU^ d'Ercolano« Vened. 1740. 8; t. Frkf» n. Lpx. 1710. 8j 



Philologie. Philologie in Italien. 17 

L WMh$hmwm Smlioliiw ib«r üe RerML Eattcek. 1762; (Bwaido 
Miani) Giodlcio detl* opere^deir Abb. W. intoroo alle ■coTorie dl Er- 
»Uno. Nap, 1765. 4. — Pompeji 1748: Gaet. tPAueora Prof petto degll 
raii di Ercolano e dm Pompeji. Neap. 1803. 8; Notice lar lef fouillei 
e Pomp^i in Noav. Annalef dea voyagea 8 p« 107 fq.; Z. Goro r» 
^egtaha Wanderung«!! darfb P. Wien 1825. F. ra. K. ii.> t. a. -— 
I. A. B^ardi Oatalogo degU antiebl jaoBamentl dniotlerratl dalla elttii 
ii Ercolano. Neap. 1754. F. $ Le antichitii dl Breolano. N. 1757 ffl. 8 F.; 
r. Piroii Anücbita di Ei'colano. Rom 1789 ffl. 6. 4; fraas. Paria 1804 ID. 
i. 4 ; R. Maseo Borboiiico. Nap. 1824 f. 4 a. a. — HerculanenalDu toIo- 
ünani T. I. II. Neap. 1703 n, 1800« F. ; Dfiiertt. Iiagogicae ad H. vol. 
xplanationem. 1. N. 1797. F.; R. Moieo BorboAlco , Officina de' Papiri 
Itfcrilta dal Andr, de Jon'o, Nap. 18a5. 8; aofgeftinden find 1756 Papy- 
mrolleo, davon 371 meiit anbetchadigt, 61 gat erballen; 210 aofgewlk- 
ttJt, 27 vericbenkt, 1 164 nnentwickelt and an 355 vergebliche Entwickel- 
aiig-Venucbe gemacht; Hercalaneniiam voluminnra P. I et II. Oxford 1824 
f. 2. 8; dteie dem Könige v. England geichenkte Rollen lind meiit ver- 
ttomnelt, bii anf einzelne Spräche nnd Anekdoten, doch wird durch lie 
^ Niwgraphie bereichert ; ( W, Drummond n. Jt. Walpole) Hereolanenila 
or irdeoL and philol« Dlsiertatione, eont. a Ms. fonnd among the rnlna 
o{ U. Loed. 1810. 4. 

Die Wichtigkeit des Gegenstandes und der Reichtbum des 
Stoffes rechtfertigen die Noth wendigkeit, die philologischen 
Leistungen in einer zwiefachen Uebersieht, ethnographisch und 
syfttemadsch darzustellen* 

/• Ethnographische Uehetsicht: 

a) Italien war im XVIJabrh. Hauptsite der Philolo- 
gie, eines sicheren und lauteren alterthümlichen Geschmak- 
i^es, der sieh in dichterischen und rednerischen Werken aus- 
sprach (g. unten //• B. d) , vielumfassender Belesenheit und 
begeisterter Kunstliebe. Die Werke der Classiker wurden 
Hü da aus in Umlauf gesetzt, manche neu entdedct, viele in. 
£uizelnem erläutert« Mit dem Ende des XVI Jahrb. be^ 
schränkte sich die humanistische Thätigkeit, wo nicht ausr 
schliessfich, doch vorzugsweise auf Archäologie und die, bald 
Dar im Auslände richtig gewürdigten, Verdienste der älteren 
Albeiter weckten keine Nacbeiferung unter den Nachkommen. 
Merkwürdigere Schriftsteller sind folgende : Aldo Pio Manu^ 
^<o oder Manuoci aus Bassiano [geb. 1447? st 1515], Ur- 
heber [1488] der Aldinischen Druckerey in Venedigs wo er 
^^ck als Lehrer wirkte, hochverdient um Beförderung des 

Wachler HB. d. Litt. Gesch. IV. 2 



18 Philologie in Italiea 

Stadiums der gri«ehi«chen Spraehe; die ersten gr. Bfieher am 
s. Presse sind Mnsaios nnd Laskaris gr. Gramm. 1494; dii 
beträchtliche Reihe gr. u. r5m. Classiker, welche neben ila^ 
liän. nnd wissenschaftlichen Buchern, ans ihr hervorgingeni 
zeichnen sich durch äussere Schönheit, snm Theil durch Cor« 
rectheic aus, wenn auch für strengeste Richtigkeit der Texti 
nach vesten Grandsätzen nicht immer gesorgt werden konnte 
A. stiftete [1500] in s. Haase eine gelehrte Gesellschaft, ia 
welcher die* abzudruckenden Schriftwerke und die Verbes^ 
serungen ihrer Texte besprochen wurden (vgl. A. F. AL 
scripta tria longo rarissinia a 7. Morellio denuo ed. BassaBS* 
1806. 8); Mitglieder derselben waren anter anderen A. A'am 
vagero, P. Bembo^ MA. Coceio Sabeffico^ 3L Muiuroi (2S. 
31), Scipio JForteguerra oder Carleromachm aus Pistoja £geb. 
1467*1 St. 1513], Lehrer des Gr. in Venedig und Rom, Urb. 
Valeriano Bolzani aus Belluno [geb. 1440; st. 1524] ^ einer 
der gesuchtesten gr. Sprachlehrer und Verfasser einer vielge- 
brauchten gr. Grammatik (Vened. b. A. 1497; * 1512« 4 oft), 
n« m. a«. Von z. Schriften sind, ausser Uebersetz. aas dem 
G.', Vorreden n« Anmerkungen zu vielen Classikern, zu er- 
wähnen: Alphabetum gr. 1495. F.; Institutiones gr. gr* (ed. 
M. 3Iumros) 1515. 4; Dictionarium gr. 1497; 1524. F.; In- | 
stiidtt. gr; lat. 1501. 4 u. s. w«; vgl. C%. G. Jünger de A. 
P. M» vita meritisque anct. a & L. Geret» Wittenb. 1753. 4; 
A. A» Renouard Annales de rimprimeiie des Aldes. P. 1803« 
2. 8; Suppl. 1812. S; Ed. IL' P. 1825 £. 3. 8. — & S. Paul 
JUanwiio [geb. 1512; st. d. 6 Apr. 1574] setzte die ruhmli* 
che typographische Betriebsamkeit des Vaters fort und be- 
reicherte die Litt, mit vielen Ausgaben , besonders auch, rö- 
«lisober Classiker, erwarb sich namhaftes Verdienst am Cicero 
u. «talid wegen Reichthums an antiquarischen Kenntnissen u« 
classischerCorrectheit des Ausdrucks in grosser Achtung: Lat. 
Uebers» der Philipp. Reden des Demosthcnes; Abhandlungen 
über röun Verf. 1557 ffli.; Epist. et praefationes. V. 15^8; 
ed. et iU. J. O. Krame. Lpz.1720.8. — S. frühreifer S. Aido 
Manucio 11 [geb. 1547; st.d.28 Oct. 1597] besorgte viele Aus- 
gaben, darunter eine von CioeroV Werken 1583. 10 F., stand 
aber eben so sehr in Scharfblick (wie die von Carola Arelino 
oder von L. Bapi. Allerii verfasste L^idt Fabola. Lncca 1580^ 
8 beweiset vgl. Qiorn. di letterati dltaL 10 p.479; 11p. 295 sq. , 



PhiJblogie ja Italien» tO 

Is in BehaixUehkeit and BescbeideDheit seima Anhemii weit 
ladt: Vetemm notarum explanatio 1366; de qoaesitis per 
»piscolam 1576 u. m. a» — Mieron. Aleander [geb. 1480; 
tl540j, Cardinal [ISSS]^ fleissiger Lehrer: Gr. Oraihni. des 
;hrys<doras im Aasz. ]512; Lex. gr. lat. Paris 1512. F. -^ 
ivariao ¥on Favera, Vav0rinu9 j[Pbavounqf ) Camers [st. 
iö37]y Schaler des Jan. Laskaris, EBisch. v. Nocera [1514]^ 
smmelte in Verbindung uii( s.. Lehrer A. Foiizümoy mit Vi 
hlzami^ dem Floient. Carl AnUnori und Aid. Manucci .den 
'hes. cornacopiae et Horti Adonidis. Venedig 1496. F. (iKe 
Sdogae in Dindor/ Gr. gr« t p. 73 sqq.); übersetzte des 
\t^bttio9 apophtheguiata 1517 und trug aus Scholiasten u. al- 
en Grammatikern, Hesychios, Etymol. Itf. und besonders auch 
^aaras ein reichhaltiges u. fortdauernd benntztes Gr. Worf 
erbach zusammen: Dictionarinim Rom 1523| Ed. /. Casie« 
tarn. Bas. 1538. F. ; Vened. 1712. — Ludov. CoeHui Ri^ 
cik'm Rhodiginus aus Rovigo [geb. 1450; st. 1520] beurknn* 
let in 8. Observationensammlung, ohne wnnschenswerthe Ge* 
QaaigkMt im Nachweisen, reiche Relesenheit, sprachlichen 
^liarfUick und gesundes Urtheil : Lectionum antiq. LL XVI. 
Vened. b. A 1516; LI. XXX recogn. et locupl. Basel 1542. 
F. ü. s. w.; Frkf. u. Lpz. 1666. F.; Tgl. C. StlvesM in Rac« 
colu d'op. acient. 4 p. 157 sqq. — JoAn. Maria CataHaeu$ 
a. Sovata [st. 1530], trefflicher Dichter, guter Uebersetzer 
BUS dem Griechischen, erläuterte mit nicht geringer Gelehr-* 
la^ikeit des PUnius Briefe und Panegyri<ius. Ven. 1500; Mail. 
1505. F. n. s. w.; Tgl. Fabrieü bibl. med. aetat. 1 p. 361 jsq. 
- AuLJanue Parrhasiui (Parrisius; J. Paul deParisiis) aus 
Cosensa im Neap. [geb. 1470; st. 1533], geachteter Lehrer,^ 
geistvoller krit. Ausleger: de rebus quaesitis per epist. Paris 
1)67; c. Tita auct ed. X Matthaei. Neap. 1771. 8; in Gfr»- 
/fn'Lampas 1 p. 721 sqq. — Joa». Camer i eigentlich Qiov. 
RicuzziVelliutR» Camerino in Umbrien [geb. 1448; 8t.l5||?], 
Uinorit, Lehrer in Wien [s. 1524], eifriger Beförderer hnma- 
Bistischer Studien: s. 1 p.303; 332; 344; Tgl. Frey tag Adp. 
1 p. 120 sq. ; 616. — Mariangelo Aceorso ans Aquila im 
Keap. [st. Tor 1550?]. Tielseitig gebildet, machte mehre auf 
Reisen entdeckte handschriftliche Schätze bekannt und hatte 
cio sicheres Urtheil über lat. Sprache: Osci et Volsci s. de 
Ukiiquata et obsoleto sermone fugiendo« Tübingen (1518?) 8; 

2» 



20 Phildogie in Italieiu 

Diatribae in Aiiflomiim/Soliniim etOvidn metamorphoaos. 
1594. 4; Amin. Marc. s. 1, 336; L. Volasius Maec. 1, 3i 
Cassiod* 2, 266 o. in. — Franc. Floridut SmbinJUi^ Red 
lehrer in Bologna [st. 1547],. wackerer lat. Dichte^ u. 
list, grändlicbe Sprachkenntnis« mit freysinnigem Urtheil 
mend, reich #a treffenden Anrichten nnd beachtenswert 
Litterarnodzen : In Plauti alionimque lat. 1. scrIpt. calaini 
tores apologia; de juris civ. interpredbus; de C. Jul. Gai 
m- praestantia L. III; lectionum succisivamm LI« III (in 
ieri lamp. 1 p. 995 sqq.). Basel 1540. 2 F. — Andr. Alt 
§• 45. 1. — Marius NizoHus aus BergeUo [geb. 1507; st 15| 
sachte den reinen Ctceronischen Sprachgebrauch, polemisil 
gegen CoeL Caleagnini nnd Marc. AnU MajoragiOj vesti 
stellen: Observatt. in Gic. s. Thesaurus Ciceronianns. Bi 
da 1535 ; Basel 1536. F. oft ; « cur. J. Fucciolati. Padua i: 
F.; Lond. 1820. 3. 8; Antibarbarus s. de veris principiis ej 
Vera ratiope philosophandi. Parma 1553; c praef. 6. f^* 
Leibnüü. Frkf. 1670. 4. — M. Ant. Majoragin» (Conii) aas 
Bflajoragio b. Mailand [geb. 1514; gt. 1555], trefflicher. Alteij 
thum'skenner u. lat. Stylist: mehre Uebers. ans d. CSr.; £f^ 
klär, der rhetor« Sehr, des Aristoteles u. Cicero ; Epist. qoaest 
LI. I^ rec. cur. J. P. Kohh Lpz. 1731. 8; Reprehensioniuil 
LI. n contra M. Nissolinm. Mail. 1S49. 4: De rom. seaatai 
M. 1561. 4; Orationes. Yened. 1582. 4; Or; et praef. cmn 
Dial. de eloquentia. C6ln 1676. 8 ; Tgl. Bagle. — JuL Caeiof 
Scaliger [geb. auf d. Schlosse Rnpa im Verones. 1484; st. 
1558], Krieger, Hofmann, Arzt, viel wissend ,. scharfsinnig, 
einseitig im Geschmack, hart im Urtheil: Comm. zu Theo- 
phrast 1 S. 205 ; De caussis 1. lat. LI. X;ni. Lyon 1540. 4: 
Genf 1580. 8; De snbtilitate LI. XV. Paris 1557. 4; Epidor 
pides LI. YUL Genf 1573. 8 ; Poetices LI. YIL Leid. 1581 
8; Gedichte; Reden; vgl.. /. 8cal$ger$ Epistola de vetustaU 
et splendore gentis Sc. et J. C. S. vita. Lngd. Bat'. 1594. 4: 
Chattfepii. — Ahgelo Canini aus Anghiari [st. 1557] ordnete 
die griech. Spraclüdire nach älteren Vorarbeiten, mit sorg« 
samer Berücksichtigung der Syntaxis n. der Dialekte : Helle- 
nismus. Paris 1555. 4; 1568. 8; rec. Th. CreniuB. Leid. 17(K). 
8; Institutt. 1. syr. assyricae atqne talmudicae, unacum aetb. 
atque arab. collatione. P« 1554; Frkf. 1580. 4; vgl* Baylc. -' 
Fz BobartßHo aus Udine [geb. 1546; st. 1567], Lehrer in 



Philologie in Italien 21 

adaa mid Bologna, reich an grGndlicb«r, vtelmnfassendfer 
prachHcher u. alterthümlicher Gelebntemkeit, welche et streit» 
istig ond in schonanglos harten Urtheilen gdtend machte, 
leles zoerst anregend und manches Herkdmmlidie bezwei* 
3nd: Aasg. 1 S. 126. 202. 307; Annotatioiies in plurimaloca 
l£dlia Teteruin. Yened. 1542. F.; Annotett Padaa 1557. F.$ 
I Gruteri Liampas 1. 2; de vita et victu pop. R« Bologna 
^59. F.; mehre ai^tiq. Abhandl. in Oraevü Thes. 2. 3. ^. 10. 
r Carl Siga»ius «kos Modena [geb. 1524; st. 15^5}, Lehrer 
I Venedig, Padua n. Bologna, classischer Stylist (de oonso- 
ttione super Tulliae f. obitn ed. JFranc. VioneUu$. Yened. 
5S3. 8), trefflicher Historiker, umsichtiger Kenner des röm, 
ilterthuins: Anm. zu Cicero u. Lirins; Emendationum LL 11. 
rened. 1557. 4 n. in Grvteri Lampas 2 p. 121 ; Patayinae 
iiaputatt. adv. F. Robortellura. 1562. 4; Opera c. n. J. ilf. 
S/asipse et J. A. Saxn n. S; w. ed. PL ArgelaiU9. Mail. 1732 
B. 6 F. — Der gründliche u. fleissige, um gr. Litt, verdiente . 
feneL Arzt Vieior Trtncaveila [st. 1568] s. 1 S. 115. 312. 
\1\. 352. — Onuphrio Panvini aus Yerona [geb. 1529; st. 
1568], Angnstiner, geachteter Bearbeiter der rom. Gesch. u. 
iTeifassiuig : GraevU Thes. 3. 9 n. s. w. ; vgl. FabHcii Bibl. 
mei. aeL 5 p . 165 ; Chat^epie. — Luca» Paetui a. Rom [geb. 
1512; St. 1581] belesen und scharfsihnig: de measuris et pon- 
leribus rom« et gr. com bis quae hodie Romae sunt collatiis 
J. Y; £j. variar. lectt. L. L Yened. b. Aid. 157^. kl. F.; 
{ans Terschieden V. b. Aid. 1573. 4. r— Peter Vetiari (Yic- 
orios) am Florenz [geb. 1499-; st. 1585}, der grdsste und 
rerdienstTdleste unter den ital. Humanisten, tiefgeleh^tei^ 
iprachkeniier und scharfsinniger Kritiker; riesenhaft arbeit- 
sam, für griech. u. rom.' Litt, gleich fruchtbar wirksam s. 1 
S. 12& 127. 138. 181. 187. 201. 202. 231. 251. 253. 260. 267. 
i60 0. s. w. S. pbiloL Obstovationen sind Muster der Er-^ 
äoterongmethode durch Parallelsteüen und der Erforschung 
ler Quelle, aus welcher eine Yorstelinng geflossen ist: Ya- 
iar. lectt. LI. XXY. Flor. 1553. F. (Lyon 1554. f ); LL 
tXVI— XXXYIIL Fl. 1569. 4; LI. XXXVffl. Fl. 1582. F. 
Strasb. 1609. 8) ; Epistel. LI. X, Oratt. XI Y. Fl. 1586. F. ; 
rgl. J. Caulii Elogium Y^ Rostock 1585. 4; A. M. Bamäini 
blor. et Germ. Epp. ad P. Y. FL 1758 & 2^ 4 u« Y. s. de 
kita etnriptis P. Yv FL 1759. 4. Uebel* 49^;» AaodsdmMi 



32 Plüiologie u Italien« 

NacbIftM in München v. Areiia Beytr. 1S03 Ang. S. 75 ft 
uiehrea bekannt gemacht in Thiersch Act. phil. Monac. - 
Hier. Mercwialis ausForli [geb. 1530; 8t.|1596], Arztrl 
168; v$riarum lectt. LI. IV. Vened. 1570. 4; LI. VL P 
1585, %\ Vened. 1588. 4; de arte gymnastica LI. VI. Ven 
1$#9. 4; Amst. 1672. 4 m. K.; Opuscula selecta. Vened. 16« 
r*r — S. Z^itgen. des röm. Arztes Andr. Bacciut de thcrml 
LI* VJI. VcjBed. 1571; 1588. F. u. s. w. — Fulv. Orsini (ft 
slnus) aujs Kom [geb. 1529; st. 1600], lauter im Geschmaci 
b^^ im Urthei], ausgezeichneter Bearbeiter der rom. Nuns 
lOAtik ; Virgilius collatione scriptt. gr. illastratus. Antw. ISR 
8; *e!i. L. Cl FafcA<?«a^r. Leu ward. 17^7. 8; archäol. AI* 
in Grßevii Thes. 2. 7; ygl. J. Cattalionu vita F. U. R* 
1657. 8 II. in Vit^ sei. Bresl. 1711. S. 555. — Der Jewll 
HüriXiiu9 Turselh'nus aus Rom [geb. 1.045; st. 1599]: de u« 
particularum lat. sermonis (die Arbeit des Jes. Ant. Schon 
^ ftt. 1555 vgl. Bayle s. b. v.) u. s» w. Rom*1598. 12j ed.(J 
Q. Schütz. Lpz. 1784. 8; Epitome historiarum (1599?)J^ 
sehr oft; de vita Franc. Xaverii. Antw. 1598. 8 u. m. 

Das XVII Jahrb. ist arm an philolog. Sebriftstellen 
heo AllaHui ans Chios [geb. 1586; st. 1669] sammelte fleis 
9ig: 1 S. 150; Excerpta varia gr. sophistarum ac rhetoriui 
Born 1641. 8; Sv^fiiKto^. Cöln (Amst.) 1653. 2. 8; litt and}« 
ibeoL AbbandL; vgl. Bayle; Raccolta d'opuscoli sc. e filoU' 
p. 265 j Äaffcr Geogr. Büchersaal 1 S. 601. — Benedict A 
rani aus Florenz [geb. 1645; st: 1707], Prof. in Pisa: AI 
n. Bemerk, ober gr. u. röm. Classiker ; lat, Gedichte u. 
den: Opera. Fl. 1716 f. 3 F. — Viele beschäftigten sichißj 
altet Münzkunde z. B. Franc. Parnta^ *F\ Mezzobarha^ * 
Buonarotii u. a. ; oder mit röm. Inschriften , vorzüglich 
Fahreiii; oder mil^alterthümlichen Untersuchungen» nam« 
lieh Ö. Ferrari. — Die archäologiscbe und artistische Ri' 
tuog blieb auch im XVIII Jahrb. Torherrschend ; J. 0. üj 
tan\ A. und *i?. Q. Vüconl^ Giac. Martorelti u. v. a. k 
ben sich um alte Kunst, A. S. Mazoechi^ Muratorij Sc. Mi 
fyh Nic^ Ignarra^ G. Marinij P. F. Foggzni n. a. uml 
sdiriftenkunde» A. Banduri^ *D. Sestini u. a. um alte N 
mismatik anerkannte Verdienste erAVorben. Die, zwar v^ 
einzelte u, in engeren Grunzen gehaltene, für griech. Litt 
wenigsten fruchtbare humanistische Thätigkeit ist im Steig 



Philologie ia Italieti. 23 

GiauüHionio Volpi (Vulpiaa) ans Bergamo, Lehrer ia Padua : 
1 S. 231 ; 243; opttscula. Padaa 1725. 4; Carmioau lÄ. V. 
P. 1742. 8; de ütilitate poetices. P. 1743. 8; de satyrae lat. 
aatora» P. 1744« 8 u. in. — Eduari Coniui ans Fanano im 
Moden, [geb. 1702; st 1765], Prof. in Pisa, trefflicher kri« 
liscber Forscher der griech. Gesdi. u. Verfassujig>: Fasfi At* 
tici. Flor. 1 744 ffl. 4. 4 (vgl. CL Bißgi de decretis Af heoiea- 
rinin. Rom 1785. 4); Dissertatioaes AgonisticHei Fl* .1744. 4; 
|Lpz. 1752. 8; Notae Graecor. FL 1749. F.; Inscriptt. Att. FJ. 
1752.4; Nutnisniat. u. a. Abb.; vgl. Fabronü vit. Ital. Dec. 
III p. 88 aqq. — Jacob Facciolali aus Torreglia im Genues. 
igeb. 1682 ; st. 1769]: 1. 200; Oratt. XXVL Padua 1767.^ 
w. a.; bearbeitete mit Aegid. FwrcelHni [geb. 1688; st. 1768] 
ein, mit Recht in hohem Werthe gehaltenes lat. Wörterbuch : 
Totias latipitatis Lex. Padua 1771; f805. 4 F.; Appendix 
(ed.6ttf«. Furlanetto) P. 1816. F.; auct. ed. Jo9. Furlanetto. 
P. 1828; edd. Fmgiiänder et 6. Berief. Zwickau 1829 f.; vgl. 
Fairouii vitaedtal. saec. XVIII. 3 p. 211 sqq. — HieroMy- 
mifi Lagomareini aus Genua [st. 1773], Jesuit, Lehrer ia 
Florenz, geistreich und gelehrt, innig vertraut mit Cicero und 
in der höheren Kritik der Reden desselben mit Glück sich 
\eczucViend: Racc' d*opusc. sc. e filol. JO p» 435 sqq% ^..See^ 
£oi/^ MiscelL crit. 1 P^ 2 p. 329 sqq.; A. M. Gratiani [geb. 
1537^ 8tr 1611] de scriptis invita Minecva LI. XX nuM pr. 
ed. c. aiinot. H. L. Florenz 1745 f. 2. 4 s.. See&ode 1. 1. p. 
M7 sq.; Orationes V. Mailand 1746. 8 a. m.; vgl. J. M^Far^ 
fheuiue de vita et studiis H. L. Vened. 1801. 8. — Gasp. 
GaraioHi aus Ravenna [geb. 1743; st. 1817] : 1 S. 254; vgl. 
D. Sirocchi in Seebode Mise. crit. 1 p. 136 sqq. — Maiteo 
Aimerichc^hat viel Eigentiiümliches u. weiterer Prüfung wer- 
thes: Q. Moderaii Censorini de vita et niorte lat. L paradoxa 
pbilol. Ferrara 1784. 8: Opuacula de rebus ad anett. Rom. 
äote Honorii imp. spectantibus. Bassano 1787. 8. — Jacob 
Marelli aus Venedig [geb. 1745; »t. d. 19 May 1819], viel- 
umfassend, tief gelehrt und litt. Bestrebungen bereitwillig un- 
terstützend: 1 S.206. 309. 324; Epp. VII variac erud. Päd. 
1819. 8; Operotte. Vened. 1820. 3. 8 v. a.; vgl. P. Betiio 
or. nelle esequie. Vened. 1819.8. -*- Ang. d'Elci (lllycinus) 
a. Florenz, lebte in Wien [st. 1824] 1 S. 298. — C. Fea 1 
S. 242; Geron. Amati; Franc, de Fnria iv. a. — Angela 



24 Philologie in Frankreich. 

Majo durch wnndersam glfiddicheg Änffinden alter LUtera- 
tarscfaätze in Palimpsesten weltberühmt 1 S. 112. 147. 192. 
312. 355. 361 und 230. 248. 252. 283. 317; Uebersicht der 
vorzüglichsten s. 1813, besonders in Palimpsestrai neu ent- 
deckten Ueberbleibsel der griech. und röm. Litt, in Hermes 
XXIY S. 318 f.; Scriptores vet., nora ooliectio e Vaticanis 
eodd. ed. Rom 1825 f. 5. 4; Auetores clasis&ci e Vat. codd. ed. 
Rom 1827 f. 4. 8. — Amad. Peyron in Turin s. 1 S. 249. 
«-* M. a. 

d) In Frankreich wurde den in wissenschaftlichen Krei- 
sen bald einheimischen humanistischen Studien allgemein gül- 
tiger Werth zugestanden ; sie hatten auf geistige Bildung un- 
mittelbaren praktischen Einflnss; sie wurden sogleich zur Ver- 
edelung der Rechtswissenschaft, deren treffliche civilistische 
Schulen bis zum Ende des XVII Jahrh. fortblüheten, zum 
Theil auch fSr die Medidn zünftig benutzt, gestalteten eine 
bedeutsame Opposhion gegen das kirchliche Verdunkelung- 
System, verbreiteten hellere Ansichten über gesellschaftliche 
Verhältnisse, Kunstsinn und regelmässigen Geschmack, welche 
sich in Bestrebungen zur Vervollkommnung der Landessprache 
und Nationallitteratur abspiegelten. Die Regierung, nach dem 
Muster mehrer itaUänischer Höfe mic Litteraturliebe prun- 
kend, Hess ihnen mannigfache Unterstützung angedeihen und 
es entwickelte sich eine grossartige litt. Thätigkdt, welche 
herrliche Früchte trug. Für Jugendunterricht wurde vielsei- 
tig gesorgt durcU Hülfmittel, richtigere Abdrücke der Ciassi- 
ker, Erklärungen und Berichtigungen der Texte und Bear- 
Beitung der zu ihrem Verständnisse erfoderlichen Sachkennt- 
nisse; ungedruckte Werke des Alterthums wurden bekannt 
gemacht, viele in das Französische übersetzt. Diese Regsam- 
keit erstarb mit dem Protestantismus, welcher seine wohlthä- 
tige Wirksamkeit auch wider Willen der Machthaber be- 
währte. Sobald die Regierungwillkühr ihre Vollendung er^ 
reicht hatte, verstummte* die humanistische Freysinnigkeit; 
Geistesbildung wurde zam Werkzeuge höfischer Absichten 
herabgewürdigt und die eide Aeusserlichkeit des Nationalcha- 
rakters begünstigte den Wahn, dass die grossen Muster der 
Alten als Förderungmittel selbstständiger VoUkommenheif aus- 
reichende Dienste geleistet haben. Gegen Ende des XVII 
Jahrh. trat eine sichtbare Veränderung in den philologischen 



in Fratakreieh. 2$ 

idiMi ein ; allgemeiner« und spracUich gründliche Qdsteih 
[dttog fand weniger Berfielcsichtigiiog; Weike des <gel0iurteq 
leütses blieben dem engeren Zanfikneise vorbehalten u«. ineist, 
patristische oder historisehe Litteratnr beschränkt; .die Er- 
ürnng der Glaasiker verflachte sich in kuner und . bequemer. 
Ächtigkeit; die durch sinnliche Anschaulichkeit znet|g^i|40> 
»schäftignng mit artisCiseher Archäologie und mit sogienann« 
alterthümKchen Realien gewann das Uebergewicht*. . Erat 
n der zweyten Hälfte des XVIII Jahrb. ging aus Brit^^Bwen, 
Bolland und Teutschland die Achtung für grandlicbe Philolo- 
gie aaf Frankreich wieder über und erzeugte einen' rShmli- 
eben Wetteifer, der in der Revolutionzeit sich fast gMzlich 
verlor. 

Das chronologische Verzeichniss einiger der heruhmtwreii 
iranzodschen Philologen eifläutert und rechtfertiget diese all« 
geroebere Darstellung des Ganges, welchen die humaniatiscbeii. 
Studien in Frankreich genommen haben : Quillaume Budt ans 
Paris [geb. 1467; st. 1540], tiefgelehrter Autodidakt, eigent- 
licher Begründer der hnmanist. Studien, besonders dec.griedhu 
Sprachkenntniss in Frankreich unter K. Franz I, ausgestattet 
mit nie befriedigtem Forschunggeiste, reich an eigenthümli^ 
tben hellen und anregendeu Ansichten: Annotatt« in XXIV 
Pandect LI. P. 1524; 1536. F.; De asse et partibus ejus. P. 
UH; 1516. F.; Vened. 1522. 4; Commentarii 1. gx. P. 1529; 
Cöln 1530; Basel 1530; ""P. 1548. F. u. s. w.; De studio bo- 
nar. litt, recte instit. P. 1532. F.; de philologia L. IL P. 
1532. F. u. s. w.; beide in Crenii Consilia; De transitu Hel- 
lenismi ad Christianismum U. IV. P. 1535; 1556. F.; De 
coDtemtu rer. fortuitarum LI. III. P. 1520. 4; Epist. P. 1520. 
4; Epp. posfteriores. P. 1522. 4; Epp. graecae. P. 1540. 4; 
viele Uebers. : Opera (ed. Coeh See. Curia) Basel 1557. 4 F. 
Vgl Vita per L. Regium. P. 1540. 4 u. in Battem vitae p. 
215 sqq.; Bayie; M6m. de Tac. des inscr. 5 Hist. p. 36Qg 
Jonrn. des Sav. 1786 p. 2597 sq. — Lazare Baif aus Anjoa 
[geb. 1485; st. 1545], Jurist, mit griech. Litt, vertraut; Frigiiz. 
Hebers, griech. Trauersp. ; antiquar. Abhandl. in Oranov Thes. 
9. 11 ; Gräv Th. 6. — Etienne Dolet aus Orleans [geb. 1509 ; 
st d. 3 Aug. 1545], Buchdrucker in Lyon, als Ketzer ver:> 
brannt, freysinnig, kenntnissrcAch, vielthätig: Dial. de imita- 
üone Cioeroms adv. Eraamumt Lyon 1535. 4; L. de imit. Cic. . 



26 Philologie in Frankrtieh. 

aav. flor. Sabioum. L. 1540. 4; Commentarii de I. lat. l 
1536 f. 2 F. ein nach Materien geordnetes, fBr jene Zeit Mb 
branchbares Int. WB.; Epitone comm. Basel 1537 f 2 4 
Fomalae lat. looationnm. L. 1539. F. unbeend.; Ob.*ervau 
In TerenÜi Andriam et Eonucham. L. 1540. 8; Carininnml] 
IV. Lyon 1538. 4; La maniire de bien trnduire. L. 1540 * 
1543. 4; Franz. ücbers, der Piaton. Dial, Axiocbos u. Hip, 
paichos. L. 1W4. 16 m.a.; vgl. Bayle; Denii Lesefrttchtel 
b. 100 fl. ; /. 6. Schelkor» amoen. bist. eccl. et litt. 1 p. 861 
«qq. — Jacf. ToMSiaia (Tusaniis) am Rheiins [st. 15471 
Bud*'s Seb. , eifriger Lehrer des Gr., Uebers., Anni. — rI. 
hert EHenne (Stephanus) aus Paris fgeb. 1503; st. 1559-| K. 
Buchdrucker, Eidam des, durch viele Unternehmungen am du 
hnmanistiscbe Litteratnr verdienten Buchdruckers Jodocut Ba- 
diui Aiceu$iu$ a. Brüssel [geb. 1462; st. 1535], Protestant 
und deshalb genSthigt [1531], in Genf . eipe.-^icherbeits(ätte 
SB suchen, hochverdient umBib^jyerbreitung, Befriediirunif 
homanistischer Schulbedürfnisse und alle Zweige der Littera- 
tw: Thesaurus linguae lat. P. 1531. F.; 1543. 2 F.; Lvon 
1673. 4 F. j ed. A. Birr, Lond. 1734; »Basel 1740. 4 F.; Di., 
ction. proprionim nom. P. 1541. F.; v. a.; Ausg. 1 si'asi! 
239. 323. 231 u. s. w.; vgl. Marchund Dict. 1 p. 229 isq. — 
P. du Prot bearbeitete alte Rcchtskunde, N. de Grouehy röm. 
Verfassnngwesen. — Jacq. Brodeau (Brodaeus) aus Tonn 
[geb. 1500; st. 1563], vertraut mit gr. Dichtersprache- 1 S 
186. 28ö; Miscellan. LI. X- Bas. 1555, 8 u. in Gruteri Lamp* 
2 p. 452 sq. 4 p. 1 ; m. a. ; vgl. Bagie. - Der fleissige Buch- 
drucker 6««//. 3Iorel [St. 1564]. - Adrieu Tournebu (Tur- 
nebtts) aus Andely b. Kouen [geb. 1512; st. 1565], Buchdr 
u. Toussain's Amtsnachfolger, belesen und scharfsinnig oft 
geneigt au vrillkahrlicben Textesänderungen: 1 S. 127. 205 
279. 355 u. s. w.; Adversariorum LI. XXX. P. 1564 f.;*1573. 
3. 4; Bas. l580. F.; Opera. Strasb. 1600. 3 F.; vgl Bibl' 
britannique 7 p. 154. 162. _ Gilb. Cousin (Cognatui) aus 
Noaeret [geb. 1506; «t 1567], ausgezeichnet durch vielum- 
fassende Sachkenntniss und selbstotändiges ürtheil, den Fin- 
sterlingen verhasst u. ihr Opfer: Opera. Bas. 1562. 3 F • 
vgl. Bagie. — Denyt Lambin aus Montrevil [gt. 1572] geisu 
reicher and besonnener Kritiker und Interpret, um mehre 
röm* Classiker hoch verdient 1 S. 230. 236. 241. 249 254. 



Philologie ih Frankretdu 27 



^61 nu a. — Mitrc Anttrine Murei ans Moret b. Limoge« 
[geb. 1526 ; sl. 1585], lehrte in Frankreich und in Rom, ab 
lat. Stylist classisch, Tielnmfessend gelehrt, dach meiir dem 
prachlichen Gefahle als dem höheren Geistigen htngegebNm, 
littlidi schwach: 1 S. 231. 237 n. s. wl; Yar. lectt. LI. VIIL 
Vened. 1559. 4; LI. XV. Antwerp. 1580; 1586. 8; LI. IV 
Boperst« ed. A* SchotL Aagsb. 1600. 8; in Grufer Lamp. 2 
f. 897; LI. XIX ed. F. A. IFo(f. 1. HaUe 1791. 8; Reden, 
Briefe^ Gedichte n. m. a. : Opp, sei. Padaa 1740. 3. 8 ; *Opp. 
»mnia c. annot. D. Ruhnk^n. Leid. 1789.4. 8; Tgl. ALAns.^ 
1797 No. 42; 1798 No. 61. 156. — Franz Hoioman aus P. 
[geb. 1524; st. 1590], JCt., Vf. des Fulmen brntnm (Leid. 
1586. 8)^ in röm. ClassilceTn einheimisch : Cdmm. in Cic oratt. 
V. 1554. F. ; Observatt.' et emend. LI. XIIL Genf 1589. F. 
Q. T. a.; Opera. Orleans 1599 f. 3 F.; Epistolae. Arosterd. 
1700. 4; vgl. Bayle. Barn. BrüsM §. 44. — P^rre Piihöu 
(Pidioens) aus Troyes [geb. 1539; st. 1596], Verdient um r5m, 
u. kanon. Recht u. frank. Gesch.: 1 S. 237^ 300. 315; Ad- 
versarioniiu subsecivorum LI« II. P* 1565. 12 u. in Oruier 
Lamp. 2 p. 737; Opuscnla ed. C. Lahbennt. P. 1609. 4. S» 
Bruder Franz P. [geb. 1544; st. 1607]: 1 S. 314; Opp. P. 
1751. F.; P. et F. P. Observatt. ad Cod. et Nov. P. 1689.F. 
Vgl J. Bmvin de ViUeneuve vita, elogia, öpera et bibl. P. 
P. P. 1711; 1715. 4; Levitgue de la RavalÜre in M6ni. d^ 
Tac. des inscr. 21 p. 208 sqq.; Vie de P. P. avec quelques 
tneni. suP son p^re et ses freres. P. 1756. 8. — Frederie 
Moreil Pariser Buchdrucker [geh. 1523; st. 1583] n. s. S. 
F. AI. II [geb. 1552; st. 1630], zugleich Prof.: s. 1, 287. 
311. 340. — Pierre DanSt aus P. [geb. 1491; st. 1577]: 1, 
313; Rec. des opuscnles. P. 1731.4. — S. Seh. Henri Eitenne 
(Stephanus) aus P. [geb. 1528; st. im März 1598], Ro« 
lert's Sohn, hat durch Fülle und Tiefe des Wissens nnd we- 
gen Umfanges nnd Trefflichkeit seiner litt. Leistungen den 
vollgültigsten Anspruch auf die Bewunderung der Nachwelt. 
Mit dem Geiste und Wesen der alten Sprachen (von welchen 
er die griechische früher als die lat. erlernt hatte) in ihrer 
feinsten und dem Leben ^ angehürigen £igenth&mlieh|ceit war 
er eben so innig vertraut, wie mit der Franzosischen (um 
welche er sich namhaftes Verdienst erwarb s. 3 S. 263 nnd 
Italiänischen ; in jnehcen anderen war er kein Fremdling; aus 



2a Philologie Hi Fraldtfeicb. 

dem Klr^e- a wS|»«n«chaCd; Kenntniise war nichta atisge^ 
flohlojisent \ Et verclnite aekenen Sohefarfbllok und reife UrthAils- 
kraft mit einerhem Flekse und itnaüCbaltbare^ Streben nach 
umigebreitetfer Wirksamkeit« Was er tis Gelehrter und Bach* 
dilicker.in Paris «nd Hetii geleistet hat.^ grSaSBt an das Un- 
gktubliehe) besonders gilt dieses von den ersten 20 Jahren s« 
litt, Tbäligkeit [1554 — 1574], deail die lezten 25 J. s. Le- 
bens TiTar er unstät» oft hi Verkehr mit Grossen, zwar niefats 
weniger .als unthUtig, aber doch bey weitem unfruchtbarer an 
grossen Unternehtiiungen ; d^r ausserordentiiche Mann starb 
im Hospital Bu.Lyon« Sein unsterbliches Verdienst nm die 
ulte Litteratur wird allgemcfin anerkannt; fdr Vervolktändi- 
gung und Beriobtigang der Texte benutzte er [1549; 1A54] 
italiömsche Bücberschätzc^ Umgang und Briefwechsel mit den 
aebtbarsten. Philol<^n und eigene umfassbade Stadien, welche 
ihm grosse Sicherheit des kritisdi^ Spraphgeffihles erworben 
hatten. Von s» Aasgaben und Sainiftl. s. 1 S. 108» 111. 115. 
121. 122. 126. 136. 137. 138. 139^ 143. 150. 162. 168. 177. 
180. 183, 184. 185. 192. 193. 287. .310. 320. 321. 322. 323. 
347. 372 u. a.; 225. 228. 242. 2i57. 333 u. m. Das herrlich* 
ste Denkmal s. Gelehrsamkeit und musterhaften Beharrlich* 
keit ist das .unuberilroffeno Wörterbtfch der gr. Spr. , geord- 
net nach Wurzelworten'y welchen ihre ganze Sippschaft bey- 
j;egeben ist, geschimpft ails den Quellen und reich ausgestattet 
mit urkundlichen Nlicbwei$ungen der die eigenthümliche Be« 
deutung.im Einzelnen bewahrheitenden Stellen: Thisaurus 1. 
gr. 1572. 4 F. Ind. F. ; Appendix 1573. F. ; Ed. II (mit Be- 
schwerde, über J. Scapula's Auszug v. 1579); Ed. ndva cura 
A. J. Fiflr/jßy. London 1816 fit. 9 F.; ^auqt. ordineque alpha- 
betico di'gestmn tertio edd. . C. B, Hase, G. jR. Lud. de Sin- 
ner et Th^Fpa;. Paris b. Didet 1831 f. ¥.y vgl. Ep. de 
suae typographiae statu 1560 b. Almeloveen p. 148 sqq. u. 
MaUtmire p. 304.sqq. Von & übrigen Seht, sind^ ausser der, 
vOn Papisten übel empfundenen freysinnigea Apologie pour 
Herodote (s, 1 S. 140 Note 4), zu erw&haen; Paralipomena 
gt*ainm« gr. 1. institutt. 1581. 8; Dial. de bene instit. gr. L 
studiis^ 1587.4; De latinitate falso suspecta 1576.8; Pseudo- 
Cicero 15^77. 8; Halle 1737. 8; Nizoliodidasealus. 1578. 8; de 
Lipsli latinitate 1595. 8; Schediosmatum var. LI. III. 1578; 
LI, IV— VL 1589. 8 u. in Gruter Lamp. 5 p« 1 sqq. ; Griech. 



JHülofogie ia fVmikMk 29 

n. lat 6ofi0)ifte; Büdfe; Vfi: t».. Jl «i Almdomeem ife vitiB 
Stepli«i«riim. Anisttotd. 1683. S ; tJK :ilfti0#a^^Hiit^ -Stepho- 
norom. Lond.lTOtfb %\iFi*ml llri/*f:Olservatioi»fnff R. «t 
H. Etienne bey ChitntJEi de Itjor^eiSP^; 1806: ifi ^.rl9C>8q^; 
*FzPanaw in^^. Maumer'h hbü: Tttoleabu Jdirg. 2 8^ 549«£ 
^ J€<M» Putiwai aug :Txoy^/[]g[cib. 45J44 sti IMSj^ feiiudn; 
nig, gdmvf bückender Kritiker^ .gtiitreioher Gegser 4er ' Pfaff 
ferey: 1 8. 241; D^ ItttdravanL iaieri se Oogiiiitieii#'et.^rilMlr 
tatione L. Paris f «06. 8; Collect. :ii. P. dGlfi« g) Orblii. el 
£p. P. 1606. 8 u. «. m -^ S; AAitmaekf. Tkeodw MüMie d* 
Arnbeiiä [geb. 1548; gt« 1617] Beaehkitete die I^biigor&i* 
sehen goldenen Spriicbe (1585) «ikd. CätuHäd (t604)tifigU Fu^ 
fuot i p. 8Z6 sq. «^ Jae* . Dwmni : Caselias . au6 Bipm [geU 
1560; et* 1605^1}ii8elgetSelesenheitttiid'£icharf8inac var.le<^ 
LI. II. Paris 1582. «8 a. in .€inl#«r Laaipais :a« — Jau^ Ju* 
il«i SeaAger aus Agen [geb. '15AQ; st. 1609] verdankte s« 
Vater J. €X Sc. die Grundlage s. -viebiinfasaendeii gelehrtw 
tfildung; er war. eiä sprachliehe« and wisseaac^afllildiDr PoIjF'» 
lüstor, eiDbeimiscb- i> der griech. n« röm« Litleraiiiis. bekannt 
mit den morgenländisidleir Siprädien «ad 4es Itdj« £llgU^und 
Span., ww >der>*{ranB'ds« Mutterspirai^e. knftcbtigy' J^iibn, oft 
\keniscb ^iUkiibfflick in der Kritik, voll eigentbttaiti^ber An- 
sichten und better . BliekiB in der ' Auslegang ; Injibwratoc eU 
nes Systems der aklBn Zeilffeebnnng, gliickUebeB Bearbiail^ dei^ 
alten Namismatik und wohlverdient bm AnflieHndg inehter 
arehäol. Gegenständej; »aber dahey ausgezesohnet' duicch irwr 
zige Eitelkrit , Anmaaäiung und : dobn§id«lkide Sittei:keil; iiri. 
Urtbeiie über Andere. Er lebtä ;mle2t [s. i59ä] als Prof» 
honor. in Leiden: i Si 225. 235. 237. ^246. 25$. 280. n,. s. 
w.; De emendatione temporutn. P. 1583; Leid. 1998; Genf 
l^.F.; Thesauras temporum: Leid. 1606. F.; Amsterd;1668; 
1676. 2 F.; De re numaria L. posth« ed.« a W» Snelii^i Leid« 
1^16. 8; Oposonla variaedi I». Ca»aubonus. PBri».i&\(K 4; 
Poemata. Leid.. 1615. 12; Epist. L. 1627; GdIal628;S; Kpi- 
tres fr. k J. J. Sc. (p. /• th Beve») Harderwyk li624. 8 ' m. a. 
Vgl Scaligerana (I ans 4em Näthl. Franc.. Vertunien». de Poi* 
tiers, heransg. v. T. le Feme). Groningen 1669; Cdln 1695. 
12; (II ans den Mittheil. J. und Nie. de Vassan, heransg. v. 
h. Voi$) Haag 1667. 8; J. TA. Leuhicher Hiat. Scaligera- 
mtm. Wittenb, 169$. 4^\ f. de Mataeemx Hist. des Scali- 



30 Philologie in Frftiikrdelt 

geran «• flu w. * Arntterd« i740# 2. 12; CSaii/SjplÜ . «— Jtf« 
Bongar$ a. Lyon [gab. 19M; st. 1612], Yflrdtaoter Staatnnaiii 
a. Ustoffiflcb« SammlM : 1' %i 332 ; TgL Buyle. — Itaae cJ 
$4mhon a. Baardeamt in DaopMii^ [geb. 1559; st. 1614] lebu 
iind lehrte in Cenf, MoatpeUier, Paria aad Lodden ^ beharr« 
lieb trea dei* evangeL Wahrheit, liberaoa reieh im aprachlfe 
eher und gesehichtlieher GelebrsamltiBit, tiefbliclund ood om- 
alebtig, 'hoehfrerdieat am Kritilc aod Aaslegntfg, ee daaa « 
aneh ject noch Yiolle AchCuag geaieut ; «• Methode uoteraehci« 
det flieh dareh mueterhafta Aikgemefleenheit ; für mehre da« 
tereuchangen hat er die Bahn gebroehea und die Biektoog 
beitimmt: 1 8. 132. 191. 204 (2). 296. 30i. 312. 316. 331« 
333. 350. 371 a. fl. w.; De libertate eccleiiaetica. P. 1607. 8f 
De reb. s. et ecci. Exerdtt. XVI ad Baronti Ann. Lond. 1614* 
F.; Genf 1655. 4; Epietokie ed. J. F, Gronov. Haagl63S.4; 
ed. J. 0. Qr&v. Brich w. 1656. 4; *ed. Th. J. ab A/melo^ 
veen. Rotterd. 1709. F. Vgl. Meriei C [st. 1671] Ptetaa eoo- 
tra maledieofl patrii nominie el religionifl hestee« Lead. 1621. 
g; CkuufepU; Caeauboaiana ed. «/. Ch. Wolf. Hamb. 1710.8. 
— D. Oodifroff (Gothofredae) •. |. 44. 

Im XVII Jahrb. wird der Realiflmnfl in den hnmaoMti- 
flehen Stadien vorherrflehend ; fleieeige Siammler idnd hknfiger, 
all freisinnige KritUcer nnd sprachlich forschende Ausleger; 
di^ Zahl der anerkannt verdienstvollen Arbeiter vermindert 
sich und in ihren Werken werden rein alterthumlicher Sinn 
nnd einfaoh besonnene Pianmässigkeit oft vermisst Auf Aus- 
aeichnung haben Ansprach : Claude Oagpar Backet de ßlezi* 
riae [geb. 1593; et. 1638], in mythischer Geschichte und ia 
Mathematik wohl erfahren: 1 8. 144 Note 2. 215. 367 n. 
8. w. — Der Jesuit FratifoU Vigier (Vigerios) ans Boaen 
[geb. 1591; st. 1647] förderte das Eindriagen in die ferneren 
Eigenthümlichkeiten der gr. 8pr.: de praecipuis gr. dietionis 
idiotismis. Paris 1627; 1644. 12 oft; ill. et aux. B. Kooge- 
veen. Leiden 1742; 1752; 1766. 8; c. suppl. J. C. ZeunU. 
Lps. 1777; 1789. 8; *cttm animadv. Hoegeveeniiy ZeuHii et 
«O. Hermanni. Lpz. 1813; 1822. 8; s. auch 1 S. 406. — Sa- 
wuel Peta aas Nismes [geb. 1594; st. 1645] versuchte die 
Attische Gerichtsverfassung daraustellen, bey mannigfiBchen 
Verirrungen und Missverstttndnissen Vieles anerst erörternd 
und weitere Untersoehnng Veranlassandy bearbeitete die alte 



Philologie in Frankmidi. 



/ 



leitrecimiiiig und bewähret in Anmerk; sa den CSiMÜdbrn eoe» 
lebreitete Belesenhdt: Leges atticae* P; i63$. F.:; in Bei- 
\eccii Jarispr. Rom. et ätt. T. 3 : c, aniroadr. J. WmerUf 
L M. Saimnüj C A. Dukeri et P. We$$eH$^U. Leid. \74SL. 
l; Eclogae chronol. P. 1632. 4; in GrSn Tfaea. T, 8 n. Gro- 
•V Theo. T. 9; Afiscellanea. P. 1630« 4; Var. lectt. P. 1633; 
l;Observatt. LL III. P. 1642. 4; vgl. Chanfepü. -^ PhiL 
bc. de Mam$9uc a. Cerneiilan [geb. 1590; st. 1650] hnaia-. 
iaüscher Jurist: 1 S. 200. 280. 2 S. 451. — Claiide de Sau- 
mse (Salinasius) ans Semur in Anxois [geb. 1588; sU 1653] 
ibte in Heidelberg, Paris u. Leideo^ streitlustiger^ rastloa 
luUiger, anf viele neue Gesichtspqncte der Alterthumswis* 
^Dschaft binweisender Vielwisser, welcher die UeberfiiUe sei- 
ler Beleseoheit selten zweckdienlich und lichtvoll zu ordnen 
ffusste, aber ungeheure Yoriäthe gelehrter Erfahrungen und 
Winke Anderen zu haushälterischer Benutzung hinterliess: 1 
S.I79. 185. 291. 333. «344. 350. 397 u. s. w.; De anais di* 
mactericis. Leid. 1648. 12; Antiquar., Jurist, u. a. Abb.;. E|^ 
stolae. Leid« 1656. 4$ vgl. PaquQt M6m. 15 p. 356 sq. -* 
iacquet Paumier (Palmerius) aus Grentemesnil in d. Nor* 
maodie [geb. 1587; st. 1670]: Exercitatt. in auctt. gr. Leid. 
Iii6&. 4 (Utr. 1694); Descriptio Graedae ant. Leid. 1678. 4; 
Apologie pro Lucano. Leid. 1704. 8 m. a. — TaneqtU U 
/"evre (Faber) ans Caen [geb. 1615; st. 1672], Lehrer in 
Savmar, omsichtig u. feinsinnig: Epist. criticae. Saomur 1659; 
IWi; 1674. 4; Methode poor comiueticer Ics homaoit^s gr« 
etlat. S. 1671. 16 u. s. w. u. in Beyschlag S>ll. Opusc. Halle 
1729 T. 1 p. 183; vgl. de Graverol vie in Sailemgre Mem. 
2 P. 2 p. 1 ; Ckavfepie. — Henry Vaiote (Valesius) aus Pa- 
ns[ge|i. 1603; st. 1676], grundlich u. scharfsinnig, wackerer 
tieicluditforscher : 1 S. 177. 336. 406 n. s. w«; viele zerstr. 
^lon., Abhaodl. u. s. w. ; Einendatt. LI. V et de Critica LL 
li ed. P. Burmann H. Anisterd. 1740. 4; vgl. vita per Hadr. 
^.P. 1677. 8; Chawfepii. & Br. Adrien F. [geb. 1607; st. 
1692], ebenfalls tüchtiger Historiker : 1 S. 280. 336 u. s. w.; 
^gi. Valesiana. P. 1694. 12; Chaufepii. — Charles du Freene 
B*<la Cange aus Amiens [geb. 1610; st. 1688} hochverdient 
BmByzant. Hist. (2, 37.40), spfttere Grädtät und Latinität, 
Besch. des Mittelalters; Glossarium med. et inf. graedtatis. 
Lyon 1688. 2 F.; Gl. med. et iuL latinitatis. P. 1678. 3 F.^ 



^ 



Plifl^o|;ie ia Frankreich. 



^eü: Ben6«fefiri e WBgr. GL M. 9. 1733 fflU 6 F. (Vened. 
i7ä6 A. 6 F.: Basel 1762, 3 F.); Supplem. P. Carpenterii. 
P. ffMi 4 F.; *G1. mmiuale ia comp. red. et aact. (a X C. 
Adelung) Halle 1772 ffl. 6. 8. Vgl. Chanfepie s. v. Gange; 
M6m. Iiist. poar seririr k Tiloge de Cb. du Fr. et k Pintelli- 
genoe da plan g^n^ral de ses etades 8ur Thist. de France. P. 
4766. 4. ,— Der Pariser Arzt Pierre Petit [geb. 1617; st. 
• 1687J: Mtscell. observatt. Utrecht 1682. 8; Gedichte n. s. w. 
— Pierre Danet [st. 1709]: Dict. antiquitatum rom. et graec. 
in nsum Delphini. P. 1698 (Amsterd. 1701) 4^ Radices s. Dict.| 
1. lat. P. 1677. 8; Dict. lat. et gall. äd as. D. P. 1700 ffl. 
(Amsterd. 1711); Lyon 1721; 1737. 2. 4; Tgl. J. Facciolati 
animady. crit. in primam litteram lexici Danedi. Padaa 1731*1 
8; Ti« animadr. crit. in magnum D. diction. P. 1759. 8. — 
Anne le Fe^re verh. Dacier aus Santnor [geb. 1651 3 st. 1720],, 
Eifernd für Aufrechthaltung des alterth. Geschmackes: 1 S» ISO; 
viele franz. Uebers. aus d. Gr. u. Lat., Abhandl. Ihr GattCi 
Andre Daeier aus Castres in Obetlangaedec [geb. 1651 ; st. 
1722]: 1 S. 162. 226 u. s. w.; viele franz. Uebers.; Abhandl.; 
Tgl. Chau/epie. -^ Beide, Dunet^ die Jesuiten P. J. Caniely 
Charles de la Bue oder Ruaeos [geb. 1643; st. 1725] s. \ 
S. 239. 397, Jean Hurdouin aas Quimbre in Bretagne [geb^ 
1646; St. 1729], berähmt durch seltsame kühne Paradoxiei^ 
(Ad tötius Europae Antiquarios £p. P. 1692. 4; De numis 
Herodiadum. P. 1693. 4 tk. in Opp. sei. p. 328 sqq. Tgl. Act^ 
Erud. Snpplem. T. 2 p. 375 sqq.; *Prolegomena ad eensu^j 
ram Tet. scrtptorum. Lond. 1766. 8), nicht ohne Verdienst un| 
kritische Numismatik u. Chronologie: 1 S. 312. 343; Chra 
nologia ex numis ant. restituta. P. 1696. 4: Opera sei. Am 
sterd. 1709. F.; Opp. Taria. Haag 1733. F. u. a.; Tgl. Chan 
fepie; und viele Andere, meist geringen litt. Verdienstes 11 n 
Namens, hatten Anthdl an deb unter Bossueft a. Hteef 
Leitung [s. 1674] erscheinenden Ausgaben der röra. Classi 
ker in usum Delphini (64; s. Ehert Lex. 1 S. 458), Tirelch 
Zeugniss gaben Ton dem Verfall der grundlichen humanisti 
sehen Studien in Frankreich und der bequemen OberflächlicD 
keit in Auslegung der Alten Vorschub leisteten. An si 
schloss sich der ästhetisirende Jesuit Noel Et. Sanadon av 
Ronen [geb. 1676; st. 1733] mit s. Bearbeitung des Horatic 
an: 1 8.242« — {nrwischen war für alterthümliche Sachkenn 



i^hilologie in Frankreicl^ K0 

&8se Tfel gesammelt worden ; abgeiehen ¥oa des Jea. JmL 
Rp#. Bmlenger Compilationea , Franc. Ptmey Lehrb. d. My- 
bologie, manchen Monographien, erwarb sich der Jes« Denye 
htav ans Orleans [geb* 1583; st. 1652] um Himmelskunde 
bd Zeitrechnung der alten Wdt bedeutendes Verdienst: Um- 
biogion. P. 1630. F.; de doctrina tempomnu P. 1627. 2 F.*- 
^ct. (c. UranoL u« %• w.) Antw. (Amst) 1703 (Verona 1734 
L; Venedig 1757) 3 F.; Tabulae ehronol. P. 1628 F. oft; 
kitionariam temporum« P. 1630. 85 Leiden 1724; 1745. 3« 8 
ft; s. 1 S. 313. 314; vgl. Bayte. -* Vorzüglicher Fldss war 
bf Tom. Numismatik verwendet worden von L4 Savot, Ckar^ 
ht Pntüiy "^And. Morel [geb. 1646; st. 1703] und am frneht- 
feffsten von Jean Foy Vaälant ans Beauvais [geb. 1632; st* 
706], dem mehre Theile der alten Gesdi. ansehnliche Be- 
eicherangen verdanken. — Pierre Dan. Huet aus Caen [geb. 
1651; St. 1721] leitete mit oft glücklichen Blicken auf man« 
siie neue Ansicht hin: de iaterpretatione. P. 1661. 4; Haag 
683. 8; de rorigine des romans. P. 1670. 8 vor Segraie 
Keyde; Hist. du commerce et de la navigaüon des Andens« 
P. 1716; 12 ; vgL Commentarii de rebus ad enm pertinenti- 
ma. Amst. 1718. 8 u. in Müller Bek. merkw. M. 3 S. 303 
A. V^ ffl. — Claude Capperenier aus Montdidier [geb. 1671 ; 
Bt. 1744]: 1, 314; Uebers., Abb. 

Die realistische Richtung beurkundet sich auch in den 
krbeiten der Humanisten des XVIII Jahrh«; das Bessere der 
bt, nicht erfolglos für das philologische Studium überhaupt, 
Bt in den Sammlongen der K. Gesellschaft der Inschriften 
liedergelegt. Unter diesen archäologischen Abhandlungen sind 
Be beaditenswertheren die chronologisch-historischen von L. 
BmtJi [geb. 1649; st. 1724]; von dem ungläubigen Archäo- 
logen, Nie. Boindin [geb. 1676; st. 1751] vgl. Letsing Col- 
lect. 1. S. 127 f.; V. dem gelehrten und scharfsinnigen Nie. 
Freret aus P. [geb. 1688 ; st. 1749] : Oeuvres. P. 1796. 20. 
fi; "^augm. et accomp. de notes per ChampolUon Figeac. P. 
»25 f. 8. 8; V. Frang. Geinoz [geb. 1696; st. 1752], Jean 
l^esque de Burigny aus Rheims [geb. 1692; st. 1785], J. 
P. de Bougainville ans P, [geb. 1722; st. 1763], CA. le Beau 
igeb. 1701; st. 1778] u. m. a.; P. J. Bürette aus P. [geb. 
1665; St. 1747] erläuterte die alte Gymnastik und vorzüglich 
lie Musik; Mickel Fourmonl [geh, 1690; st. 1746] sammelte 

Wftctler HB. d, Liit, deich. IV. 3 



34 Philologie *in Frankreich. 

einen ansebnÜehen Yorrath dter Insehriften; Ant* Bafu\ 
[g^h. 1673; »t. 1741] stellte (1711; *1738) ein System d^ 
Mythologie auf; die Nomismatik wurde von CL Gros € 
Baze, CA. de Vuloi$j Aug. Beiley, Ga$p. Mich, le Blond hi 
arbeitet, gewann aber am liieisten durch die treuen Beschifi 
bungea und. einmchtvoUen Erklärungen Jo9. PeUerin'9 aus 1 
[geb. 1684; st. 1782]: Bec. des m^dailles. P. 1762 iSL lO.»: 
Für Begründung des Studiums der alten Erdkimde hat 4* 
BapL Bourguignon d'Anvüle aus P. [geb. 1697; st« 174] 
wacker vorgearbeitet: Oeuvres. P. 1810. 10. 4. Die Keni|, 
niss der alten Kunst . wurde durch den vielseitig verdienü 
{1 S. 396. 399; Diarium Italicum. P. 1702. 4; ""Palaeo^; 
phia graeca« P. 1708. F. ; Abhandl. u. a.) Benedictiner Bett 
ard de Mowtfaucon aus Langnedoc [geb. 1655; st. 1741] g 
fördert, wenn gleich s. Beschreibungen u. Abbildungen 4 
-strengeren Federungen der Treue und Genauigkmt nicht b4 
friedigen : L*antiquite expliqu^e et representee en figures. B 
1719! (1722) 10 F.^ suppL 1724 (1757) 5 F.; Les monum<» 
4e la monarehie fran^. P. 1729 ffl. 5 F. m. a. In s. Fus& 
stapfen trat mit rühmlidiem Smnmlerfleisse, bey geringen 
Gelehrsamkeit, Graf de Caylm ausP« [geb. 1692; st. i76o 
Bec. d'antiquil^ ^gypt«9 ^trusques^. grecques ojt lom. P. 17 
ift. 7. 4 in. a. 

In der zweyten Hälfte des XYIII Jahih. erwachte neael 
Eifer für philologische Studien, die Muster des Auslandes fs 
,den Eingang und die fruchtbare gelehrte Thätigkeit war i 
Steigen bis sie durch die Bevolution gehemmt wurde. /• Bi 
Lud. Crevier ä. P. [geb. 1693; st. 1765] fleissiger Bearl 
%ev der röm. Geschichte ; 1 S. 263. . — Charlei de Bro$%ei ( 
S. 259) war vertraut mit alterthümliehem BömergeisCe; s» 
S./259» — Jean Capperonier aus Mbntdidier [geb. 1716; s 
>775J; J. Frang. Vauvilliert [st. 1801]; vgl. Millin Ma^ 
^c. A. 10 T. 4 p. 343; Febure de Villebrune [st. 1809]: 
$. 168^ 301; die Jesuiten Gabriel Broiier [geh, 1723; 
1789], welcher die Beichthümer s. krit. Vorräthe nicht 
gebrauchen verstand s. 1 S. 330. 343 ; und Frang. Joe. Di 
Mlons [geb. 1711; st. 1789], der den Phaedrus s. 1768 mel 
malen herausgab;. Pierre Henry Larcher [geb. 1726; st. 1812] 
11 S. 136. 281 ; vgl. Wolf Analekt. 1 S. 205 fl. ; Aiham 
Auger [geb. 1734; st. 1792]: 1 S. 150. 146. 147. 149; de 



l 



Philologie io FVaidareidh. 35 

icooititiition des Ramaiii« iT92. 5« 8 .n» in OeiiTMs pasth. iT92 
E 10. 8. — J. Bapt. 6€up. ^Ani$e de FOloiiön [geb. 4763; 
Nt. 1805]» mit Tieliiiii&ssendbr GelehsiaBÜceit beUen JäiA nnd 
|esaode Urtheilskntft vereinbarend, bereicbefte die gr. Litt. 
ofch vieles, vma er ans Bibliotheken faervoivog: t S» 112 
2). 177 Note 1. 291 i Abb. ^ Strassbufg hatt^ PUielogen 
Itoo anerkanntem Verdienste: Biei* FraHQ.FitL BrumeA [geb. 
hl729; *. 18031 '«^<^h rastlose Vhätigkeit in Yermehraiig nnd 
Kenatzsng kritischer Apparate nanche vordringliebe Wil&nlu- 
b Veststdlung der Texte vergütend nnd znr BeM)uog ern- 
sterer Spradistudien wacker mitwirkend: 1 & 119* 12t« 124 
N. 1. 127. 132. 184. 186 u. s. W. — Jmrem. Jacob OberUn 
^eb. 1735; st. 1806]:.! S. 258. 330. 344; Ritnnm Rom. ta- 
balae. St. 1774; 1784. 8; Orbis ant. monnmantis ülnstrati pr. 
K&eae. St 1775; 1790. 8; Museum Sohoepflinianmn. 1770 fSL,; 
verAeat um Gencb., iSpracbe u. litt. ;deB t; MA.; vgl, J« 
Sehoeigkäuier Memotia. i. J, O. St» 1806. 8; Joi. Sckee^ 
tafter [geb. 1746; st. 1830]: 1 S. 136. 191. 312. 322; 349. 
M 2 & 23; Opuscola acad. Str. 1806 f. 2. 8. — Jean Joe- 
fttet Burthelemy s. 3 S. 259. ^ Em. ßuilL Jas. de Oerment 
fiaton de Sainte Craix ans Monrmoiron in Yeoaissin [geb. 
^74^; 8t. 1811} nnAermichet mit Geist und Einsicht und stellt 
JieErgebnuse 8. Forschung hell nnd anziehend dar: 1 S. 114 
^*2. 174. M89; Des andens gonvernemens fed^i^ifiu P. 
1799. 8; Mimoires sur les mystftres du paganisme. P. 1784. 
S;M817. 2. 8; Abb.; vgl. Baistonade in JFolf Analekten 
IS.20Sffl. — Fr. J. Qahr. de la Parte du Theil eu P. [geb. 
t742;it. 1815] sorgfältiger UebersetKer nnd Erklärer: 1 8. 
126. 129. 340. 2 S. 47; viele Aufsäte in Notices et Extr. -*. 
&»'/. Frang. Chassebaenf Vatney [geb. 1757; st. 1820] 
«barfsinniger Chronolog : Chronologie d'H^erodote. P. 1808 fl. 
^h Oeuvres. P. 1821 fl. 8. — Etvenne Clamer [geb. 1762; 
^•1817]: 1 S. 177. 320. 322; Hist. des premiers temps de 
^ Grke. P. 1809. 2. 8 ; M6m. sur les orades des Anc. P. 
• 8. — ^. L. MiUin [st. 1818] betriebsamer Archliolog 
Sammler. — Puich. Fr, Jat. Qanelin [geb. 1751; st. 
^0] hoch verdient um alte Erdkunde. — Ch. Baudens de 
hnderbaurg [st. 1827] 1 S. 240. — P. L. Courier (s. 3 S. 
^'^ geistvoll und des griechiscben tief kundig: i S. 136. 138. 
^' 292. 310. — Simon Chardon de la Boehette ""M^langes 

3 • 



36 Philologie in TeiMtchlaiid tu der Schweiz. 

de crit et de phÜclogie. P. 1812« 3. 8, — Raaul^Rochett 
Hift. de ritabliMement dee eoloniee gr. P. 1815« 4. 8 ; Anii 
quitte gr« da Boepore Ciaun^rien. P* 1822. 8. •-« J. F. Boü 
ionade: 1 S. 187. 311« 348. 363. 2 ». 19. 27. 33. Der gc 
lekrteite unter den Jeit lebenden iraniöeifeben Philelogen h 
A. Letronne^ ale Grammatiker, Kritiker, Hietoriker nnd Ai 
ohäoleg gldck geachtet. M. a. 

c) Durch frfihaeidge Verbeseerung des Sebuluiterrichl 
(e. 2 S. 145 f.), deren firuektbare Erfolge die zahlreichen 8ch6 
1er der hodiTerdienten AL Begirn und it. Lange yeran 
achaaliehteui und dnreh die unermfidete Tktttigkeit ü. AgH 
eola'i (2 S. 283) und C Celiee (2 & 202) war Teutaefa 
1 and Ar die .auf Italien lioh rasch verbreitenden humanisti 
•oben Studien em]^Qli^ch geworden. Viele wissbegierig 
Jfinglinge benntsten italittnische Lehrer oder bildeten sieb au 
ihren Sehriflen; es wurde auf Lesen der röm. Classiker uni 
auf reineren und gefiUligen lat. Ausdmek gedrungen und di< 
Einführung zweckmässiger Lehrbfirfier statt der bisher ge 
biäuchlichen barhaiisdien des Mittelalters eifrig betrieben 
Der bessere Geschmack ging von Veredelung des lat Spracl^ 
gebranches aus ; s. J. Burehhard de Hilguae lat. in Germanii 
per XVU saeenla amplias fiatis. Hannorer 1713. 8 u. de L ] 
iatianoTi:eomni«ntarii. Wolfenb. 1721. 8. — Einige der wirk 
samsten Mttnner in diesem Beginn der philelogischen Geistes^ 
bildang waren} /• Bhagiui Äoiiicampanu» aus Sommerfell 
in der Laudtz [geb. 1460$ st. n. 1518], Lehrer in mehret 
Stftdten, lat. Dichter u. Verf. guter Lehrbücher, gab Kebe^ 
(1507), Cicero de 6ratore (1515), Libanius Briefeheraus; vgl 
FabrieU bibl. m. aet. 5 p. 70. — Joa. Caesariui a. d. Jü 
lichschen [geb. 1460 f st. 1551] in Cöln, erwarb sich um Er 
klämng der Natnrgesch. des Phnius (1524) Verdienst. — Joa 
JUurmelUui a.Röremoode [geb. 1470; st. 1517] hochTerdieni 
ter Schulmann in Münster u. [1514] Alkmar, sich aaszeichj 
nend durch Gedichte u. Schulbücher u. als eifriger Vertrete! 
der humanisdsehen Studien, Herausg. des Ale. Avitas (1509) 
Bo^thius (1511 u. s. w.), Persius (1517) u. a. m. ; Tgl. J. Nie^ 
$ert in Westphalia 1825 St. 3 f. — Heinrick Hebel aas Ja* 
stingen in Schwaben [geb. 1470? st. 1518?], glfickUcher Dich^ 
ter und Stylist, helbdonig und freymüthig, als Lehrer in Tfii 
hingen viele Jfinglinge | unter ilmen auch Melanchthon zuul 



PMIoIogi« in Teutschland u. der Schwefas;' 37 

tkolieren Streben anregend, auch fSr teutsche Gesdiiohte md 
Spradie wirksam : L. Hymnor« (T6b. 1501 !) 4 ; An versifi* 
candL Pforzheim 1506. 4 n. s. w.; Opascula nora. Strassb* 
1508; 1512; 1514. 4 u. s. w.; Comment epistol. confidend* 
Btc. Tübing. 1533« 1508 u. s. w.; Strassb. 1516. 4 n. s. w.; 
Frinmphus Veneria. Pforzheim 1509. 4 u. s. w.; de insdta- 
doiie paeror. Str. 1513. 4^ Facetiae. Tab« 1542. 8 a. •• w.; 
vgl 6, W. ZapfH. B. Augsb. 1802. 8; *Coiiz in Ergeh u. 
Gruber Encyjd« Seine Schüler Jac. Meinrichmanü a. Siedel- 
Sngen [st. n. 1560] and Jok. Brasiieanu$ machten lat. Sprach- 
lehren (1606 u^ s. w« Q. 1508 n, s. vr.) bekannt welche hfta« 
Sg gebraacht .wurden; Joh, Alienstaig arbeitete ein an sei- 
ner Zeit willkommenes WB. ans: Yocabnlarins Tocam qnae 
in operibus grammaticis contineDtor, Strasb. 1509 n. s. w«; 
1515.4. — S. Landsmann Jacob üocAer Philomasns ans Ehin- 
gen [geb. 1470; st. 1528] lehrte in Freyburg [1495 n. 1505] 
nnd Ingolstadt [1498 n. 1506], zeichnete ach als lat. Dich- 
ter a. Uebers. des Brantschen Narrenschiffes (2 S. 224) aas, 
bearbmtete den Horatins (1498), Plinins Paneg. (1520) Fal- 
gent. Placiades (1521), schrieb Anmerkungen zu Cicero, Lehr- 
bacher u. a.; vgl« 6. 1F. Zapf Ja. Nbg 1802. 8. — Hermann 
Trebel,\at. Dichter: Elaayfayi^ ngog t&v fQafifiarwv iXX. Er- 
furt 1501; Wittenb« 1511« 4. — Der Engländer Rieh. Crocu9 
Iebrto[1515] Griechisch in Leipzig: Tabulae gr. litt, discere 
capientibns utiles. Lpz. 1516; 1521.4; Or. de utilitate L gr. 
Paris 1 520. 4 ; Tgl. J. 6. Böhme spec. litteratnrae Lips. saec. 
XYI. Lpz. 1761. 4. In s. Fussstapfen trat Peter Schad Mo- 
sellanus aus Proteg bi Coblenz [geb. 149^; st 1524], unge- 
mein arbeitsam u. fruchtbar einwirkend : Uebers. aus d. Gr«, 
Aum, za Qainctilian u. Gellius, Reden; vgl. Böhme 1. c. p. 
1&; F. M. litterar. gr. in Saxonia instauratoris^ mem. scr* /• 
F. Köhler. Lpz. 1806. 8. — Hermann t?« d. Busiche y. 
Schlosse Sassenberg im Münsterschen [geb. 1468; st. 1534], 
Hegias u. Agricola's Schüler, reifer gebildet in Italien, lehrte 
in vielen t. Städten, wiederholt [1496; 1508] und unter har- 
ten Anfechtungen in Cöln, zulezt [1526] Prof. in Marburg, 
geistreicher Dichter und kräftiger Beförderer der röra. Litt. : 
Valkm humanitatis. Cöln 1518. 4: ed. /. Burckhard. Frkf. 
a. M. 1719. 8; viele Anm. zu lalf Class. Petronius (1500 u. 
s.w.), Silias Ital. (1504), Donat (1509 u. s. w«); vgl. Strieder 



38 Pliilologie in Teutschland iL der Schweiz* 

geL He^ySL S S. 88 fflL; Meinen Lebensbieflchr. 2 8. 370 ffl* 
J. Nie$ert im Jahrb. f. Weatphalen 2 S« 288 ffl. — Dei 
Schk^ra Law. Corvinu$ [geb. 1470; st <527] Lebrbüehej 
worden hftiifig gebraucht: Lat. Ideoma. o. O. n. J. 4; Lpz 
1S06. 4 o. 8. w«; Hortalas elegantiaram. o. O. a. J. 4; Breä 
lau 1503; Lpz. 1503. 4 v. s. w.; Dialogas de mends salu 
lierrima penoanoüe ad honesta ingennamm artiam studia 
Lps. 1516. 4'. -* Diese Männer u. viele andere, welche mi 
ihnen Cfleiches erstrebten, hatten schwere Kämpfe za beste 
hen gegen scholastische Pfaflferey und eigensinnige Vesthal- 
tuBg des herkömmlichen Alten; aber die Mehrheit der bild^ 
samen Jugend schlosssiGh ihnen an u. viele rittsrliche Kraft j 
männer, unwillig über selbstsuchtigen Zunftgeist der Obscni 
ranten, erkannten als ihren edlen Bedif, die Streiter für isi 
Schöne, Wahre, Menschliche in Schutz zu nehmen und erfo- 
derlichen Falles mit dem Sdiwerde zu vertheidig^n. Von den 
vielen lüttem, welche mit Wort und That solche Gesinnung 
beurkundet haben, kann hier nur Auf diejenigen aufmerksam 
gemacht werden, die zugleich litterärisch thätig gewesen sind. 
So Hermann Gr. v. Neuenaar aus der Gegend zwischen C5lii 
und Jülich [geb. 1470? st. 1530], trefflicher Forscher der alt^ 
germanischen Gesch., voll Achtung für classisches Alterthuni 
(s. 1 S. 381. 2 S. 299), vertrat beharrlich Reuchlin, Herrn. 
«• «/. Busiche^ Jeh. Caetariut u. andere Humanisten gegen 
die Cölner Theologen; vgl. Paquoi M6m. 16 p. 317 ffl. — 
Der Nürnberger Patricier Bilibald Pirkhaimer aus Gichstädi 
[geb. 1470; st. 1530], verdient um Geschichte, rom. Alter- 
thnmskunde und bes. Numismatik, heiterer lat. Dichter, über- 
setzte mehres von Xenophon, Plutarch, Lukian, Piaton u, des 
Ptolemaeus Geographie: Opp. ed. M. OoldatU Frankf. lOK 
(1665). F.; vgl. C RütershuHi Comm. de vita P. vor Gol 
da$t Ed. öpp. u. in Buder vitae clariss. bist. p. 78 seq. 
IVilL n. NopUich Nürnb. Gel. Lex. — Der in gleicher Ar 
bedeutende Augsburg. Patr. Conrad Peulinger [geb. 1465 
St. 1547] sammelte [1505] röm. Inschriften und förderte ge 
schichtliche Studien; vgl. Hist. C. P. post Lolterum ed. Fr 
A. Veith. Augsb. 1783. 8. — Vor allen anderen der nnge 
stfim hoehsinnige Ulrich v. Htaten von der Burg Steckeiberj 
b. Fulda [geb. 1488; st. aS\ Aug. 1523], glühend für Frey 
helft, Wahrheit und Becht, in Italien vesteren Geschmack un( 



I^logie in Teutschland u. der Sehweiz. 39 

reidieK lict Erfahniiig gewinnend^ eng verbnndeii mit vielen 
der kiten Kopfe s. Zeit, überall, auch in Cöln [150S] kämp- 
fend fSr Lieht, rastloa forschend, lehrend und gchriftstelleriach 
wirkend in vielen Städten des nördl. Teutschlands, freymü- 
thiger Satyriker und «ner der ersten Herolde der Kirchen- 
verbessemng, hart geprüft und ira Jammer der Yerstossnng 
endend. S. lat. Gedichte und Reden, so wie die Versuche in 
I. Spr. (3 S. 360) sind im eigentlichsten Sinne Stimmen des 
Zeitgeistes: i S. 262; die einzelnen Drucke 8. Schriften sel- 
ti» s. Ebert Lex. 1 S.i847 u. in Müneh Ed. Opp. vor T. 1; 
•In Wedegum I^oet« et fU. ej. Querelarum L. II herausg. 
ibers. m. Unters- u. Erlaut v. G. Ck. F. Mohnihe. Greifs- 
wald 1815. 2. 8 ; Opera coU. aiust. E. J. B. Müttch. BerBn 
1821 f. 5. 8. Vgl. J. Burckhard Comment de ü. de H. fa- 
üa ac meritis. Wolfenh. 1717 fa. 3. 8; Ej, Apalecta ad comm. 
BaH. 1749. 8; (Herder) im t. Merkur 1776 St 2 u. 7; Mei- 
Mm Lebensbeschr. Th. 3; G- KT. Panzer U. v. H. in litt. 
Hinncht. Nbg 1798. 8 vgl. AL\nz. 1798 No. 173. 189; 1799 
No. 123; 1800 No. 56^153; »G. CA. R Mohnihe Huttens 
Jagnidleben. Greifew. 1816. 8; ü. v. H. geschildert v. C. J. 
Wagenteii. Nürnbg 1823. 8. Er und s. Freund Johann Cro- 
in* (lager) Bnbeanus aus Dornheim b. Arnstadt [st. ISil^H 
ein« der geistvoUesten Humanisten, hatten Antheil an d. 2ten 
Th. der mit schonunglöser Bitterkeit die Armseügkeit der 
Verdonkler in Cöln und ihrer Genossenschaft geisselnden Epi- 
stolae obscuiorum virorum. Venedig b. Minutius (Hagenau 
1515!); T. 2 rBasel löl7) 12 sehr oft (s. Eberi Lex. 1 S. 
537 fl.), als deren erster Urheber, so wie als Vf. der Epislo- 
lae darorjim worum ad J. BeuchUn (1514; 1519. 4), wahr- 
Kbemlich der witzige Wol/'gang Angui, Buchdruckergehülfe 
mHagenau, Basel und Main«, au beträchten seyn dürfte; vgl. 
*}hhnike in Ersci u. Gruber Encykl. 4 S. 105 fift. ; MUnch 
Masenm Jahrg. 1 B. 2 8. 319 ffl. 

Die Mittelpuncte, um welche sich in diesem Zeitalter der 
Morgenrothe humanisHscher Geistesbildung aUe litt. Bestre- 
bungen sammelten und bewegten, waren Reuchlin und Eras- 
mu9. Johann Reuchiin (Cäpnio) aus Pforaheun [geb. 1455 ; 
st d. 30 Jul 1522], Zögling griech. Lehrer in Paris und m 
Italien, trug in Basel [1477], Ingolstadt [1520] und Tübingen 
|!52i] classische Litt, und eine dem abgestorbenen scholast. 



40 Philologie in TeutscMand tu der Schweiz. 

Formalismufl entgegengeietzte, di6 hl^hereD, geheimiibsvollei^ 
BedürfniMe dei Gemüths berfickiichtigende Philosophie vor^ 
brachte hellere und freyere relig« Vorstellongen io Cmlaii^ 
begründete das ernstere Stadium der griecb« Sprache u« dii 
Beschäftigung mit dem Hebräischen durch Lehrbucher und 
Unterrieht, und stand als Staatsbeamter in allgemeiner Ach« 
tung* An s. Streite mit den Dominicanern in Cöln u. derei 
Schutcling h Pfefferkorn (vgl. Freytag Adp. 2 p« 1186 seq.) 
fiber die von diesem vorgeschlagene Yertilgang der nichtbi^ 
blischen Jädischen Schriften [1508—1518] nahmen alle frey« 
sinnige Ritter, Staatsmänner und Gelehrte Antheil und so bil« 
dete sich äusserlich eine, Grösseres vorbereitende Opposition 
gegen verstockte Möncherey und Yerdunkelungsncht: Minffi" 
ncuiila. Poitiers 1480b 4 ; Breviloqnus s. Dict« Bas. 1478. F^ 
sehr oft; Uebers« aus d. Gr.; gn ü. lat. Gedichte; Scenica 
progymnasmata« Straiisb, 1497 ; Bas. 1498« 4 ; Sergius. PforzL 
1507. 4 (Comoediae duae. Cöln 1537. 12) ; Rudimenta hebr. 
Pforsh. 1506. F.; auct ed. 8. Münster. Basel 1537; IDte^ 
pretatio gramm. in Psalmos poeniteetiales VIL 1512; Wtt« 
tenb. 1529. 8 ; de accent. et orthogr. hebr. L. III. Hagenaa 
1518. 4; de verbo mirifico. Bas. 1494; Tfibing. 1514. F.; de 
arte cabbalistica LI. III. Hagenau 1517« F.; de arte praedi«^ 
eandi. Pforzh. 1508. 4; Epistolae ad R. Hagenau 1519. 4 u. 
T. a. Vgl. Metnen Lebensbeschr. 1 S. 44 ffl. ; Schnurrtf 
Nachr. v. ehemal» Lehrern der hebr. Spr. in Tüb. S. 1 ffl*f 
Bayte s. v. Hogstraten ; E. TA. Mayerhoff J. R. u. s. ZAu 
Berlin 1830. 6. — Deiiderius Eramui aus Rotterdam [geb. 
1467; st d. 12 Jul. 1536J, weltbargerlich wirksam für earop. 
Geistesbildung und persönlich eingreifend in die litt. Angele« 
genheiten Italiens, Frankreichs und Englands , heimathlich in 
Basel und von entscheidendem Einflüsse auf Teutschland, Ge' 
lehrter im umfassendsten Sinne, unermüdet thätig, scharfsin- 
nig, helldenkend und geistreich, offen für Schönes und Wah« 
res, Meister in Darstellung und r5m« Sprache, hatte überwie- 
genden Antheil an der geist. Gestaltung des Zeitalters darcl) 
Schriften, Umgang mit Grossen und den angesehensten Ge* 
lehrten, durch Anregung und Unterstützung litt« Unterneb« 
mungen und Anstalten und vielseitige Verbreitung und Sieber« 
Stellung der Achtung für Wissenschaft und Kunst. Ihm g«' 
long mit heiterer Lquoc ond kräftigem Ernste das Formel* 



Phüalogi« tu TiBUtsehland ik dev Schweiz. 41 

weseH der nim nnfimchtbaien Seholastik veriLehdieh ara ma- 
chen; er stellte Aberglauben, Unwiaseoheit, Albernheit und 
Geoeyieit der M5ncherey und der ihr sich anschliessendeo 
geisdosen Pedanterey in ihrer Blosse dar und s. Spott sehlug 
ihoen unheilbare Wunden ; er arbeitete dem immer neu ge- 
Staketen und frisch belebten Vorurthdle, dasselbe von den 
Tenchiedenartigsten Seiten erfassend, beharrlich und frohmu* 
lliig entgegen. In ihm erkennt die Nachwelt eins der tüch- 
tigsten Werkzeuge zur Vorbereitung u. Bef5rderung der Re- 
formation an, obgleich er sich gegen jede offene Theilnahine 
in dieser grossen Weltbegebenheit ängstlich klug verwahrte 
md den Grundsatz vesthielt, nach welchem durch Andentun* 
gen die Begriffe aUmälig berichtigt und die Reiferen veran- 
lasst werden, selbst zu suchen und zu finden, was ihnen im 
eigentlichsten Sinne nicht gegeben werden kann. Unter sei- 
nen Tielen Schriften zeichnen sich , ausser den theolog. s. S« 
45, vorzüglich aus : die Ausgaben 1 S. 204. 232. 297. 329« 
331. 333. 341. 343. 398. 400 (2). 401. 405 u. s. w.; Adagio« 
nimChil. III (Paris 1500. 4) Yened. b. A. 1508; 1520; Pa-» 
ri8l55g. F. oft; Frkf. 1599; 1646; 1670. F.; CoUoquia. Ba- 
sel 1516. 8 oft; e. not. var. Leiden 1664. 8 oft; Encomiam 
fitnldüae. Paris (15091) 4 oft; c. not var. Basel 1676; 1780. 8 
nt. K.; le recta lat. graecique sermonis pronunciatione. Bas. 
i52S. 8; Ciceronianus. Bas. 1528. 8 u. v. a.; Epistel. LI. 
XXXL London 1642. 2 F. (BuncAer Spicil. antogräphorum 
ill. radonem, quae intercessit Erasmo cum aulis et hominibus 
cni aen praecipuis. Lpz. 1784 ffl. 4; EJ. index et argumen- 
tomepist. ad E. ab a. 1520 ad 1535. Lpz. 1784. 8; ed. F. 
^* Schoeuemann» Lpz. 1802. 8); Opera ed. B» Bhenanus. 
Bas. 1540. 8 F.; ed. J. Ciericui. Leiden 1703 ffl. 11 F. Vgl 
Conpend. vitae ab E« eonscr. vor opp« ; J3. Bhenani vita vor 
opp. u. in Battem vitis p. 187; Biographien v. 8. Knight. 
Lond. 1726. 8; v. Jortin. Lond. 1758 fl. 2. 4; v. Burigny. 
Paris 1757; t. m. Anm. v. Henke. Halle 1782. 2. 8; (S. Hess) 
£• T. Rotterd. nach s. Leben u. Sehr. Zürich 1790. 2. 8; v. 
A, Müller» Hamb. 1828. 8 ; Bayle. — Von den Zeitgenossen 
rind unter andern vorzüglich erwähnenswerth : Peter Apianus 
[geb. 1495; st. 1552], hochverdient um mathem. Geogr., und 
^rthoL Amantius: Inscriptiones sacrosanctae vetustatis. In- 
goist, 1534. F. — Otmaf Nachiigän aus Strasburg [st. 1535], 



43 Philologie in Teutschlaiid u* der Schweiz, 

Beitedletiner, eifriger Veirbreiter dee gr. Sprachstadiome : Pjro^ 
gymnasmata gr. litteratnrae 1517. 4 u. s. w«; Joci. Aiigsi^ 
1524. 8; Seria jodqne (Strasb. 1529) 8; Ausg.; Uebers«; vglj 
Strobel MiflceU. 4 8. 3 ffl. — Vincent. Opsopoeus (Koch) m 
Franken [st 153f f]: 1 S. 191. 193; lat. Ged. — Heltf^ 
Boban He$ius (Göbbcben) ans Bockendorf [geb. 1488; 8^ 
1540], ungemein glücklicher Dichter n* Uebers. aus d. Gr. 
opp. Schwab. Halle 1539; Frkf. 1564. 8; vgl. Strieder gel 
Hess. 3 S. 371 ffl. ; C. F. Lo$Hus H. E. H. n. s. Zeitgeno» 
«en. Gotha 1797. 8. — Sim. Orynaeut aus dem Hohenzol 
lernschen [geb. 1493; st. 1541], musterhaft durch edle Gesio« 
nutig und litt. Gemeingeist: 1 S. 212. 263. 369; 2 S. 40; ygl 
Bmyle. — Beatui Bhenanu$ eig. Bilde ans Rheinan im Elsasi 
[geb. 1485; st. 1547], wackerer Geschieh tforscber : 1 S. 327i 
330. 397 u. s. w. — Xjfituf Betulejus a. Memmingen [geb., 
1500; St. 1554] bearbeitete die sib;Ilinisehen Orakel u. Cicero 
V. d. Pflichten vgl. Fretftag Aif. 1 p. 154; 3 p. 86. — Vtü 
Amerbach [st. 1557]: Ausg., Uebers., Abb, -^ Jac. Micyllui 
(Molzer) aus Strasburg [st. 1558]: 1 S#225; Ausg., Uebers.; 
vgl. Bayle. — Conr. Geiner [geb. 1516; st. 156&] : 1 S. 323. 
348; 2 S. 43 n. s. w.^ vgl 1 S. 7. 59 u. unten §. 42. — M. a. 
Inzwischen hatte die Kirchenverbesserung allgemeinereB 
Eingang gefunden ; U. Zwingli u. Jf. Luther foderten und 
erwirkten Vervollkommnung des gelehrten Schulunterrichtes 
und dieser gewann von Wittenberg aus durch Luther* i treaeo 
Gebulfen eine ganz neue Gestalt: Philipp Melanchthon 
(Schwanserd) aus Bretten [g^b. 1497; st. d. 19 Apr. 1560], 
Beuchlin's Z5gfing, Prof. in Wittenberg [1518], unsterblich 
verdient um das grosse Werk der Reformation, auf gleiche 
Weise durch Kenntnissreich thum, Scharfblick, Beredsamlceit 
und rastlose Thätigkeit ausgezeichnet, hat als Mensch, 6«* 
lehrter und Schriftsteller vollgültigen Anspruch auf dankbare 
Ehrfurcht der gerechten Nachwelt. Die Milde s. Geistes, daB, 
ftcht Menschliche s. Strebens, der ihm einwohnende ruhig« 
Skepticismus und religiöse Mysticismus, Früchte des edekteo 
Wahrh^itsinnes und nie befriedigter Wissbegierde, die Scho- 
nung der Andersdenkenden, das Leidenschafdose in s. mannig^ 
fach sich ermässigenden Fortscbreiten besänftigten die SturiD« 
des Zeitalters ; die versöhnende Macht s. Liebe und Bescb^ 
denheit, s. sittlich reiclien und tiefen Gemnthes bewähret 8i<»' 



Philologie in Teutschland u. der Schweiz. 43 

nach Jahrfannderten in erfrenlichen Erfolgen; der von ver-^ 
blendeten Eiferern oft Verkannte bedarf schon lange keines 
Anwaltes mehr. Er wirkte in immer erweiterten Kreisen mit 
wnndersamer Einfachheit nnd Vielseitigkeit durch Lehrvbr* 
trage nnd Schriften, Umgang u. Briefwechsel« Seiner Sehrif'« 
ten (vgl. Mart. Mylii Chronologia scriptomm Ph. M. Gdrfits 
1582} sind so Tiele, dass ihm an litt« Fruchtbarkeit auch La« 
tfaer nicht überlegen seyn dürfte ; die theolog^ §• 45 ; philos. 
Abhandinngen; geschichtliche Arbeiten; hell gedachte und gut 
geordnete Lehrbücher der Dialektik, Ethik, Rhetorik, Phy- 
nk; zalilreiche Ausgaben der Classikcr u. Anmerk. zu den« 
Beiben; Gramm, gr. Hagenau 1518« 4 oft; ed. J. CameraHui. 
Lpz. 1545. 8; Gr. tat. (ed. KU. OoldsteinJ Hag. 1525; ed. 
*J. Micyilu9. Nbg 1542; ed. J. Camer armi. Lpz. 1552. 8 oft; 
¥.plgrammatnm LI. VL Hag. 1528; Wittenb. 1575. 8; Sele- 
ctae declamationes. Strasb. 1566 f. Wittenberg 1571 fl. Zerbst 
1586. 7. 8; Orationes sei. ed. J. 2V. Friedemann. 1. Wit- 
tenb. 1822. 8; Epistolae s. Ebert Lex. 2 S. 89 No. 13650; 
Opera. Bas. 1541 ffl. 5 F.; Op. (theol.) ed. C. Peucer. Wit- 
tenb. 1562; 1580; Hamb. 1617. 4 F. Vgl. *J. CamerarU de 
vitaPb. M. narratio (Lpz. 1566.) rec, notas, dociimenta, bibU 
übi M. addidit 6. TA. Strobel Halle 1777. 8; •Strobeim»- 
iancbthoniana. Altdorf 1771. 8 n. yieles in Miscell. u. Beytr.^ 
— M* wird mit Recht der allgemeine Lehrer Teutschlands 
genannt; das bezeugen die Verdienste seiner Schüler, ton 
welchen hier nur einige der bedeutenderen aufgeführt werden 
können; Joh. BivtUM [geb. 1500; st. 1553] in Annaberg, Frey- 
berg und Meissen; TgL J. Ch. Gottleber de J. R. Annab. 1771. 
4 u, in N. Act. Erud. 1771 Oct. p. 483 sqq.; C. A. Mdiger 
in Seeböde Archiv Jahrg. 2 S. 272 ffl. ; Valent. Friedland 
Trotzendorf [geb. 1490; st. 1556] in Goldberg Tgl. G. Heer- 
mann Lebensgesch. V. F. Tr. Arnstadt 1727. 8; 6. Pinz- 
ger Tr. Hirschberg 1825. 8; Johann Glandorp [geb. 1501 i 
8t. 1564] in Münster, Marburg, Braunschweig, achtbsuT' als 
Dichter n. Historibier; vgl. Strieder G. Hess. 4 S. 411 ffl.; 
Am, Bureniui aus Ruren im Mtinst. [geb. 1485 ; st. 1566] in 
Rostock; vgl. Krey Andenk. St. 2 S. 22 ffl. 5 VeU Wiu$- 
heim eigentl. Ortelius aus Windsheim [geh« 1501; st« 1570], 
Professor der gr. Spr. zu Wittenberg , berühmt durch treff- 
liche latrinische Uebersetzungen des ^phokles, Theokrit, 



44 Phltologle ta TetttocUand a. der Schweiz. 

Thoky4idei, Demoitiienes; Oeorg Fahricü$$ ani Chemni^ 
Tgeb. 1610; st 1571] In Meiisen: 1 8. 239. 241. 297; Gedj 
biit» Arb, u. s. w#; vgl« Tita p./, U, Sehreber. Lpz. 1717. | 
Tham. Naogeorgu$ oder Kirehmayer aus Siraabingen [gel| 
lill; %t. 1578] : Ueber«« SophokL Tragödien; Auig«; me^ 
«terbafte satyn und dramat Gedichte; rgl« Bayle 8ehelhar\ 
Beytrftge z. Schwab» Kirch« n. Gel. Hiet. 4 8. 286 ; SiroU 
MiscelL St« 3 S. 107 ffl. ; 8axe Onom* 3 p. 196 sq. 621 sq 
Ba$iUu$ Faber aas Sorau [geb. 1520; it 1576] , Rect. 
Nordhaneen, Qaedlinburg n, a., tfichtiger Phllolog n. Hu 
ciker: Tbeiannis eruditionis scbolasticae« Lpz* 1571. F. oft 
«locoplet. (a J. A Leich) Lpz. 1749. 2 F.; der berObmtei 
Ton alien Joachim Camerariui aus Bamberg [geb. 1500 $ nt\ 
d^ 17 Apr. 1574], herrlich wirkend fiir das Schulwesen H 
Nürnberg [s. 1526] und als Ratbgeber ffir viele Gegended 
Teutschlands, seltene Gelehrsamkeit n. litt. Tbätigkeit mit 
liebevollem Eifer für Gemeinwohl und mit unbefleckter from- 
mer Sttlicbkeit vereinend: s. 1 8. 117. 11g. 137. 155. 229« 
252. 254. 322. 369. 380 u. s. w. ; Commentarii utriusque iin-j 
guae. Bas. 1551. F.; cvfifiinta nfoßXtjfuna, Heidelb. 1594; 
App. 1596. 8 u. in Gruter Lampas 4 p. 8 sqq.; viele Schul- 
bOcber, thediog. und bist. Sehr.; Gedichte; Epist. LL VI et 
post. LI. y. Frkf. 1583—95.12. 8 u. m.; vgl. /. F. Eckhard 
Memoria J. C. Gotha 1774. 8; ChattfeptS. — Der gleichzei- 
tige und fortwährende Wetteifer im Anbau humanistischer 
Studien ist in keinem Lande so gross, wie im Protestant« 
Teutschland: Marc. Hopper in Basel [st. 1565] vgl. Herioi 
Athenae Raur. p. 156. — Wilhelm Xylander (Holzmann) aus 
Augsburg [geb. 1532; st. 1576], Lehrer in Heidelberg, viel 
zu Tage fördernd, verbessernd, Qbersetzend: 1 8. 218. 282. 
322. 340. 351. 367. 373. 2 8. 44 u. s. w. — Hieronymui 
Wolf aus Oettingen [geb. 1516; st. 1580], in Augsburg, mit 
eigenthttmlichem Tiefblicke ausgestattet und reich an Genia- 
lität: 1 8» 146. 148» 350; vgl. s. «Autobiographie in Beitke 
Orat gr. 8 p. 772 sqq.; Fz Pa$iow in Raumer bist. Taschenb. 
1830 8. 341 fl. — Janus Ouilielmui aus Lfibeck [geb. 1550; 
St. 1584], geistreicher Kritiker u. Dichter: de magistratibu« 
reip. Rom. Rostock 1577. 8 u. in Sallengre Thes« T« 3; Ve- 
risimilium LL HL Antwerp. 1582. 8; Plautinarum quaeatio* 
Duni comment. Paris 1583. 8; bdde in Qruter Lamp. 3?«^ 



Philologie in Tentochlancl uu der Schweiz. 45 

p, 258 8^. — Joa. Scaputa^ SehnHehrar in Bern, brachte den 
Stephanschen thesanms bey dem er als litt. Gehnife beschftf- 
tigt gewesen war, in Auszog: Lex. gr. lat. Basel 1580. F. 
sehr oft; ''Lngd. Bat. 1 652. F.; Ed. nova. Glasgow 1816. 2.4; 
locapIetatoBi cnra J. Bailly, op. et st. J. R. Major. Lond. 1820. 
4; ex ed. Elzer. Oxf. 1820. F. — Wilhelm Hilden ans Ber- 
fin[geb. 1551 ; st. 1587], Rector des grauen KIosters-Gymnas. 
[1581]: Qoaest. gramm. Chrysolorae. Berl. 1584. 4; Conkin. 
10 Aristotelis P^tica et Oeoon. gr. tat. Berl. 1583. 4; Arist. 
Org;anon, gr. lat. B. 1585. 4 m. a. «-« Johann Siurm aus 
ScÜeideD b. Coln [geb. 1507; st. I589J, Instanrator des hn« 
nanut, Unterrldits in Strasburg [1537}: 1 S. 306 ; viele Sehnl* 
bücher; de litteramm Indis recte aperiendis. Str« 1538; '1543» 
4. m« a. ; vgl. Bayle. — Nicodemta FriieUin aus Erzingen 
[geb. 1547; st. d. 29 Nov. 1590], einsichtvoUer Grammatiker, 
beüriniiiger Dichter n. Redner: Ausg.; Uebers«; Abb.; vgL 
'a fh. Conz kl. pros. Sehr. Tübingen 1821 Th^ 1 S. 1 flL-- 
M. toiiel aus Parchim [gek 1528 ; st. 1591] , in Rostock, 
tbSdg für Verbreitung des gr. Sprachstudiums : Lehrb. — Fa» 
biUm Addalwi m% Witstoek [geb. 1567; st. 1595], genia- 
ler Ktiüker und isnnnreicber Ansleger rom. Clacfsiker : VelL 
Vateie. Padna 1590.8; Animadvrin Q. Curtium. l^rkf. 1594.8; 
Plantifiae divinationes et interpretationes. Frkf.1595; 1607.^; 
AoiD. za Taeitus, Plinius Paneg. u. s. w. ; Ged., Briefe ; Her« 
808g;. der Disputätio perjucanda, ^ua Anonymus probare nid- 
taf) malieres homiaes non esse. Lpz. 1595. 4 (Freylag AnaL 
p>5); Frkf. 1595. 8 oft; vgl. Bayle; J. Ch. Lemchuer de A. 
vita, inoribus et seriptis. Liegnitz u« Lpz. 1757. 8« — Michael 
Neander aus Soran [geb. 1525; st. 1595], Melancfathon's Schu- 
^ Begründer der Masterschule in llfeld [1550], ausgezeich- 
^ darch sprachliche Gelehrsamkeit, gute Methode und nner- 
aödeten Fleiss: Th. i S. 118. 124 u. s. w.i; Erotemata 1. gr. 
Um. Bas. 1561. 8 oft; Tabnlae gr. 1. Bas. 1553 oft; Ele- 
gantiae gr. 1. 1583. 8; mehre Lehrb.; vgl. G. KeyseUiz vita 
M. N. Sorau 1736. 4; J. C Volborth Lobschrift auf ]VL N. 
Götting. 1777. 4 n. in Litt. Chronik 1 S. 206 ffl. s. /. F. A. 
Kinderling in N. bibl. philol. T. 4 P. 2 p. 301 sqq. n. LitK 
Museum 1 S. 437 ffl. ; Chavfepie. --- Friedrich Sylburg ans 
Wetter b. Marburg [geb. 1536; st. d. 16 Febr. 1596], in s. 
püadlichen Stadien der gr« Spr« von H« Etienne unterstützt. 



46 Philologie in Teotsdiland u. der Schweiz. 



bald £1&82J gaim den Wissenflchafteii lebend in Frankfart i 

M., yerbupden mit Weebel, and in Ueidelbeigi für Coinmi 

lin arbeit99nd , hodhverdient um gr« u. rem. Litt. : 1 & 1 1 

19X 304. 257. 279. 322; n. s. w.;^Ra4iinenta gr. 1. ¥A 

16S2. 8 n. m. a.; vgl. Strieder Gel. Qes». 18 $. 481 ffl. - 

Jae. Sciegh II.: obiervationes et emeiidatio^e«. 'Frkf. 1590. 

Ui in Gruter Lamp. 4 p. 888 sq. vgl. Bunim^i N. BIM. 2 i 

40 fi. Lorenz itio^emiifii uns Nieder^aojifiwerfen b« Nordbai 

«en [geb. 1546; et; 1«06]; 1 S. 119. 193 .o; i|. w.; trefflicli 

griecb. Ged.; vgl. /. C Voiborth LohE^hr. Göttiag. 1776.4 

Bayle; Frejftag Adp. 2 p. 995 sq. -^ Mart^ Cru9i$ß9 aas Gtl 

bern im Bamb. [geb. 1526; st. 1607J, I^eblW in Tübing« 

rübpilich thätig za Gunsten der Nen^Griecbeii: Po^m. gr.I 

U. Oratt. Basel (1567) 4; Tarco-Graeciae h. VIIL Bas..l584 

F.; Germano-Gr. L. VI. Bas. (1585) F* m. a.; vgl. Bock Ge 

^h. d. Univ. Tab. S. 03 ffl. — Maihia» Dre$uer a. EHiw 

{geb- 1536; s^ 1607], Lehrer in Jena^ Meissen u. Leipiig: 

Gymnasmatum litteratorae gr. LI. III. I^a« 1574» 8 j^\ 

Frejftag Adp. 3 p. 487. 523. — JqL CaieiiuB oder v. Chei* 

sei ans Gottingen [geb. 1533 : st. d. 19 Apr. 1613], Melancln 

tboo's n. Cameraxius. Schüler y und wie diese eifrig wirisad 

f&x Yeibrettung der hamanisf. Studien und Yervollkommnuni 

des.Sjp^ulweseQS, Lehrer. in Rostock [1561] und Uebiutadi 

[1589]: Ausg., Uebers., AbbaadL, Briefe; :ifgl. Jao* Burck- 

har4 de J. C. meritis. Wolfenbüttel 1707.4; Bruns Verdieih 

Cfte d.*Prof. zu Helmstedt S. 43 ffl. 91 £L; Krey Andenkea 

St. 2 S. 29 fl. — Gregor Benman aus Annaberg [geb. 1538. 

St. 1611], Scjbu G. Fabridus u. J. Camerarins,. Reetor in Zerbst 

[1581]: viele Ausg. röm. Class. mit kurzen Randanmerk. 2. 

B. Ovid 1582 oft, Luoan, Cicero u. s. w.; Lehrb«, Ged.;, vgl« 

Erici u. Gruber Encykl. 9 S. 230 fl. •- AemiUu» Poriu» [geb. 

4550; St. 1610], S. des Franc. P. a. Kreta [geb. 1511; st. 

1581], Lehrers der gr. 8pr« in Ferrara u. Genf, welcher sichj 

Qiit Erklärung des Sophokles, Pindaros u. s. w. beschäftigte,! 

Prof. in Heidelberg: 1. S. 128. 136. 138. 363, 2 S. 23 a. b. 

V.; Diction. lonioum. Frkf. 1603. 8; O. Doricnm. F. 1603. 

8; Lex. Pindaricum. Hamm 1606. 8. — Dav. Hoeschel wa 

Augsburg [geb. 1556; st. 1617], um Bekanntmachung gf* 

Werke vielfach verdient: 1 S. 141. 195. 322.^341. 325. 355; 

2 S. 23. 38; Dict. lat. gr. Augsb. 1600. 2. 4; m. a.; vgl. 



Philologie in T^lschlaiid o. der Schwete. 47 

JSay/e« — Conrad Biiier$bin$ ans Braunscbweig [geb. 1560; 

st 1613], Prof, ifi Altorf, bimaaa. JarUt: 1 S. 286. 360; 2 S. 

251 a.8; w«; sacraram lecti. LI. YIU ed. Nie. B. \&t. 1665] 

Jihg, 1643. 8; m. a.; Coar.» Georgii et Nie. R. Epist ed. 

G. Th. Sirobel. Nbg 1769. 8; vgl. Vita. Nbg 1623. 8. — 

Fried. Tauimann aus Wonses im Bairenth. £geb. 1565; st. 

1613], Prof. in Wittenberg, berübmt dureh s. laanige Witx-^ 

iütfemngen, als Ausleger nicht ohne Verdienst: i S. 230. 

239; m. a.; vgl. F. A. Ebert F. T. Leben und Verdienst«. 

Eisenberg 1813. 8. — Joh. v. ß^oweren oder Woweras ans 

Hamburg [geb. 1574,* st. 1612]: t & 370; de polymatbia. 

Hamb. 1604. 4; £pist. Cent. IL Hamb. 1618. 8; vgl. Bayh. 

Eiliard Lubinrns aus Westerstede im Oldenb. [geb. 1565; 

lt. 1621], Prof. in Rostock: 1 & 151; Parapihr. des Jnvenal; 

Antiqnaiius s. priscor. ve.rb. interpretatt. Amsterd. 1594« 8 * 

Uta.; vgl. Bayle. — Für akerth. Sachkenntnisse war man- 

clies, zum Theile Treffliches geleistet worden; Wolfg. l^az 

[st. 1565] benutste griech. Münsen zur Gescbichtfb|rschnng; 

£si. Qolz [st. 1583] u. weit sorgfältiger Adolph Occo [geb. 

1524; St. 1606] bearbuteten die rdm. Numismatik; JoA. Wäk 

Stuck [geb. 1542 ; st. 1607] sanamelte fleiasig archäologische 

Notixes: Antiqoitates convivales 1582. F.; SacnNrnm gentilium 

deacriptiD 1598. F.; Jos. Ros^feld oder BoHbum [geb. 1551; 

8t. 16126] zieinlich flach stellte die rom. Altertb. systematisch 

dar: Rom. antiq. LI. X. Basel 1583. 4 oft; *€ura J. F. Beit^ 

zu Amsterd. 1743. 4; der musterhafte /• Kircimann [st. 

1643] u. m. 

Im X.VII Jahrb. erkaltete der Eifer der Humanisten und 
die Stimmung der einflussreicheren Gesdiäftsmänoer, beson« 
üen der Theologen, war der Selbstständigkeit und freysinni* 
ge& Gründlichkeit des philolog. Studiums ungünstige indem 
flaaelbe zünftiger Absichtlichkeit untergeordnet und der Jo- 
geadanterricht auf unmittelbare mechanische Nützlichkeit be- 
rechnet wurde. Daher sind der pädagogisch planmäasig ar- 
beitenden Philologen und solcher, welche bleibenden litt. 
Rahm erwarben, ungleich weniger ; wackere Schulmänner ha- 
ben mit Gegnern der class. Litteratur zu kämpfen; der b.e- 
deatongroUeste Gesichtspunct, aus welchem ihr Verhältniss 
zur Geistesbildung bisher aufgefasst worden war, wird von 
Vielen verkannt. Janus Grutßrus eig. Grujfiere aus Ant- 



I 

48 Philologie in Teatschland u. der Schweiz. 

werpen [geb. Iß60; st. 1627], Prof. in Wittenberg n. Heidel 
berg, belesen, kritisch scharfsefaend : 1 S. 254. 260. 263. 332 
333. u. s. w«; Snspiaonam LI. IX. Wittenb« 1501. 8; L. S 
in N« Miscell. laps. 3 p. 480 sqq. ; Lampas s. fax artiam B* 
ber. Frkf. 1602 ffl. 6. 8; vol. 7 ed. /. Ph. Pareui. 1634; 
Florenz, Lncea n. Neap. 1737 ffl. 4 F. onb. vgl. Litt. -Wo< 
chenblatt 1 S. 333; Inseriptiones ant. orbis Rom. Heidelb 
1602. F.; cora J. <?. Oraevü\ Amst. 1707. 4 F.; Fbrileginnl 
ethioo-polit. Frkf; 1610 ffl. 3. 8; Dicht. Samml. n. m.; vgl 
Tita p. F. H. Flaydemm. Tübing. 1628. 12; Paquot 16 p. 
1 sq. ; Bayle^ -^ S. Seh. Janus Gebhard a. Schwarzhofen bey 
Neuburg [geb. 1592; st. 1632], nach vielen Wanderungen 
(1628) Prof. in Groningen, scharfsinnig n. belesen: 1 S.261; 
Crepnndiomm £1. III. Hanau 1615. 4; Ant. leclt. LI. IL H«« 
bom 1618. 12; vgl. Paquöt 17 p. 141 sq. -^ Daniel VeeA^ 
ner aus Goldberg [geb. 1572; st. 1632] hat sprachlichen For* 
schnnggeist und gesunden Blick: Hellenolexia s« pardlelismiu 
gr. lat. Frkf. 161t). 8; «c. obserratt. J. itf. Heunnger» Godia 
1738. 8. — Wolf gang Seher ans Suhl {geb. 1573; st. 1634], 
Bector in Schleusingen: 1 S. 117. 280; Index rocab. in Ho- 
meri poem* Heidelb. 1604. 4; Or. de indefesso Satanae adv.' 
pias scholas odio. Lpz. 1605. 4. «-^ ßrasrnui Sehmid ans De-' 
litzsch [geb. 1560; st. 1637], Prof. in Wittenberg: 1 S. 122 
u. m.; de dialectis gr. princ. Wittenb. 1614. 8. — Heinridk 
lAndenbrug aus Hamburg [geb. 1570; st. 1642]: 1 S. 283; 
s. Br. Friedr. [geb. 1575; st. 1648]: 1 S. 231. 301. 336; 
Variar« quaest. Centuria in Fabricii bibl. gr. vol. 13 p. 586 
sqq. alt. A«; m. a.; vgl. Leben der her. Lindenbrogiomm* | 
Hamb. 1723. 8. — ChrUtian Becmann ans Borne [st. 164S], 
Past. in Zerbst. Manudnctio ad lat. 1. nee non de originibnsj 
1. 1. Hanau 1608. 8 n. s. w. — Joh. Phil. Pareui [geb. 1576; 
St. 1648]: 1 S. 230. 317 n. s. w.; de particulis 1. lat. Frk& 
1647. 12 u. y. a. ; s. S. Dan. [st. 1635] ; ygl. Bayle. -— Cat- 1 
par Sehoppe oder &cioppiu$ aus Nenmark in d. Pfalz [geb. ' 
1576; St. 1649], ein geistvoller, gelehrter ^ übermutbiger i 
Abentheurer, dessen Schriften eben so reich an neuen ood' 
gehaltvollen Ansichten, als an Ungezogenheiten und trotzigen I 
Uebertreibungen sind: Grammatista vapulans. Mainz 1606. 8; 
Observatt. 1. 1. Frkf. 1609. 8 ; Grammatica philos. s. Institatt. | 
granun. lat. Mailand 1628; Amsterd. 1664. 8; ! Verisimilium 



i Philologie In Teutschland u. der Schweiz. 49 

LI. IV. Nurnb. 1596; Ainster(I.'1662. 8; ^Sospectaraiii lectt. 
LI. V. Nbg 1597; Amst. 1664. 8; Comin. de arte critica. 
Nbg« 1597. 8; Is. . Casauboni Corona regia. Lond. 1615. 12 s. 
Freytag AnaL p. 216; viele Anmerk., Abb., Briefe, Streit- 
lebriften n. s. w.; vgl. Bayle^ — Caspar v. Barth aus Cü- 
itrin [geb. 1587; st. 1658], überströmend von gelehrter Bele« 
seolfit, rasch and sehr anglefch arbeitend, eitel and nnmaas* 
jHod : 1 S. 304« 352 u. m. a. ; Adversarion^m LI. LX. Frkf. 
1(24(1648) F.; B. 165 — 180 in Spokris Besitz; Gedichte, 
iJebers., Flagschr.; vgl. Bayle; Ersch n. Orfiber EncykL 7 
&441 ffl. — Thomas ReiHenus aas Gotha [geb. 1587; st. 
ifi67], prakt. Arzt in mehren Städten, am längsten in Alten- 
borg und Leipzig, hochgebildet, feinsinnig, umfassend bele- 
leD, der gründlichste Hnmanist s.Zeit: Yariar. lectt. LI. IIL 
Akenb. 1640. 4; Defensio var. 1. Rostock 1653. 4; Syntagma 
loseriptionum ant. in vasto Gruteri opere omissarnm. Lpz. 
1682. 2 F. ( Eponymologicum Mspt in Franeker vgl. Wo/f 
Anal. IIL S. 256 ffl.) : Epistolae. Lpz. 1660—1670. Cöln a. d. 
Spree 1667. Jena 1670. 4; antiqaar. AbhandL ; viel Hand« 
schriftliches in der Zeizer Stiftsbibl. — Joh, Freinshem aus 
Olm [geb. 1608; st. 1660]: 1 S. 263. 328; Reden. — August 
Bucher aus Dresden [geb. 1591; st. 1661], Prof. in Witten- 
berg: Dissertatt ac. Wittenb. 1660; ed. J. F. Stübel. Frkf« 
D'Lpx. 1705; 1727. 8; Epistolae. Dresd. 1678. 8; ed. J. J^'. 
Siael.¥. a. L. 1707; 1720; Arnnerk.; vgl. 3 S. 365. 439. 
^Lucai Halsten aas Hambarg [geb. 1596; st. 1661], Bi- 
Uiothekar im Vatican, einer der gründlichsten and umsichtig- 
tten Philologen: 1 & 322. 364 u. s. w.; archäoL u. kirchen- 
Ust. Abb.; Epistolae XXII ad P. Lambeccium. Jena 1708. 8; 
E?p. ad diversos coli. J. F. Beissonade. Paris 1817. 8; vgl. 
^^epii. -r- Jac. Weiler a. Neukirchen im Yoigtlande [geb. 
1^2; St. 1664]: Gramm, gr. nova. Lpz. 1634. 8 sehr oft; 
Ar. /. F. Fischer. Lpz. 1756; 1783. 8 and /. F. Fischeri 
uiimadv. ad W. gr. gr. Lpz. 1750 ffl. ; aact. 1798 ift. 3. 8 ; 
beol. Sehr. — Andr. Reyher Rector in Gotha [geb. 1601 ; st. 
1673] besorgte mehre Schulausg. und Unterrichtsb. — Joh. 
fönt aus Wesselburg im Ditmars. [geb. 1623; st. 1676], 
Hect. in Berlin, kenntoissreich n^ vielthätig: 1 S. 328; mehre 
llasg.; Yet. poetar. gr. poem. sei. Berlin 1674. 8 a. s. w. ; 
Vet. poet IjU. p. sei. Lpz. 167&. 8; De latinitate fal«o et me- 

Wachler HB. d. Litt. Geicli. IV. 4 



50 Phflologie In Teutschland u. der Schweiz. 

rito ioipecta. Roftodc 1652; Fraoeeker 1698* 8 u« s. w.; c 

latiiiiUte «electa. BerLl718; ed. /• M. Q^iner 1738. 8; Coou 

de hebraUmU N. T. (Leid. 1658 u. e. w.); de adagUs N. 1 

(1670> u. 8. w. cur. /. F. Füchen Lpz. 1778. 8; Abhaaöl. i 

m. a. ; vgl. Ckat^fepÜ» — Joh. Schiffer aae Stragbarg [gel 

1621; au 1679], Prof. ia Upsala: 1 S. 294; 2 8. 46; fleusi 

gesammelte antlquar« Abb« in Qronov Thes. T. 11 und i 

Gräv Thee. T. 8. 12. — ChrUtian Daum Rector in s. Vj 

terst. Zwickau [geb. 1612; st. 1687] vieler Sprachen kimdii 

wackerer Forsdier und fruchtbarer Arbeiter: 1 & 301» 302 

gab mehre lat. Gedichte des M« A. heraus ; De canssis amii 

sanw qnaiund. lat. L radicnm. Zwickau 1642. 8 u. in Gra» 

qrntagma diss* 1716 p. 447 sqq. ; Epietolae philo!« crit. Cbeai 

mts 1709. 8 ; m« a. — Marquard Gude aus Rendsburg [gd 

1635; St. 1689]» auifgezeichoet durch umfassendes und tieb 

Wissen» wie durch richtigen Blick; Anmerk. zu Pbädnii 

VaL Maiu u. s.w*; InscripUones antiquae. Leuwardea 1731 

F.; Epistplae ed« P* Burmann. Utr. 1697; Leid« 1711. 4; m 

eher handschr. Nächlass in der Wolfenb. Bibl.; veL Ch^^ 

pH. — CArüiopA Cellariw mä Schm^dkalden [geb. 1638; i^ 

1707]» hochverdienter Schulmann in Weiisenfels, WeM 

Zeiz u. Merseburg» Prof. in Halle [1693]» ausgebreitete, aucj 

morgeoländ. Spn umfassende Gelehrsamkeit mit guter L^' 

methode verbindwd war einer der ersten, welche zur zwecki 

massigen Behandlung der hnmanist« Studien in Teutsfibboi 

den Ton angaben» und leistete für Alterthumskunde, beson 

ders Geographie» und Geschichte bedeutendes : viele Au^^i 

ben» morgenU Sprachlehren, bist. Sehr, u« m. a. : Liber niea^ 

latinit. probalae. Merseburg 1689. 8 oft; Grammat. lat. Mer< 

1689. 8 oft; em. /, üf. Q einer. G&tting. 1740; Frkt 1783* B| 

Antibarbarns lat Zeiz 1668. 12 sehr oft; verm. Jena IfiSj 

u. s. w.; Celle 1765. 8; Orthographia lat. Halle 1700. 8;<i 

not« var, Altenb, 1768« 2« 8; Antiquitatea Rom. Halle 1710* I 

oft; Notitia orbis imt« Lpz. 1701; ed. /« C. Schwarz. L 

1731; *1773 c Appwd« 3« 4; Dissertatt. acad. Lps* '^^ 

8. ~ Die Kennlniss der gesellschaftlichen Verhältnisse 

griech. Welt wurde durch JoL Phil. P/eiffer*9 [geb. 1 

St. 1695] Antiquit. gr. LI. IV. Königsb. 1689 v Lpz. I^OJ* 

erleichtert; znr Beförderung des alter thüml. Kanststadiu 

trugen un?eckennbar bejr JpadL v. Sandrart [geh. 1606; 



Philologie in Teutschland u. der Scliwds, 51 

1683]: Tentscbe Akademie. Nurnb. 1675. a F.; Sculpturae i^ 
statoaiiae vet« adiniranda. N. 1680. F. ; des alh ti« neuen Roma 
Scfaanplatc. N. 1685 f. 2 F.; and Lorenz Beger [geb. 1653; 
St. 1705]: Theaauraa Brandenbarg« Cöln a. d. Spree 1696 ffl. 
I F. n. a. 

Diese ThfttigkeiC für antiqaar. Rediisinaa nahm im XVIII 
lahA. za and bereitete ein neues Zeitalter der philologiaehen 
Stadien ror, welches alle vorhergehende an innerem Gehalte, 
buerem Glänze und wirksamem Einflasse auf das gesammte 
Rrissensehaftliche Geistesleben übertraf. Die alte Nuniisnifttik 
inrde durch /• C. Sehoitj ChrüL Siegm. Liehe, Eraim. Fro^ 
H Cwl M. Sch/äger, Joh* Jac* G einer u. A. trefflich an- 
jirbaat; das Beflürfniss sprachlicher Gelehrsamkeit u. geschieht» 
kb«r Fonehung wurde von mehren Theologen anerkannt a. 
hl Ton Leämitz ausgegangene Geist befrachtete das litter, 
Lcbes mit 'erkrftftigter Regsamkeit« Der grundgelehrte Jo^ 
^nnAlieri Fniricwi aus Leipzig [geb. 1668; st. d. 30 Apr. 
1T36], Prof. in Hamburg [1699], stellte mit heldenranthigem 
nul sinnvollen Fleiase unermesslich reiche Voriftthe gediege- 
oer Litteratamotiaen zu allgemeiner Benutzung aus und fo«- 
'erte dajnich kommende Geschlechter za angestrengter Thä- 
tig^eit auf: 1 S. 106. 224. 257. 253. 364. 2 S. 134 u. s. w.; 
nibKograpUa antiquaria. Hamb. 1713; 1716; anct. ed. P. 
^ciqfiiauien 1760. 4; Bibliotheca ecclesiaslica. H. 1718. F.; 
^ele theolog., kirehenhist. , litt. Sehr.; Opusculor. bist, crit« 
^«•«yUoge. H. 1738. 4; vgl. •Ä S. Retmari [geb. 1694; 
>(* 1768; vgl. 1 S. 324] de vita et scriptis J. A. F. Com- 
üf^Dt. H. 1737. 8; ScirÖckh Lebensbeschr. 2 S. 344. — Die 
nethodische Nenbelebung des philolog. Jugendunterrichtes ver- 
übele sich von Halle aus über einen grossen Theil Teutsch- 
'^i'i; die von Joh. Juncker [geb. 1679; st. 1759] verfasste 
Ilnech. Grammatik (Halle 1705; 32te Aafl. 1817. 8) kam in 
%eiaeiiien Uralauf und konnte auch durch die ungleich voll* 
^<ligere MSrkische des wackeren i^rifcA (Berlin 1730 oft; 
«*• von A. F. Bernkurdi. B. 1797. 8; umgearb. v. F. Mt- 
*«««. Lpz. 1802. 2. 8) nicht verdrängt werden. Aehnlicher 
'^gnnstignag erfreute sich Joach. Lange'i [geb. 1670; st. 
^^1) des vielschreibenden theolog. Eifereis (vgl. Eigene Lc- 
«isbeschr. HaHel744.8), dürftige Hatlische latein. Gr. (1707. 
^br oft), obgleich die weit vorzüglichere Mftrkische (Ber- 



52 Philologie In Teutscliland u. der Scinweiz. 

lin 1718. 8 oft; verb. von A. F. Bernhardt. B« 1795 fl. 2.8) 
ihr bald zur Seite trat. — Joa. Leonh. Frifch aas Snlzbach 
[geb. 1666; st. d. 21 März 1743], durch Reisen, Abentheaer 
und Prfifangen mit fruchtbaren Erfahrungen ausgestattet und 
reif gebildet 9 war nicht nur vielseitiger gründlicher Sprach« 
forscher, sondern auch Naturbeobacbter von seltener Gedie- 
genheit und wirkte als Lehrer am gr. Kl. in Berlin [s. 1698] 
für gelehrten Jugendunterricht und (durch Erfindung des Ber- 
liner Blau und durch Förderung des Seidenbaues) für bürger- 
lichen Gewerbfleiss : Mark. gr. Gr. 1730; Lat. tentseh. Leu« 
1741; Franz. teutsch. Lex. 1739 u. s, w.; Gelegenheitscbr. 
über Slawische Spr. 1727. 1729. 1734. 1736; seine Arbeiten 
über Insekten und Würmer 1720 fl. u* über teotsche Vögel 
1740 f. stehen in wohlverdienter Achtung ; vgl. Leben v. l 
J. Wippel. Berlin 1744. 8; A. Ferd. Ribbeck Or. ad J. L. F. 
memoriam celebr. hab. hinter G. Kopke Einlad. Sehr. Zai 
Feier des Augsb. Glaubensbek. Berl. 1830. 4 S. 17 f. — Benj. 
Hederich aus Geithain [geb. 1675; st. 1744] war nnermüdel 
in Ausarbeitung mannigfaltiger Hülfsbücher für Scbulaoter^ 
rieht 11. Selhstbdehrung, welche zu ihrer Zeit treffliche Dienstt 
leisteten: Progymnasrnata l.gr. Wittenb. 1732. 8; Lex. man 
gr. Lpz. 1722. 8 oft; ed. J. A. Erneitü Lpz. 1754; 1767 
1788. %\ ed. C. Wendler 1796. 2. 8; ed. ilf. Taylor. Lond 
1803. 4 ; *ed. 6* Pinzger. Lpz. 1825. 8; Lex. man. lat germ 
Lpz. 1739; 1766. 2. 8; Promptuarium latinit. probatae odei 
;eut8ch-lat. Lex. Lpz, 1716; 1753$ 1777. 8; Anleit. zu d. bist 
Wissensch. WiUenb.1711; umg. y. D.C.Sc/midi. Berl. 1782 
8; Notitia auctor. ant. et media. Wittenbr 1714; 1767. 8 
Gründl. Lex. mytbolog. Lpz. 1724; verm. 1770. 8; Bealei 
Schnl-Lex. Lpz. 1717; 1731; 1748. 8; Gründl. Antiquitätei 
Lex. Lpz. 1743. S u. v. a. — Die auch durch lebhaftere 
Verkehr mit den Niederlanden geforderte humanistische Be 
triebsamkeit auf Universitäten, z. B. Altorf, Wittenberg u. a 
besonders Leipzig, und auf Gymnasien, namentlich den Sack 
sischen, geht aus Uebersicht der Leistungen einiger berübin 
teren Männer hervor, deren Werth zum Theil als fortdaueroi 
gelten kann: Gottfried Olearim in Leipzig [geb. 1672; sl 
1715]: 1 S. 311; Abb. üb. Gesch. d. alt. Philos. u. m. - 
D. W. Moller in Altorf [geb. 1674; st. 1712] litt Abb. - 
Joh. Chriitoph iro(^ aus Wernigerode [geb. 1683; st. 1739] 



Philologie in Teutschland u. der Schweiz. 53 

Fast io Hamburg: i S. 124. 312. 395 n. s. w.; hebr. Litt. 
iS»90; Phaedrus. Flensb. 1709. 8 ; Anecdotagr. Hamb.1722 
f. 3. 8 ; viele theolog., bist. Sehr. — Der unglficklicbe Aben- 
thenrer Stephan Bergler a. Cronstadt in Siebenb. [geb. 1680; 
lt. 1746], am th&tigsten ia Leipzig nnd Hamburg: 1 S. 132. 
292 ü. s w. — Joh. Wilh. Berger [geb. 1673? st. 1761], 
Prof. in Wittenberg , hellte viele Gegenstände des class. Al- 
terthnms mit Geist und besonnener Umsiebt auf: Oissertatt. 
acad. Wittenb. 1717. 4; Stromaleus ac das. 1745. 4; Oratt. 
das. 1749. 4 ; Eloquentia publica. Lpa. 1750. 4 u. ihu a. — 
Gleichen Rohni erwarb Chrüiiari Gotilieb Schwarz aus Leis- 
mg [geb. 1675; st. 1751], Prof. in Altorf: 1 S. 115, 247. 
251, 300. 316. 317 u. s. w.; Carmlna. Frkf. 1728. 8; die kl. 
ISchr. siHd von Th. Ch. Hartes gesammelt worden: Diper- 
tatt sei. Erlang. 1778, 8; Exercitatt, acad. Nbg 1783. 8; 
Opuscula quaed. acad. Nbg 1793. 4. — Der vielthätige Chrü 
ffoph Aug. Heumann zu Göttingen [geb. 1681 ; st. 1764] in 
zahlreichen Abb. — J. Goiih Heinecciu» unten §, 44. — JoL 
Mich. Heusinger aus Sundhausen b. Gotha [geb. 1690; st. 
1751], Rcctor in Eisenach: 1 S. 143. 261. 313 u. ra. a.; 
Emendatt. LI. H ed. F. H. Gotha 1751. 8; Opuscula mipora 
ei\, ¥.A. Tapfer. 1. Nördlingen 1773. 8. — Joh. Nie. Funck 
ans Marburg [geb. 1693; st. 1777], Prof. in Rinteln, sehr 
fleissiger Sammler: 1 S. 226. 295 u. s. w.; de lectione auct. 
class. Lemgo 1730; 1745 fl. 2. 4; Dissertatt. acad. Lemgo 
1746. 8; V. a. ; vgl. Strieder Gel. Hess. 4, 256 ffl. — Gott- 
M CoPie aus Beskau in der NLausitz [geb. 1G98 ; st. 1731], 
Prof. in Leipzig, genialer Kritiker u. Ausleger, bey grosser 
Kühnheit, mit seltener Einsicht u. Gelehrsamkeit, richtigem 
Bück und Tact ausgestattet: 1 S. 260. 297. 298. 317. — Joh. 
Vtkd. Nolte [geb. 1694-, st. 1754], Rect. in Schöningen: 
Löx.lat. 1. anliharbarum. Heliyist. 1730. 8; Lpz. 1744 ffl. 2. 
8; Bcrl. 1780. 2. 8 m. a. — Christian Tobias Damm a. Geit- 
halo [geb. 1699; st. 1778]^ Rect in Berlin: *Nov, Lex. gr. 
etyraoL et reale (zu Homer und Pindar) Lpz, 1765. 4; Ue- 
bers.-, N. Test, teutach. Berl. 1764 fl. 3. 4; Einleit. in d. Göt- 
terlehre. Berl. 1763. 8 oft. — Johann Fried. Christ aus Co- 
harg [geb. 1700; st. 1756], Prof. in Leipzig:^ wendete das 
ihm eigentfaumiicbe sichere Kunstgefahl auf Auslegung der 
Clasfflker an: 1 S. 295; Noctes at»d. Halle 1727. 3. 8; de 



V 



54 Philologie in Teutschland u. der Schweiz, 

mnirhinU voteram. 1743, 4; Dactylio^dieeae Cbil. h II. Lpz, 
175S. 2« 4 T. a.; vgl. Erneiti opaac, erat. p. 229 aqq. Ed. IL 
— Ä a Conradi §. 44. — 

Es bildeten aicfa nun philologische Schalen von yielam« 
/aaaender Wirksamkeit und die Uebersicht der überaas reU 
dien homanist« Litteratar seit der zweyten HAlfte des XVlil 
Jabrb. wird dareh Anffiihrang der Häupter oder Wortführer 
dersdben erleichtert and gewissermaassen geordnet: Johann 
Matthias Oesner ans Roth b. Närnberg [geb. 1691 ; st. 1761], 
Bacbdem er mehre Sehalämter bekleidet hatte, Lehrer der 
idten Litt. [1734] in Gottingcn, eröffiiete daselbst [1738] eiiif 
philolog. Seminariom. Er ordnete im hnmantst. Stadium den 
Bachstaben dem Geiste anter und sachte die LebensanslchteB 
vn^pj^anstformen der alten Welt hervortreten %u lassen, ohne 
Jedoch 8. krit exeget. Verfahren Einheit und Vestigkeit su 
geben: t 8. 108. 267. 315. 317 u. s. w.; ChrestomathieD, 
darantw die aas Hinins Nat. Gesch. 1723 \ Enchiridion s. pru- 
dentia prirata ao civilis. 65tt. 1745« 8; primae lineae artis 
erat, nee. Rat. Lupus, Aqail. R., Jal. Ruffiniaons. Jena 1753. 
8; Liber memorialis. Lps. 1749; 1772.8; *Novas linguae et 
eraditionis Rom. Thesanrns. Lpz. 1749. 4 F.; Instittttiones 
rei acholasticae. Jena 1715« 8; Opuscula minora. Breslau 1745. 
8. 8; Bographia acad. Gott. 1768. 3. 8 a. v. a.; vgL /. A. 
Brne»ti Opas. erat. p. 465 sqq. Ed. II. -^ Joh. August Er- 
nesti aus Tennstadt [geb. 1707; st. d. 11 Sept. 1781], Leh- 
rer an der Thomasschnle [1731], Prof. [1742] und Prof. i 
Theol. [1759] an der Univ. in Leipzig, erstrebte helks Den- 
ken und den richtigen Aasdruck dafür oder Vernunftmässig- 
keit der geschichtlich-grammafischen Auslegang, arbeitete für 
Oesammtveredelung des ^vissensch. Lebens, Meister im M- 
terth. schönen Styl, vielwirkend für Humanisirung des theo- 
log. Stadiums S. §. 45: 1 S. 111. 132. 254. 330. 331 n. s. w.; 
Institutio Interpretis N. T. Lpz. 1761^ 8 oft; Opusc oratoria. 
Leid. 1762; 1767. 8; nov. Tolum. opusc. orat. Lpz^ 1791. 8f 
Opusc. philol. crit. Leid. 1765 ; 1776. 8 ; Opusc theol. Leid. 
1772; Lpz. 1792. 8; Archaeologia litteraria. Lpz; 1768; aoct 
<790. 8 a. m. a. ; vgl. Formulae ao disciplinae Ernestianae 
indolem et conditionem veram adambrare conatos est C. i>* 
Bauer. Lpz. 1782. 8 ; W. A. Teller Verdienste E's um Theol. 
n. Bd. Berl. 1783. 8; /% 8. Semler Susfttze. Halle 1783. 8.-- 



Philologiie in Teutschland n, det Schweiz* 55 

Gttiitian O^itloi Heyne ans Chemrdtt [geb. 1729; nU d. 14 
Jttl. 1812], Prof. io Göttingen [1763] und Vorsteher des phi- 
lo!. Seminars, begrniidete liebevolle Achtang für elass. Alter- 
ihoni in alleh Kreisen dei^ Gelehrtenstandes n. machte Philo- 
logie als Grundlage dier geistigen Bildung geltend, nmfasste 
den IdeaUsmus und Realismus des hnraanist. Studiums ziemr 
M gleichmässig, bisweilen mit Hintansetsung sprachlicher 
Grüiidlichkeit» und yermtschaalichte die folgenreiche Wech- 
Belwirknng zwischen ihm und der Wirklichkeit der Gegen- 
wart, sachte die Einheit der Kritik und Auslegung zu bere«- 
itigen, erwarb sich um geschichtliche Forschung, Kunstan- 
schten (wie sie gleichzeitig von Winehelmann un<) Lesring 
aasgesprochen wurden) und Sicherstellung des selbstständigen 
Crtheils grosses Verdienst, und hat, wie Wenige, entscheid 
denden Einfluss gehabt auf die geistige Richtung des Zeital- 
ten; er gewann für humanist. Studien die Theilnahme des 
grossen Publicnms, durch dessen Daseyn die weitereA herrli- 
chen Fortschritte derselben in Teutschland bedingt und mit 
ungewöhnlicher Raschheit zu immer höherem Ziele gefördert 
worden sind: 1 S. 112. 122. 177. 240. 241. 350 u. m. a.; 
Einleit. in das Stud. d. Antike 1772; Lobschrift auf J. Win- 
ckelittaan 1778; Samml» antiquar. Aufs. Lpz. 1778. 2. 8; An- 
tiqnitas Rom. 1779; *Opuscula acad. Gott. 1785 ffl. 6. 8; Ab- 
liaodl. in d. Comm. Soc. Gott.; geschichtl. Arb. u. v. a.; vgl. 
A ü. L. Heeren H. biogr. dargestellt. G5tttng. 1813. 8. -^ 
Frieir. Wo/fgang Reit aus Windsheim [geb. 1733 ; st. d. 2 
Febr. 1790}, Prof. in Leipzig [1772], tiefer Forscher der Gr. 
Grammatik u. Metrik, innigst vertraut mit dem Geiste der 
dass. Litteratur und des acht alterth. Ausdruckes mächtig, 
einer der glocklichsten griech. u. lat. Dichter: 1 S. 136. 230. 
296 u. 8. w. ; de tempori^s et modis verbi gt. 6t lal. Lpz. 
1766—82. 2 Diss. 4; de prosodiae gr. accentus inelinatione 
(1773 i&#), carm. saeculum ab inventis darum (1785) cur. /l 
A. Wolf. Lpz. 1791. 8 u. a.; Yorles. üb. d. röm« Alterth. 
Lpz. 1796. 8; ygt Nekrolog 1790 B. 1 S. 127 ffl. — Fried. 
August Wolf aus Nordhausen [geb. 1759; st. in Marseille d. 
8 Aug. 1824, Prof. in Halle [1783 «-1 806], geistreicher Pfle- 
ger der höheren Kritik, in der sich gründliche Spraclyi^isseh* 
Schaft und dne Fülle von Sachkenntnissen wechselseitig un- 
^»stitsea, stdlte die umfassendste und mensdiBch edelste 



56 Plülologle iu Teutschland u, 4er Schweiz, 

Ansicht von dem Alterthumsstadiam auf und gewann darcl^ 
Vorträge, Umgang, Uebungen und Schriften auf die Unutal-j 
tung der gelehrten Schulen Teutschlands entscheidenden wohl^ 
thätigen £influss; er erklärte und übersetzte die Alten mei«j 
sterhaft und gilt als klassischer Stylist in lateinischer u. teut- 
scher Sprache; ihm sind viele gelungene Leistungen, noch 
mehr Anregungen zu verdanken: 1 S. 111. 114. iiSm 132. 
149. 162. 221. 248. 324. 331; "»Miscellanea. Halle 1802. 8; 
Museum d. Alterthumswiss. Berl. 1807 ffl. 2. 8; Mus. anti- 
quitatis studier. B. 1808 fiL 2. 8; Litt. Analekten. B. 1816 
&L. 4. 8 ; Vorlesungen über die Encyklopädie der Alterthums« 
wissensehaft (1795 i), heransg. v. J. J). Gürtler. Lpz. 1831 
u. 8. w.. Vgl. R. Hanhart Erinnerungen an F. A. W. Basel 
1825. 8. — Gottfried Hermann [geb. 1772], Prof. in Leip- 
zig, fortstrebend nach ileizischen Grundsätzen, vielseitig und 
hoch gebildeten Geistes mit Adlerblick, anerkannter Stimm« 
führer in Kritik, herrlicher griech. u. lat. Dichter: 1 S. 106« 
108. 113. 127. 128. 129. 132. 202. 230. 278; 2 S. 23 n. 8. w.; 
de emendanda ratione gr. grauim. 1. Lpz. 1801. 8; de metris 
Gr. et Rom. Lpz. 1796. 8; Handb. d. Metrik. L. 1799. 8; 
Elementa doctrinae metricae. L. 1816. 8; Ejiit. doctr« metr. 
L. 1818. 8; lieber d. bestrittene Cäsur im Trimeter d. gr. 
Komödie. Bei4. 1817.8; Opuscnla. Lpz. 1827 f. 4. 8. Aug. 
Bückh in Berlin [geb. 1785] durch Förderung des eifrigen 
Anbaues gründlicher alterthömlicher Sachkenntnisse in Ver- 
bindung mit Sprachkunde und Kritik sehr verdient: 1 S. 
122. 129. 155. 159. 163; die Staatshaushaltung d. Athener, 
mit 21 Inschr. B. 1817. 2. 8; Corpus inscriptionum. B.1824 f. 
F. m. a. 

Die Reihe der neueren Philologen, und unter ihnen sind 
viele, ^uf deren Arbeiten Teutschluid stolz ist und die auch 
das gerechte Ausland beachtet, ist so ansehnlich, dass sich 
der Berieht darüber theils auf ein einfaches chronologisches, 
keinesweges für vollständig ausgegebenes, theils auf ein, sich 
nach Mrissenschaftlichen Leistungen bestimmendes örtliches 
Yerzeichniss, mit sparsamen Bemerkungen, beschränken muss. 

Jac. Fried. Heutinger in Wolfenbüttel [geb. .1719; st. 
1778]: J, S. 253. 284. 356; Schnlschr. — Joh. Fried. Grüner 
aus Coburg [geb. 1723; st. 1778]: Ausg.; Introductio in an« 
ti^uit. rom. Jena 1746. 8; Abb.; theol. Sehr. — Joh, Chri- 



Philologie in Teutschland u« der Schweiz^ 57 

itian Wermdorf aus Wittenberg [geb. 1723; st 1793] Prof. 
in Helmstädt : 1 8. 228 n. a. w* ; Progr. u« s. w. ; vgl. Ne- 
krolog 1793 B. 1 S. 245 ffl. ~ Qg Ckriitian CroUün aus 
Zireybrücken [geb. 1728; st. 1790]: Anthril an mehren 
Zweybr. Ansg. röm. Class. ; hist. Abb. ; vgl. Nekrolog 1790« 

B. 1 S. 223 ffl. — Cari. Ludw. Bauer a. Leipzig [geb. 1730; 
St. 1799], Rector in Hirscbberg: 1 S. 137; De pbilosophica 
brmeoeatica. Lauban 1756. 4; Anleit. za gut. Ausdr. d. lat. 
Spr. Bresl. 1775; Ed. liL 1798. 8; Uebungs«Mag. z. Lat. 
Sehr. 1787 fl. 3. 8; Teutsch-Iat Lex. Bresl. 1778; Ed. IV. 
1819. 9 m. a. ^ Joh. Nie. Niclas [geb. 1733; st. 1811]: 2 
S. 47. — Aioys Emmer. v. Locella [geb. 1733; st. 1810]: 1 
!l 291. — Imma». Joh. Oerh. ScAeller aus IIow b. Dahme 
[geb. 1735; st. 1803], Rector in Brieg: Anleit d. alten lat. 
Miriftst. zu erklären, Halle 1770; 1783. 8; Praecepta styli 
bene latini. Lpz. 1779; 1784; 1797. 2. 8; Comp, praecept. 
1785; Ed. III 1795. 8; Ausf. lat. Sprachl. Lpz. 1779; 1782; 
1790; 1803. 8; Knrzgef. 1. Sprachl. Lpz. 1781; oft; verb. r. 
Borüig'1813. 8; Ausf. lat. t. li.t. lat. Lexikon. Lpz. 1783.3.8; 
1788. 5. 8. 1804. 7. 8; Handlex. Lpz. 1792. 2. 8$ Tvrb. v. <?« 
LLünemanü. Lpz. 1807. 2.8; 1817. 3. 8; Abb. — JoA. Carl 
Zcttfie aus Stolzenbain [geb. 1736; st» 1788], Prof. in Wit- 
ttnhergy um gr. Gramm, wohlverdient: viele Ausg. n. Anm. 
— Joi. Auguslin Wagner ann Pirna [geb. 1734; st. 1807]: 
1 S. 292. 330 u. s. w. -— Helfriek Bernhard Wenck aus Id- 
stein [geb. 1739; st. 1803], Rect. in Darmstadt: Lat. Sprachl. 
Frkf. 1791. 8; ♦VII Ausg. v. Grotefend 1817; 1820; 1823. 
2. 8; bist. Sehr. ~ CkriiUan Dav. Jani [geb. 1743; st. 1790]: 
1 S 242. — Chn Fr. Maithaei [geb. 1744; st. 1811] in Wit« 
teaberg; 1 S. 126. 143. 150. 377. 380. 399; n. m. a. — Joh. 
fikd. Herel [geb. 1745; st. 1800]: Bemerk., Uebers., lat. 
Satyren. — - £• L A. Seyferi [geb. 1745]: Auf Gesch. u.Kri« 
ük gegr. lat. Sprachlehre. Brandenb. 1798 ffl. 5. 8. — Ch. 

C. Müller Rect. in Zeiz [geb. 1747; st. 1819]: 1 S. 180. 2 
S.i41 m. a.; vgl. Sietelü Mem. Bautzen 1824. 4. -** Abrah. 
iae, Penzel [geb. 1749$ st. 1819], a. Torten im Dessauiscben, 
ebenso merkwürdig durch abentheuerlicfae Unstätigkeit, alz 
dareb mannigfaltiges Wissen : 1 S. 324. 340 u. s. w. — /. 
^r. Facius [geb. 1751 ; st. 1825] : 1 S. 320 u. s. w. -- J. J. 
H, Nüit [geb. 1751 ; st. 1819]: Kl. Gelegenbettscbr. Tfibing. 



58 Philologie in TeutscKland u. der Schweiz. 

ItöO* 8; Opmonla lat das. 1821. 8* — Conrad HenHnget 
in Wolfenbüttel [geb. 1752; st. 1820]: 1 8. 253. 263; vgl. 
6. A. Ch. Sck^fier in Seebode Arch. Jahrg. 1 & 502 f. — 
/. Gurlüi in Hamburg [geb. 1754; st. d. U Jan. 1827] treff- 
lich einwirkend in das gel. Schulwesen, das Rechte u. Wahre 
uuTerruckt erstrebend: Sdiulschr. lehrreich und oft in nahet 
Bexiehnng auf Z^tgeist; theol. Sehr. -* /. AI. (eigentlich 
Carl Friedr.) Murtyni- Lmguna in Zwickau [geb. 1755; st. 
d«'l9 Apr. 1824], nnermesslich reich an wisseasch. Erfahrang, 
Meister alterth. Darstellung und Sprache : 1 S. 250. 298 u. s. 
\fr.; •BiBc. — /. Ä Jutt. Koppen [geb. 1755; st. 1791]: 
* Griecb. Blumenlese. Braonschw. 1785 ift. 3. 8 ; Erklär. Anm. 
0. Homer. Hanno v. 1787 fB»; 1794; 1820. 0. 8 e. a. ; vgl NV 
krolog 1791 B. 2 S. 159 ffl. — J9L Adam Schaffer in Ans- 
bach [geb. 1756] : 1 S. 317. — 7. Gg Trendelenhurg [geb. 
1757; St. 1825]: 1 S. 319; Anfangsgr. der gr. Spr. Danxig 
1782; Ed. V. Lpz. 1805. 8. — Gg Alex. R^erti [geb. 175S]: 
1 S. 300. 301 u. 8. w* — /* PUL Siebenhee$ [geb. 1755; st 
1796], Prof. in Altorf: 1 S. 340; Anecdota gr. Nfirnb. 1798. 
8; Grunditss e. Anführung z. röm. Statistik 1793*8; Handb. 
d. Archäologie. N'bg. 1800. 2. m. a.; vgl. Nekrolog 1796 
B. 1 S. 296 fÄ. — C F. Ch. Wagner [geb. 1760], Prof. in 
Marburg: Lehre von dem Accente der griech. Spr. Hehnst 
1807.8; Abb. u. v. a. •- F. E. Ruhkepf [geh. 1760; st. 1821] 
1 S.350; m. a. -- /. Chph. F. Wetzet [geb. 1762; st. 1810] 
mehre Ausg.; Griech. SprachL Liegnitx 1798. 8; Kurze gr 
Spr. 1. L* 1802. 8; Lat. Geamm. Berl. 1794. 8; m. a. — 6 
E. Groddeck a. Daazig [geb. 1763; st. 1825], Prof. in Wilna 
1 S. 106 u. 8. w.; antiquar. Vers. 1. Lemberg 1800. 8 m. a. 
^ F. Ch. Matihiae in Frankftnrt a. Main [geb. 1764; st. 1822] 
1 S. 182. 244. 349; m. gehaltv. Progr. — /. A. Göreniz [geb 
1766] in Schwerin : 1 S. 253 u. s. w. — Fr. Schmieder [geb 
1766] in Brieg : 1 &310. 321 u. s. w. — C. W. J. Moiche [geb 
1768} St. 1815], ausgezeichneter gel. Schulmann: Aufsätze 
Frkf. 1821. 8. — Aug. Maiihiae [geb. 1767] Beet, in AI 
tenbarg: 1 S. 113. 120. 128 n. s. w.; Ausf. gr. Gram». Lps* 
1807; 1825. 2. 8; Gr. Schnlgramm. L. 1808. 8; Griech. For- 
menlehre» L. 1814. 8 ; T. Sehulachr. u. a. — F. H. Reihe in 
Maoheim, viele krit Ausg« gr. u. rom. Classiker^ Uebers.^ 
m. a. — C. 0. SiebeUi [geb. 1769], Beet, in Bautzen: 1 S. 



PhiloU^e la Teutschland u. der Schweiz. 59 

m 322 m. B* ~ jR J. Boii am Wien [geb. 1771 ; st. 1811] : 
1 S. 282 u. s. w. — T*. Kieuling [geb. 1777] in Zeiz! 1 S. 
183. 361; 2 S. 41 u. n. a. — Carl Linge [geb. 1782], Rec* 
tor in Hk^chberg: 1 S.230 n. s. w. — E. Fr. B. Spüzner 
(geb. 1784], Beetor in Wittenberg: de vcrsn Graecoram he- 
roico. Lpz. 1810^ 8 m. a. — Fr. Graefe [geb. 1785?] in 
St. Petersburg: 1 8.1 85. 288 u. s. w. — Fr. C. Kruft [geb. 
1786], Rector in Hambarg: teatacbJat. Lex. 1818 n. g. w. 
Mle^ C. W. Baumgarten^Crunus [gieb. 1786], in Dresden: 
1 S. 112. 331 u. m. a. — Fr. Lindemann [geb. 1788], Rec* 
lor in Zittau : 1 S. 228 Z. 230. 285 m. a. — A. L. W. Ja- 
tA [geb. 1789] in Posen: 1 S. 130; s. Br. F. J. [geb. 1792], 
Rector in Lübek : 1 S. 243. 247 o. s. w. — T^aug. Fr. Frie-^ 
immn [geb. 1793], Rector in Weilbnrg: 1 S. 340 m. a. — 
C. F. Poppo [geb. 1794], Rector in Frankfurt a. d. O.: i S. 
ßT m. a. — G. Pinzger [geb. 1800], Rector in Licgnitz: 1 
& 132. 147 u. a. w. — Chn F. Ferd. Haaeken n. F>. Gott- 
Md S(A0en in Stendal $ Fr. MeUhorn in Glogau: IS. 12t^ 
IWu. 8. w.; G. H^ Moier in Ulm: 1 S. 179, 252 u. s. w.^ 
CFerd. Raneke in Quedlinburg; 1%. Schmidt in Halberstadt*: 
IS. 241; Jul. Siliig in Dresden: 1 8. 237. 343 Z.; BernL 
Ifccric* in Halberstadt; Gg Phil. Eberh. Wagner in Dres- 
den; i S. 240 Z.; JR C. Wea: Rector in Eisleben: i 8. 127; 
Ä WMner Rector in Recklinghausen : 1 8. 115; u. v. a. 

Einige Städte hsdben durch ihre Stellung zu dem Lande 
welchem de angeboren, und durch den in ihr enthaltenen Be- 
ruf, vermittelst ihrer Unterrichtsanstalten und Bildungmittel 
anf Erhaltung, Verbreitung, Förderung und Veredlung der 
AiterthumswiBseasohaft fruchtbaren und nachhaltigen Einfluss 
gehabt nnd dadurch Anspruch auf litt. Auszeichnung erlangt. 
Es werden in dieser Hinsicht, ohne dass das gleichmässige, 
oft von der Th&tigkeit EinHelner, oft von wandelbaren Ver- 
hältnissen abhängige Verdienst anderer nicht genannter beein- 
trächtigt werden soll, zu erwähnen seyn: Basel: Fr. Do- 
rotk Gerlach: \ 8. 260; Rud. Hanhart. — Berlin: Joh. 
Bein. Lndw. Meier oiio aus Stargard [geb. 1742; st. 1800], 
Rector des Joachimsthals, trefflicher Pädagog und einsichtvol- 
ler gelehrter Schulmann, feiner Kenner des rdmischen Alter- 
thums, reich an glücklichen Blieken: t «. 254. 330. •Lat. 
Gr&mnuinBeyspielen. Berl. 1785. 2. 8 (Grundlage der geraume 



60 PMIologie in Teutschland a der Sdiweiz. 

Zeit Tielgebraucbtcn Broederscheu Gr. 1787 u. 8. w.) ; Uebei 
Sitten n. Lebensart der Römer. B. 1776; 1802; 1814. 2. 8; 
de rebus ad anett, quosd. olassicos pcrtinentibus dubia. B. 
1785. 8; viele Schnlschr. u. Abb.; vgl. Nekrolog 1800 B. 1 
& 132 1$ F.L. Brunn Vers, einer Lebensbeschr. M's. B. 1802. 
8; Fr. Oedicke (s. 3 S. 377), wackerer Schulmann, fruchtbar 
wirksam für die Bildung tüchtiger Schulmänner: 1 S. 122. 
2S4; gr. u. lat.Leseb., Chrestomathien u. s. w.; Gesammelte 
Schulschr. Berl. 1789 f. 2. 8; vgl. F. Hom G. B. 1808. 8; 
Gg Ludw. Spalding [geb. 1762; st. 1811], Prof. am gr. Kl., 
geistreicher Denker, musterhafter Lehrer, scharfsinniger Kri- 
tiker u. Exeget: 1 S. 149* 200. 315; gute lat. Ged.; m. a.; 
vgl. «6. L. Walch Memoria G. L. S. Berl. 1821. 8; PM. 
Butimann [geb. 1764; st. 1829], voll Geistes nnd Gelehrsam- 
keit, fruchtbar an eigenthumlichen Ansichten: Griech. Gramm. 
1792; Ed. XI. 1825; kl. gr.Schulgr. 1812 u. s. w.; Ausfuhr- 
liehe gr. Sprachlehre 1819 f. 2. 8; Lexilogos 1818 f. 2. 8; 
Mythologos 1828 f. 2. 8; Ani^g.» Anmerk., AbhandL; Ludw. 
Ideler [geb. 1766] hochverdient um Astrpnomie und Chrono- 
logie der alten Welt; IFilh. v. Humboldt musterhafter Sprach- 
forscher u. krit. Aesthetiker: 1 S. 123. 126; AJ>l>an<Il-« ^^o' 
Fried. Bernhardi [geh. 1768; st. 1820], tiefdenkender Sprach- 
forscher, trefflicher Schulmann: Umarb. d. Mark. Grammati- 
ken; Sprachlehre. B. 1801 f. 2. 8; Anfangsgr. d. Sprachwis- 
senschaft. B. 1805. 8; Anuchten über d. Organisation d. gel. 
Schulen. Jena 1818. 8; m. a.; vgl. 3 S. 431; Fr. Schleier^ 
macher [geb. 1768]: 1 S. 156. 159. 163; m. a. n. theol. Sehr.; 
Conr. Levezow [geb. 1770] fleissiger u. geistreicher Ausleger 
alter Kunstwerke; Gg Gu»t. Sam. Koepke [geb. 1773], Di" 
rector des gr. Kl.: 1 S. 230. 231; Ueber das Kriegswesen 
der Griechen. B. 1807. 8; m. a.) J. W. SUvern [geb. 1775; 
st* 1829]: 1 S. 126. 133 u. s.w.; Abb.; A. Boecki s. oben; 
Imman. Bekker [geb. 1785] in krit. Vergleichungen rastlos 
thätig: 1 S. 112.117. 132. 137.150. 177. 182.201.279.322. 
324; 2 S. 23 u. v. a.; Recensionen in der Jen. ALZ. 1806 
bis 1810 bezeichnet m. Jaifx.^ Au. u. RMo.; Leo/». Co/'^*' 
Schneider [geb. 1786; st. 1821]: Ausriibrl. Gr. d. lat« Spr. 
Berl. 1819 f. 3. 8 unbeend.; Joh. Schulze [geb. 1786]: 3 & 
410; Abb., Reden n. m. a.; Aug. Meinecke [geb. 17901]) 
Director des Joachimsthals: 1 S. 129. 178. 184 u. m. a.; C* 



fbildogie üx Tentsdüand ii. der Schweiz» 61 

G. Zyipf [geb. 1792]: 1 S. 249 Z. 329; l^t. Gramnu 1818 

u. 8. w.; A. W^rnieke [geb. 1794; st. 1819]: 1 S. 289; Carl 

Ladmann [geb. 1793]: 1 S. 129. 243; m. su; Ern»t Ferd. 

August [geb. 1795]: 1 & 212 n. s.w.; Oito Schulz: Scbal- 

irammatik 1815 n. s. Dr.; C. W.Krüger*' 1. 138. 140; gramm. 

ÜDtersachungen; m. a.; t\ W. EngelAardi; n* v. a. — 

Bonn: B. G. Niebuhr (3 S. 420), eio Vielwisser von sehe* 

ner Gediegenheit und Gründlichkeit, Edles und Schönes für 

die Menschheit erstrebend und fördernd, gleich ausgezeichnet 

ab Gelehrter, Staatsmann und Mensch, um dassisches Alter*» 

thoffl vielfach verdient durch Entdeckungen in Italien (Gajus 

1816; Brudistücke von Cicero u. s. w. 1820), durch Unter- 

BQcbimgeo, durch Ausgabe der Byzantiner : Sammlung kl. Sehr. 

1827; C F. Eeüirich [geb. 1774] bey genialem Scharfsinne 

grandUch Test und besonnen: 1 S. 115. 147. 252. 288. 300 

tLm. a.; A Ferd. Näke [geb. 1788]: 1 S. 179; m. a.; Fr. 

GotUieb Welcher [geb. 1784]: 1 S. 117. 119. 121 u. s. w. 

-Breslau: J. O. Schneider Saxo [geb. 1752; st. 1822], 

aogemein arbeitsam, gründliche naturgeschichtliche Kenntnisse 

mit philologischen vereinigend: 1 S. 108. 139. 143. 185. 200. 

202. 204. 205. 207. 267. 268 u. v. a. ; Krit. Gr. T. Wörter- 

Wdu Zttllichau 1797. 2. 8; Ed. IL 1806; Ed« III. Lpz. 1819. 

2. 4; Anhang 1821; im Auszuge v. J. W. Riemer. Z. 1803; 

Ed. II. Jena 1815; Ed. IIL 1819; 1823. 2. 8; m. a.; /. C. 

F.JUanso (3 S. 419), Rector des Magdelenänms: 1 S. 183. 

1S5.224; 2 S. 251; lat. Ged«; Vermischte' Abb. u. Aufsätze. 

Br.i821. 8; m- a.; G. Gu$t. Füllebarn [geb. 1769; st. 1803], 

Lehrer des Elisabethannms: 1 S. 6; 2 S. 28; Encyclopaedia 

philologica. Br. 1798; 1803; m. a.; L, F. Heindorf [geb. 

1774; St. 1816]: 1 S. 162. 241. 252; F. G. Kluge [geb. 

1782]: 1 S. 87; Fz Pasiow [geb. 1786]: 1 S. 106. 129. 186. 

288. 290. 296; m. a.; Gr. T. Handwörterbuch. Lpz. 1821 f. 

1 4; Ed. IV. 1830. 2. S; C. E. Ch. Schneider [geb. 1786]: 

1 S. 143. 162 u. s. w.; Gr. Leseb. Lpz. 1813; 1821; Abh.; 

ii Wellauer [geb. 1801; st. 1831]: 1 S. 126. 184 u. s. w.: 

iV. Bach [geb. 1802]: 1 S. 116 Z. 117. 1}S. 180 u. s. w.; 

l Held [geb. 1803] : 1 S. 201. 298 Z. u. s. w. — Dorpat: 

C. Morgenstern [geb. 1770] : 1 S. 163 m. a. ; J. F. Francke 

[geb. 1792; st 1830]: 1 S. 116. 300 u. s. w.; Ch. F. Neue: 

1 S. 120. 127 Z. — Erlangen: GottUeb Chph Hartes [geb. 



63 Philolagle In Teutodilaiid u. der Sekwdz. \ 

1738$ lt. 1815}, betriebsamer Lftterator, nttennttdlieber Viel« 
eohreiber: 1 8. 106, 221 v* T«a«| iL. iKr//er [geb. 1776; st. 
1826}: 1 8. 127 u» i. w«; I^. DoederMn: 1 8. 127 u. i. w.; 
Lat« Synonyma n« Etymologien. Lpz« 1826 f.; m« a. -^ Frey- 
bnrg im Breisgaa: XreoüA« ITivg [geK 1760]: 1 8» 10« 87. 
948 «. ■• w«; Abb., theoL Sehn; C. ZeU: 1 & 201 n. a« w.; 
Ferieniebriften 1828 f. m. a« — Giesien: i^r. 0$ann: 1 8. 
147; 2 8« 22 n» ■• w«; 8ylloge inecript gr. et rem» Jena 1822 
f. F. — Göttingen: Qe$ner; Hejfne; Chph W. MUicher- 
lieh [geb* 1760]: 1 8. 242 m i. w«; lai. Ged.; Abb.; J. & 
J}«A/e [geb. 1763; it. 1822]: 1 8. 182. 204 u. i. w.; AMi.; 
m. a.; ti.H. LUnemann [geb. 1780; st. 1830]: Ausg.; tentadi* 
lat. WB. 1. Götting. 1821. 4 m. a.; Ludw. Di$$e» [geb. 1784]: 
1 8. 122. 242 Q. s. w.; C F. Ch. Hoetk [geb. 1794]: Kreta 
1823 f. 2. 8; C. OtfrUd Müller [geb. 1797]: Aeginetica. Berl. 
1817; Geacb. d. bellen. 8tttmme; Bresltra 1820 f. 3. 8; Die 
Etrnsker. Br« 1828. 2* 8; Archftologie. Br. 1830 n. r. a. — 
Gotba: Fried. And. ^roth ans Triebsees [geb. 1750; st 
1785]: 1 8. 251* 263. 406; Chrestom., Uebers«, Aiftai* a. m. 
a»; J. Fr* Sal. KaltUfa$$er [geb. 1752; st. 1813], der gr. 
8pr. gründlicb kündig, tüchtiger Lehrer: 1 8. 320. 335. 354 
n. s. w«; F. W. Döring [geb. 1757] : 1 8. 237. 242. 263 n. 
8. w.; lat. Ged.; Abb.; F. Jaeobi (s. 3 8. 415), hellblicken- 
der nnd zartsinniger Kritiker, Ton alterthnmlichem Gefühle 
fSr Menschlichkeit^ 8chönheit n* Wahrheit beseeltj die gei- 
säge Wirkong linmanistascher 8tttdien richtig würdigend und 
durch s. schriftstellerisches Leben veranschaaiichend: 1 8. 
107. 129. 130. 149. 186. 291. 311. 323 u. s. w.; Elementarb. 
d. gr. 8pr. Jena 1805 f. 4. 8 n. s. w.; Vermisöhte Sehr. Go-» 
tha 1823 f.; v. a.; C. Qoithold Lenz [geb. 1764; st. 1809]: 
Schulausg., Anm«, Abbandl., Uebers«, Rec; F. A* Vekeri 
wackerer Bearbeiter der alten Erdkunde ; V* C F* Roei: gr. 
Gramm. Göttingen 1816; ''1822; tentsch-griech. WB. Gdtt. 
1818; 1822. 2.S; E. F. WäHemann: 1 S. 183 Z. — Greifs- 
walde: Ch. W. AUwardt {jgeh. 1760; st. 1830]: 1 8. 122. 
181 n. s. w. TgL A. SehrUder in Zeitgenossen N. R. 3 8. 55 
f.; Qg Ludw. Walch [geb. 1785]: 1 263. 330 n. s. w.; G. 
F. Sehömann: 1 8» 147 Z.; um Erläuterung der Attischen 
Yerfsssung verdient. —-Grimma: H. Qotif. BeicAard [geb. 
1741; St. 1801]: 1 8. 180; 2 8. 28; lat, Ged.; m. a.; F. Wilh. 



Philologie in Teutschland u. der Schweiz. 63 

• 

Sturz [geb. 1762] viel wirkend diureh gründliche Kenntain 
d. gr. Spr.: 1 & 107. 135. 139. 157« 183. 281. 324. 408 tu 
s. w.; Opnscal^. Lp«. 1825. 8; A. Weiebert [geb. 1788]: 1 
S. 238. 299. 342 n, s. w.; Ed. IVund^: 1 8. 127« 249 Z, 
u. s. w» — Halle: Chn Adph Klaiz a« fiischof^erda [geb« 
1738} St. 1771], gefälliger lat. Stylist, ffir Aomaflsimgea und 
unberufene Yielthaerey hart gedemäthigl: 1 S. 116; Carmini^ 
Alteab. 1766, 8; Opnsonla varii avgmnenti. Altenb. 1766. 8| 
Op. phil. et orat. Halle 1772« 8 ; Satyrea (Ridicola Btteroria» 
Alt. 1774), Journale (Aeta liu. A. 1764 f. 7. 8; Teutaehe ttbL 
isdu WissensiOi. Halle 1767 f.), gtrat8cbr<t; vgl. C. B^Manm 
geUdorf vita K. Halle 1772. 8 md Ui N. Aet. Enid. 1773 
Febr. p. 84 sq.; C. JB. Hauten Leben u. Cbaraeter K. Halle 
1772. 8; Allgem. t. BibL 19. 1 S, 146 f.; F. A^ W^lf; Ch. 
G. &Afi/z [gebf 1747]: 1 S. 126. 250. 254 u. s. w.; Opus- 
cida. Halle 1830. 8; m. a.; J. Fr. A. Seidler [gab. 1779]: 
1 8. 128 u. & w. ; De venibu» docbmiacia Trag. gr. Lpak 
ISU f, 2. 8 nu a« ; C. ReMg [geb« 1792; st. 18^] krit. 6e^ 
nie: 1 S. 127« 132 iu s. w.; Tgl. L. Pemice in Hall. ALZL 
iS32 IBl. No. 6« jir. H, Md., Meier [geb. 1788] um Erlfta« ^ 
tenmg des Altischen Gerichtswesens verdient; G. Ber»hardjf 
[geb. 1800}^ 1 S. 141. 196. 224 Z.; Syntaxis d. gr. Sprache« 
Berlin 1»28$ Fr. Rüfdl. ^ Heidelberg: J. B. Von (3 
S. 382): 1 S. 112. 132. 14& 182. 238. 240 u. s.w.; Mytho- 
logische Briefe. Königsberg 1794. 2. 8; Ed. U. Stattgard 
1827. 3. 8; Krit. Blätter. St. 1828. 2. 8; Antisyjnbolik. St. 
1824 f. 2. 8; Beartheilung des n. i«ebrplanes f. d. Baierschea 
S^iolen 1805; ni. a.; s. 8. Bemrl^ [geb. 1779; st. 1822]: 1 

5. 126 n, s. w.; Gg Fr. Creuzer [geb. 1771]: 1 S. 72. 106. 
140.252. 360. 363 u. s. w.; das akadem. Studiiun des Alter- 
tbums. Heiddib. 1807; Meletemata 1817 f. 3. 8; Abriss der 
röm. Antiqnit^en 1824; £d. U« 1830; m. a.; J. CA. F. Bahr 
fgeb. 1798J: t & 139. 224. 320;^ C. Hermann:. 1 8. 310; 
Lehrb. d. gr. Sta^salterthnm«!. Heidelb, 1831. — Jena: CK 

6. Schütz; H. C. Air. EicistUdi [geb. 1771]: 1 8. 132, 155. 
193.236 u. 8. w.; Abbaadl., Gelegenheitscbr. in ausgezeich" 
»et schöoer Spi: acbe ; theo!. Sehr. u. m. a. ^ Ferd^ Hand [geb. 
1786]: 1 8. 301 m. a.; C IF. Göitling [geb. 1793]: 1 S. 
116 Z. 202; 2 8. 24; Lehre vom Accent d. gr. 8pr. 1818; 
Ed. lU. 1825; m. a. ~ Kiel: 4. IT. Crawr [geb. 1760J: 



64 Philologie in Teutschland u. der Schweiz. 

1 S, 300 Q« f. w«; jariit. Sehr«; J. Matth Sckuliz [gebJ 
1771]: 1 S. 350. 851 m. a.) Greg. W. Nilzich [geb. 1791]^ 
1 8. 112 Z. 162 tt. 8. w. -- Königsberg: C. O. A. Er\ 
furdt [geb. 1776; st. 1813]: 1 S. 127. 336; Ch. A. Lobed 
[geb. 1781]: 1 S. 127. 280 u. s. w.; Agiaophamus s. de theo4 
logiae mysdcae Gfaecorum cansis LI. IIL Königsberg 182fl 
2. 8 m. B.; C. L. Siruve [geb. 1785]: 1 S. 127. 192 n. J 
w.; lieber d. lat. Oeclin. u. Conjog. K. 1823. 8; AbhandL aj 
Beden. K. 1822. 8; Rec; F. W. GoUhold: Hephftstion 182a|j 
d. Einheit der Schule 1822 lii. a.; F. ElUndi: 1 S. 250 iti 
s. w«; /• F. Ebert [st. 1831]: DissertationesSicnlae. K. 182^ 
n. s. w. — Leipzig: Joh. Aug. Brnefii; loh. Jae. ReUk^ 
a. Zörbig [geb. 1716; st 1774], bey allen Entbehmngen « 
Unfällen glücklicher Märtyrer einer in den Werken altdan 
u. besonders aach arabischer (2 S. 67. 68. 70. 73. 76. 81 4 
s. wO Litteratur ansprnchlos schwelgenden Begeisterung und 
immer frisch auflebenden Thätigkeit:^ 8. 150. 183. 186. 19% 
308. 310. 313. 320; 2 8. 41 n. s. w.; Animadv. ad gr. auctfci 
Lpz. 1757 f. 5. 8; Uebers.; Abb. u. r. a. ; Tgl. Lebensbesch»! 
T. ihm selbst. Lpz. 1783. 8; S. F. N. Morui de vita J. l 
B. Lpz. 1777. 8; Fr. Platner u. /. A. Back s. (. 44; M 
Fr.Füeher a. Coburg [geb. 1724; st. 1799], Bector d.Tho-1 
massch.y sorgfältiger griech. Grammatiker u. fleissiger Samm- 
ler: 1 S. 121. 159. 162. 176 u. t. a.; Abh., Anm.$ vgl. CL 
G. Küknöi narratio de J. F. F. Lpz. 1799. 8; C. F. Kinder^ 
vater über F. Lpz. 1804. 8; «»Nekrolog 1799 B. 1 8. 77 U 
F. W. Reiz; Aug. W. Erne$ti [geb. 1733: st. 1801]: 1 S. 
263; Opuscula orat. phil. Lpz. 1794.8; der classische Thes* 
log u. feinsinnige Ausleger 8am. Fr. Nathan. Moru9 a. Lao- 
bau [geb. 1736; st. 1792]: 1 8. 138. 147. 268 u. s. w.; vgl 
Ch. D. Beck reeitatio de 8. F. N. M. Lpz. 1793. 8; Ch. D. 
Beck [geb. 1757]: 1 8. 106. 128. 132. 137. 149. 254. 295. 
347 u. s. w.'i Commentatt. de interpretatione vet. scriptt. et 
monum. L. 1790 f. 3. 4$ De altioris criseos natura et rat. 
L. 1795. 4; Commentt. soc. phil. Lips. 1801 f. 4. 8; Grand- 
riss d. Archftologie. 1. B. 1816. 8; viele Abb., Anm«, Uebers.^ 
bist., theol. Sehr.; G. H. SchUfer [geb. 1764], hochverdien- 
ter griech. Grammatiker von seltener Gründlichkeit n. Viel* 
thätigkeit: 1 8. 192. 320; t 8. 25 u. s. w.; viele Anm. vod 
Beyträge ; F. W. Ehrenjried Roet [geb. 1768] , Bector der 



dojgie in TeatscUand vu der Schweiz. 65 

homasufc«: Obserradonnm ad Cio€«>oiiii epistolai ad fam. 
^ec 1 — 4. 1801; Analectoram crit. in var. scriptor. gr* lo- 
M fasc. 1 — 5. 1802 f.; Plaudnoram capediormn ferculam 
^11. 1806 f.; lat. Ged.; viele Abb.; 6. Hermann; C. F. 
\L BHer [geb. 1790; st. 1829]: 1 S. 249. 253 m. a.; F. 
L O. Spohn [geb. 1792; sU 1824]: 1 S. 115. 147. 243 j 2 
» 43 m. a.; J. G. Siatibaum [geb. 1793]: 1 S. 162 im a; 
L JET. FroiMcker [geb. 1796] viele Ausg.; Aug, Farbiger 
|eb. 1798] : 1 & 236 n. 8. w. ; C. IV. Dindorf [geb. 1802] 
ihr Tide Ansg. and krit. Bemerkungen ; s. Br. Ludw» D, 
|eb. 1805] Ausg.; /. Ch.Jahn: 1 S. 246 m. a.; Herausg«* 
•r der Jahrbücher für Philologie; JB. Khiz; u. m. a. — 
leisaen: J. C. Gotileber [geb. 1733; st. 1785]: 1 S. 137 
. 8. w.; X A Mülier [geb. 1731; st 1816]: 1 S. 112; G 
L Tzichucke [geb. 1746; st. 1813]: 1 S. 33S. 340. 342 vu 
Lw.; /. Go«/. KreyMMig [geb. 1779]: 1 S. 259. 263 m. a.; 
1 L. Gottlob Krehl [geb. 1784]: 1 S. 285; F. A. Borne- 
laa» [geb. 1787]: 1 S. 137. 138 u. s. w. — München: 
[^Mir. Mann&rt [geb. 1756] als trefflicher selbstständiger For- 
ichet und Ordner der alten Geographie anerkannt; F. ÄH 
[geb. 1778]: 1 S. 162. 163. 354 u. s. w.$ Grundlinien der 
Gtauua., Hermeneutik u. Kritik. 1806; Grundriss d. Philolo- 
gie 1808, m. a.; Fr. Thiertch [geb. 1778]: 1 S. 116. 123; 
Gr« Gramm, des gem. u. Homer. Dialects. Lpz. 1812; Gr. 
Sr. von. des Homer. D. Lpz. 1818 u. s. w.; m. a.; L, Spen^ 
fe// 1 S. 149. 225; Jak. Franz.* 1 S. 146 Z. ^ Pforte: 
Fr. Gottlieb Barth [geb. 1738; st. 1794]: 1 S. 243$ Bety. 
Weiike [geb. 1748; st. 1809]: 1 S. 248. 251. 307; Pleo- 
lasmi gr. Lpz. 1807 u. s. w. ; C. D. Ilgen [geb. 1763] : 1 8. 
WZ. 123 u. s. w.; Opnscnla. Erfurt 1797. 2. 8; m. a. auch 
tkeoL Sehr.; Ad. Gottlob Lange [geb. 1774; st. 1831]: 1 
& 234; Sehr, Lpz. 1832. 8; G. A. Ben. Wolf [geb. 1787]: 
\ 8. 232. 315; C. Kirchner: 1 S. 241 u. s. w. — Rostock: 
l Q. Hutchke a. Greussen [geb. 1761 ; st. 1828]: 1 S. 119. 

u. 8. w.; Analecta litt. Lpz. 1826. 8 m. a.; J. Chn W. 

l [geb. 1771; st. 1810]: 1 S. 358 u. s. w.; m. a. theol. 

.; O. Sarpe [geb. 1779; st. 1830]: 1 S. 207. 295. 315; 

Volha^ Fritttehe [geb. 1806]: Quaestiones Lucianeae. 

6 m. a. — Tübingen: C. Ph. Conz (s. 3 S. 385): 1 S. 

. 209. 349 u. s- w.; G. Luc. F. Tafel [geb. 1787]: IS. 

WacUer Ha 0. Litt. üScicIi. IV. 5 



(t6 Plülologie ia Teutschland u. der Sehwei2. 

12SL — Weimar: /• M. Oeiner; J. Mich. Hfüne [gehj 
1717; st» 1790].: Systagma opiuculoruin scbolatticoraiii. Goi^ 
ting* 1788. 8; Kleiiie teutsche Scbn G. 1789, 2« 8; C. Aug, 
Bmiger [g«b. 1762] , jezt in Dresden [s, 1804] , sdir Ter 
dient um Stadium der alten Kunst: 1 S» 129« 231* 302 u. ij 
w.; die Furienmaske im TraaerspieL W* 1801« 4; Andeutoi^ 
gen ZttVorles. über Arehäologie« Dr. 1810.8; Ideen snrAz^ 
chäoK d.Malerey. 1. Dr. 1811« 8; Griech« Yasengemfilde« W^ 
1797» 3. 8; ArchäoL Museum. W. 1801. 8; ArebSoL Hefte^ 
W. 1801.4; ArchäoL Aehrenlese. Dr. 1811. 2 St. F.; AmaL 
thea. Lpz. 1820 f. 2. 8; Grundrisse zu Yorles. über Mytho« 
lo(^e. Dr. 1808. 8; Vorles. über Kunstmythologie. Dr. 1809i 
2. 8; 1. Dr. 182i5; Allgem. Mythol. Lexicon. W. 1803 f. 2 
8 ; Sabina. Lpz. 1803 f. 2. 8 ; sehr viele Abh. u. AufiiUze in 
mehren ZeitsdiriCten ; J: Q. 8. Schwabe [geb. 1746]: 1 s| 
294; A. G. Gernhard [geb. 1777]: 1 S. 253 m. a.; G. C. ^ 
Schneider. — Zürich: /. J. Hoitinger [geb. 1760; st 1819]| 
1 S. 252. 260 u. s. w.; Opuscula. Z. 1819. 8; vgl. J. R 
Bremi Denkrede auf J. J. H. Z. 1820. 8; /. H. Bremi [g 
1772]: 1 & 149. 252. 261. 331 u. s. w.; J. Cour. ff. Oreli 
[geb. 1773; st 1827] , sehr viele Ausg. mit fleisstg gesam 
meltem Apparate; Catp. v. Orelli [geh* 1787]: 1 S. 147^ 
254; V. a. — 

Die Geschichte, Landeskunde, die Vorstellungen , G 
brftueho, Einrichtungen, das Verfassungwesen dei.Griedb 
und B5mer sind in neueren Zeiten durch teutsdie Gelehrti 
gründlich untersucht und eben so lichtvoll als mrissenschaftli 
genügend dargestellt iirorden ; d^ess mag die allgemeinere A 
deutung der vollendeteren und anerkannt hochgelungenen Lei 
Stangen beurkunden: L, Ideler alte Chronologie; Conr. Man 
nert^ J» JET. Voa^ F. A. Ukert alte Erdkunde; Jo$. Eckhel^ 
J. C. Ratehe alte Numismatik; A. Bäckh^ F. Oeann^ Ckap* 
V. Orelli Inschriften ; J. WincAelman$t^ Alcys .Hirt^ C. A. Buh 
tiger, C Levezow^ H. Meyer^ F. Thierech^ C. 0« Müller \x\ 
s. w. Kunst; J. H. Vo$», F. Creuzer Mythologie; Ik HäU\ 
manu^ Fr. KcrtUm^ F. W. Titimann^ A. BUhh griech. Slaats-| 
Verfassung; G. F. SehomauUf M. EL E. Meier^ ßd. P4atner^\ 
M. H. HudiwalkcTj W. Heffter griecb.i besonders attischeis 
Gerichtswesen; A. H. L. Meeren^ D. Hüllmannj C. 0. Mülletf 
B. G. Niebuhr^ W. Waehtmulh u« a. griech. vu röm. Gesch. 



PMloIogie iB d« Niederlanden* . 67 

Diese frachtbttve hamanisltsche Thfttig'kdft macht daä 
Grundw^sn der, litt..CQltnr Teutschlands aqs und es darf 
nicht unbeachtet gelassen werden , dass von den hier anfge- 
iobrten Phildlbge» seit der aweyten Hälfte des XYIII Jahrh. 
die überwiegende Mehrzahl ans Sachsen nnd dem Preosi^schen 
Staate sind; Hannover, Würtemberg, Baden, Baiern u. s. w. 
erwekea sidi verhtitnissmässig wirksam im Anbaa der bn- 
nanist Stadien; Oesterreich bleibt hinter allen zurück« 

• 

d) In den Niederlanden hatte sich alterthiimlicher 
Sehonheilsinn' dnrch Verbindung mit Italien n. frühen Wohl- 
itand erhalten und der bessere Jogendunterricht gestaltet^ 
welcher aaf Teutschland so wohlthätig einwirkte ; daher zeich- 
Ben sich mehre kirchliche und historische Schriftsteller des 
XV Jabrh.-darch styliiitische Vorzüge aus« Mit dem nothge- 
draogeaea Kampfe für bürgerliche Freyheit wurde unter den 
gelehrt Gebildeten und für höhere Geistesbildung Empfängli- 
chen der innere Sinn f&r das Leben und Streben der alten 
Welt, wie es sich in den Schriftwerken der Classiker veran- 
ichaulicbt, geweckt und erkräftigt; das humanistische Sta- 
dinm gewann einen' Beiz und eine praktische Bedeutung, 
welche ihtn bald die Gerechtsame tie%ewurzelter Herkömm- 
lichkeit zusicherten , und erwuchs im XVII Jahrh. ^ als die 
besseren Ko^fe die Errungenschaft des öffentlichen Lebens 
2u würdigen im Suuide w'areta, zu gediegener Reife und rei- 
cher Fruchtbarkeit an trefftichen Erzeugnissen. Einige Vor - 
Sehe fir römisehe Litteratur blieb immer vorherrschend ; ob- 
gleich, besonders in ne^iierer Zeit von Einzelnen auch fdr die 
griechische herrliches geleistet^ worden ist; die Mehrheit der 
Philologen beschäftigte rieh mit grammatischen Untersucbun-'' 
gen und- Erörterungen ; bey Vielen wird in Anhäufang der 
Vergleichuagen, in mühsamem Sdmmlungfleisse und im Ver- 
weilen bey sprachlichen Eigenthümlichkeiten oder etymologi- 
Bchen Grübeleyen, eine Hinneigung^ zum Kleinlichen sichtbar, 
welche ans' dem wirklichen Leben * in das wissenschaftliche 
übergegangen zu seyn sch'eint; doch fehlet es nicht- an"Miin- 
nero, welche sich mit grossartiger Kraft über diesen natio* 
neilen Pardcnlarismus erhoben und als Master und Lehrer für 
ganz Europa geltend gemacht haben. Das immer gleiche, 
auch jezt fortdauernde Ansehn der Philologie hat darin seine 
Stutze und Haltung, dass die lateinische Sprache in litter. 

5 • 



68 Philologie ia d. Niederlanden. 

Verhandlungen beybehalten nnd durch VerroUkomninung dei 
Landessprache nur wenig beeinträchtigt worden ist und das; 
der Grundsatz, welcher das humanistische Studium als noth 
wendige Bedingung aller wissenschaftlichen Bildung und ThS 
tigkeit anerkennt, von den Wortführern im Litteraturleben 
»anientlich von Theologen und Juristen, unwandelbar vestge* 
halten wird. In dem Verzeichnisse berühmter nied,erländ. Pbi 
lologen begegnen viele Ausländer, besonders Teutsche iin( 
unter diesen viele von glänzendem Verdienste, welche in Hol 
land eingebürgert wprden sind und nach ihrer öffenilichei 
Wirksamkeit dem zweyten Vaterlande angehören. Der litt 
Ertrag ist in der ersten Hälfte des XVI Jahrh. dürftig, ttn< 
auf den Süden beschränkt, vermehrt sich aber sichtbar in dei 
zweyten Hälfte, fast ausschliesslich im Freystaate, und v^iri 
im XVII und XVIII fortwährend beträchtlicher und im Ge* 
halte gewichtvoller. 

Die humanistische Thätigkeit ging von Verbesserung dei 
Unterrichtsbücher aus; darauf waren unter anderen bedachl 
Herrn. Torreniinut in Groningen [geb. 1490; st. 1520] vgl 
Paquot 5 p. 219 sq.^ JoL De$pauteriu9 aus Ninove in Flan'j 
dern [st. 1520], Schüler Ger. Cann^ij Vfs einer das doctri^ 
nale Alexander's vertretenden Grammatik, Lehrer in mebrei^ 
niederl. Städten und für methodischen Unterric||t in d« lat 
Sprache sehr thätig: Commentarii Gramm. 1512; Paris 1537. 
F. ; Lehrb. über Orthographie, Metrik n. s. w. ; der Lowene^ 
Tbeolog Mari. Dorp [st. 1525] ; Arn. Ortdryui oder v. Bergh^ 
eyck ein Brabanter [st. 1533]: Summa linguae gr. ed. l)om^ 
Sylviui. Paris 1538. 4; Joh. Varenniut [st 1536] vgl. Füi 
quot 2 p. 305 sq.; Jac. MarinuM [st. 15501]; Didascaliconi 
Antw. 1526. 4 oder Synt. linguae lat Herzogenbusch 1M2| 
1 555. 4. — Nicol. Cienardui (Cleynarts) aus Dtest in Braban 
[st. 1542], lebte in Spanien uod Portugal, hellsinnig, auch 
der hebr. u. arab. Spr. kundig: Institutiones in gr. L Loweo 
1531. 4 sehr oft; *tec. F. Sylburg. Frkf. 1580; Hanau 1602] 
4 u. s. w.; Meditationes graecanicae. Paris 1534. 8; Epistoli 
LI. U. Löwen 1551; Antw. 1566; Hanau 1606. 8. — Petet 
Nanniu9 (Nanningh) aus Alkmar [geb. 1500; st. 1557], Profi 
in Löwen, übersetzte sorgfältig treu aus dem Gr. in das Lat^ 
und erläuterte Manches mit Einsicht: SviaiiUtwv s. Miscelli 
decas. Low. 1548; in Gruier Lamp. T. 1; lat. Gedichte; vgl^ 



Philologie in d. Ni<ederlanden. 69 

Paquot 14 p. 58 sq. — * Lueai Fruieriui (Fmytier) a. Brügge^ 
[geb. 1541 ; st. 1566], lebte in Brössei, ein geiiiitreicher Kri- 
tiker, za grossen Erwartungen berechtigend : VeriBimOiam LI. 
IL Antwerp. 1584. 8; in G ruter Laiiip. 2 p. 808 sqq.; Con* 
jectanea et Epist. philol. ebend. 5 p. 339 sqq.; lat. Ged« -— 
Gleiches Talent bewähret Paul Leopard aus Flandern [geb. 
1510; st 1567], Schullehrer in IMons: Emendatt. et miscell. 
L). XX. Antw. 1568. 4; in Qruier Lamp. 3 p« 1 sqq.; lat. 
Hebers, aus d. Gr. ; vgl. Paquot 4 p. 1 sq. -^ Joh. Cauchiui 
(v. Cayck) in Utrecht [st. 1566], nibht ohne Verdienst um 
mehre röm. Classiker. — Carl Lang (de Langhe) a. Brüssel, 
Lehrer in Lüttich [st. 1573], scharfsinniger Bearbeiter meh- 
rer Ciceronischer Schriften vgl. Faquot 11 p. 154 sq. — Der 
Tielwissende, für hnmanist. Studien mannigfach wirksame Arzt 
Badrian Junius (de Jonghe) aus Hern [geb. 1511; st. 1575] : 
1 S. 302 ; Animadversionum LI. Y (Bas. 1556. 8) et de coma 
in Gruter Lamp. 4 p. 318 sqq. 482 sqq.; anct. Rotterd. 1708. 
(Haag 1737) ;8; Nomenciator octilinguis omn. rer. proprio no- 
inina cont. Antw. 1567; Genf 1602. 8 (ein Beal-WB. über 
Gegenstände des Alterth.); Copiae cornu (Auszug aus Eu- 
Ktath's Comm. zu Homer) Bas. 1558. F. ; Uebers., Anm. ; vgl. 
Bajfe; 6. W. ab Oosten de Bruyn in N. Miscell. Observatt. 
^0 p. 390 sqq. ; vgL /. Cr. de Orane de Yossiorum Junio« 
rauiqne familia. Grüningen 1821. 4« — Fz Falridm a. Dü- 
ren [geb. 1525; st. 1573] nützlich wirksam vgl. Paquot 14 
p. 183 sq. — Wilhelm Canter aus Utrecht [geb. 1542; st. 
d. 28 May 1575], Prof. in Löwen, scharfsinniger, richtig u. 
tief bUckender Kritiker, musterhaft thätig: 1 S. 127. 128. 
ISO u. s. tv«; Uebers., Anm.; Nov. lectt. LI. IV. Bas. 1564; 
U Vn. B. 1566; LI. VIIL Antw. 1571. 8 und in Gruter 
Lamp. 3 p. 574 sqq.; de latione emendandi gr. auctt. sjn* 
tagma. Antw. 1571. 8; in Jehh Ed. Aristidis T. 2 p. 621 u^ 
im Class. Journ. 5 p. 203 sqq« 361 sqq. ; bei Sturz Hellanic 
Ed. II. Sein Br. Theodor [geb. 1545; st. 1617] ebenfalls, 
nicht unglücklicher Kritiker: var. lectt. LI. II. Antw. 1574- 
8; in Gruter Lamp. 3 p. 712 sqq. — Theod. Pulmann oder 
Poelman a. Cranenburg im Clevischen [geb. 1510; st* 1580?]: 
1 S. 241. 298. 300. 302 n. s. w.; vgl. Paquot 16 p. 339 sq. 
— 6g Rataller a. Leuwarden [geb. 1528; st. 1581] wacke- 
rer lat. Uebers. a. d. Griech. vgl. Paquot 14 p. 169 sq. — 



70 Philologie ia d^ Niederlsoiden« 

Adolpi V. Metkereke ans BrSgge .[geb. 1528; st« 15M]» Ldb 
rer in Leiden: 1 8. 183; de vet. et recta proDuntiatione 1 
gr, et de accent* Brügge 1565. 8 u. in Hapercamp Syllog 
1736 vgl. Paquot 18 p. 243 sq^ — Laevim Torreutius (v.l| 
Beek") aus Gent [geb. 1525; st. 1595], Bisch, y. Anjtwerpei 
tt. Werkzeug der Jesuiten : 1 S. 242 ; lat. Ged. — Liud. Cai^ 
rio a. Brügge [geb. 1547? st. 1595], Lehrer d. Bechte si 
ßourges u. Löwen: mehre Ausg. röm. Classiker; Ant. lectl 
comment^rii tres. Antw.« 1576. 12; Emendatt. et obseryatt 
LI. II. Paris 1583.. 4 bride in Gruteri Lamp. 3 p.l sq.; vgl! 
Paquot 12 p. 56 sq. — ^ Fz Modius ans Oadenbonrg be 
Brügge [geb. 1556; st. 1599]^, wackerer Kritiker: 1 S. 263 
329. 332 u. s. w«; novantiquae lectt. Frkt 1584. 8; in Gru 
ter Lamp. 5 p. 1 sqq. — Hubert Gifanius (v. Giffen) ad 
Buren in Geldern [geb. 1533; st, 1604]: Ausg., Uebers. 
Lecturae Altorphinae. Frkf. 1585. 4; Obseryationes lat. 1. sinj 
gulares ed. E. Ch. A. Otho. Altenb. 1762. 8; vgL Bayle 
Paquot 16 p. 87 cfq. — Steph. Vinaiidus PighiuM aus Campej 
in Oberryssel [geb. 1520; st. 1604]: 1 S. 328; AnnaL Ro 
man. LI. XVill (magistr. Born. Antw, 1599. F.; in Gräi 
Thes. T. 11) ed. And. Sciott. Aptw. 1615. 3 F.; Abb. - 
Jesuit in. A. Delrio aus Antwerpen [geb. 1551; «t. 1608] 
1 S. 234. 297. 303 u. s. w. ; pisquisitionipm magicarum LI 
VL Mainz 1612. 4; Venedig 1746. 3. 4; m. a. — Jac. Cru 
fluiuH^ aus Flandern [st. 1621], Lehrer in Brügge: 1 S. 24! 
vgl. Paquot 10 p« 373 sq. — Heinr. Smet a Leda aus Mos 
in Flandern [geb. 15375 st. 1614]: Prosodia lat. FrkL 159S 
8 sehr oft. 

In den lezten Jahrzehnten des XVI Jahrb. ZQg sich di 
humanistische Thätigkeit ausschliesslich nach dem freyen Noj 
den und hatte ihren Hauptsitz in Leiden; der streng kath( 
lische Süden verstummte. Janus Dousa (v. d. Does) a. Noi 
wie [geb. 1545; st. 1604], der erste Curator der Univ. Lei 
den, sinnvoller Ausleger des Horatius 15$0, Catull, Tibull i 
Propertius 1582, guter Dichter (Poem. ed. Rahuß. Botter* 
1704. 8) u. Bedner, verdient um Nationallitt. n. Gesch.; vg 
Paquot 16 p. 205 sq. Von s. Söhnen haben sich Janus [s 
1596], Georg [st. 1598] und Franz [st. n. 1602] ebenfal 
als Humanisten bekannt gemacht« Elias Putschius (van Pu 
sehen) aus Antwerpen [geb. 1580; st. 1606], studirte in Le 



Philologie in d. Niederlanden. 7 1 

I^D unter Scaliger und starb in Stade: 1 S« 226; Bearb. des 
|ffialla8ti603; lat. Elegien unter d. Namen Amandas Rasaiius; 
kgl. C RitierifAuHi Tita £. P« Hamb. 1608. 4 ; Leben. Hamb. 
1^726. ft; Paquot 9 p. 1 sq. — Juitus Lipnus aus Isca bei 
prussel[geb. 1547; st. 1606], von Jesuiten in Cöln gebildet 
^«od daher ohne veste sittliche Gifukidsätze, viel umherwan- 
^ernd, aAi Prof. In Jena [^1572—1574] Lutheraner, in Leiden 
l{!579] refomrirf, atif der Reise nach Spanien in Mainz [1591] 
tum Kathdiioisinus fibertretend, zulezt [s. 1593] Prdf. in Lö- 
wen, vidmäfasseard gelehrt und b'ei^sens eitel und selbstsiTch- 
%, als SehriftSieiler systematischer Ordhung uüd Eiüheit er- 
mangelnd, mehr sammelnd als verarbeitend, reich an eigen* 
ihünilicheil Alisichten und Wahrnehmungen, Haupt einer in 
^ «ententi&si&m Laoohismus. sich gefallenden und nach ihm be- 
nanntlsn tat. Stytschule: 1 S. 297. 327. 330. 349; Ant. lectt. 
LI V. Antvr. 1575. 8; Epist. quaest. LI. Y. Ant. 1577. 8; 
*£lectör. LI. IL A. 1582. 4; antiquar. Compilationen, philos. 
Sehr.; Opera Ommla. Antw. 1537. 6 F. m. K.; Wesel 1675. 
4. 8, er gab Mart. Smet's [st. 1578] Inscriptionum antiq. L. 
Leid. 1588. F. heraus; Epist sei. Centuiia L Leid. 1586. 12; 
CeDtariae II. Leid. 1590. 4 s. Meutel litt. bibl. Mag. St. 1 
8. 51 ffl,; vgl *A. Miraei vita J. L. Antw. 1609. 8; Bayle 
s v.lEombert; Litt. Wochenbl. 1 S. 233 ffl.; F. A. de Betf- 
Mberg de J. L. vita et scriptis comment. Brüssel 1823. 8. — 
täul Memla (v. Merle) aus Dordreeht [geb. 1558; st. 1607], 
Prof. in Leiden: 1 S. 233. 335 m. a. antiq. bist. Jurist. Sehr.; 
Opera raiia posdiuma. Leid. 1684. 4. — Bonaventura Vul- 
caniui (Smid) aus Brügge [geb. 1538; st. 1614], ih Antwer- 
pBn und Leiden: 1 S. 183. 305; 2 S. 22. 39 u. s. w.; gu^e 
bist. SaMmK — Amoniu» Popma (v^ Popmen) aus Alst in 
Friteland [st. n. 1617?]: 1 S. 225. 257. 267 u. s. w.; de dif- 
ferentiis verbot. LI. IV ^t de usu ant. lectiotiis LI. II. Leid. 
1606.8 sehr oft; ed. J. CA. Messergchm'dl. Lpz. 1769. 8; c. 
n. var. Neap. 1779. 2. 8 ; de ordihe et usu judiciorum LI. 
III. LeuWarden 1617. 4 ; m. a. — Janui Buigers aus Dor- 
dreeht [geb. 1689; st. 1625], ausgezeichnet durch krit. Um- 
sicht und angemesseife und geschmackvolle Darstellung: 2' S. 
32; Horatius If6t3; »variar. lectt. LI. VI. Leid. 1618. 4; Poe- 
mata. Leid. 1653. 8 ; vgl. Selbstbiographie in Vit. sei. Bresl. 
1711 p. 163 sqq. — Ubio Emmiu9 (Emmen) aus Greetsyhl in 



» 



72 Pliilologie in d. Niederlanden. 

» 

Ostfriesland [geb. 1547; st. 1625], saleztProf. io GrÖBiogen^ 
Opus chronologicani. Gr. 1619. F.; Vetas Graeda iUasitrat 
Gr. 1626. 3. 8 und in GroHov Thes. T. 4; trefiDl. Geschieh 
werke; Tgl. Tiaden GeL Ostfriesl. 2 S. 1 ffl. — Everar 
FeUh aus Elburg in Geldern [st. i6|^!], Idirte in Frank 
reich; Antiquitatum homeric. LI. IV. Leid. 1677; Amster 
1726. 12; ed. El. Sioeher. Strasb. 1743. 8 und in Gron^ 
Thes. T. G; vgl. Bayle; Paquot 4 p. 388 sq. — JoA. Meur 
nus (v. Meurs) aus Losdun [geb. 1579} st 1639], Prof. i 
Leiden, zulezt in Sora, ungemein fleissiger, planloser Samm 
1er vielgebrauchter antiquar. Materialien; bist. Sehr.: Oper 
ex rec. J. Lamiu Florenz 1741 ffl. 12 F. — * Joh. Itaak Pon 
ianui ans Helsingör [geb. 1571; st. 1640], Prof. in Härder 
Wyk: Ausgab. röm.Schr.; Analectorum LI. UI. Rostock 1599, 
4; Poemata. Amst. 1634. 12; achtbarer Geschichtforscher. 
Jok. Bodaeus a Stapel ia Amsterdam [st. 1636]: 1 S. 205. ^ 
Cland. Dauiqueju$ (d' Ansque) aus S. Omer [geb. 1566; st 
1644], Jesuit, Canonicus in Touniay: Anm. zu Q. Calaber, 
Tryphiodor u. Koluthus. Frkf. 1614. 8; zu Silius Ital. Paris 
1618. 4; Antiqui novique Latii Orthographica. Tournay 1632; 
Paris 1677. F. ; vgl. Bayle; Paquot 6 p. 297 sq. 

Hugo Grotius oder Huig van Grool aus Delft [geb. d. 
10 Apr. 1583; st. d. 28 Aug. 1645], mächtiger und folgen- 
reicher, als alle Gelehrte des XVII Jahrb., auf die gesaoimte 
Bildung und Richtung des geistigen Leb^is in Europa ein- 
wirkend, ist vollendeter Zögling der alten Welt, deren Frey- 
heit, Kraft, Milde und Schönheit er in s. Geniüth aufnahm, 
dadurch äich über s. Zeit erhob und eine Hoheit und edle 
Menschlichheit der Gesinnung gewann, welcher alles Aeossere 
untergeordnet wurde. Seine Grösse bewährte sich im Kampfe 
und Märtyrerthum für rechtliche Selbstständigkeit des Vater- 
landes [1618] und in unwandelbarer Folgerichtigkeit 8. gei- 
stigen Thätigkeit, welche reines, kräftiges und eigenthumli- 
ches Streben nach Verallgemeinerung und Sicherstellang des 
Wahren, Rechten u, Schönen abspiegelt; überall beherrschet 
der Meister den Stoff und gestaltet ihn zu künstlerischer An- 
schaulichkeit. Dass ein solcher Mann den Alltagsmenschen 
ein Räthsel, den Weltklugen ein Anstoss war, in der Ge- 
schäftswelt wenig Geltung fand und theologiscb verketzert 
wurde, kann nicht befremden. S. humanistische Arbeiten 



Philologie üi 4« Niederländen. 73 

Raupten forCwtiirend ihren Werth ; der elgenihfimliehe Geist 
der Sdriftstdler uriid tief und richtig anfgefaist, die Erläo^ 
terong ist treffend nnd gedrängt, die Kritik angemetsen und 
aeifit gelangen; die metr. Uebersetznogen griech. IKchter 
laben poet. Verdienst bey nii&t geringer Treue: 1 S» 129« 
181. 186. 285. 298 u» 8. w.; Änm. zu Tacitus Annalen, Sta- 
tins a. s. w.; Poemata» Leid. 159^1 1617. 8; Poemata sacra^ 
Dordre€htl799*8; Epistolae. Anisterd, 1687. F.; Clavisepist. 
1763. F.; Ep. ined. ex. Museo Meopmanniano. Lmlen 1807,8; 
Kpistolae ined. (Briefweehsel mit Oxenstjerna und Salvins) 
bariem iS39. %i S. Gesehichtarbeiten haben das Gepräge 
ahertbündicher Vollendung: ^ Annales et Historiae de rebus 
Mgicis ab obitu Phil. II usque ad indncias 1609, Amsterd* 
1657. F. ; Parallelen rer. pubL LI. III de moribus ingenioque 
^polor. Athen. Rom. Bati^v. door /• Meermann. Haadem 1801 
I« 4. 8 ; Samml« In der Theologie haben s. apologetische (do 
teritate reL ehrist. Leid. 1627. 12 sehr oft; cura J. C6. Koe- 
deri. Jena 1727; Halle 1734. 8; viel ubers.; Defensio fidel 
«ath. de satisfactione Christ, adv. F. Socinum. Leid. 1617. 8 
^ 8. w.) und exegetische Schriften (Annotata ad vet. T. Pa* 
ml644. 3 F.; c« auetuario. Halle 1775 ffl. 4. 4; Annotatt. 
UiN.T. Amsterd. 1641. 2 F.; HaUe 1769. 2. 4; Opera theo^ 
iogiea. Amsteld. 1679; Basel 1732. 4 F.; vgL C. Segaar Or, 
ie E G. illustri humanor. et divinor. N. T. scriptt. inter* 
prete. Utrecht 178&. 4) Epoche gemacht. Praküsche Philos- 
ophie und Rechtswissenschaft verdanken s. gehaltvollen Be« 
arbeitang des Natur-, Staats- u. Völkerrechtes {Mare liberam. 
Leid. 1595; 1609. 8; De jure belli et pacis. Paris 1625. 4; 
Afflsterd. 1631. F. sehr oft; c. not. var. Amsterd. 1712; 
Ctreeht1773. 8; e. comm. fF. van der Muelen u. s.w. Utn 
i696fl. 3 F.; e. n. Auct. et /. h\ Gronau. Lausanne 1751. 
$•4; oft üb^s.; franz. t. J. Barbeyrac. Amsterd. 1724. 2. 4 
a. 8. w.; B. A C. Cras Or. qua perfecti JCti forma in H. GL 
ipectatnr. Amst. 1776. 4) eine neue Gestalt. Vgl. Vita. Leid. 
1704. 4; *{F* A. Lehmann) Gr. manes ab iniquis obtrecta- 
tionibus vindicati. Detft 1727; Lpz. 1732. 8; Levensbeschryv 
Tiiig door 6. Brand en A. v. Catienburgh. Dordr. 1727 fi. 
iF.; Vie par Bitrigny. P. 1752. 2. 12; t. Lpz. 1755. 8; H. 
C« nach s. Schicksalen u. Sehr, dargest« v. A Luden. Berl. 
1S06. 8; B.C. Cra$ Laudatio H. G. Amsterd. 1796. 8 ; Bayle; 



74 Phiiologio lA d» Niederlanden. 

»■ 
Saumaiteh Herabwfirdlgang and X JEL H&Wnger'i Zorechi 
w^isimg dieser Eiaseitigkeit In Commtedi Episl« Lcibnitiai 

Prodr. 3 p. 739 fq. . 

Gerhard Joannü Vois aus Hodelbec^ [;geb«'1577; st 

17 März 1649], Heetor in Dordrecfct [IfiMi], Prof. in Leid< 

{1614] nnd Amsterdam £1633] , wisseaachälEklielL {[rundliche 

PoljhittM) rfs vortttfbiBiltMer Theolog (Htst de oontrovel 

siis «näe PielagtuS e|nsl{iie reKqmafe moventüt U. YIL Lei 

1619; Amit* 16SS. 4)^ tfichciger Historiker (Ars historicj 

Leid. 1623. 4 ti. m. a«) , grindlicher «• scljarfittnmger Graij 

«ätiker n. vmsiehtiger, gesund artheilender Litterator giei^ 

aehiangwerth : 1 S« 140. 227. 2S7 n. s« w«; * Aristarchns | 

de arte gramni. LI. ViL Amst^ 163S; 1662. 2. 4; 16M. Fl 

""Chrammatica lat. Leifd. 1607. 8 sehr oft| De vitiis sermoJ 

et glossem. iat. barbaKs LI. IV. ^mst. 1640« 4; «Etymolj 

glfon L 1. A. 1662; 1695. F.; ed. A. S. Mazackiui. Nea 

1762 U 2 F.; *de tbeologia gentiii LI. IV. AmSt. 1641. i 

LL IX» A. 1668. 2 F.' ü^ v. a.; Episidiae. Lond. 1690. t\ 

Opera omtlia. Amst. 169» ffl. 6 F.; vgl. Bayle; Chaufefi 

JH. Toll <0r. de G. J. V. Grammaiiico perfecta. Amst« 1778. i 

Von 8. drey Sdfanen Gerhard^ Matihaeui^ iat b^otfiders hd 

[geb. 1618; st. 1689]» welcher in England lebte, zu beach 

ten: 1 S.237} Anm. zn Pomp. Mda; de poentatnm canta i 

viribus irhythml. Oxf. 1673.4; vgl. Okat^fepU.-^ Marc.Xd 

riui BoJfharn flfUs Beirgenopzoom [geb. 1612; st. 16S3], tt^ 

in Leiden» politisirendör Humanist n. IBstorÜBer: Ansg. roq 

Class. ; Samml. ; Gesch» Bficher ; Ged. ; vgl. ßayie. — Dani 

fiTeinteaas Gent [geb. 1582; st. 1655]» Prof. in Leiden, o^ 

gemein vielseitig and fnr Bereicbemng dei^ gr. Litt, sehr tbi 

tig» ia s. Leislnngen ongleieb, aber immer Talent nod G| 

lefarsamkeit beurkundend: 1 S. 116. 18bT 201. 202. 203M 

231. 242. 245. 288. 301. 307. 350. 351. 357; 2 S. 30 n. 

w. ; Crepnadta Siliana. Leid. 1600. 12 ; Aristarchns saoer 

Exerdtatt saorae ad N. t. L. '•'1627. 8; 1639. F.; Ot9\ 

Amst. 1642. 12; Poem. ed. nova. Leid. 1621.8; Amftt. 164 

12 ; hist. Sehr, in antikem Kunststyle. S. Sohn Nicolaui [g^ 

1620; St. 1681] erwarb nch um krit. Beriehtigung r5m. Di<^ 

ter glänzendes Verdienst: 1 S. 239. 298. 304 n. s.W'; A 

versariorum LI. IV ed. P. Burmann. HafUngen 1742. 4; El^ 

L. Paris 1646. 4; Poemata. Leid, 1653; Amst. 1666. 8. 



Philologie in d, Niededand^n. 75 

Joiaim Friedrich Otomov ms Hamburg [gelu 1611; it d. ^ 
Dec jeri], Lebret ia Deventer [1640] n. iuLeUen [1653], 
einer der gefeiertesleo HnmariateB, welcher rom. SchriflBtc^ 
ier in ihrer geistigen Ciesanimtbeit tief uad scharf -aiiffassta 
und als Kritiker and Audeger «iae der ersten Stellen -behaup« 
tet, üppig reicb an glicklioheii AmiGhten: 1 8. 230. !&\. 263. 
297. 301. 333« 343. 349; t)b8ervatt« LI. IIL Leid. 1639; 
1662; 1, IV, Devent. 16W. 12; ♦LI. IV cur* F. Fiatnera. 
Lpz. 1755. 8; ed. C H. Frotseher. Lps. 1931. S; Monobi* 
Uos obser^att. i)t scriptt. eecl. Dev. 16S1. 12; *de sestertiis. 
iSev. 1643. 8; Amst. 16§6; 1691. 4 n. K.; (Lectt. Plautinae. 
hast. 1740, 8> Notae in Terentium. Oxf« 1750. 8); dB notis 
6 qaibos dignosd queat yetastas librorum lat. mss. in Coin* 
imercii Epist. Leibnitiam Prodremus 2 p. 912 sq.; Anm«; 
Abh.; vgl. Leban. Hamb. 1723. »; Chrnnfipie. ^ N. Tennu-^ 
l&ttfTea Nu)l) aas Steinfurt [st. n. 1^75], 1. in Arnbeim: 
ilS. 341. 36L ^71 u. s. w. — Q. Goes in Leiden {geb. 1611 ; 
8t. 1686]; 1 S. 267; Anm., Abb.; vgl. Jt^^/er Ueytr. aar jur. 
Biogr. 2 St. 2 S. 326 fIL — Theod. ByckiuB ia Lrtden [geb« 
IM); 8t^ 1690]; 1 S. 330. 341 m. a.; Abb. — Unter dea 
minder bedeutenden gleicbaeitigen philologischen Arbeitern 
l^aDB hier aar im Allgemeinen aufmerksam gemacht werden 
^ (krneL Schrevel aus Leiden [st. 16.64] , der Tide Edd* 
^mt yajr. besorgte: 1 S. 300. 302 u. s. w«; Lex. man, gu 
k Leid. 1654. 8; SQ Edd.; ed. fF. RBbert^^n. Lond. 1676; 
£d. XVU aucta. Glasgow 1799, 8 v cur. J. F. Jmmet Paris 
)806. g; expurg. Fiorid; Leciuse. P. 1820. 8; Tgl. Paqmef 16 
P* 271 den gründlicheron und um bist, Forschung Terdienten 
fet. Scriver^uß (Sohry^ aasHarlem [geh. 1576; st. 1660]: 
1 S. 234^ 297. 372 u. ^%r.; Opp. philol. et poet. Utr. 1737; 
Amh^m 1752. 4^ Job. Bond [s. 1630] vgL (AaiifeftS; den 
Engläader Th. Fmnabe [st. 1647]^ und J^K Mineüi^ Beet. 
ta Rotterdam [st. 1683] vgl. Puquüt 17 p. 244; B^rfAard 
' ^'^P^ng in Leiden [1670] ; der wackere Leidner Jurist AnU 
%ntft [geb. 1603; st. 1670] vgl. Paquot 14 p. 273 sq.; 
welche durch zahlrmhe Ausgaben r5m. Classiker mit kur* 
Ken, oft fiafchen Anmerkungen, das Bedurfhiss bequemer La* 
lei befnedigten und im Auslando grossen Beyfall fanden« *^ 
Die Reibe 4er ferdimten Phiklogen des XVII Jahrb. scblies« 
«^n mehre trooh aehtbare «nd mü Erftdg Ibüttge Männer ; 



76 Philologie in d. Niederlanden. 

Joh^ Qeorg Qraeviüs (Grftfe) aas Naomborg [geb. 1632; st. 
1703], Prof. in Dulsborg, Deventer und Utrecht, durch yiel' 
^itl^e Eingieht und gelehrte^ Fleiss ausgezeichnet: 1 S. 116. 
18!« 249. 250« 251« 'iZ\^ 332 a. 8. w«; Thesauras antiqtiita« 
tum Rom. Utr. 1694 ffl.; Vened. 1732 ffl. 12 F. m. K.; AI 
IL de Sallengre [geb. 1094; st. 1723] nor. Thes. ant. rom. 
Haag 1716 IB.; Vened. 1735. 3 F.; /. Poleni utriusque ThegJ 
iiova snppl. Vened. 1737» 5 F.; auch entwarf er die Unter*' 
nchmung des von P* Burmann herausgegebenen Thes. antiq. 
et bist. Italiae.et Siciliae 1704 ffl. 45 F.; vgl. Chanfepie; G. 
Burmanni Traj. erud. p. 112 sqq.; Paquot 10 p. 369 sq. - 
S. Seh. Joh. Verwty a. Gouda [st. n. 1690] verrinfacbte die 
lat. u. griech. Grammatik : Mednila Aristarchi Vossiani 1670; 
Nova viadocendi Graeca. Gouda 1684(1691); Amsterd. 1710i 
8; Anmi zu Hesychios in Aller ii Ed.; vgl. Paquot 8.p. 105 
gq. — Peter Franzi a. Amsterdam [geb. 1645; st 1704]; Elo^ 
t^iientiae exterioris spec. I. 11 1697 ffl.; denuo ed. C. hent' 
cow. Berl. 1823.8; Posthutiia. 1706. 8; Ged., Reden. — GU^ 
bert Cuper aus Hemmen [geb. 1644; st. 1716], in Deventerj 
geschmackvoller Bearbeiter der Numismatik und alten Kunst- 
geschiehte: Observatt. LI. III. Utr. 1670; 1. IV Devent. 1678; 
Libri IV. Lpz. 1772. 8; Apotheosis Homeri. Amsterd. 1683^ 
4; Harpoerates. Utr. 1687. 4; beide in Poleni suppl. T. 2i 
Lettrea de oritiqoe, de litt^rature et dabist Amst. 1742. 4; 
Ii4ele Abb.; vgl. Saxo Onomast. 5 p. 175 sqq. — Ezeehki 
ßpanhetm aus Genf [geb. 1629; st. 1710], gebildet in Leiden, 
irefflieher Nnmismatiker und Archftolog: 1 S. 3t3; Anm. 2<i 
Kallimaobos; De usu et praestantia numism. ant. Rom 1664 
Amsterd. 1671. 4; «Lond. u. AmstJto'OO fl. 2 Fi; Orbis rom 
Lond. 1703. 4; vgl. ChaufepU. — M. Meibom in Amsterdan 
£8t, 1711]; 1 S. 206. 347 u. s. w. Vgl. Jae. Burchhard qaii 
oausae nt, cur humanitatis studUs majus hodieque a Batavi 
quam a Germanis statuatur pretium; c. Or. de Batavonii 
eoelo ernditis ex Germania orinndis maxime propitio« Hild 
burgh. 1718. 4. 

Im XVIII Jahrh« blühete das humanist. Studium, aud 
gepflegt von Theologen; Juristen und Medicinern, herrlich foi 
und erreichte bald seine vollendete Reife; viele Retchthumc 
gelehrter Forschung und Aemsigkeit wurden ausgespendet 
melire anerkannte Meister stelUen Master der Kritik und Ii 



Philologe In d. Xiedei-landen. 



7/ 



ferprefadott auf: Janw v. Broukhujfzen, aas Amsterdam [geb* 
1649; 8t. 17Q7]: 1 S. 242. 243 u. s. w«; Poematuin (Utr. 1648. 
8) Li. XVI cura D» Ho^giiralanu Amsl. 1711.4; vgL K 
imbt in Eruch Encykl. 13, S. 78 f. — Tli^od. JanssaM c. 
Mneloveen aus Mydregt [geb. 1657; sU 1712], Arzt n. Prof. 
biHarderwyk: 1 S. 340. 375. 376; Opuscula. : Amst. 1686. 8-, 
Fastor. Rom. consaL LL IL Arost. 1705; 1740. 8 (womit Pe^ 
Beland Fasti consol^ Utr« 1715« 8 zu vergleichen sind) ; m. ^ 
^ Luio(f Käiter (Neocorus) aas Bipmberg im Lipp. [geb. 
1670) St. 1716], lebte in Amsterdam, Berlin und Paris, eia 
^lamfassender, helldenkender Kopf : 1 S. 114.;132..360. 392, 
SS. 23 a. s. w.; *de verbis gr. mediis. Paris 1714; Leid. 
i;i7. 8 und in Ch. Wolle Coli. Üb. de v. in. Lpz. 1733. 8; 
irchäol. Abh. in Gronov u. Gräve Thes.; mit /T. SiAe [hu 
1713] Bibliotheca libr. nov. Utr. 1697 fl. 16 St. 3; vgl. Chau^ 
fipitf; M6m. de Tae. des inscr. 3 H. p. 48 sqq. -^ Jac* Pe^ 
l&MMif (Voorbroek) aus Dam [geb. 1651 ; st. 1715]^ Lehrer 
In Delft, Franeeker u. Leiden, tüchtig im Sehen und Prüfen, 
trefflicher Forscher der alt. Gesch. , hochverdient um Eror- 
tenrng donkler alterth. Gegenstände : Ausg. ; Animadversiones 
iiisU Amsterd. 1685; Altenb. 1771. 8^ Ongines Babylonicae 
<^t Aegypt. Leid. 1711; ed. C. A. Düker. Utr. 1736. 2. 8; 
Dissertationes. Leid. 1740. 8; Orationes. L. 1740. 8; v.. a.; 
vgl. Friemoet Athenae Fris. p. 625 sqq.; G. Kramer Elogium 
1-P. Berlin 1828. 8. — Jacob Gronov aus Deventer [geb. 
1645; St. 17163) J« Fr. Sohn, Prof. in Pisa und Leiden rüstig 
iaFoischen, Sammlen und Streiten: 1 S. 136. 141. 182. 191. 
254. 263. 280. 284. 321. 330. 336. 341. 342. 397 u. s. w.; 
Thesaartts antiq. gr. Leid. 1697 ffl.; Venad. 1732. 12 F.; J. 
I^/^ Suppl. 8. oben; vgl. C&atifepii. — Lambert Bot aas 
Vorcam [geb. 1670; st. 1717], Prof. in Franecker: Ellipses 
paecac. Franeck. 1702; 1713 oft; ♦ed. G. H. Schwer. Lpz. 
1808; Oxt 1813. 8; Exercitatt. philol. Fr. 1713. 8; Animad- 
i^en. ad scriptt. gr. Fr. 1715. 8; Antiqaitatum gr. praec. At- 
k descriptib brevis. Fr. 1714. 12 oft; ed. J. C. Zeune. Lpz. 
1787. 8; De eruditione Graecor. p. colonias eor. propagata. 
h, 1704. F. m. a. ; vgl. Vriemoet Ath. Fris. p. 723 sqq. — 
^ilk Heinr» Nypoort in Utrecht : Rituum qui olim ap. Ro^l• 
Atinoemat explicatio. Utrecht 1712; 1723. 8 sehr oft; 1774; 
M. 17S3. 8; Hist. reip. et imp. Rom^. Utr. 1723. 2. 8; ^. 



78 Pldlologie in ^ Niedejrlandeii. 



B. IFeiitrkctf: 1 & 23t; Air. Xmreniw.' i S. saS ; m. a. 
~ Jean k Clerc (Clerioas)> aus Genf [geb. 1657; bU 1736], 
in Amsterdam , nicht ohne Verdienst um Theologie und um 
Bearbeitung der Nieder!« Gesch«, als Jt^arnalist (^ S. 71) 
fruchtbar wirksam, auch in der Philosophie freyere Denlcart 
fordernd, und überhaupt darch rastlose Thätigkeit achtbar, 
gab in s. philologischen Arbeiten arge Blossen^ deren strenge 
Büge durch Burman» und besonders Bentley für wissensehaft- 

. liehe Gründlichkeit und selbstständige Forschung reichhalti- 
gen Erfolg gehabt hat: 1^ 8. 178. 237. 243. 247. 393*. 405 \u 
8. w.; de arte critica. Amst, 1696; 1712; 1731 ; Leiden 1778. 
3. 8; vgl* Chat^egie; Puquot 17 p. l'sq. — Feter Burmunnl 
aus Utrecht [geb. 1668; st. 1741], Prof. in Utrecht und Lei- 
den, überströmend von reicher Belesenheit, mit dem röm. Al- 
lerthum irertraut, als Kritiker schwach, übennütbig und in 
Streitigkeiten zügellos heftig : d S; 210; 24^. 294. 298. 299. 
300. 315«. ä27. 331 u. s. w.; ^Yectigalia pop. R. Utr. 1694. 
12; Leid. 1734. 4 und in Poleni suppl. T. 1; Anti^itatum 
Born. br. descriptio. Utr. 1711. 8 sehr oft; ed. F. ^. Reiz. 
Lpz. 17^2. 8; Orationes. Haag 1759.4; Poemata'ed. P. BAV 
Amsterd. 1746. 4; v. a. — SigeVert Havereamp [st. 1742J, 
Prof. in Leiden, überaus fleissiger und bes. für ake Numis- 
matik nützlicher Sammler: 1 S. 236. 246. 260. 283. 319. 337. 

' 397 u. s. w. V. a. — Arnold Drackenborch^ Prof. in s. \a- 
terst. Utrecht [geb. 1684; st. 1748J, ausgezeichnet durch un- 
ermüdliche, meist besonnene und bey allem Ueberflasse nicht 
unangemessene Aemsigkeit: 1 S. 263. 301; de pr^efecto urbi. 
Utr. 1704. 4; Frkf. a. d. O. 1752. 8: de officio praef. praet. 
Utrecht 1707. 4 ra« a^; irgl. Oratio fanebr. p, /• Ooaterdyk 
Schacht Utr. 1748. 4. /. Carn. de Paw aus Utrecht [st. 1749. 
durch zudringliche krit. Kühnheit überberücbtigt : 1 S. 178. 
279. 280; 2 S. 23 u. s. w. — Jac. Philipp d'^rviUe^ Prof. in 
s. Vaterst. Amsterdam [geb. 169&; st. 1751], überaus bele- 
sen und umsichtig, in sprachliche Eigen thümlichketten tief 
eindringend, wackerer Numismatiker: 1 S. 292; Critica van- 
nus in inanes J.^ C. Paronis paleas. Amsterd« 1737. 8; Sicala. 
Amst. 17644 2 F.; redig. MiscelL observatt. 1732 fB; u. Mise, 
obs. crit« nov. 1741 ffl. — jFVanz van Oudendorp ma Leiden 
[geb. 1696; st. 1761], Beet, in Nimwegen und Haarlem, Prof. 

ift Leiden, kritisch >sch^rfsinnig- und vornchtig: IS. 258.298. 






Fldlologie in d. NiedexlaiideQ. 79 

305. 331« 33& n. 8. w. — darl Andt'em Bnk^r au« Usna 
[geb. 1670; Bt« 1762], \Ähse£ in Herboni, Haag und Prof. in 
Utredit [1716]^ Sprachgelehrsamkeit u. geflobichtliche Kennt« 
luBS der alfen Wd« in ihrem ganzen Umfange rereinend, ein 
bescheidener, hell sehender Kritiker and Viekes grandlich er« 
5rtwnder Aasiger, Qaellen und Hülfinittd gewimenhaft be- 
DutaEend: 1 S. 132. 137. 332 u. 8. w. ; Opüisc* varia de lati- 
nitate JCt. vet. Leid. 171t; Lps. 1773. 8; Or. de difficuka- 
tibas quibusd« interpretatidnie gramra* ¥et. scriptt. gr. et lat. 
Utr. 1716« 4; in Kivpp Oratt. sei. p. 253 sqq. i irgL Ch. Saxj 
laudatio C. A. D. hinter P; VI Onomast» litt» — Feier Wcs- 
seUng aas Steinfurt [geb. 1692 ; st. 1764] , Lehrer in Mid- 
deibnrg, Prof. in Franecker qnd Utrecht, vielseitig gebildet 
and reich an grundlicher Gelehrsamkeit, trefflicher krit. För- 
icfaer, der altclass. Sprachen mächtig und die geschichdichen 
Verhältnisse einsichtvoll beacluend, daher vieles anregend und 
BUS eigentbümlichem Gesidbtspuncte auffassend : 1 S« 136. 140. 
193 u. 8* w«; Observatt. var« LI. IL Amsterd. 1727. &; Pro- 
babilium 1. Franecker 1731. 8 ; Simsonü Cbronicon ilL et corr. 
Lttd. 1729; 1752» E. m. a.; vgl. Vriemoet Ath. Fris. p. 791 
sqq. — Eliat Fahiret m!& Rotterdam [geb. 1713; st. 17^5], 
welcher nüt seinem Versuche (1752), das N. T. aus Afsa Clas* 
slkem m erklären, wenig Anerkentiung fand : Thesaurus el- 
lipsiom lat. Lond. 1760; ed. E. H. Barker 1829; cur. üf. 
Ruhnkel. Lpz. 183L 4. 

Jiberiui Btemiierknie aus Gröningcftt [geh. 16S5; st. d. 7 
Apr. 1766], Lehrer in Amsterdam [1706], Prof. in Franek- 
ker [1747] und .Leiden [1740], Stifter und Haupt einer noch 
fortdauernden Humanistenschule, mathematisch, philosophisch 
imd geschichtlich tüchtig vorbereitet, mit lebendigem Schön* 
heitgefnhl, naturiichem Scharfblick und sicherem. Wabrheit- 
sbne . ausgestattet, h^te die Alten nach der Zeitfolge gele- 
sen und. ihren eigenthümlicfaen Gmst smfgef^sst, bearbeitete 
die Sprache als selbstständiger Denker, der Erfahrungen zu 
würdigen, und ordnen weiss, un4 erkannte in der Philologie 
die frachtbarste Beschäftigung. znr.Bildung, Uebuog. und Ver- 
edelung der geistigen Kräfte des Menschen; Gesinnung und 
Wandel standen, mit s. wtssensdiaftlichen Vorzügen im voll* 
kommensten Einklang. Als tief blickender Kritiker usd er-^ 
schöpfender Ajisleger schwieriger und dunkler Stellen ist er 



80 Plülologie in d. Niederiandeiju 

gkkh adituiigiwenh: 1 S« 132. 280« 309 lu g» w.; Oratii 
nes H. et Yalckenaerii. Leid. 1787. &; Oratt WiUenb. 1829 
8; Anecdeta Hemtterhuisiana ed* J. QeeU Ldd. 1825. -8. S 
ErforscbuDg der Stammwörter und Scheidung der araprungli 
eben Bedeutung von dem jüngeren bildlicben Gebraoehe, seio 
einfacbe Anordnung der Grundgesetxe der Grammatik u 
Syntaris gaben dem Sprachstudium eine neue Gestalt u. wai 
den von Joh^ Dan, V. Lennep [geb* 1725; st. 1771J, Lehn 
in Groningen und Franecker (s. 1 S* 151) und L. C. Vd 
ehenaer weiter verfolgt u. aus einander gesetzt: /• Ch. SirudA 
meyer Budimenta L gr, ad sjrstema analogiae a T. H. pr« ioi 
ventae emend* Ev. Scheid. Zatpben 1784; 1797. 8; L. C 
Valckenaerii observatt acad., quibus via munitur ad originei 
gr« investigandas et J« D. a Lennep praeleeü. acad« de an^ 
logia 1. gr. rec. Mv. Scheid. Utrecht 1790; 1805. 8; /. D.^ 
Lennep Etymologicon 1. gr. cur, £v, Seheid» Utr. 1790. 2. 8| 
vgL D. Buhnken Eloginm T. H. Leid. 1768; 1789. 8 oftj 
Vitae Dnumviromm T. H. et D. Ruhnkenii altera a R. akj 
' a Wyttenbachio scripta **cur. Fr, Lindemann. Lpz. 1822. s] 

Ludwig Ca$par Valckenaer aus Leuwardeti [geb. 1715^ 

8t. d. 14 März 1785J, JV$ grosser Schüler, Prof. in Franek- 
ker und Leiden» alterthümlicher Polyhistor im edelsten ood 
vollesten Sinne, die reichen Früchte der ausgebrritetsten mul 
besonnensten Belesenheit mit Geist verarbeitend , das Wesei) 
der griecb. Sprache und ihrer Bestandtheile tief erforscheiid^ 
viele neue Ansichten eröffnend, manches begründend und be* 
richtigend, in Kritik und Auslegung, wie ne eng verschwi«! 
Stert sind, durch Falle und angemessene Benutzung ^ddtoUi 
1er Erfahrung musterhafter Lehrer: 1 S. 112. 128. 18^. 183. 
206. 281 ; Virgilius coUatione scriptornm gr. illustr. Leuward. 
1747.8; Anm. in Wesseling't Ed.Herodot's u. s. w., mebres 
in observatt. miscell.; oratt. s. oben U^emstlBrhuis; Opas« 
cula philol. critica. I^pz. 1808 t 2. 8. — Dav0 BuhnkeM 
(Rnhneken) ans Stolpe [geb. 1723; st. d. 14 May 1798], ge« 
bildet in Leipzig, Wittenberg und durch Hemsterhuis, Prot 
in Leiden [1761 j, gründlich vorbereitet durch allgemeinere 
-wissenschaftliche und geschichtliche Kenntnisse, ging auf die 
Quellen des Schdnen und Wahren in den Werken der Grie- 
chen zurück t wucherte fruchtbar mit. den Ergebnissen einer 
wohlgeordneten und reif überdachten Belesenheit, fasste den 




Philologie In d. NiederiandeiL 8 1 

Qesammteindradc ganzer Werke und einzelner Stellen tief 
auf, war eben so scharfsinniger und besonnener Kritiker als, 
bey aller Reichhaltigkeit angemessener Ausleger, immer 
Wahrheit erstrebend und das bedachtsame Weiterforschen an- 
regend, ein grosses Vorbild geistvoller Beharrlichkeit in hu- 
ttanist. Arbeiten : 1 S. 112. 145. 149. 163. 281. 307. 314.327 
I.8.W.; Opuscula. Leid. 1807. 8; ed. Th. Kidd. Lond. 1807. 
l;Ed.II (cur. J. Th. Btrgman) Leid. 1823. 2. 8; vgl. Vita 
H scrips. D. Wyttenbach. Leid. 1799. 8. — Daniel fFytten^ 
kch ans Bern [geb. 1747; st. d. 17 Jan. 1819], Rs Seh., 
hof. am Athenäum in Amsterdam und [1799] in Leiden, sagt 
von sich selbst ans : me natura in mediocribns esse homini- 
hi8 Tolait, Qt mea mediocritas quantum a Ruhnkenii magni- 
tn^ne tantum ab ejus magnitudinis laudandae facultate absit, 
hochverdient am Verbreitung der Grundsätze der Leidner Hn- 
aamstenschule : 1 S. 140. 313. ^"356 u. s. w.$ ""Bibliotheca 
erit. Amsterd. 1777 ffl. 3 B. od. 10 St. 8; Opuscula varii arg. 
Leid. 1821. 2. 8; m. philos« Sehr. vgl. 0. li.\Mahne Tita D. 
W, Leid. 1823. 8. — Johann Luzac^ Prof. in s. Vaterstadt 
leiden [geb. 1760; st. d. 12 Jan. 1807], Valckenaer's ver- 
trauter Schüler, geistreich, feinsinnig, helldenkend: 1 S. 180; 
Kxeidtatt acad. Leid« 1792 f. 3 St. 8; Lectt. atticae. L. 1809. 
4]n, a. 

£ Cßnnegieter in Atnheim [geb. 1691 ; st. 1770] : 1 S. 
^; archäol. Abb. m. a. — Joh. Alherti in Leiden [geb. 
16»8; gt, 1762]: 1 S. 281 u. s. w. — Adr* Hertnga geist- 
reicher u. umfassend gelehrter Ar^t [st. 1779]: Observatt« 
crit. teawarden 1749. 8. — Fr. Ludw. Abresch. in Zwoll. 
(geb. 1699; st. 1782]: 1 S. 293; Animadv. ad Aeschylum LI. 
DMiddetburg 1743. 8; LI. III. ZwoU 1763. 8; Dilucidatio- 
noni Thacydidearum P. 2 Utr. 1753 fl. 2. 8; mehres in mis- 
cell, observatt« u. s. w. — 0. Arntzen in Amsterdam [geb. 
<7Ö3; ßt. 1763]: 1 S. 302. 317. 335 u. s. w. — Christoph 
We aus Eppendorf bei Chemnitz [geb. 1714; st. 1806], 
^foC. in Utrecht [1752], wackerer Archäolog u. Litterator; 
^gl* 8. Onomasticon litt. 8 p. 21 sqq. -^ Joh. Pierifon Rector 
'i^ Lenwarden [geb. 1731; st. 1759] erregte als geistvoller 
^tiker grosse Hoffnungen: 1 S. 280; Verisimilium LI. IL 
•^W. 1752. 8. — Giibert JCoen in Franecker [st. 1767 ?J: 
^ S. 25 u. s. w. — Augustin ü. Staveren Rector in s. Va- 

^'achler HB. d. Litt Geicb. IV. 6 



82 Philologie in Gr. Britannien. 

terst Leiden [geb. 1704; fit 1772]: 1 S. 226. 261. ^ Abrü^ 
kam Gronov. in Leiden fst 1775], Jac. 8.: 1 S. 323. 332^ 
341. 342; Varia Geographica. Leid« 1739. 8 m. a. — Pete^ 
Burmann IL aus Amsterdam [geb. 1714; st. 1778], Prof. i| 
Franecker u. Amsterdam, streitlustig: 1 S. ^228. 249. 3(^ 
u., 8. w«; vieles v. ihm heraosg«: Poematum LL IV. Leid^ 
1774; App. 1779. 4. — Joh* ScArader i^i Franecker [geh» 1721^ 
St. 1783]: 1 S. 288; Observationes. Fran. 1761.4; Emendati^ 
nes Leuw. 1776. 4 u. m. a. — Jac^v. Bhoer in Groningen: \ 
S. 360; Feriae Daventrienses. Utr. 1758. 8; Observatt« phik^ 
Gröning. 1768 f. 4 m. a. — jR. M. v. Goens: l S. 360 u .s. ij 
Heinr. Hobgeveen aas Leiden (geb. 1712; st. 1791]; Be^ 
tor in Delft; s. Vigier oben S. 30; Doctrina particuL 1. g^ 
Delft 1769. 2. 4; breviavit H aux. C. G. Schütz. Lpz. 17^ 
(1806}. 8; lat. Ged. — Laureniiui v» Santen aus Amstejj 
dam [geb. 1746; st. 1798] vielumfassend gelehrt und geis^ 
reich : 1 S. 237. 243. 282. 284; Poem. c. vita auct. ed. ^ 
H. Hoetift. Leid. 1801. 8. ^ Hteronymw van Bosch ai^ 
Amsterdam [geb. 1740; st. 1811]: 1 S. 186; Poeraata. l]ti\ 
1803 . Ed. II. 1808. 4. — Hermann Tollim a. Breda [gel^ 
1742; St. 1822], Prof. in Harderwyk [1766], Amsterdam [1778] 
u. Leiden [1809] : 1,112 u. s. w. — Mehre treffliche Schuf 
1er Buhnken'i u. Wyitenhach'Sj Dan. v. Lennep^ Jan Bake\ 
Catp. Jac. Chph Beuvensj J. Otto Sludter u. m. a. -* Yg^ 
P. H. Peerlkamp. vitae aliq« excell. Batavorum. Haarlenj 
1806. 8. 

e) InGrosfibritannien fand Philolog. erst nachdem de^ 
Protestantismus vorherrschend geworden war, al]gemeinerei| 
Eingang. Des. Eramus Aufenthalt [1509 — 1516] in Oxj 
ford und Cambridge hatte eben so geringen Erfolg, als di^ 
Anstrengungen des Arztes Thom. Linacre [geb. 1460; st^ 
1524] und B. Crocus (S. 37) in Cambridge oder JFill. lAUy\ 
Lehrers an der Paulsschule in London [geb. 1466: st. 1523i]J 
Ein Thomas Morus [geb. 1480; enth. 1535], einer der Edel«! 
delsten seiner Zeit, Erasmus Freund, Uebers. einiger Lukian^j 
sehen Dialogen [1514], Vf. der Utopia (Löwen 1516; Bafl^ 
1518. 4 oft; viel übers.), und geistreicher lat. Ged., konnt^ 
von den Zeitgenossen so wenig verstanden und gewürdigt 
werden, als er selbst, in angeerbten Yorurtheilen befangen, 
die grossartige Richtung des Zeitgeistes zu fassen vermochte. 




Philologie in Gr. Britannien. S3 

Opera. Frkf. n. Lpz. 1689. F.; vgl. A. Caylay Mem. df 
Th. M. Lond. 1808* 2. 4; Th. M. a« d« Quellen bearbeitet 
V. G. Th. Budhardt. Nürnberg 1829. 8. — Im Zeitalter der 
K. Elisabeth wurden die Alten gelesen , übersetzt und nach- 
geahmt; ihre Wirksamkeit beschränkt sich aber auf ästhe* 
dache und stylistische Benutzung; doch gewannen sie balä 
ulierwiegendes Ansehen in Unterrichtsanstalten. Der philo- 
logischen Arbeiter waren sehr wenige: der schott. Hisf. 
Tkomai Dempster [geb. 1579; st. 1625], Vf. des Werkes 
ie Etniria regali (Florenz 1723. 3 F.) und einer Ueberar- 
kitoDg der rom. Alterthümer des Kosinus (Paris 1613. Yp\ 
vod 8. Landsmann Willi Bellenden [st. 1630J, ein fieissigeir 
und in der röni« Litteratur wohl erfahrner Sammler (Db 
itatu prisci orbis. Paris 1615« 8; de tribus luminibus Rom. 
P.1634. F.; Opera praef. est & Barr. Lond. 1787. F.) leb^ 
te& iia Auslande. Das lebhaftere Verkehr mit den Nieder- 
landen und die durch poHtische Reibungen angeregte geis- 
tige Selbstthätigkeit forderten den Anbau humanistischer Stu- 
dien, zunächst auf den Universitäten; in Oxford wii'kten 
^tei andern der wackere Joh^ Seiden aus Salvington [geb. 
1584; gt» 1654]: Marmora Arundel. Lond. 1629. 4; und Franz 
Kovt [8t. 1659J : Archaeologiae att. LL VII or of the Attik 
antignities. Oxf. 1637. 4 oft; Joh. Fell [geh/ 1625; st. 
im] Bischof von Oxford. 1 S. 182. 398 u. s. w. und Chph. 
^w [geb. 1645; st. 1690r|: 1 S.246; Lex. Lat. 1675; Sena- 
rius 1687. 8 ; vgl. JR A. Wolf Anal. 1 S. 240 f. ; in Cam- 
bridge der tüchtige HhomM Gataker aus London [st. 1654] : 
P*351; Cinnus s* animad. yar. lib. 1651.4; Adversaria mis- 
teil. ed. Car. G. Lond. 1659. F.; Opera crit ed. Ä Wit- 
W'. Utrecht 1698.; vgl. Cha%fepiS; Badulph Winterion 
[«t.1636]: 1 S. 119 u. s. w. — Franz Junius aus Heidel- 
H [geb. 1589; st. 1677], Bibliothekar des Gr. Arundel, 
verdient um altgerman. Litt, bearbeitete meisterhaft einen 
schwierigen Theil der alten Kunstgeschichte; de pictura ve- 
terum LI. ffl. Amsterd. 1637. 4 ; * ed. /. G. Graevius. Rot- 
i«rd. 1694. F. ; vgl. Bayle. — Thom. Stanley in London [geb. 
1^28; 8t. 1687], als Geschichtschreiber d. Philos. bekannt: 
^ S. 126; vgl. Chaufepü. — 

Seit dem Ende des XVII Jahrb. wächst der Eifer für 
Wamst. Studien sehr merklich und ist fruchtbar an reife* 

6* 



84 Philologie in Gr. Britannien* 

ten Erzengnitteti ; die philologische und praktitch politisd 
Bildong treten in Wechsel wirJ^ung und unterstatzen mch g 
genseitig; die allgemeinere Thoilnabnie an den dffentlicbi 
Angelegenheiten macht empfänglich für die geistigen Erfal 
nmgen, BestrebangjBn nnd Ansichten der in gesellschaftlicbi 
Entwickelang hoch stehenden Griechen nnd Römer, forde 
das Verstehen ihrer Aeusserungen nnd findet in densellN 
liefe Bedeatnng nnd frnchibare Anwendbarkeit anf die G 
genwart« Die Beschäftigang mit den alten Claasikem gi 
als bewährtes 9 nnerschöpflich reiches Bildungmittel fnr all 
welche sich eignen nnd ertüchtigen sollen znm Wirken ii 
Staate; vom zarten Alter an wird der Knabe an me g< 
wiesen nnd gewöhnt; der ihnen befrenndete Jüngling schwd 
get in ihrem Genasse nnd ringet mit begeisterter Anstreoj 
nng nach dem Yorznge, sich den alleingültigen Mustern ii 
Aufstreben des Geistes nnd in dem freyen Gebrauche de 
Wortes zu nähern ; dem Geschäftsmanne bleibt der onvertilf 
bare Eindruck, welchen das in begluckendem Zauber nd 
bewegende Jugendeben hinterlässt, nnd er bewahrt mit Teste 
Treue die Achtung für das, dem er die Erziehung seioe 
geistigen Daseyns verdanket. 80 gestaltet rieh ein gronei 
Wirknngkreis für philologische Arbeiter; die Strenge der ¥ch 
dcrnngen^ weiche an rie ergehen, wird mit dem Fortschreite! 
der geistigen und gesellschaftlichen Bildung gesteigert; di 
Richtung ihrer Anstrengungen wird ernster und umjEassendef 
das Ergebntss gehaltvoller, der Wetteifer in befriedigendere! 
Leistungen durch mannigfache Erfolge verherrlicht« 

Auf der Univers« Oxford zeichneten sich Jezt mehri 
Gelehrte durch rühmliche philologische Thätigkeit aus: Jü 
Weih [st. 1727]: 1 S.138; Thom. Cochman: 1 8« 249* 2S! 
B. We$i VL Bobert Wehted: 1 S. 122; der wackere Matbe 
matiker J. Waüii [geb. 1616; st 1704J: 1 8. 213. 2I< 
368. 369; vgl ChaufepU; der tielBbrschende und nnisicbti| 
combinirende etwas verwirrte Heinr. Dodwell [geb. 1641 
■t. 1711J: 1 8. 140« 154« 315. 327« sds; Praelectt Camde 
nianae. Oxf. 1692« 8; de vet. Gr. et Rom. cyclis^ O. 1701 
4 n« m. a. ; Works abridg'd with an acc. of bis life by Frani 
Brokciby. Lond. 1723« 8, vgl. ChauJ'epit; Joh. Hudton [get 
1660; st 1719]: 1 8. 141. 280. 287. 319 u. s« w.; Geog^ 
vet« scriptores gr. minores c« Dissert« et annot« If« Doduelk 



Philologie in Gr. Britannien. 85 

Oxf, 1698 — 1712* 4. 8 m. a. ; vgl. Chaufepii — ThomuM 
Bale [st. 1702], Lehrer in Cambridge, London u. York: 
1 S. 154. 177. 187. 361 u. s. w. — Josua Barnes ans Lon- 
don [geb. 1654; St. 1712], Prdf. In Cambridge, mechanisch 
But der gr. Spr. bekannt und in s. Ausg. gute Apparate 
iladi benutzend: 1 S. 11t. 121. 128; Tgl. Jacobs in JBtsdk 
1. Gruber Encyklop. — Th. Creech aus Blandford [geb. 
1651; st 1700]: 1 S. 236; Tgl. Chanfepü — Jac. Upion^ 
Leber in Eton [geb. 1671; st. 1719]; 1 S. 192. 202. 350 
1. s. w« — - Johantk Poiter aus Wakefield [geb. 1672; st. 
1747 Erzb. t. Canterbury: 1 S. 180. 396 u. s. w..; Archaeo- 
log^a gr. Oxf; 1699. 8; Lond. 1706; 1740. 2. 8; t. t. /. J. 
BaaAaek* Halle 1775 f« 3. 8. — Tham. Johnson Lehrer 
in Eton^ I S. 127. 159- n. s. w. — Anion Blackwall [geb. 
1672; St. 1730]^ Lehrer in Market- Bosworth; Introduction 
to the Qassics« Lond. 1718 u. s. w. ; de praestantia classic. 
MCt. latt Tertit O. A. Ayrer, Lpz. 1735, 8. — Augustiik 
Bryan [st. 1726]: 1 S« 320; der Theolog Sam, Clarke in 
Westminster [geb. 1675; st. 1729]: 1 S. 111. 2!^^ Tgl. 
CkmtfepUi WiH. Baxter [geb. 1650; st. 1723], Lehrer m 
Tottenham und London, gelehrt ohne dichterisches S^hdn- 
beitgeishl, in seltsamen Künsteleien sich grfallend: 1* S. 121. 
^^^ 0. 8. w.; de analogia s. arte hit. linguae 1679. 8; Oios* 
ur. antiquil. brit. temp« Bom. Lond.. 1719; 1733. 8; Gloss. 
ant. Rom. 1726. 8 unb. m. a. ; Tgl. Jacobs in Er seh Encykl. ; 
der trefiiiche Schotte Thom^ Ruddiman a. Raggel [geb. 1674 ; 
«t 1757], Schulmann in Lawrence Kirk [1695 — 1699], Buch- 
dracker und Verleger in Edinburg [s. 1702], Terdient um 
Sehottische Gesch. u. Litt.; seine reichhaltige lat. ' Sprach«^ 
Idure stehet in fortdauerndem Ansehen: Rudiments ot lat« 
tongue. Edinb. 1714; Ed. XIL 1752 u. s. w.; Granna. lat.^ 
üstitutiones. Edinb. 1725 fl. 2. 8; cur G. Slalibaüm. Lpz. 
1823, 2. 8.; u. m. a.; Tgh G. Chalmers life of TÄ. Ä. Lond- 
1794. 8. — In Oxford Thom. Hearne [geb. 167fr; st* 1735], 
hochverdient (s; 2 S. 336) um das Quellenstudium d«r britt. 
Gesch., ein Torzüglicher Kritiker: 1 S. 317. 332. 335 m s. w.; 
^gl ChtH^epi^. — In Cambridge, welches fodrtaji seinen Ruhm 
überlegener pfailobgischer ThätJgkeit behauptet : Joh. Davies 
Igeb. 1679; st. 1731], musterhaft sorgfältig und scharf blik- 
Vend in der KrUik: 1 S. 252^ f. 310 u. s. w.; P. Needham 



86 Philologie in Or. Britannien* 

[st 1732]: 1 8. 118; 3 8. 47 u. s. w.; Job. Waue [st n 
1731J: 1 8. 137. 260 u. %. w« 

Allen überlegen an Ruhm und frachtbarem wlisenflcliaft 
liehen Einfluss erscheint Richard Bentlep a. Oulton in York 
shire [geb. 1662 ; st d. 14 JuL 1742J, gebildet in Cambridge 
[s. 1675], Oberlehrer zuSpalding [1683], bald darauf in Ox 
ford an s« litter. YervollkommnuDg arbeitend und [1691] plii- 
lolog. Tüchtigkeit beurkundend, Bibliothekar in ^U imaei 
[1694], Lehrer am TrinitätcoUege [1700] und [171.6] Prof 
der Theologie in Cambridge. Er ist der grossartige. Pfiegei 
der höheren Kritik, dazu berufen durch gewaltige Geistes- 
Icraft, tief eindringenden natürlichen Scharfiinii, immer reg- 
sames Wabrheitgefühl, ausgebreiteten Kenntmssreichtbvia und 
belle n. gluckliche Ideen Verbindung; ein rüstiger Kiämpfer, 
unüberwindlich durch leidite Gewandtheit und Teste Bebarr- 
lichkeit; einh^imiseb im dassischen Altertbum^, der Sprachen 
in ihren feinsten Bestimmungen , der Vorstelliing^n nqd An- 
sichten, wie der geschichtl. Verhält0i«se mächtig) in Beband- 
lung dichter. Werke nicht ohne kühne WiUkühr, wßU reiches 
Selbstgefühl ihn über die Gerechtsame fremder Eigenthämlieb* 
keit erhob und die Pflicht der ruhig unbefangenen Entsagung 
nicht vollständig erkennen liess; oft rasch u. leicht arbeitend; 
aber selbst in Verirrungea lehrreich und durch folgerichtiges 
dialektisches Verfahren musterhaft; dass er die, bisher nur 
von Einzelnen beachtete Metrik in ihre grammatisch u. kri- 
tisch viel entscheidende Rechte einsetzte, wird als eins seiner 
bedeutendsten Verdienste anerkannt: 1 S. *144. *151t 178. 
231 (vgL G^ Hermann de R. B. ejosque ed. Terentii« Lpz. 
1819. 4; ""Franc. Hare 1 S. 231). 242. 246 (vgl. Mus. crit. 
Cantabr. 1813 No.ll p. 194 sqq.; *AIea;. CuningAam 1 S. 242; 
Bich. Johnton Aristarchus Anti - Bentlejanus 1717) 294. 298 
u. s. w»; Einiges aus s. Nachlass in Class. Jouriu 1811 No. 
6. 35. 37; Mus. crit. No. 3. 4; R. B. et viror. doct. Epist 
ed. C. Burney. Lond. 1807. 4; auct. ed. /. F. Tr. Friede^ 
mann. Lpz. 1825. 8 vgl. Königsbl Archiv St. 3 S. 348 IB.; 
Opnscula philol. Lpz. 1781. 8.S* philos« theol. Sehr. (Confuta- 
tion of Atheism. Lond. 1694* 4 u. s. w.) Remarks upoa Collins 
disc« of freethinking 1713. 8 u. s. w. u. a.) zeugen von selbst- 
ständigem Denken. Vgl. ""F. A. Wolf Analekten 1 S. 1 ffl. 
2 8. 493; Hand in Er$ch Encykl»; das Schriften Verzeichnis« 



Philologie in Gr. Britannien. 87 

10 Class. Jonrn. 1812 No. 10 p. 432 sqq.; /. H. Mank life 
of R. B. Lond. 1830. 4. 

7%. Mangey [geb. 1684; it. 1755]: 1 S. 355; T£. Hut^ 
ekinton: 1 S. 137; Edw. Holdiworth [geb. 1688; 8t. 1746]: 
Remarks and dissertations on Virgil. Lond. 1768. 4; Rol. 
Amnoorth [geb. 1660; st. 1741] : Thesaar. 1. lat. compendia- 
rias. L. 1736. 2. 4; sehr oft; verm. v. 2%. Morell 1752 u. 
8. w.; V. •/. Carey. L. 1816. 4 und mehre Auszüge daraus; 
archäol. Abb. — Mich^ Maütaire protest. Flnchding ans 
Frankreich [geb. 1667; st 1747], Lehrer an der Westmin- 
sterschnle, berühmter Litterator und rastlos fleissiger Schrift- 
steller: 1 S. 193. 227. 320 u. s. w.; gr. ling. dialecti. Lond. 
1706. 8; Haag 1738. 8; rea F. 6. Sturz. Lpz. 1807. 8; Mar- 
mora Arundei. Oxf. 1732 f. F. u. v. a. — Conyers SUddle- 
tw [geb. 1683; st. 1790]: 1 S. 251. 254; Antiquitates Mid- 
ietonianae. London 1745. 4; Miscell. works. L. 1752. 5. 8; 
a. Joe. Tunstai [geb. 1710; st. 1772]; 1 S. 251. — Jos. 
Spenee [geh. 1698; st. 1768] suchte die Uebereinstimmung 
der rom. Dichter mit alten Künstlern nachzuweisen, befan- 
gen von Alles künstlich erklärender und die Naturrechte der 
Phantasie beeinträchtigender Gelehrsamkeit, doch einen Weg 
zeigead, auf welchem richtigeres zu finden war : Polymetis or 
ao eoquiry concern. the agreement between the works of 
the Rom. poets and the remains of the anc. artists. Lond. 
1745; 1755. F.; im Ausz. v. N. Tindal 1765. 8. — Thomas 
Blackwall Prof. in Aberdeen [geb. 1701 ; st. 1757] geis^ei- 
cher humanist. Geschichtforscher: Mem. of the court of Au- 
gostus. L. 1753 fl. 2. 4; 1764. 3. 4; Enquiry into the life 
and writ. of Homer. Lond. 1735. 8; t. Lpz. 1776. 8; Letters 
eonc. mythology. Lond. 1748. 8. 

Der vielseitig gebildete Rechtsgelehrte in Exeter Benj\ 
Reatk [st. 1766] wohlverdient um Kritik u. Metrik der gr. 
Tragiker: 1 S. 129. — In Cambridge: Bieh. Datees [geb. 
1708; St. 1766]: Miscellanea crit. Cambr. 1745; Oxf. 1781; 
Lpz. 1800; ex rec. et c. n. Th. Kidd. Lond. 1817. 8; John 
Taylor [st. 1766]: 1 S. 146. 147. 148; archäol. Abb. vgl. 
Wolf Anal. 2 S. 500 fl.; Jeremias Markland [geb. 1692; 
St. 1776], geistreich scharfsinnig, besonnen - köhn : 1 8. 128. 
251. 301. 310; vgl. Wolf Plu^X. IV S. 370 ffl.j Will Battie 
[geb. 1704; st. 1776]; 1 S. 147. 202 u. s. w. — Der Lon- 



88 Philologie ia Gr. BritannieiL 

doner Arzt Sam^ Jehh [st 1772] : 1 S. 309« <— Zach, Pearc 
Bischof V. Rochester [geb. 1690; st. 1774], in Dayies Fus 
stapfen tretend, ohne ihn zu erreichen: 1 S. 249. 263. 301 
n. 8. w. — Die Londner Archäologen Rieh. Chandler [ge 
1738; st 1810]: 1 S. 193; Jonian antiquities 1769—1800. 
F.; Inscriptiones antiquae praes. Athenis coli. 1774. F.; Tr 
vels in Asia 1775 in Grcece 1776 ; the hist. of Uium 1802. 
Q, s. w.; und Rob. Wood [st. 1772]: 1 S. 114; Beschr. asia 
Alterth. &am. Musgrave Arzt in Exeter [st. 1780]: 1 S. 12Z 
128« — John Toup in Exeter [geb. 1713; st. 1785], grand^ 
gelehrt und reich an trefflichen krit. Ansichten: 1 S« 18 
281. 307; 2 S. 23 u. s. w. — Thomas Morell in Londo 
[geb. 1701;' st. 1784]: 1 S. 198; Thes. gr. poesfeos s. Le 
gr. prosodiacam* Eton 1762* 4; corr. aax. Ed. Maltby. Camt 
bridge 1815» 4. ^ Thom. Tyrwhitt in London [geb. 1730; 
fit. 1786], gewandter Forscher, zu kühnen Conibinationen ge* 
neigt: \ S« 108. 144. 202; Coojecturae in Aesch. Eurip. etl 
Aristophanem. Oxf. 1822. 8; vgl. Wolf Anal. 4 S. 549 ffl.— 
Thom. Warton [geb. 1728; st. 1790]: 1 S. 183; Tgl. 3 & 
296. — Alca;. Adam in Edinburg [geb. 1741 ; st. 1809] : lat 
Gramm,; the roman antiquities. Lond. 1791; 1792.8; t. Er* 
lang. 1794; 1805; 1817; 1731. 2. 8 m. a. — Gilbert Wahe- 
ßeld aus Nottingham [geb. 1756; st. 1801], fruchtbar an ra* 
flohen, gewagten Vermuthungen, ungemein fleissig und viel- 
seitig ; 1 St 183. 236. 240. 308 m. a. ; Sylva critica. 1791 flL 
5. 8 ; Tragoediarum delectus, Hercules furens, Aloestis et Tra- 
chiniae. 1794. 2. 8 ; Noctes carcerariae s. de gr. poet. metris, 
qui heroico carm. scrips., disp. 1801» 8; viele Uebers., Ab- 
handl. n. m.; vgl. Mem. of the first36 years of bis own life, 
wr. by himself. Lond. 1792. 8; w. bis latest corrections. L. 
1804 2. 8, ^ Henry Homer [geb. 1752; st. 1791] vgl. WoJf 
Anal, 4 S. 653 ffl. — Sam. Henley; Sam. Parr [geb. 1746; 
St. 1824]; Thom. Taylor fleissiger Uebersetzer gr» Philos.; 
Thom^ Burgesi u. m, a. 

In kritischer Genialität und sprachlicher Gelehrsamkeit, 
wie durch fruchtbare Wirksamkeit ist Bentley's Geisteabru» 
der Richard Porson [geb. 1759; st. d. 25 Sept. 1808], Prof. 
der gr, Spr. in Cambridge, ausgezeichnet durch Kenntniss« 
fülle, scharfe Urtheilskraft und, bey oft schneidendem humo- 
ristischen Witz; milde MenschUchkeit ; in ihm war die gluck- 



Philoiogie in Gr. Britannien. 89 

Bdiste IMviiiatiangabe mit strenger l^esonnenbeit und kritUc|i 

^rewissenbafter Genaoigkeit, veste Rucksiebt auf grammat. u» 

nieCiifldie Grandsätze and planmässiger Forschanggeist mit 

lireyem Selbstgefubl and kühner Eibebung über alte Her* 

kommlicbkeiten vereinigt: 1 S. 126« t28; viel zerstreutes; 

Leiters to Mr. Travis* Lond. 1790. 8; Adversaria* Cambr. 

18f2; *Lpz. 1814* 8; Tracts and misceli. critidsrns. Lond. 

1815. 8 berausg* mit F$ Leben von Th. Kidd; Notae in 

Aristopbanem. Cambr. 1820. 8; m. a.; griecb. Ged. ; vgL 

Class. Journal 1814 Jan.; Mos. crit. Cantabr. 1813 vol. 1 p. 

111 sqq.; Königsberg. Arcbiv St. 2 S. 213 ffl. — *E. A 

Barher: 1 S. 279 n. s. w.; Val. Blamfield [geb. 1788; st. 

1816], Gründer des Mus. crit. ; *C. J. Blomßeld: 1 126. 181 

u. s. w.; C Burney: 2 S. 22 u. s. w.; S. Butler: 1 8. 126 

iLL w.; *P. P. Dobree [geb. 1782; st. 1825]: 1 S. 132; 2 

Sl23; Adversaria ed. J. Scholefield. Cambr. 1830. 2. 8; *P. 

Eimlef [geb. 1773; st. 1825]: 1 & 127. 128 u. s. w.; *Ti. 

Gnirford: 1 S. 119. 163. 279; "^Leon. Hotachkis^ bewährt 

dmch t. Antheil an Gaisford's Ed. des Hephaistion : 1 S. 279; 

n. Kidd; V. JET. Monk: 1 S. 128 ; der paradoxe Rieh. Payne 

Kaigki [st. 1824]: 1 S. 114 u. s. w.; m. a. — Treffliebes 

ist für Griech. Ortskunde von IF. Oeli^ *Dan. ClarAe, Edta, 

Dodweily für Archäologie, nnd Epigraphik durch viele Pracht-. 

werke, für alte Gesch. a. Erdkunde u. s. w« geleistet wor^ 

dea und diese Thätigkeit bleibt sich gleich« 

L. W, Brüggemann view of the english Editions of the an- 
cient gr. and lat. aathors. Stettin 1797; Sappl. 1801. 8. 

/) Die Pyrenäische Halbinsel hat an den Wirkungen 
bamanistischer Stadien geringen Antheil genommen ; diese be-« 
sdiränkten rieh auf einzelne Ordensgeistliche, unter denen 
mehre, im Aaslande nach Verdienst geachtet, durch Gelehr- 
samkeit nnd Scharfblick hervortreten, ohne bedeutenden und 
aOgemäneren Einfluss auf die, eigen tfaümlich bedingte Natio*- 
nalbildang zu erlangen. Aelius Antonim Nebrissensis eig. 
AmU de Caia a. Lebrixa in Andalusien [geb. 1444; st. 1522}) 
gebildet in Rom n. Bologna, mit rastlosem Eifer die Einfuh*- 
rang des reineren humanist. Geschmackes in Spanien befÖr* 
iernd , Lehrer in Salamanca und Alcala : Introductiones lati- 
nae. Salam. 1481; 1482. F.; Lex. lat« hisp. et hisp. lat. Sah 
1492 sehr oft*, Sevilla 1735; Madrit 1771 ; 1778. 2 F.; Repe- 



90 Philologie in Gr. BritaimieiL 

titiönes u. leett. X. Sal. 1507. F.; mebre gramm. Lchrb,, _ 
klär. löra. Dichter^ bist. theo!, n. Jurist. Sehr. ; vgl. Elogi 
por /. B. Munoz. Madr. 1 796. 4 ; Spec. bibl. bisp. Majansi 
nae IlannoF. 1752. 4 p. 1 sqq. — /. L. Vives s. oben S. 
— Nonnius Pinciantßs eig. Fern. Nunez aus Valadolid [g 
1471; St. 1552] lehrte die griecb. Spr. in Alcala und Sa 
manca u. berichtigte u. erklärte mehre rojn. Classiker 
Einsicht: Ca$tigationes in Senecani. Yened* 1536. F.; in 
Melam. Salanianca 1544^ in loca obscuriora Plinü bist, n 
Äntw. 1547. 8 in. a.; vgl. Spec. bibl. bisp. Maj.^p. 55 sqq. 
Chat{fepie. — Der Portugiese Achilles Statio (kstazo) ao 
Vidigueira [geb.il 524; st. 1581] in Rom, achtungwerth w^ 
gen s. sicheren krit. exeget. Blickes : 1 S. 237. 242 ; Icond 
s^ientura gr. Rom 1569. F. m. a.; vgl. Freytag Adp. 3f 
633 sq. Peter Ciaceonius eig. Chacon a. Toledo fgeb. 1525 
St. 1581] in Rom, trefflicher Archäolog, in Chronologie, Na 
mismatik u. rom. Gebräuchen vieles richtig erörternd : de tri 
dinio Rom. Rom 1588. 8; Opuscula. Rom 1608. 8; in Greieti 
Thes. T. 4. 8; Anm. u. s. w. — Emanuei Alvarez aus Ma- 
deira [geb. 1526; st. 1582], Jesuit in Coimbra, metbodiscber 
u. auf Belege aus den Classikern zurückweisender Gramma- 
tiker: de institutione gramm. LI. III. DiUingen 1574, 8 seht 
oft; c. comm. Ant. Vellesiu Evora 1599. 4; acc. interpreta- 
tio japonica. Rom 1593. 4. — Ant. Ago$t%no aus Zaragoza 
[geb. 1516; st. 1586], Bisch, v. Taragona, lange in Rom, 
classischer Civilist und Kanonist, Arcbäolog, Numismatiker, 
der geistreichste uud gelehrteste unter den Span. Humanisten: 
1 S. 225. 257 u. 6. w.; Emendd. et opinionum L. Vened. 1543. 
4; Familiae Rom. .XXX. Rom. 1577. F. u. s. w.; Dialogoi 
de las medallas, inscripciones y otras antiguedades. Taragona 
1587. 4 m. K.; lat. Antw. 1617. F.; de nominib^s proprii« 
Tov. navötKxov Florent. Tarag. 1579. (Barcell. 1592) F. undin 
Ev. Otto Thes. T. 1 ; de legg. et SQtis Rom. Rom. 1583. F, 
u. in Graev Thes. T. 2} Opera ed. Gr. Majansius. Lucca 
1765 ffl. 8 F.; Epistolae lat. et ital. nunc pr. ed. a J. An- 
dres. Parma 1804. 4. — Fz Sanchez oder Sanctiug aus la« 
Brocas [geb. 1523; st. 1600], Lehrer in Salamanca, tief ein- 
dringend in den eigenthümlichen Geist und sichergestellten 
Gebrauch der lat. Spr.: Minerva s. de causis linguae lat. Sa- 
lamanca 1587. 8; c. comm. C. Scioppii (1663) et /. Perizom^ 



Philologie tn Dänemark u. Schweden. 91 

L687>. Aütöterd. 1714; 1733; *1754U 8; *rec. C. £• Bauer, 
jft. 1793 ffl. 2. 8; ^illastr. ab Ev. Scheid. Utr. 1795. 8; m. 
u; Opera omnia ed. Gr. Majannut. Amst. 1766. 4. 8. — 
Her Jes. Job. Ludov. de la Cerda in Toledo [st. 1643]: 1 S« 
09 m. a. — Jos. JM. Gonzalez de Salas [st. n. 1644]^ 
ieransg. des Petron u. s. w. — Lor. Ramirez del Prado 
^ 1658], HeraiUg. des Martial u. s. w. *-^ Gegen Ende des 
EVIII Jahrh. erwachte die Liebe zur alten Litt. ; F^. Perez 
9ayerj die Staatsm&aner Campomaneij Azara u. a. .ermnnter- 
mk dorch ihr Beispiel 2um Anban dejhielben; aber der Er- 
fng dieser neu angeregten Thätfgkeit bestand hauptsächlich 
k Yermehrung der Uebersetzungen und in einigen Abhand- 
bDgen, welche sich meist auf Oertlichkeiten beziehen. Für 
lin gedeihliches Aufblühen des philolog. Studiums sdieint we- 
mg gehofft werden zu können. 

g) Dänemai^k und Schweden schliessen sich in An- 
erkennung des Werlhes der humanist Studien, in der Unter- 
richtsmethode ^nd in freudiger Beachtung und Förderung der 
Deaeren Fortschritte an Teutschland an; in beiden Staaten ist 
die philologische Thätigkeit im Steigen und bringet gute 
¥rodtte, wenn diese auch, besonders in Schweden, meist nur 
TaterMndisches Bediirfniss befriedigen. Unter den älteren 
Däoisdien Schriftstellern ist, ausser anderen, nicht unberühmt 
Tiom. Bang [geb. 1600; st. 1661], Prof. in Kopenhagen, 
manche eigenthümliche, auch grillenhafte Ansichten ausspre- 
chend: Obserratt. philol. LI. IL Kopenh. 1637 fl. 2. 8; Epi- 
tome elegantiarum isynt. lat. Kop. 1664. 8; Exercitatt. de ortu 
et progr. litterarum. Cracau (Kop.) 1657; 1691» 4; m. a.; 
Tgl. Bayle. — Untw den neueren find einige der geachtet- 
sten: Mr. Kall [st. 1821] ; Nie. &chow [geb. 1755; st. 1827] : 
1 S. 176. 281; 2 S. 23. 41 u. s. w.; der wackere Archäolog 
G. Zoega [geb. 1751 ; st. 1809] vgl. F. G. Welker Z. Leben. 
Tubing. 1819. 2. 8; Birg Thorlaciw [geb. 1775; st. 1829]: 
Opuscula 1806 f. 8; Fr. Munter [geb. 1761; st. 1830]; Jae. 
Baden [geb. 1735; st. 1804]: Opuscula 1804. 8; Torkil Ba- 
de» [geb. 1765J; G. H. C. Koes [st. 1811]; P. 0. Brön- 
»iedt u. m. 

Was in Böhmen, Ungern, Polen, welche nicht arm 
an guten lat« Dichtern und Stylisten sind, und in neuerer 
Zeit in Russland für alte Litt. u. Kunst geschehen ist, be- 



02 Philologie. Wissensch. Uebersicht 

ruhet auf Italiänkchen und tentschen Vorbildern und Arbe^ 
lern; durch Verbältoisse des öflfentlichen Lebens werdai 
selbstständige Bestrebungen wenig begünstigt 

//• Wissensch'aft liehe Uebersicfat, zunächst dei 
bleibenden Gewinn, bisweilen die geschichtliche Gültigkeit d^ 
Leistungen bezeichnend. 

a) Encyklopädie u* Methodologie: richtige Wiir 
digung und dringende Empfelnng der humanist. Studien fin^ 
det sich in vielen Schriften der Philologen des XVI n. XVU 
Jahrb.; Wm Bude*i (S. 25) Ansichten haben manches Eigea^ 
thumliche und verdienen auch jezt noch beachtet zu werden] 
Den Umfang und die Erfodemisse zeichneten /• v. Weweren 
(S. 47), w^eit voUstärfdiger und in Hinsicht auf grammatisch« 
Auslegung tiefer O. J. Vos» (S. 74) und fasslich für Anfän«^ 
ger T. le Fevre (S. 31) vor. Auf den fruchtbaren Erfolge 
welcher aus dem Umgange mit altchissischer Litteratur er- 
wächst, machte A. Bfackwall (S^ 85) aufmerksam. Die Heyne-^ 
sehen Grundsätze und methodischen Maassregeln erörterte O* 
jff. Oroddech (S. 58) einsichtsvoll; auch wurden sie angemes- 
sen und fasslich zusammengestellt in •/• J. EicÄenburg Hand- 
buch der class. Litteratur. Berlin 1783; «Ed. VU. 1825. %. 
Aiii umfassendsten und geistreichsten beschrieb i^. A. Wolf 
(S. 55) in St. 1 des Museums d. Alterthumswissenschaft das 
Wesen, den Umfang und die eng in einander verschlungenen 
Bestandtheile derselben, nachdem Gf. 6. FüUebwrn (1798; 
1803) einen Abriss und J. Ch. L. Schaff (]ß,ncjk!L d. elassi- 
schen Alterthumskunde. Magdeb. 1^4 f.; Ed. H 1819. 2. 8) 
ausfahrlicheren Bericht von dem Inhalte der WolfwAi^n Vor- 
lesungen gegeben hatten. Ihm schloss sich Creuzer (S. 63) 
an. — Eine Geschichte der Philologie wird noch vermisst; 
die Hoffnung, dass F. Jacobs^ ein mit allen Reiehtfaümern 
und bedeutungvollen Eigenthümlichkäten des humanistischen 
Studiums vertrauter und zur wissenschaftlichen Würdigung 
des kaum übersehbaren Stoffes und seiner mannigfaltigen 
Kunstgestaltung stimmberechtigter Gelehrter, sich dieser wich- 
tigen Arbeit unterzielien werde, ist vereitelt worden. 

b) Für die Geschichte der Griechen und Römer, in 
Verbindung mit den übrigen Völkern der alten Welt, ist 
Girundlage: 1) Chronologie wissenschaftlich geordnet von 
/. /. Scaliger (8. 29), vielfach berichtigt und ergänzt durch 



Philologie. Wissonsch. Uebersicht 93 

& FefUj Cl. Smumaiie (S. 31), D. Petmv (S. 33) nnd /. Pe- 
rtz^ntu» (S. 77) darch Fonchang nnd Zweifel bereichert toq 
ff. Dodieelt (S. 84), J. Hardouin (S. 38) nnd N. Freret (S. 
33), anschaulieh nnd gründlich in den Ergebnissen bisheriger 
UntersnchuDgen dargestellt Ton L. Ueler (S* 66^\ — 2) Die 
geographischen Vorstellungen nnd Erfahrungen zusam- 
mengefasst, untersucht, erläutert Ton Cü Cellariui (S. 50), 
iAnville (S. 34), Gosselin (S. 35), C Mamnert und Jpl A. 
Ukert (S. 66) u. n. — 3) Münzkunde bearbeitet von il« 
Agoftino (S. 90), J. /. SeaKger (8. 29), J. 1^. Vaüiant (S. 
33) und J. Hardouin (S. 32), £r. Spamkeim (S. 76), £r. 
Froliek n. a. (S. 51), S. Havercamp' mi J. Pk. d'Orville (S. 
78), J. Petterin (S. 34), Jbs. Eckhel (S. 66), D. Sestini (S. 
22) u. ▼. a. — 4) Erläuterung der Lebensverhältnisse, Ein* 
riditnngen, Gebräuche Ton Uadf. JumiuM (S. 69), Hier. Jfer* 
tmali» (S. 22), J. IF. Siuck (S. 47), /. LipHui (S. 71), CL 
Saumaise (S. 31), JpSeheffer (S. 50), in den Abhandlungen 
der franz. Akademie der Inschriften (S. 33) und der! Berliner 
Akademie ; voa J. W. Berger und Ch. 6. Sekwarz ( S. 53 ) 
n.m. a. — 5) Kunstgeschichte von *Fz Junius (S. 83), 
/. t. Samdrart (S. 50), Lor. Berger (S. 51), *G. Cuper (8. 
76), *B. de MoMfttueon (8. 33), /. Spence (8. 87), J. Fr. 
Chriü (8. 53), Gn de Caylu» (& 34), *J. Winckelmann, 0^ 
R Lesiingj Ck. 6. Heyne (8. 55), "^E. fl. Vüconti (8. 22) 
u. a., *G. Zoegä (8. 91), *C. A. Bditiger (8. 66), A. L Mil^ 
Un (8. 35), Ch. D. Beck (8. 64), JHf. Meyer; F. Thiersch; 
AntNibby Elementi di archeologia. Rom 1828; A. V. Siein^ 
buckel Abriss der Alterthumskunde. Wien 1829; C. 0. MUt^ 
Itr Lehrbuch der Archäologie. Breslau 1830; u. m. — 6) 
Mythologie (zu deren Geschichte sinuToIle Züge in Jen. 
ALZ. 1825 No. 1 f.) von G. J. Fbw (8. 74), A. Banier (8. 
U\ Ch. G. Heyne (8. 55), J. Hr Voss (8. 63), G. F. Creuzer 
(ehend.). — 7) Methodische Anordnung und Prüfung des 
Geschichtstoffes von CA. CellaHus (8. 50), J. Perizbnims 
(8. 77), N. Freret (8. 33), CK G. Heyne (8. 55), F. Chpk 
Sehloiser u. A. 

c) Die richtige Ansicht von den 8chrift)v«rerken des class. 
Alterdiums, die angemessene Würdigung/ des Geistes und Ge- 
haltes, der Kunstgestalt und der buchstäblichen Beschaffen 
heit derselben, der tiefereti Auffassung und hellen Erklärung ^ 



04 Philologie. Wi0Mn0ch.,Ueber0icht 

ihr«i Sinnet hinget. iron Anerkennung der engen Verhindang 
iler griech. n, römieeheft'Litteratar^ der Gesammiheit ihrei 
Grundwefen«, der Folge der Entwiekeliug herrecheoder Vor- 
etellnngen und des nach diesen sieh beettnunenden Aiiednik- 
kei ab. Daher sind die Philologen, welche in ihren Bestre- 
bangen düo Ucberzetignng Ton dieeer Einheit und geaehicht« 
liehen Fortliildung der elaeaischen Litteratnr und von da 
fiberwiegenden -Wichtigkeit der als Urquelle roUgültigen grie* 
ebUohen (»eurkonden, als die einflossreichsten Muster ztt be- 
trachten. Im XVI Jahrb. D. Era$muM (S. 40), Ph Mstanch 
thon (S. 42% J Camerariu$ (8. 44), P. Veiiori (S. 21), ^B. 
Eiienne (8. 27), F. Or$M (8. 22), J. h Scäl^er (S. 29); 
im XVII *Is. Ca$aubon (8. 30), J. Qruier (8. 47), *H. Gro- 
Hui (8« 72), G. J. Vom, D. H^ime (8. 74), J. Q. Graevin 
(8. 76), J. Perizoniui (8. 77); im XVIII "^R^B^utUif (8.86), 
C. A. Düker 4 P. WensUng {H. 79), J. Markend (8. 87)$ 
/. M. Qe$ner n. J. A. ErneHi (8. M) f T. Hem9ierhui$ (8. 
70), ''L. C. Valvkenaer und D. Bnknken (8. 80); Ck. Q* 
Heyne j F. W. Reit, »F. A. Wolf (8. 6«), ♦«. Befm%% 
(8. 66); 3. H. Von (8. 63), J. O. Schneider (8. 61), CA. 6. 
Schüit (8.63) und die neueren Humanisten Teutschlandf. - 
Fökderlich waren die Observationen*8ammlangen : C. B. Bho* 
d4ginu$ (8. 19), FzBoßoriellMi (8. 20), A. Tournebu (8. 26), P. 
Yetiori (8. 21), W. Cänter (8. 69), /• Panerat (8. 29), /. l 
Scahger (8.29), J. Buiger$ (8. 71)^ J. Qruier (8. 47), C.v. 
Bank, Th. Beinesiui (8. 49), J. JP. Gronov (8. 75) u. r. a., 
besonders auch im XVIII Jahrlu -^ Die Kunde der 8ebrift' 
steller und ihrer Werke gewann durch G. 3. Von (8. 74), V. 
A. Fahritiue (8. 51), Ch. &axe (8. 81), F. SeAoell u. m. a. - 

d) Griechische Litteratur. 

il. Geschichtliche Kenntnisse: 1) Chronologif) 
ausser mehren der oben genannten, Ed. CorHni (8.23), 
Volney (8. 35) u. s. w. 2) Geographie: U. ßmmiut 
(8. 71), J. Paumier (8. 31), viele Reisebeschreibungen, be«. 
britiische. 3) Inschriften: M. Fourmont (8. 33), ßd, 
Coruini (8. 23) u s. w., B Chandler (8. 88), A. BSckh 
(8. 56), Fr. Oiam (8. 62). 8tatistik u. Geschichte: 
Ev. Feithj J. Meuriiu8 (8. 72), Fz Bou$ (8. 83), J. Potter 
(8. 85); J. Qronoo (8. 77); Ed. Conini (8. 23); Ch. 0. 
Heyne (8. 55) ; J. J. BarthilSmy^ de Sie Croix^ Ei. Cloviirf 



Philologie. Wissenseh« üebersidit 06 

Raoui Bocketie (S. 36.): A. Bochk (S. 56); F, W. Tütmann, 
C. O. Müller (S. 66). lieber Gerichtswesen S. P^iit (S. 30)» 
G. F. ScAömaunj M. H. E. Meier, M. H. Budiwalker^ 
Ei Plainer, • JF. Hejffier (S. 66). 

B. Griechische Sprachlehre: /. ReuchUn (S. 39); 
Aldu8 P. ManuHu$ (S. 17); Ph. Melanekthon (S. 42); N. 
Clenardus (ß. 68) , A. Canmi (S. 20) ; H. ßiienne (8. 27), 
X.Neander (S.45); F. Sylburg (ebend.); /. Weller (S. 49^ 
t /. F. Fischer (S. 64); Z HemsterAuis (S. 79), /. D. a. 
Lennep^ L. C. Valckenaer (S. 80) ; F. W. Beiz (S.55), G. Her^ 
«osj» (S. 56) ; Ph. Buttmann (S. 60), A. Maithwe (S. 58) ; F. 
niersch, V. C. F. Boit (S. 62); J. L. BurnonfMkihode pour 
Studier la langue gr^cque. Ed. IV. Paris 1817. 8 oft; Englisch 
JurN Amerika von Ed. Damphoux. Baltimore 1825. 12. — Ein- 
lelne Theile von Partikeln Matth. Devarius. Rom 1588.4; ed. 
J.6. Bewsmamn. Lpz. 1775; 1793. 8; Fz Vigier (S. 30); L. 
Bot, L. Küster (S. 77); M. Maittaire (8. 87); G. Koen 
S. 81); X C\ Zeune (S. 57), U. Hoogevee» (S. 82); F. W. 
fi/srz, C. F. C%. Wagner und in fruchtbarster MannigÜEdtigkeit 
G. IT. ^ch^fer (S. 64). — Metrik T&. Morellfß. 88); G. Her- 
manu (S. 56^; A^ Apel Metrik. Lpz. 1814 f. 2. 8; G. Dun- 
fear prosodia gr. Edinb. 1814. 2. S; A. Seidler de vers. doch- 
iniadstrag. gr. Lpz. 1811 f. 2. 8; F. A. Spitzner de versa 
Gr. iieroico. Lpz. 1816. 85 C. Lachmann; F. A. Gotthold 
(S. 64) u. m. 

C. Gr. Worterbflcher: Aldus P. Manutius (S. 17); 
Phavorinus (S. 19); G. Bude (S. 25); Bob. Constantin 

ras Caen [st. 1605] Lex. gr. lat. Genf 1562; auct. 1592. 2 F.; 
£e Ueberarbeitung des Cra^ifon'schen WB. (2 S. 281) mit Bey- 
uägen von Gf. Bude^ J. Tusan^ C. Gesner^ H. JuniuSy JB. 
Constantin^ J. Härtung u. M. Hopper: Dict. gr. lat. YII 
Tiromm Basiliense. B. 1568; verm. her. mit Bemerkungen v. 
W. Xylander und N. Hoentnger 1584 ; 1592 F. — J. Ca- 
merarius (S. 44); *H Etienne {&. 27); s. litt. Gehülfe Joh. 
icapula (S. 45); — Aem. Portus (S. 46); C. Schrevel 
(S. 75); Ch. du Fresne (S. 31); B. Hederich (S. 52); ♦ Ch. 
T. Damm (S. 53); Parkhurst greek and english Lex. Ed. 
II. Lond. 1794.4; Ed. IV. 1804.8; /. G. Schneider (S. 61); 
Fz Passow (S. 61); C# Alexandre Diction* grec - fraufois» 
Paris 1830. & 



06 Philologie. WissenBeh. Ueberticht 

D, Kritiker n* Anslegor, welche rieh ttm griecj 
Litteratur* verdient gemacht haben: D» Eraimm (S. 4(l| 
PL Melanchthon (S. 42); /. C. Scaliger (8. 20% J. Br{ 
deau (S. 26), Fz Trincuvella (S. 21); *W. Canier (S. ^i 
J.Camerariu$ (S. 44), »IT. Xylander^ »Ä ITo// ^S. 42 
♦IT. Ä/tV»«e (S. 27), »P. FiPWor»- (S. 21); M. Neanderl 
45); ♦/''. Sylburg (S. 45); •/. /. Scal^er (S. 29), »/#. Cir#4| 
^1» (S. 49); ♦!*. Hoe$chel (S. 46); ♦ iST. Gro/i»# (S. 72| 
L. JIo/«/^» (S.49); Ez. Spanheim (&76), "L. Aä^fer (S.7ij 
J. Gronov (S. 77); Th. Gate, J. Hudion (8. 84); J.Ü 
Wolf, Si. Bergler (8. 52. 53); /• J. Beiske (8. 64); J. H 
DVrville (8, 78). — /. M. Geiner ^ J. A. Erne9ti (S. 54) 
•T. HemsterAuis (8. 79), *L. C. Valchenaer, D. Ruhnken[\ 
80^, J.LuzaCj D. Wyitenbaeh (8. 81); C/i. G. Aey/^e (j 
55); TA. Tyrwhitt (8, 88); i^ruiicA, Villoiion (8. 35); X 4 
ScÄucftfer (8.61), CA. F.Mat(haei(8.&7 , J. MorelU (S.23J 
a. Z). Beck (8. 64), C. D. Ilgen, F. W. Sturz (8. 63); J 
Schweighäuierj Et. Ciavier, Chardon de la Rochette (S. 35)i 
•Jf?: iJ. iro(^ CS. 55) ; •€?. Hermann (8. 56) ; »il. Pmo» (S 
88); * F. Jacobs (8. 62), •ö. F. Schwer (8.64); G. C.^Ä 
/irr* (8. 64), C. F.Heinrich (8. 61), ^4. Seidler (§.63), CAA 
j&oft^cA (8. 64), A. Böckh (8. 56), Fz Fanow (8. 61); i. >' 
Boisionade (8. 36), P. £/. CourtVr (8. 35); ^.J!fir;o (8.24.25 
a. m. besonders Teutsche und Britten* I 

£. Griechische Dichter (vgl. G. Ldzelii Hist. poet g^ 
Germaniäe. Frkf. u. Lpz. 1730. 8): H. Etienne (8. 27); i/i 
Neander (8. 46), £/or. Rhodomann, M. Crusiu9 (8.46); *l 
J. Scaliger (8. 29); D. ifci»*« (8. 74); •JP'. WT. Reiz(&.bi} 
^G. Hermann (8. 56) ; R. Por$on (8. 88) u. e. a. — Die %if 
listische Praxis im Griechischen hat seit einem Menschenal« 
ter, besonders in TeatscKland sehr zugenommen und bewäb« 
ret rieh als wirksames Bildnngmittel zu sprachlicher Tack 
tigkeit; der für diesen Zweck berechneten HQlfbficher giebi 
es viele. 

e) Römische Litteratnr; 

A. Geschichtliche Kenntnisse: 1) Numismatik 
F. Oriini (8. 22) ; *Ad. Occo (8. 47) ; Fr. Mezzabarba (S. 22} 
A. Morel (8. 33) u. m. a. — 2) Inschriften C. Peutin 
ger 1505; Jac. Mazzochi 1521; P. Apian (8. 41); /• GrU' 
ter (S. 47); *TA. Reinenus (8. 49); M. Gude (8. 60); iJ 



Philöloiple. WissenscL Uebersfcht 97 

Ur€m(^. 22); J. ö. Graev (S. 76) j Muraiori^ Maffei^ 
foggtnij Q. Mafrini (S. 22); J. Casp. Hagenbuch u. V. 
P. ü, Orellu — 3) Alterthümer, Verfassang, Lebeo, 

[ten, Einrichtungen: 0. Panvini (S. 21); ^P. CVaccoiitji«^ 

1. ilffo«««o (S. 90); /. Lipsiui (S. 71); V. Kirchmaun 
147); 0. Ferrari (S. 22): V. -F. Qronov (S.75); P.Ätrr- 

w» (S. 78); /. H. L. Meierotto (ß. 59); Systematisch: /. 

mus (S. 47), TA. Dempster (S, 83) ; W. H. Nypoort (S. 77) ; 
{Adam (S. 88); F. Creuzer 1824; Ed. IL 1830. Beschreib 

lg Roms Bonav. v. Overbeke 1708; Giui. Ant. Guatiani 

14 f.D. tloma descritta 1$05; E. Fiatner j C Bumen, Ed. 

hard n. Ro stell Beschreibung d. St. Rom. Stattg. 1829. 

irnlnng: J. 6. Graev (S. 76). Geschichte: chronologisch 
f. V. Pighius CS. 70) ; Th. J. ab AlmeloveeUj P. Beland (S. 
\ Erzählende DarsteUung: C. Sigoniui (S. 21 ; Ch. de 

mi (S. 34)$ *G. JB. NiebuAr (Si 66) u. v. a Rechts- 

lassen beerb. T« vielen humanist. Juristen in Frankreich, Nie« 
Wanden u. Teutschland. 

' fi. Lateinische Sprachlehre: Aldui P« Manutiut 
&17); Pft. Melanchtion (S. 42). /. C Scaliger (S. 20); 
?r Sa«cfci (S. 90); C. Scioppiut (S. 48); G. /. Fbw (S. 74); 
(%• BecMnn (S. 48). C%. Cellariu» (S. 50> *7A. Buddiman 
;S.85); C/. Lancelot 1740 u. s. w.; 1819. /. Ä ü. Meier-^ 
iio (59); Ä JJ. Wenck (S. 57); ^./. J. Sej/fert (S. 67); 
t^^/?. Coiir. Schneider (S. 60); 0. Sciltf/2f 1815; CG. Ztr;»/?^ 
HS; L.Bamshorn 1824 a. m. a. — Einzelnes: Hör. Twnellu- 
»(S.22); jir. Gifanius (S,70); A Popiwa (S. 71); W.Veeh- 
»"(^.48); C&. Datrm (S. 50); £/. Palairet{H. 79)iLa*— Me-» 
ik: a Wase (S. 83); J». Tow (S. 74). — Geschieh, d. 
fr. /. A; jFifiicA (S. 53); C. A. Düker (S. 79); M. Aime^ 
^ (S. 23). 

C. Lat. Wörterbücher: /. Beuehlin (S. 39). Des 
ogastiners Amhroriiu Calepinus [st. 1610] Septem ling. 
Biicon lat. Reggio 1502« F. sdir oft; vermehrt Lyon 1681. 
F.; *v. Jacu Faceiolati Padoa 1718; 1752; 1758; 1772; 
^8.2F. — R. Etienne (S.26); Et. Dolet (S. 25); *^. PVl&er 
U4); £. Lueiui [geb. 1576; st. 1642] Aerarium s. Thes» 
1. Frkf. 1613. F. — *6. /. Von (S. 74). CA. tfic /^V^^m 
'•31) /. F, Nolte (S. 53). B. Hederich (S. 52); *J. Jlf. 
^«»er (& 54); Vac. Faceiolati n. Aeg. Forcellini (ß. 23). 

^»cWer HB. d. Litt ««ich. IV. 7 



^ 



08 Philologie. Wissensch. Uebers. 

/. J. • G. Schellet (S. 57). Vgl. ♦ ß. JD. Ä3/^r in fl 
iro(^ Analekten 2^ 2 S. 307 fll«; Cf. H. LUnemann in S 
bode Archiv Jahrg. 1 S. 64 f. 27S f. 

D« Kritiker n* Ausleger röm. Classiker: D. £rfli 
mirs (8. 40) ; F. Flor. Sabinui (S. 20) ; 6. Fabriciui (S. d 
D. Lamhin (S. 26); Patf/ Manutim (S. 18); /. Camerarl 
(S. 44); -4cil. S/affO (S. 90;; M. A. Mutet (8. 27); •] 
r^«oi-»\ C. Stgoniui (S. 21;; /. S/«m (S. 45); Fz Hoi{ 
man, P. PHhou^ H. Etienne (S. 27) ; Val. Acidaliw (S 4^ 
F. Ormn<(ß. 22). J.Doum(ß. 70); / Lipsv^i (S.71), JE/.A 
«cJkW (S. 70); 1?!p PtYAo» (S. 27); J. J. Sealiger (S 29}; j 
Taiihmann (S. 47). Is. Casauhon (S. 30) ; Am, Popma (S. Tlj 
V Gruter (S.47); H.Gtotius (S. 72;; Ä u. Fr.Lindenbri 
(S.48), <7.ü,ÄÄr/Ä(S.49). *J.F.Gronov (S.7&), IV.Heintei{ 
74); C. /Jaul» (S. 60): Ä u. ^rf. Valoii (S. 31). J. v. Broua 
huyten (S. 77) ; Andr. Dacier (S. 32) ; — *G. Cor/€ (S. 5J 
V. Dav$e$i *Th. Hearne (SisS); P. Borman»; ""A^ Draekä 
borch (S. 78). Gi4. Fo/i?/ CS. 23). Fz. v. Oudendorp (S. 78 
/. M. Gemer; J. A. EtnesH (S. 54). A. v. Staveren (S. 81 
H. Lagomarsini (S. 23); J. F. Heunnger (S. 56); P. Äfl 
«lan» n (S. 82). C». G. Heyne (S. 55) ; •/• Ch. WernM 
(S. 57 ; J. B4 L. Meietotto (^S. 59) ; Z^awr. v. Santen (S. M 
J* A. Martini-Laguna (S. 58) ; J. /. Hoitinger (S. 66) ; C?. G 
ra/ö»t (S. 23) ; ♦G. Z.. kpalding (S. 60). -4. Mäjo (S. 24); u. 

£. Neuere lateinische Dichter und Redner. 

Die aus dem vertrauteren Umgänge mit Schriftwerk 
des claäsischen Alterthums erwachsende Veredelung des fi 
Geschmackes wurde zuerst in der stylistischen Praxis der i 
das diientliche Verkehr der Gelehrten allein gebräuchlich 
lateinischen Sprache sichtbar. Die italienischen Humanui 
bekämpften die sprachliche Barbarey der Scholastiker, sag^ 
sich von den im Mittelalter geschaffenen Wortungehen« 
und schulgerecht gewordenen Redensarten los, und hat 
länge vdle Arbeit mit diesem Rdnigungsproce»»e. Ein 
wählten sich, zum Theile sdtsam genug, Vorbilder, dei 
Styl sie mit kleinlicher Genauigkeit nachahmten und 8ol( 
Stylschulen dauerten auch in anderen Ländern bis zum A 
gange des XVI Jahrb. fort; späterhin fanden nur vorab 
gehende einzelne Erscheinungen der Art statt. Die Apule 
ner im XVI Jahrb. gefielen sich in gesuchten Archaismen ; i 



Philologie. Wissench. Ueber0. 99 . 

e, tinil ihrer war die Mehrheit , wählten mit grösserem 
;hte und glucklicherem Erfolge den Cicero zum alleingGl« 
m Muster; so Christoph Longoiuis, Et. Dolet (S. 25), M. 
:oUui (S. 20), J. C. Scaliger n. a.; ihr zn weit getrie* 
ler pedantischer Purismus wurde von minder befangenen, 
stToUen Männern, Des. Erasmus (S. 40), M. A. Majo^ 
[10 (S. 20), B. Etienne (S. 27) u. A« gerügt und die recht« 
ssige Freyheit des nach allgemeineren Grandsätzen rieh- 
en Ausdruckes in Schutz genommen (vgl. Burigny^ in 
m. de l'ac. des inscr« T. 27Hist«.p. 195 sqq.% lieber 
se Grundsätze sprachen viele Kundige auch späterhin sich 
stimmt und lehrreich aus; von ihnen mögen, als Stellver^ 
ter der übrigen; Fz Samchez (ß. 90), J. Vorst (S. 49) 
i J. J. O. Scheller (S« 57) hier genannt werden« Unter 
mTeutschen und Niederländern sind viele lat Stylisten der 
ncren Zeit, J* A. Ernesti, F. A. JFo/fj J. A. Martyni- 
ügunaj H. C. A. Eichstädl^ D. Buhnhen^ D. Wyttßfiiaeh 
\ ID. als Muster anerkannt« 

Seit der Mitte des XY Jahrh. hielten sich die tat. de- 
iclite der Italiäuer in wortlicher Abhängigkeit von röm. 
Wkeroy waren ungleich und fast ohne alle geistige Eigen- 
hümllclikeit nur Giovio Poniano und Ang. FoKziano kon« 
ten als erfreuliche Ausnahmen gelten ; die übrigen trieben 
^ massiges grammatisches Spiel, welches für Nachwelt keine 
edeatuDg hat. In den ersten Jahrzehnten des XVI Jährh, 
Üangte die lat« Poesie zur Selbstständigkeit und schloss 
^ niit freyem , oft kräftigen Geiste an bestimmt ins Auge 
sste grosse Musterwerke an, eigene Gebilde der Phan- 
nnd StolBTe aus der neueren Lebenserfahrung in schöner 
iiche verarbeitend, besonders im Lehrgedichte glänzend; 
Gelehrten kamen dadurch in den Genuss der,, mit ihrem 
k vereinbaren geistigen Freuden der Phantasie und ihr 
lüth wurde gegen die Uebermacht des kalten Verstandes 
^alirt. Diese Dichter wirkten auf die meisten europäi- 
Länder und was sich ihnen nähert oder durch ahn- 
Bedibgongen Daseyn gewonnen hat, behauptet seinen 
^th; namentlich haben viele Teutsche und Niederländer, 
mehre -Franzosen begründete Ansprüche auf Beachtung« 
guten htt, Redner ist eine beträchdiche Anzahl ; fast alle 
Idete Nationen, selbst solche, die in eigentlieh humanist« 

7 • 



100 Lat Dichter lu Stylistikcr d. XVIJahrh« inltaliei 

Thätigkeit zoruck geblieben tiod| haben mehrei die ach ai^ 

Keichnen« 

VgL 2 8« 250; Verf. über den Gang der neueren Ut. 
in lulien, in V. C. v. OrelU Bejrtr. s. Geich« d. iteU P. U. 

S. 91 ai 

SammluDgen: £• v. Santen Deliciae poet. Leid. 1783 fIL 
St 9; G. N. FUeher [%t. 1800; rgl. ALAnz. 1800 8. K 
Calendarium mntar. tat. Lps. 1786. 8; Ch, G» MUichet 
Eci'ogae reeent. carm» lae. UannoT. 1793. 8; A. Pauly Ant 
logia poem« 1. ree. aen. Tübing. 18JS» 8» — C Micl 
[et. 1804] ColL poetar. elegiaco itjio et sapore CatuUiano 
bentiom. Wien 1784 f. 2. 8; Ej. coli. poet. eapore Oridk 
4icrib. W. 1789. 2. 8; /. C. OrelU Anthol. Ijrrica poet 1. 
aeTi. 1 Bälde). Zurieh 1805; 1608. 8; Satjrae elegant!« 
Leiden 1663. ^2; A. Stein Antbol. epfgramm. lat. Wieo 18] 
8. — Ranuiü Gheri (J. Graten) Deliciae CC poet. Italoi 
Frkf. 1608. 2. 12; (TA. Bonaveniurij Carolina illnetr. poet. 
Floreos 1719 .fll. 12* 8; Seiecta poet. lt. ree. AL Pepe. 
1740. 2. 8. — R. Gheri Del. C poet. Gallorum. i*kf. 1609. 
12. Poetaram ex acad« GalL carmina. Haag 1740. 8; /• 
Barbier 'Vemare Uermet Rom. Paris 1817 f. 6. 8; Servan 
iMgny Almanach des Masee iatinee. Grenoble 1818. 8. — 
Gheri Del. poet .Belgicorum Frkf. 1614. 4. 12. — Deüi 
poet. Germanorum coli« A. (ntwerp.) F (ilio) G (uil.) G (ratt 
Frkf. 1612. 6. 12; Poet rec. Germ, carmina 1. sei. Helmti 
1749 fl. 2. 8. — Analecto mnsar. Anglicariun. Oxf. 1699. 
' Ed. IV. Lond. 1741. 2. 12; Seiecta poemau Angloram Ut.< 
lecta a Ed. Popham> Bath 1774. 3. 12; Musa^ Etonenscs. 
1755. 2. 8; Eton 1795. 3. 8; Muiae Cantabrigianses. 
1810. 8; Poemata praemiis Cancellarii acad. donata et in T^ 
tro Sfaeld. recitata. Oxford 1810. 2. 8; Deliciae poet Seo( 
eolL Arih. JohmtotL Amsterd. 1637. 2. 12. — Fr. Rfiit^^ 
[st. 1725] Deliciae i|ttor. poet Danonun. Leid. 1693. 1 
P. Schylberg prodromus delic. Snecorum poet Upsala 1721 8 
J. PA. Paret Deliciae poet Hungaricorum. Frki 1619. 12.** 
A* do$ Heye Corpus ill. poet Lusitanorum« Lissab. 1745 ftl* < 

Orationes selectae;clarist. riror. cd /• £. Kapp. Lps. 1722. * 

Chronologe Verzeichmss einiger merheurdigeren 

Dichter und Redner: 

Im XVI Jahrb. hat Italien und demnächst Teutsclil 
die meisten und ausgezeichnetesten lat. Dichter und Stjl 
ker. Von sehr vielen Italiänem werden hier Beyapiels^ 
nahmhaft gemacht: der Apulier Elieiue Calentüesy wel 
sich in Elegien 9 Episteln i Satyren» Epigrammen, alterth! 



Lat. Diditer u. Stylistücer d XVIJahrk in ItaiieiL 101 



MoAton treu anscblois : Opnscnla. Rom 1503. F. — Jotu 
Cotta aas Legnano [geb. 1482; nU 1510}, witseniMshafdieh 
bochgebildet, dichtete mit CatnlÜBoher WeieUichkeit und hei« 
^spielendem Witze: Carmina c. al. Venedig 1529« 8; Ed. 
(IX (cur. J. M^etli). Bassana 1802. 4; Tgl. Budik 3 S. 34 f. 
^ ha. Nevizanut tu Asti , bitterstreng gegen das weibliche 
Bttchlecbt: Sylva nuptialis in qoa ex dictis modernis plarl* 

Ete quaestiones in practica occarrentes in materia matrimo« 
enncleantar. Paris 1521. 8; Lyon 1524. 4. — Biaggio 
Hai (Blossins Palladios): ^Cerydana. Rom 1624. 4; Tiele 
öne Geister am Hofe Leo X; der Neapolitanische Ept» 
mmatist Pet. Oravina:^ Ctfmina. Neapel 1532. 4; Ant. 
lyleiiui 'B. Cosenza: PoSmata. Rom 1524. 4; Opp. Neapd 
62.8. *-- Casiigliane ; Sannazaro Tgl. 3 S. 109. — Andr, 
tager CNangerius) a. Venedig [geb. 1483; st. 1529], Bi- 
ograph, verdient um mehre berichtigte Aldinische Ab- 
hcke rom. Classiker, geistreicher Redner, tr^Bicher Lyriker 
md EpigrammaUst: Oratt. Carmina, vita. Vened« 1534. 4; 
Dpp. car. J. A. et Caj. Vu/piü. Padaa 1718. 4; Tg). Budik 
> & 284 f. *— MarceUu9 Palmgenüii Stellatu» (Pietro Ang. 
MmdH od'ev Mazdfi? Arzt in Ferrara) entwarf [1527?] ift 
tHlbem Missmathe ein Gemälde von dem Leben seiner Zeit, 
welche» den sittlichen Verfall in Staat und Kirche Tcranschaa« 
Ück and mehr geschichtliche als dichterische Bedentang hat t 
bdiaeot Titae, de Tita studio et moribus hominum bene in-^ 
ÜtaradisLk XII. Venedig (153(1?) 8; Bas. 1S37 oft; Rotter«. 
^22; 178». 8; tentscfa t. F. ScÜsttng. Lps« h. Wien 1785. 
; r. Joi. Pifuchi. München 1806ki 2. 8^ Tgl. Buyh. — IKr- 
nynm BtdU a. Venedig [geb. 1465? st. 1535?}, EB. t« 
i&rk [1522], nachdem er als Hnraanist ii^ Wien nnd Prag 
jelehrt und am Ungerschen Hofe sich aufgehalten hatte^ 
rerf. hmterer , oüt mnthwittigei Gedichte nnd guter Reden^ 
ielleicht anoh des beissenden Dialogs Libettus de ebitu Julii 
!^13. 8 n. s. w.: *Opp« poet; oral« et poKt. moralia coli. J. 
^ ReH^. Wien 1791 f. X &; Tgl. ^MohtUke in Ersek En* 
fU. 7 S. 215 f. — CoeUus Calcagnint a. Ferrara [geb. 1479; 
^ 1541], iwiasensdiaftlich Tielseitig gebildet md reich an ge« 
ttüden Blicken, welcher da» Copernicanisohe Weltsystem be- 
timmtvoraaa ahnete, gedankenToUerDiditev: €armuiamLI* 
U Venedig 1533. 8 ; Opp. aliquot. Basel 1544. F» — Moha^ 



102 Lat. Dichter u. StyUstiker A XVI Jährh, In IteUen, 

Bemho n. 3 S. 110; G. dellä Cam «.3 8, 111; K Ff SaM* 
nui oben &• 20; Mqforagius ebend. ~ /ac. Sadoleto a. Mo- 
dena [geb. 1477; st. 1547], pSbsd. Geh. Schreiber u. Cardi- 
nal [1536], gesunder Denker, fireymfithig, duUsaro, clasri- 
scher Prosaist und giacklicher Dichter: Opp. Verona 1738. 
4. 4;. in Pauli ep. ad Rom. Comm. praemissa vita J. S. Man- 
taa 1771. 4* ^ Marc. AnL Flam^ius aus Serayalle [geb. 
(498; St. 1550], Sohn des auch als Dichter bekannten Ge- 
lehrten Oiov. Anf. FL eigentlich Zarrabini a Imola [st. 1536], 
dessen Briefe (Bologna 1744. 8) für die Zeitgeschichte mcht 
unerheblich sind, religiös hellsinnig und dem Protestantismus 
8«nötg^ gefühlvoll, kräftig und gedankenreich, Verf. eiset 
boohgelungenen Umschreibung der Psslme (Basel. 1540; Vc 
n^edig 1545; Halle 1785. 8), ansiehender Horazischer Oden 
u, TibuUischer Elegien , herrlicher Hendekasyllaben : Opp. c 
Marulll Nen. et Epigr. Fano 1515. 8; Carra. LL VHI ed. R 
M. MancurtiH^. Padua 1727. 8; M. A., J. A. et Gatr. FL 
oprmina. P^d.1743. 8; Schuck. Ä Ä»«« Lieder nach FL Go- 
tha 1775. 8; vgl Buddk 2 S. 76 f. — Girolamo Fracastm 
a, Verona [geb. 1483; st. 1553], wissenschaftlich hochgebil- 
deter Arzt u. gründlicher Polyhistor, auch als Astronom rid 
Astrolog bemerkenswerth , unsterblich durch s., neben den 
Luorez-Virgilschen eine wohkerditote Ehrenstelle behanp- 
tendes Lehrgedicht Syphilis in 3 Büchern: Verona 1530.4 
oft; ed. not^ iHstrux. L. ChoulanU Lpz. 1830. 12; niehrma- 
leö in das Ital. übers, von P. Belli ^ Seb; degii Antonie ± 
Tirahp9C0j ♦F. Benini 1765, G. L. ZaccarelH 1821, Mick 
Leoni 1824; herrlich sind die Episteln, eigenthümlich viele 
kjeine Einfälle; die hexametr. Bearbeitung der Gesch. Josepb« 
ist unbeendet geblieben; s. sehr geachtete mssensch. Werke 
beurkunden vertrauten Umgang mit der Natur: Opera. Ve- 
nedig 1555; 1574; 1584. 4; Lyon 1591. 8; PoSmato. Padua 
1718. 4; 1740; 1747. 12; ♦Carminum Ed. 11 c. al. Padua 
1739. 2. 4. Vgl. F. 0. Meneken rita F. Lpz. 1731. 4; v. 
Oretli Beytr. St. 2 S. 91, 114 f.; Budik 2 S. 184 f. — Lau 
ßanamid aus Bassano [geb. 1479; st. 1552], Gedidite und 
Briefe; vgl. J. Gf. Eck L. B. Lpz. 1768. 4; J. B. VerciyiiB 
L. B. Venedig 1770. 8. — Lilius Greg. Qyraldi a. Ferraia 
[geb. 1489; st. 15&2], aufgeklärter Litterator, guter Dichter 
u. Stylist: Opp. Leiden 1699. % F.; vgl. F^cytag Adp. 3 p. 



Ut. Oiehtcr u. Stylistiker d. XVI Jahrh. ia Italien. 103 

141 sq. — Olympia Fulvia Moraim a. Ferrara [geb. 1526; 
lt. 1554] 9 Tochter des geachteten Maataanischen Dichten 
F»/r. Peregrinui Moratu» (Carmina. Venedig 1533. 8), früh 
wt dem classischen Alterthume vertraut und des kunstge- 
(echten Ausdruckes so mächtig, dass sie [1542] öffentUdbe 
LefafForträge halten konnte, als Latheran^rin hart bedrängt, 
bhtete mit warmen Gefiihl in reiner u. wohllautender Spra- 
ye: Opuscnla. Basel 1558; 1562; 1570; 1580. 8; vgl. Frey- 
\^ Anal. p. 611 sq.; E. Müneh Verm. bist. Sehr. 2 & 41 f« 
^ Victor Faustu» Lehrer der alten Litterator in Venedig, 
kssea Verdienste um Schiffbau anerkannt waren, zeichnete 
jkh als trefflicher Redner aus: Orationes quinque. Venedig 
1559. 4. — Aufsehen hat in neuwer Zeit erregt ein von Greg* 
brrario [geb. 1540], ApostoL Protonotar in Venedig, ver« 
festes Trauerspiel, welches J. Eiccio^ ohne d^ Urheber zu 
WDnen, drucken liess: Progne. Venedig 1558; Rom 1638. 4; 
BBd woraus G. Nie. Heerkens in Groningen in d. Vorrede: zu 
klcones (Utrecht 1787; Paris 1788. 8) einige Stücke .als Ue- 
lierUeibsel des Tereus, der gepriesenen Tragödie des £• Fis- 
n»< bekannt machte, um die Gefflirten zu täuschen ; vgl. /• 
MmlH Operette 2 p. 211 sq.; Chardon de la Rocheiie Mi6- 
Hes de crit. et phil. 3 p. 318 sq. — Marc. Hieron. Vida 
«•Cromona [geb. 14801 st. 1566], Bisch, v. Alba [15311], 
Allster im Virgilschen Tone, kühn in der Wahl der Stoffe, 
würdig' u. voll inneren Lebens in. der Ausfuhrung; als di^sk« 
tisches Dichter wetteiEert er mit Fracastoro , ist aber wmt 
hcfatbarer, als dieser: de arte po^tica LI. IIL 1527; ed« Clu 
A* KliOz. Altenb. 1766. 8 ; das kunstvolle Werk de bombyce 
U*Il. 1527; die gedankenreiche Darstellung de ludo scao- 
Aorum 1527; c. comm. L. Wielii. Strasb. 1604. 8; ital. v. 
^' Gruzino 1604» 4 u. s. w. *, herausg. o. metr. übers. v< /. 
^J> HuiffmaHn. Mainz 1826. 8; das Epos Cäiristiados LI. VL 
Cremona 1535.-4 athmet im vollendeten Kunststyla des class. 
Alterthams rein christUchen Geist; unter ^n Oden, Eklogen, 
^mm Ged. u. Reden (Cremonencaum orationes III adv. Pa- 
Menses etc. Crem. 1550; Paris 1662. 8; vgl. Freyiag Anal. 
f* 277) giiid mehre vortrefflich.: Po^msfta. Rom 1527. 4; Cre^ 
Jtt«» 155a 8; ed. TÄ. Trisiram. Oxford 1722 f. 8; dazu ge- 
koren Christiados LI* VI ed. Ed. Owen 1725 «. Hymni 1733. 
^\ cor^J. A. et Q^\ Vklpiis. fiadua 1731. 2. 4.; cur. R. Buu* 



104 L. Dichter u. Stylistiker d. XVI Jahrh. in Teutsciil. 

$eL Loivd, 1732. 2. 12; frans, y. J. B. Levie. Paris 1809. Si 
— Ant oder Aomus Paleariui (degli iPagliaricci) a. Yeroli 
b. Rom [geb. n. 1500; verbr. d. 3 Jan. 1570], Lehrer in Siena^ 
Lncca, zulezt [1559] in Mailand, edler Denker, Opfer tiicki« 
«eher Rachsucht eines neidischen CoIIegen und blotgierigei 
Rechtgläubigkeit der Franciscaner und Dominicaner, 'wie si4 
P. Pius V liebte: de immortalitate animae. Lyon 1536, 12; 
Opera. Amsterdam 1696; *" Jena 1728. 8; vgl. Bayle; J. Gur* 
tut Leben d. A. P. Hamb. 1805. 4. -^ Die Capilwpi (s. 3 & 
112), besonders Hteronymns (carmina. Antw« 1574. 4): Capi<« 
Inporum carmina et Centones ex ed. /• Castalionis. Rom 1590^ 
4» — Vettorij Siganius oben S. 21. — Der Jesuit Franc» 
Benciu9 a. Aquapendente [geb. 1542^ st. 1594]^ einer der bes^ 
Sern Schüler Muret's: Oratt. 1590; Carmin. LI, IV. 1590; 
*IngoIst. 1599; Cöln 1617. 12. — 

Unter den Teutschen sind einige der bemerkenswerthe«« 
ren : MurmeiUuSy Bebef, H. v^ d. Bus9che^ U. v. Hütten^ J. 
Crotus S. 36 f. ; D. Era9mm^ OpsopoeuB, Mob. ffessus, Me* 
lanehihon^ Camerarius^ OeLFabridug j Naogeorgus oben & 
40 f. — Euriciui Cordus (ffeinr. Urban) a. Simmtsiiausen m 
OHessen [geb. 1486; st. 1535], ein in Italien humanistisdi 
gebildeter Arzt, Prof. in Marburg, Uebers. des Nikandros, 
glücklich in Hirtengedichten (Lpz. 1518. 4) und witzigen Epi« 
grammen: Opp. po£t. o. O. u. J. (15501) 8; (ed. H. Mei- 
bom) Helmstädt 1614. 8; vgl. Strieder gel. Hess. 2 S. 2821; 
Frey tag Adp. 2 p. 979 sq. — Simon Lemnius (Lemcken) su 
Graubündten [gfib. 15141 st. 1550], witziger Epigrammatist 
und beissender Satyriker: Epign LI. H. Wittenberg 1538.8; 
IJ. UI. o. O. 1538. 8; Apologia (1538J 8; Luc. Pisaei Ja* 
venalis Monachopornomachia. (1538) 8 (& Murr N. Journ. 2 
S. 85 f. u. Strobel N. Reytr. 3 8. 137 f.); Amorum LI. IV« 
1542; Bucolica. 8; Homeruslat. camu factus. Basel 1 549. 2.8« 
Vgl. G. E. Lesfing Sehr. 3 & 1 &; Strobel Leben u. Sehr.« 
des S. L. Nbg 1792. 8. — Ovidische Leichtigkttt und Lieb- 
liciikeit herrschen in Petrus Lotiekius Secundus a. Schluch« 
tem im Hanauischen [geb. 1528; st. 1560], Prof. d. Med. in 
Heidelberg, Elegien, widiren Lebensbildern: PoSmata. Parif^ 
1551 ; Lpz. (1561) 12 u. s. w«; *ed. P. Burmann U Amsterd. 
1754. 2. 4; ed» C. T. Kretzschmar. Dresden 1773. 8; EL 
teotich von & ü. KSstUn. Balte 1826. 8. Vgl« Vita p. /^ 



Lat Diditer u. Stylistlker des X\l Jalirh. 105 

hgium, Lp2. 1586, 8 Q. B. w.; L. O, Magen de P, L. IL 
liessen 1751. 4; Btidik 3 S. 208 f. Auch ist aaf den ihm 
fifrenndeten freysinnigen Schweizer Joa. Fairieiui Monta« 
«aufmerksam zu machen; Tgl. Freytag Aip. 2 p. 1013 sq* 
- Georg Sahinus <8chüler) a. Brandenburg [geb. 1508; st« 
KO], Melanchthon's Schüler u, Sdiw. S., Prof. in Frankfurt 
bd. 0. u. Königsberg, vorzüglich glücklich in der Ovidi« 
dien Elegie ; Reden , bist. Sehr. : Opera. Strasb. 1554 u. s» 
r.;«Lpz. 1606. 8; vgl. P. Aliini ritü G. S. Wittenb. 1588 1 
l Tk. Cmnui. Liegnitz 1724. 8; iKf. K Seidet Bilders. 
Ikandenb. Gel. S. 48 f. Sein Schüler Mich. Abel aus Frank« 
st a. d. O. versachte sich in mehren Dichtarten mit Erfolg: 
leroic carm. L. I. Prag 1587; Carm. LI. IV, Eleg. LI. IL 
11590; Mnsae undecimae. P. 1591. 8. — Joh. Samiuc fiua 
fyrnan [geb. 1531; ftt. 1584], kenntnissreicher u. fiir human« 
titt. rühmlich thätiger Arzt: Icones vet. aliq. ac recent. me« 
ieornm philosophorumq ue elegiolis suis editae. Antw. 1574.F» 
1*8. w.; emblemata. Antw. 1564. 8 u. s. w* — iV. Friici» 
in S. 45 ; Taubmann S. 47. 

Von Niederländern geboren ztt den berühmteren : Rema* 
('«t Je Florennes, K. Carl V Geh. Sehr. : Epigrammaton LU 
IH. UD7. 4; Amorum LI. Paris 1513. 4; Palamedes com. et 
poeoiata. Paris 4. — Chph LongoKui a. Mecheln [geb. 1489; 
t f522], lebte in Padua: Oratt. Epistel. LI. IV. Hörens 
$24. 4; Lyon 1542. 8; vgl. Battesii vitae p. 240 sq. — Jo^ 
%nei (Jan Nicolai Everard) Secundm a. d. Haag [geb. 1511 ; 
^* 1^36], classisch in gefühlvollen Liebesgedichten (Basia 
&39i4 sdir oft; lat. teutsch v. Fz Paaow. Lpz. 1807. 8^^ 
Isgien, Episteln und Epigrammen, minder bedeutend in Lie« 
^ n. WSldern: Opp. Utrecht 1541. 8 u. s. w.; cur. H 
Ifnwrto. Leiden 1619. 8; »löSl; 1651. 12; *cura P. Bom* 
^. Leiden 1821. 2. 8; vgl. Budik 1 S. 238 f. — P. Nan^ 
A^S. 68; J. Damsa &. 70; Puiseh (ebend.) — Dominicne 
We a. Ryssel [geb. 1561 ; st. 1613], Prof. in Leiden, künst^ 
^h ijnelend : Po^Nnata. Amsterd.1640; Amores ed. P. 8crim 
^* Am«t. 1658. 12; Epist. oratt« u. s. w. Amst. 1650; 1654; 
K2.i2; vgl. Bayle; Pa^uot 8 p. 391 sq. -— Der Britte TA. 
'orvi obe^S. 82. — Der Schotte Qeorg Buckdnan a. Kel« 
^ne [geb. 1506; st. d. 6 Dee. 1582], gebildet in Paris^ Leh-> 
irlaKlbst, in BoardMUK u. Coimbia, in siürnliidier Seit 



I Ott lit Dkbter m Styliatiker d. XVÜ 3. in Fratdüreicli 

viel hermngeworfen, als Staatsbeamter in s« Vi^terlande [isei 
1563] entschlossener Widersacher der K. Maria^ eifriger Pra 
testanti grosser lyrischer, elegischer, epigrammatischar, sat^ 
ijssher, didaktischer un4 dramatischer Dichter ; s» Umschrei 
bong der Psalme (156$) wird sehr geachtet; als Historik« 
bat er, bey aller Einseitigkeit, nicht geringes Verdiensl 
Opera ed. Z%. Budiman. Edinb. 1715» 2 F.; cur. c. n.^ 
Burmann. Leiden 1725. 2* 4, Vgl. s. Autobiogr. vor d. Edi 
*J). Irmng Mem. of the life of G. B. Ed. 11. Edinb. 1817.8 
Budik 2 S. 214 f. — Von. vielen Franzosen werden als be 
kanntere und einflussreichere genannt : Germanut Briwim 
(Brice 'oder Brie) a. Auxerroi [st* 1538]., gebildet in Itali« 
und ein thätiger Beförderer der human. Litt, in, Frankreich; 
Carmina. Paris 1519. 4 u. m. a. — Janw OUvariu» leiteti 
alles Uebel in dejr Welt von den Weibern ab : Pandora. Pa 
ria 1542. 8 u. s. w* — DoUt oben S. 25. — Von Claad 
Boillet [1556] haben iirir geistreiche, bisweilen schlüpfrig)| 
Epigrammen und Eklogen ; vg|. Freytag Adp« 2 p. 989 q 
— DHapiial s. 3 S. 239; 7. Dorat 3 8. 199; Th. de Bhu 
SS. 254; Muretj Hoiamanj JET. Etienne oben S. 27; 7. /. 
Scaliger oben 8. 29. — In Böhmen, * wo die lat. Poesie laoge; 
geblüht hatte (vgl Hormayr Archiv 1823 S. 661 f.) glänzt^ 
Bohutlaui V. Lobkawitz zu Hasenstein [geb.. 1462; st. 1510]) 
ungemein woUthätig. wirksam für die. vaterländische Cultur; 
Opuscula o. O. u. J. 4; Fariago poära. Prag 1562. 8; Lucu^ 
brationes oratoriae. Pr. 1563. 8 ; vgl. /• Ch. Coler de vit^ 
snmmisque in rem litt. .meritis B. L. Wittenb. 1719; 1721. 4; 
Jgn* Comava der grosse Böhme B. v. , L. nach s. Schnfte^ 
geschildert. Prag 1808. 8; Budü 3 S. 46 f. r- Von dem in 
Anfange des XVI Jahrh. lebenden Portugisischen Epigramm» 
tisten Hernicui Cayado s. Budik 3 S. 96 £. 

In dem XVII lahrh. haben Fran^ps^Ps Teutache um, 
Niedeiitoder das Uehergewicht ; mit . ihnen wetteifern eini^ 
liidiäner u. Polen« Einige der beruhmterßn sind : die Teutache^ 
V. Andreae u. P* Flemming a. 3 .8.. 363» 3(5 ; C BartA u 
A» Buchner oben S. 49. .^. Forfunafus a JuvaÜü [geb« 1557i 
sl. 1654] 9 frommer .Menadi hogchgebildetjBn Geistes und edlei 
Büi^er,^ ganz seiner SSeit u# s> . Vatedande angeü^rig»; Con» 
ment&ril vitne. et seleota (106) poämata» Chur 1893. 4.; La 
ben» tatttseh v. Lehmann. Ulm 1782.. & .*-* Jac. B^lde M 



[<. Dichter p.8tyli&tikerd.XVnJ,liiFrankreieli. 107 



hflislirim im EIswi [gdbw Ittö) it/l66g], Jeüait [16i24] Sn 
Inocheiiy befiangen dmreb die Voralrthrile des Ordens, ang&» 
Mt g^gen Älle% was mit dieseiii unverträglich- ist, empfäng« 
fnr EdUes und SckSneg, vertraut mit sprachlichen nnd 
tfamisehen E^entbAmlkhkeiten der rom. Classiker , beson» 
deg HoTBtios, dn Miackerer Ljrnker, der sich auch in 
Iren Dtchtarten versodite, rmch an glückBchen Zfigen, 

Kit frejr. van Spielereyen , - überhaupt ungleich und selten 
endet: CiarraintC Cdli^ iSM. 4. 8; Sföndien 1729. 8. 8; 
f/i oben S^ lOO.N.; Terpsichore-v. J. G, Herder» Ldbeck 
15 f. 3. 8 ib in Werken 14; m^res übers, in J. B. Sä^ 
Dom hftil. Süngtew Wien 1820. 8; vgl. Bagle; Schlegel 
^aaki. 2 S. 342 f.; Moknike in Breeh Encykl. 7 S. 219 1 
► iok Bei. ImMckkie^ aus Nauheim [geb. 1M8; st. 1669], 
|k{. bist. fied. u. SchiN. Satyrm, Epigr. : Bibltetbeca pösttca. 
H 1625 f. 4. 8; vgl. Sifüeder Gel. Hess^ 8 & 99 f . -** 
i»M Maria V. SekurMmn a. Cöln [geb. 1607; st. 1678]^ 
)neh an tiefem GefdU und eigenliiiimliohen Ansichten : Opus»' 
Ma ei F. Spanbeim. Leid« 1648. Ed. IIL Utrecht 1652« 8$ 
£n%a. AUona. 1673 f« 2. 8; Dessau 1782. 8; vgl. Paquot 
IB^403 sq. -^ Die Niederlfinder Jirtl; Ryekitn [st. 1627] 
^gl* Pofiol a p. 188 sq. ^ Murie^ Puieanm a. Venlo [geh. 
^»74; at 1646], zulezt Pföf. inL6weilt de cometaJ618. Lö«» 
»eo 1619. 12; vgl. ßreylaff Adp« 2 p« 1249 sq.^ Paquaf 13 
f« 373 sq. «^ C. Bariaeue (v. Barle) aus Antwerpen [geh* 
IH4; 8t. 1648]» Prof. su Amsterdam, tändelnd in gefidliger 
Sprache, ohne altwrthumlichen Geist : Po6mata. Ed. lY. Am» 
iterd. 1645 £. 3. 12; Virgo imdcophoros. Budeist. 1821. 12^ 
^Der Jes. Sübronim Baichiki oder v. Ossohe [geb^ 1596; 
it 1653] als file^ker ausgezmehnet : Eleg. LI. VT. Leiden 
16^S. 12. ~ J. £r. Fmaarnui; ü. GroUue oben S. 72; 1). u. 
Kffeöw^& 74« — - iV^. Johanuidee Beronieka ein Franzose 
^ Brabanler [st n. 1677 f] lebte in Seeland vom Sehe»* 
fnucUtiCen, Sehornsteinfegen ,, Holzspalten , in sdimutzig-roi^ 
^r Freyheit, mn* überaus merkwuriKger lat. Dichter aus dem 
kegreife, voUv kiSftigen Geistes und gesunden Witzes: Gco» 
prckontomachia. Amsterd» 1673. 12; Carroina ed« P. Ba6u$^ 
^erd« 1692; 1716. 8; Mfiddftlb. 1766. 8; vgl. A. Borre^ 
^'^«tt var. kttt» p* 59 sq* ^^ Brimhhuyzen oben S. 77. -*- 
^r. BtnerUmd a. MiddeUnirg [st. n. 1712], ber«ehli^l dvirdi 



108 U Dichter xk Stylifttiker cL XHI J. in JEVankreichj 



Fr^ygeteterey and «nsfichjtige Dafstelkingm, mlelie ron GH 
leh rsamkeit u« sprachlicher MeUterachafe Zeugoiaa gebm, lebM 
ia England [b. 1672], ein Si&tttsliAg dea am Sdimatzigei| 
Behagen findenden J#» Vo$$: Pecoatnm origiiiale 1676« 8; di 
a/olatae virg^tatis jure 1680« 8; de fomicatk>ne carenda 
Lond. 1697. 8; Epist. XII. Amsterd. 1747. 8; vgl. *Mohnik 
in Ertch EncykU 9 S. 360 f. — Der Britta Jok. Owen (Ott 
doenua) a. Atmon in Wallis [at. 1623], Ihtchtbarer ^witzigei 
Epigrammatisl : Epigramm. Lb X. Lond. 1^06^ aebr oft; Lä- 
den 1628; Amsterd, 1047. 24 n» s. w.; ^carjA. A* B^nouard 
Paris 1794. 8; Lib. epigrammalam (ton 124 idnd 80 biahei 
imgedruckt) ed» F. A. Mbert Lp£. 1824. 8. -r Die Franze- 
aen : Clßude Qßillet a. Chlnen [geb. 160^? st. 1661], heUsia 
nig u. politisch freymüthig, bildete sieh äla Ldirdicbter nad 
Lucretius, ist nicht streng correet, erregte aber danA Eigen 
thumlichkeil der Ansichten nicht geringes Aufilehen : Calvidi 
Leti Cnllipaedia s. de piilchrae .prolis habendae. ratione. Lioid 
165^. 4 (veränd. S. 50: Paris 1656. 8); Lond. 1708. 8; franz. 
t; M. d'Eglg. P. 1749.8; v. J. Jf. OiiUau. Bordeaux 1799. 
12; Tgl. Bagle; (F. D. Bf} in Mensel hiiu litt. stat. Mi^. 
1 S. 161 f. — Cari Aipb. du Fre$moy a. Paris [geh» 1611; 
SU' 1665] schrieb, mit erfodeiiichep Knnsterfahrung n. \rai-i 
mem Gefühl ausgestattet, ein gehaltrolles Lehrgedicht übe^ 
die Malerey: de arte graphica. F.. 16&7. 12 n. s. w.; franzi 
T» R^er de Pile$. Ed. IL P. 1673. 19 *m. 'K.; v. Renou 
V. 1789. 8. Er fhnd im folgenden Jahrb. einen ivirdigei 
Nebenbuhler in Franc* Marie de Many [st. 1763] : de pt« 
ctora. P. 1736. 8; D. et üf. de pictnra carmina itemm ed 
CA. A. Kloiz. Lpz. 1770. 8) vf^. Watelet 3 8. 213« — lUm 
Raftn a. Tours [geb. 1621 ; st. 1687], Jesoit, belesen in dei 
Alten, correot und sicher im Geschmacke : Edogae sai^ae. P 
1669. 4; *Hortorum LI. IV. P. 1665. 4s Leid. 1668. 12; P 
1780. 12; Christas patiens. Lond. 1713. 12; Carmina. P. 1723 
12; Ssthet. krit.Schr.; vgl. Batfle. Joh. Bapt. SanieuÜ (Sanj 
toUos) a. Paris [geb. 1630; st. 1697]: Oeavres. P. 1698. 1$ 
— Buei oben S. 33. -« Der Jesuit Jae. Vanüre a. Canssei 
[geb. 1664; st. 1739] zeigt Uebang in maleriadien Schilden 
ungen: Colatnbae et vites. Paris 1696. .8; ^Praedium raatil 
cum. Toulouse 1730; 1746; 1774; 1786. 12t Opvsc P. 1730 
8; Oicti ^8t. P. 1710. 4. ~ Die Itdlianer: Aterunt oben S 



LaL Dichter u^ Stylistiker des XVm u. XIX Jahrlu 109 

22. — Der Jesoit iVfc. Partieniui GiamefaHö tu Neapel [geb. 
1648; st 1715], umnchtiger Naturbeobaehter, tr^icher Diob^ 
ler n. geach. Stylist: Piscatorla et Naatica. N. 1686; Halw 
Mtica 1689; Bellica 1699; Ajeatatea SarrentiDae 1696; An- 
tonni SerrentiDL 1698; Yer Herculanum 1704.8; Opp. poSl;. 
N. 1714. 3. 4; Annaa etuditns. N. 1722. 2. 4; Hist. Neapel, 
N.1713. 3. 4. ~ Lud. Sergardi ans Siena [geb. 1660; «f. 
m] geistreicber Satyiiker: Q. Sectam Satirae (XIX) in 
Fhilodemom. 1696; Coln 1698. 8; (VIII) c not« et continual. 
P. Antoniani. Amsterd. (Rom) 1700« 2. 8; Satirae et Opp. 
Lncca 1783. 4. 8; vgl FabronU vit. Ital. Dec. II p. 361 sq.; 
'Freylag Anal. p. 843 sq. <— Dw Jesait Tommaso Ceva auä 
Mailand [geb. 1648; st. 1737] , grosser Mathematiker, ein- 
nchlToller Kunstricbter u. hochbegabter Dichter, besang dia 
Kindheitgeschichte des Erlösers in idyllisch-epischem Style t 
her Jesos JA. IX. Mail. 1697; Berl. 1797. 8 ; teatsch. V. /. 
A Müller. Magddb. 1822. 8 ; Memorie d'alcnne virtd del b. 
Fr. di Lemene. Mail. 1706. 4; mathein. u. a. Sehr.; vgl. 
Suido Ferrari in Racc. d*opusc. seien t. 44 p. 259 sq. — In 
Polen feierte Sebait. Fabian Acernut (Klonowicz) in Lublin 
[geb. 1551 ; at. 1608] dia HeUenthatem Steph. Bathori's in 
V]i||^schem Tone: Yictoxia deomm, in qua continetar veri 
keroa educatio. o. O. u. J. (Lublin 1600 f ) 8. — Der Jesuit 
Müttkioi Canmbr Sarbiewthi aus Sarbiewo in d. W. Plocx 
[geb. 1595; st. 1640] war der glucklichste Nachahmer der 
Horaiischen Lyrik und guter Epigrammatist: Lyricomm LI. 
m. Epigr. L. L Cöln 11625; Antwerp. 1632. 12; *1634. 16; 
Breslau 1753. 8; Strasb. 1803; Ofen 1824. 8* Poln. y. Ad. 
Naruiczewicz. Wilna 1757 ; mehres teutsch v. /. N. Goetz ; 
tgL J. G. Langbein de S. vita , studüs et scriptis. Dresden 
1754. 4. — Ein gläcklicher Epigrraimatist war auch der Je- 
nit Alb. Ine$ [geb. 1620; st. 1658]. 

Während des XYIU f. XIX Jahrb. haben sich Teutsche 
nad Niederländer am fleissigitep u, glucklichsten mit lat. Poe« 
sie a. Stylistik beschäftigt. Von den erliteren werden ange- 
^ iuhrt: /. A. EmesH oben S. 54 ; LF. Christ. Fabulae aesop. 
Lp». 1749, 8; Ci. 4* Klütz S. 63; F. W. Reiz; H. Gf. Bei- 
chard; B. Ch. Avenariui in Hameln [geb. 1739; -st. 1812?] 
Hebers, des Zachariaeschen Marner ; MelcJL v. Birkemioek in 
Wiea [geb. 1738; sl^ 1809] des Lapidarstyles mächtig; Fried. 



1 10 Morgenlandische Sprachen^ 

Fefd* Drück in Stnttgnrd [gcb« 1754; stüSOT] : Kleinere Sdj 
lierausgeg« v. C Ph. Camz. Tiilmigen IftlO. 2. 8; DSrik{ 
Botiiser; MitBcherHeh; 6. Bermann; C D« F^n u. m. I 
.^ Von Niederländern P. Burmann S. 78 ; €rer. Hooft al 
Amsterdam [geb. 1750; st. 1768]: PoHm. ed. jff. cf« ifoi(i 
Amsterd« 1770. 8; L. ^. Saufen; M, r. BetcA; Herrn. B^ 
ucha [et* 1819J anmuthiger Elegiker: Poäm« Dementer 181^ 
8 n. IQ« a* — yotk Franaosen : Cardinal Meld, de Poligfü 
a. Poy en Yday [geb* 1661; tt. 1741] Verf. des berfibmt^ 
Lefargediehtes And-Lucretius ed. C. d*OrL de Roikelin. Pa^ 
1747. 2. 8; Lpz. 1748. 8; in dat Franz. n. IkaL übersetzi 
AbbandL; Tgl. Eloge. P. 1742. 42; der Fabalist DeebiUoi 
(S. 34): Fabnlarum Aesop. LI. V. Gbsgöw 1754. 8; U. :^ 
Paris 1759. 8; LL XV. Mannheim I7B8; Wfirzbnrg 1791. i 
8. — Der Britte W. Nicole Rector in Ütokporl : de litteris ii 
ventis LI. YL Lond. 1711. 81 vgl. Freylag Adp. 2 p. 103 
8^.) Person i Wakqfield a.a.^— die ItalÜner i^aoi'^/a/j, La 
gomaruini S. 23 a. a» I 

28. 1 

Das Stadium der morgenlftndischen Spraehenl 
vfBx Folge theils des Bestrebeni^, reKgi5se Begriffe in deii 
ersten Qa eilen anfznsneheny theils des Eifers ffir Ausbfeitnn^ 
des Christenthnms und für SichersteUnng der Wahtbeit desJ 
selben ; es ging von Italien ans, nnd ^urde bald in Spanienj 
Teutschland und Frankreich angebaut. Philologisehe GründJ 
lichkeit führte zur Anerkennung der nothwendigen BekaDot-^ 
Schaft mit den übrigen orientaUschen Idiomen in Beziehung 
auf das Hebräische; Missionanstalten und Handels-' 
e n t w ä r f e im XY II Jahrii. und diplomatische Verhandlungen! 
der europäischen H%fe mit orientalischen förderten die Thä-' 
tigkeit in Bearbeitung der morgenländischen Litteratnr und' 
sie gewann demnächst, minder beschräiikt durch RScksicht' 
auf äusserliche Absichtlidikeit, wissenschaftliehe Achtung und' 
treue humanistische Pflege. ' 

In Italien waren Aegidiut v. Vit^rbo (eig. Aeg. Anton J 
Cantdias) aus Villa Canapina [geb. 1470; st. 1533], General 
der Augustiner in Rom, ein wackerer Redner s. Martene^ 
Coli. Bova T. 3; der Geiiuesiche Bischof Ago$t. Giurtiniani; 
nnd The$eue Ambrogiue von Pavia, Lehrer In Bologna, Vf* 



Morgenlandfsdie Sprachen. 111 

ler ersten systemat. Darstelhing morgenl. Spr. (Introd. in 
liald. L, 8jr. atq. armen, et deoem alias 1. Paria 1539. 4) 
BJfrige Beförderer der Orient. Litteratnr, — Die Verbindung 
tut Syrien [1517] gab zar Stiftung des Maroniten-Coliegium'p 
p[d84] durch Gregor XIII Yeranlassvng. Von Gregor XY 
mrde [1622] die, später [1665] beträchtlich erweiterte Con- 
(ffgatio de propaganda fide cathoBca gestiftet uAd mit dev- 
Iriben ein Seminariom [1627] yerbnnden ; vgL (F. CaneeU 
fen) Elenchos libror. qui ex oflf. libr« s. concilii christ 
fMuini propagando formis omnigenis impressi prodierunt. Boin 
f817. 12; BJornstal Briefe 2 S. 33 fll. Nicht nur kirchÜcho 
Ithriften, sondern auch mehre Bereicherungen der syrischen 
fid arabischen Litt» sind Italiänern zu verdanken; wenn . 
^ch ihr Verdienst, besonders in neuerer Zeit, dem der 
banzosen, Britten, Niederländer und Teutschen weit nach- 
itebet -^ In Frankreich hatte das College R, zu Paris 
Gfien Lehrer der hebräischen [1530] Und durch Heinrich IV 
[1587] der arabischen Sprache. Eine morgenländische Dru* 
d[erey [1615] wurde unter Richelieu [1635] eingerichtet; Col- 
l^ert leitete ein lebhafteres Handelsverkehr mit delr Levante 
eian. ermunterte zur Beschäftigung mit morgenl. Sprachen; 
Boioje, dardinj Tourne/brtf Tavernierj Thevenot u. a. 
^eramdiauliGhten die Eigenthümlichkeiten des asiat. Volker- 
ieleos und erleichterten die richtigere Würdigung der mor« 
guiL Litt Mehre Mitglieder der Akad. d. Ikischr. erwarben 
^ch [s. 1750] als Forscher und Ausleger bedeutende Ver- 
üenste; die Pariser Specialschule zur Erlernung der Orient. 
V* [1801] zeichnet sich durch ihre Leistungen aus. Von 
Innz. Gelehten ist s. der zweyten Hälfte des XVII Jahrb. 
^keitig trefflich gewirkt worden ; ihre rühmliche Thätigkeit 
«thSlt sich ; Gr. AnU Joh. Sijpettre de Sacy wird als Lehrer 
vml Wortführer in ganz Europa verehrt. — Unter den Nie- 
derländischen Universitäten ist Leiden der Sitz der mor- 
S^nländischen Litteratur, welche auch auf den übrigen im 
J^Vn Jahrb. nicht vernachlässigt wurde ; schon Fz Rapheleng 
[st. 1597] und J. J. Scaliger (oben S. 29) machten sich um 
fieselbe verdient; noch mehr leisteten TAom. v. Erpen [st. 
l^H], der eine eigene morgenländische Druekerey hatte, und 
''«<:. Go/uif [st. 1667], dessen Handschriften -^^Vorrath, nebst 
l<an von Luetnn Wartier [1644] 4er Univers. Bibliothek ein- 



lia Morgenländischc Sprachen 

verleibten, den Reichtham) $irelcher za bearbmten war, erkeo» 
Den liess. Die Schuliem, Albert [sU 1750J, Joh. Jac. [st. 
1778] und Beinr. Alb. [st. 1793], belebten das Studioin mit 
kräftigem Geiste, nach äcbt humanistischen Grundsätzen, und 
ihnen schlössen sich Ate. Wilh* Schröder in Groningen [st 
1796], JSv. Scheid [st. 1794] u. m. a. mit dem erfreulichsten 
Erfolge an. — In£ngland*s Handelsverkehr, mit der Le« 
vante lag eine äussere Veranlassung zur Theilnahme an der 
orientalistischen Litteratur ; sie wurde durch Ed, Pococke 
[1630] und /• Greaves [1637] in Oxford eingeführt und be* 
hauptete auf dieser Hochschule ihre Heimath bis heute. Was 
B, Walton [1657] und Edm. Castell [st. 1685] n. A., später 
B. Lowth [st. 1787], W. Jonee [st. 1794] u. v. A. für si« 
geleistet haben, ist in ganz Europa dankbar anerkannt wor 
den und hat entscheidend gewirkt. Die fruchtbare Thätig* 
keit dauert fort; sie wird durch die k. Äsiatic Society [ge8t.| 
1823] gesteigert und zu erweiterter Gemeinnützigkeit geför- 
dert. — In Teutschland erhielt sich das fleissige Stndiaial 
lange in Abhängigkeit von der Theologie und hatte fast aus«{ 
scbliessliche Bjeziehung auf diese; diese Beschränkung gill' 
auch von der regsamen Hallischen Schule [s. 1720] , an de« 
xen Spitze Joh. H. und Ch. Ben. Michaelis standen. Wis- 
senschaftliche (Erweiterung und geistig freye^e Behandlang 
gewann es durch /. D. Michaelii in Göttingen [s. 1750] nni 
J. /. Beiske (S. 64) in Leipzig. Mit sorgsamer Beachtoog 
der trefflichen Vorarbeiten der Niederländer und Britten weckr 
ten J. Cr. Herder^ J. G. Eichhorn n. m. a. den höheren weit« 
bürgerlich-wissenschaftlichen Geist, welcher jezt verwaltet and 
steigend ergiebig ist an reifen Früchten. Die von Maria Th(H 
resia gestiftete Orientalische Akademie inWien [1753], 
zur Bildung der in Konstantinopel anzustellenden Diplomatie 
ker, hat dem Studium nicht geringe Unterstützung gewährt 
Weit wirksamer ist jedoch die wachsende Theilnahme, wel« 
che sich auf mehren Universitäten durch erfreuliche Leistnn« 
gen bewährt und vieles zu Tage fördert, was Jahrhundertf 
lang im Abendlande unbekannt u. vernachlässigt gewesen isfe 

Vgl. B. de Jenisck und Wahl IS. 5; Bahn 2 S. 289. - 
PauU Cdomesä [st. 1602] Gallia orientalis s. GaUomm, qui ling 
hebr. vel alias orientales excelverunt, vitae. Haag 1665* 4; Ej 
Italia et Hispania Orient ed. c u. /. €%. Wolf, Uamb. 1730« 4 



Hebräische Spracha 113 

£/ opera ed. /• A. Fa6rioiu$. Hamb. 1709, f4i -^ H, A. Schul- 

(ent Or. de stadio Belgarum in litterit arab. excolendis. Leid. 

1779.4; /. WiUmet Or. de retioenda antiqua Batorormn in litt. 

Orient, gloria. * Amsterd. 1804. 4. — Gg Wenrich Comm. bist. 

qaa qaaDtam linguarum Orient, itudia Austriae debeant cxpoDi- 
I tur. Wien 1822. 4; Ch. F. Schnurrer biogr. n. litt. Nachrieh- 
\ ten von den ebemal. Lehrern der hebr. Litt, in Tübingen (bis 
1 1618). Ulm 1792. 8. 

i Gr. Rzewunky und 7o«. v* Hammer Fandgmben des Orients. 

Wien 1809 ffl. F. — Asiatische Gesellschaften in Calcutta 1784; 

in Paris 1822. 
i 
{ J. Das Stttdiam. der hebräischen Sprache und Lit- 

isatoTy bisher im Alleinbesitze der Jaden nnd von diesen 
Iheh in Italien [s. 1475] dorcb Druckschriften einigermaassen 
Iferoffentlicbt, wurde im Anf* des XVI Jahrh. in Teutschland 
i«i7. Reuehlinj in Spanien von Anton. Nebriisentis, bald 
kraiif in Italien, Frankreich, Niederlanden u. s. w. unter 
ieo Christen erweckt , blieb aber länger als ein Jahrhundert 
lif Methode und Vorarbeiten D. Kimcivt (2 S. 110) und 
Ritat Leviia (3 S. 508) beschränkt, wiewohl Joh. Forster 
[1557] schon eine Reform versuchte, W\ Poitel [st. 1581] 
liesyrigche und arabische Sprache mit der hehr. in. Verbin- 
ÜBitg kaehte und es nicht gänzlich an Gelehrten fehlte, wel* 
ebe iD^re morgenländ. Sprachen bearbeiteten und lehrten« 
Ubter den um hebr« Litt« verdienten Buchdruckern sind D. 
hderg in Venedig, Bob, Etienne in Paris, Chph. Plantiu 
B Antwerpen, Proben und dporin in Basel, die Wechel in 
Wis nnd Frankfurt a. M. die berühmtesten. -^ Gegen Mitte 
M XVII Jahrh. wurde die Bekanntschaft mit dem oriental. 
Iprachgcbatz umfassender und die Benutzung desselben für 
las Hebräische allgemeiner; die Behandlung der hebr. Spr. 
ahm einen wissenschaftlich-philologischen Charakter an ; nur 
^etbinderten die unter der Mehrheit fortgeerbten theolog. Vor- 
nheile jadischer Abkunft die Auflfassung unbefangener Äu- 
gten und diesen war auch im Anfange des XVIII Jahrh. 
i^ philosophische Demonstrationmethode ungünstig« Durch 
^^t Schultenä warde die Verbindung des sich wechselsei- 
g QDterstützenden Stadiums der hebr. und übrigen oriental. 
prachefa, namentlidi der vabischen, geltend gemächt und 
^istvoll und philologisch tief eingreifend veranschaulicht; er 
lachte anf Analogie aufimerkaam , sagte sich von der judai- 

Wachkr HB. «. Wlt. Geseh. IV. g 



114 Hebr. Grammatik. 

fiirenden grammatikalischeii Herkommlichkeit los tind bahi 
einen Weg, welchen yorzüglich teutsche Orientalisten v 
folgt nnd Geist und Eigenthiimlichkeiten hebr. Sehriftwei 
schärfer und treuer erforscht und durch grammatikalische, 
xikographische und kritisch - exegetische Arbeiten erläul 
haben. 

a) Die hebräische Grammatik bearbeiteten aus 
/, Reuchlin (obeii S. 39), ihrem Ins(aurator, der bekeh 
portugies. Jude Matth. Adrianui [1519], Anton. Nebrinen 
(S. 89), Johann Campentis a, d. Oberrysselschen [st. 153f 
Gr. hebr. Paris 1520; Löwen 1528. 4 oft; Tgl. Paquot 11 
225 sq. ; und in Teutschland : Joh. Bötchenttain a. Esslini 
[geb. 1472; st. n. 1536i]: Elementale introd« Augsb. 15 
4; hebr. gr. instit. Wittenb. 1518; Cöln 1521. 4 u. s. 
Tgl. /. F. Köhler Bejtr. m. Ergänz, d. t. Litt. 2 S. 1 
Mensel litt. Mag. St. 1 S. 108 ffl.; Matth. Aurogallut 
1543] Prof. der griech. n. hebr. Spr. in Wittenberg: Gr. b 
et chald. W. 1523; 1530. 8; Beruh. Ziegler [geb. 1496; 
1556] Prof. in Leipzig, als Kenner und Lehrer der heb 
sehen Sprache sehr geachtet; Walfg. Fabricius Capito 
Hagenau [st. 1542]: Psalt. hebr. com institutiuncula iflli 
Bas. 1516. 12; Institut. 1. h. Bas. 1518. 4 m. a.; und Co»r 
PelKcanus (Kürschner) a. Ruffach im Elsass [geb. 1478; 
1556], Conr. Summerbart's und Paul Scriptoris in Tübin 
Schüler, Lehrer in Basel; Vgl. ChaufepU^ — S. Schüler 
der berühmte Mathem. u. Geograph &eh. Münster a. In 
heim [geb. 1489; st. 1552J: Diction. h. Bas. 1523; Id 
1564. 8; Opus gramm. B. 1556. 8; m. a. — Der Domii 
Santes Pagninus a. Lucca [geb. 1471; st. 1541], Lehrer 
Rom u. Lyon: hebr. institutt. LI. IV, Lyon 1526; Par. 1& 
4; Thes. 1. sanctae. Lyon 1529 u. s. w.; auct. ed. / iU 
ceriui. Lyon 1575; Genf 1614. F.; lat. Bibelübers. LyonlÄ 
4; (c. annot. Servett) 1542. F. — Agathius Guidaceriui 
Rom: Gr. hebr« Paris 1539. 8; Rud. Baine Bischof v. ( 
Tentry [st. 1560J; Chph Hammer [geb. 1550; st. 1597], Pi 
n Jena, Lehrb. der hebr« chald. syr. arab* äthiop. u. armj 
Spr. 1595. u. a. 

Johannes Drusius (t. d. Driessche) aus Oudenarde [g 
1550; St. 1616J, Prof. in Leid.' u. Franecker, trefflich e 
wirkend auf Veredelung des Bibelstudiams : Opuscula. Fi 



Hebr, Grammatik. 115 

lecker 1609. 4; vet. gr. IiiterpF.'V. T. fragm. ^d. S&r/. 
jlmaoo. ixnheim 1622. 3. 4; v. a.; vgl. Bayle; Vriemoet 
^th. Fris. p-. 49 sqq. — Jesuit llob. Bellarmini [st 1621]; 
^I. Bayle. — TA. v. Erpen s. unten IIL — Otto Gualfper 
Rotenburg [geb. 1546; uu 1624], zul. Rector iii Lübeck, 
ervollkommnete die Bearbeit. d« Syntax: Gr. bebr.'Wittenb. 
90; Lübeck 1611. 8; aucli s. Griecb. Gr. (1590. S sehr oft) 
de viel gebraucht; vgl. Strieder Gel. Hess. B. 5 S. 141 
• Job. Bua^torf (Bockstrop) a. Camen in Westph. [geb. 
64; St. 1629], Prof. in Basel, der hebr. Spr. u; Altertb. 
fer Kenner und um Bearb. der talmud. yabb; Litt, hoch 
dient: Manuale hebr. Bas. 1602. 8 u. s. w. ; Synagoga jnd. 
1603. 8; Tiberias s. Comns. masoreth. fi. 1620; 1665. F.; 
Qcordantiae BibL hebr. B. 1632. F. ; r. a. Sein S. J. B. II 
b. 1599; St. 1664], Lehrer ders. Univ.: Lex. chald. tal- 
.et rabb. B. 1640. F. u. s. w.; über die auf Veranlass 
^Dg der Tiberias in sorgfaltigere Untersuchung' genommenen 
^ancte stritt er eifrig mit Ludwig C^pell in Sedan [geb. 1586 ; 
!tl658]: Arcanum punctationis revelatum. Leid* 1624. 4; 
Critica Sacra. Paris 1650, F. ; ed. J. Gf. L. Vogel et J. G. 
^^hrfenberg. Halle 1775 f. 2. 8. — Wilh. ScAickard aus 
Hencüberg [geb. 1591; st. 1635], Prof. in Tubingen, viel- 
seitiger Orientalist; hebr. u. ch^d. Gramm.; AbhaadL; bist. 
Mr.; TgL Sc&eHorn amoen« litt. 13 p» 245 sqq. -^ Mart, 
troitsi. Höxter [geb. 158»; st. 1636], Prof. in Wittenberg: 

E.Gr.; ohald. CoQcordane; Ausg. des Syri N. T. m. Lex. 
m 1621 fl. 4;,vgl. i&W Orient. BibL B. 2 S. 305 ffl. ^ 
uü Bohle a. Greifenberg in Pommern [geb. 1611; st. 
^W9J, Prof. in Bestock : Gr.- hebr. B. 1638; seine Meinung 
N der Bestimmung schwerer Wortbedeutungen aus ^er Ver- 
Nung (de formali significatione scripturae eruenda) nahm 
M Gomset (Gussetius) aas Blois [st. 1704], Prof. in Grö- 
fiogen, auf in s. WB.: Commentarii I. hebr. Amsterd. 1702. 
f»; ed. J, Ch. Clodius. Lpz. 1743» 4; m. a. — Sia^tin Amama^ 
kof. m s. Vaterst. Franecker [geb. 1593; st. 1689]: gl-amro. 
► exeget. Sehr.; vgl. Bayle; Vriemoet Ath. Fris. p. 116 sqq. 
^Imdw. de Dieu a. Ylissingen [geb. 1585; st. 4642], Prof. 
^Leiden, vielumfassend u. hellblickend: Comp, gramm. hebr. 
^«id. 1626; Gr. ling. Orient, hebr. chald. et syr* inter se col- 
Marum. L. 1628. 4; ex rec. U. Clodii, I^rkf. 1683, 4; Cri- 

8* 



116 Hcbr. Grammatik. 

tica Sacra. Amflt. 1693. F. ; (Joh. Elichmann t) Radim. 1. u 
sicae. Leid. 1639. 4; vgl. Bayle. — Jah. Heinr. Hottin^ 
aus Zürich [geb. 1620; st. 1667], Prof. in Heidelberg i 
Zürich, gründlicher und scharfsinniger Gelehrter, drang i 
innere Verbindung des Studiums morgenländischer Spracl 
und bearbeitete die dasselbe unterstützenden alterth. Geschiq 
kenntnisse: Gr. IV ling hehr, chald. syr. et arab. harmoDij 
Z. 1649. 4; Etymologicum Orient. Frkf. 1661. 4; Thes. phil 
s. clavis scripturae. Z. 1649; 1696. 4; Hist» Orient. Z. 16J 
1660. 4; Archaeologia Orient. Z. 1662. 8 m. a.; vgl. vita 
/. H. Heidegger, Z. 1667. 12; Bayie; CAanfepiS. — Jac.^ 
ling a. Heidelb. [geb. 161S; st. 1^79], Prof. in Gröningi 
Gramm«; theol. Sehr.: Opp. Amst. 1687. 5 F. — Chritti 
Noldf Prof. in Kopenhagen [geb. 1626; st. 1683]: Concorde 
tiae particuL hehr, chald. K. 1679; ed. J. 6. Tj/mpe. J^ 
j734. 4. _ Matthias Wamuth^ Prof. in Kiel [geb. 1625; | 
1688]: Gr.; Abb. — Heinr. Opitz Prof. in Kiel [geb. 164 
St. 1712] suchte die Verwandtschaft der griech. mit den mc 
genl. Spr. zu behaupten : Gr. ; WB. — /ac, Rhei^ferd aj 
Mülheim a. d. Ruhr [geb. 1654; st. 1712], Prof. in Fraoel 
ker, philologisch reich u. von bleibendem Verdienste : Badifl 
gr. barm. ling. Orient. Franecker 1700. 4; Opp. Utr. 171^ 
1722. 4; vgl. Vriemoet Ath. Fris. p. 641 sqq.; Ckaufm 
Catp. Neumann Oberpfarrer in Breslau [geb. 1648; st. 17l| 
sollte mit grossem Aufwände von Gelehrsamkeit hieroglj 
phische Gehrimnisse in der hebr. Spr. geltend machen : Claij 
domus Heber. Br. 1714 fl. 3. 4 u. v. a. — Everard v. { 
Hooght a. Nieuwendam [st. 1716]: MeduUa gramm. hebi^ 
car. Amst* 1696. 8; s. 1 S. 91. — Adrian Reland a. B;p) 
NHolland [geb. 1676; st. 1718], Prof. in Harderwyk nndl^ 
recht, hervorstechend durch Belesenheit und Urtheilskraft, fi 
gründliche Erforschung des hebr. Alterthums rühmlich thätj| 
gramm. philol. Abhandl. ; Antiquitates sacrae vet. Hebr. D| 
1708 oft; ed. G. /. L. Vogel Halle 1769. 8; ""Palaestina ^ 
vet. monum. ill. Utr. 1714. 2. 4; m. a.; vgl. Chanfepie. ^ 
Heinr. Bened. Starke a. Engelen-Stedde b. Wolfenbfittel [g« 
1672; St. 1727], Prof. in Leipzig: Gr., Anm., Abb. — «/^ 
Andr, Dam a. Sundhausen b. Gotha [geb. 1654; st. 1727 
Prof. in Jena, Urheber einer lange Zeit allein gültigen systi 
mat. Methode d. hebräischen Spr.lehre, mit neuen Kuostwö 



Hebr. Grammatikl 117 

m: Nadfrangibulani s. conip. gramm. hebr. Jena 1686, S; 
i; ed. /. jET. Zoff. J. 1773. 6 ; Inteipres ebr. ehald. ed. /. 
i l^wpe. Jena 1755. 4 m. a. — Fz Matclef aus Amiens 

£.1663; St. 1728J: 6r. hebr. a punctis aliisque ioventis 
rethicis libera. Paria 171ß; auct. 1731. 8. Ihn bestritt 
Bened. Pet. Guarin [geb. 1678; st. 1729]: Gr. hebr. el 
i Paris 1724 ffl. 2. 4; Lex. hebr. chald. P. 1746. 2. 4. 
ermann v. d. Hardt a. Melle [geb. 1660; st. 1740], Prof. 
elmstädf, edel-frommer Polyhistor, unermüdeter Forscher, 
an eigenthiimlichen , oft seltsamen Ansichten und et}- 
EiofäUen, auch über hebr. Spr. u. Litt.^ wackerer Samm^ 
lar Kirchen- n. Reform. Gesch.; vgl. Bruns Verdienste 
elmst. Prof. — Joh. Heinrich Michaelis a. Klettenberg 
^Hohenst. [geb. 1668; st. 1738] u. s. Neffe Christian Be- 
in, a.£bich [geb. 1680; st. 1764], Professoren in Halle: 
He grammatt i^iU u« exeget, Erläuterungen, mit Rücksicht 
I syrische u. araK Spr«, Berichtigungen u. Bestreitungen 
1)is8ertatt. ; s. 1 S. 91. — > Christian Schottgen a. Würzen 
Ib. 1687; St. 1751], Rect in Dresden, überaus flüssiger 
Ug, Historiker u. Litterator : hebr. Gr» 1735. 8 ; Horae 
ktabnd. Dresd. 1733 fA. 2. 4; gab heraus Chph. Th. 
^oUerEUipses hebr. Dresd. 1740; Lpz. u. Halle 1783.8; 
de Dissertatt. n. m« a^ ^ Tgl. JUeUsel Lexikon d. Terst. Sehr. 

iS.381fiBL 

Altert Schuhen» am Groningen [geb. 1686; st. 175a], 
R' in Fianecker u. Leiden, gab durdi tiefere Auffassung 
\ morgenlaadischen Geistes, helle kritisch-etymologische Me- 
ns, richtige AnvKendung der Analogie u. besonders, frucht-* 
k Benutzung des Arabischen, dem hebr. Sprachstudium eine 
^ Gestalt und bildete eine ausgebreitete Schule : Origines 
naeae s. hebr.. linguae antiquissima indoles ex Arabiae pe^ 
^ibug revocata. Franecker u. Leid» 1724 fB. ; 1760, 2. 4 ; 
wtatt. ad fundam. L hebr. Leid. 17375 1750. 4; Op. nd- 
t L, 1769. 4; Sylloge dissertatt. L. 1772. 2. 4; y. a.; 
[ ytiemoet Ath. Fris. p. 762 sqq. — Joh. David Michae^ 
|Ch. Bened. S., a. Halle [geb. 1717; st. 1791], Lehrer ia 
*öngen [s. 1745], vielwirkedd fär die Litteratur überhwapt 
maurngfach verdient um die morgeal. u. bes. hebr«: Hebr. 
•Halle 1745; 1778; Ghald. 1771; Arab. Il7l; 1781; Syr. 
• »84; «Supplem ad Lexica hebr. Gott. 1784 fl. 6. 4; 



118 Hebr, Grammatik. 

vgl. 1 S. 91. 92; OrfcBtal u. ex. Bibl Frkf. 1771 ffl. 24. 
Neue or. B. Gott. 1786 ffl. 8. 8 ; Syntagma commentatt. 
1759 il. 2. 4; Commentatt. in societ. R. praelectae. Brem 
1763 f.; 1774. 2. 4; Zerstr. kl. Sehr. Jena 1793 fl. 3. 8 \i 
a.*, vgl. Eigene Lebeilsbeschr. m. Zus. v. J. M. Haisencafn 
Rinteln 1793. 8. — Nie. WilL Schröder a. Marburg [gi 
'1723; St. 1796], Prof. in Groningen [s. 1748], gründlich u 
lichtvolle Institntt ad fundam. I. hebr. Groningen 1766, o 
Ulm 1792. 85 m. a. — Fr. Wilh. Hezel inDorpat [geb. 175 
St. 1824] 1777 ffl.; Gottl Christ. Slorr^ preiswurdiger The 
log in Tübingen [geb. 1746; st. 1805], Bearb. der hebr. Sy 
taxis 1779; Aug.' Fr. Pfeiffer in Erlangen [geb. 1748; 
1807]: Gr. 1780; 1789; Joh. Goltf. Hasae in Jena u. Könij 
berg [geb. 1754; st. 1806]: Gr. 1786 fl,; Joh. Severin Vai 
in Königsb. u. Halle [geb. 1771; st. 1826]: Gr. 1797; */ 
Melch. Hartmann in Marburg [geb. 1765; st. 1827]; 
1798; 1821; ""Wäk Gesenius inii^We [geb. 1786]: Gr. Hai 
1813; 1817 u* s. w.; Lehrgebäude. Lpz. 1817. 2. 8; Gesc 
d. hebr.^Spr. u. Schrift. Lpz, 1815. 8; Handwörterbuch« Lp 
1810 ffl. 2. 8 u. V. a. G. H. A. Ewald in Göttingen M 
u. 8. w. 

Ä). Wörterbücher von Reuchlinj Pagninusj — h 
Förster ^ Augsburg [geb. 1496; st. 1557], Prof. in Witte 
berg, treuer Beförderer der Reformation, einfacher und u 
sichtiger Ordner des hebr. Sprachschatzes, zu dessen vollstä 
digerer Würdigung ihm jedoch die Kenntniss des Arabisch 
fehlte: Diction. hebr. novum. Basel 1564. F.; vgl. Hirt oriei 
tal. Bibl. 1 S. 44 f. — Joh. Avenariug (Haberuiann) a. E 
[geb. 1520; st. 1590], Pf. an vielen Orten, Prof. in Jen 
Snperint. in Zeiz, Vf. eines zum Spruch werte gewordefl 
Gebetbuches u. m. a. Sehr., zeichnete sich als Lexikogra] 
durch Vollständigkeit und folgerichtige Ableitung aus: Li 
radicum s. Lex. hebr. Wittenb. 1568; 1589. F.; vgl. Le 
von /. G. Fischer. Naumb. 1708. 8. — Valentin Sctiindh 
Prof. in Wittenberg u. Helmstädt [st. 1 604] , benutzte v 
züglich das Syrische zur Erläuterung des Hebr. : Lex. p 
taglotton (eA.Engelb. Engels) Hanau 1612; 1649; Frkf. 16 
F. — J. Drusius S. 114. — Marius a Calesio a. d. Neap( 
[st. 1620]: Dict. hebr. Rom 1617. 4; Concordantia hebr 
1621. 4 F. — Fhil. d'Aquin (Aquinas) getaufter Jude a 



Hebr. Grammatik. 119 

rigooD: Dicf. hebr. chald« talm. rabb. Parte 1629. F. — B112;- 
C/ S. 115; J. JET. Hotiinger S. 116. — Joi. Cocceji (Koch) 

Bremen [geb. 1603; st. 1669], Prof. ia Franecker u. L^i- 
% llaapi einer theolog. Schule , erstrebte in s. WB. Voll- 
|Ddigkeit nnd Bequemlichkeit, welche demsdben auch lang- 
lierndes Ansehn verschafften : Lex. et comm. sermonis hehr. 
M. 1669; c. snpplem. /• M» Maß (Prof. in Giessen, st. 

9}. Frkf. 1714. F. ; ed. /. C. F. Schulz (Prof. in Giessen, 

1806). Lpz. 1777; 1793 ffl. 2. 8; Opp. Amsterd. 1701 Ifl. 

f.; ygL Vriemoet Ath. Fris. p. 300 sqq. — Edmund Ca" 
Prof. in Cambridge [geb. 1606; st. 1685], arbeitete, Ge^ 

heit u. Vermögen aufopfernd, mit dem angestrengtesten 
psse ein in gelehrter Sorgfalt u. in Vollständigkeit unüber- 
fffenes morgenl. WB. aus: Lex. heptaglotton. Lond. 16631 
|(1686) 2F.; Lex. hebr. seoräm descr. (cur. /. F. L. Trier) 
^t. 1790 £ 3. 4 ; Lex. syr. s^orsim ed. a /. jD. Michaelü. 
^.1788. 2. 4. — Ludw. Thomasin a. Aix [geb. 1619; st. 
|il5], achjangwerther Kirchenhist., überliess sich in der hebr. 
Uol etymologischen Grillen : Gloss. hebr. quo ad hebr. 1. 
meslioguae et dialecti paene omnes revocantur. Paris 1697. 
. - M. Leuiden, Prof. in Utrecht [geb. 1624 ; st. 1699] : 
iei-lktbr. lat. Utr. 1687. 8; Philol. hebraens. Utr. 1652. 8 
B.a.;rgl. Chaufepie. — Gouttei S. 115; Opt/2:, Neumann, 
M Guarin S. 1 17. — Paul Mart. Alherti [st. 1729] Porta 1. 
Bctae. Bautzen 1704.4; Chrütuin Stock Prof. in Jena [geb. 
|72; 8t. 1733] Cialis 1. sanctae. Jena 1716. 8 oft; Joh. Chn 
yius, Prof. in Leipzig [st. 1745] : Lex. hebr. Lpz. 1744. 
|T. zur arab. Litt«; Chn Retnecciut, Prof. in Halle u. Rect. 
f Weissenfeis [geb. 1668; st. 1752]: Janua hebr. 1. Lpz. 
föl sehr oft; ed. /. F. Rehkopf [st. 1789]. Lpz. 1769; 
t^S. g; Bibel-Ansg. 1736 ffl. — Joh. Simonii a. Schmalkal* 
tt[geb. 1698; st. 1768], Prof. in Halle: Arcanum forma- 
iBnominum hebr. 1. Halle 1735. 2. 4; Onomasticon V. T. 
• 1741. 4; Lex, man. hebr. chald. H. 1756; Ed. IH rec 
^* aux. J. O. Eichhorn. Halle 1793. 2. 8; denuo castigavit 
lendavit uultisqne notis auxit G. B. Winer. Lpz. 1828. 8. 
rCarlFz HouUgant a. Paris [st. 1783]; Kacines hebr.sans 
•mtsvoyelles ou Dict. hebr. P. 1732. 8; Ausg. d. A. T. 
^53; vgl. Magas. Enc. 1806 T. 3 p. 121 sqq.; /. D. Mi" 
tet 8.117,- •JF. Gesenius S. 118. 



120 Hebr, Grammatik. 

e) Kritiker u. Ausleger: des grosse Catdinal /ran« 

XimeneZj £B. v. Toledo, [geb. 1437; st. 1517] veranstaltet 

durch mehre Gelehrte die erste Polyglotte: Biblia polyglot 

hebr. chald. gr. et lat. In Complutensi universitate. 1514 

6 F. Tgl. Walch neueste Rel. Gesch. 4 S. 425 ffli. Auch li 

ex die Mozarabische Liturgie abdrucken Toledo 1500; 15 

F. vgl. Henke Mag. f. Rel. Plftos. 4 8. 114 ffl. -- Bii 

Agott QiusUniani aus Genua [geb. 1470; st. 1536]: P 

hebr» gr. arub. et chald. c. trib. lat. interpretatt» et glosd 

Genua 1516. F» vgl. Vöderlein im Litt Museum 2 S. 1 fl 

— S. Pagninu8 S. 114. — Franc. Vatablut (Ouattebied) f 

Gamache [st. 1547], Prof. in Paris, dessen Anm. in IkEtienn 

Eid. y. T. P. 1539 fl. 4. 4 stehen) und s. Seh. und Atntt 

nachfolger JoA, Mercerus (le Mercier) a. Usex [st. 1570], ei 

fleissiger und gelehrter Erklärer mehrer B. des A. T. — Di 

Span. Beneä* Ariat Montanue [geb. 1527; st. 1^11], unti 

dessen Aufsicht die Antwerpen Polyglotte (1569 ffl. 8 F.) er 

schien ; v. a. ; vgl. SchröckA Lebensbeschr. 1 S. 2^1 ffi. h 

Dru8iu8 S. 114; ßuxtorfl u. II, Schickard, deDieUj Amam 

S. 115'> t'/r. Groiiu$ S. 72; L. Capell S. 115. — &almi 

Ola$9 a. Sondershausen [geb. 1593 ; st. 1656], Prof. in Jeoa^ 

Gen. Sup. in Gotha, versuchte nicht ganz folgerichtig die Aua] 

legung der Bibel auf vestere Grundsätze zurück zu führen 

Philologia sacra et Logica s. Jena 1623. 4 oft ; Amsterd. 171<| 

4; his temp. accommodata edd. J* A. Dathe et G. L. h 

Lpz. 1776 (1818) ffl. 3. 8; m. a.; vgl. (Brückner) Kirch 

u, Schulenstaat des H. Gotha 2 St. 10 S. 83 f. — Joh. M\ 

rin B. Blois [geb. 1591; st. 1659], Priester des Oratoriu 

in Paris, machte, bey kritisch zweifelhafter Integrität des hebi 

Textes, auf das Ansehen des samaritan. Pentateuch und de 

Alexandr. Uebers. aufmerksam : Exercitationes ecclesiast. ( 

1626) et biblicae (1633—63. 2.4) P. 1669. F.; Opusculabebi 

samaritica. P. 1657. 8 m« a. •<.- Samuel Bochart aus Rou« 

[geb. 1599; St. J667], reform. Prof. in Caen, tief gelehrt ub 

reich an eigenthümlichen Contbinationen u. Blicken, die gd 

stige und sprachliche Verbindung der alten Völkerwelt il 

Osten und Westen ahnend» stellte die fruchtbarsten geograpi 

u. naturhist, Erfahrungen, welche über das A. T. Licht vej 

breiten, mit musterhafter Sorgfalt zusammen : Geographia ^ 

cra s. Phaleg et Canaan. Caen 1646. F. u. s. w.^Hierozol 



; 



Hebr, GrammatiJc 121 

»Dl Lond. 1663, 2 F.; emend. aux. atque illast, ß. P. C 
htenmäller. Lpz. \7^ ffl. 3. 4 ; Opera. Leid. 1692 ; *1712. 
IF.; y gl Bayie. ^ Guido Michel le Jay a. Paria [st. 1675] 
ksorgte, unterstützt von mehren, anoh Maronitischen Gelehr« 
In, die Pariser B. Polyglotta hebr« samarit. chald. syr. lat» 
^ 1628 — 1645. 10 gr. F.; welche ansehnlich' bereichert xjl 
oemer eingerichtet wurde von Brian WaltoHy Bischof y« 
ester [geb. 1600; st. 1661]: London 1657. 6 F., wozu noch 
itelFt Heptaglotton (S. 119) gehört; Prolegomena s. app. 
it.Lpz. 1777. 8; vgl. Chanf^iS; H. J. Todd Mem. of the 
ie and writ. of B. W. Lond. 1821. 2. 8. — Aug. Pfeiffer 
^Laaenbarg [geb. 1640; st. 1698], Prof. in Leipzig, Sup. 
|i Lübeck j erwarb sich durch Verbreitung gesunder krit. u. 
lieget Grundsätze nicht geringes Verdienst um s. Zeitalter, 
pber gleich, bey strengerer Prüfung, weniger' leistete, als 
päi 6/aM Vorgang zu erwarten war: Critica s. Dresd. 1680. 
<Q. 8. w.; aacta a /. A. M. Nagel. Altorf 1752. 8; Her- 
aeneatica s. Dresd. 1684. 12; Lpz. 1698. 8; Dabia vexata s. 
Kript. Lpz. 1692; Dresd. 1713.4; Dissertatt. Utrecht 1704. 
i4;YgL Chaufepii. ^ Leutdeu S. 119; Opitz S. 116. — 
Bna Edzardi in Hamburg [geb. 1629; st. 1708], Kenner 
i(it tabb. talmud. Litt«, mit welcher auch s. Sohne Gg Elie^ 
2^er£[geb. 1661; st. 1727] und der durch Sreitsncht be« 
rackigte Sebast. E. [geb. 1673; st. 1736] vertraut und für 
Jttdenbekehrung alle sehr thätig waren. -^ Richard Simon a. 
Dieppe [geb. 1638; st. 1712], Presbyter des Orat. in Paiis, 
ein kühner und kenntnissieicher Forscher , dem die freyeren 
leschichdichen Ansichten von dem A. T. zu verdanken sind : 
'Uist. crit. da vieux Test. (Paris 1678. 4 u. s. w.), du N. T. 
IQ« 8. w. Rotterdam 1685 ffli. 6. 4; mehre Sehr, über Jud. Sit- 
ten und Gebräuche. — A. Reland; v. d. Hooght S 116; die 
Michaelit S. 117. -^ Joh. Jae. Schudi Rect. in Frankf. a. M. 
{geb. 1664; st. 1722] mit seltener Belesenheit und gründli- 
cher Forschung viele eigenthümliche Gebräuche des Juden- 
tiiams aufklärend: Deliciae hebr. phil. Frkf. 1700. 8; Genius 
^t indoles 1. s* Frkf. 1713. 8 m* a* — Dan. Ernst Jablontki 
m Berlin [geb. 1660; st. 1741]: 1 S. 91; s. Sohn Paul Ernst 
^ Prof. in Frankfurt a. d. O. [geb. 1682; st. 1757]: Opus- 
«ola ed. /. 6. te Water. Leid. 1804 ffl. 4. ^ /. Heinr. Bot* 
«Äger a. Zürich [geb. 1681 ; st. 1750], Prof. in Marburg und 



1 

122 Hebr. Grammatik* Syrische Sprache. i 

Heidelberg; vgL Strieder Gel. Hess. 6 S. 206 ffl. - /icij 
necciui 8. 119. — Riclu Pococke^ Bisch,* v, Maach [geb. 170i 
St. 1765] erleichterte die Bibelerklftning durch anschauliol 
g<'naae Schilderungen, des Morgenlandes: A description of tb^ 
Last and some other countries. Lond. 1743 f. 2 F.; t. Eij 
lang. 1771 f. 3. 4. — Houbigant S. 119. — Benj. Kennicol^ 
Prof. in Oxford [geb. 1718; st. 1783] s. 1 S. 91. — M 
Liftoth s. 3 S. 276; 1 S. 91. 92; J. ß. Michaelig S. 117. -j 
Joh. Aug. Dathej Prof. in Leipzig [geb. 1731; st. 1791]:! 

5. 91 ; Opus<cula ad intei*pret. et crisin V. T. pertin. LpZi 
1796.8; vgl. Nekrolog 1791 1 S. 175 ffl — G. CA. Siorr S. 
118; *Chn Fried. Schnurrer in TübingeA [geb. 1742; %U 
1822]; Oiau» Oerh. TycAteu iii Bützow und Kostock [geL 
1734; St. 1815] vgl. A. Th. Hartmann T. Bremen 1818 fflJ 

6. 8; Og Lor. Bauer in Heidelberg [geb. 1755; st. 1806J; 
*Joh. Jahn in Wien [geb. 1750 j st. 1816]. — »J. Go/</K| 
Eichhorn in Jena u. Göttingen [geb. 1752 ; st. 1827] : 1 S.I 
90. 91. 94 u. V. a.; H. Mb. Oottl. Paulus in Heidelberg [geb. 
1761]; C. JF. Ju8ti in Marburg [geb. 1767]: 1 S. 92. 95 n.] 
K. w. ; E. F. C. Rotenmüller in Leipzig [geb. 1768] : 1 S. 91 
u. 8. w«; /. S. Vater S. 118; 1 S. 91; *W. Gegenins S. 118; 
1 S. 95 ; /. G. Ch, UmbreU u. ra. — Als Bearbeiter der hebr. 
Alterthiimer sind, ausser /oA. Seiden^ Beland, Bochart u.a. 
zu erwähnen Joh. Lund [geb. 1038; st. 1686]; Pet. Zorn [gek. 
1682; St. 1746]; Conr.Ihen in Bremen [geb. 1689; st 1753]; 
Andr. Gg Wähner [geb. 1693; st. 1761]; H. E. Warnekm 
[geb. 1752; st. 1307]; /. Jahn; Gg Lor. Bauer; W. M.L 
de Wette in Basel [geb. 1782], /. H. Pareau u. A. 

Das Samaritanische ist von Joh. Morin 8. 120, E» 
Castell S. 119, J. H. Hottinger S. 116, Bob. Huntington 
[1671], Chph CellariuB S. 50, W. Geteniue S. 118 bearbei- 
tet worden. — Um das Rabbinische haben sich die BaX' 
torfe S. 115, die Edzardi n. besonders 0. G. Tj/chten ver- 
dient gemacht. 

IL Das Studium der Syrischen Sprache, in unmittel- 
barer Beziehung auf Theologie, ging von Rom aus und ge« 
wann erst in neuerer Zeit eine allgemeinere litt. u. geschicht- 
liche Richtung. •— Die erste Sprachlehre verfasste Theieut 
Ambrogio a. Pavia [geb. 1469; st. 1540], Prof. der morgen). 
Litt, in Bologna: Introd. in chald. L, syriacam atque amicn. 



l 



Syrische Sprache.* Arabische Sprache« 123 

Paria 1539. 4 m. a. — . Joh. Albert Widmanstad a« Nellin- 
fen b. Ulm [st ld5|], Oesterreich. Canzler, Führte das Syri- 
Khe in Teatschland ein: Prima eiern, syr. L Wien 1555. 4; 
Antw. 1572. 4; N. T. syn W. 1555. (1562) 2 4 in. a.; vgl. 
I. A. V. W. dargestellt v. G. E. fTaldau. Gotha 1796. 8 ; 
ILAnz. 1797 No. 23. 139* — CaniniuM S. 20. — Andr. Mo* 
^i (da Mas) a. Lenniaco b. Brüssel [geb. 1515; st 1573], 
Bitarb. an d. Antw. Polygl, guter Uebers. aus d. Syr. in das 
Lat, Syr. Gramm., Ausleg. d. A. T. u. m. — Drmiui S. 114; 
iErpen; Buxtorf \l\ Schiehard S. 115; Opitz; Danz S. 
116. - Carl Schaa/ a. Neuss b. Cöln [geb 1646; 6t 1729], 
'rof. in Leiden: Opus Araraaeum. Leid. 1686. 8; N. T. syr. 
L 1708; 1717. 4; Lex. syr. L. 1708; 1717. 4. — Der Syr.^ 
Patriarch Georg Amira [st. 1744]: Gr. syr. s. chald. Rom 
m 4.~ A. Schulten» (S. 117) Institutt aram. tinbeendet — 
a.ß.u. J. D. Miehaelis^All, Hezel, Hassel. 118; J.Jahn; 
0. G. Tyschsen (S. 122) Element. Syr. Rost 1793; Physiolo* 
RusSyras 1795. 8. — A. G. Hoffmann Prof. in Jena: Syr, 
Gr. 1827. 

Wörterbücher von Val. Schindler S. 118. — Joh. 
iafi. Ferrari aas Siena [st 1685]: Nomenclator Syriacas. 
Rom 1622. 4. — *Cast€ll S. 119; Trost S. 115; C. Schaff 
okeu. 

Herausgeber Syr. Werke: Joseph Simoniu» Assemanij 
Maronit [geb. 1687 ; st. 1768], Custos der Vatic. Bibl. : 2 S. 
99; Opp. Ephraem Syri. Rom 1737 ffl* 6 F. u.m.; s. Nacht 
Joi. Aloys. Assemani^ EB. v. Apamea [st 1782] und Steph. 
hol Aisemani — G. tF. Kirich: 2 S. 80; Chrestom* syr. 
Ipz. 1789. 8. — *6. Wilh. Lorshach [geb. 1752; st. 1816]; 
V A. Amoldi in Marburg [geb. 1750];, F. Gr. Mayer in 
Wien; U. Bernstein in Breslau n. m. a. 

Das Chaldäische ist bearbeitet worden von S. Mün^ 
Her, l)m$iu$y Erpen, Buxtorfl u. II, Sehickard ^ Castell, 
Tmt, Opitz, V. d. Hardt; ♦/. D. Michaelis; Hezel, Hasse; 
(i. B. Winer u. A. 

in. Das Studium der arabischen Sprache erhielt sich 
in Spanien und gelangte durch kirchliche Verbindung nach 
Italien ; Postel brachte es nach Frankreich ; gegen Ende des 
XVI Jahrh. fand es in Teutschland Eingang und im XVII 
treue Pflege in den Niederlanden und in England. Seit der 



1 

124 Arabische Sprache. 

Mitte des XVIII Jahrh. sind der eifrigen Bearbeiter in Hol 
land, Teutschland, England, Frankreich viele, obgleich dii 
Theilnahme an ihren üemfihungeh auf einen kleinen Krei^ 
beschränkt bleibt. 

a) Die filteren Sprachlehren sind ans arabischen Quel 
len entlehnt, bis die Erpeniache Methode die Oberhand geJ 
vrann. Peter de Alcala schrieb eine Gramm, o. ein WB. fiu 
Spanier: Arte para ligeramente saber la lengna Araviga und 
Vocabulista Aravigo. Granada 15Q5. 4. — Der litt. AbeotheJ 
rer Gitill. Poitel a. Dolerie b. Barenton [geb. 1510; st. iSSlt 
rastlos gesthäftig in Paris, vielwissend, eben so reich an küh- 
nen Ansichten und überraschenden Combinationen, als an Pa« 
radoxien und Grillenfftngereyen, berühmt durch das Bestre« 
ben, die Wahrheit des Christenthums aus Vernunftgrunden zu 
erweisen und alle Religionen mit der christlichen zu vereini« 
gen (de orbis terrarum concordia. Paris 1643. 8; vollst Basel 
1544. F. } Panthenosia. Bas« 154718), Hess sich mit begeister- 
tem Eifer die Verbreitung morgenländischer Sprachstudien n. 
namentlich des Arabischen angelegen seyn: Linguarum XU 
Alphabetum; P. 1538; de originibus s. de hehr. L et geutis 
antiquitate. P. 1$38; Gramm, arab. (P. 1638?) 4; v. a.$ Tgl. 
Th. litig de Q. P. Lpz. 1704. 4; Chai^epU; F. J. DeihiU 
long nouv. ^daircissements sur la vie et 1er ouvr. de G. P* 
Xiüttich 1773. 8 ; SchräeAh Lebensbesqbr. 1 S 267 ffl. ; Frey* 
tag AnaL p. 699 sq. -*«- Jae. Chrisimunu in Hddelberg [geb. 
1554; St. 1613]: Alphab. arab. Neustadt 1582. 4 vgl Birt 
Orient BibL 3 S. 3 £Dl.; s. oben 2 S. 88. ^ Rutger Spey^ 
Past. 2U Schönau in d. Pfalz ; Ep. Pauli ad Galat. arab. et 
Compend« gramm. arab. Heidelb. 1583. 4 vgl. Hirt orient. 
BibL 1 & 1 fflL — Thomat Erpeniue (v. Erpe) aus Gorcam 
[geb. 1584; st. 1624], Prof in Leiden» Yf. griech. hebr. cbald. 
syrisch. Gramm., welche sich weniger durch Vollstftndigkeit, 
* :\ls durch Helligkeit und Bestimmtheit der Methode auszeich- 
nen und häufig gebraucht wurden, ist als Begründer des wis- 
sensch. Studiums der arab. Spr. u. Litt, zu betrachten: Gr* 
arab. Leid. 1613; 1636: ed. J. Qoliut. L. 1656. 4; ed. A. 
Sckwltem. L. 1748 (1767)4; Budim. L arab. L. 1620. 8; ^' 
ji. SehulteM. L. 1733; 177a 4; s. 2 S. 72. 73. 82; vgl 
Chatifepii. — Peter Kirtten^ Arzt in Breslau [geb. 1577; 
st 1640], förderte die Verbreitung arab. Sprachkenntniss mit 



Arabische Sprache. 125 

wanner Liebe, aus eigenen Mitteln: €f. ar. 1. I. Br. 1008; L 
IL III 1610 F ; Y. a.; Tgl. Bayle; Hiri Orient. Bibl. 3 S 
13 ffl — Der Minorit Franc. Martelloto in Rom [geb. 1568 ; 
lt. 1618] stellte die Syntax vollständiger dar und gab znm 
Terstehen und Benutzen arab. Gramm, u. Scholiasten Anlei- 
tung: Institutt. 1. arab. Rom 1620. 4. — Clodius S. 119; 
Muliens (S. 117) zog viele treffliche Schüler. — Joh, Fried. 
Birt aas Apolda [geb. 1719; st. 1783], Prof. in Jena a. Wit- 
tenberg: Institutt. ar. 1. Jena 1770. 8; Anthologia ar. J. 1773. 
B; Opnsc. Wittenb. 1782. 4; Orient, u. exeg. Bibl. J. u. W. 
1772—79. 12. 8 m. a. — /. Z>. Michaeli» S. 117. — Joiu 
pdardson Granimar of the arabic language. Lond. 1776.4; 
Dict. persian» arabic and english. L. 1777 ffl. 2 F.; enlarged 
\s Ck WilkiM. L. 1806. 2. 4; Dissertations on the lang., lit- 
ter, and manners of eastern nations. L. 1777. 8; t. Lpz. 1779. 
%,- Hezel; Hatse; Ä E. G. Paulus; J. Jahn; E. F. C 
htenmüller; /• 8. Vater t, — /. Baillie Y Books upon arab. 
grammar. Calcutta 1802 f 3. 4. — Der allgemein gefeierte 
Patriarch der inorgenl. Litt, in Europa A. /. Silvestre de Sacy 
in Paris; Gramm, arabe. P. 1810; M831. 2. 8; s, 2 S. 67.70. 
85 u. g. w ; Rec — Ant Aryda ans Tripolis, Prof. in Wien 
isi.U21]: Institutt. gramm. arab. W. 1813. 4; TA. Chr^ Tycb- 
m Gr. Gott. 1823. 8. — Gg H. A. Ewald Gr. crit 1. arab. 
V 1832. 2. 8. 

Zar Kenntniss der heut. arab. Sprache des gemeinen Le- 
bens dienen: des rom. Minoritcn Domin, Germanus a Silesia: 
Fabrica 1. ar. c. interpr. lat. et ital. Rom 1639. F.; arab. u. 
ital. Brl636. 4; Ant. ah Aquila Idioma 1. ar. vern. R. 1650. 
4; Agapiii a valle Flammarum in Synt. vollständigere Florea 
gr. ar. Padua 1687. 4; Fz. v. Bombay [geb. 1758; st. 1810] 
^r. 1. mauro-arab. jnxta vern. usum, acc. Vocabul. lat. mauro* 
arab. Wien 1800.4; Herbin developpemens des principes de 
ia 1. arabe moderne. Paris 1803. 4. — M. A. Vasalli Gr. Me- 
litensis. Rom 1791. 8; Lex. MeBtense-lat ital. R. 1796. 4. 

i> Wörterbücher: Franc. Raphelengius (Rafflenghen) 
aas Lanoy b. Ryssel [geb. 1539 ; st. 1597], Plantin's Sbhw. 
S., Corrector der Antw. Polygl., Prof. in Leiden : Lex. arab. 
Leid. 1599; c. n. T*. Erpenii. L. 1615. F.; vgl. Bayle. — 
Anton Giggejii Prof. in Mailand und Mitgl. der Propaganda 
">Boin, [st. 1632] machte aus Firusabadi's (s. 2 S. 69) 



126 Arabische Sprache. 

Riesenwerk einen weder vollständigen noch zuverlässigen Aui 
sug : Thcs. 1. arab. Mail. 1632. 4 F. — Jacob Goliui am dei 
Haag [geb. 1590; st. 1667], £]:pen*8 Seh. a. Amtsnachfolgi 
in Leiden, legte meist Dthauhari zu Grunde und fügte maif 
ches aus eigener Belesenheit hinzu: Lex« arab. lat. Lei^ 
1653. F. 9 s. 2 8. 72. 73« 82. 88« u. s« w. ; vgl. Bayle. ^ 
Mdm. Casiell (aAi9) berücksichtigte denbibl.Sprachgebraudl 
benutzte Giggeji und ordnete die Wortbedeutung angemettnei 
— Fr. a Mesgnien Memngkty Dollmetscher in Wien [«t. 169HJ 
*Thes« linguar. or» Türe. Arab. Pers* c. interpr« lat. gerin. itj 
gall. et polon. c. Gramm* et supplem. Wien 1680. 6 F.; 1781 
fll, 4 F. -— Everard Scheid a. Arnheim [geb. 1742; st. 179i] 
Prof« in Uarderwyk u. Leiden : Glossarium ar. lat. Leij 
1769; 4787,4; 2 8. 68. 73; v. a, — /. Willmet Lex. I. bi 
in Coranum, Haririum et vit. Timuri. Rotterd. 1784. 4; 2$ 
70 u. s. w. — /» Jahn b. s. Chrestom. 1802. ~ *(f. W 
Jfreyiag 1831. 

c) Herausgeber, Auslegeri Kritiker: A. (im 
iittiuni S. 120. — Der Abdruck des Koran, welchen Älea. h 
ga»inushnx. zu Venedig (15301 15091 1518 }> besorgte, loll 
auf Befehl P. Clemens VII verbrannt worden ueyn y vglMmt 
Mit. bibl. Mag. 3 ». 179 fiL; Schnurr er bibl. arab. f 402 
sqq. — Theod. BAlian/der (Buchmann) a. Biflchofszeil [jeb. 
1504; 8t 1564], Theolog in Zürich; 2, 8. 63; de rate 
oommuni omn. linguar. et litt. Zürich 1548. 4 m. a.; vglj 
Bayle. — Erpeniut S. 124. -— Joh. Üraviut (Greaves; in üx< 
ford [geb. 1002; st. 1652], Mathemat. und Archäologe :2,2i 
81. 89 u. s. w. ; Elementa L pars. Lond. 1649. 4; Wim 
works (imblish. by TA. Birchj. L. 1737. 2. 8; vgl. Th, Um 
vitae erud, vir. Lond. 1707. 4; Bayle. •«- /. //. äoUmg^ 
S. 116; /. GoUuM.— Og. Hieron U^eltchj Arat in Aug«bur| 
[geb. 1624; st. 1677], beabsichtigte, da« Morgeuland voi 
den Fortschritten der europ« Litt, in arab. Sprache su untei^ 
richten : Luc. Schroek mem. W. A. 1678. 8 y Sche/horn aiaoen 
litt. 13 p. 249 sqq. — Ed. Fococke in Oxford [geb. 1001 
St. 1691]: 2 8. 78. 80. 91 u. s. w.; vgl Chat{fep%e. ^ huf^ 
ihol. dllerbehi in Paris [geb. 1025; st. 1695]: 2 S. 07 
vgl. Chaufepi6\ und AnL Qalland in P. [geb. 1646; <t 
1715] vgl. Mem. de Fac, dea« inscr. 3 Hiüt. p. 38 sqq. — Ahrük 
Hinchelmann in Hamburg [geb. 1652; st« 1f>95J: 2 S, 03] 



Aethiopischc Sprache. 127 

festem* et pactiones inter Mahammedem et christ. fidei cul» 
feres ar. lat. Hamb. 1690. 4; t« a.; vgl. Strieder Gel. Hen. 
(S. 27 fil. — Lud. Maracci a. Lucca [geb. 1612; st. 1700] 
kRom [s. 1627£, Lehrer der arab. Spr. am Archigjmna- 
iuu [1656] : 2 S« 63 ; Biblia arabica ad usam eccies. orien- 
kl. Rom 1671« 3 F.; die Prolegomena au 4. AuBg. des Koran : 
loia 1691. 4. 8. — Matihiag Fried. Beck a. Kaafbeuren [geb. 
pM9; St. 1701], Theolog in Augsburg: Spec* arab., bina ca- 
jitula Alcorani. Augsb. 1688. 4 ; Ephemerides Persarnm arab. 
1. 1696. F. in. a«; vgL A. E. Beytr. «u der Schwab. Kirch. 
^Gei. Gesch. 1765 St. 2 S. 113 m> Litt. Mus. 2 S. 376 
I- Tkom. Hyde in Oxford [geh« 1636; st. 1703]: 1 S. 
M; Bist. Nerdiludii. Oxf. 1694. 8; Synt. dissertatt ed. G. 
%arfe. Lond. 1767. 2. 4; m. a. — Reland S. 116; A. Schul-- 
»mS.117; Reiike (S. 64): 2 S. 67. 68.70. 73. 76. 81 u. s. w. 
tgl. A. T. Bibl. 30 S. 56011.; J. D. Michaelia S. 117 — 
Mr. Alb. Schuliem in Leiden [geb. 1748, st. t793]: 2 S. 
S8. 78 Q. s. w. ; vgL Evn Scheidii or. de eo quod Schaltensii 
(ost immortalia erga litt. Orient, merita pbsteris agendum re- 
liqnerint Leid. 1794. 4. — Will. Jones aus Wales [geb. 
1746; 8t. 1784]; begeistert von dem grossartigen weltburger- 
Meu Gedanken , den Orient und Occident in engere litt. 
Verbiodnng und Wechselwirkung zu bringen, die morgen- 
landischen Litteraturschätze in Europa einzufuhren und die 
MorgeDläader durch ihre Nationallitt. zu veredeln und für 
^op. Mittheilangen empfänglich zu machen : 1 S. 75. 76. 
^* 78 ; 2 S. 70. 75 u. s. w. ; vgl. Teignmouth Mem. of the 
|Ve, wiitings and correspondence of W. !• Lond. 1804. 4 
kr 2. 8; Eichhorn Btbl. d. bibl. Litt. 6 S. 1094 fll.$ Miilin 
nag. Eac. A. IX T. 1 p. ii25 sqq. — Jos. Dacre Carlyle 
[». 1804] : 2 S. 76. 83 u. s. w. — W. Ousehj u. m. a. — 
ItScÄeirf; 7. irUlmet 8 126. — /. Beruh. Köhler [st 1802]: 
SS. 77. 81; Schnurren 2 S. 67; Eichhorn: 2 S. 78. 81 
>• 8. w.; 7. M. Hartmann: 2 S. 85$ F. E. C. Rosenmüller; 
f' G, L. Kosegurien^ Jos. v* Bammer '. Ch. M. Frähn; G, 
R^. Freytag u. m. a. 

IV. Die äthiopische Spr. wurde als chaldäisch in 
'euuchland eingeführt von Joh. Potkeu [st. n. 1518 1], Probst 
^Cöln und mit Reuchlin befreundet, welcher in Rom [1511 j 

Aethiopische erlernte: Psalterium chald. Rom. 1513. 4; 



128 Aethiop« Spr. Persische Spr. Ajrmenlsche 8pr. 

Psdn in qnat. ling« hebr. gr. chald. (}. e. aethiop«) lat C 
1518. F.; und unvollkommen grammat, bearbeitet von Jh 
fian. Victoriui [1552] nnd Jac* Wemmen a» Antweri 
[geb. 1598; st 1645], Kannelher nnd Mitglied der röm.Pi 
paganda für Äethiopien: Lexicon Aeth» o* institntt. gran 
Rom 1638. 4 Tgl. Paquot 6 p. 230 iq. 7. 0. Ni$$el a 
Theod* Petraeus liessen aethiop. Uebers. mehrer biblischer 
(Leiden 1654 — 1661. 4) abdrucken; wissenschaftlich phil 
logische Behandlung erhielt sie durch den trefflichen Hi 
Ludoif^. Erfurt [geb. 1624; sU 1711], dessen Werke eis 
Ansehen behaupten: Gr. 1. aeth. Lond 1661. 4; Frkf. 174 
F.; Lex. aeth. lat. Lond. 1661. 4; Frkf. 1699. F.; Psd 
'et Cant. cant. aeth. lat. Frkf. 1701. ¥% ; Gr. et Lex. 1. Ai 
haticae. Frkf. 1698. F.; Historia aeth. Frkf. 16^1 fll. E 
Tgl. Ch» Junker de Tita, scriptis ac meritis J. L. Lpz.j 
Frkt 1710. 8. — J. Ph. Hartmann Gr. aeth. Frkf. 1761 
4. — |r. Hupfeld in Marburg; Exerdtationes Aetbiopica 
Lpz. 1825. 4. 

F. Die Persische Sprache und Litt, ist tqu BritM 
' und Teutschen Torzüglich gefördert worden : Oreavet S. iii 
Hyde 8. 127; W. Jones das.) 7. Bichardton S. 125 ; B. v. Je\ 
niich [st. 1807]; Dombatf (S. 125) Gramm., Wien 1804.4 
l^K Wilken Institutt. ad fundam. 1. pers. c. chrestonatlui 
maximam partem ex auctoribns ineditis collecta et Gloi^ 
Lpz. 1805; «7a«. ü. Hammer in Wien: 2 S. 103 n. s. w; - 
Wörterbücher \on E.Ca9teU^.\\9\ il/e»iii»;ie&126; d 
Karmeliters Ang* a, $. Jo$epho (eig. /• Labroae) a. Toolo 
[geb. 1636; st. 1697], Missionars in bpaban Pharpiacop 
Persica. Paris 1681. 8 ; Gazophylacium L Pers. Amsterd. 16 
F.; J, BicAardson; Franc» Gladwin engl. pers. and pers. engl 
Vocabnlary. Calcutta 1788 u, 1797. 4; Boorhani Quatia, \ 
Dict. of the pers. 1. explained in persian by Th. Boolntd^ 
Calcutta 1818. 4; des Schach tou Aude Abu' Isefer Mo* Ui^ 
diu [geb. 1765 ; st. 1827] ausgezeichnet Tollständiges Wörj 
terb.nch mit Sprachlehre, Lucknow 1822. 7 Th. in 2 F. ^ 
Ueber den Kurdischen Dialekt für Missionäre : Maur. Garzon 
Gr. e VocaboL della 1. Kurda. Rom 1787. 8. I 

VI. Der Anbau der Armenischen Spr. u. Litt. (2 
105 f.) ist bis auf die neuesten Zeiten sehr beschränkt 
wesen; sie wurde zuerst grammatisch bearbeitet Ton Thet 



Armenische Spr. Koptische Spr. 129 

Ii2r. Alhonesiui : Introductio in chald. lingaam, syr, atque 
kieoicam et X alias linguas« Pavia 1539. 4: spSter folgten 
fvsc. Rwola Dict, arm. lat. Mailand 1621. F.; Paris 1633. 
Gramm. Arm. LI. IV. Mail. 1624; Paris 1634. 4; des 
latiners Clement Galanus gramm. institt. 1. arm, add. vo- 
ll. Arm. lat. Rom 1645. 4; Conciliatio ecclesiae Arm. c. 
lana. Rom 1650 f. 3 F.; J. Agap Gramm, arm. R. 1675. 
Andr. Acoluth a. Breslan brachte [1680] die erste arme- 
le Drucker ey in Leipzig zu Stande: Jac. Villotte Dict. 
armenicum. |tom 1714 F.; Commentarius in erangelia 
I. R. 1714. 4; die vollständigste und gründlichste Bear- 
mg ist JoÄ. Joach. Schröder j Prof. in Marburg [geb. 
; St. 1756] ; Nie. Wilh. Vater, Schüler Ludolfs und ge- 
inter Armenier in Amsterdam, zu verdanken: 2 S. 105; 
IL Strieder Gel. Hess. 1 3 S. 230 fll. — Jetzt findet sie 
pige Forscher, deren Bemühungen nicht geringe Ausbeute 
Ivähren, in Paris und Venedig; die in Paris vorhandenen 
fm. Handschriften hat Guill. de Villefroy [geb. 1690; st. 
|77] verzeichnet und Cirbiedj von dem eine Arm. Sprach- 
i^ie(P. 1822. 8) verfasst worden ist, u. S. Martin sind 
)egoDders thätig; in Venedig zeichnen sich die Mechitariden 
^ch bewundernswerthe Betriebsamkeit auf das rühmlichste 
BDs; TOD Mechiiar haben wir ein vollständiges Wörterbuch 
(^^9 f. 2. 4 ; von /. Brand ein Arm. englisdies WB, 1825. 
M; von Patch. Aucher eine arm. engl. Sprachlehre 1829. 
k •/. £. Aucher s. 1 S. 339. Vgl. Flacido Sukias Somai 
padro della storia letteraria di Armenia. Venedig 1829. 8; 
ktadro delle opere di varie Autori anticamente tradotte in 
bieno. V. 1825. 8. schätzbar ist Cirbied Gr. de la L arm. 
tas 1822. 8. 

' yiL Für die Koptische Spr. weckte Theilnabme der 
^w Athana$iu8 Kircher aus Fulda [geb. 1602; st. 1680J, 
idthätiger Polyhistor in Rom, bey abentheuerlichen Gl^illen 
isgezeichnet durch seltene Kenntnisse u. sinnvolle Blicke u. 
fcnnngen: Prodromns Coptns. R# 1636. 4; Lingua aegyp- 
JKa restituta. R. 1643. 4; v. a. s. Ebert bibl. Lex. 1 S. 
^ ^* ; vgl. Bayle. — Weit mehr und gründlicheres wurde 
lleUtet von Emebius Renaudot in Paris [geb 1646; st. 1720], 
t^w Patristik , Kirch engesch., Archäologie und Sines. Gesch. 
W verdanken: Hist. Patriarcharum Alex. Jacobitarum. P. 

^Vachler HB. d. Litt. G«Bch. IV. .9 



130 Lebende Sprachen ausser Europa* 

1713. 4; Litarg. Orient Coli. P. 1716. 2. 4; vgl. Mim 
Fac. des inscn 5 Hitt. p. 384 sqq.; der gelehrte, auch 
Armenischen kundige Benedictiner Mathurin Vey$süre 
Croze aus Nantes [geb. 1661 ; st. 1739], Bibliothekar in Bei 
wo viel handschriftliches von ihm liegt: Lex. aegypt. lat 
comp, redegit Ch. Scholz^ ed. C. G, Woide. Oxf. 1775, 
dazu gehöret als Ergänzung Ign. Botii Etymologiae aeq 
Rom. 1808. 4; m. bist« Sehr.; ^Thesaurus epistoL Lpz. ti 
fil. 3. 4 ; vgl. Jordan Hist. de la vie et des ouvr. de E 
la C. Amsterd. 1741.2.8; ChaufepU; P. E.Jäbloniki^,'^ 
Bischof JRopA. Tucchi Rudimenta 1. copt. Rojn 1778. 4; Pq 
copt. R. 1749; ChriMlian Scholz [st. 1777] Gramm, i 
utriusqne dialecti ed. C C. Woide. [st. 1790]. Oxf. VI 
4; J. G» C. Adler; Et. Qjuatremkre Rech. crit. surlalaif 
et la litt de FEgypte. P, 1808. 8 m. a; vgl. C H. Troi 
biblioth. Copto-Jacobiticae spec. Lpz. 1767. 8. — In neai 
Zeit verbreiten die, die Hieroglyphen betreffenden Eiiti| 
kungen und Untersuchungen von Young^ ChampolUoniui^ 
Spohn , Senfartk u« a. Ober das Kopüsche ein neues Lid 

29. 
Die Kenntniss und Bearbeitung der lebenden aaise 
europäischen Sprachen hat sich seit dem XVII 
fortschreitend erweitert und vervollkommnet und gestaltet 
jezt zu einem eigenthütnlichen Litteratur-Kreise von sehr 
trächtlichem, immer wachsenden Umfange und, Je mehr Li 
ken ausgeffillt und Erfahrungen berichtigt und ergänzt wei 
von steigender Bedeutung f&r Betrachtung und Berechti 
zu sinnvollen Folgerungen, obgleich von diesen viele 
rasch und vorzeitig beschränkt oder aufgegeben , viele foj 
gesetzt einer misstrauischen Prfifung unterworfen und die n 
feren Endergebnisse zum grösseren Theile als noch weit 
fernt liegend erklärt werden müssen. Der Stoff za di 
allumfassenden Sprachkunde der Völker des Erdbodens 
sieh auf das mnnnigfaltigste vermehrt und wächst all0 
zu einem Reichthume an, dessen mächtig zu werden 
Kräfte des Einzelnen fibersteiget; nur von gelehrten Verei 
die durch Regierungen freygebig qnterstutzt und in l 
Bestrebungen nach richtigen Grundsätzen geleitet werden 
eine, wenigstens theilweise gelungene Verarbeitung und 



Lebende Spradien ausser Europa« ]31 

^cbaftliche Anojrdiiaiig desselben zu erwarten« — * Unter den 
lelsenden seheint Ant. Pigafetia [1536] einer der ersten 

Kesen zu seyn, welche in den von ihnen besachten LSn^ 
die Sprache sorgfältiger beachteten nnd Worter sammel« 
^; seinem Beyspiele folgten Viele, besonders in neuerer 
It mit mehr Umsicht und Genauigkeit;, doch blieben diese 
nmloDgen, mit seltenen Ausnahmen, mangelhaft nnd an- 
Ben Kaufmännische Betriebsamkeit nnd Herrschinst fo« 
en zur Erleichterung des Verkehrs genauere Bekanntschaft 
den fremden Volkssprachen ; das erkannten Spanier, Por- 
en in unseren Tagen Russen, besonders aber Holländer, 
(en n. Franzosen, von welchen zahlreiche Sprachlehren n« 
irterbücher ausgegangen sind. Noch fruchtbarer wirkte der 
er, das Christenthum im Auslande anzupflanzen ; daher die 
rerkennbar nützliche linguistische Thätigkeit der römischen 
fopaganda, der in mehren Staaten begünstigten Missio- ' 
In, nnd vorzüglich auch der unermesslich folgenreichen &i- 
ilgesellschaften (vgl* J. Owen 1820 n, C & Dudley 
1^1), deren Berichte, namentlich die der Brittischen und 
ts\värtigen in London seit 1804, in Basel 1804, der Bus- 
^cWinSt. Petersburg [s. 1813 geschlossen Oct. 1824] 
od der Amerikanischen in New-York seit 1816 und in 
u/a(/e/phia 1818, überaus wichtige Ausbeute gewähren. Nur 
»terreich, Italien, Spanien, Portugal und die Türkey haben 
k Bibelgesellschaften ; s. JET. Zschokke Sehr. 4 S. 140 f. 

> V* i S. 2Ö. — Cl. Duret Tresor et Phist. des langues de 
'^nivers 1613. 4. — Th. Lüdeken (d. h. Andr. Müller, in 
krlin geb. 1630; st. 1694) Orationis dotninicae versiones fere cen- 
N. Betl. 1680.4; Auctariam cur. Barn. Hagio (d. h. A.M.) 1660 
^h. 1690) 4 ; Alphabete universi ed. Godofr. J7ar/«i?A 1604 ; 1703 ; 
1*0.1690; Lond. 1700; 1713. 4; Joh. Chambetiayne [st. 1724] 
Oratio dorn, in (152) diversas liog. versa (ed. D. WiUcinM)» 
Hmiterd. 1715« 4; Gr. dorn, in €LV linguas versa et exotlcis 
Aaracteribus plerumque expreftsa. Parma b. Bodotd 1806 f. — 
lielei gesauiDelt ia L. Hervau Idea del Univerao 1778 flL T« 
7-2L X C. Adelung (s. 3 S. 353) Mithridates oder aUgem. 
prachkunde mit d. VU. als Sprachprobe in bejnahe 500 Spr. 
• Mundarten, fortges. v. /. S, Vater Berl. 1806 fll. 4 Th. in 
^B. 8 Q. Nachtr. 1816. 8; /. S. Vater Vergleichungtafeln der 
Grammatik Europ. u. Asiat. Spr.; Ra9h aber d. thrak. Sprach- 
lose, Albane«. Gr. naeh Leecey Georgische nach Mmggjio^ Gkai 
N Ftralow, Hochländische v. Ahlwardt, Halle 1822. 8> BaM 
ethnographique du globe ou Classification des peuplea an- 

9* 



132 Lebende Sprachen ausser Europa. 

eieni et modernet d'apret leori langnei. Paris 1826. f. — - V. 
Eichhorn Gesch. der neueren Spracfaenkande. 1. Göttingen \i 
8, aucb als B. 5 Abth« 1 d. Gesch. d. Litt. — - 6. Peiffiot 
pert. bibliogr. P. 1812. 8 p. 370 sqq. 

Da eine, Vollständigkeit Tergeblich erstrebende Ang 

der hierher gehörigen Leistungen die Gränzen dieses Hai 

überschreiten würde, so mag die Auszeichnung des A\'ic 

geren genügen, xlessßn Bestimmung theils von dem Umfa 

der Volker, theils von der Güte der Arbeiten abhängig 

macht wird« A, Asien s« JuL Klaproth Asia polygloüa. P 

1823. 4 m. Atl. F. vgl. H. A. Bamaker in Bibl. crit. d 

1 p. 158 sq, Sina in dessen Sprache die nackte Idee plasd 

hervortritt : G. S. Bayer Gramm* im Museum Sinicam. 

Petersb. 1730. 8; EU Fourmoni 1. Sinar. mandar. Gr. P| 

1742. F.; Jo8. Hager «xplanation of the elementary char 

ters of the Chinese. Lpnd. 1801. F. ; vgl, Ant^ Moniucci the i 

racteristic merits of the Chin. language illnstr. L. 1801« i 

Answer to tho conductors of the crit. review and monthlj i 

gaz. L. 1 801. 4; Rob. Morrison of the chin. language Serampi 

1815. 4; *Abel Bemumt ElemeuH de la gr. chin. P. 1S22J 

W. r. Humboldt Lettre ä Remusat sur la nature des form 

grammaticales en gknkral et sur le genie de la langue chino: 

en particulier. Paris 1827« 8« — de Guignes Diction. Cbioi 

Strasb. 1813. P.; J. Klaproth Supplement. P. 1819 ffl* 

de Ouignei voyage k Pecking. P. 1809 fll. 3. 8. vgl S| 

logU9 Berolinensis remarques philologiques sur les voji 

en Chine de M' de 6. Berlin 1809. 8; Bob. JUorrim' 

tion. of the chiu. lang« Macao 1815 fll, 3. 4 wird f( 

setzt (vgl. A Moniueei Parallel drawn between the 

dict. of 'Morrison and Montucci. Lond. 1817, 4). und 

lisch-Clunes» M* 1822. 4. — (J. Ch. Amaduzzi) Alpbai 

Barmannm s. Bomanum R. Avae finitimarümque regi 

Rom 1786* 8. — TA. Bowrey Diet. engL and mala; 

and engl., with short grammar. Lond. 1701. 8 (die I 

Lond. 1800. 4); A. L. Loder Malejtsche Woordenboek 

melinge. Batavia 1707 f. 2. 4; *IF. Marsden Gr^mni^^ 

Dictionary of the Malayan lang. Lond« 1812. 2. 4. — I 

A. GeorgH Alph. Tibetannm, c. ^disquis. de lilteris, on 

moribus et superstitione hujus gentis. Rom 1762. 2. 4 w 

fj. Ch. Amaduzzi) Alph. Tangutanum s. Tibet. Rom j 

8. — F. Did. Collado 6r. Japonicae 1. et Dict. Boin. \ 



Lebende Sprachen ausser Europa. 133 

I. — L. Langlh Alph. Tartare-mantjoa. F. 17^7. 8; Ed. Ilt 

iQgm. P. 1802«; M. itemifM/ Recherches sur les langnes ta- 

tares oü Metn. «ar diftiferens paints de la grammaire et de la 

litt, des Mantcboux, des Mongals, des Oaigoars et des Thi- 

^tains. 1. Paris 1820. 4; Tat. Gr. rassisch. Kasan 1809. 8; 

ilex. Trojansky tatar. Sprach!, rass. St. Petersb. 1814. 4 — 

iDdisn: Sanscrit: P. Paulinvs a S. Bartkolomaeo eigentl. 

)oh. Phil. Weddin a. Hof in NOesterr. [geb. 1748; st. 1806]; 

ISiharabam s. Gr. Samscrdamica. Rom 1790. 4 5 Araarasinha 

I, Dict. samsc. 1 R. 1798. 4; Yyacarana s. locupletissima 

lamsc. 1. institotio. R. 1804. 4 n. m. a.; W. Carey Gr. öf 

lle samskrit 1. Serampore 1806. 4; Ch. Wilkint Gr. ef the 

ji. I Lond. 1808. 4} F. Bopp 1826 f. u. A.; E. Burno^f 

et Ch. Lasten Essai sur le Pali on langue sacree de la pres« 

^'isle aa-delä du Gange. Paris 1826. 8 ; Hör. Hayman Wilson 

pict. sanskrit and engl. Calcutta 1819^ 4. — B. Ziegenbalg 

fir. damolica. Halle 1716. 4; Const. Jos. Besch Gr. lat. ta- 

Bülica. Trangiiebarl738. 8 u. C Tft. IFa/Mer observatt. gramm. 

imb. I. tamul. idioma vulgare illustratur« das. 1739. 8; Gr. 

tot learning tbe principles of the Malabar 1,, properly called 

Tamul. Vepery b. Madras 1789. 8 ; Diction. Malabar and engl. 

^^\. 1779. 4; Dict. of the engl, and mal. 1. Vep. 1786. 4. — 

W, Carey gr. of the niahazatta 1. Seramp. 1808. 8; Diction. 

das. 1810. 8. — B. Schulz Gr. hindostanica. Halle 1745. 4; 

ß Ch. Amaiuzzi) Alph.^ Rrammhanicum s. Indostanum 

oniversät Kasi. Rom 1771. 8$ Gr. hindostana. Rom 1778. 8; 

6. Hadley comp. Gr. of the cnrrent eorrupt dialeot of the 

Jargon of Hindostan, with a vocabulary. Lond. 1784; Ed. Y 

1801. 8; J. Boribwick Gilchritt Gr. of ihe Und, 1. Calcutta 

1798; 1802. 4; the british indian monitor. Edinb. 1806 fll. 

2. S; /. Ferguson Diction. of the hindost. 1. L. 1773. 4. — 

W, Carey Gr. of the bengalee L Seramp. 1804; Ed. II. 1805. 

&u. m. a.; P. Foreier vooah« beng« and engl. Calc. 1799 

2. 4. 

£• Afrika, überaus reich an Sprachen und Dialekten, von 
denen nur unvollständige Nachrichten in Umlauf sind; Hyac. 
^ruiciotli a F^^/ra/Za Regalae pro difficUlimiCongensium idiom. 
faciUori captu. Rom 1659. 8 ; Brunton Gr.. and vooab. of the 
S00800 1. Edinburgh 1802. 8; Tk. WinierboitomAec. of the 
i^ittive Africans in the neighboorhood of Sierra Leona« Lond. 



134 Lebende! Sprachen ausser Europa, 

1803. 2. 8; Ch. Protten gramm. Indled^Ise til t wende bidintil 

ubekiendte Spr., Fanteisk og Acraisk. Kopenb« 1764; 8; M, 

J. Dard Gr. Wolofe. Paris 1825. 8 o. ,Dict. franc. wolof et 

fr. bambara, suivi da dict. wolof fr. P. 1825. 8; Chapelier 

Gr. de la laogne Madecasse publ. B. P. LesfoL P. 1826. 8 

u. m. a. — C. Amerika: über Sprache der Wilden in NAm. 

8. M. J.Merenai in Revne Encycl. XXXI (1826) p. 308. sq.— 

Faul Egede Gr. Grönlandico-Dan. lat. Kopenh. 1760. 8 ; Dic- 

tiop. K. 1750. 8. — Dav. ZeUberger essay of a Delaware- 

Indian and engL spelling-book. Philadelphia 1776. 8 vgl. Trana- 

aot. of the Amer. phil. Society. N. Ser. 3 P. 1. Philadelphia 

1827. Raym. Breton Dict. Caraibe fr. et fr. c. Anxerre 1665 

f. 2. 8. — Pelleprat introd. a la langue des Gaübis. Parii 

1655. — 8; Dict. Galibi fr. et fr. g. P. 176$. 8. — Diego 

de Guido Guzman arte Mexicana o Gr. de la 1. M. Mexiko 

1643. 8. — B. Havetiadi Chilidugu s. res Chilenses, ioserta 

perfecta ad Chil. 1. manadactione. Münster 1777. 7 Th. in 2 U. 

8. — L» Figueira arte de Gr. da 1. Brasilica. Lisboa 1687. 

.8. — Viele Missionhülfb. und kürzere Anleit. für Abkömm-. 

linge im Span. A. — Schätzbare Notizen über Amerik. Spr. 

. im 4ten B. von F. S. Gilij Saggio di storia Amer. defla 

proT. spagnuole di terra ferma. Born 1780 fl. 4. 8; u. mehr 

bey Clavigero n. AL Vk Humboldt» 

Eine allgemeinere Znsammenstellang des lingoistischea 
Erfahrungstoffes (im Kleinen von JJ. JUegüer 1603. 8. ver- 
sucht) veranstaltete die Rassische Kaiserin Caiharine II, die 
Worter des ersten Bedürfnisses zur Auswahl bestimmend: 
Glossarium aller Sprachen und Mundarten. St. Petersburg 1787 
flL 2. 4, europ. und asiat. Spr. umfassend; die zweyte, durch 
Hinzufägung der afrikan. u. amerikan. Spr. vermehrte» voo 
TAeod» JankiewitBch v. Miriew besorgte Ausg. St. P. 1790 
f. 4. 4 ist unterdrückt worden ; vgl. Ch. J. Krau$ verm. Sek 
8 S. 464 flL; F. Adelung Katbar. d. Gr. Verdienste um die 
vergleich. Sprachenkunde. St. P. 1815.4. Einen Auszug mit 
Zugabe beurtheilender Betrachtung verfasste Chn. Gottlitl 
V. Arndt: Ueber den Ursprung und die verschiedenartige Ver* 
wandtschaft d. europ. Spr. Frkf. a. M. 1818. 8. — IFalW 
Whiter'e ähnliches, nach verändertem Plane ausgeführtes Un- 
ternehmen ist unbeendet geblieben : Etymologicom universale 
Cambridge 1800; Ed. II. 1811. 2. 4 PUl. Andr. Nemnich 



AUgemeine Sprachlehre. 135 

rbeitete zunächst fSr den Geschäftsgebranch ein CathoUeon 
der ein Polyglotten-Lexikon in 9 — 12 Spr. for Naturge- 
Richte, Waarenkunde, Nosologie nnd J. 1^. Röding für die 
hriDe Hamb. 1793 fll. 12. 4 n. 1 B. F. ^ Aber solche 
junmlangen fuhren zu keinen kritisch sicheren nnd wissen- 
libaftlich Tollgiiltigen Ergebnissen; reinerer Gesvinn ist za 
offen, wenn mehre Forscher mit gleicher Beharrlichkeit ar« 
joten, wie Alea;. Murray [geh, 1775; st. 1813]; History 
fthe european languages. Edinb. 1823. 2. 8 u. die in tFüh. 
i Humboldts Untersuchungen über die Yaskische Spr« be- 
itgten Grundsätze verdiente Beachtung und ernste Nachei- 
pnng erwecken. Dann werden die von 6. W. Leibnitz (JDe- 
knatio meditationtim de originibus gentium dactis potissimum 
k indicio linguarum in MiscelL Berolin. 1 p. 1 sqq. und Col- 
letanea etymologica. Hannov. 1717. 8) und seit /• 6. JETer- 
jer f Vorgang von mehren (auch in C G. Anton über Sprache 
in Rücksicht auf Gesch. d. Menschheit. Görlitz 1799. 8) an- 
{edeateten Hoffnungen ihrer Erfüllung näher gebracht werden. 
Der Versuche, alle oder viele S{>rachen, oft aus theologi« 
«endem Vorurtheile und etymologisirender Künsteley (G. 
Pottelj S. Bocharty L. Thomaunn^ B. Opitz^ H. v. d. Hardt; 
Gahr, Hensel Synopsis universalis philologiae. Nürnberg 1741. 
Sq, m. a.), auf Einie, namentlich die Hebräische zurückzu- 
fahren, sind viele gemacht worden, ohne haltbaren Erfolg 
fir geschichtliche Forschung im Allgemeinen , wenn gleich 
Banche einzelne nicht ganz fruchtlose Ansichten hervorge- 
mfen wurden. Nicht minder beschränkt in wissenschaftlicher 
Hinsicht waren die Bemühungen, Grundwahrheiten und Na- 
tarbestimmungen der Sprachlehre, mit sichtbarer Vorliebe 
tb die herrschende Kunstgestalt der lateinischen oder mit 
befangener Berücksichtigung einer lebenden Sprache, aus all- 
gemeinen logischen Begriffen abzuleiten; wie sich dieses Be- 
itieben offenbaret in 6, Datgarn ars signor|im vulgo cha- 
mter univ. et lingua philos. London 1661. 8, in 7. Henley 
^mplete linguist or an universal Grammar of all the tongues 
IQ being. London 1719 f. 2. 8; und in des wackeren Janse- 
Insten Ant. Arnauld zu Paris [st. 1694] Grammaire generale 
<^t raisounee. P. 1660. 8 u. s. w. , dem letzteren schlössen 
>ich mit überlegener Umsicht und mit tieferem Blicke an 
^i P. Duclos (P. 1756. 12 vgl. 3 S. 244) und noch selbst- 



I3(i Ällgomeliie SprailOelire. 

släiidigi?r und geislreicher N. Beauzie (3 S. Id5}: Gr. | 
et rais. P. 1767. 2. 8; 1819. S. — Unserem Zäts 
iai CS vorbehalten , die allgemeinen Gesetze der Spra 
geschichtlich und philosophisch zu erörtern. Das Uozn 
chende der Uo^ersnchnng anf geschichtlichem Wege, wel< 
nur mit zweideutiger Hülfe von Verinnihnngen , Comb! 
tionen und Indactionen .betreten und verfolgt werden ks 
wild iiiinier heller anerkannt; wenn auch, wegen oft f« 
selig entgegenstehender empirischer Mannigfaltigkeit, n 
sicherer, doch wenigstens folgerichtiger und dem idealen Strt 
entsprechender ist die Philosophie über Bildung der Spn 
in ihren wesentlichen Best and th eilen und Grundzügen, it 
weit ijie zuverlässige Erfahrungen nicht vernachlässigt i^ 
die allgeiaeingniligen Gesetze des Denkens, wie üe börb 
versinnlicht werden, ohne zünftigen Schulzwang imAagebl 
Lält. Von Arbeiten der Art sind zu erwähnen: /. Bart^ 
3 S. 31S; Tgl. Mich. Roth Antihermes. Frkf. u. Lpz. ITS! 
8: - Gg Kalmar Praecepta grainmatica atq. specimina h{ 
philos. iirivers. Berlin 1772. 4. — J, W. Meiner [st. 1789 
Yerg. e. nn d. tuenschl. Spr. abgebildeten Vernunftlehre Wb 
philos. u. allgera. Sprachlebte. Lpz. 1781. 8; /. 6. Baav 
(1. J. 0. Herder s. 3 S. 378. — J. L. Thoma» Glossologie ol« 
Thilos, d. Spr. Wien 1786. 2. 8. — Jgn. Mertian allgf« 
Sprachkunde. Braunschw. 1796. 8. — J. H. Meyer Gr. uu 
vers. elementa. Brschw. 1796. 8. — Vgl. fiberh. /. S. Fat 
Uehei sieht deB Neuesten, was für Philos. d. Spr. in Teutid 
land gethan worden ist. Gotha 1799. 8. — Von ansgebn 
teter AVirksamkeit waren des ehrwürdigen A. 3. Sikeib 
de Sacy Principea de Gr. g^n^rale , luia ä la port6e des « 
fans et propres k servir d'introduction k l'^tnde de toalesli 
langues. P. 1799; 1803. 12; t v. 7. S. Vater. Halle 180 
S; vgl. ALZ. 1804 No. 144. — In höherem philosophischi 
Geiste arbeitete A. F, Bernhardi (oben S. 60j : SprachUk 
Berlin ISOl tU. 2. 8; *Anfang8gr. d. Sprach Wissenschaft. 
1805.; lieber das Alphabet. B. 1810. 8. — Unter den j5 
geren, besonders teutschen Schriften über diesen Gegenatai 
sind mehre treffliche (Jan, I'aber S^ngloase. Carlsruhe ISS 
8; de Mertau Principe» de l'^tude comparalive des langu* 
Paris 1828: 8; und die gedankenreiche und inhaltschwe 
„Ueber He Sprachp," mit näherer Beziehung auf die TeaUd 



Gesctiichte. Uebersicht. 1 37 

Iridelberg 1828.8) nnd immer bereiten sie eine reichere und 
lifere Behandlang desselben vor. 

30. 

t Die geschichtliche Litteratur ist der treueste 
Merschein des geistigen und gesellschaftlichen Zustande« 

t Völker in der neueren Zeit. Durch engere Verbindung 
wechselseitige Beachtung der europ. Staaten, durch Be* 
btigang ihrer gesellschaftlichen Ordnung, Erstarkung de» 
IrgerKchen Geistes, Selbstständigkeit der Ansichten von den 
jetbältnissen des Staates, Freyheit des Yemunftgebrauche» 
W Emporkommen der öffentlichen Meinung gestaltete sich 
feneoes Leben; das Streben nach äem Besseren und Höhe* 
to und die Empfönglichkeit für Belehrung wurden allgemei* 
Ir, Erfahrungen vermehrten sich und traten in nähere Be« 
lAong auf das Bedürfniss der Gegenwart, wissenschaftliche 
fcoDtDisse wurden gereinigt und vervollständigt« Die mit 
km Bewusstseyn der Bestimmung u. des Werthes des mensch- 
lAen Daseyns erwachte Theilnahme an allem , was auf öf- 
btKche Angelegenheiten einwirkt, regte Aufmerksamkeit auf 
Ereignisse des Tages und, um diese vollständiger und richti- 
ger zu verstehen, auf die Vergangenheit an; Geschichte ge^ 
vami Eingang bey allen Gebildeten und Bildung Erstreben- 
^ nnd 9 mit steigender Veredelung der gesellschaftlichen 
Mältnisse, von denen sie stets abhängig bleibt, reichere 
Meatong und sorgsamere Pflege« Die Heimath dsr gelun* 
jtnerea Geschichtarbeiten war Italien, wo Nation algeist, 
uinstliebe und Wissbegierde zuerst geblüht und Fruchte ge* 
^gen hatten. Die Folgen der mit begeisterter Liebe um* 
Bsten humanistischen Litteratur offenbarten sich in geschicht- 
kbeo Darstellungen ; N. MacchiaveHti, Fr. Guiceiardint'i 
^A. Meisterwerke bezeugen dieses; gleiche Wirksamkeit 
R altclassischen Litteratur ist in Spanien und Portugal 
hhrzanehmen ; beide Staaten hatten eine tiefgewurzelte Na- 
lonalkraft; jenes kann auf /. Gen. Sepuheda [st. 1574], 
>. BurL de Mendoza [st. 1575], Geron. Zuriia [st. 1580] 
f» m. a., dieses auf D. de Goeg, J. de Barroi [st. 1 570], A. 
^ Retende [st. 1573], Äff. Albnquergue [1576], Ger. Oio- 
•^[st 1580] stolz seyn; in anderen Staaten treten ähnliche 
^cheinungen vielfach hej^vor, welche jedoch durch nachbal- 



138 Geschichte. Uebersicht 

ügete RScksichteD rerdonkelf werden. Die historiscl 

Kunst wurde ausschliesslich nach alterthüinlichen Mäste 

bestimmt; das ersehen wir aus den zahlreichen Vorschrifte 

welche darüber verfasst wurden; von Fr, Roborteilo 154 

&eb. Fox Morzillo [st. 1560] de bist. Institut. Paris 1557. 1 

/• Bodin [st. 1596] methodus ad faciliorem historiar. cogi 

tionem. P. 1566. 4; J. Beruart [st. 1601] de utilitate lege« 

bist. Antwerp« 1583. 8; /• Costa de conscrib, rer. bist. L. 1 

Zaragoza 1591. 8 u. v. a.; vgl. Artis bist penas (XVJ 

seriptt* GompL) Das. 1574. 2. 8; (XIII scriptt. compl.) 153i| 

2. 8. -— Der Vorliebe für das class. Alterthum war Polemj 

elgenthfimlicb ; die Humanisten kämpften mit den Scholast 

kern, Neologen gegen Paläologen, Liberale mit Obscarantq 

diese Polemik erhielt eine bestimmtere Richtung durch 4 

kirchliche Reformation und fahrte zur Anerkennung und pra| 

tischen Renutznng der bist. Forschung, weil der gelehd 

Kampf auf geschichtlichen Grundlagen beruhete; diese moa 

ten ausgemittelt, urkundliche Quellen aufgesucht u. erklär 

Zeugnisse geprüft und zusammengestellt werden. So naiu 

Teutschland, auf dessen protest. Universitäten geschiciu 

liehe Lebrstellen, die erste in Marburg [1533], errichtet wot' 

den, an der wissenseh« Gestaltung der bist. Studien bedeui 

tenden Antheil ; von Seiten der Katholiken /• Dobneck Cock 

laeui [geb. 1479; st. 1552], in der protest. Kirche Mathii 

Flaemi Illyricus [geb. 1520; st. 1575] gaben den krit. Td 

an; der röm. Cardinal Ces. Barouio [st. 1607] machte einsj 

\groasen Schatz urkundlicher Nachrichten bekannt; JReiuM 

Beinecdui in Helmstädt [st. 1595] führte den Gebrauch, big 

Belegstellen nachzuweisen, ein und empfahl damit die nur t^ 

Unkundigen für schwerfällig und den Kunsteindruck störem 

gehaltene Pflicht der gründlichen Beweisführung, welche sei^ 

dem selten vernachlässigt worden ist. Die Verschmelzung d^ 

Kunst mit gründlicher Forschung gelang in seltenem Maasi 

dem geistreichen u. rechtlich frommen Joh. Sleidg» in Stni 

bürg [geb. 1506; st. 1556] und Teutschland behauptete ford 

den Ruhm, für geschichtlichen Unterricht der Jugend dl 

cweckmässigste geleistet au haben. Frankreich, den phl 

lologischen Studien zugewendet, wurde durch H, Eiienne od 

Moniagne des polemischen Gesichtspunctes theilhaftig, hatlj 

Ueberfluss an Memoiren und sah s. Laadesgeschichte duicj 



Geschichte. Uebersicht. 139 

blfte Forschung heller \verden; in England arheiteten 
ekere Forscher und Sammler, wie /. Leland u. 1F. Cam- 
I, nnd die Neigung, zur Landesgeschichte war im Steigen« 
\ fibrigen Völker hegnugten sich mit Stoflbammlungen und 
loniken. 

I Im XVII Jahrh. trag theils die fieissige Bearbeitung der 
llkenntnisse^ theils die Verbindung mit Theologie und Ju- 
IndenS) besonders in Frankreich und Teutschland, theils 
lieit Richelieu [1625] und durch folgenreiche Weltbege- 
leiten allgemeiner gewordene politische Stimmung und 
btesrichtung viel zur Vervollkommnung u. Verbreitung des 
^Studiums bey ; die kühnsten Ansichten über Staatsgewalt 
bn anfänglich von Frankreich aus; zu fruchtbaren Be- 
ttungen und Folgerungen gaben die Unruhen in den Nie- 
Men und in England Veranlassung; es entwickelte sich 
Inth ein Weltbürgersinn im Staatsleben und in der Wis- 
Miaft, welcher das Gemeinsame aus dem Bereiche der 
bhning auffasste und beherzigte; das Natur- und Völker* 
iit warde von Groiiu^ und Pufendor/" eingeführt, die Phi- 
nyhie über Staat und Regierung von TA« Hohhe$ und Alg. 
<be)f. Die Forschung nahm an Umfang und Gediegenheit 
i) £e Kunst blieb vom dass. Alterthum abhängig, wie aus 
M grüQdlichen C J« Vo9$ [1623] und des rhetorisirenden 
iMatcardi [1636] Vorschriften zu ersehen ist; frcye(e 
ihien verfolgten die Franzosen. — Frankreich hat dio 
ichste and gehaltvolleste bist. Litteratur ; die hish Hülf- 
intnisse, vorzüglich Alterthumskunde und die jezt begrün- 
te Urkundenlehre wurden fleissig bearbditet; im Forschen 
i Sammeln zum Behufe der kirchlichen und vaterländischen 
»eh, wetteiferten Geistliche und Rechtsgelehrte mit den 
Nsartig fleissigen Benedictinern z. B. /• Bongars ^ A. du 
ins«, J. J. CUßety J. Sirmondy FA. Lalbe^ Ch. le Cointe^ 
I iAchety^ A. de Valoiiy TiUemont^ J. Mabillon^ Et. Ba- 
^ Q« a«; anziehende Memoiren werden von ^Margueriie 
^9itj Mwrnay^ d'AubignSj Sully^ * Henry duc de Rohan^ 
^ffsc. dae de Roekefoueaüld^ * Card, de Retx^ J. Joly u. v. 
▼erfasst; die Zeitbegebenheiten werden von /. A* de ThoUj 
B Schicksale dßs Vaterlandes von Fr. Eud. de Mezeray 
Kchrieben; für den Kunststyl stellten J. Racine und /• B. 
^luet Muster auf, neben welchen freylich rhetorisirende 



140 ' Geschichte. Uebersicht. 

Hameristen L. Maimhourg^ der geistreiche Saint Real ui 
der unzuT erlässige Variliai sich geltend machten. — In Iti 
lien verschlang AUerthamskande und provinzielle SanimluDj 
lost fast alle Thätigkeit; aher der edle Servit P. Sarpi, i 
Keapolit. 6. B. Costanzo und A. Caih. Davila erinnerten \ 
den alten Rahm der besseren Zeit. — Spanien wurde duif 
J. Mariana und A. de Herrera verherrlicht; und der niitf 
Perez de Hiia [1631] beginnende romantische Geschichtfi 
gewann durch A. de Solii edle Männlichkeit und Wurde. I 
Das politisch bedrängte und gesunkene Teutschland 1^ 
bauptete seine eigenthümliche litt. Betriebsamkeit und zeid 
net sich neben Frankreich durch nStzllche Fruchtbarkeit i 
Tortheilhaftesten aus; für Alterthumskunde und JugenduntI 
rieht wurde viel geleistet, Stoff zur Gesch. des Mittelalt^ 
dnzelner Länder und Städte fleissig gesammelt, die Gesch. i 
Litteratü'r von Lambec, Morhof n. a. bereichert, die grün 
liehe Forschung durch H. Conring neu belebt ; um Methof 
und Ton erwarben sich L. Pappm^ V. L. i. Seckendorf^ I 
r. Fvfendorf bedeutende Verdienste. — Die bist. Ergiebij 
keit der Niederlande wird durch Nationalereignisse geföi 
dert; im Norden, der Heimath humanistischer Studien, wardi 
viel gesammelt. Einzelnes beschrieben und die Revolution^ 
gych. von ü. Grotius und P. C. v. Hoo/t tre£Blich dargä 
stellt; im Süden ist die kirchliche Thätigkeit der Bollandistd 
bemerkenswerth. — In England tritt, neben dem wissensct 
Verdienste der IJniversitätgelehrten, das politische Selbstg^ 
fühl und die warme Theilnahme der Nation an öffentliche 
Angelegenheiten hervor, jezt meist auf Kirchenwesen u. Hof 
geschieh te beschränkt; /. Mi/ion^s Bearbeitung der alt. Lai 
desgesch. ist von reicher Vorbedeutung; €7. Walker* 9 frej 
müthige Pariamen tsgesch. [1651], die Memoiren von C/«reii 
don , G. Burnet , W. Temple u. a. , die zahlreichen Urkul 
densammlungen haben meist unzweydeutigen Werth ; das Sil' 
dium der röm. Gesch. u. des einheimischen Mittelalters wuri 
nicht vernachlässigt. 

In der ersten Hälfte des XVIII Jahrb. wird philosopl 
scher Forschunggeist durch Leibnilz und streng prüfen< 
Skepticismus durch P- Bayle^ dem F. JV. Sterling y J. 
Menken u. A. sich anschlössen, geweckt; das Quellenstadiai 
unterstützt von ffeissigem Anbau der Sprachkunde, der Chi 



Geschichte. UeberMcht 141 

»logie, der Alterthamswissenschaft, der Diplomatik, gewann 
1 Umfang und Tiefe; hellere Ansichten und freysinnige Ur- 
leile gehen^ von Frankreich, England und Holland, dem Mit- 
Ipuncte der OefTentlichkeit, aus; Schönheitsinn erwachset 
US der Achtung für das classische Alterthum. Die Erndte 
if dem Felde der hisU Litt, ist gross. — Frankreich giebt 
r Kritik , Geschmack , Vielseitigkeit n, Freymüthigkeit der 
etrachtnng, Gründlichkeit der Untersachung and gefällige 
BTstellnng den Ton an. Die kirchlichen Forscher und Ge- 
bichtschreiber oder Sammler E. Benaudotj Cl. Fleury^ Nat. 
iexandrCj J. Basnage^ Is. Bmuiobre^ Edm, Marlene u. s. 
;. stehen in verdienter Achtung ; die urkandlich genaue Be> 
rbeitnng provinzieller und städtischer Geschichten wurde von 
ielen nicht ohne Erfolg, wenn gleich keine der Gesch. Lan- 
pedocs von C7. de Vic u. /ot. VaiaeUe gleich gestellt wer- 
leokann, unternommen; die allgem. Gesch. Frankreichs wurde 
OQ dem hofirenden Jea. Gahr. Daniel u. in chronolog. Apho- 
ismen mit gehaltvollen Andeutungen von Renault dargestellt; 
lurch malerische Veranschaulicbunggabe ist ü. A* de Vertot^ 
ilaT€h sittliche Strenge des Urtheils CatU de S, Pierre^ durch ' 
mthodische Gemeinnützigkeit Ch» Rollin merkwürdig« — 
Teutschland wirket trefflich durch beharrlichen Fleiss s. 
in dem engeren Kreise des Unterrichtes und des Geschäftsle- 
bens gehaltenen Gelehrten; Alterthumskunde, Diplomatik.und 
Litteraturgeachichte werden tüchtig bearbeitet; Kirchenge- 
schichte gewinnt durch 6. Arnold und Moeheim eine neue 
€estalt; die vaterländische Gesch., wird von if. Gv. Bünau 
und 3, J. Maicov trefflich erörtert ; der brauchbaren Special- 
gescb. sind viele. Für methodische Anordnung des gesamm- 
tea Geschichtstoffes und für angemessene Untersuchung und 
lehrreiche Darstellung einzelner Gegenstände sind Chpi Cella- 
mt, 7. Hübner j B. Hederich ^ besonders in Göttingen /. V. 
Kohler und /• J. Schmßuss auf das rühmlichste thätig gewe- 
sen und haben die Fortschritte der Folgezdt vorbereitet, t- 
Inden Niederlanden glänzt /* Perizoniue Name; Alter- 
thumskunde und Landesgesch. fanden gleich treue Pflege; die 
Statistik wurde [1726] in den Kreis des dffentl. Uhterrichtes 
aufgenommen. — England mit immer entschiedener hervor- 
tretender ^Ibstständigkeit und politisirendem Protestantismus, 
begünstigte die Oeffentlichkeit und die Entbindung des Gc- 



14ia Geschichte. Uebersicht 

schichtstndiams vom Sehulgeiste tuid war reieh aü'BeytrSge 
cur Alter thumsknnde and zur Kenntniss und Geschichte, bc 
sonders auch der kirchlichen, des Vaterlandes. — Initalie) 
herrschte zwar die Vorliebe für Alterthnm nnd Knnst fort 
während vor und Ed. CorHni^ A. 8, Mazocchi n. a« erlang 
ten mit Recht vielgeltendes Ansehen; aber auch Forscher um 
Sammler von anerkaniem Verdienste, Ap. Zene , L. A. Mu 
ratori^ Sc. Maffeij D. ßl. Mannt u. A. erneuten den Ruhn 
des einst hochgefeierten Landes; und wenn der alterthümH 
dien Stylisten Cr. F. Lucchetini und Caitr. Buonamici ge 
dacht wird, so darf noch weniger der edle Märtyrer geschieht! 
Wahrheitliebe P. Oiannone mit Stillschweigen Übergang«! 
werden. 

In der SEweyten Hälfte des XVIII und im XIX JahrL 
drängten sich neue Erfahrungen, Ansichten und BestrebangeD, 
welche mit dem gesellschaftlichen Leben verschmolzen, die 
Gesinnung befruchteten und der Geistesthätigkeit eine ver 
änderte Richtung gaben« Der geschichtliche Stoflf vermehrte 
sich und 'die wissenschaftlichen Mittel, um sich desselben za 
bemächtigen, ihn zu prüfen und zu verarbeiten, wurden ia 
raschen Fortschritten vervielfältigt; alle Hülfkenntnisse ge- 
wannen eine vestere' Gestalt und wissenschaftliche Reife; be- 
sonders hatte die Vervollkommnung der Naturkunde auf Ge- 
schichte merklichen Einfluss. Vernunftgebrauch, Popularphi- 
losophie und Achtung für Gerechtsame der Menschheit riefen 
Empffinglichkeit für geschichtliche Belehrung in allen Volks- 
classen hervor« Die besseren Arbeiten fanden dankbare Be- 
achtung; Quellen wurden aufgesucht und gereinigt, das laog 
Verborgene trat ans Licht, Geheimnisse konnten sich auf die 
Dauer der Oeffentlichkeit nicht entziehen; die Forschung nahm 
an Strenge zu ; die Zurückfuhrung der bist. Glaubwürdigkeit 
auf bestimmte Grundsätze (J, M. Ciladenim 1752; J. A 
Ernesti 1764; J. J. Grie$bach 1768; H. Griffet 1769 u. m. 
a.) und die allmälig geläuterten und für jedes gebildete Staats- 
leben gültigen Ansichten von bist. Kunst (Bolingbroke 173S; 
Voltaire oder Bazin 1765; /. Weguelin 1769; Q. B. Mably 
1783; C L, Weltmann 1809 u. s. w.) erhielten in unabweis- 
baren Thatsachen ihre Gewährleistung. Möglichst Vielen soll 
das Ergebniss des bist. Studiums fruchten, damit die Gegen- 
wart durch die Vergangenheit veredelt und eine kräftigere 



GeBchichte. Uebersicht 143 



^ firobeie Znknnft Torbereitet werde; die Maeht Miner Wirk» 
pmkeit, von Einigen grandlos angefeindet , ist unemlesslich 
gross und jezt kanm zu beschränken; die vPfficht n. der Be- 
ftj sie geltend za machen, k5nnen nur von einem sitdicb er- 
larkten Gemüthe rein aufgefasst und snm Gemeinwohle der 
lenschheit gewissenhaft treu in Erfüllung gebracht werden. 
Die freysinnige, sittliche Belehrung und gesellschaftliche 
istesbildung bezweckende Behandlung geschichtlicher Er- 
rangen geht von Frankreich ans; Montesquieu y Vobi 
e, Ducloiy Mabiyj Raynal n. A. sind Wortführer; die 
eh. des class. Alterthums wurde von de Broaei und Bar^ 
ilemy grandlich populaiisirt, von Andern der Orient aufge- 
ilossen, von Benedictinern u. A. die Untersuchung des Mit- 

Eers erleichtert, die Gesch. des Vaterlandes durch Quel- 
mmlangen, Specialgeschichten und Memoiren bereichert. 
! Historiker zeichnen sich durch anziehende Darstellung 
hu. — England, wo Ideenreichthum und kräftiger Natio- 
Kdann darch gesetzliche Oeflfentlichkeit geschützt und geffti;- 
lert werden, ist das Vaterland der neueren bist. Kunst [1755], 
welche, dem Moster der grossen Alten und dem Bedfirfnisse 
ier heutigen Zeit entsprechend , genaue Wahrhaftigkeit nnd 
lehenfige Anschaulichkeit in Darstellung des Gesellschaftzn- 
ftandei erstrebt, damit Geist und Herz dafür gewonnen und 
<^B Vergangenheit zur praktisch lehrreichen Betrachtung und 
fiir fraohtbaro Selbstthätigkeit der Einsicht nnd des Urtheils 
peignet werde. . In diesem Sinne arbeiteten D. Hume, W. 
hbertion und £L Gibbon und Europa huldigte ihrem Ver- 
ienste. Von Britten wurde die allgemeine Geschichte zuerst 
[1736] Tollständiger bearbeitet, die Geschichte Griechenlands 
'OD W. Mitford n. a. ; die römische von A. Ferguson u. m. 
tiefflich dargestellt, die Weltkunde vielfach erweitert, die 
>nere Gesch. Ton E^ Burke u. A. nnnvoU beschrieben; für 
teontniss und Gesch. des Vaterlandes ist Treuliches gelei- 
tet worden. -^ Die Teutschen stehen in. bist« Thätigkdt 
M frachtbarer Wirksamkeit keinem Volke nach, haben die 
i^orznge ihrer ausgezeichneten Nachbaren in sich aufgenom- 
men, neue Bahnen gebrochen, die Bedeutung des Geschicht- 
(tndinmg tief eifasst und nach allen Richtungen hin zur Bele- 
rang und Erkräftigung des Sinnes für Wahrheit, Recht und 
Bchönbeit in das Leben eingeführt. Im historischen Unter- 



144 Allgemeine Geeiddchte. 

richte kSnnen sie allen anderen YdUoMm Vorbild seyn; Gat 
ierer hat den Apparat geordnet ; ScAlözer die Methode de 
•Forschung geistreich angegeben; /• Möier^ SpUtler^ J. G 
Herder^ J. Müller haben Muster der Vereinigung gründli 
eher Untersuchung mit gehaltvoller Kunstdarstellung hinter 
lassen: F. Schiller und C L. Woltmann fesseln durch Er 
Zählung und Betrachtung. Alle Theile des Gesch.studiuiii 
haben in Teutschland wissenschaftliche Gediegenheit gewon 
nen; so besonders Erdkunde u. Statistik, Diplomatik, Allge 
ineine Gesch. und Gesch. des Alterthums, des Mittelalters, de 
neueren Zeit und einzelner auswärtiger Staaten, der Kirch 
«nd die nur von Teutschen gleichniässig bearbeitete Gesd 
der Litteratur; die vaterländische Gesch. erfreut sich wacki 
rer Vorarbeiten und geht einer vicjversprechendeu Zukud 
entgegen« — Im Norden hei^rschet reger Eifer, besondei 
in Dänemark grosse Thätigkeit für Beförderung des vatei 
ländischen Quellenstudiums; auch die Slavischen Volkei 
Schäften schreiten vorwärts; Polen ist ziemlich reich, Rusi 
land nicht aim an guten Historikern« i 

Wüsenschqftlicke Uebersicht der geschichtlichen Lä\ 

ieratur: 

t. Die allgemeine Geschichte, nach beschränkteij 
Umfange und (S. Frank 3 S. 402 ausgenommen) ausschlies^ 
lieh für Beschäftigung des Gedächtnisses bearbeitet, wurd 
von Carion [1532] in das System der vier Monarchien georil 
net, welches /. Bodin [1566] und noch glücklicher Matti 
Breuer, [1587] angriflfen, J. W. Jan mit theolog. Gewandi 
heit [1712] vertheidigte und J. M. Haie [172S] als untau 
lieh und unhaltbar verwarf; mehre Teutsche versachten b 
sere Methoden; durch Boauet [1681] und CAph Cellari 
[1685] kam eine geistvollere und pädagogisch zweckm 
gere Behandlang In Umlauf. Umfassende ZasammenstelluBJ 
des vollständigen Stoffes beabrichtigten die Herausgeber di 
Englischen Weltgesch. [1736]; und wenn Gatterer [1761 flj 
durch wohlberechnete i^nd, vermittelst Ausscheidung fremd 
artiger Bestandtheile, vereinfachte Eintheilung u. Anordnuo 
des Stoffes, darch Hervorhebung des inneren wechselseitige 
Znsammenhanges der Hauptbegebenheiten, durch Verbindun 
der Gesch. d. Cultur mit der politischen und durch kritisch 



Allgemeine Gescliichto» 145 

rrene mid chronologische Genauigkeit eich grosses Yerdienst 
irwarb, so verdankte das Stadium der allgem, Gesch. dem 
MIsehenden und gedankenreichen, aber um Sicherstellung 
kr Wahrheit wenig besorgten Voltaire [1755 IB.] und dem 
lirch aasgebreitete Gelehrsamkeit und kritische Tüchtigkeit 
^ 80 sehr me durch Geistesstärke und Witzfulle ausge- 
Itichneten Sehlözer [1772 fl.] philosophisch-pragmatisfche Dar- 
ItelluDg und Erhebung zum sittlich reichen Gegenstande des 
tibstthätigen Verstandes. 

) Einige der bemerkenswertheren Bearbeiter der allgem« 
^Kch. sind nach der Zeitfolge: Johann Carion [geb. 1499; 
|fc 1537] ordnete s« kurze Uebersicht chronologisch einfach 
\ iSr 8. Zeit bequem : Chronika meniglik nützlich zu lesen. 
iRttenb. 1532. 8 oft; *fortges. bis 1546 von dem verdienten 
tkonologen Joh. Funk [hinger. 1566]. Frkf. 1546; 1555. 8. 
L Lehrer Ph. Melanchihon hatte diesen Abriss durchgesehen, 
l^e ihn bey s. Vorlesungen zu Grunde und erläuterte iha 
Kichholtig mit zum Theil noch jezt beachtenswerthen Noti« 
im, bes. in Beziehung auf Zeitgesch.: Chron. Car« lat. ex- 
f<». et anctum. Wittenb. 1558 ffl. 4. 8, oft; ^^1572. F.; vgl. 
Baif/e; &trohel Miscell. St. 6 S. 142 ffl. — Achilles Pirminiui 
^marut a. Lindau [geb. 1505; st. 1577], Arzt und Polyhi« 
Mor in Augsburg, sammelte fieissig und verdient wegen gu« 
(er Anordnung und manchen richtigen Blickes Aufmerksam« 
feit'.Historiarnm et Chron. mundi Epitome usque ad a. 1533. 
^tw. 1533. 8. — Chronologisch sorgfältig sind auch Chn MaS' 
M Chronicor. LI. XX. Antwerp* 1540. F. — Johann (Phi* 
^on) Sleidanui aus Sleida [geb. 1506; st. 1556], Prof. in 
jlrasbarg, der grOndliche, scharfsinnige u. ruhig unbefangene 
iit. Vertreter der Reformation : Commentarii de statu xeL 
l reip. Carolo Y Caesare LI. XXVL Strasb. 1555. F* u. 8, 
I; 'Ed. n. ill. a A. Ch. am Ende. Frkf. 1785 f. 3. 8; Vf. 
Joes über 100 Jahre vielgebrauchten Lehrb. der Weltgesch. : 
I quataor summis imperiis. Strasb. 1556. 8 sehr oft; fort« 
^. bis 1676 von Conr. Sam» Schurzfieisch in Wittenberg [st. 
N]. W. 1678. 8; Opusc. ed. EL Putichim. Hanau 1608.8. 
- Als fleissige Sammler vollständigeren Stofifes sind zu er- 
ahnen: Giov. Tarcagnoia istoria del mondo sino 1513. Ve- 
M. 1562. 4; m. Forts, bis 1606; 1617. 3. 4; Nie. Vignier, 
«dient um französ. u. kirchL Gesch.: Biblioth. bist, bis 1519. 

Wachler HB. a. Litt Gesch. IV. 10 



146 Allgemeine Geschichte« 

Paria 1587. 3 F.; Addit 1650. F.; Paul Merula^ ivacker^ 
Konmograpb u. Alterthuinsforscher : Tydt - Threzoor (v. Cl| 
Geb. bis 1200, mit s. S. Wilh. Forts, bis 1614. Leiden 1614 
1627. F.; wegen Stylist. Vorzüge Hör. Tunellinus S. 2^ 
and der, einigen krit* Sinn verradiende Pet. v. Opmeer: Opi^ 
chronogr« orbis universi a niundi exord. nsq. ad a 1569 (aoj 
V. L. Beyerlink bis 1611) Antw. 1611. F. — Lichtvollen 
Methode hat Chph Helwig (Helvicns), Prof. in Giessen |ge^ 
1581; St. 1617]: de IV summ. imp. G. 1609. 4; verm. Chn^ 
noi. univers. G. 1612. 4 u. s. w. ; verm. Marb. 1639. 4 ; *Tbe^ 
trum bist. G. 1609. F. oft; vgl. Strieder Gel. Hess. 5, 420 
— Wallher Baleigh, ein durch Antheil an Entdeckung Yu 
giniens und durch Beschreibung Ghiiana's berfihmter Seei 
rer [geb. 1552; hinger. 1618], geistig stark und frey^ b 
die Weltgeschichte aus sittlich reUgiösem Gesiehtspnncte 
und suchte sie gemeinfasslich darzustellen : Hist. of the wori^ 
Lond, 1614. F. unboend«; von mehren, am besten ?• Oldfi 
1736 fortges. ; Works publ. by TA. Birch. l^nd. 1751. 2. i 
*ed. by M. A^opim Edinburgh 1814. 7. 8; vgl. Bekenntoittj 
merkw. M. 5 & 199 ffl.; A. Caylay lifo of W. R. Lond. 180i 
2. 4; M. Napier. Was später W. Howell [1680] \wm, 
war von weit geringerem Werthe. Fär Teutschland nnteii 
nahm etwas ähnliches /• L. Gotifried (eigentl. /• PK Aht\ 
lin) in Strasburg: Hist. Chronica v. Anf. d. W. bis 1619 
Frkf. 1630. F. m. *K. u. s. w.; 1743 £L 3 F.; Nenwe WeH 
Frkf. 1631. F. m. K.; Archontologia cosmica t. Frkf. 163^ 
lat. 1649. F. m. K. - Joh. Cluwer'e [geb. 1593; st 1633J 
bauptsächl. das Kirchliche beachtende Epitome historiar. t^ 
tius mundi. Leid. 1631« 4 n. oft, stand als Schulbuch laog 
in Ansehen« — • //• Peiavimi S. 33. — Nicht ohne bedeute^ 
den Einfluss auf ihr Zeitalter waren: Joh. JUicraelius [i| 
1658], welcher die WG. umfassender und in näherer Bezi^ 
hung auf teutsche Specialgesch, bearbeitete: Synt. hiitoritj 
rum polit. Stettin 1633 i Ed. IV c cont. D. HartMteeu h^ 
1702. 4; Ch% Maithiae [st. 1655], moralisirend und die Cd| 
turgesch« beriickticfatigend : Theatrum hist. theoretico-practj 
cum. Amsterd. 1648« 4 n. s. w.; ausgeschrieben von Vf{ 
Cievreau in Hist. du monde P. 1686. 2. 4 u. s. w* ; JUar^ 
Suerit Boxborn [st. 1653], ein praktischer Denker und Tief 
thätiger Schriftsl;eller, wollte zunächst auf politische Ges» 



Allgemeine Gesehiehte« 147 

Dimg wirken: ffist. nnivera. a Ch« n. ad a. 1650. Leid. 1651. 
411.8.W.; m. O.Menken Forts, bis 1673. Lpz.1675.4; ihm 
fol^e in der Ansicht, oft irrend in Angaben, I7. Huber zu 
Fnoecker [st. 1694]: Institutt. bist. ciFilis. Fran. 1692, 3 8; 
1703.4; J. H. Boeler in Strasburg [st. 1672J, besonnen nm- 
ichtig und humanistisch elegant, regte unter Studirenden le- 
Vodige Theilnahme an: Bist. univ. Str. 1680; 1688. 8 t. a.; 
HMegerlim in Basel [st. 1686] deutete in der Geschichte 
ie Torwaltende Idee von gottl. Weltregierung an : Theatr« 
ir. reginimis. Bas. 1683. 4. 

Diesen Grundgedanken führte Boisuet (3 S. 268) mit sie* 
pider Beredsamkeit aus ; Chph Cellarua (S. 50) trug durch 
t geordnete Lehrbucher zur Verbesserung des liist. Unter* 
tag wesentlich bey : Bist, antiqua 1685 ; H.. medii aevi 
S; H. nova. 1696. 12. — Für das grossere Lesepublicum 
Ueitete Andr. Laz. v. Imhof aus Nürnberg [geb. 1655; st. 
t704] mit achtbarem Fleisse und mit seltener religiöser Mäs- 
igQDg: Neu eröffneter bist. Bildersaal. Sulzbach 1692 fl. 3. 8; 
Sümbg 1697 ffl. 16. 8; die lezten 11 B. dne t. Anderen ver- 
faaste armselige Compilation. — Des Jes. Ant. Fareiti bist, 
^'eltcbarte, wozu die Idee von O. Doglioni schon 1606 an« 
gt^geben worden war, kann nur in Ansehung der Gesch. Ita« 
fieos nnd bes. der Päpste auf dnige Vollständigkeit Anspruch 
nacien: Mappamondo istorieo. Parma 1690 f. 5. 4'; Vened. 
1700. 7. 4. — Wie allgemein das Studium der WG. auf teut- 
fthen Unterrichtsanstalten war, ergiebt sich aus der Menge 
ferjzam Theil oft gedruckten Lehrbücher; als die besseren 
hd darunter auszuzeichnen die von JSb» Rud, Roth 1706, 
^*Krantz 1709 und besonders Ca$p. Abel 1706; teutsch 1707. 
% in welchem vieles heller aufgefasst und manches Irrige be- 
Uitigt ist; aber weit mehr gebraucht wurden die minder em- 
i^Uenswerthen von J. 6. Eaick 1707 u. s. w., verb. von 
t Chn Volz 1758 u. s. w.; P. L. Berkenmeyer 1708 n. s. w., 
^^n.Cura8 1722 n. s. w., umgearb. von J.Matihiai Schröcki 
ff74 n. 8. w.; Bier. Freyer 1724 u. s. w., /. H. Zop/ 1729 
Is* w.; zur allgemeineren Neigung und Selbstthätigkeit für 
Be Geschichtkenntniss hat ioA. Hübner [geb. 1668; st. 1731], 
km Geographie u. Genealogie nicht wenig verdanken, am 
K^mebnutzigsten mitgewirkt; Kurze Fragen aus der polit. 
Bistoria. Lpz. 1702 ffl. 10. 12; Supplem. L. 1708 ffl. 12. 12; 

10 • 



H8 Allgemeine Geschichte. 

K. Fr. auB der Geogr, Lpse. 1695* 12 aehr oft; Geneal. Taj 

bellen. Lpz. 1708 ffl. 4 F.; Geneal. Fr. L. 1719 ffl. 4.' 12 

Bibl. Historien L. 1714. 8 oft; u. a. Sehr.— Joh. Maithia 

Hate, Prof. in Wittenberg, [geb. 1684; st. 1742] drang ai 

engere Verbindung des Gescb.studiums mit Erdkunde und t 

adelte die methodische Ansicht: Phosphorus historiarum« L 

1742. F.; Nbg 1746* 4; Historiae uniir. Idea nova. Lpz. 17 

4 u« V, a. Sehr. — Die Engländer, J. Campbell^ /. Swint 

G. Safe, G. Pialmanazur, Archib. Bawer a» A. vereinten si 

znr Abfassung einer darch Umfang und Vollständigkeit d 

Stoffsammlung berühmt gewordenen, von Seiten der Kri 

und Composition wenig befriedigenden allgem« Gesch.: 

univ. History from the earliest account of time to the prese 

Lond. 1736 ffl. 7 F.; 1747 ffl. 67. 8; 1779 ffl. 60. 8j in d 

Franz., Ital., Holl. Ghers. ; tentsch. Halle 1744 ffl. 72. 4, t 

31ten B. an von t. Historikern (Schlozetf Meuiely le Br 

TozCj Sprengel n. s. w« Büh$) frey bearbeitet. Einen beqai 

meren und stjlistisch verbesserten Auszug veranstalteten 

Gray und Will. Guthrie : a gen. History of the world« Loc 

1764 ffl. 12. 8; frey bearbeitet v, CK G. Heyne u. m. A« Lp 

1765 ffl* 17 Thle in 49 B. 8. — Unter den Compendien zeich- 
net sich das, nach Petav'sPIan gearbeitete von Leonh. Offer- 
haus [geb. 1699; st. 1779] durch Nach Weisung der Zeugnisse 
aus: Comp. bist. univ. Groningen 1750. 2. 8; Ed. IV cnra 
J. M. SchrSckhü\ qui bist. saec. XVUI adj. Lpz. 1778. 2. 8. 

* — Für die zweyte Hälfte des XYIII Jahrb. macht Voliaire'i 
[1753] philosophischer Pragmatismus Epoche; sein Einfln« 
ist nicht bloss bey Franzosen bemerklich z. B. Millot [1 772], 
Condillac [l775], /. de tisle de Sales [1779], L. P. Anque^ 
til [1797] u. A.; sondern erstrecket sich auch auf das Aus- 
land, wie des D&nen Ove Guldberg WG. [1769] beweise^ 
und hatte namentlich in Teutschland den fruchtbarsten un^ 
reifesten Erfolg. 

Teutsche haben in methodischer und pädagogisch zweck- 
mässiger, die geistige Selbstthätigkeit und das Erstreben sitt- 

' lieber Veredelung anregender Behandlung der allgem. Gesch. 
das Yorzfiglichste geleistet. Joh. Chph Gatterer [geb. 1727; 
St. 1799], Prof. in Göttingen [1758], bearbeitete alle hist 
Hiilfswissenschaften mit wissensch. Gediegenheit, stellter grund- 
lich tiefe n. neue Ergebnisse gewährende Forschungen an, u. 



Allgemeine Geschichte. 140 

itfdoete den Stoff der allgem. Gesch. streng systematiscfa, 
Testhaltend die eigehthüuiliche Beschaffenheit, den Inneren Zu* 
sanineDhaDg u. die im Erfolg gereclitfertigte Bedeutung »des* 
Klbea: Hdb. d. UHist. 1761. 2. 8; Abriss 1765; 1773; Ein- 
leit. 1771. 2 8; WG. 1785 fl. 2. 8; Kurz. Begriff 1785; 
^'ers. e. allgein. WG. 1792; v. a. vgl. Heyne in Couiment. 
Bog. Gott. 14 p. 1; Nekrolog 1799 B. 1 & 1 f&. — Aug. 
Udio. Schlözer [geb. 1 735 ; st. 1 809] , Prof. in Gottingen 
[1769], yielumfassend gelehrt, rastlost thätig, hellsinnig und 
B^entbümliche Ansichten mit Beharrlichkeit verfolgend, ein 
fcptisch kühner, Wahrheit mit strengem Ernste suchender 
forscher, unvergesslich als freymiithiger,,bis Eur Härte kalt 
{erechter Wortführer der öffentlichen Meinung, Begründer der 
itkandlichen Gesch. Russlands, siauvaller Bearbeiter der 
Btaatjwissenschaft und der Statistik, fasste, freylich imt zu 
geriDger Beachtung des Religiösen, das wirklich Allgemein- 
pltige und für die Gesammtheit des Staaslebens Entschei- 
dende in der Weltgeschichte scharf auf und hob es durch 
geistreiche Yergleichungen und kaustische Urthcile hervor: 
VorsteU. d. Un. Bist. 1772; 1775. % 8; WG. nach ihren 
Haupttheilen 1785 ffl. 2. 8; Vorbereit, z. WG. 1779; 1790; 
1S07.2. 12 u. Y. a«; vgl. '^Oeff. u. Privat-Leben v. ihm selbst. 
Gott 1801 8 ; Zeitgenossen 4 Abth. 3 & 8 ffl.; Lebea von 
Ci. 0. Schlözer^ Lpz. 1828. 2. 8. — Chn Dan. Beck (& 64) 
bat sich durch reichliche Nachweisung der Quellen und HülC^ 
Bitte! nm das Studium der WG. ein grosses Verdienst er- 
worben: Anleite zur Kenntniss der allgem.. Welt- und Völ- 
brgesch. Lpz. 1787 ffl. 4. 8 bi& zur Entd« Amerika^s; B. 1 
Abth. 1 NA^ 1813., — Joh. Müller (3. S. 418) veranschaulicht 
in sinnvollen Umrissen des Entwickelungganges der Mensch- 
heit, des Steigens und Fallens der Staaten, der Eigenthiim- 
ücbkeiten einzelner Zeitalter und Nationen den historischen 
plauben an göttliche Weltregierung und an den Sieg des 
Kechts und der Wahrheit im Gesammt-&gebnisse des Gcsche- 
l»enen: XXIV B. Allgem^ Geschichten. Tübingen 1810. 3. 8. 
** Schät2;bare, dem Gedeihen des Studiums förderliche Lehr- 
end Handbücher von G. A. Baumgarten-Crusiui [1772^ lat. 
ittit Torherrschender Rücksicht auf philologische Bildung; /. 
A.R€mer [1771 ffl.}, rhetorisirend vielseitig; J. G. Eichhorn 
^799], lichtvoll ordnend und reichhaltig an Fülle des Stoffes, 



150 Allgemeine Geschichte. 

der Betracfatang und der Litteratur; C. H. L. FSIitz [179! 
fA.] mannigfaltigen geistigen Bedfirfnissen zusagend; C. ¥i 
W. Breyer [1802; 1817]; D. B. Hegewitck [1804]; J. Fi 
Schneller [1808]; C. v. RoUeek [1812] r *H. Luden [1814], 
reich an neuen Ansichten; £r. v. Dretch [1815]; */*• Ck 
Schlotter [1815] mit eigentbfimlicher gründlicher Gelehrsam« 
keit; m. a. — Für Burger- n. Kinderwelt sorgten G. G. brt 
dow [1802]; C. F. Becher [1801], verb. von J.O. WoÜman 
6. G. 8. Kophin n. A ; Theod. Teizner 1831. 3. 8 n. s. w< 

Chronolog. n. Synchronistische Tabellen: Joh. Fun 
1546: Theod. Bibliander 1558$ H. Itaaktou. Lond. 1633. F. 
Chph Schrader 1658; Brschwg 1765. 8; Theod. Berger \m 
*1781. F.; J. Blair. Lond. 1756; 1768. F.; franz. m. Fort 
bia 1795 v. Chantreau. Par. 1797. 4. — *Gatterer 1766 
1769. F.; "Schlözer 1778. F. — F. C. Fulda Geachichtkartft 
Bas. 1781^ 12 BU F. ; F. Slratt Strom d. Zeiten 1802. — A 
Ö. /. Habler 1796 ffl. 4 Q. F.; Ch. G. Koch Strasb. 1798j 
1801. 12; t. Gott. 1800. 8. — ^G. G. Bredow Altona ISO). 
F. u. s. w. — A. L. Letage oder Lat Catet Atlas hisU P« 
1802; »1814; 1823; *1825. F. — ^A. Chn Wedehini Ciro- 
nolog. Handb. Lüneb. 1812. 8; J. C. D. Geier ChronoL Ta- 
schenb. Breslau 1815$ «1821. 8 u. a. — Frz Jot. Dumbed^ 
Bist. univ. tabulae. Berl. 1820. F. — *N$c. Nuten Synchro- 
nistische Tafeln d. W.Gesch. Gütting. 1830. F. 

HistorischeWörterbucher: B. Etienne (S. 27) dgent- 
lieh T. 8. Corrector A. Banconei Dict. nom. propr. P. l^^M 
Genf 1608. 4; anct. ed. N. Lloyd. 0\L 1671 ; "Lond.lCSi. 
F. ; Genf 1693. 4. — Louü Moreri [st. 1680] Grand Dict 
bist. Lyon 1674. F. u. s. w.; Ed. XX p. •C7. P. Goujet el 
Drouet. Par. 1759. 10 F.; P. Bayle, Chanfepien. Marckai 
8. 1 S. 7. — J. Jac. Hofmann [st. 1706] Lex. univ. bi 
Basel 1667; 1674. 2 F.; Cont. 1683. 2 F.; Leiden 1698.4F 
— J. Fz Buddeut u. A. Allgem. h'ist. Lex. Cpz. 1709 AL 
1722. 3 F. (verm. v. *Joh. Chph Itelin. Basel 1729. 4 F.) 
Lpz. 1730 f. 4 F.; Supplera. 1740. 2 F. — Dav. v. Boot 
ttraten u. J. L. Sckuer Groot allgem. bist. Woordenboeb 
Amsterd. 1733. 8 F. - J. B. Ladvocat [st. 1765] Dict hisU 
portatif. Par. 1752; 1760. 2. 8; nouv. Ed. augm. P. 1773.3. 
8 ; Supplem. 1789. 8. — P. de Barrol (Jansenist) Dict. \^* 
litt, et crit. Soissons n. Troyes 1758. 6. 8; m. a. 



.Gesch. d« Menschheit. 151 

^ Hist. Kalender: Faul Eber [st 1569] Wittenb. 1550 

; JUicA. Beuiier [ut. 1587] Ephemerides bist. Par. 1551; 
1556. 8; H. Panialeon [st. 1595] Diar. hist. Bas. 1572. 

; Proc. Lupacii Ephem. Nbg 1578; *Prag 1584. 4; Abr. 

ur Cal. 1582; El. Rentner Eph. 1590.4. — Gabr. Buce^ 
Cal. \ 657. 12 ; H. A. v. Ziegler tdgl. Sohanplatz. d. Zeit. 

z. 1700 f F. ; (PA. B. Stnold v. ScAUiz u. CA. Stieß) Hisf. 

byrinth d. Zeit. Lpz. 1701. 2 F.; Contin. 1718. F. — D. 
Seybold Ephein. Almanach der neueren Zeiten. Bas. 1782 
i Reutlingen 1788 ffli. 4. 8; CA. J. Wagenteil 1822 u. m. a. 
//• Bey fortgesetztem reiferen Nachdenken über die aus 
köherem philosophischen Gesichtspuncte aufgefasste Weltge- 
Khichte konnte nicht unbeachtet bleiben, wie Naturkräfte und 
gesellschaftlicher Zustand, mit seinen verschiedenartigen Yer- 
inderungen, auf das Menschengeschlecht einwirken und das* 
idbe erheben und erniedrigen, und Naturgesetze sich zu of- 
feobaren scheinen} nach welchen die geschichtlichen Ei'fahr- 
VDgen gewürdigt werden können. Diese immer reichere Be- 
trachtungen bildeten endlich einen eigenthümlichen Kreis und 
worden wissenschaftlich geordnet und auf vestere Bestimmun- 
g%Q zurückgeführt; so gestaltete sich in der zweyten Hälfte 
desXVIlI Jahrh., was tieschichte der Menschheit ge- 
nannt worden ist; den ersten Versuch der Art enthält CApA 
Mylaeut Consilium historiae universitatis scribendae. Florenz 
1548. 4; auct. Basel 1551. F. u. s. w. Tgl. Klote N. litt. 
Unterhalt. 1 S. 325; verwandte Andeutungen finden sich in 
Bodin*t Methodus u. Fz Bacon't bist, litterarum. Der Stoff 
der Geschichte der Menschheit gehöret der allgem. Geschichte 
an; die ihm gegebene Kunstgestalt hänget von philosophischer 
Forschung oder Ansicht ab und bestehet in Zusammenfassung 
vereinzelter Erfahrungen zu allgemeingültigen Grundansichten 
und vernunftmässigen Folgerungen ; die Berechtigung zur An- 
nahme einer für sich bestehenden Disciplin ist um so mehr 
zu bezweifeln, da die speculative Nutzanwendung nur als gei- 
stige Selbstthätigkeit in Verarbeitung der gegebenen Ge- 
Bchichterfahrung geltend gemacht werden kann und bey allen 
Erfahrungkenntnissen auf gleiche Weise statt findet. Aber 
über Namen darf nicht gerechtet werden und die sittlich 
fruchtbare Richtung des gesch. Studiums hat durch die ver- 
suchte Absonderung der Gesch. d. M. von der, sie in ihreio^ 



152 Gesch. d. Menschheit 

lezten Ertrage bezweckenden allgem. Gesch. gewiss nicht 
nig gewonnen. -^ Unter den für diesen Zweck gehörij 
Stoffsammlungen sind hervorzuheben: die Beschreibung 
Sitten der WiMen von dem Jes. /. Franc. Lqfiteau (Pi 
1724. 2. 4); dem Dänen J. Kraft (Soroe 1760; t. 176( 
JoK GoUlieh Sieeb (Carlsruh 1766; Tübingen 1785); C. 
Flöget Gesch. des menschl. Verstandes. Ed. IL Breslau 17] 
8; und vielerley, vorsichtig nachzuprüfende Notizen v. 
Meiners (1785 fB.). Auch kann hieher gerechnet werdi 
was A. K. Goguet über die alt. gesellsch. Einrichtung! 
(1758); £r. Duiens (1766; 1812. 2. 8J, F. Co$ie (1804), ♦^ 
Beckmann (1785 ffl.), G. C. B. Buich (1802) u. s. w. ül 
Erfindungen und technologische Fertigkeiten; A^ Andern 
über Handel u. Schifffahrt (1763; 1801. 4. 4.); Mehre üb( 
Trachten (Habitus praecip. popul. Nürnb. 1577. F.; Le 
modes des peuples du Levant. Paris 1715. F.; TA* Hope 
stume of the ancients. Lond. 1812. 2. 8 m. K.); Bruz* de 
Martinikre u. M. über religiöse Gebräuche (C^r^monies 6|| 
cout. r&lig. de tous les peuples du monde, Superstitions. Am*! 
sterd. 1723 ffl. 11 F. m. JB. Picarft K.; J739. 11 F.; P. 1810., 
12 F.); Gr. Pasforei über Rechtsverwaltung (1817) u. s. w. 
geleistet haben. — W. Falconer stellte (Lond. 1781 ; t» Lpz. 
1782) die Erfahrungen über Klima und Boden zusammen und 
J. Kant legte gehaltvolle Beobachtungen d^r Art in s. An« 
thropologie (1798) und Pbys. Geographie (Königsb. 1802.2.8; 
Hamb. 1801. 4. 8) nieder. — In der philosophischen Betrach- 
tung über Thatsachen, welche den Entwickelunggang der 
Menschheit zu beurkunden scheinen und grossen Theiles in 
Beziehung auf ihre Beschaffenheit und Anwendbarkeit wie« 
derholter Prüfung bedürfen , überliessen sich die Britten Ä, 
Ferguson j die bürgerliche Gesellschaft [1766] ins Auge fas- 
send, H. Home (3 S, 318)^ durch Mannigfaltigkeit der Beob- 
achtung ausgezeichnet, J, Dunbar (1780) u. m. a., Folgerun- 
gen und Vermuthungen oder Vergleichungen, welche, in Ein- 
zelnem treffend, ansprechend und haltbar, im Ganzen oft will- 
kührlich und einseitig sind ; Teutsche verfolgten den sittlichen 
Gesichtspünct , den Glauben an die höhere Bestimmung det 
Menschengeschlechts und an die göttliche Weltjregierung nn- 
terstützend ; so der edle Is. Jselin (3 S. 408), der geistvolk 
Herder (3 S. 378\ der scharfsinnige Lessing (3 S. 377); in 



I Alte Gesohichte. 153 

bnkreicb venmcbte Condarcet (i795) die Stufenfolge und 
Vecbselwirknng in der geistigen Bildang des gesellschaftK- 
ken Lebens nachzuweisen; der Däne CA. Bastholm [st 1819] 
buchte [1803 ffl] die Ergebnisse bisheriger Untersncbungen 
^nne gemeinfasslicbe Uebersicbt, welobe wenigstens vor dem 
liheren Versocbe J. C. Adelung^s (Gescb. d. Cnitnr. Ijfz» 
V82. 8) nnzweydeutige VorzQge hat« Was A. tFeühaupt 
im), *Fi. A. Stajifer (1792), C. H. L. Folüz (1795 ffl.), 
%Maitt (1798), *H. Pestalozzi (1797), J. Q. Gruber (1805 
[)y F. Am Carus (1809; n« v. a. angedeutet, erörtert, zu ver- 
mhaolichen versucht haben, ist für Verbreitung hellerer 
hnchten, Berichtigung, Läuterung, Umstaltung der herr« 
Üienden Vorstellungen nicht ohne erspriesslichen Erfolg ge- 
lten, wenn auch bleibender wissenschaftlicher Gewinn ihren 
bbdten nicht gleiclun&ssig zugestanden werden könnte« 

]//• Philologie ermunterte und verpflichtete zum Stu- 
ÜBffl der alten Geschichte; Einzelnes wurde untersucht 
md durch Zusammenstellung der Notizen erläutert, die römi- 
lebe mit Vorliebe bearbeitet und von humanistischen Juristen, 
in Beziehung auf Verfassungkunde bereichert; auch Theolo- 
pn waren nicht unthätig für Sicherstellung des biblischen 
Gesdat^tstoffes durch ausgleichende Vereinbarung mit der 
Profaogeschicbte« Reiner ReineeduSy Prof. in Helmstädt [geb. 
^M\iu 1595] war einer der Ersten, welche die alte Staa- 
iBogeschichte verständig ordneten und kritisch beglaubigten; 
KjDtagma de familüs, quae in monarchiis tribus prioribus re* 
^ potitae sunt. Bas. 1574 ffl. 4 F.; umgearb. in Hist. Julia 
^ syntagma heroicnm. Heimst. 1594 fl. 3 F.; v. a. Sehr.; vgl. 
^IIH mem. philosoph. Dec. 2 S. 59 ffl. — Augusiim Torniel 
[it 1622] sammelte fleissig und nicht ohne Prüfung: Anna- 
^ sacri et profani ab o. c. ad eundem pass. Christi redem- 
^' Mailand 1610. 2 F.; Ed. VI cur. P. Ma»H. Lucca 1757. 
^F. ^ Edward SimsoUj Prof. in Cambridge, [geb. 1578; st. 
1651] ordnete die, freilich ungleichartig bearbeiteten Haupt- 
^^gf^benheiten sorgfältig chronologisch und wies die Quellen 
^h: Chronicon hist. cath. ad a. Ch. LXXI digestum. Oxf. 
^^^2; 1671; ^c animadv. P. Wesselingii. Leid. 1729; Am- 
tterd. 1752. F. Von weit geringerem Werthe ist Hugo Bo' 
^9on*s [st. 1655] denselben Zeitkreia umfassende rohe Com- 
f^im: AnnaUum mundi LI. XIV. OxL 1677; Lond.1686 F. 



154 Alte GeMcliichte. 



Verdienst nm gründliche Bestimmung der Zeitril 
"Warben sicli Jamet Uiher [st 1665] in Annal. lJ 
[.; "Genf 1722. 2 F.; nnd JoAn JUanham [st IM 
on chronicns. Lond. 1672. F.; Lpz. 1676. 4. — flj 



Grosses Verdienst nm gründliche Bestimmung der Zeitri 
nung erwarben 
165» ffl. 
im Canon 

CellaHut (1688) raethodisc!;e Klarheit, J. Ferizontut (16791 
tiefer ForschungLjiek, die rriobhaltigere Stoffsammlung in i 
Engl. Weltgesch* (1736), die vielseitigen Untersachungen <| 
Akademie der Inschriften in Paris qnd der Gesellsch. d. \^ 
sensch. in Götiingen und Berlin, zusammentreffend mit Nl{ 
Belebung der humanistischen Litteratur und aufstrebender gl 
utiger Thätigkeit auf tentschen Unterrichtsanstalten, begr« 
deten und beschleunigten die rasch fortschreitende Veredel« 
des Studiums der alten Gesch., welches in Teutschland m 
wahre Heimath hat und besonders seit Heyne der Göttin| 
sehen Hochschule viel verdankt; als Forscher ist Joh. üfi 
gen [geb. 1731 ; st. 1802] nicht zu übersehen: Parerga \ai 
1782. 4; unter mehren Lehr- und Handbuchern habend 
Ton A. H. L. Heeren 1799 ffl., dessen Ideen über Polit \i 
kehr und Handel der vornehmst. Völker der alt. W. Gdi 
1793; 1805; 1815. 3. 8; *1824. 6. 8 u. v. a. Sehr. diesinJ 
Tolle Kenntniss des Alterthums merklich förderten, 6* fi, 
BredatD 1799, *F. Chph Schh$ter 1826 f. u. m. a. den m 
sten Eingang gefunden ; C. Th. Zumpt Annal. vet regn. et pc 
pul. inprimis Rom. Berl. 1819. 4 verdienen allgem. Beachtanj 
Von dem, was für einzelne Bestandtheile der alten Gesel 
geleistet worden ist, kann hier nur auf das Bedeutendere ad 
merkiiam gemacht werden, aj Die Kenntniss der Urwil 
konnte durch gelehrte Träumereyen , zum Theile sinnreid 
Spiele grübelnder Einbildungkraft (J. Qoropiut 1569; 1 
Budbeck 1679), oder durch erzwungene Deutungen desA.^ 
(G. PA. und /. E. StlbencAlag 1764 u. 1780) und künsdid 
allegorische Auffassung dunkler Winke des Alterthums |l 
Bryant 1767; A. Court de Gehelin 1773) wenig gefördi 
werden; P. F. Kanngietter versuchte die frfihesten Sagl 
von Sitzen und Wanderungen der Urvölker in ihrem, doli 
Naturgesetze bestimmten und durch spätere Thatsachen i 
rechtfertigten Zusammenhange aufzufassen : Alterthumswiss^ 
Schaft. Halle 1815, 8; was aus Sprachen und ausgemittelfr 
Urbegriffen gefolgert werden zu können scheint, ist von mehr 
Forschem in Erwägung gezogen worden. Den reichsten 6 



Alte Geschichte. 155 

bn. Jedoch von beacbrfinkterer Bedeutang fSr Geschichte 
eigentlichem Sinne, gewftbren die, in neuester Zeit znhl- 
ukeD and gediegenen (wenigstens auf keinen so grobten 
Üpichangen, wie /• Barth. Ad. Beringer Lithographiae Wir* 
fkirgensis specialen 1720 beruhenden) Forschungen derMa- 
ikandigen, E. F. v. Sehlotlheim 1820 iL, Catp. Gr. Stet •n« 
^1820 fl , G. Cuvier 1821 fl., C. E, A. v. Hoff 1822 n. ,Li 
|be Würdigung erleichtert H. F. Link Urwelt n« Alterth um 

Entert durch Naturkunde. Berlin 1820. 2. 8. — bj A.uf- 
usse und, oft su rasche Deutungen über Indien sind 
IPüglich Dritten zu Terdanken: AI. Dow 1768; "^tFilL Jo- 

tS. 127; fF. Ward 1811 ; Ed. III Lond« 1820. 4. 8; ^« 
Hlton 1820 Jam. JUilt Ed. U. 1820. n. m. a; Teuts<ehe 
jprbeiten mit Geist' den Stoff: Fr. ScklegellSOS; C.Rüier 
IM; P. V. Bohlen 1830 f. u* a.; die strengere Prüfung w ird 

Fi» nicht ausbleiben, -r- c) Die genauere Untersuchmng 
Gesch. Aegyptens, Ton wackeren Gelehrten Teutsiüi* 
Hdes, P. E. Jailonski 1731 fl., F. S. v. Schmidt 1765 u. 
i vorbereitet , hat durch inhaltschwere Mittheilungen d er 
Franzosen s. 1810, den fruchtbarsten Ertrag des tou Napo- 
Mn anternommenen Eroberuiigifuges 1798 fl., unermessliiih 
pvo&oeD; Franaosen und Teutsche lassen sich die reifere 
l^erarbdtung des vermehrten Stoffes angelegen seyn; Tre&f- 
fdies ist aus dem Nachlasse ChampoUion*$ zu erwarten. •— 
I^Fiir die Geschichte der Hebräer ist viel geschehen undt 
|b wird fortwährend gedeihlich angebaut, theüs durch gründ»« 
iBhe Erläuterung der Verfassung- und Lebens -Eigenthüm** 
Akeiten, theils durch einzelne Untersuchungen, (von beiden 
Staltete Biagio Ugolino eine ansehnliche Sammlung: The- 
kus antiquitatnm sacr. Yened. 1744 fll. 34 F* vgl. Meu$el 
|bl. bist. vol. 1 P. 2 p. 119 sqq.), theils durch susammen- 
|ogende Darstellungen. Ernsten Wahrheitsinn, theolog. Ge- 
ksamkeit und religiös würdige Stimmung bethätigten •/• 
^nage Hist. des Juifs depuis J. Ch. jusqu'ä präsent. Rot- 
trd. 1706. 5. 12; Haag 1716. 15. 12; Antiquit^s Jud. Am- 
l^rd. 1713. 2. 8. m. a;*der milde und kenntnissreiche Joh. 
h Buddeui in Jeqa [st. 1729]: Hist. eecles. V. T. Halle 
70%; Ed. HL 1726. 2« 4; der Bened. Aug. Calmei [st 1757] 
718. 2,4; 1770. 6. 4: Humphrey Prideaux [st. 1724] ge- 
^ sammelnd n. vergleichend : The dd and qew Test, con- 



Iä6 Alte Geschichte. 

nected In the bist, of the lews and Deighbouring nalii 
Lond. 1719. 2. 8; 1725. 4. 8; t. 1774. 2. 4; und b. Fo^ 
Sctm. Shuckford the sacred and profane hist. of tbe \ii 
coanected. Lond. 1728 fll. 3. 8; t. 1731 fl. 2. 4. Für 
meinfaggHcbe Darstellung sorgten J. J. Best 1776 fll. 12.] 
CZi» Bastholm 1777. 2. 8 u. A. Den richtigeren nietl 
Getsichtsputtct bezeichnete C*. L» WoUmann im Grundr.] 
ftit. Menschengescb. 1797 8. 96 fll.; ein gutes Handb. 
fasute Cr. L. Bauer 1800 fll. 2. 8; eigentbümliche Ansicl 
fin den sich in B. Leo Yorlesungen über d. Gesch. des hi 
Staates. Berl. 1828. 8; m. A. — e) Persiens Yerft 
erläuterte B. Britton 1580, das Religionwesen Tft. 
17*00; die Gesch. beschrieb P. Bizaro 1583, gründlicher 
befriedigender /• Malcolm 1815. 2. 4; von C F. Ch. ffi 
!¥! irden zusammengestellt ret. Mediae et Persiae moDum< 
Giitt. 1818. 4« Einzelnes ist aus Quellen berichtigt und Z\ 
anfgeklärt worden. — f) Wie viel Alterthumskunde und 
srihichte Griechenlands und des römischen Reiches 
gediehen ist, lässt sich aus den Erwfthnungen in dem Verz( 
nisse der Philologen abnehmen. Mehre ältere Arbeiten dieserii 
behaupten classisches Ansehen, viele haben litterärgesdiky 
Werth und als Muster für die nachkommenden Ansprach at 
clankbare Anerkennung. Mit fortschreitend tieferer Forschnn 
Sn den Quellen, deren Yorrath durch Münzen, Inschriften m 
Denkmäler vermehrt worden ict, und mit der durch erweitert 
Sprach«, Natur-, Yolkskenntniss und durch geübten Kunstsiii 
vielseitig vervoltkommten Auslegung und Benutzung derselba 
bat sich die Bearbeitung des immer reicheren Stoffes wesen 
Kch umgestaltet und ist, besonders durch gelehrte Grundlid 
keit und schar&innige Combinationen der Teutschen io xt 
nehmender Veredelung begriffen; die Untersuchung wird nn 
fassender und reifer, die Prüfung sicherer und strenger ; viel 
Herkömmliche muss aufgegeben werden, vieles ist neu, tief 
und schärfer aufgefasst worden. Die Yergleichung des Z 
Standes der bist. Thätigkeit In Beziehung auf Griechenlai 
n. Rom vor 1750 mit dem heutigen lehret, dass besonde 
für diesen Theil des Geschichtstudiums eine neue Zeit ^g 
brochen ist, fruchtbar an wichtigen Ergebnissen und erfre 
liehen Erwartungen. -^ Die bessere Behandlung der Gri 
chischen Geschishte ging in Frankreich von der Akaden 



I Alte Geschichte. 1,57 

kr Inscbiiften 1717 ffl«, in Teotgchland von Ch. (7. Heyfie 
765 fll. ans; an lesbaren Darstellungen war England xwhi 
[Stanyan 1707; 1739. 2. 8; Ol. GoidmitillT^; J. Gaü 
82, /. Gillie» 1786; durch grössere Vollständigkeit umd 
auigkeit zeichnete sich W* Miifard 1784 fll. aus, durch 
uth der Einkleidung bey nicht geringem Untersuchung- 
dienste J. J. Barihelemy 1788, durch verständige Bemiz- 
der Vorarbeiten P. Ch. Levisque 1811 ; Meeren$ ju Btre^ 
t Lehrbücher der alt. Gesch. gewähren gute Uebersichten. 
ie diese u. Tiele ähnliche Ai'beiten bezeugen die Theilnah me 
gebildeten Lese weit an den Schicksalen des durch seinen 
ass auf Geist und Geschmack der Folgezeit unsterbliclien 
[olkes. Die gehaltvollere Untersuchung musste das Einze Ine 
irtern und das Dunkle aufhellen» Richtigere Ansichten, 
aere Berücksichtigung der Eigenthümlichkeiten des iny- 
en Zeitalters fand seit Ch. 6. Heyne 1782 fll. staitt ; 
falgte der scharfsinnige £t. Ciavier 1809; in C 0. M&l-^ 
Vt Gesch. der Hellenischen Stämme. Qresl. 1820 f. wird 
Mseitige Forschung angeregt u. manche herrschende Vor* 
ilellang erschüttert. 7. C. F. Manto'i Sparta 1800 flL lem- 
IffiehU sich durch Vollständigkeit und Gründlichkeit. Die 
fiescL des Peloponnes. Kriegs wird veranschaulicht in PA. F. 
^ Ci. V. Hardwicke Aihenian letters 1741 ; Lond. 1798. 2. 
i; t. y. F. Jacobs. Lpz. 1799« 2. 8, aufgehellt von F. Kortüm 
p2f. Der wackeren Monographien über Inseln, Städte, Ko* 
^en, Gegenstände der Verfassung und Verwaltung er»chei* 

EQ seit einigen Jahren viele. •— Noch ämsiger wurde die, 
. rch eiDzelne Untersuchungen und Sammlungen, auch durch 
Igcre Verbindung mit Jurisprudenz begünstigte Romische 
pch. bearbeitet. In wohlverdienter Achtung stehen C. Si* 
de occidentali imp. LI. XX u. Hist. Italiae LI. XX 
7^, so wie 8. antiquar« Werke über Verfassung; L. S. le 
pft de 2V//^flioji/ vielgebrauchte, ungemein fleissig aus Quel-* 
^ zusammengetragene Kaisergeschichte 1690 ffl. ; und des 
{ritten L. Echard mit Einsicht verfasstes und verständig ge- 
fdnetes Werk 1707. Durch rednerische Kunst machte Ver- 
^ 1720 Glück, durch oft beschwerliche Vollständigkeit die 
^ch rhetorisirenden Jesuiten F. Catrou und P. J. BouiVe 
^^\ an welche sich der Britte Naih. Hooke 1757. 4. 4; 1810» 
'^' S| vieles verbessernd und gründlicher erörternd, anschloss, 



15 S Geseh« des Mittelalters. 

vii'd welche der HoUftnder M. Siitart 1792 ffl. weit fibertr 
Hvn Verfall des westrSm. Reichs entwickelte Ed, Gibhon 
einem classischen Werke 1775 ffl,; ihm dient zur Ergänzi« 
A* Ferguton*» Gesch. des r5m. Frey Staates 1783; und PA 
Livhtque Handbuch 1807 kann als eine gelungene, aasgnf 
Führern geschöpfte Darstellung gelten. Die von dem 1| 
unti scharf blickenden GJ3. Vico 172& und von dem kühl 
reu L. de Beanfori 1739 vorbereitete, durch L. Lafi 
Spi achforschungen 1789 und Cr. MiedUt Untersuchungen I 
ältc^ren Zustandes Italiens unterstützte , streng kritische I 
baDidlung der in verjährten Herkömmlichkeiten erstarrten i 
fre} erer Ansichten fast unempfUnglidien röm. Gesch. fand' 
Jb. JB. Niehuhr 1811 f., *1828 f. einen gelehrten und geistrf 
cheen Pfleger, dessen Verdienst durch W* Wack^muthi \\%i 
Erniässignngbestreben mehrer Endergebnisse nicht beeintrSi 
tigt werden kann, sondern, ntit allen nöthSg befundenen! 
Iichränkungeh , ucher weiter führet und schon jezt ziemlK 
all|S:emein aberkannt wird. — Das oströmische Reich I 
aus den Byzantinern vollständig genug bekannt gewordeii 
Fori Hebungen stellten an Ch. du Freme 1680 und A, Bandiß 
1711; ausfShrliche . Geschichtbücher verfassten CA. k Betm 
175'/ u. s. Epitomator J. CarenUn Royou 1803; kritisch^ 
verfiibren in Bearbeitung einzelner Abschnitte JR Wilken 1811 
F. CA. ScAio9wer 1812 u. m. A. 

i'F. Für die Gesch. des Mittelalters ist seit dem Xl 
Jahrh. reicher urkundlicher Stoff, bestehend in Chronik^ 
Acten stücken, Verhandlungen, Briefen, Bruchstücken, gesail 
melt und bekannt gemacht worden, freilich nicht immer oi 
strenger Kritik und, was die spätere Benutzung oft erschwerf 
aber auch durch unerwartete gehaltvolle Entdeckungen \i 
lohnte., meist ohne bestimmten Plan und ohne absichtlid 
Ordnung, bisweilen etwas nachlässig, allzu railch und yrf 
seh wenderisch freygebig, in seltenen Fällen jedoch mit wil 
kührlicllien 'Veränderungen und Auslassungen. Die Mehrhei 
der aus Archiven und Bibliotheken an das Licht gebrach 
Materialien betrifft, wie es nach Beschaffenheit des gesel 
schaftlidhen Zustandes in jenen Zeiten nicht anders sejn kam 
kirchliche Angelegenheiten, welche in das öffentliche Lei 
tief eingreifen und den Geist desselben veranschaulich 
Namhaftes Verdienst haben sith in dieser Hinsicht Franzosea 



Gesch. des Mittelalters, 159 

^nden BeMdktiner von der Congr« des h. Mani^s, erwor* 
pi vgl. 2 S. 134; auch dfirfen nicht unerwähnt bleiben Joe, 
^an [geb. 1554; st. 1612] 2 S. 313; Scriptt. rer. hung, 
il 1600. F. ; Bonmv. Vulcanim (s. oben S. 71) Gothic rer. 
tt. Leid. 1597; *1618. 2. 8; A Groiü (8. 72) HUt Go- 
L Ainsterd. 1655. 8 ; F. Lindenhrug (S. 48) Divers, gent. 
1. aot scriptt. Yli« Hamb. 1611. 4 u. m. a. — Die Qael- 
■ammlangea sur teutscheni franzds., ital., span. u. engU* 
I» Gesch. 2 S. 317. 326. 328. 336. 342; die in neuerer 
■ voll Italiftnem (A. Fumagalli 1778; M. Lupo 1784; JtL 
Muzzi 1801 ; 6. JUarini 1805) mitgeth^lten Urtcundenvor«* 
m sind von aUgemeingfiltiger Wichtigkeit Die Kenntnis» 
f Gesetze, Einrichtungen und Gebrauch^ germanischer Völ* 
|i wurde vielfach erweitert s. 2 S 418. Was sur gründ- 
Erforschung des Mittelalters in Dänemark seit swey 
cbenaltern geleistet wird, muss als musterhaft anerkannt 
Jen und reget Naeheiferung in Schweden und Russland an., 
k Byxantinischen Geschichtquellen sind Allen * sugänglieh 
koHeo s. 2 S. 36 und für die vollständigere Kenntniss der 
tugenländiBchen Geschichte wurde, besonders im XVUI 
>hth, vieles vorbereitet und geschieht in unseren Tagen 
lv(^ Fransosen, Britten, Teutsche, und in Russland lebende 
ttiehrte trefflidies ; erinnert wird an die Leistungen des JuL 
^oproik^ Abel JRSmmiat; vorzuglich an die Begründung der 
|N)goIuehen Geschichte durch It. Jae. Seimidi 1829; und 
l^erksam gemacht auf /• ff. Piaih Gesch« des östl. Asiens. 
Nog« 1830 f. 2. 8. 

i Die sQsammenhängende, kunstmässige Darstellung der 
M« des MA. blieb unserem Zeitalter vorbehalten und hat, 
I vermehrten Vorarbeiten und immer sicherer gesteUten 
iktigeren Ansichten, höher gesteigerte Foderungen zu be- 
M'S^n. Einen nicht verwerflieben Versuch machte der rhe- 
jiiireode L.^ßtaim6ourg (3 & 256) in Hist de la dicadence 
M'empire depuis Charlemagne (bis 1356). Paris 1679; 1686. 
(teutsch Ulm 1768. 2. 4; den umfassenderen und lichtvol- 
N Gesichtsponct gab JF. Roberiton (3 S 332) in der Ein* 
1^ zur Gesch. Carls V an. Die ersten lesbaren Gesch. Bfi* 
p über das MA. verfassten Job* Chph Kraute j Prof. in 
Ml« [geb. 1749; st. 1799]; Gesch. d. wichtigsten Begeben- 
eiteQ des heut. Europa H. 1789 ffl. 8. 8; fortges. von J. A. 



160 GegelL d Mittelalter«» Gefeit der neueren Zel 

R0m0fr.iSO2lL%Si unA'Ciph mii. Koci^ Prof. dei 
rechts in Stratbarg [gck 1737; nu 1814]: Tablean des 
ToloCioDS de TEurope dani le moyen Age. St. 1790* 2, 8; T 
des r^vol. de TEur. dep. le bottleversemenk de Teinpire rti 
en occident Jusqu^ä nos jonrs. 8t. 1778, 2» 8 ; Paris 1807w 
8; 1813. 4. 8; teatsch. Berl. 1807. 3* 8« - Teutsclier FU 
Terleognet sich nicht in den Handbfichem von Fr^ Büh$. m 
1810.8; Fr.Behm. Marb. 1821; mancbe eigenthfimlicbe i 
sieht begegnet in denen von H* Luden. Jena 1821 £ 2. ft* 
H. Leo. Halle 1829. % i. ^ U. Hallam'e view of the m 
of Europe during the middle age. Lond. 1818. 2. 4; 19 
3* 8; t. Lps. 1820. a# 8 hat weit besehrtnkteren Werth*. 
Bey den gelnngenen Bearbeitungen einzelner Zeitabscbnl 
z. B» der Kreuzzüge (2 8. 120), des Zeitalters der llohi 
stanfen, der Gesch. der Hierarchiei mehrer Länder u. StiÜ 
Dierkw. Männer und Verhältnisse; bey dem znnehmeot 
Beichihnme an urkundlichen Quellen, welche fiberall fkm 
aufgesucht und mit gelehrter Sorgfalt erläutert werden i 
Büchler u. MmgS Archir 2 S. 38); bey der vollatändigeij 
Bearbeitung der Kunstgeschichte z. B« in Serous d^Agincd 
Hist. de Tart dep. la d^cadence du IV si^cle, Strasb« M 
ffl. F#; Gr. Leop. Cieognara stoiia della seultura« Veo^ 
1813 fl. 2 F.; Og Mol/er Oenkm. d. t. Baukunst. Darni 
1820 ffl. F. n« nu a«; bey der fortgesetzt rOhmlichen Tbät^ 
keit für die Gesch. der ^ationalUtteratur einzelner YoUf 
(vgl. 2 8. 159. 180. 206. 232. 244. 245 u. s. w.), kann ni^ 
ohne hinreichenden Grund behauptet werden , dasa die bi 
Darstellung des MA. einer Erfreuliches verheissanden d 
iiuch spröderen Anfoderungen Befriedigung gewährenden 2 
kunft entgegengehe; so wie es ungerecht seyn wfirde, i 
staatliche Ueberlegenheit, welche die lezten Jahrzehnte 9 n 
glichen mit den vorhergegangenen JahrhundjBrten in HioM 
auf vollständigere und anschaulichere' Kenntniss des MA I 
Urkunde! haben, nicht anerkennen zu wollen. 

V. Der Anbau der neueren Geschichte, fast ai 
schliesslich Europa berücksichtigend, ist mannigfach geförd 
worden, durch Bekanntmachung urkundlicher Staatsschrifi 
und Verhandlungen, durch Zeitungen (fiber die Cölner Kof 
len wurde 1698 von MajF. PercelU u. 1700 von /. Chph 1 
lin ein Zeitung- Collegium in Marburg gebaUen) u. Zeitschrifii 



Gesdi» d. neueren Zeit 161 

reiche die Meinangen der Gegenwart augdrScken und dem 
Lagfenblicklichen oft geechiehtliche Dauer geben, Berichte der 
tatgenonen, Darsteilangen einzelner folgenreicher Begeben- 
Mten und Bearbeitung dea Gesammtstoffes in zuaammenhän - 
)ndeft Ueberaichten ; die Wahrhaftigkeit und der Kunatwerth 
br Geschicbtwerke dieser Art gewinnt fortwährend , da die 
MTentlichkeit bisher im Steigen war, die Prüfung strenger, 
JJB Urtheii selbstständiger wurde, jedes Land unj Volk durch 
||enthaniliche Untersuchungen und Erörterungen genauer und 
inständiger beschrieben, nach seiner Verfassung und nach 
^em inneren und äusseren Leben befriedigender bekannt 
|ri in seinmi Verhältnisse au dem allgemeinen Europäischen 
batisysteme richtiger gewürdigt worden ist. Der litt. Vor- 
Hh hat einen ungeheuren Umfang und könnte wohl zu der 
Miong verleiten, dass die bist. Arbeit, wenigstens bis zum 
Ingange des XVIll Jahrb. meist vollendet sej. Wer sich 
Woch gewissenhaft ernster Forschung befleissigt und zerglie- 
brade Erwägung der Begebenheiten und Handlungen, ihrer 
hiebfedern oder Beweggrfinde und Folgen zur unerlasslichen 
Ifidtt macht, wird bald gewahr, dass sehr viel zu wfinschen 
ad M thnn wbrig bleibt, um die durch herkömmliche An- 
mU und Ueberbeferung beeinträchtigte Wahrheit kritisch 
Mwumtteln, das verborgen gehaltene zu enthüllen, die Zü- 
BiUif leiten , welchen absichtliche und tiefe Entwürfe durch 
rillührliche und verführerische Auslegungen untergeschoben 
^rdeo sind, unbefangen anzuerkennen, entscheidende Ereig- 
ne in ihrer eigentlichen Beschaffenheit sicher zu stellen, 
hselae Bestandtheile des Geschehenen zu berichtigen, den 
Ixweydentig dunkeln, oft leichtsinnig, oft besonnen ent- 
Mten Zusammenhang in rechtskräftiger Zuverlässigkeit zu 
fennschaulichen, persönliche Anstrengungen gerecht zu schäz- 
^ and störende Missverständnisse und vorgefasste Meinun- 
in rfickrichtlos zu beseitigen. — a) Urkunden sind ge« 
Unmelt worden von Mich. Casp. Lnndorp : Acta publ. Frkf. 
tt2 t 4. 4; m. Forts, bis 1688. Frkf. 1666 ffl. 13F.; Reg. 
Nö. F. ; J. Ludw. Qott/Hed (d. h. Joh. Phil. Ahehn) u. m. 
^ Theatrum Earopaeäm (1617—1717) Frkf. 1635 ffl. 21 F., 
^ Wichtiges mit vielem Unbedeutenden vermischt; Phile-' 
tersf IrenicuB £liiius (d. fa. Mart. Meyer) Diarium Europ. 
1657^1681) Frkf. 1659 ffl. 45. 4, rächhaltig bey aller Ue- 

^^Wtx HB. a. Litt Geich. IV,. H 



162 Gesch. d« neueren Zeit 

berfülkpg mit Nebendingen ^ die j^dpch od den Zustand de« 

Zeitalters auf Iiellen i Q» W. Leibnitz Codex jum gent diplo- 

mat. Hannov. 1693. F. und ManttM^ 1700* F.| Wolfeabättd 

. 1 747. 2 F. ; GuiL de Lambert]/ M^m, p* s« ä rbist;. 4» XVIQ 

siÄcle (1700- 1743 j u. bia 1731) Uang!l724 Ift. 12* 4; Am» 

sterd. 1735 ffl* 14. 4; al^ Foi^ts. kann benu^t werden J| 

Bounet Rec. bist d'actes, des negodiatioiie (1714—1724) Haa( 

1728 ffl. 21» 8; *Jac. Dumont [st, 1727] und Je*. Bousnt 

grand Corps diplomatique du droit des gens (800—1738) Am^j 

sterd. 1726 fl. 15 F.; Supplemenl; 1739. 5 F.; J. K Ckut 

(S. 53) Rübe des jeztlebenden Europa. Coburg 1726 i fortge|| 

V. J. h Ztnche 1727. 2. 4; /• J. ScimMß^ [gefc. M^P; s^ 

1757], Prof. in Göttingen: Corp. jur. gen*, aisad. (ItOf)-!'^ 

Lpz. 1730. 2. 8; Corp, j. puW. ac^d. Lpss* 17»3i Ed. V^ 

1774. 8; Fr. Aug. Wilh. We^ch [geb. 1741 ; SU.ISIO], Pi 

in Leipzig: Cod. jur. gent. reeentissimi (f73^ *^1772) Lf 

1781 ffl. 3. 8, — Ewald Fried. Qr. Ber^pfmM [gfb» l^^^ 

St. 1795] Re<5. des dMuct^QPfi, maniff^te«. ete^ 17W— 171 

Berl. u. Hamb. 1789 ffl. 3. 8. — »IT. Fried, v. Mßrten$ U« 

1756; St. 1821] Reo. des prioc. tr^it^s, d'alliani^e, de peix» 

tr&ve dep. 1761 jusqi^'i^ present GöUiog. 1791 ffl. 7.8)% 

pl^m. 1802 ffl. 9. 8; No^v• Reo dep. 1808». G. 1817 & '^^ 

_ *CApA Wilh. Koch Abr^g6 de Vbist. dßs txa\%^ de P»^ 

dep. la paix de Westphalie 1796. 4« 8 ; jns^u'aw tml^ 4e Pi 

ris 1815 contin. p. F\ SchoeU. Pari« 1817 ffl»;. 15». 8« — ' 

ehives diploin. du tems et d«s ituM. Stutligard .1821 ffl. 8. 

i) Politiscbe Zeitungen {v^ /• ,Vn Sckwm^bfiBf 

Zeitungen. Frk|, 1795. 8; äb% pol..&it. u. InAdUüganzl 

in Sacbsem Gp^isi 1802« &) enatand^ [1536] abhandsdurii 

liehe Mittbmlungft^ 4er, Tftgesnettigkeit^ni: Nolisie^soriae, 

Italien, wie sie» wie anderwArls., auch, jest noob im Gebi 

ehe sind; ähnlich eii^eciobtet waren die gesandlsefaaliUcl 

Berichte. Pi^e fryiiier gewöhnlichen (in Teutschland. s. 15i 

besonders zahlreich im dreyssigjähr. Krieg; in England Ef 

Mercur Lond, d. 2» Jul. 1588; eine Hefseit. erst d. 22 Aui 

1642 zu OxfoH) Flqgbiättec oder Rfilationen von wichfl 

gen Ereignissen fini als Vorläufer der Zeitungen zu betraclj 

ten. Die älteelen . forjtlaufenden gluckten Zeitungen sid 

das FrankluYter Joucnal. 1615. herausgegeben roni^ 

no/phü^mfilnißjA. die bald' mit diesem wetieifernden Post 



Gesch» d« neueren Zeit 163 

avisen 1617 faeraoBg. v« /• cf« JU Birghdtn} der Postren^ 
ter FuMa 1018; ii| Nürnberg, Augsburg u. a. St. erschienen 
nsQ ebenfalls Zeitungen ; in Paris die von Tkeopir. Benaudot 
[«t 1655] besorgten (in Reuen unter d. ÄuJEschr. Courirr 
imirersel nachgedruckten) Nou^relles ordin. de divers endroi^s 
1623, seit May 1691 Gazette de France^ Um die Mitte des 
JLVII Jahrb. hatten die meisten Staaten ihre Zeitungen , de* 
leo Zahl siph fortwährend^ besonders in Frankreich, Teutsch«* 
iBOd, England und je»t NordAmerika, vermehrt hat. Den 
|iisg«breitetsten Leserkreis fand der, zuerst als Sehiffbek'* 
Ut Postborn 1710 erscbienune Hamburger Unpar* 
llieyische Correspondent In neueren Zeiten bebaup- 
len die Brittiscben Zintupgen, Morning^Chronicle^ Times u. a., 
bgen ihrer Vollständigkeit und Freymutbigk^t einen ausge«^ 
Irichneten Bang; wichtig für die, um Frankreich als Mittet 
pnct sich bewegende Zeitgeschichte ist der Moniteur oder di^ 
fitfette nationale s. dem 24 No?« 1789 F. Durch kweck* 
Saaige Einrichtung, Reichhaltigkeit und guten Ton empfahl 
ick die von* JS. L* Poneit herausgegebene, von L* JFl Uuber 
Vi A. fortgesetzte , späterhin merklich ausgeartete , dodb im^ 
mer wegen Vollständigkeit brauchbare Allgemeine Zei* 
tiing 1799 ffl. 4. Der Hamb. T. Beobachter 1813 fl. und 
das Weimarsche Oppositipnhlatt 1817 fB. mussten eingehen; 
M warde dem Oesterreichischea Beobachter und dem Jour* 
Bai de Fraqcfort u. dergl. durch aadere Blätter^ Bremer Zeir 
iBDg, Zschokke Ueberlieferuqgen u. p. w. das Gleichgewicht 
(Aalten und grupdlose Nachrichten oder vielmehr erkünstelte 
kmbinatiimen und unzuverlässige Aiisstreuuogea köQiien nur 
hf sehr kurze Zeit die geschichtliohe Wahrheit def Gegen- 
iart gefährden. -^ c) Politische Journale, in welchep 
^enstiicke ufid Berichte oder jBegutachtnngeii der Zeitge^ 
Ktten niedergelegt pind, nicht ohne Werth f$r die Zeitge- 
liläohta, freilich überaips ungleich im Gehalte und nur mit 
■nichtig strenger Prafung sm gjsbtauQheay erschieiieii seit 
^ XVII Jabrh, iq grosser Aiixidil und haben sich in neue- 
^ Zeit bedeutend vermehrt find vervollkommnetf Unter den 
iteren sind bemerkenswerth: (7. und JSr. Biefkery Tu. He- 
^KudQt and CA Mmlingre) Mercare fran^ois. Paris ieil<*H^8. 
^^}\ VatQri0 Siri a.Pap»ia [st.l685]» zunächst fSr Frank- 
and Italien ergiebige M^T^one ovvero istoria de' cor- 

11 • . 



164 Gesch. d. neueren Zeit 

renti tempi 1635—1655. Casale, Lyon, Paris, Florenz 1634— 

82. 14. 4 und Memorie recondite 1601 — 1640. Ronco, Paris, 

Lyon 1677—79. 8. 4 vgl. Regeeudt Catalogne des princ. ne- 

gociatenrs suivi d*ane notice exacte sur les iditions de Siri. 

Paris 1800. 8. — 6. de Courtilt de Sandra$ [st. 1712] Mer- 

tnre hist. et politiqne. Haag 1686—88; TElite des nouvellei 

1698. — Monatl.« Staatsspiegel. Angsb. 1698 — 1709. 21. 8; 

Neueröffneter Staatsspiegel. Haag (Lpz.) 1713—16. 8. 8. — 

Die Europ. Fama. (Lpz.) 1702—34. 30. 8; Nene E. F. 1735 

—66. 17.. 8. — (CA. Ph. JordaHj L. Jot. de la Barre «• a.) 

la clef du cabinet des Princes ou Journal de Yerdun. 1704— 

76. 145. 8. — Europ. Staatssecretarins. Lpc 1734—49 145. 

8 u; m. — Unter den neueren zeichnen sich aus Historical 

Register. Lond; 1714—38; ^Annual ßeg. Lond. 1758 !&•; t. 

Lpz. 1779 ffl. — *i4. L. Schldzer ^efwechsel. GötüngeD 

1774 ffl. 10. 8; Staatsanzeigen. Gott. 1782 ffl. 74 Hefte 8. — 

6. B. V. Schirack [st. 1804] Polit. Journal. Hämb. n. Altona 

1781 ffl. 8, bey eigenthiimlicher Armseligkeit viel Treffliches 

enthaltend. — *CA. Meinen und L. T. Spütler Götting. hist 

Magazin 1787 ffl. 8. 8; Neues bist. M. 1792 fl. 3. 8« — /. 

W. V. Arehehhoh [st. 1812] *" Minerva. Hamburg 1792 ffl. 8. 

^ "^E. L. Posgeli Europftische Annalen. Tübingen 1795 ffl. 8. 

— C. L. WoHmann ^Geschichte und Politik. Berlin 1800— 

1805. 18. 8. — CA. D. Vo^$ [st. 1821] die Zeiten. Halle 1803. 

IB. s. — 7. t;. Hormayr Archiv. Wien 1810. ffl. 4. — H. Lir- 

den Nemesis. Weimar 1817-19. 8 u. m. a. — if) Von de^ 

neu, welche die Geschichte ihrer Zeit beschrieben ha* 

ben, scheinen die bemerkenswertheren su seyn : Franc. BeaW' 

caire^ Bisch, t* Metz, [geb. 1514; st. 1591], authentisch« 

wahr, gerecht, anük einfach : Rer. gallicarum Commentarii a| 

a. 1461 ad a. 1580 (1567). Lyon 1625. F. herausg. v. tÜ 

Dinet; TgU Bayle. — Lod. Cervanfe Tuberone aus Ragui^ 

[geb. 1459; st. 1527], helldnnig, freymüthig, tief blicki 

und durch treffende Urthefle iberraschend: Commentaria sm 

rum temporum (1490—1522) Frkf. 1603. 4; in Sehwamdü 

Coli. 2 p. 107; ** Ragusa 1784. 2. 8. — Fr. Guieeimrdini 1 

—1532 und GB. Adriani 1536—1574 s. 3 S. 145. — Pai 

Oiavio (Jo?ius) aus Como [geb. 1486; st. 1552], Arzt 

Bisch, y. Nocera, reich an Nachrichten, rhetorisirend, feil ui 

lOgenhaft aber dennoch von nicht geringer Brauchbarkeit : 



Gesch. d. neueren Zeit 165 

storiarum siii temporis (14M— 1547) LI. XLV. Florens 1550 
fl. 2 F. u. 8. w. ; Elogta. Veoed. 1546. 2 F. — Lorenz SuAr^ 
Kartheuser in Coln [geb. 1522; st. 1578], frecher Eiferer für 
mönchischen Obscarantismas : Commentarius rer. s. temp. 
(1500—1566) gest. Cdln 1566; 1575. 8; und s. etwas minder 
gehässig befangener Fortsetzer Mich, v; laeit [st. 1597]: 
Bist. 8. temp. 1566-1586. Cöln 1602. 8. — Ouill. Paradin 
Caponicus in Beaujeu [st. 1590], in gefälliger Sprache viel 
Merkwürdiges und weniger Bekanntes mittheilend: Memoriae 
oostrae (1515 - 1548) LI. IV. Lyon 1548. F.; franz. 1558. 16; 
Contin. de Thist. de notre tems 1550—1556. Lyon 1556. F. — 
/. Sleidan 1517-- 1555 s. S. 145; in Wahiheitliebe und ge- 
laogener Darstellang kömmt ihm 7. Ferizonius (S. 77) am 
nächsten: Rerum p. Europ. max. gest. ab initio saec. XVI 
mque ad Caroli V mortem comment. bist. Leiden 1710.8. — 
Auger Giilen Buileque a. Comines in Flandern [geb. 1522; 
lt. 1592], trefflich humanistisch gebildet, in Gesandschaf ten 
(ind. Türkey 1555; in Frankreich 1580) einsieht voll thätig, 
trog zur Kenntniss der Türkey und der geheimeren Geschichte 
Frankreichs viel bey; sammelte Inschriften, Münzen, Hand« 
Bclriften, von denen mehre, auch der herrliche Dioskorides 
in Wien aufbewahrt werden: Epistolae IV Turcicae. Antw. 
yM\ Epp. ad Rudolphum IL Löwen 1630; Opera. Leiden 
1633; Amsterd. 1660. 16; vgl. J.Q.Eck de B. Lpz.1768.4.— 
hcq.Aug. de Tkou (Thuanus) a. Paris [geb. 1553; st. 1617], 
treiflich humanistisch gebildet und sittlich vest, streng gerecht 
^ Urtheil, alterthümlich in Darstellung und Sprache, glück- 
lich in besonnener Auswahl der entscheidend wichtigeren That- 
sachen, für die .Gesch. Frankreichs meist Urzeuge, in der des 
nbrigen Europa bewährteren Führern folgend: Historiarum 
m temporis (1544—1607) LI. LXXX. (bis 1584). Paris 1604 
ffi. 4 F. u. s. w. ; LI. CXXXVIII et vitae U. VI. Orleans 
(Genf) 1620 ffl. 5 F. herausg. v. Mich. IV. LingeUheim^; 
*auct. Lond. 1733 ffl 7 F. her. v. TA. Carter; franaL 1734. 
16. 4; Haag 1740. 11. 4; vgl. Chasles und Patii^ Disc. sor 
la vis et les oeuvres de J. A. de Th. Paris 1824. 4. — Des 
redlich forschenden und einfach kräftig darstellenden Ostfrie- 
«en Ubia Emmiui [geh« 1547; st. 1625] Hist ^ostri temp. 
(bis 1608) Groningen 1732. 4 berausg. v. J. J. Rarkenroth. 
^ lichtvolle Ordnung und verständige Betrachtung herrsdien 



160 Gesch, d. neueren Zeit 

in RmuI Bouihrap (Itad. Bdtorei) und P. Matlkieu Histo- 
riopolitograpkia (1594—1608,. Piftria 1610. 2. S; Frkf. 1610. 4. 
— ,MisstrauiBehe Vorkieht erfodert des befangenen Jes. J. C. 
Buhnger [st. 1628] historier. s. t. (1560—1612) Li. XIII. 
Lyon 1619. F. — The^d. Agr^^^pu dTAuUgHi [geb. 1550; st 
1630] enfthlt voUst&ndig, selbsl ntchtenrop. Völker beridcsich*^ 
tigend, über Frankreich reicbhakig^ nrlheilt ked):, oft leiden* 
scbaftlioh einseitig, trots besdiwerlicher Breite aftisiehend^ 
Histoire nniverselle (1550—1600): MaHl^ 161« fli.; umgearb/ 
Genf 1626^ 3 F ; Hist. secfete Perlte p. lui-m^me. G5la 1729f 
1731. 2. 12; Tgl. Bayte n. MareAand. r- ^z Ckpi Gr. Kke* 
venMler [geb. 1589; st. 1650] mit aller pedantischen Kleia- 
liehkeit ond nmst nnabsiditficher Einseitigkmt diplematisch 
gehaltiroll , besonders für die Gesch. des Habsbnrg. Hansesf 
Anilales Ferdinandei (1578—1637). Begensb. n. Wien 16^ 
ffl. 12 F.; Lpz. 1721. 10 F. m. K.; Avsmg Ms 1597 v. /• 
JR Rmndei Lpz. 1778 ffl. 4. 8. — Am/ Bkaedii Biseli. y. 
Prsesmysl, freymuthig, am wichtigsten fSr Polen, mangdhaft 
und einseitig aber andere Staaten : Cliroii. gestonim in Earopa 
()S71 — 1645). Craean 1645; m. Forts, bis 1648 (AnstenL 
1648 %) F.; vgl. Bayh. ^ <7. F. Fh$$M 1600-^1640; AI. Zi- 
iMi u. "QB. Bitagö 1600—1^0 H. m. a. -^ Des gut tinter* 
richteten nnd tief blickenden JMer Valcktmitr in Amsterdam : 
[st. 1680] Het verwerd Enropa (1664—1673). Amst. 1675. 
4 ; t. m. Forts, bis 1683. Amst. 1677 ffl. 3 F. -^ Der grosse 
Staatsmann fF. Ttmpk 1672 - 1679 s. 3 S. 313. — GwtK 
Vincenzo Luecketini [st. 1744] bist. s. t. (1678^1700) Reia 

1725 ffl. 3. 4 GtY». Bwrwet^ Bisch. ▼. Salisbnry [pb.' 1643; 

St. 1717], parteyischt Anekdotensftchtig, willkührifeh ansle- 
getid und folgernd , sich fast attssohliesslieh ftuf England be- 
ischränkend: Hist. of bis own tfane (1660—1689). Lond. 1724 
ffl. 2 F.5 franz. Haag 1725. 2. 4. ^ K. Friedrich II. s. 3 S. 
342; Chn WÜh. v. JMm [geb. 17S1; st. 1821] Denkwür- 
digkeiten ni. Z. (1778-^1806). Lemgo 1814 ffl. 6. 8; Carl 
'Gust Schulz V. Aseherade [st. 1798] res s. aere (1750— 
1763) gfestas memoriae tradidit. 1787.8; ßUmbeau 3 S. 241; 
Xr. P. de S'egur Hist des princ. ifrrtoemenS du regne de Fred. 
Guill. IT. Parts 1800. 3. 8; f Manen s. oben S. 61) Gesch. des 
Preuss. Staates v. Frieden zu Hubertsbnrg bis zur zweyten 
Pariset AUcnnft. Frkf. 1818 fl. 3. 8 ; G. G. Bred&w Chronik 



GescK. d. neueren 7eit 167 

jes XIX Jahrb. Altena 1805-1807. 3. 8| F. Ch. Schlosser 
Gesch. des XVIU. Jahrh. Hridelb. 1823. 2. 8 a. ui. a. 

e) Bearbeitang eiozdner Weltbegebeaheitevn: Ent- 
deckung Amerika's : PMr% Mariire au« Aaghiera [geb. 1457; 
>t 1526]» swar ohoe Ordnang und Genaaigkeit, aber unge- 
neiD reich bii trefflichen Nodseni : de rebus oceankds et orbe 
BOTO Dealll. Madr. 1516. F.; ^Fenn. b. Rmmusio vol 3 p. 1 ; 
Dec. VHI. Paris ^536. F.{ Opas epistdarum (1484—1525) 
LI XXXVIII. Alcala 1630; Amsterd. 1670. F.; Qirol. Ben* 
EMI HisY. ladiae 1586. 2, 8; A^. de Herrera 3 S. 177; 
^Andr. Qossz* Barcia Historiadores f^rimitivos de las Indnis 
leddeal. Madr.. 1749; 3 F«; fT. Hokerisass 3 S. 332; J. B. 
tluioz 3 S. 178. — Gesch. des Cohmialwesens 0. Th. Ray-' 
m/ 3 Sb 258. ; C K Meissecke Vers e. Gesch. d. enrop. Co- 
InieQ in Weatindieii. Weimar 1831. 8. — Gesdi. d. Refor- 
Bidon s. 3 S. .14. <— Gesch. des dreyssigjähr. Kriegs : Leenh. 
Pappet in CoBStans skknvolle Epitouia rer. german. ab a. 
1617 ad t«43 g^stMum 1643. 24; '^ree. /. G. Boekme. Lpz^ 
1768. 8 ; Bogislm Phil v. ChemnÜz ans Stettin [geb. 1605 ; 
HU 1678] wkmdlioh teichbajtiges Werk : K. Schwad, in 
Tentsehl. gef. Krieges 1 n. 2 Th. (1630—1636) Stettin und 
&ockk. 1648 ffl. 2 F.; Aü. Adam ans Mülheim, Benedicti- 
^^[g^b. 1610; St. 1663] einsiobtsToHe Hist. relatio de pa- 
dfieatione Otoabr. Moaasteriensi. Frkf. 1698; *ed. /. G« de 
Mtkm. Lpz« 1737. 4; /«A. Qimfr. tu Meiern [sc 1745] 
Acta paots Westpki^oae 1734 ffl. 11 F.; des Jes. QniU. Ifyac. 
Amt; eo»^ aus Qnimpre (geb. 1.690 ^ st. 1743] beaditenswerthe 
Bist, des guerres -et. des n^g<M:. qui pr^cedireot le traite de 
Wettph. P. 1727; 175^ 4; 2. 12; Hist. du tr. de W. P. 
1744. 3. 4; 6. 12; i. Halle 1758 fiBl. 4. 8; ""Fr, Schüler 3 S. 
1S8; C. Zr. WoUmassss 3 S. 420; P. Ph. Wolf Gesch. Maxi- 
■il. I mit Breyfis^B Forts. Mfinchen 1807 ffl. 4. 8 n, A. — 
Anerfkanilicher Freyhftitkampf : ßav, Bemsay in Charlestown 
[tt. ISIJ] Hist» of tbe ameilcan rerolntion. PhUndelph. 1789; 
LoDd. 1791. 2. 8; t. Berl. 1794; Ch. Siedman einseitigere 
Hist. of tbe amer. war. Lond. 1794. 2. 4; t.. BerL 1795. 2. 8; 
^/o Boitu gelungene Darstellung |n alt-ittdiänisohem Kunst- 
ityle: Della gaerra deE' independenxa degli stati uniti d'Ara. 
'tris 1809; Crans, 1813. 4. 8. — Franoösische Revolution: 
^MrMnd de MoUevüle 1«01 ffl. 14. 8; F. C. Toulongeüsi 



168 Geiich. d. Europ. Staaten. 

1801 fil. 5. 8; LacreieUe le j. Pr^cis. 1801. 5. 12; 1818. 3^ 
8; Mad. de Stael 1818. 6. 8; 7. Ck. Bailleul 1819. 2. %{ 
Paganel Ed. III. 1815. 3. 8; Bail 1821. 2. 8; A Thien 1823 
f. 10. 8; jI. f. Mignet 1824. 2. 8 n. A. — /) Zusammeik 
hftBgende Geschichte der drey lezten Jahrb.: Freii 
Aneillon tableau des r^volutions da Systeme polit. de l'EiK 
rope dep. lafin da XV siede. Berlin 1803. 4. 8; * Paris 1823( 
J. G.Eichiorn Gesch. d. drey lesten Jahrb., Götting. 1803£B.*, 
•"1817. 6. 8; />. Seklegfil Vorlesangen. Wien 1811. 8; Guü 
zot Coars de Tbist. moderne. Paris 1830. 5. 8; W. WaM 
"muik Eorop. Sittmgescfa. Lpz. 1831 a. Hist. DarsteHanged 
aus der Gesch. ier neueren Zeit. Lpz. 1831 f. Einzelnes voi 
Lenp. Rauke s. 3 8. 421. 

g) Lehrbücher. Die Bahn brach Sam. v. Pi^endarf aol 
Dorfchemnitz [geb. 1632; st. 1694], hoehverdient umNatur^ 
Völker- und t. Staatsrecht, den prakt. polit. Gesichtspnnel 
vestbaltend and Statistik mit Gesch. verbindend : Einldt % 
Gesch. der vornehmsten Reiche a. Staaten in Enropa. Frkfe 
1682 f. 3. 8 a. s. w.; m. Forts, v. /. D. Ohlenichiager 1741 
f. 4. 8; franz. Paris 1763 ffl. 8. 4; vgl. Meusel bist. Htt bM! 
Mag. St. 1. 2 S. 22 ffl. — 6g Cin Gebauer [geb. 1690; st. 
1773] ordnete den Stoflf in ebronolog. Aphorismen nnd fogte 
litt. Notizen bey: Grundriss z. Hist d. europ. Staaten. Lps. 
1733. 4 n. s. w.; umgearb« von /. 6. Meusel [geb. 1743; 
St. 1820]. Lpz. 1775; Y Ansg. 1816. 8. — J. Fr. JcaciM 
[geb. 1713; st. 1767] brachte Zeugnisse bey : Einleit. za M 
Gesch. d. heut. R. n. St. v. Europa. Frkf. a. Lpz. 1747i 
1753. 8. — Gotifr. Aehemeall [geb. 1719; st. 1772] setzt! 
die Specialgesoh. mit der allgemeinen in richtig anfgefasstsi 
Verbindung: Grundsätze d. europ. Geseh. GStt. 1754; IV^ 
Ausg. 1773. 8; Entw. d. allgem. europ. Staatsfaändei des XVfl 
u. XVIII Jahrb. G. 1756; IV Ausg. 1779. 8. ^ Joh. Jtm 
Scimauii [geb. 1690; st. 1757] darchaus rechtlich a. beiotti 
nen freymüthig: Kurz. Begriff d. Hist d. vomehmsL europ. 
R. u. St. Gott. 1755. 8. — L. Tim, Spitiler meisterhaftai 
Entwurf 1793;^ III Ausg. mit Forts. BerL 1823. 2. 8.*-- ^ 
H. L. Heeren Handb. d. Gesdi. des eorop. Staatensystems o^ 
s. Colonien. Gdtt 1809; 1811; 1819; 1823. 8. 

h) Andeutungen über Gesch« Einzelner Europ» Staa!* 
ten: 1) Portngah Quellen, Chron. her* v« d. Akad. 1722 f.; 



Geadk. d. Europ. Staaten. 169 

m f. i allgeuu Geieh. B. de Brito 1S97 { M. dt Färüt 
m; l l9 Qßiie» de la Nen/ifiUe bi« 1521. 1700; J. J, 
dmaia» 1714.; G. Ch. Gebauer 1759. Einselaes! */. de 
krt9t, F. L. de Cartanheda 1552-, *A. Al6t$querque 1557; 
U« Goei 1566 ffl.; G. Oterie 1571 ; R. A. de Vertot 1689. 
S; Spanien: Urkanden /. A, Ahreu 1740; Forts. 1799. 
iHUen: *A. Scheit 1603; P. de Samdaval 1615: *H. Plarez 
m m. Fort*. Mg. G.: Etievan de GarOay 1571; 1771; 
[Mariami 1592; /. de Jfhrerae 1700; Joe. Ortit j Sans 
f»fl. 7. 8; G. B. Depping bis 711. 1811 ffl. 2. 8. Eins. /. 
i Stpulveda 1565 ; 'D. H. de Mendoza 1610; "F. ü. Marq. 
I& Felipe 1729 ; W. Coxe 1813; CaatUien, bes. Segovia. 
\,itColmeiMre$ 1627; Aragon *G. Zurita 1562; G, Biam- 
» 1588; *B. lt. de Argeneeia 1630 ; Barcellona *A. de Cap- 
l>y 1779; Navarra /. Meret 1665 ffl. -» 3) Frankreich: 
Jnantar /. ie Leng [«t. 1721] 1719 F. verm. von *Fetret 
^fmtette [tt. 1771] 1768 ffl. 5 F.; Denkmaler B. de Mont- 
■KM 1729 i A. I4. HUlim 1792 ffl., AL ie Noir 1795 ffl. 
(16. M820; Urkoaden L. 6. 0. F. de BrefUigny 1769 fl, 
X W, Koek 1799 a. M. F. Schoell 1815 ffl., Gaet. de Xa- 
cii ie Fkutam 1809, 1811 ; viele Actenstücke u. amtl. Ver- 
Mngen s. 1622; Quellen P. Fahou 1588, TA. u. D. Ge- 
^ 1614 ffl., "A. du Ckeeme 1668 ffl., «Jf. Beuquet u. A. 
1738 ffl.; viele Memoiren v. 13 bis in das 19 Jahrb.; AU- 
|Hk Gesch. du EmÜUm 1570 ffl.,. F. MattUeu 1594 ffl., V. 
\i8emi 1597 ffl., *F. E. de Mezeray 1643 ffl., G. Marcel 
f^ G. Daniel 1696 fl, /. B. Be»$uet 1707, L Ie Gendre 
f% *Ck. J. F. HenoMlt 1744, F. F. de Velly u. s. Forts. 
fSS ffl., /. M. Lorenz 1762, G, B, de Mahly 1765, P. Ck. 
^»q*e 1788 ffl., C. L. Woltmaim 1797, CA. Cf. Heinrieh 
*02) /<. P. Angueiil 1805, .4«g. TAt^rry 1817 u. s. w., Si- 
Me <;« Sietnendi 1821 fl. Einielne Zeitabschnitte u. Be- 
I^Dheiten: Cl. Fauchet 1579, *P. Pithou 1600, *.<l. du 
^ne 1609, P. Matthieu 1606 ffl., J, Papir. Maeieny 'A. 
^Omila 1630, 'A. Ie Valei» 1646 ffl.; «J. 1^ Sarrazin 
**^; Bt. POtquier 1650; /. /. CA«jre/ 1651 ffl.; *G. Laearry 
^1i\ B. A, de Vertot 1717 ffl.; Montetjuieu 1721; J. B. 
Moi 1734, J. Ie Benf 1735 ffl.; *CA. P. /)»e/o« 1745 ffl., 
^»flaire 1751 ffl., CA. J. Oit/e/ rf« S. Pierre 1758; *i7. 6r</. 
^ 17S8 : il. G. Gaälerd 1766 fl., 1^. P. AnsuetÜ 1767 fl. ; 



170 Gesch. d Europ. Staaten. 

"IT. Atidersom' 1769^ V. B. Mainy 1772; Ol« LacrHti 
1805 ffl.; Wign&n 17d9— 181». P. 18A9 f. Proviozial. n 
Städte -GmcIk! Paris M. FeUhleM 1725, /. h Bmtf 173 
Elsaia /. D. ScMpflin 1751 ; Bf€tagii# O. ii tMimoM 17« 
P. A Maurice de Beuuboü 1742; Bmrgogiie K Pluwdi 
1739; Langaedoc X F. de» Oar$ de Mundqfte 1733; ^A^ 
Vie u. /. Vaüttie 1745; Nim«« Jl üf^n^r«! 1750; Ro?ef| 
de Ganfal 1824 f.; Toardne /. L. CIoAm/ 1«28; DaapUj 
J. P. Moret de Bearckeam 1711 fl«; Proraoea A. de Xd 
/. P. Papa» 1777; u. t. a. Geaeh. d. Likl. *^. iUtei m 
Orange o. A. 1733; €L P. Gai^W 1740; *F. J. M. üay«^ 
artf 1818 u. A«; Kirahangpaaeh. /• Sirmemd 14(29, P. 4fe itfcrt 
1641, PA. /irtfMa 1646 ffl., D. Bhndel 16ff , CSk /a C«j| 
1665, jE/. BaAiza 1668, J. Rmcike 1742 ik t. A. -- 4) Nl 
derlanda: Litt. Nodieii in BiMiötbaca t# Watatrana« U 
1823 T. 1 p. 255 aqq. Codd. T. 2 p, 44 a^. Orkaaden« 
Kluit 1789; Qoelkii A. h Mite 1606 fl., A. Matika€i\% 
fl., G.DumharVn% v. ITynlSl», J.CdeJemg it», Mig4 
Geaeh. : P. Huper 1583 f.; V. Wmgen€mtA74%. Adt» a.Pk^ 
Gesch. JB. M. Engelberte 1786 ; Belgien A a. rf. Aatr 16i^ 
Brabant P. t?. DiTft^ 1566; Flandern /, o. Jtfaydr IKl^ 
O^. tt. Free 1639 f.; HoUand 7. iMuem 16«9; M. iiCMM7l 
fl.; /. Meermann 1783; Friealnnd £/^ ßmmiui 1596 f.; P. 
Wintern 1629; Geldern fF. ^. t^. JlpMii 1801. Bevolitii 
geaeh. P. K. Bar 1695; E. v. Eeyd 1626; N. Butgm 
1629; P. C. t?. Jlaii/? 1642; Z^. i>. jl^raain 1650; ""JT. &foi| 
1057; F. t?. ^. t^. Zuiehem 1661 fl.; t^. ^T. Fynelr I76i; < 
Schüler 1788. Neuere Geaeh. /. AaMMiga 1719 u. m. a. <| 
ach. d. Litt. /. N. Paquei 1763« Kirabangeaeh. G. Bnä 
1657 f.; J9r. F. t^. Heuseen 17M v. a. w. — 5) Gr. Britaj 
nien: Litt. Not. W. Nich^e^n 1696. Denkmäler P. Gni 
17731 ; il. Qeugh 1778 n. a. w. Urkunden Tk.3fadM 17 
TA. ityaier 1704, Ad. Clarke n. P. HMr^oke 181«; 6. 
«^rf 1790. Actenstöcke n. amd. Varhandl. a. 1641 sahl 
QaellensanimL CoaifliaA'ii 1687; H. Smvile 1596, /• Se 
1652, TA. 6a#0 1687, »iX. ffedirne f716flL, 1). IFtAdat 1 
/. Fenn 1787 f., if. Iroi^a 1791; W. Sce/ü 1813 u. ▼* 
Allgem. Geaeh.: üopA: Holingtked 1577, & J>anltf/ 
IF. 2Via/^fe 1695, «^. Xenn^ 1706 f., L. Eckard 
P. «r^ üap^n 8. de Ikeyrae 1724; IK. Cor/a 1747 



Qesclk d. Euroip. Staaten« 171 

»61 f.; 'Ü. Henry 1771; ÖL Goldmüh 1772^ a JL. fToli^ 
knn 17$9;' Ch. C. Heimich 1807; VaA» Limgard 1819 f. t. 
; EiDzelne Zeitr&ame t Th. Morus Leben Edaard V in Tky^ 
UfChroBik 1548; 1F. Camiden 1615; *C/. ITatter 1«48; 
Uusktorih 1659; V. J#t»im 1670; 7, iüfo/t;»/ 1683; '*'#^. 
kpie 1689; JS. I^/««; 1698; ""E. Byde Eail o£ Clutendon 
102 f.; 6. i>«rriie^ 1724; S. Jehk 1725, 7. Amder am 1727; 
JLJw^cü 1754; 7. &^ 1758; Calk. Macautey 176); JK 
ilf/e^ii 1767; B. Walpole 1768; 7. Dairymple 1771; J. 
Hi/aA<^ 1772, 1787; M. Ck. Sprengel 1783; TA. Somer^ 
IklTW f.; X g^sp 1808; T&. IW*Mr 1814; Gg Brodie 
ht; IT« GodwiH 1825 u. v. a. Viele Ptov. u. Stttdte^G«- 
k Geick. SehottUads: Q* Buehanan 1582; IT. Dn§m» 
N1635; W. MaUland 1757; IT. Boiertsem 1759; 6. 

EirM772; 7. /tesAerlM 1789 fl«; ""if. ^iiäig: 1800^ G. Ire- 
'*8: Quellen G. tyCommor remm hibernlcaruiii Scfiptoree 
res. DuUin 1826» 4. 4. Tk Campbell 1777; H. B. L. 
)imtMme% 17^2 f.; Ck. Vallane^ 1797; 7. Gord&m 1801; 
liAlTf^^ircA 1806; J. (Tlirueol 1827. Ge«ch. d. Utt.: 
iVW 1674 fl»; J. Lelmd 1710; TA. JStrcA 1756; AL 
^U 1798; HF^. Sc^f 1802; A. Ckatmere 1810; 7A. 
miM 1812; J. SibhuU 1813« KircbengescliiGhte: 7. jPojr 
»4; 6. Uurnei 1679; iS. SHUrngfleet 1685; 2). ITiM»»« 
K(7; 6« Sltfon^ 1780 u» v. A. -^6) Dänemark: Denk* 
%i 0. Worm 1643 f.; Anti^« Aanales 1812 ffl. Quellen 
i T^f Mette 1695 i&.; 7. Langebeck 1772 f«^ 8)i. 2%. Tker^ 
Nvf 177S; F. ü: MMNer 1811 f. v. a« Ailg. Gesch« A. 
M(^eMl595; I^ f>. HMerg 1732; P. >; v. Sukm 1776 f.; 
Hegen G. SckSning 1771« Einielnes AI Craig 1737; </. 
I ^f/^r 1796; ff« Bekrmann 1805 u« m« a. Gesch. d« Litt. 
^Vjferarji 1800 fl. u. in. a« Kirdiengeecb« F. Munter «1823 fiU 
^7) Schweden. Litt. Not« ^C. G. Warmholtz 1782 fl. 
itikmäer 7. P« 4e lV»iii^«AäF/d 1710 f J. Batknh^rg 1795; 
ffiS;oiorg^l797f. Urkunden ««iMic»! -'•i^^«iF^''i^i«vAM^7^ 
!^7f.; E. M. Fant n. A« 1819 f. AUgem. Gesch« 0. v. Dalün 
^7; A.v.B^ftin 1757f%^ S. Lagerbring i769{.i F.BükiiSQ3; 
9>rlg30. Einsekies Oi*Cel$inei746SSL.; J.jb^ckenkoizini; 
^M. Fant 1775 ffl. ; ""IT. G. Porihan 1786 ffl., *J. Hallenberg 
^ffl.; D. H. Hegewieeh 1812. ^ 8} Russland: Urknn- 
^*Mimie$ky \%i%§L QaeUen A JU &A/feer 1802. AUgem. 



172 Gesch. d. Europ« Staaten« 

Gesch. ii. L. ScilSzer 1767 fl.; /. fX. O. Evera 1808 f.; 
Karam$in 1818. Einzelnes G. S. Bayer 1730 f., 6. F. Mü\ 
1732 f., A. F. Büiciing 1764 f.; /. v. Siählin 1785; j 
Krug 1805 f.; B. «. Wichmahn 1813 f.; A. E. Lehrk 
181S u. m. a. — 9) Polen: Urkunden M. Dogiel 1758. J 
gem. Gesch. J. Dlugosz [st. 1480] 1616 ffl.; G. LeugJ^ 
1740; M. Aaru$Z€feicz 1780. Einzelnes /. Pasiorius 1652 
A TT. Kojalowicz i&iS; V. v. Koohoto KociotcsAy 1683 
C. Zawadzhi 1699; 6. F.Coyer 1761; JoA. Po/ocit' 17891 
Jj:». Po/orA» 1794. Litt Gesch. /l Benikowtki 1819. — I 
Böhmen: G.Dobner 1760f.; i^'.lMt/fcMa 1770; i^lsilfd 
Pe/re/ 1774; F. F. Frochazha 1782 f.; J. Dabrawaky 17831 
J^n. Cornava; C. £r. WoUmann 1815. — 11) Ungern 
Siebenhärgen : 6g Fejir Urkunden 1831 ; J.. 6. Sehwandt 
1746; Jlf. £€/ 1751; 6. Pra^ 1761; S/. Kaiona 1778 f.; 
£r. SchMzer 1795; J. C. jffifer 1797; J. Ch. Engel 1809; 
A i^>##/er 1815; J. Gr. Mailath 1830. - 12) Osmai 
sehe Pforte: Reichs -Annalen s. 1591; J.Leunclav 15881 
Dem. Kantemir 1723; J. £r. Schlözer 1797; Jo«. v. JJft 
«ler 1827 t — 13) Itali'en: Urkunden /. JI. ManmiTi 
A. FUmagaVi 1778 f.; M. Lupo 1784; JU. Faniuzzi m 
G. MaHni 1805 t. a. Quellen: Gr&v u. P. Burmann 1704! 
•£/. il. Muratori 1723 f.; J. S. Assemani 1751 t. a. Allge? 
Gesch. ''£/. A. Muratari 1744, Forts, t. ^. Cop/?» 1824 
8. Simondi 1807 fl.; ^ Born' 1819 f.; IT. Leo 1830. Ei 
seine Zeitr. V. Ouicciardini 1561; ""(ifB. Adriani 1583; 
i^Wa^f 1640; G. A^c» 1655; Botta 1829. Unter der 
sen Menge t. Geschiehtwerken fiber einzelne Staaten 
Städte zeichnen sich aus: Genua C/. Foglieta 1559 f.j 
Bonfadio 1586. Savoyen : S. Guichenon 1660. Montferratj 
Ja Sangiergio 1516. Mailand: T. Ca/cö 1500; £. Corioll 
G. GtW/fii 1760 f. Litt. Gesch. F. Argelati 1745. Parmi 
Affa 1785 t Modena: G. Tiraftotcilft 1781 f. Venedig.^ 
Giuetiniano 1560; P. Püruta 1605; 6. DiWo 1751 ; V. 
1755; J. P: h Bret 1769; C. Teii/or» 1785 f.; 1799; 
Varu 1819; Litt Gesch. M. FoecaHni 1752. Verona 
Maffei 1719 f. Toscana: Litt. Not. D. Moreni 1S04; 
P*. Brunetti 1806. Gesch. AI Macehiaveili 1527; J. ilf. 
/if# 1562; B. Farc^' to 1538; 5c. Ammirato 1600 f. 
GaUuzzi 17ai. Bologna CSk. Ghirardacei 1696; Litt. G( 



GescK. Teatschlands. 173 

Vantuzzi 1781. Bavenna Q. Bubeo^ 1572. Neapel : Litt« 
it F. A. Sana 1781. Geicb. A. 4i CoBianzQ 1572; 6. A. 
^nte 1601 ( *P. Qiannone 1723; P. NapoU Signorelli 
[tl.Litt. Geich. AI Tappi 1678; 6. B. Ti|/im' 1748. Kci- 

6. H. Carvio 1716 f,; A. Mongüore 1736 t; *Bo$. 
priQ [st 1809] 1790; 1805; Litt Gewh. u4. Mangüora 
17. Sardinien : J. Munno 1825 f.; Mimaut 1825; u4. <20 /« 
*« 1825« ItaL Litt Gescb.: G. MazzueAeili 1753; iL 

IM 1766 ffli.; M. Sarii n. M. Faitoriui 1769; 6. Ttira- 
177 t; GB. Corniani 1804; P. L. Ginguii^ä 1811. 

leogesch.: PI ügkem 1644; i?. 6af/e/a 1735; L. A. 
ratori 1748; P/. Comeiio 1749. — 14) Schweix: Litt 

6. E. V. Haller 1762; 1785 f. Qeich. ile^r. TscAudi 
fi\ l Müller 1780 f.; 1806; J. Plamia IMO; J. C Vöge^ 
f 1820; H. Ziehokke 1823. Einzelnes: /• A. F. v. Baltha^ 
fr 1768 ffl.; P. Ochi 1786 f.; P. F. &ehmid 1788; /. Pfi- 

rl789; U. V. Salis 1792; IM. t^. Ära; 1810; S. JETtrse/ 
1. ?. a. 
^ PI. Für die Gesch. Teutsehland's wurde s. dem XVI 
fbh. lehr fleissig gesammelt und vieles, aof einielne Lan- 
leatricbe beschränkt, genauer erSrtert und im Zusammen- 
lege danostellen versucht; Streben nach VeryoUständigung 
faSt0ffes waltete vor. Nach dem Westphälischen Frieden 
l^waAa der staatsrechtliche Gesichtspunct fast ausschliessliche 
Ültigkeit; zur Aufrechthaltung derselben wirkten gleichmSs^ 
k vorzüglich nüt Pi. Reiuh. VüriariUB [st 1717] und J. 
UM^H^ [et. 1730], Chn Goi(fr. [st 1735] u. J. Wilh. 
Mmnn [st 1739], /. P. v. Ludewig [st 1743] und der 
fhaltvoUere N^ H. Gundling [st 1729], der treifiiche J. J. 
MnavM [st. 1757] ; in neuerer Zeit Chn F. Pfeffelv. Krie- 
[/«/et» [lt. 1807] und J. Sieph. Pmier [st 1807]. Auch 
tfdie wackeren, historische Veranschaulichnng und Beleh- 
^ beabsichtigenden Arbeiter, den um urkundliche Bewahr- 
fitoDg verdienten S. F. Hahn [st 1729], den gründlich for- 
iienden J. D. Köhler [st 1755], den musterhaft didakti- 
l^en J. J. Maicov [st. 1761], H. Gr. Bunan [st. 1762], F. 
\ Häberlin [st 1786], B. C. v. Senkenberg [st. 1800], hat- 
Nk staatsrechtliche Eigenthümlichkeiten der Verfassung und 

t' äotterliche Leben der Kaiser und Fürsten überwiegenden 
; «rth. Erst M. I. Schmidi [st. 1794] fasste Volk und 



17i Gescii. Taitschlands« 

gesellschaftHeben Zmtnä >(5ch&rfer ias Auge i mit ihm beg^ 
»et eine bessere, fortan nch veredehide Methode^ welche Q 
neinnatzigkeit bezwecket ^ zor Sieherstellnng derselben i 
strengere Unlersocbiuig dringt und erfreuliche Erwartung 
anreget* 

I,itt. Notitzett in Piifier't Handb. 1772) BüeUer 
Bümge^ FicAar(^9 Archiv 1820 f.; 1^. C. Dahlmann QudI 
knnde d. t. Gesch. nach d. Folge d. Begebenheiten» Gö 
gen 1830. 8; G* A. Sienzel Grundriss u. Litt, zu Vorlei 
gen über t. Staats-^ u« Keditsgeschieht». Breslaa 1832. 8« 
Denkmäler: B. F^ Hammel 1787 f.; viele Unters, n, Sanu 
1818 fU. ~ Urknndeh: PL Georgisch 1740. M* Goldast m 
J. Ch. Lünig 1713; *J. F. Schanuat 1723; C. MeicieU 
1724; *V. F. V. Gitdenus 1728 IL; St. A. Würdiwein 17mi 
J. A. Reuss 1783 f ; »iV. Kindlinger [st. 1819] 1787 f.r 
P. Schunek 1797; M. v. F^reyberg 1827 f.; v. ä. — Qaelh 
Samml. a. 2 S. 342. -^ Gesch.: F'z Irenscus 1518$ 8. Fr4 
1538 u. m. a. J. J. ScAmauss 1720; /. F. Hain 1721; \ 
J. Masc^v, H. Gr. B&nau 1722 f.; J. I). Köhler 1736;| 
St. P&iier 1752 ffl.; Ch. F\ Ffeffel 1754; F. D. Bäbefi 
1767 ffl. n. lt. C. t;. Seukenberg; •M^ L Schmsdt 1778; 
Ch. Krause 1782; Ck. Q. Heinrich i7S7; C. Mannerti^ 
*F. Wilken 1»10; C. A. Menzel 1815 ffl.;\ff. Luden 18 
/. C. J^t/ifr 1829; G. Phillips A^ZH u. m. a. — Einzel 
"^F. Hortleder 1617; N. H. Gundling 1706 ifi.; 7. P. 
<;€t9% 1713 f. A. B. Michaelis 1759; J. Möser;^ J. D. Oh 
Schlager 1766 f.; L. A. Gethardi 1771^; F. C v. Moser! 
f.; C. F. Haherlin 1794; C. 6. Anton 1799; C. i>. £1 
tuann 4805 f.; i?i^. Montag 1811; CA. C. Barth 1818 
Xtfceienm' 1821; i'" v. Baumer 1824; 6. ^. Steuzel \ 
u. V. a. «- Litt. Gesch. ilf. i4daM 1615; /• F. Reimmann M 
G. TL Strobel 1778 fl.; /• C. Adelung 1782 f.; J. E. K 
1790; F, H. v. d. Hagen a. J. G. Büsching 1812; A. 
berstet 1828 itt. a. — Kirch. Gesch. M. Hansiz 1727; 
Harzheim 1759; M. Gerbert 1776; 1790; J. Trudb. Neug 
1802 f. u. a. 

T. StaateQgesch. Litt. Not. C. G. Weber 1800. ^ 
Oesterreich: Urkunden n. Quellen: O, v. Roo 1592; 
G. V. ßckhardi *B. ru H. Fetz 1721 ; Ch. Hanthaler 17 
M, Herrgott 1737; iW; Gerbert 1771 f.; ^. JBatrcA 17 



Geflch. TeutBcUands. 175 

9, Hürmaffr n. n. ak GeMh.i F, P. «. ScirMtr 1771; 
' Km 1805 fl.; IK Cboae 1807; C A £• JFS/tls 1817. 
iseloe Prar. : Tjrd J* r. Hormojfr 1796 £ ; Staiemark /. 
SMemtum 1773 t; Krain /. »^. Fafrottor 1689) lUy- 
%A. Blmk§^9i€k 1794 n. m. a. — 2) Preusaen: i^»e- 
M II 1751 ; C. F. Pauli 1761; J^. F. Beiiemeier 1801; C 
I L FoUiz 1818 ; & A. Stenzel 1880. Eins. ZeitrSnine & 
^eJNbr/169S; JFr. &f Me Wilhelmine 1810; J. £. i^. Gdr2; 
^\ 'O. IT. f^« DoAü 1814; *J. a F. Mamo 1819. Pro- 
lieo: Mark JM. JT. Gercken 17ft5 f.; S. Buchholz 1765; 
^C ^« JtffAaM 1772; G» T. Ga//M 1787* Preiuaeii L. 
L{ 1580; 6. Lengnich 1722 f.; I/. ^. 1^. /. v. Baczhö 
^l\*E. HeuHig 1806; V. Fa^/ 1822 f.; Pommera TA. 
In/ZM9 1551; C J. Dähnert 1765 f.; /. C C. Oelrich$ 
fHi] J. J. Seil 1819; Tgl. fiber die Pammeriehen Cbro* 
^Q Mohmie Yorr. so fiarlA. Sasirowem Leben !• 1823; 
k^e IT. TercAtfMMidler 1738 ; Schlesien F* W. v. Sommer" 
^;i729; •S. B. KloMB 1781; C. L. v. Klöber 1785; F. 
IPaekafy 1790 m. a.; Monster F. K J. Nieter 1824; 
üerborn N. üchatem 1693; Corvejr J. F. Fmlke 1734 £; P. 
ft;ffMil819; Trier J. N. v. Hontheim 1750 f. — 3) Sach* 
si. Litt Not J. Ch. Adelung 1802. Urk. o. Gesch.: C. Sa- 
«arwi 1675 f.) J. & üfO//^ 1700; JT. £. Tenzel 1705; 
1&/Uf/Igm ond 6. Ch. Kreyeig 1730 f.; CA. Gf. Heinrich 
K0;7. il. SehuUee 1788; CA. i?. Wi(^«e 1794 fil.; C. ff. 
»AAto 1800 f.; C. W. BMiger 1830 m.a.— 4) Bai er n: 
itNot. Gl« V. Areiin 1810. Urkunden u. Qoellen: Monom. 
Ifca 1760 f.; A. F. f>. Ot^/ele 1763; /. N. Mederer 1772; 
|n. Gemeiner 1810 f.; C. iT. t;. Lang 1822. Geseb. /. 
Nuw«1522; 15M; IF. fltiurf 1581; M. Weher 1602; ^. 
N«ef 1626; /. Adlzreiier 1662; !#. WeHetirieder [geb. 
IN; St. 1829] 1788 f.; C. Mannert 1807 f 1826; F. 1%. 
1^/1807; H. Zichokke 1813; *il. S. S/ns^i/ [st. 1820] 
&Prov. u. StAdte: Worms /. F. Schannat 1724; Spmer 
Lehmann 1612$ Aogsborg P. v. Steffen 1743; Anspach 
airenth PA. i^\ S/>t>«# 1783; C. H. Lang 1798 f. — 5) ' 
«over Litt. Not. F. v^ Ompfeda 1810 o. E. W. Q. 
<t*1830. Quellen 6. W. Leiinifz 1707; CA.L. Seheidf 
• Geadi. JL. T. Spiffler 1786 f. Prov. Osnabrfick V. iHfo- 
17ü8; «1780; Beniheim V. il. .A^/^jT 1773; Ostfriesland 



176 KSrchengesehicht«. 

T. D. Wiarda [geb. 1746| tt. 1826] 1791 f.; EBldeaheiin 
A* Blum 1805. -^ 6) Braansehweig; J%. /• Behim 
1722; A. F. f». Erath 1731 f.; /. Ä Sitiffem 1776. - 
Schwaben: ill. Cruiiut 1595; 1728; J. jB. 1V€gel4n 1755 
'*'/. C. ^tler 1803 f* Wartemberg; Urknndeii IT. E. 
Paului 1816. Gesch. CA. F. Sattler 1752; «£. T. &pü 
1783 f.; Ä F. Chii 1806; V. C. /Jtf#li?r 1817. — 8) 
den: /. D. Sehäßflin 1763; J. C4. Sacis 1764. Pfak 
J^V^Aer 1599; C. L. ToZ/ner 1700 f.; Ch. J. Kremer 17 
^ Lamey 1768 f.. — 9) Hessen: J. /. H^tVicAtf/iMa»» 16 
/, 1%. Kuehenbeeker 1728; «A A TTm^tA 1783; /. E. 
Schmidt 1818; CA. Bommel 1820. Fulda CA. Brantter 16 
/. /<l Schannut 1724; Mainz /. jPWcA« 1771. — 10) Sc hin 
wig-HoIstein: 1^. JS. Chrintiani 1775. Nordfriesland i 
u. H. Heimreieh 1666 f.; Dittmarschen ./. Neoeorui 16H 
/. J. fiaAe» 1788. — 11) Mecklenburg: J. E. v. Wn 
phale» 1739; •!). J^Vai^tf 1753; •!?: i4. BwUea^ 1780 f.; j 
J2. Hane 1804; /« CA. «• Lüitow 1827. — . 12) Nassan:! 
v.Arnoldi 1799. — 13) Oldenburg: H. Hammelmann \h{ 
0. A. V. Halem 1794. — 14) Anhalt: /. CA. Beckm^H 
1710; E, Bertram 1780. — 15). Reichsstädte. Hanie:^ 
F. Willehrand 1749; 6. Sartoriue 1802 n. J. Jf. Lappti 
berg 1830. — Frankfurt a. M. A^ Kirchner 1807. 

VIT. Die Geschichte der christl. Kirche gestalti 
sich im. Reformationaeitalter polemisch und apologetisch;! 
Cochlaeue 1544 f. gab für die Katholiken, J. Sleidan ll 
für die Protestanten den Ton an* Das erste Hauptwerk 4| 
lesteren waren die von Matth. Flaciue Jlljfricue [st. 15~^ 
u. mehren ausgearbeiteten Magdeburgiscben Centurien 15S9 
ihnen setzte C. Baronio [st. 1607] s. urkundlich wicht! 
Annales 1588 entgegen, welche von mehren Katholiken, 
Bainaldi 1646, M. Pagi 1689, fortgeführt und berichtigt 
Ton Protestanten, /«. Casaubon 1614, 5. Baenage 16 
grundlich geprüft worden sind. M. Chemnitz [st. 1686] 
raatisch musterhaftes Examen conc. Tridentini 1568 wo 
durch des Serviten P. Sarpi bist. Meisterwerk 1619, de 
Glaubwürdigkeit 8if. Pallavicini 1656 nicht zu erschüt 
vermochte, glorreich bestätigt. — > Im XVII Jahrb. waren 
Leistungen kathoUscber Gelehrten, besonders in Fxaokrei 
Ton ungleich grösserer Bedeutung, als die der Protestant 



Kirchengesdiichte. 177 

h>n dielen setsten JRI. de M^rnay 1611 u. A Blimdel 1628 f. 
ko Kampf gegen Papismus kräftig ' fort ; 6. /« Voi$ unter- 
ste die Pelagianiache Ketierey mit unbefangener Grund- 
IhbkeU 161g; L. V. v, Seckendorf rettete die £hr^ des Pro« 
kttaDtismas 1688 gegen L* Maimbourg jesuitische Entstell- 
ligen 1686; fleissig. sammelten /• H. HoUinger 1655 und C 
^t/fartarf 1604 ; in Forschung und Darstellung ist /. £af- 
^e 1699 ausgezeichnet; in England erwarb sich JK Beve^ 
h^e am urkundliches Kirchenrecht 1672 f.^ 1F. Cave 1685 
l£ Wharion 1689 um kirchl. Litt. Gesch. Verdienst. Von 
küiolikeni den Bollandisten 1643 fl.^ J. Sirmond 1651 f^ 
iiAehery und V. Mabillon 1668 fl, Ph. Labbe 1672, Th. 
iiükrr/ 1689 f«, "^EL Baluze 1693 f., J. Hardouin^ E, Mar^ 
ile 1700 u. a. wurde der Yorrath urkundlichen Stoffes be^ 
Icktlich vermehrt ; Dogmengeschichte gewann durch D. Pe^ 
%ft 1664 und JET. i>foris 1673 Forschungen; zur Ljitt. Gescb« 
Ismehe S. E. du Pin 1686; für Patristik waren frans. Be^ 
^üiner rühmlich thätigs mit kircbl. Alter thümern beschu- 
lten ach Tiele Italiänen Die allgemeineren Werke von 
i Alexandre 1676, Ch Fleury 1691 und L. S\ le Naim de 
iäkmont 1693 hatten für ihre Zeit unverkennbaren Werth. 
*>Da8 XVIII Jahrh. zeiget ein ganz entgegengesetztes Er^ 
{ebüiu. Ausser dem, was E. Reuaudot 1713, /. & A$$e*^ 
Mm% M. leQuien 1728 ffir Gesch. der morgenL Kirche^ 
^Echard 1719, C Oudin 1722, B. Ceillier 1729 für Schrift« 
tilerkunde und O. D. Man$i 1759 für Conctlien gethan ha* 
*) ist von Katholiken wenig gelastet worden ; die Entbek- 
kig kritischer Freiheit und das Erstarren in Vorüttheilen 
ftt bejr mehren Polemikern der neueren Zeit hart hervor ; 
^ loseren Köpfe (wenn sie auch Cft. Villert 1804 nicht 
l^ch zu stellen sind) schliessen sieh methodiseh protest. Vor- 
Hern an: C Royko 1782; 1789; M. Dannenmayer 1788; 
iMichl 1807 u. m. a. Die Protestanten hatten ruslige und 
Mtige Arbeiter an A4 ArchMogen /• Bingham 1708 (mit 
teea Werke das des Neapolitaners Alemus AureL Pelliecia 
*. 1744; St. 1823: de ec(Aesiae politia. N« 1779; Vercelli 
^0« 4< 8 wetteifert) den Sammlern H* v. dt Bardt 1700, 
^« Itiig 1709, /. E. Kapp 1717, B. S. Cyprian 1719, dem 
^sea Litterator /• A, Fairiciu$ 1718, dem uttermiideten 
iA.S(üig 1723; 1746. Die ei^ntkche Umbildung det 

^aebltr HB« d» LHt Gttek. IV, 12 



178 Kirchengeschichte. Bist Propädeutik. 

Sladiumfl war von 0, Arnold [st. 1714] ansgegangen 17M 
welcher die rechtgläubige UDdaldsamkdt gegen Andersden 
kende hiit. befehdete und bey dem milden •/• Fi Buddeu 
1729 nnd'bey dem geistreichen S. de Beamobre 1731 seiae 
Zweckes nicht yerfehlte, Forsehnng) Anordnnag, Oarstell 
ung ^nrden dnrch ■/• L. 3Ia»heim 1726; 1746 f. veredelt ntt 
es erfolgte eine an guten Früchten ungemein reiche Thätig 
keit. Grundliche Uotersuchungen , gehaltvolle Andeutungen 
mannigfache Anregungen, Vorbereitungen, Sammlungen gia 
gen von Ch. W. Fz Wald [st. 1784] 1756 f., X S. Semle 
[st. 1791] 1767 f., J. F. le Brei [st. 1807] u. A. aus. Fasi 
liehe Reichhaltigkeit, gewissenhafte Unparteilichkeit und wii 
senschaftliche Helligkeit empfahlen /. M. Sckrbchh 1768 f 
kritische Sorgfalt und Ruhe, gelehrte Gediegenheit, Reick 
thum und weise Verwaltung desselben 6. J. Planck 1781 i 
Gründlichkeit und überraschende Gedankenfülle /. T. SpiJ^ 
ler 1782, Freymfithigkeit u. üppige litt. Ausstattung H. h 
C. Henke [st. 1809] 1788, selbstständige lehrreiche Quellen 
beniutzung /. E. CA. Schmidt [geb. 1772; st. 1831] 1801 1 
A. Neander u. /. C L. Gieseler erweisen sich solcher Vo^ 
ganger würdig, indem sie dieselben zu Ober treffen wissen 
Einzelner gelungener Forschungen sind viele. Der Dogmen 
geschieh te ging durch H. Corrodi 1781, Fr. Munter 1790^ 
besonders W. Mümcher [st. 1814] 1738, Ch. D. A. Martii 
[st. 1815] 1801 u. A« ein neues Licht auf; die kirohl. Schrifl 
stellerkunde wurde von 7. 6. A. Oelrich* [st. 1791] 17^ 
und C T. G. Sekönemann [st. 1813] 1792 trefflich berei 
chert. Unter den Lehrbuchern fanden die von Seirockh 17^ 
f., C. F. Siäudlin und W. MUmcher 1806 u. a. den meist^ 
Eingang. * 

VIIL Gesch. der Litteratur s. 1 S. 59 f. | 

31. 

Die Zusammenstellung derjenigen Kenntnisse, dnrch we| 
che das rechte Studium der Geschichte bedingt und begründe 
wird, versuchten in Teutschland B. Hederich 1711, in Frani 
reich N. Lenglet du Fresnoy 1713, später in England i 
PlrieHley 1788* D^n angemessensten Weg betrat 7. Ch. Gai 
ierer; die Gründzüge einer Encyklopädie des bist. St. en| 
warf s. Schüler C. T. G. Schdnemann 1799. 8; welche mind« 



GeograpUe. 179 

* X 

befriedigeiid J. G. Feitwutier 1802 nnd J. E. Fabri 1808 
weiter auszuführen untemahmen. Die ToIIständigste u. reich- 
haltigste Uebersicht findet sich in Fm Ruht [geh« 1780; su 
1819] : Propädeutik des bist. Studiums. Berlin J811. 8. —^ 
Was insbesondere für Geographie 9 Chronologie, Geneal(^e^ 
Heraldik, Numismatik und Diplomatik geschehen ist> soll nun 
iD einigen Andeutungen bemerklich gemacht werden. 

Die Erweiterung und Berichtigung der Erdku'nde hing 
roo Erfahrungen ab und daher sind Reisen, deren Beschreib 
bangen in neuerer Zeit an innerem Gehalte sehr gewonnen 
bbeD, als Quellen in betrachten« Die beträchtlichste wissen- 
Khaftliche Vervollkommnung wurde ihr durch die immer en* 
|er mit ihr verbundene und glücklicher auf sie angewendete 
IstroDomie und Naturkunde zu Tbeil. Viel wird durch die 
Y QDsern Tagen gestifteten Geographischen Gesellschaften in 
firis [1822], London u. Berlin geleistet» 

Litt. d. Reisebeschr. Cr. H. Stuck 1784 fl«; V. Beckmann 
; 1807 f.; Boucher de JRickarderie 1800. Vgl. M. Ch. Sprengel 
\ Gesch. d. geogr. Entdeckungen 1792; C, FaÜcenstein Gesch. d. 
I geogr. EIntdeckungen. Dresden 1828 f. 5, 12; Leop, Gr. Berch^ 

tdild Essay to direct and extend the inquiries of patriotic tra- 

vellers. Lond. 1789. 2. 8. 

Sammlungen: *CrJ?. Ramueio 1551 f : *R, Haklutft 1589; S. 
ArcAas 1625; Engl. Samml. 1732; 1745; Leipsiger J747; Ber- 
liner b. Mjlius i7i)5; "»b. Voss 1790 f; 1808 f.; la Harpe 1780; 
Ch, D. EbeUng 1780; *S. R. Foreter u. M. Ch. Sprengel 1781 ; 
I 1794 f.; Tk. F. Ehrmann 1791 ; * Weimarische 1800 f.; ^Malte- 
\Brun 1808; Veneur u. Frieville 1818; 'S. BertoloUo 1820 u. 

Reisen um die Welt: «Fz Drake 1572 f.; O. r. Noort 1602; 
^*A. J. Tasmen 1642 f.; Cr. Aneon 1746; L. A. de Beugam^ 

f^ 1771; «J. Coek 1777; Et. Marchmnd 1797; la Peronsa 
I 1798 ; G. Vancouver 1798; M. J. r. KrmenBUm 1803; 0. e. 
, Eotzeiue 1815 f. u. 1823 f. — Versuche e. nordwestl. Darob- 

fahrt H. WtUoughhy 1553; M. Forbisber 1576; H. Hudson 1607 

f.; Bering 1726; E, Parry J819 f. 

Einige merkwürdigere Reisen; in Asien und Afrika P, deUa 
^ Vaüe 1650; J. Thevenai 1665; *R. Pococke 1743; Ü. C See- 

tzm 1802. Asien: Sibirien "^P.S. PMae 1768 f. u. m. 

^&M Kaukasus P. Parrot n. M. r. Er^elhardt 1815. Japan E. 
Kämpfer 1727; JB. P. ThunSerg 1770. Palästina J. P. de Tour- 
nefort 1717. Arabien *C. Nieöuhr 1772. Persien J. Chardm 
1686; /. Macdonald Kinneir 1813. Ostindien /. H. v. Im- 
icAofefi 1696; F. Vahni^ 1724; /. Titfenihahr 1785; 2%. 

12^ 



180 Geographie. 

Homl 1789 V. r. •.; W. Ward 1811; W. HrnMom 1820 lu 
f. w. Nipahl W.Kirkpatrik 181 L Kaubul jlf. ElphMM$tow 1813, 
Art jlf. i^mef 1800. Thibet £. Turner 1800. Sina: Jeiuiten- 
beriehte 1717 f.; /. J?. Jtf HMe 1735; ^. GatiM 1776; 'X 
J. 7¥inX;oi0fM 1825 u. •« Cejion ^. ITno jr, 1681. Sumatra If. 
Manien; A. EtekeU-Kroon 1782. — Afrika Jok. Leo 1526; 
/• B. Gramaye 1022. Cauar. Ins. J. de Fiero y Oavifo 1771 
Maroko G. Uöti 1760; J. G. Jaokeon 1809, Algier Th.&hae 
1738; /. A* V. RekUnder 1798. Senegambia U. Adanton 1757. 
£; de Grandpre 1801. Aeg^pten i?. de MailUt 1735; FL 
Nord0if 1755; Savary 1785; Volney 17S7; Denan 1802; *Nip 
Bonaparte 1810. Niibien ii« Abytsfnien /. JffriMTe 1790; L £ 
Fo^nli^ 1809; H Sali 1814^ / £. Burekardt 1819; ftJ?^ 
;eom$ F. C. Gau 1821. Sierra Leona TA. Winter botiom mi 
Inneres Af. Entdeck. Getellsch. in London 1788; 1810; Ji %• 
perton 1822 £ Sud-Afrika P. /To/^ 1719; ^. Sparrmann 1761 
H. Licktenetem 1811. — Amerika: Grönland ^. Cnuis 1765 j 
H. u. P. ^«li^ 1740 L\ H. E. Saabyee 1816. Nord -A. f. 
Kalm 1753; /. Girr«r 1778*, /. Long 1791; ^^ Mac-Kenm 
1801. Engl. Niederlassungen CA« Lotete 1778. Nordam« Frej* 
Staat Ck. D. Ebeling 1793 f.; D. B. Warden 1819; /«. Wä 
1799; Beaujour 1814; Bernkard v. Weimar 1828 u. T.a. Fl* 
rida J. u. TT. Bartram 1751; 1791. Louisiana Z. J£ fJM^Ü^ 
1811. Mexiko F. S. Gm 1780. Westind. Inseln B. Edwari^ 
1793 f. Süd-A. *^/. 9. Humöoldi 1808 f. Peru v4. Z.HelM 
1798« Paraguay F« X.> Ckarlevoix 1756. Brasilien it. 5««/^ 
1810; J. JPfavtff 1813; Maximilian Ps r. Neuwied 1820; «S/»J 
u. Marliue 1825. Surinam / G. Stedman 1796. — Austnlid 
C. A. Walckenaer 1821. 

J« Die mathematiache Geographie, in welcher d^ 
Ptolemäiachen Gmndaätze während der ersten Hälfte des X\| 
Jahrb. ihr Anaehn behanpt*eten, wurde frühzeitig mit eige^ 
thumlichem Fleiaae und wiaaenachaftlichem Erfolge hearbei 
▼on Peter Apianue oder Bienewiiz [at.l$52]: Coemograi 
ena über. Landahnt 1524. 4 u. a w«; Term. von dem eiosicl 
Tollen Reiner Gemma [at. 1554] Antw. 1532.4; hoU. A 
1537. 4; der geiatreiche achweizeriache Humaoiat Heinr. 
riiue Glareanna [geb. 1488 ; at. 1563] : de geographia. B 
1527, 4; Oronce Fini in Paria [geb. 1494; at. 1555]: P 
tomatheaia. P. 1532. F.; de aphaera roondi. P. 1542. 4; jR 
Nunez in Coimbra [at. 1577], Entdecker der Theorie <l< 
loxodromischen Linie, um Nautik, auch durch Seechart 
Tielfach verdient : Portug. Uebera. dea 1 B. der Ptolem. 6 
n. Abhandl. Liaboa 1537. F.; opp. Baa. 1566. F.; Gera 



Geographie, 181 

Mercaior aus Roremond [st. 1594] iMrfand [1541] die neae 
Projectionmethode, nach welcher Karten mit wachsenden Me- 
ridians« und nnveränderlichen Parallelgraden gezeichnet wur- 
den} dem, der Nautik wesentliche Dienste leistenden wacke- 
fea brittischen Mathematiker Ed. Wright [st. l^^^ ist die 
Einfohrung richtigerer Seekarten mit wachsender Breite zu 
verdanken; Certain errors in navigation detect'd. liond- 1599. 
4. Grosse litt« Unternehmungen wurden in den Niederlanden 
üisgeftthrt Ton AhraK Ortet a, Antwerpen [st 1598] : Thea- 
tram orh, terr, Antw, 157aM F. oft; 1603 n. 1624; und Pet. 
Bert a. Beures in Flandern [st. 1629]: Theatr. geogr. Tet, 
Amsterd. 1618 f. 2 F. Tgl. Ebert Lex. 2 & 543. — Die Ge- 
^italt und der Umfang der Erde (vgL Zaei Corresp. astron. 
[1819 NoV'« p. 425 sqq.) wurden durch Messungen und astro* 
|ioni. Beobachtungen genauer zu bestimmen versucht; die 
Baha brach der Pariser Arzt /. Fernel [1550], welcher durch 
jflolfe eines Wegmessers oder Schrittzählers einen Grad des 
I Meridians ansmittelte und denselben 68096 geom. Sofaritte oder 
^56747 Toiseh gross fand, also 130 Toisen kürzer, als neuere 
'Messangen bestimmen: Cosmotheoria. Paris 1528. F. Lfthr- 
leicher in der Methode waren die Arbeiten Will€brar4 Snetl!$ 
[st 1626]: Eratosthenes Batavns. Leiden 1617.4; des fo)g&- 
riditigen Gabr. Mouton zu Lyon [st 1694] : Observationes 
diametrorum solis et lanae apparentium. Lyon 1670.. 4; und 
f^tkarii [st. 1684]: Mesure de la terre. F. 1671. 8. Gros- 
' leg Verdienst erwarb sich die Pariser Akademie d^r Wissen- 
Mhaften, mit welcher die Londner wetteiferte.. /. Dosiiii. 
^CuHni aus Perinaldo [geb. 1625(; st. 171^, Anh«rr einer 
^tinensch. berühmten Familie » hatte durch eine. Reihe wich- 
'tiger astron. , besonders glücklich die Sonnenfinsternisse be- 
tücknchtigender Beobachtungen und Entdeckungen entjMhie- 
l^enen Einfluss auf schärfere Bestimmung der. geographischen 
^Länge. P. £« Jlareau de Mauperiuii [st. 1759] leitete die 
Gradmessnng in I^appland [1736], deren Endergebnisse spä- 
terhin [s. d. 22 Febr. 1802] nut musterhafter Sorgfalt^ berich^ 
tigt worden sind: Exposition des. Operations faites c^n Lappo«- 
^ nie poor la d^ternunation d'un arc da mfaidien. par Ößjerbom, 
Svanberg^ Halm^Met Paland^r. Stockhohn 1806.'8. P. Bou- 
pter [st. 1758] und Ch. Mar, de la Condamine gst. 1774] 
toüsQgen [1735] unter der Linie die Messung eines Grades 



182 . Geographie. 

des Meridiani and des Aeqnators: Figure de la terre d^ter-| 

•flaute par les observatioils de B. et de la C, P. 17^9. 4 ; Me^ 

«ore des trois premievs d^gr^s da m^ridien dans rh^inispherd 

australe« P. 175i. 4. Nach fortgesetzten gründlichen Yorar^ 

beiten, besonders Jac, Caaini'i [geb. 1677; st. 1756], warm 

i^n P. F. AndrS Michain [st 1804] und J. B. Jot. DelaiiU 

ir« [st. 1822] die Berechnung dei: L&ngen und^reiten wi9^ 

«easdiaftlich geordnet und sichergestellt: Base da Systeme 

-fliitriqae dreimal oa Mesure de Tarc du m^ridien compris enn 

tre les paralleles de Dunkerque et Barcellone ex^cut^e ed 

1792 SV. Paris f 806. 3. 4. — In Teutschland fanden die Anj 

-ddiCen und Methoden der französ. Gelehrten bald dankban 

Aufnahme, wie Gg JFe^fg. Kr^'s [st. 1754] u. A. Sehr» 

fen bezeugen. Tob. Mayer [geb. 1723; st. 1762] trug durd 

«^, auch der Auffindung der Meereslänge förderlichen Men^ 

tafeln [1760; 1752 f,], verbessert von L. Euler [1772], dord 

die Theorie der Strahlenbrechung [1751] und durch barome 

Irische Hobenfliessungen zur Vervollkommnung der math. 

ungemein viel bey« Britten, unterstützt von vortrefflich 

'Werkzeugen, erwarben sich durch Gradniessungen und mao 

liigfaltige nautische Beobachtungen, grosses Verdienst. Sei 

^eh lezten Jahrzehnten des XVIII Jahrh. sind durch die rast* 

lose Thätigkeit vieler trefflicher Astronomen jährlich bedea- 

tende Fortschritte geschehen, welche dargestellt sind in J. Si 

Bode Anleitung zur Kenntniss der Erdkugel. Berlin 1786; 

III Aufl. Lpz. 1820. 8 im. K. Für Jngendunterricht wurden 

fuiter anderen nützlich befunden A, Gg Walch Hand« und 

Lesebuch. Gotting. 1783: 1794; 1807. 8; /. C Schmidt Lehr^ 

buch. Lpz. 1810. 8; J. C. Ed. Schmidt Lehrb. GötHng. 1829 

ir. 2. .8. ^ 

Die Landkarten, bey welchen in dem j. Blaeuschea 
(1661 f.) und J. JanuonMhtn (1649; Atlas die Ptolemäiscbco 
zu Grunde lagen, erhiehen ihre erste Verbesserung durch 0* 
Mercator, Seb. MilnHer^ Jod. Homl [st. 1611], Nie. Sanm 
[st. 1667] u. A. und verdankten J. D Cauini ihre eigentlicU 
maiheihatisehe Gestalt* Die auf astronoin. Beobachtungen bej 
ruhende stereographische Projectionmethode wurde von Guill\ 
de TI$le iat. 1726] eingeführt und von T. Mayer vervoll 
kommaet* Das X VIII Jahrh. ist ungemein reich an vo^ 
trefflichen Karten, von welchen hier nur einige der vorzüg 



Geographie. 183 

icheren namhaft gemacht werden können: X B. Homänn 
1702 j M731 — 1760]; Güuefeld, Sotzmann^ Kindermann^ 
Gr. Melh'n^ ff. Schmettau^ Bohnenbergerj Ad. Stieler^ CK. O. 
üiichard, die Leistungen der Herderschen Steindmckerey in 
treybarg im Breiggau s. 1829 u. m. a«; G.de thi&j d'Ak'' 
äk, CagsiNi, Barlii; du Boca^e [geb. 1760; st. 1825] u* a.; 
Piwrarri^ Rizzi^Zanoni; 3effery%; Faden ^ Arrowsiktih [st- 
IS23], LapiCj Cary u. v, a.; T5. I^opez^ Bugge; Akret; 
iRermeHn [^U 1820] u. r. a. Grosse Niederlagen haben 
letauche' u. de Id Marche in Paris, das Landes ^Industrie 
^mptoir iir Weimar, Jäger in Frankfurt a. M., ScfarSmbl n. 
loUo in Wien* u. v. a. 'Die reichste Sammlung von Karten, 
^hnen and topographischen Zeiclinangen bewahret das Paii- 
R Depot de la guerre^ angelegt [1688] von Louvois, später 
^er geordnet und vermehrt [1730; 1798]; vgl. Memorial 
topograph. et militaire. Paris- 1803 No. 2 p. 3 sqq. 

//• Die physische G. wurde von Ph. Buäche [ii^i 
L] begründet und seitdem fortwährend ansehnlich bereichert 
hrch Forischungen und Folgerungen der Mineralogen und 
Beologen "^Torbfrn Bergmann [st, 1785] 1773 f., J. O. Wal^ 
'm»i [st. 1785] 1779, /. W. Baumer [st. 1788] 1779, J. A. 
*t»c [st. IglT] 1779, 1798, 1803, Deod. Dolomieu [st. 
MM] 1783 f: •, Hör. Ben. de Sansture [st. 1799] und mehrer 
\'aturforteher t. B. /. Ä. Förster [st. 1798] und 43g F. 1778 
*., Eb. A. W. Zimmermann 1778 ffl., JB. Lamarck 1801 f. 
'•»•a.; die Hauptergebnisse s. Zeit stellte F. Th. B£nh aus 
l Kanft Samthlungen und Untersuchungen [s. 1758] zusam- 
men Kötiigsb. 1802. 2. 8. Neue Ansichten gingen aus Abr. 
**• Werner*» [st. 1821] Schule hervor ; kGhne Genialität und 
feltenes Combinatlonvermögen beurkundeten £f. Steffen» 1801 
^Alea;. v.' Humboldt Ansichtett d. ^atur 1807; Ed. IL 1826. 
^l^nnd J. L. Hausmann Umrisse nach d. Natur. 1831. 8. 
unter den neueren wissenschaftlichen Darstellungen sind ge- 
haltreich Scip. Breistak Introd. k la Geologie ou ä Fhist. na- 
Wle de la terre trad. de ritalien (1811). Paris 1812; t. von 
^*C>v. StrömbecA. Braunsch. 1819. 3. 8 u. noch mehr L. 
"• tAuhuisson de Voisins Tr. de G^ognosie ou Expos6 des 
^^noissances aotnelles sur la Constitution phys. et miniral. 
'^ globe terrestre. Strasb. 1819. 2* 8. Bey dem überall re- 
l^"^ Eifer der Naturforschung ist die wissensch. Bereicherung 



184 Geographie. | 

und Berichtigang der phys. 6* in beharrlichem Wacbsthoi^ 
begriffen , welche /• 6, Sommer fleissig verzeichnet. 

HL Die geschichtliche Erdbeschielbungi 

wiflsenschaftlicher Grundlage auf mathemat. n. phys« G. 

ttiits^end, in zufälliger äusserer Gestaltung öfteren polit« W 

sein unterworfeui fand nach dem Vorgange /• Schoner' $ 1 

des Humanisten Joach» Vadianut [st. 1551] 1518 f. und 

wcfltburgerlich vielseitigen Seb. MUmier 1543, im XVII Ja 

iSeissige, mm Theil auch jezt noch einzelner Notizen weg{ 

beachtepswerthe Sammler , von welchen unter anderen I 

Hierkenswerth sind P. Merula 1605, Bernh. Vareniui 16^ 

Vinc. CoroneHi 1692. Frisch belebt wurde das Studium doi 

/. Hübner (S. 147) 1695 f.^ s. Sohn J. H. II [st. 1758] 1^ 

und /. Gg Hager [st, 1777] 1755 f.; und Ant. Fried. J^ 

Ißching [geb. 1724; st. 1793] brachte ein durch VoIIstän 

keit des Stoffes, treues und genaues Quellenstudium, Zwo 

mftssigkeit der Anordnung und Darstellung ausgezeichnei 

in seiner Art einziges Werk zu Stande: Hamburg 1754; j 

Aosg, 17SI ; V}II A. 1787, dessen Werth durch die Forti^ 

isungen Chp D. Ebeliag'ij M. Ch. Sprenget e^ J. M. B^ 

^ann'e^ F. Rüh$ erhöht worden ist. — Gleichzeitig betraft 

Frankreich [1760 ffl.] dieselbe Bahn JB. Boufguignon SA 

vüle [st. 1782], umsichtig forschend, manches ermittelnd m 

berichtigend, vieles anregend ; vgl. /. D. Barbie du Boceu^ 

Notice des puvrages de d*A. P» 1802, 8. -*- Teut«cbIaol 

Kuhm, in der geographischen Methode und Beichhaltigk 

schwer KU übertreffende Muster aufzustellen, behaupteten Gl 

t^rer (S. t^S) 1775; 1789, G. Ph, H Normann 1785, i 

a. Ga$pari [geb. I7$7; st. 1830] 1792 ffl. u. m. A ^ 

vor allen andereq C BUter^ alle Zeitalter wissenscbafdj 

umfassend: Qerl. 1817; N. A, 1822. %. 8 Forts.; von denzal 

reichen Lehr- u, liandbfichern seit /. E. Fabri 1780 9« ^ 

die von ^. G, Blanc. Halle 1891 fl.s /* C Selten iSiOf i 

F. Volger 182QL einige der besseren; dur^ Reichhaltigk 

empfieU^sich das von Gasparij Hauel^ C^nnabich^ Gn 

mnthi lieissig zusammengetragene IJandbuch, Weimar 181( 

24, 8. eiufi der besieren, Untor d^n Allheiten der Auslas 

bat E(dm, 4e Menielle vergleich. G. 1778 t, 1785 fS. I 

pchränkten Werth; ungeptigend ist 7* Pinherion'e Compi 

tiQQ iSaZi y^rdieiMtlicher ^l^d 4i^ W^rk^ von J>« DJnrb\ 



QeograpMe. 185 

ftö ffl.; NA. 1801. 6. 8 und von Malie Brun [geb. 1775; 

fcl826]: Paris 1810 flGl. 8. 8; nouv. Ed. par J. J. N. Huoi. 
is 1830 f. — Von den vielen geogr.* Wörterbüchern 
k Marckaml Dict. 2 p. 194) sind zu erwähnen anter den 
kren das von PA. Ferrari 1627 ; das vollständigste von A» 
fuze» de la Mariinüre 1726; W. Jäger' 9 Zeit. Lex. 1791, 

Eb. T. C. MoHHeri 1805. 3. 8 ; L. de Grandpri Dict. univ. 
G. Biaritime. P. 1803. 3. 4; /. MaC'Cartiy n. Dict g^ogr. 
iS24 und weit vorsüglicher Dict. geogr. uoiv. (par Byriet^ 
fl. de Humboldt ^ Jomard^ Khiproih^ Lapii^ Maite^ßruM, 

ruitttj IFalcAeMery Worden u. s. W.) P. 1825. 8. 8. 
Die Erdkunde der alten Welt erläuterten Z Vadiß^ 
|i 1518, P. Berte 1625 , PA. duwer 1624 und PA. Briet 
|48; vollständiger a. gründlicher CA. Cellariue 1686; 1731; 
prsfl., dessen Verdienst durch d'Anville^i fleissige Znsam- 
{Nitellong 1768 ffl. (in Teutschland äberarbeitet Nfirnb. 
iß; 1800. 6. 8) nicht verdunkelt wurde. G5ttingi$che Preis- 
piriften (1786 ffl.) erleichterten die Uebersicht d^r Aeusser- 
^n der alten Classiker und der Yorstellungen in verschie- 
tnea Zeitaltern und nach örtlichen oder litt. Ueberlieferun» 
IB» Mit gründlichem Quellenstudium und tief eindringendem 
hichanggeiste wurden die geogr. Ansichten und Erfahrun- 
I^Q auftgemittelt und veranschaulicht von /• A Ve$9 1804^' 
%Mannert 1788 f. 1820; Pmc. F. J^e. Geeeelin 1789 ffl.; 
I.I>. Koeler 1803; F. A. Ukert 1816 f.; Einzelnes unter«* 
kokten mit voi^figticbem Erfolge W. Boberieo» 1791 , W. 
^Me«/ 1797 f., 7. Rennel 1800 m. a. Durch Scharfblick 

iticher Humanisten wird immer neue Ausbeute gewonnen 
manches Drinkel aufgeklärt. — Um die 6. Pal ästin a's 

^n sich bedeutendes Verdienst erworben 8. BocAari 0L 
N) 1646; B. Reland (S. 116) 1714; W. Albr. BacAiene [st. 

Etö] 1758; /, D. MicAaelie (& 117) 1769 f.; Yebr. v.Ua^ 
Itveld 1790 u. A. 
^ Für die Geographie des Mittelalters leisten die 
fcrftigen Umrisse von CA. Juncker 1712, /. D. KöAler 1735, 
tAnville 1771 geringe Dienste; von kritischer Benutzung des 
irkimdliohen Stofifes derBolUndisten 1643 ffl., der abendl. 
Chroniken und Annalen, der in neuerer Zeit sorgfältiger he- 
pfbeiteten Arabischen und Persischen Geographien ist reichere 
Meute m hoffen, Für ltali^P> Frankreich, Britwnien, 



186 Geographie. 

Teutschland, Dftoemark sind elna^elne trefflkhe VorarbeU 
vorhanden. C Kruie Atlas 1802 ffl. ist als Hülfmittel 
empfelen. Die Richtung der gelehrten Thätigk«t in Teol 
land berechtiget zn erfreolichen Erwartungen, welche by| 
thetische Uebertreibnngen nnd unfraehthare IVBkrologen 
verleiden können« 

IV. Die ihrem wesentlichen- Inhalte nach mit Geschii 
eng verbundene und in fortlaufender Wechselwirkung stehet 
Kenntniss des inneren Lebens und Hussiiren V^rbftlfnisseg i 
Völker und Staaten war von den Alten in Einzelnem berüi 
sichtigt, im Alles isolirenden Mittelalt0r fast überall vernflj 
lässigt worden und lebte seit dem Ende des XV Jahrh. i 
wachsender gegenseitiger Theilnahme der europ. Nationesf 
Öffentlichen Ereignissen n. Bestrebungen einflusisreicher Mäd 
wieder auf, wovon, atisser mehren Relsebescbreibongen, laa 
ehe litt. Denkmaler Zeugniss geben %. -fi. faolo MarorinH 
savio [st* 1482] de rebus ac forma reip. Venetae Mspt; | 
selnng der Königreich in Hispanien, auch derseR>en jar| 
nutvang vnd einkömmens 1532. 4; L, h B&ulenger caicoi 
tf on, description et geographie vertfiAe du R. de France M 
(1575?). Bedeutendere Versuche, defgirichen Notizen n 
Behufe zweckdienlicher Regierungmaassregeln zu sammd 
Ovaren in Venedig, damals diplomatischem Mitfelpunctfe En» 
pa*s, einheimisch ; aus den Berichten der GeschäftwrSger A 
ser Republik gelangte Manches zur Oeffekidichkeit : so in 1 
SaMotino [st. 1686] del govemo ed administrasione fi i 
versi regni e republiche. V. 1567. 4 u. s. w.; £f. Batero [l 
1608] relasioni nniversalL Rom 15Mfi, 4.4; im TesorofI 
litioo. Mailand 1600; lat. v. C. Em. Cöln 1609. 8 u. m.' 
Frankreich , dessen Cabinet , besonders sifit RieheHeti'g tU 
steriom, eine ausgebreitete Staatenkunde als nothwentfiged 
dingung seiner umfassenden polit. Wirksamkeit anerkanni 
konnte sich des ersten, in jenem Zeitalter dassisohen WerH 
dieses Inhaltes rühmen, welches P. /)ar»/y [st 1636] mitni 
sterhafter Sorgfalt und Vidseitigkeit verfiisste: Les etai 
empires, royaumes etc. du moode. P. 1616 f. 2. 4 u. s^ 
venu« v.X B. de Beeolef. P. 1660. 7. F.; reichhaltige NadI 
lichten wurden in geogr. und bist. Schriften aufgenomm«! 
In den Niederlanden erschienen die, filtere u. neuere StaatI 
betreffenden, im Werthe ungleichartigen, cum Theile lehrrt 



Statistik. 187 

AI und anziehenden Else vir sehen Republiken 1625 
132. 16, in anderen Druckereyen 1630 ffl, 10. 16 u* melire 

(he Schriften ; vgl. ALAnz. 1797 S. 445 f. 1798 S. 276 f. 

St 156 f.; vieles wurde in Zeitschriften und hist. Sarnm* 

in mitgetheilt. Einen bestimmteren Begriff von der geo- 
^hisch-politischen Staatenkunde fasste [1641 u« 1660] der 
Helmstädtcr Polyhistor Herrn. Conring [st. 1681] auf; 

Ansichten und Vorräthe finden sich in Pk, A. Olden* 
^er'iy Prof. za Genf [st. 1678] Thes. polit. 6. 1675. 4^ 8; 

tmen nnn auf mehren Universitäten z. B. Frankfurt an 
I., Jena, Halle, Altorf, Leiden u. a. Vorlesungen über 

, fQr Bildung zur Staatsverwaltung wichtig eraehtetea 

fQStand in Gebrauch; unter den Lehrbüchern zeichnete 
J. Chpk Beemann'i [st. 1717] Hist. nrbis geogr. et civi* 

'rkf. a. d.' O. 1673. 4 u. s« w. am vertheilhaftesten aus. 

Ev» Oiio in Utrecht [st. 1756] wurde der histor. Ge» 

>anct der Staatenkunde [1726] hervorgehoben n.'G9ttfr» 

mllin Gotttngen (S. 168) gab ihr [1749] den Naniea 
ttistik und eine, ihrer vollständigeren Beari>eitttfig heil« 
ke, durch einseitige Vesthaltnng der Gegenwart schwan« 
üe fielbstständigkeit und veranlasste^e, langi Zieit auf 
l^techland beschränkte Thätigkeit, welche sich theil's in all- 
Heineren Werken, z. B. von ifeÄ. Toze 1767, A. F. W. 
•«»M782; 1818; J. O. Mensel 1792, Ck. M. Sprengel 
t3, C Mannerf 1805, J. 6, SeRummei 1905, *A, Niemmm 
^) GgHaael 182^ u. v. a., theils^ in Tabellen, z.B. von 
a.RRanikl 1786; 1703, von J. F. Ockhar t -iS04, G. 
W/1805; 1809 u. V. a. , theUs in Sammlungen mannig- 
h'\i Stoffes, auch wohl Prüfung und Beurtheilting oder Be- 
kKung desselben, z. B. von A. F. Büicfiingj J. F. le Bret^ 
k t. Scklözer, Ck* W. v» DoAwi, J» iJ. u. G. Forster u. 
^ üf. Sprengelj FL Ä. W*. Zimmermann^ Leop. Kri^y des 
Itenen Statistikers der Prensischen Monarchie /• Goff/ir, 
w»ann [geb. 1765} 1818 f., des Yerfässers gute Beschrei- 
^gen mehrer ' Provinzen des Oesterreichischen Staats Jo9^ 
^^r [geb. 1769 r«t. 1828}, 7. G. Ebel Anleitung die 
l^weiz zu bereisen. Zürich 1804; herausg. v. M. Glutz- 
hheim u. C. Sekock 1830 u. v. a., beurkundet hat. Den- 
1^ blieben diäse Darstdlungen und Bestrebungen sowohl 
^ dem Ideale, welches /• CA. Qatierer in d. Weltotatistik 



/ 



188 Statistik. Chronologie. 

1773 aogedealet and In der WeltgMebIchte 1793 veran» 
liebt hatte^ ab von der aoolehtt f&r Staatsrerwaltoiig bc 
oeten Theorie A. L. BeA/özefi (1793; *1804) weit ( 
entfernt} die Notbwendigkeit der Scheidung rein histori 
Zwecke von R&cluichten anf laofende Staatererwakoi 
Bearbeitung und Benutzung der Statistik acheint nacbgi 
kanm beaweifelt werden au können* ^- Von den tih 
europ. Staaten sind die meie ten in neuerer Zeit atatiatiid 
terancht und beschrieben worden; am geietreicbaten od 
befriedigender Volbtändigkeit Ungern t. ßf» SeAwartner 
n. *1809, Rossland von JST. Slorei 1794 AB., England n 
Cotquhaitn [geb. 1745; at 1820]: Tr. on the poHce il 
metropolis« Lond* 179f ; Ed« VUL 1806« 8; Tr. on tbe f 
lation^ wealtbi power and ressourcea ot tlie Bt. empire* l 
1814; Ed. IL 181<»4; X Goldimüh tbe Br« empire io f 
Land* 1830. 12 ; in Frankreich wurde St. durch L. I 
lati [at. 1803] 9 P. E. Herhin 1803 u. a. zum Modeitui 
erhoben I ohne in der Behandlung an Tiefe nnd Klarbdj 
gewinnen» Frmue. de Nevfehateau gab mit a. Statiitilp 
Dt dea Voagea 1790 m den amtlichen atatiatiachen Beid 
bnngeo rinselner Provinsen den Ton an und die ObcrU 
ten wetteiferten in Reicher atatiatiscber Betriebaamkeiti 
rinnen Frankreich den meiaten Staaten fiberlegen iit 
Diq^ begleitet genane statiatiadie Erfahrungen mit id 
rinnigen UrtheUen und Folgerungen; um die Statistik 
Niederlande hat sieh A. Quefei 1829 verdient gemacht. 

/• G. Meu$et Litt d. Stat Lps« \9M t % %. ^ A. f 
der Kritik d. 8t* u. PellUk 1812; Krit Gcseb« i. 8t 1817; 
L. WaoUer In PliUeBuitlüe 2 8. 209 8L 

I 
32. I 

Die Chronologie oder Zeitreehnungkunde worM 
der Ton christlichem Weltbfirgersinn gefbrderten f seit ^ 
XVI Jahrb. geregelten, Alles umfassenden Erweiterong 
Geschichtstudiums immer dringenderes litt. Bedfirfnitf 
gewann in der neueren Zeit fortschreitend eine reifere^ 
▼estere Gestalt Ihre wissenschaftliche Begrfiadnog bSoj 
Vorarbeiten der Astronomen (tu |. 39. IV) ab; aocb 
beachten, waa /. Sehouer ISlft, & Mitneier 1S31, Ani* 
ner 1M2, X B. Benedetti Turin lft74. F.. Ck. Ck^ 



Chronologie. » 1S9 

If, & F0nter 1638, /. Coliiiu 1658, A. O. KMner 1754 
^. für Gnomonik geleistet haben« — Der, durch dog> 
ihe Yoraassetxungen erleichterte, der Unbefangenheit 
forschen oft hinderUche theologische Gesichtspunct, nach 
lem die Zeitbestimmangen der profanen Geschichte mit 
liblischen in möglichst genügende Uebereinstimmung ge- 
\i werden sollen, ging von den früheren Bearbeitern der 
lologie auf die Mehrheit der spftteren über; nur ist all* 
der Yorrath chronolog« Angaben und Stützpuncte aus 
iTältigerem Quellenstudium und durch tiefere Untersuchung 
inzelnen theils bedeutend vermehrt, theils kritisch ver- 
xt worden; Vorurtheile müssen den Ergebnissen rein 
ichaftlicher Forschungen, weidien und mit dem wach- 
Jen Reichthume an gelungenen schärferen Bestimmungen 
örterungen einzelner chroaol. Angaben und Verhältnisse 
die, auf verjährte litter, Convenienz beruhende yer- 
ite Sicherheit der allgemeinen Basis gegen man^herley 
ifel und Beschränkungen nicht wohl geschützt werden. — 
ibdem /. Funck 1545 und Theod. BMiander 1558 tabel- 
|Khe Uebersichten der Zeitfolge in ^er Weltgeschichte (s« 
in S. 150) bekannt gemacht hatten, erschienen die ersten 
Inofibe, die Zeitrechnung, mit Hülfe astronomischer Beob- 
ktaflgen n« Axiome, auf wissenschaftliche Grundsätze zu« 
(faafahren. Die Bahn brachen 6. Mercaior (S. 181) 1568 
iAhr. Buchoher [st. 1584] 1576; J. J. Scaliger (S. 29) 
püodete (1583) eine wissenschaftliche Uebereinkunft durch 
itellang der Julianischen Periode, in deren Anfang olle 
A zusammenfallen; auf diesem Wege folgten ihm mit ei^ 
lümlicher Prüfung Seih Calvinuiy eigentlich KalwÜz in 
»zig [geb. 1556; st. 1615]: Opus chron. Lpz. 1605. 4 u. 
N^; 1685. F. und U. Emmiui (S. 71) 1619. Für Aufklä- 
k der röm. Chronologie waren P. Ciaccontui (S. 90) , St^ 
|N Tetardi Sieeama [st. n. 1621] s. Graevii Thes. ant. 
^vgl. Paquot 1 p. 347 sq.) und St. tF. Fighius (S. 70) 
kmlich thätig. — Das XVII Jahrb. war fruchtbar an ge- 
ItToUen Arbeiten. Der Florent. Gero». VeccMetti [st. n, 
^!] wurde Märtyrer. s. selbstständigen apokalyptisch chro« 
u^K* Forschungen: de anno primitivo mundi LI. YIU. Augsb. 
t^* F. Anerkanntes wissensch. Verdienst erwarben sich 
! Jesuiten D. Petav (S. 33) 1627 und GB. BiceioH in Bo* 



190 Chronologie^ 

logna [geb. 159S; ttt, t671], nnteraiutzt von «, OBr. jP. 

OHmaldi [at. 1663] : Chr. reformata. B. 1669. F. Viele Di 

kelheiten und Schwierigkeiten in der grieeh. römischen \ 

altchristllchen Zeitrechnung wurden durch grfindliche Uni 

tuchungon und scharfsinnige Combinationen bes^tigt q 

aufgebellt und bemerklich gemacht von dem Card. £^^*\ 

rii aus Verona [geb. 1631; st. 1704], der mit gesundem 1 

die Ergebnisse eines tiefen Studiums der Quellen ^ bes. i| 

der Münzen, zu benutzen und zu ordnen wusste; de nidl 

mate Diocietiani et Maximiani. Päd. 1675.4; Epistola coi| 

laris. Bologna 1683. 4; Annus et Epochae Syro-MacedoDi| 

Flor. 1689. 4; 1692. F.; de cyclo paschali Lat. et Raveosl 

Fl. 1691. F. u. s. w.; Opp. Vened. 1729 Ift. 4 F.; undi 

dem umfassend gelehrten h. Dodwell { S. 84 ). Nütxlk 

Dienste leisteten für chronolog. Anordnung der alten 66^ 

Ed. Simion (8. 153) und Ct. Savmaüe (S. 31); für die bi^ 

sehe J. Seiden (& 83), J. MarsAam^ J. Ihher (8. 154) 

lg. Von 1659 ffl.; für die grieeh. S. Petii (8. 30); für 

röm. P. Taffm 1641 ; für das Mittelalter Aeg. Bouchier i{ 

und der treifliche A. Pagi 1689. Gute Lehrbücher verfa 

ten Aeg. Strauch [st. 1682] 1064 ffl. u. weit vollendeter 

Beveridge [st. 1707] 1669* u. m. a. — Noch grösser « 

vielseitiger sind die Fortschritte im XVIII Jahrb. Behani 

chen Fleiss und redlichen Wahrheitsinn bewährten io Bflj 

beitung *der biblischen Chronologie Alph. de Vignoles I 

17441 1738; /. A. Beugel [st. 1752] 1741; 1745; 1746; 

IT. Beer [st. 1760]: Abhandlungen z. Eriäut. d. alten Zfl 

rechnung. Lpz. 1752 ffl. 3. 8; J. Jaktan [st. 1763] 1752; 

D. Michaelig (8. 117); J. Q. Frank [st. 1784] zieh hjpodi 

tisch auf die Mosaische Jobelperiode stützend: Nov. systei 

chronologiae fundamentaliz. Göttingen 1778. F.; /. Et, 8i 

berichlag [st. 179t] 1783 u. m. a. Erheblich waren die 

denklichkeiten , welche Dom, Magnan 1772 und Enr. 

demente 1793 gegen die herkömmliche Bestimmung des 

bortjahres Jesu Christi laut werden liessen. Ueberaus fm< 

bar äusserte sich die Bestrebung, der Zeitrechnung der all 

Welt mehr Sicherheit, Helligkeit und Einheit zu verschaifi 

unter vielen wackeren Arbeitern sind hier zu erwähnen i 

Boivin , jyie. Freret (S. 33), Ei. Fourmont 1735 fL ; /. Upä 

gen [st. 1802] Parerga bist. 1782^ 4; vor allen anderen i 



Genealogie. 191 

Her 1806 fB.) dessen Haiidbach 1825, 2. 8 und Lehrbuch 
H, 8 strengere Fodernngen befriedigt and vielseitigen Be- 
Ibissen genüget; die griechiücho insbesondere gewann durch 
kConim (S. 23), C. F, CA. Volney 1808, A. B9ekh n. A.; 
römische durch Tk. J. ab Almeloveen u. P. Reland (S. 
I, /. Masion 1703 ffl. u. A. Was L.^du Four de Lour- 
\e [geh* 1652; st 1733] für die morgenländische Ch» ge- 
i hat, wird durch die Forschungen neuerer Orientalisten 
ich berichtigt und erweitert. Wesentliche YervoUkonim- 
^gewettan die Chr. des Mittelalters, theils durch fleissige 
irbeiten von CL <7. Haltaui 1729, J. J. Bube 1735 'und 
ilne gehaltvolle Untersuchungen 7. v. d. Hagen 1733 fB., 
besonders durch das classische Werk der Benedictiner 
Irf. DaHiine [st. 1746], Urs. Durand [st 1770], Ch.,Cle^ 

t'£i [st, 1778] und Fr. Clement [st. 179a]: L'a^J de veri- 
lesdates de faits bist. P. 1750.4; 1769. F.; * 1783— 87* 
I Ed. IV; m. Forts. 1818 f. 35^ 8 , welches A. Pügram 
1 1793] 1781 und 7. Helwig [«t. 1799] 1787 verständig 
ptzt, aber nicht entbehrlich gemacht haben. Nicht geringe 
»hülfe leistet 7. ff. tVager'i [st. 1780] bist, diplom. Jahr- 
kbnci) zur Prüfung der Urkunden. Zürich 1779. F. — 
thuchbare Lehrbücher haben wir von 7. 1>. Köhier 1717, 
ȟ. Gaiierer 1777, welche das Beveridgcsche zu Grunde 
|ten, and D. H. Hegetcdsch 1811; vgl. CA. 7. liraui £a- 
11' Aoächten 2 S. 159 ffl. 
I 
F 33. 

^ Die Genealogie oder Geschlechterkunde ist ini ei- 
jUichen Sinne Specialgeschichte, welche durch entscheiden^» 
kEinflogg auf BeurtheHung rechtlicher Ansprüche und Ge- 
ttsame praktische Wichtigkeit für das Staatsleben gewinnt« 
we Schriftsteller beschäftigten sich seit dem lezten lahr- 
hte des XV Jahrb. mit Ausmittelung und Anordnung der 
niinbäame mächtiger, namentlich in Teutschland der Habs* 
ligischen und anderer alten Familien. Gutmütfaige Leicht- 
hbigkeit und Nachsicht gegen herkömmliche Ueberliefer- 
|«n u. Yornrtheile fröhnten der Eitelkeit der Grossen; die 
fe sehr Wenigen geahneten Federungen der strengeren For- 
^ng konnten ohne absichtliche und bewusste Verletzung 
^ Wahrheitpffidit Ternachlässigt werden. Diese Ansicht 



192 Genealogie. 

inädert das gewShnlick sa harte Urthefl über Gg Rüxnef 
fabelreiches Turnierbuch. Simroern 1527; 1530; 1532. F. vg 
Gaiterer bist. Journal 6 S« 35 ffl. Deutliche Spuren ernsu 
ren Wahrheitsinnes finden sich in Fz Irentcut teutsch. Gf 
seh. 1518 und in Maithaeut Marescbalens de Piberbach i 
Fappenheim [st. 1511 1J de origine et familia ill« dominonn 
de Calatin, qui hodie sunt dorn« a Pappenheim ed. Joh, M 
Fappenheim. Augsb. 1553. F.; ausgez. im Urkundenbuch b^ 
(Preuichen) Pragmat. Gesch. des Ilauses Geroldseck; \rd 
ches wenigstens in späteren Zeiten mit urkundl. Zeugnisse 
übereinstimmt. Auch darf die von Ham Jacob Fugger ^ 
Stande gebrachte, heraldisch überaus reich ausgestattete 6^ 
nealogio der Habsburger v. J. 1555 (Mspt in München s.| 
Areiin Beiträge 1803 Oct S. 49 ffl ) als Zeichen der Z^ 
nicht unerwähnt bleiben. In der Regel leisteten alle Gene^ 
logen des XVI Jahrb. (ihrer waren nicht wenige in Teatscl{ 
land, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und Polen; ai| 
Auszeichnung haben der.Florent. Scip. Ammiraio 1580 ffl 
der Baier Wiguh Hund 1581 und der Pole Barth. Paprod 
de 6/og^ 1584 begründeten Anspruch) wenig, weil sie i 
viel leisten und den Ursprung der Geschlechter mit nnkriti 
scher Gründlichkeit in die mythischen Zeiten zurück verfo| 
gen wollten; sie erschwerten den späteren, genügende Beglai 
bigung erstrebenden Gelehrten ihr Geschäft und legten ihn 
die beschwerliche Verpflichtung auf, tiefgewurzelte Vornrthei 
bestreiten und das Spinnengewebe zusammenhängender Fabel 
willkührlicher Voraussetzungen nnd zudringlicher Vermuth 
gen zerstören zu müssen, ehe ihnen die Sicherstelluog gen 
logischer Wahrheit gelingen konnte. Daher erklären sieb 
kaum vermeidlichen Gebrechen in sonst rühmlichen Arbeit 
z. B. des mit grosser Vollständigkeit Alles umfassenden Bi^ 
ron. Henningeä a. Lüneburg [st. 159SJ: Theatr« geneal. Ma, 
deb. 159S. 4 F. n. a. und des fleissigen El. Reutner [st. 161 
in Jena 1592 ffl. Wahrhaftere Darstellung verstattete die all 
römische Familienkunde .und sie wurde ihr in dem dürftig^ 
Versuche Bich.Sireinn'i [st. 1601] 1559 u. in Gräv Tbes.T. 
und in den gelungeneren Arbeiten /• Glandorp't 1557 ffl. ui 
besonders ü. Reinecdut 1574 u. 1594 u. s. w. zu Thcil. 
Im XVII ^ Jahrb. begann kritische Sorgfalt und nrknndlic 
Treue vorzuherrschen. Schon Fz Guillimann [st. 1612] könnt) 



Genealogie. 193 

b Muster gehen; HabdnirgieB« Mail# leOS und in i(kegU 
lies. Am wirksaintten erwies lidi die grfindKehe Mediode 
er Forschung u* Beglaabigutig, welche von Fnmlu^li (nicht 
uge vorher dem Sehanplatse warnender genealoinacher Be^ 
ligereyen de« berüchtigten Fr. de BesÜrei 1680) anaging; 
er richtige Ton Icriiiacher Untenmchung wnrde angegeben 
mA. du deine in d, geneal« Gesch. vieler Familien 1614 
i und Seet. n. L. de 8f Martke 1619 ABL ; ihnen folgten 
Üe wadcere Arbeiter, unter welchen die Hozier 1622 ffl| 
7. Ckifflei 1643 fl., Amelme 1674, J. ie Lätaureur 16S3| 
LoMcelot 1716, die /e B/eMf 1670 ffl. n. A. die beruhm- 
in sind; gleiches Verdienst erwarb idch W. JDugdale 1675 
inm England. Das allgemein gültige virissenscbaftliche Ver* 
hren veranschaulichten in Tentscliland Aife. BtiienAauiem 
M670] ein yorrichtiger Zweifler, auf unverwerfliche ,ur« 
nlUche BeweisTührung dringend : Genealogiae. Alt 1653 u« 
w.; Tübing. 1683. F.; Exegesis genealogiarum. Tflb. 1674. 
; Tabulae geneal. Tab. 1661. F. u. s. w« und der gefeierte 
kteigelehrte FUl. Joe. Spener [st, 1705] , mit folgerichti- 
ir Bfindigkeit Heraldik und Genealogie in ihrer eigenthfim- 
m Wechselwirkung yereinend : Theatrum nobilitatis Euro- 
feeae. Frkf. 1668 f. 2 F.; Hist. insignium Illnstrium. Frkt; 
9.; 1717. 2 F. u. ro. Jae. W. v. Imkef [st. 1728] be- 
e Rittershansen's Grundsfttse : Notitia prooerum s. R. Imp« 
; Ed. V auct a /. D. KnUer 1732 f. 2 F. u. viele ge- 
Monographien, i. HMMer'i (S. 147) geneal. Tabdlen 
l08) zeichneten sich durch Volbtindigkeit und bequeme 
ichtang aus und gewinnen durch musteriiafite Ergänaon« 
in unseren Tagen (Supplraient Tafeln. 1*^-6 Lief. Kopenh. 
f.) neuen Werth. Og Loimeier'i [st 1697] frühere 
bliche Vorarbeit wurde als Grundlage eines gediegenen 
kes des grundlichen Forschers Jok. Ludw» Lenin Beb* 
t [st 1764] merkwürdig : Hist u. geneal. Erlänt d. Kais. 
ön. Hauser in Europa. Lfineb. 1730 fl. 3 F. ; Hist geneal. 
bndlangen. Brannschweig 1747 flL 4. 8; Origines due. 
ÜlfapoL Br. 1762. F.; und in s. V. Fussstapfen trat Ijudw. 
G. [gt. 1802]: GeneaL Gesch. d. erbl. Reicbsständo in 
kiUchland. Halle 1777 fl..3^4.^ Für risicken Steff^Vonrath 
Igte der rüstige Sammler Miei. HUu^ [si. 1774] s. 1732 
^) und dessen findet sich viel in d N« Geneal.^ Reichs* und 

i^tdUer HB. d. Litt. GcMk. tV. 13 



194 Heraldik. 

Staatibandb. Frkf. 1785 ■•; AlIgcM* Enrofiu fit n. AitesA 

Weimv 1809 & «• w. a, ~ Mehras 'Eiwwkie mt m T..?o^ 

trafflich «alenraoht wordan^ z, B« 4ia Ganealogta der Sftchj 

Anhalt. «• a. Baganlea van daai üMraiM gntaidlidieo J. (| 

V. JBckkard 1721 fl., der Möaehliaiian von G. T. Treuer 17 

dir SoUieffea von M. E. v. Rekliefftm [geb. 1732; at 16 

1760 a. 178«, der Gr. 8olnis.l78Sy dar Bekr von JR Ff 

1815, der Alvendaben von & W.WokWrüek 1819 f., der 

Hardai^rg y. Jof. H^a^ 1^4, aaehrar ^atarr. Gaiddechli 

von i. «> Shtmmjfr iu s. w. — Andere aurop. Staaten, B^ 

tannian (d. Schotte St. Uemglui 1792 n. 1813, d. Engl. 

BHham 1803, lUcA. Goriien 1813 a..a.), cSebwaden, Fn 

Eaioh ■. 1816^ Itaüan (Fompeo Lata 1819 f.) hdban ebenfi 

ieierige ganaaL fichrifiatallar. -— Eine hrancbbara 

aabafiükhe Uaheiakhl; gewibret /. Ch. iJiettteref^f Abrin. G 

1788. 8 und «fitsttcha Dieaate leieten dia Tabdlan von 

W. K9ch 1782, fartgaa. v. F. ScioU 1815, und vaa T. 

VmigUl 1841 n. 1829. . . | 

Di^ Heraldik oder Wa|ipairiciiade blieb kaige vodIJ 

baifiefiernngea in BbrddaooUai^en abhähgig, nunchan Spidl 

wiUkfihrliehar Daninng «. roBielieBhaftar Falgaraag^aDst u 

gaeelKt and aller kmtiach biitariflcher Behandlang antfren^ 

Daher Jmben die adilraicban iütaran Wappenaammlongen i 

badinglen Warth ; die vaBatindigate «od tiawate iat die 

&>5aiacAef«cha ünrab. 1605, betrttchdioh vannehrt 1734 

1776 ffl. — Die^ dnreh «die von Joe. F^amdmart {1623] 

geföhrta SeheafflaoBg adeichterte, beraUisoha Technik 

baitaie nnerat M. Vmbo» de la CtbmtUire {it. 1658] 1 

vntaiatfttzt rom Jt^ .Umhaimg de Bminim {at. 1688]; n 

■• Naahfdigarn iat luL Mtumm 167i2 fiL dar benmlcenflwe 

ate; dar listiga Viakduraibar CL Rr. Me»e$Mer (st iH 

1658 fiL hat. aia nicht wotar gebradit. Ihr wahrer viM| 

acbaftUoher Inatauratar wnrde Ph. J. Spemer^ a. oben Iq i 

Ge«9h. dar Genealogie; ihm a«UoM aich /. W. IVier ll 

an; vieles arörtarta dar grundlieha /. D. KöUer 1734 ( 

ganagenda VoUatiadigkait and Halligkeit haben /. C5. (k 

terer'i Abriaa 1766; 1773 vnd Prd^t. Handb. 1791, 8, t 

banden imi J. CA SMenhetM Edäntemngen 1789 F. i 

Tk. Brgdß0M*M hkt vielaeitig^ DamtaUoig 1795. 



Nunrismatik. 193 

IMber den Erfolg/ mk welchem 4er hietoriaelie Stoff doreb 

ttpmeflBene fiettatsmig der forticbreiteiid eorgflUdger beaeh« 

Mm and amgelegtea D e alyn iier und Inscimfiten berricberft 

ad bewahrfaeitet eder berichtigt worden ist, finden lieh 10 

Gesoh* der elaes. Philologie (f. 27) mehre Andentongen ; 

leit Winekelmamk im XVIII Jidifli. geistreiehe AtäbmMung 

KaiMtgesohichte hat fär biet. Forachang viele neue ainn- 

ile Aoricbten erSffoet; von der aorgfiBtigea Genanigkdl^ 

it wekher KwMtwerke aaoiigebildet, beaebrieben, und erlftn* 

worden «ind, geben Zeognias P* ^ HaneurviUe (1766 f.) 

ff. W. fluekbein <17»f ) DarateHug der W. HaHriltonadien 

rariscbea VMenaamniking , W, Goiil. Becker Augasteum 

4 f., die Arbeiten /• MUUmgeMfe 1818 n. 1817, O. M. 9. 

chelterg'» 1826, B^nmd-Bodieite 1828 f. m. a ao wie waa 

wx tAgkuourt 1812 f. Ar £e Kttnstgeaebiehte dea Mü^ 

iers gelelatet bat ; oberaH herradiet lobenawerllie Thitig» 

i in Efforaohang und Deotang der Kunatwerke vorgange* 

V Zeiten^ die vollständigere Berüokaiohtigiing der Insehrif« 

b (g. oben S. 94. 96) gewähret in unseren Tagen nicbt ge* 

bge Aasbeoite* A«f keinen ^lieil der geecbiclitfich nntab»» 

Itt Denkmäler ist ao viele Aufmerksamkeit verwendet wer* 

Kdsaaf die Nnmiamatik, besonders auf die alte der 

Siechen und Rämer; der saMreiobea Sammler nnd Erkihrer, 
h der griiodliGhen ReaMsten 6« Buie^ J. F. Sremev «• a« 
in der Geaoh. d. Pfailol. Erwähnnag geaebeben {vgl. 8. 92 
F%); wir besdiränken nna jest avf die Gdebrtea, weldm 
fte'WiMensebaltlielm Anordnong nnd Bearbeftong versnobt 
len. Nicht ohne Verdienst waren die Arbeiten von L. Sa» 
n [st 1640] : Diäoonrs snr les midailles ant« Paris 1627. 4 
il des die bewährteren Gmndsätxe umsichtig sasammenstel- 
Men Je& L. Jeberi £st. 1719] : la «dence des asMaUles. P< 
b; verm. v. /. de Bimmrd de ia BaMe «7>9. 2. fit; t. 
k 1778. 2. <8. Zar #rtfang der Aechtbeit der M. gab Gmill, 
^uvaii (at 1773] gute X^orsehriften : La maniire de dÜB* 
Nier les me^ «nt. de caHea 4fA eont contrefidtea. P. 1TS9« 
^^ m. %m. Diesd. 1791. 4. A#4 MHüriia »*M in Wien 
N). 1797; St. 1798] fäbite' ein auf sobarftinnlge gelehrte 
^mdiQQg berahendes geogiapUsdMihronelog. System der alf 
n Nomiamaiilc ein: Kursgef; Anfangsgrunde vk 4^i N» 

13* 



196 Diplomatik. 

Wien 1787. 8; ^Doctrina nlümoram reU W. 1792 f» 8. 4; n( 



a«; ihm aehloM sich D. Se§tM 1796 ffl. an nad MemU» Mi^ 
nuel da nnmismatiqae anc. Pari« 1830. 2. 8 stimmet im W^ 
•entliehen mit ihm fiberein« Ueberans reidie Mateiialiea sai 
melte •/• Chpk Ra$che [st. 1805]: Lexioon aniv. rei nam. t 
Lpz. 1785 ffl. 13. 8. Die Ueberncht wird erleichtert da 
T. E^ Mionnet Deier. de mkA. ant. P* 11S06 fl. 6. 8; in 
berer Trene kann J, Millingeu anc« emna of greek catiet 
kings (Paris 1831. 4) als musterhaft geltcta« Afit Reduc 
der Werthbestimmnng der alten Mfinaen, Maasse n* Gewicl 
beschäftigten sich nach Ed. Brerewood 1614 , *J. C. Mu 
ichmid 1708 n. J. Arbuihnot 1727, Romi de tUle Branosch 
1792. 8, F. Ck MaiilUae 1809 n. 1811. 4 und /• F, Wm 
Lpz. 1821.8. — Die Numismatik des I^ttelidters wurde h 
arbeitet von Gg Sept. Andr. v. iVatr» [st. 1786] 1739 f.; 
sorgfältigsten von Joe. v. Mader [st. 1815] : Kr. Beytr. z< 
des MA. Prag 1803 f. 6. 8. Wackere Forschungen wvrdi 
der Franz5s. Münzkunde su Theil duroh Cl. Bouteroue 1 
und *Fr. le Bluno 1690; der Spanischen durch H. Flof\ 
1743 f.; der Italiän. durch Gr. GR. Curli 1754 ft. u. fi 
Zunetti 1775 fl. ' Für die Münsk. des Morgenlandes Imsteu^ 
im XIX Jahrb. Tiel & de &iey, A. Krug^ Th. CkTycha 
C. Fräkn u. a. -— Die neuere Munzk. hat beschrftnktere g^ 
schiehtl. Bedeutung ; reidihaltige Sammlungen haben wir ^ 
J. D. KJeUer 1729 ffl. u. D. S. v. Madmi 1765 ffl.; meh^ 
Länder, namentlich Frankreich, Holland, Schweden, zeichni 
sich durch Vorräthe von Schaumünzen aus; J. Carl Wf\ 
Miheen'e Beschr. dlner Berliner MedaUlra-SammL BerL 1711 
2. 4 ist musterhaft. t 

1 

Urkunden waren als Beglanfaignngmittel der Thatsachi 
Ton yielen germanisclien Chronislea des Mittelalters beachl 
und besonders von G. Bnbeo in der Gesch. Bavenna's 1^1 
and fruchtbarer s. Ausgang des XVI Jahrb. von den T 
sehen C. Spangenbergj M. Cntäiuij *M. Freier^ M. Oo 
*Ck Lehmann j *F. Hartleder u. A; benntst und g 
worden. Dio schon von L. Vatla 1440 zur AnerkesDi 
gebrachte und im BeformaHonaettalter lautec ansgesproeh 
Notkw^ndigkeit, die seit dem XII. Jehrk nicht seltso sogt 



Diplomatik« 197 

fDchtene Aechtheit der Urkänden su prSfen, trat In wicbti- 
gen Rechtsstreitigkeiten, namentlich fiber die Reichsanmittel« 
Wkeit der Trierschen Benedictiner Abtey Si. Maximin 1033 
-1638 und zwischen der Reichsstadt und dem Reichsstift Lin- 
im 1643 — 1646» praktisch dringender hervor und die von Nie^ 
ßjUeswi und Benj. Leuher 1638, Dan. Heider und *U. Con* 

E[643 in diesen Processen verfassten Deductionen brachen 
iplomatische Kritik die Bahn; weiter führte die Za- 
eostellung der in Untersuchung der Aechtheit der Ur« 
Enden anwendbaren Grundsätze in des BoUandisten Dan» 
fehroek [st, 1714] Propylaeum circa veri ac falsi discri- 
in in vetustis membranis observandum 1675 in Actis Sanct» 
hpril T. 2; um die Aechtheit mehrer von den Jesuiten der 
Irdichtung oder Verfälschung bezuchtigter Urkunden, weiche 
|lr des BenedictineroOrdens Besitafingen und Rechte von ent* 
liadender Wichtigkeit waren, zu retten, «teilten Jok. Ma^ 
Mhn [geb. 1632 ; st. 1707] die Urkundenlehre Wissenschaft- 
lehdar: de re diplomatica LI. VI. Paris 1681; suppl. 1704; 
U. n. Ruinari 1709 ; ed. /. Adimari. Neapel 1789. F. In 
leziehung auf Teutschland verfasste J. Nic^ Hert [st 1710] 
m Spedaldiplomatik 1699 und gleiches leistete Th. Madoa^ 
1702 ffl. für England* Durch Reiehthum an Urkunden und 
gdialtvolle Erörterung kritischer Erfahrungen und Maassre« 
|eln machte das von Oeilfr» v, Beael [st* 1749], eigentlicb 
N Fz Joe. V» Hahn besorgte Chronicon Gottwieense. Te« 
lernsee 1732. 2 F. Epoche» Inzwischen war systeroatiscfhea 
tudiam der Dipl. auf teutschen Universitäten unter, die Ge- 
|eo8tände des öffentlichen Unterrichts aufgenommen worden, 
krst in Jena von £. G. Siruv [1705] und Ch. H. Eckard 
F« 1751], der 1712 einen Abriss herausgab. Die von J. üf. 
mnecciMi 1709 geordnete Siegelkunde wurde später durch 
9. M. Mannt 1739 ffl., Ph. W. Gerden 1781 ffl., Ph. E. 
%tm 1783 fl. u. A. bereichert; die Monogrammenlehre^ von 
Ib. l, Baudii 1737 bearbeitet; und die Graphik in D. E6. 
karts; Clavis diplom. Hanno v. 1737; "^1754. 4 und J. L. 
^ullher Lexioon diplom. Götting. 1747; 1752. F. mehrfach 
nlaatert und vervollständigt; auch erschien D. P. Carpen- 
^ Alphabetum , Tironiannm. Par. 1747. F. ^-* Die Benedio- 
W Ci. Franc. Tomtain [st. 1754] und A. iVojp. Tarn» 
[*t. 1777] verfügten Mabillon*s Weg und gaben ^ etwas dn- 



198 Diplomatik« Philosophie. 

leltig Sit Graphik berScksithtlgend , dem Stadiam d. Diplj 
ffinfattendere Yollstindigkeit : Nonv. fraiti de D. P. 1750 flii 
6. 4 m. K«; t. Erfurt 1759 fl* 9. 4 m. K.; w&brebd J. Hetgi 
mamm r. Teutichenbrunn [st. 1760], der Erfinder der Sphra^ 
giiitik, f&r Analysirung und pragmatitche Benutzung teutscbei 
Urkunden den richtigen Weg bezeichnete 1745 fR. und J.P. 
Joachim [st. 1767] eine Einleitung in d. teutflcha D. (Halle 
1748; 1754. 8) verfasate. — /• Ch. Oatierer einigte und ord^ 
Ik^e die Erg^bhitMe bisheriger Thfttjgkeit mit d^r ihfls eigem 
thSmliohen Sorgfalt : Elementa artis diplom. 1. G8tf. 1765.4^ 
Abriss der D. 1798 f. 2. 8; ihm folgten Or. Ümber 178} 
und, mit besonderer Rficksicht auf Untern, ßt. Sekttarinm 
[geb. 1757; st« 1823] 1790; vieles erweiternd, yervoHstfindi' 
gend, berieh tigend C. Traug. 6. SckBaemanH [geb 1766; st 
1802]: System. H^mb. 1W1. 2. 8 unbeend.) Lehrb. 1. H 
1801. 8; Coitjc. Gfttting. 1800. 2. 8i und JUit «. 9ekmidt^ 
Pküeiikck: Anleit. Braunschw. 1804. 8. — Unter dem Ein« 
seinen, ^ofur in Italien, Frankreich, England, Spahi^o une 
Dftnemark manches geleistet wordön ist, verdietien riielirc 
Arbeiten teutscher Gelehrten zur Erleichterung der diplom. 
Schreibkunde ausgezeichnet zu werden v. B. Cl Mmnneri IVbs- 
eellaneen. Nbg 1795. 8) ü. F. Kopp tachygraphla veteruro 
63tposita et illustrata. Mannheim 1817. 2. 4 und als Palaeo- 
graphla crit. T. 3. 4. 1829 m. K* u. BHder n* Schriften dei 
Vorzeit. M. 1819 f. 2. 8 m. K.; 0. H Pertt im Archiv d. 
Ges. f. idt. t. Geschichtk. S S. 306 f 4 S. 520 f. u. m. - 
Die Kenntniss der rorhandento Urkundenvorrithe wird durd 
genaue YerzeichnissB immer Tollstttndiger ; die Auslegung ge* 
lirtunt an schftrferer Bestimmtheit; die SflRHitliebe Benutxani 
wird an vielen Orten erleichtert; die kritisch methodiscbi 
Urkundinilehre ist, zum entscbiedeüen Vorthelle f&r geBehich^ 
liehe Forschung, in unverkennbarem Fortschreite begriffeOj 
tim fruchtbarsten in Teutschland. Vgl. H. Hoffmnmn Hand« 
schriftenknnde fBr Teutschland. Breslau 1831. 8, 

36. 

J. An dem im XY Jahrb. (s» % S. 397 f.) begonnenel 
Kampfe gegen Scholastische Philosophie nahmen M. Ln* 
fker [1509; 1514 fl;], t/. e. Huiienj Era$mm$^ Vives^ Jäc. 
Sadohtj Nizotin$ u. viele Humanisten lebendigen Antheil wi 



r 



PMkMMplue. 199 



TendfguMiintto rfofa dte üefc wJf mw der beiieren Köpfe 

za lange kerrsehend gewesener hohler Metaphysik and 
chtbarem Spiele mit Dialektik. Doch war der Gewinn 
jpkt beträchtlich» weither von dieger Richtung der geistigen 
läclit 0* Regsamkeit anf die wiflseMcbaftliche Gestaltung 

Philosophie überging; er besehrftnkte sich anf reinere und 
älligere stylistische Darstellung und auf Erneuerung und 

lieh lange fortgesetzte bald historisch sammelnde » bald 
ilotogisck erlftutemdoy bald polemisch kritische Ueberarbei« 
g aketer phdoaophiseher SystesM, welchen fromme Begei- 

Bg aneb wohl Vertrauen anf Wnsdor des ans Glauben 
zündeten inneren Lichtes entgegensetzte* 






üeber die Gefuhren bey Bearbeitung der Oesehiehte der Phi- 
losophie TgL Fr. Schiegel in Charskt. 1 S. 82 f. Anhänger des 
gereinigten Peripateticismns t. W. L, G. Vt Eiereiein über die 
Logik u. Metaph. der reinen Peripatetiker. Helle 1800. 8. Des 
Ktrtheusers Greg. ReUeh [st. 1526] Margsrita philosophica« 
Frejburg 1503 4 oft, Pefrue Pomponatuie aus Mantaa [geb. 
1462; St. 15^^] flrejsinniger Selbstdenkef, phiios. Bestreiter des 
Uebematürlichen : de iiiimortalitate anlsiiae 1516; Tüb. 1791; 
Opp. Bas. 1556; 1567. F.; A. Niphue [st. 1547J; Jao. F^er 
[it 1537] ; J. C Scaliger ; Ph, Melanehthon u. a.; Jac^ Zara- 
Ma [st. 1589]; Andr. Caegalpinua [geb. 1509; st. 1603], 
Arerroist u. Panthefst, achtungwerther Naturforscher: Peripatet. 
qnsest. LI. V. Vened. 15^1. 4; de ptantis LI. XVI. Florens 1583. 
4; de metallicis LI. Hl. Rdm 1596. 4; Pk Scherbiue [st. 1605] 
0. la. Unter den lahtreieh'en Widersachern des Aristoteles sind 
▼orsQ^ieli beachtentwerth P. Kamue in Paris [geb. 1515; erm. 
1572]; der Neapolit. Bemmrdinue Teleeiu» aus Cosenza [geb. 
1508; St. 1588], ein guter Mathematiker, bestritt den hypothe- 
tiichen Rationalismus in der Naturwissenschaft mit einseitiger 
Sinnen-ErfahruDg, ohne die Hypothese streitender Grundkr&fte 
der Natiftr imd des Spirltuaiissins etttbcAiren su künnen: de na- 
tu» nmai LI. IL Ron 1565. 4; LL IX. Neap. 1586. F.; 
froac. PtUritiu$ [geb. 1529; st. 1597] mit Vorliebe für Neu« 
pUtonismus: Diseussiones peripateticae.. Bas, 1581. F«; Nova de 
unirersis philosophia. Vened. 159I.F.; Ntc. Tmreüue [geb. 1547; 
lt. 1606], Caesalpin's Gegner; der Atemist €L GuiUemet Beri- 
gard in Padoe [geb. 1502; st 1663] t Circulus Pisanus de vet. 
et paripat. ph. Udine 1643* 4; PaiL 1061. 4. 1. — Demolcrit's 
Aiüichtea erncueten DaUf Senner t in Wittenbeig [st. 1637]^ und 
/• Chrye* Magnenue in PaWa: Democritus reyiyiseens 1646. 12- 
— Der Yernachlapsigte Stoicismns fand einen beredten Vertreter 
niA Ausleger in J. Upeüie (S, 72) 1604. — Epikur's S/stem 
wurde vou dem gfindliciMM, geislreiohea Peljrhittor i'» Gaeeendi 



200 Phllosopide« 

(geh. 1503; st. 16551 cndidpreiil Tolbtftailig tegvüdlt m^ 
mit muiterliafter Unbafimgenhcit gewürdigt; Tgl. 1 S. 208 
Opp. Lyon 1668; Floreni 1727. 6 F. ~ Die kabbalitt iteb, 
oder lum tranueendenten Mjstieiimue erhobene und mit theuk 
gieehen, magieehen vnd eklektlsehen Meinungen renefamolKen 
morgenländUeh-alexandriniaehe Ph. hatte iiaeh Pico p» Miramdol 
und /. ReuehUn (S. 39) viele Verehrer ; der phantattisehe Fraa 
ciseaner Fr. G, Zorzi in Venedig: de harmonia mundi. V. 1525 
F.; H. Com* Agrippa v* Neüeahm a. Cöln [geb. i486; mi 
1535], talentroll und fcenntnissreieh, Qberapannt im Glauben an 
Zweifeln: de ooeulta ph. L. I. Antw^ 1531. 4; LL HI. Cdl 
1533. F. u. •. w.f da ineertltudine et Tanitate acienttamm. C 
1527« 8 sehr oft; rgl« QmMnt hihL ,ear. 1. p. 87 eqq.; Opecä 
lijon b. d. Gebr. Berins. 2. 8; vgl. Mrimn^ Lebensbeaehr. I 
F* Patriiiug u« A,. — Aus derselben Quelle, Abneigung gegei 
fiehelastisehen Uebermuth und Uoaufriedenheit mit oder formale 
Speculation, ging die Denkart vieler Theosophen heryox 
welche, im Bewosstseyn gebeimniisroUer geistiger Kräfte dea sn 
Vereinigung mit Gott berufenen Menschen* innere Anschaaungei 
objectirirten und mit äusseren Erscheinungen identificirten , um 
Ton der Abhängigkeit der Naturkräfte von menschlichem Glau 
benswillen sich uberaeugt hielten : Theopkra$tu9 Paraoelsu» fgeb 
1493; st 1541 J, Vah fVtigtl [geb. 1530; st 1588], Joe Bahn 
[geb. 1575; st. 1624], jRn«. Fludi [geb. 1574; st. 1637], J 
Bapt V Hfimoni [geb. 1577; at. 1644] u. s. 8. Frano. Mmrc 
[st. 1699]; Jm. Comemu9 [st 1671], jVfarc. Jlfarcl v. Cronlan4i 
[st 1676]; u. die späteren /. Ctmr. D^pßl [st. 1734], Em, 
Swedenborg [st 1772], /• C* /iavfiler, 7« H» J^ng u. m« — 
Ein ähnliches Ziel erstrebten, mit vorwaltender sittlicher Ent^ 
äi^gung auf das Irdische, viele sqpranaturalistische Theologwn d« 
XVU Jahrh«, welche Im Worte Gottes den alleinigen Inbegrifl 
alier Weisheit anerkannten« 

Homaoiaten n, Reformatoren hatten fttr Viele das Kleinod 
der Denkfreyhelt ermogen und die Philosophie aui der fto» 
aeren Dienatbarkeity in welcher aie von Theologen gehalten 
wurde, su erlöaen begonnen; geistige Selbatatftndigkeit nnd 
jagendlioh krftfitige EigenthamKchkeit im wiasenschaftliohei 
Streben konnten nicht sofort gewonnen werden, indem dal 
Recht des Gemttths gegen ausschliessliche Herrschaft des kal^ 
ten Verstands geltend gemacht, der sich veredelnden Ein« 
bildangkraft befiriedlgendere Nahrung bereitet, des lang Ter^ 
wahrloseten schönen Alten viel in das Leben «surBckgemfen, 
mit Einem Worte , mehr bistorisirt als philosophirt warde. 
Die geistige Wiedergebart der Zeit, immer nen beginnend 
und nie voUendet abgesehlosse», komitei nur imier fortdanem« 



Philosophie. BacoDu CarCesius. 201 

B Ktepfea mit dem ^ aueh tftftrmuNhen, Angriffen nkht er^ 
fendeo, tief gewoneltiBii uraltta Hevkömmen der Bdbetattcht 
ileilien« Bald worden Spotl, Hau und Feindaelig^eit gegen 
V bisherige Knnstgebtude des Penkeni ennfaungt, damit 
p Gefahren begegnet werde , welche die wiaienechiAlichn 
MDQDg oder» was mehr besagt, die Znnftmacht der Tomeh- 
n Naturen nad des tbeokratischeii Klems bedroheten« Aber 
I wenig die milderen Beschränkungen bescheidener Gelehr* - 
ff als Künste und (Sewalttbaten schlauer Herrschsacht Ter* 
Khten, dem Fortschreiten der aus ihren Banden erlflseten 

rthlichen Vernunft daierhafte Schranken entgegen su stet- 
Die Unempfänglichkoit für tpdte Buchstäblichkeit und 
jUankenleerea Spiel mit Kunstwörtern und Begriffen, deoren 
fftberkr^ft erloschen war, waltete vor ; das Bedilrfiiiss einer 
pta Testeren BegrSndong der im Dämmeriichte schweben« 
IftAmicbten Ton den heiligsten Angelegenheiten der Mensch» 
tu wurde allgemeiner und durch maasslose Uebertreibnngen 
I Aonebman nnd Verwerfen oder durch harte Einseitigkeit 
I Bestreiten nttd Vertheidigen , so wie durch Naobwelsang 
R Unsicherheit des menschlichen Wissens in den Schriften 
«Skeptiker, M. Maniaigne, P. Ckarron^ Fz Sanekez [geb. 
1^2; St. 1633] u, A. und durch kühne Freygeisierej meh* 
er Italiäner gesteigert* Ku Hülfe kamen die Fortachritte in 
Utenatik, Astronomie nnd Physik. So bereitete sich der 
Htte Versuch vort die höchsten. Au%aben der forschenden 
VQQnft an ISsen; Baeon betrachtete die Erfahrung, nicht 
fige nachher Des Cartei die Vernunft als ErkenntiJssquelle 
a beide gründeten entgegengesetste Systeme. 

Francü Baeom de Verulam (s. oben S. 6) lehrte grund- 
rii beobaditen nnd dnrch Indnction Grundsätze auffinden. 
^ war Urheber der in England herrschend gebliebenen wis- 
lüchafUich-empirischen Schule (Tgl. Jahrbücher f. wissensch. 
kt. 18275.853 t), unter deren ernten Anhängern Thom^ Hob- 
^9 a« Malmesbury [geb. 1588 ; st. 1679] im strengen Vest- 
ilteu des ObjeetiTcn einer der folgerichtigst«! ist : de dTC. 
miterd. 1647. 12 u. s« W.; LcTiathan. Lond. 1651. F.; lat. 
imsterd, 1670. 4 ; trf ntise on human natura. Londf 1650. 12 ; 
^12.12; Opp. Amsterd. 1668. 2. 4i moral and polit. Works. 
40Qd. 1750. F. 

Rhi Oeicwtti (Carteaius) a. la Heye in Touraine [geb. 



los PUloso^le. Cartetin. 

IS96; tt KiSO], geMMBt tob Jetiillm in lo Hecke an^ r 
Msgeslattet mit mathenatisdieii, estrononiedlte vttd ph 
kaliiidien KenBtnMeD, eriiob ikli rationalistiwh Tom Zw 
nr aeUMtfttoitigeii Idee der 'wiMeHseluifdiGheit mioso 
«Dd »Iirftete in HeHand [1624- IM9] an dogmatiacher 
atdlnng dea theorefiachen Tlirilea aeiaea Syafeaia mit in 
■naiacbef Btedigkeit and logiscll acharfer Bestimmtheit; 
irirkte bedeutend mif die phHos« Denkart in Frankreich 
in den Niederlanden (obgleieh aeine PhikHwpbie liier 1 
wie in ItaKen 1643, verboten wnrde), xnm Thril auch 
Tenlacbland nnd England. Seine Forschung ging von 
Sdbatbewusatseyn des Denkens ans, drang auf atrenge 
dang dea Geiates nnd Cdrpers, t&r den ersteren daa Den 
Rt den leateren Ae Aasdebnnng als Wesen anerkenn 
aetste angebohme, nieht durch Sinnliebkeit empfangene I 
vOTnas, unter welchen die Torstellung von dem Daseyn ei 
alMMdut ToUkommenen Wesens die Quelle und Gmndb 
iping aüea freyen geistigen Lebens ist, und betrachtete 
atantiaMtit und übergehende CaussaKtät als die hödiaten Ai 
gaben der Metaphysik. Fbysiologisebe unil piydiolOj 
Anthropologie bereicherte er mit manchen gKcldicben W 
nehmungen und Ansichten ; die Oesetae ^er Bewegung 
phya. Wdtgebättdes sachte er durclt die Hypothese von 
beln an erklären: Meditationea de piima ph. Amsterd. 1641. 
Prindpia phil. A. 1644. 4 u* s. w«; Opera. A. 1692 ffl.9. 
Oeuvres nouv. ed. p. V. CmHn. Paris 1824 f. 9. 8. Vgl. 
p. BMUt. Paria 1690. 4; abregne. Amst. 1693. 12; Loh 
von Thoma$ 1761, GaUiurd 1769, Mereier 1767, 

Anhftager and Yerbreiter der Cartesischen Philos.: /. Q 
ierg tt. 1666; Jrn. Geulmx st. 1669, durch Entwickelung 
OcsMionftlltmaB uMrlcwürdig; Balthasar Bekker aas Melsla 
in Westfirietland [geb. 1634; st 1698], Icoha bestrettead ( 
Yor ihn» der Jurist Franc. Ponzwibiug in Piaoenza li»15, Ji 
Wier 1656 und *F. Spee in Cautio criminalis. Rinteln ]63f.| 
u. s. w.) dea theologitch und Juristisch furchtbar gemissbrau 
tea Glauben an Zaaberey und Hezerey. De betorerde W 
i. Leuwavd. 1690; 1 u. 2. Amsterd. 1691 f. 4; t. von L 
Schwager. Lps^ 1783. 3. 8; vgl. Schwager'ß I^ben B't. L] 
1780. 8; der vielwissende und geistvolle Skeptiker P. Bi 
fgeb. 1647; st. 1706], irrthümer und Vorurtheile enthüllend 
zergliedernd : Diet. crit. s. I S. 7 ; in Streitigkeiten mit le Cl 
Mber dis platliicto Kräfte und 4bsr Gettss Qftte uad Hoilii 



.PhÜMOphie. SpiMsa. 203 

Bit /ifiMfct vnA LeßMz Mkmt Urapfwg 4m B6md «« •• w. 
^en FortihttagfMftt und liiwtrwMn gegen lieqaemea Dogma» 
mvM anregend: Oeavree. Haag lt27 ffl. 4 F.; vgl« Vie p, 
titlaSzeoHX. Amsterd. I7ä0. I2; P, 5y29. iZegts in Paris [gc^. 
17; ft. 1767] der rolIiHlifdigtte Commentator des Carte«, 
tettff r. I0M. 3. 4; Bmrekard de Vöider ki Leiden [gek 
, M. 17W} Tgl. PofM/ 1 p. 334 19.; £• IF. v. TeoAirM* 
let beb. J661; it. 1708]; Hiß. MoMranehe a. Paris [fp^ 
l()38; st 1715], ein gedankenreieher Selbstdenker, welcher die 
Inaehen der Verirrungen des menschl. Erkenntnissrermögena 
ijcfaologiseb nacbzttweisea suehte ; nm speeulatire Wahrheit me* 
«1 begrUdaa, wollte er die Vemanfterbenntiiiis mU 
Bdevehtang durek dea CSiauben TaraÜineii «ad 
lle dea Haoptsats auf, dass alle Diage ia Gott erkannt wer* 
: De la reeherche de la rerite. P. 1673. 12; Ed. VU. 1712.' 
4 ü. 4. 12; lat. r. Lenfani. Genf 1691. 4; 1753. 2. 4; 
latieh. AtteAb. 1776 fl. 4. 8 * Entretiens aar la netapfajsfqne 
bitir la feligion. Rotlerd. 1688. 12 a. a«; OeaTvea. P. 1712, 
1^12; a. Gegner Sm^ Feueker^ Am. ArtmM^ Loeke^ LMmim; 
At, iWre^ a. Meti [st. 1719] snehte den Gianben an unmittel- 
Sire Ciowirkung der Gottheit u. der Geister sicher zu steilen: 
^ogitafciones de deo, anima et malo, Amsterd. 1677; 1715. 4; 
^eraditlene sollda, auperfieiarta et falsa. 1692; 1706.4; Opp» 
l|iab. Alaat 1721. 4. Unter dea Gegnern aiiid Th. HM—^ 
J* Gasteads P. B. Huet die bedeateaderen. 
, isf Theologie gewann Cart. Ph. gewichtvollen Einflnss; die 
lachtetsten Jansenisten in Portrojal erklarten sich für sie ; Yon 
notettanCen besonders /. Coccejui st. 1669; Chph Wittieh st. 
M6gT; H, AI Rael st 1718, Ruard Andala st 1727 a. y. a. 
lAU Gsgaar aeielHiet dek €M. Vaei (geb. 1589; et i076] Taiw 
livgliah ea». 

^ Baruek (Benedict) Spinoza a. Amiterdam [geb. 1632 ; ai. 
P^ji ein ^er Jade, dnrdidrongen tob reiner Acbtnng f&r 

t Hoheit der menschlichen Besttmnrang und beseelt von hei- 
mithiger Liebe der Wahrheit, der er weder durch Schreck- 
W^ der Ergebnisse rücksichtloser Forschung, noch dnroh 
mere Gefiihren und Lockungen ^ nicht durch Bann oder 
pcb Dolch oder durch Bestechung, entfremdet und vemn- 
l^iit werden konnte, fand sich durch die, Anfangs ntit eifri- 
^ Vorliebe bearheitete Cartesische Pb. auf die Dauer nicht 
^friedigt und stellte, mit Beybehaltung der streng tnathema-«* 
heben Methode, ein überraschend folgerichtiges metaphyd- 
fu^es System auf, den Grundsatz des intellectuellen Dogma- 
^01, dais die wahre Realität eines. Gegenstandes durch den 
^^i^t&hen Begriff desselben entschieden werde, aait anwan- 



V 



204 PhilMophie. 8jrfAMa* 

delbarer Beharrlichkeit Terfolgeii4* Tief erfiuisee er die ^ 
nanft-Idee des Unbedingten nnd HSchstToUendeten als Mitj 
panct dei Zasammenhangei alles Ericennbaren und Denk] 
ren ; Vfie in ihr die Allheit aller Mannigfaltigkeiten a 
drückt ist, S0 liess sie ihm den Inbegriff aller erkennbi 
a. denkbaren Wesen als eine in sieh selbst yollendete, e 
mit zwey nnendlichen Attributen, Denkkräft und Ausdehno 
ausgestattete gleichzeitige absolute Einheit und Allheit 
scheinen; die Ur-Substanz, Gottheit, das unendliche Seyn 
ihm Natura naturans, und die Welt, das endlicbe Wer 
Natura naturata ; diese stehet zu Jener im YerkilCDisge 
Modification zur Substanz, einer inhärirenden , nicht übe 
lienden Causalität So gestaltete sich sein formaler Pantb 
mus , dessen Beschaffenheit Wenige yerstanden and wel 
Viele in Terschiedenen Zeitaltem ans erklärbaiem 
stände als Atheismus rerschrien haben« Viele Gegensti 
der praktischen Ph,, namentlich die Lehren von Neigung 
und Leidenschaften, manche theologische u. politische schwi 
rige Untersuchungen sind von ihm mit tief eindringendi 
Scharfsinne eigenthümlich erörtert w<Mrden. Udber DooU 
heit der bündig demonstrativen Darstidlang und der gediäni 
ten, mit neuen Kunstausdrficken übersättigten nnd für 
fache Veranscbaulichang tiefer und reicher Grundansich 
den angemessensten Ausdruck erringenden Sprache ist nii 
ohne Grund Klage geführt \irorden: R, Descartes Prindi 
ram ph, P. 1. 2. Amsterd. 1663. 4; Tractatuz theologi 
politicus« Hamb. (AmsterdO 1670. 4 (D. Heinsii opp. bi 
coUectio. Ed. IL Leiden 1673. 8; F. Henriquez de Villa 
opp. chirurgica. Amsterd. 1673; 1697. 8}; Opp. posthn 
(Amst.) 1677. 4; *Opp. Omnta, ed. H. E. 6, Faului. i 
1809. 2. 8 ; Philos. Sehr, (vert von Schak Herrn. Ewald) G 
Q. s. w. 1787 ffl. 3« 8. Vgl. Leben von Joh. Coler (holK Ui 
1698; franz. Haag 1706. 12; teutsch. Lpz. 1733. 8), A 
Bieiz (Dessau 1783. 8), M. PMipson (Bramachw. 1790. 
läucai vie et Tesprit de Sp* *Anist« 1719; Hamb« 1735. 
Faulus Prolegg. 

H. Ritter über d. Einfluss des Descartes auf die AuibiUui 

' dee Spinosiunus. Lps. 1816. 8; H. €. W. Sigwmrt über <i< 

ZussmmeDliang des Sp. mit dem Cartes» System. TübingeP l^lj 

8* ^ ü MmiM^^lm Morgenstandsn S* 213 VL ; (F« i ' 



PfaflMophl«. Locke* 205 

|(Ieb«r die Lekre dei Bp. Bn§h 1785; 1789, 8$ JVC tUndehäohn 
|ftii die Freunde Lessiag'e. BerL 1786. 8; F. if. JaeobiwiAtt M. 
M's Besefattldigungen. Lps. 1786. 8; (M. Clauduuf^ vwtj Recen- 
'lioDen in dachen Lessing's, MendelsBohn's u* Jecobi'B. Hemb. 
H786. S\ F. H. JaeöU D. Harne über den Glanben. BresL 17«7. 
)ß\ J. G. Herder Gott. Gotha 1787. S; C. H. Heyd^nrekk Na. 
für tt. Gott naeh Sp. 1. Lps. 1789. 8. — 6. S. Francke üb. d. 
.Beueren Sehickiale dee Spinosienitte« ScUeiwig 1812. 8. 

I Während diese glftnsende und folgenreiche Aeusserungen 
|r kräftig aufstrebenden philosophischen Speculation, m^ai 
llttfhalb der Sehrimken der Schule gehalten und nur die in 
bo supranaturalistischen Bestandtheilen von mehren für eng* 
|pdge Bechtgl&nbigkeit besorgten Eiferern vertretene Theo- 
)S» näher berührend, hervortraten, worden Mathematik, 
iKrononiie, Pfayftk fortschreitend trefflidi angebaut und ge* 
pnen eine reifere wissensch. Gestak; mehre philosophiadia 
Hfiteiiie des Alterthnms, namentlich das Epikurische and Pla- 
Inuche wurden erneut und genauer ausgelegt; JJ. Grotüt$ 
Mite einen eklektischen Gemeinschats philosophischer Grund- 
hbrheiten des dassischen Alterthums in Umlanf und wurdo 
Üopfer des Staats- und Völkerrechts; Sam. P^fendarfhem 
piDJete das, von Tk. Hobbes erschütterte Naturrecht und 
«tnnschaulicbte die gesellsehaftliehe Eigenthumlichkeit gittli- 
Aer Wesen ; P. Bayle'n vielartige kritische Skepsis drängte 
in starren Trotz des Attctorität-Di^matismus in immer en? 
|Bre& Spielraum zurück; J#. Newton regelte die Natarfor« 
Ihiing durch die iiiit kühnem mathematisch-positiven Tiefblicko 
tauchte Nachweisung ihrer mechanischen Gesetze, versich- 
N anf Ausmittelung der lezten Griinde derselben ; Ch. Täo- 
M«t hielt den praktischen Gesichtspanct vest und brachte 
ploiophische Untersuchungen dem gesellschaftlichen Leben 
ll^^r. Diese Bestrebungen und Errungenschaften förderten 
^ allgemeinere Umbildung der geistigen Denkart; philoso- 
Uscber Geist trat in das Leben über und fand bey einigen 
Geschäftsmännern, selbst bey Empfänglicheren des Vol- 
wüUgere Aufnahme und fruchtbarere Wirksamkeit* 
\ Der Urheber des in Grosshtitannien iind Frankreich vor- 
Krrgcheud gebliebenen populären Sensualismus war /ein Loche 
f; Wrington b. Bristol [geb. 1632; st. 1704], ein heller, prak- 
^^t Kopf, gebildet durch das Cartesische System. Er un« 
Niarf die Quellea der measdiliciiao ErkeanlniM einer freyen 



206 Philosophie. Locke. 

üntersuchting, gab die in JSem ht#II«i3liMil^S|fgfMne n 
sisch vorausgesetzten angebohm^n Ideen auf nnd leitete d 
materielle Erkenntniss, ohn^ die formelle zu berficksichtige 
Ton sinolidier £rfafaniog und yqn BcAexioja ab, bieaacli i 
Kriterien der Wahrheit bestimnimd. Er hat daa Veriie 
viele neu scholastische Vorurthetie beseitigt und das 
mit abstracten Begriffen and den von willkfifarlicher Syst 
andit damit getriebenen Misahraneh gehemmt, mriire logisd 
und in sprachKchen MiMversländniasen liegaiide IrrtkauH 
nachgemriesen, manche Dunkelheit in VoriteHangeB aafgeki 
za haibeni die Erfahrungsededehre verdanket ihm veM 
Bezeichfmog ihres Gebiets* and viele gdatrcache BeobachtoT 
gen; die, von Cfrandsätzen des EudimonisoMis ^abhängig 
praktische Philosophie ihre folgeumho Anwendong aaf i 
fendiches und hftadiches Lebf n. Aber eigeBthamUcher Tii 
der Speculation w|ir seine Schale «diireh Einkeikerong ii 
VernanftlhKtigkeit in Sehranken der ErfdiroD^f bind^d 
der Eifer far die vericanate Metaphysik eritaltete; eio ai 
keine rcSne Vernonftprincipien geatfiiater £klektieia»as erltf 
sich ; bey Yiden war der Uehergang zu Maieriafismiu s» 
leichtfertigem -SkepticiMaiis unvermeidlidi : Ess^y «oaoenunf 
human understanding. Lond. 1680. F« «. s. w.i 1812. 2. 1! 
Lat. Lond. 16^1 n. s w.; '^Lpa. 1731. 8; Französ. Amstedi 
1780. 4 u. s. w.; Teutsch Altenb. 1757; Mamh. 1791; Ifi 
17d5 fl. 3. 8; Auszug in le Clere hihi. nuv. 8. 1668 p. 49itf| 
In Young atudents libraiy 1691 «i. ju w.; Two treatises^ 
government. L. 1690. 8; Thoughta on edaeatioa. L. 1693 i 
8. w.; t. Brsohwgl788.8; Posth. woiks. L. 1706.F.; Work 
L. 1714. 3 F^ s^hr <rft; 1768. 4. 4^ 1801; 1818. 10. 8. < 

Von s. Anhänaern sind dl« berubmtestcffl : Am^. Hm^ M 
17^7]: Observatiea« on man. 1. 4749. S %\ ^t* iff2..2< 
Theory of hvaian viiiid* L. 1 776. 8 ; , Am ^^l^ete Natvijfoni 
Chmrleu Botmet 9t. G^of {geb. 17^20; i^. 179?Ir Pi^jcH^lo^ 
Lond. 1755. 8; t. 1773. 8; Emsj sor lei facnUes d^ I'ame. Kj 
penh. 1759; t. Brem. 1770. 2. 8; La Pattogenisle philoB. G« 
1769; t. Zürich 1771. 2. 8; Oeuvres. Neufdiat. 1799; 1" 
8. 4; jgl. /. TrMhky Mem. de«h. B. Bern IIA«. 8; A 
Bonmijie iContUhc a. QmioblB [gab. 4715$ M- 17^ ^ 
lalie Seeiapthalü»'^^ *V^ ^^' £aipfio<luQgreroiögej^ j^rack: 
des sensations. Lond. 1754« 2. 12; Cours d'etude«. K^r* 1^^ 
16. 8; OjBUvres. P. 1798, 23. 8; Jul Qffroy de ia Mettri» \g^ 
1709; St. 1761} offener Atheist: Pbemue Maebk». iieid. 17481 



PhileM^e. Leibnfti 207 

]2; Vkmmt fimaU. F«tod«ii 1748. 12; 0«iHrrei. LmL (Icrl) 

J751. 4; AnMt. 17fi3. 2. 6; O. iMr. lüheÜuB [geb. 1716 ; it,; 

177IJ, Alles aus SüinUjelikeit «d4 J^pismus erklärend : ie Te» 

iprit P. 1758. 4; t. Lps. 1760. % %; de l'homme. Lond. 1772« 

2.8; t. Bresl. 1774. 2: 8; Oeuvres* P. 1796. 10. 12; Find 

Hmr. Diet 9. HMaeh a. fletdelshdiiii in d. P&ls (gd>. 172S$ 

it 1789] «ftel, rvIunsuiDbtig, Ifanchei Diderot ¥erdankeiidy fgmM 

Huerialist: Sjsleme de la «a^ve ^ Mlrabaad, Land* 1770. 2.8; 

.t. Lpx* 1783. 2. 8; KoUmre; die Irans. Enejrklop&disten Dide- 

^rotj d^Alembert u. a« vgl. W, R. Bodmer le Fulgaire et les me<- 

^taphjsiciens. P. 1802. 8; /oA. Prie$tley [geb. 1733; st 1804], 

laHder dureii «etig. sittKclie Grandansicht: Disquis. relat»aaa 

Mtter and s[tfrit. Land. 1777. 8; III Diss. aii tha daet af ma* 

Ueriaiis« aad philos» neeesait|r. L. 1778. 8 fu r» a«; Tgl. 7. Cmrry 

life ef J. P. L. 1804. 8) DugM Suyoari einer der reiferen, 

ethiichen Ansichten treu ^ergebenen Lockiaaer: Elements of tha 

'fliiloBophjr of the human mind. (jondon 1702 f. 3. 8. ^ Unter 

taehras Gegnern sind zu beachten SaiR. Clarke [geb. 1076; 9L 

^1729] als tfaeologlseberRatfoiiaUst;.Wdfta. I. 17381 4 F^ Wl4 

^ & Pfajsiko-Xbeologaa /. X^ f st» 1705] u, WiU. Derh^m {st- 

1735]; beaoBders der seharfoian^ MeaUst Gg Berhtle^ fg^^* 

^1684; St. 1753J: Works. JLoud. 17^4. 2 4; und der krit. Skep- 

^tiker 0. Humt. ' 

I 

Ggiffiried Wilketm LeHmiiz a. Leipilg [geb. 1646; aL 
iUNoT. 4716], daa ganae Gebiet 4e8 menachl« Wisaeofl 
M grundlich «nd genial maffesaend, in 4er Mathematik nana 
Nuen hrediand wnA auf vMa Kennlniflakreiae durch iracht- 
HM AaaidsteB Qod Winke einiirirkeiid, vertraut mit den B^ 
Ib^ebungen der Foracfaer aHer Zeiten , reich an eigenthamUr* 
kn Combinadonen, so frey ainnig and gerecht in Anerlcen» 
^g des Wahren^ wo er ea au finden oder zu ahnen glaubte, 
bs loKBcUidier Parteygeiat, auch in unseren Tagen, ihn arg- 
lüig miaayeratehen und antipcoteatantisches Gift ans den BIu- 
knsnner weltbBrgerlidi philosophischen Unbefangenheit aaU'* 
im konnte (L. System d. Theologie. Maine 1820. 8 Tgl. Cr. 
K Scitf fee über d. Entdeckung, dass L. ein Katholick gewe- 
^ sey. Golting. 1827. 8 u. Pütduis in Heidelb. Jahrb. 1827 
1 946 f.), hat aidl durch Verbreitung, Berichtigung, Aufbell- 
>ig und acbftrfere Bestimmung philos. Ideen einen uuTergfhig- 
Itheu Namen erworben, das abstracto Denken, dessen För* 
l^nuig er auch in der tou ihm bestrittenen Schdafitik ^ei- 
Msweges verkannte, geweckt find geübt, Jie grosse Well 
lAiGesdiiÜtanftnner damit befreundet und über Pffioht,^ Recht 



20p Pkilosoptiie« Leibilitz. 

n. Methode d«f Specdatf on Ton aiolurtti Seiten hellem Licl 
verbreitet Sein demonstratives Svitem des Spiritualism 
oder theistischen Rationalismus stützet sich auf die Gnindle^ 
ren der platonisirenden Monadologie, der harmonia praestali 
lita, der Tbeodicee und des Optimismus; dabey liess er 
sinnliche Weltansiebt so weit gelten^ dass die Welt der 
sümmnng durch Natnr-Gesetse, in welchen Gott nichts ioi 
könne, ohne den Ordnnnggang aufzuheben, fiberlassen 
werden schien* Seine Theorie des menschl. ErkenntnittvS 
ay^gens ist dem Lockschen Empirismns entgegengesetzt oi 
fahret die Ausmittelung und Begrftndnng der Wahrheit i 
logische Gesetze der Idendität oder des Widersprachei xi 
des zureichenden Grundes zurfick« In t. Metaphysik wi 
dem Cartesischen Dualismus und dem Spinozismns entgegs 
gearbeitet: AbbandU in Actis Ernd» 16S4 fflL uu Journal di 
savans 1691 fl«; Opera st. L. Dnt^m. Genf 1768. 6. 4: 0« 
vres pbilos. publ. p« B. E. Baspe. Lpz. 1765. 4; t. Hai 
1778 f. 2« 8 ; Epist. ed. Ch. Kortholt Lpz. 1734 fL 4. 8; Co« 
mercium epist. ed. J« JD. Gruber. Bannov. 1745« 2. 8; Coml 
epist ined. selecta spec* ed. /• O, H. Feder. Hannov. 1805.1 
Tgl. Vaterland. Museum 1 8. 243 fi. 609 0L Vgl Lobicb 
Ton Fontenelle 1716, Builly 1769, Kästner 1769; M. Ein 
mann Vers. fib. d. Leben L. Mfinster 1783. 8» 

C. Gr. Ludoviei Ausfihrl. Entwurf e« Tolbt Hist der LeiM 
tsUchen Ph. Lps. 1737, 2. 8. — Von s« zsUreishen Anhüngsi 
s. dss Yerseichaiis der Wotfisner; verzüglich bemerkeniveit 
sind; Gg Bemh. Büfinger in Tübingen [geb. 1693; it 175(l| 
de harmonU praett. Frkf. 1723; Tab/ 1735. 8; Dilacidstioi^ 
de deo, snima» mundo. Tüb. 1725; 1740; 1768. 4; Vmsvjk 
logics, Jena 1729. 8; Tgl. 6. Söhw^ im Morgenblatt 1830 W 
131—136; M. Gottl Haimh [geb. 1683; st. 1752fJ; TbcH 
mata metaphyi. Augsb. 1725. 4; L. principia philosephiae. Fii 
u« Lps. 1728, 4; Medicina mentis et corporis. Ansterd. 1750.1 
T, a.; AUx. Gottl. Baumgarten in Frankfurt a. d. 0. [geb. 1711 
St. 1702] mit efigentbümliohem Scharfsinn in log. Anaijse: m 
tapbysica. Halle 1739. 8; Ethica. U. 1740. 8; Jas natur« 
Halle 1765. 8; Aesthetlea* Frkf. 1750 fl 2. 8; Phil. gen. « 
/. CA. Foreter. Halle 1770. 8; Tgl. 6. F. Mekr Leben W 
Halle 1763. 8 ; 6. £. Leasing u. Moe, Mendeheohn ; t. a.; i 
näherer Beziehung auf Anthropologie u. Physiologie Emit A^ 
ner in Lclpsig [geb. 1744; st 1818]: Aphorismen. L. 177611 
1793; 1800. 2.. 8; Anthrop. 1772; 1790 u. m. a. •- Gego«^ 
£« Clarke^ /s. Neteion a* ▼. a.; /• P. d0 Crouean [geb. l^^ 



>• 



Philosophie. Wolf, 209 

<e. 1748) geistreicher Eklektiker: Logiqne. Amtt, J725. 4. 8; 
llxamea da pjrrhonisme. Haag 1733. F.; De Teiprit hum. Ba* 
sei 1741. 4; Tr. de Peducation des enfaas. Haag 1722. 2. ]2; 

n a. 

Christian Woffa. Breslaa [geb. 1679; st. d. 9 Apr. 1754]» 
fessor io Halle [1707] und, als theologisch-politische Yer^ 
btzerung ihn vertrieb, in Marbarg [1723], bis er durch K. 
riedrich II [174*0] nach Halle zurückgerufen wurde, erhob 
Itron-ihin vielseitig ergänzte und in Ansehung der Mona* 
logie und harmonia praestabilita ermässigte Leibnitzische 
ülosophie zu einem vollständigen, alle Theile zusammen* 
pgend umfassenden System, welches durch mathematisch 
■noQStrative Methode philosophischen Geist allgemeiner bo* 
ttte und in die Zunftkreise der Gelehrten einführte, die Ver- 

P" agang der Scholastik vollendete, in Teutschland, dessen 
itersprache^ nach Ca. Thomaaius in Halle [st. 1728] Vor- 
iiBge, von ihm zu wissenschaftlichen Verhandlungen öffent* 
b gebracht wurde , volle drey Menschenalter herrschend 
eb und, theils durch Mangel an strenger Unterscheidung 
•ischep Mathematik und Philosophie und zwischen Erkennt- 
m der Vernunft und der Erfahrung, theils durch Missbrauch 
lesvom Anfange an zu weit getriebenen Formalismus, di« 
Ugenreicbsten philosophischen Revolutionen der neuesten Zeit 
'eranlasste. W. bestimmte die Richtung, den Umfang, dia 
fräozen und die innere Verbindung der gesummten philoso- 
iuchea Thätigkeit, gliederte dieselbe encyklopädisch nach 
|en Aensserungen und fand in dem sittlich praktischen Xbeil, 
If dessen Bearbeitung er vorziiglichen Fleiss verwendete, den 
lltelpunct der Speculation. Der Logik gab er [1710; 1728] 
ffache, auch auf empirisch-pädagogische Zwecke berechnete 
bslichkeit und wies in ihr der Syllogistik die ehemals mit 
ken behauptete Stelle wieder an. Die allgemeine Metaphy- 
I[1719; 1730] stützet sich auf den, gewissermaassen mit 
pn Bewusstseyn identificirten Satz des Widerspruchs und zu- 
gebenden Grundes, entwickelt eigentlich nur die abstracten 
ipiffe und zergliedert die Vorstellungen von bloss denkba- 
Ih Gegenstanden ; die rationale Psychologie [1734] und di« 
tüürliche Theologie [1736] wurden durch bedeutsame An- 
ichten und Erörterungen bereichert. In der praktischen Ph. 
i720; 1738 ffl.] wird das Streben nach Vollkommenheit alt 

^Viehler BB. d. Litt. Oesck. iV. 14 



»iO Ftiitosophie« Wulf. 

obeniter CSniiidsatz «ufgestellt und die Anordnung eiazek 

BeBtaiMkheik genauer befttimmt: Dias. Philos. practica u^ 

meihodo inatfaem. conscripta. Lps. 1701. 4; Vernunft.^ 

danken v. d. Kräften des menschl. Verstandes. Halle 17fi 

u« B« Wb ; V. G. T. Gott, der Welt u. d. Seele des Mendl 

Frkf. n. Lpz. 1719. 8 u. s. w. ; Anmerkungen dazu i7U 

«!• s« w«; Versuche zur Erkenntniss d. Natur u. Kuwt 

1721 fl. 3. 8{ V. 6. V. d. Wirkungen der Natur. H. 1721 

V* G. V. d. Absiebten d. naturl. Dinge. Frkf. 1724. 8; Y. 

Ton des Menschen Thun u. Lassen. H. 1720. 8 ; V. 6. t^ 

geseUsehaftl. Leben. H. 1721. 8; Gesammelte kl. Sehr. 

1740. 4. 8; Logica 1728.4; Ph. prima s.'Ontologia 173ft 

Cosmalogia 1731. 4; Psychologia empiriea 1732. 4; Ps.' 

tionalis 17S4. 4; Theologia naturalis 1736 f. 2. 4; Ph. ^ 

etica univ. 1738 f. 2. 4; Jus naturae 1740. 8. 4. Ethica 1^ 

4. 4; Ph. civilis 1746. 4. 4; Jus gentium 1750. 4; Anfa^ 

gründe aller mathem* Wissensch. Halle 1710. 4. 8 oft; A 

sag 1717. 8 sehr oft; Elementa matheseos. H. 1713; G 

1743 fl.; Verona 1791 fl. 5. 4 o. v. a. Vgl. Büicking M 

s. Lebensgeseb. 1 8. 3 ffl. ; F. W. Kluge Ch. t. W. i 

biogr. Denkmal. Breslau 1831. 4. 

C. G« LudovM ausf. Entw. d. Hist d. Wolfisohen Ph. 1 

1737. 3. 8; Neueste Merkwürdigkeiten der Leilmitz-W. Phl 

1738. 8; SammL o. Auszuge der Streitschriften wegen d. 
Ph. Lps. 1737. 2. 8. 

Anhänger der Wolfi«;hen Sehufe : L. Ph. nümmig [geb. 1« 
St. 1728] ; G. B. BUßnger in Tfibingen ; /. B Rmueh (| 
1691; st 1754] in Jena; /. Ck. 4Sotigohed und /. U. Wind 
[geb. 1703; st. 1770] in Leipzig ; m. a. Unter den Theolo| 
ff G. Reinbeck in Berlin [geb. 1682; st. 1741]; hr. G. u 
[geb. 1600; st. 1753] in Tübingen; Jac, Carpov [geb. IM 
St. 1768]; 6. H. Riebov [st. 1774] u. A. Unter den Jurisif 
J. U. V. Gramer (st. 1772], J. A. v. loksiadi [it. 1776), A 
Sehienekmidi [st. 1778], D. NetielUadt [st. 1791] v. • 
Gymnasien wurde der Wolfianismus eingeführt durch /• ^' ' 
fteeti, F. Ck. BaumeUier [st. 1785] u. A. — Dach Eigentbl 
liehkeit zeichnen sich aus : G. AL Baumgarten ; Mart. KnuH 
in Königsberg [st. 1751]; Herrn. Sam. Retmarue ia UaoM 
[geb. 1692; st. 1765): VentunftUhr« 1755 | V Aufl. in^\ 
Die vornehmst Wahrheiten der naturL Religion 1754; V Ai 
1781; VI A. 1791; Vll A. 1798; Betr. üb. d. Kuuittriebe < 
Thiere 1760; IVA. 1798; Wolfenbütt. Fragni. vgl. Lp«, l^^^ 
1825 S. 1841 t 18491:; m. a.; Go///r. Piouequet in TAiH 



PhUwpphie» Hunw. 

fgeb. 17ltf ; «t. 1700]; Eifioder dea logbehen Galcul«: SamniL 
d. Sehr., welche d. log. Caleul betr. Tüb. 1773« 8 ; Commentatt:. 
philos. selectae« Utrecht 1788. 4 u. y. a. 'vgl. C, Ph. Conz kL 
JIM. Sehr« 2 S. 115 f.; J.' Heinr- Lambert a. Mahlhausen [geb* 
, ]728; Bt 1777] trefflicher mathemat« Denker: N. Organon. Lpi;. 
|l76i 2. 8; Abhaadlungen. 1. Bert 1782; Architektonik. Rigm 
1771. 2. 8; Koimologtficlie Briefe. Augsb. 1761. 8; YgL J. H. t. 
oach 8. Leben u. Wirken y. />. Huber, Bafel 1829. 8) /. G.SuU 
l«er, M. MendeleeohHj /. A. Eberhard^ E. Plainer; •• Seh. Chn 
ijug, Semler in Dresdeil [geb. 1767; st. 1825], durch grundli- 
che Vielseitigkeit und feinen Kunstsinn ausgeieichnet: Ueber dia 
combiaatorUcha Methode 1811; Ed. U. 1822; X A. H. Ulrich 
!i. T. a. 

^ Gegner: /. Joßeh. Image in Halle [geb. 1670; at 1744] au 
blindem Eifer Cur yermeinte Rechtgläubigkeit persönlieb leiden- 
Hcbaftlich: Causa dei et relig. naturalis adv. atheismum« Hallt 
H723. 8 u. y. a.; n. s. Handlanger Dan. Strähler 1793 u. A. 
|-- Wissensehaftlich : i. Fz Buddeut in Jena [st. 1720]; Atidr. 
Ihdiger in Leipsig [g«b. 1673; at. 1731], eklektUeJier Sensua- 
|6t; s. Seh. Chn Aug. Crueius in Leipaig [geb. 1722; st. 177S] 
^icharfiinnig in Veststellung der Eintracht s wischen Phil, und 
iTecktglsabigem Christenthum ; s. streng wissenschaftlichen Zu-' 
' MOfflenhanges ermangelndes zum Theil sophistisches sunt Thell 
nvstisch dunkles System ruhet auf dem Grundsatse der Gedenk- 
Urkeit und enth&lt tief eindringende Unterswsbungen, Ahnungen 

■ md Andeutungen : Weg zur Gewissheit. Lpa. 1747. 8; de sum- 
nii rationts principiis 1752- 8; Anweis, yeruunftig zu leben 

■ i767. 8 u. y. a. ; vgl. /. E, Wüstemann Einleit. in das Lehr- 
gebäude des Cr. Wittenb. 1751. 8; /. Gg Dariei fn Jena [geb. 

^1714; St. 1772] nicht ohne Verdienst uas Beriehtiguiig mehrer 
^|iiU. Begrift. 

I Mit furchtbar folgerichtigem Skepticismaa erschütterte D. 
PM« (3. S. 331) den Lockischen Einpiriamoa, bestritt die 
Ijectivität der philos. Erkenntniaa nnd die Realität der mch- 
Plihysischen Speculation and leitete alle Voratdlungen Von 

E netartigen flindrücken oder Enipfindangen der Erfahrung 
subjectiven Angewohnheiten ab; alles Wissen, das ma- 
latische aiisgeaoinmen, erschien ihm angewiss und auf&l« 
tDie Sittenlehre begründete er auf dein Princip des sitt- 
n Gefühles oder des Triebes des Wohlwollens : Tr» oa 
au nature. Lond. 1738. 3. 8; t. Halle 1793. 3. 8; £n- 
picj conc. hum. understanding. L. 1748. 8; t. 1755; Jena 
'^^* S; Essays niora^) political and litterary. Edinb. 1742; 
"^^ 17€8. 2. 4; 1/70; 1784. 4. 8; 1810. 2. 8; Dialogues 

14* 



212 Philosophie« Hume. 

cone. nataral religion» Lond, 1779. 8; t« 1781» 8; Euaj < 
suicide» L«^ 1789. 8. 

Dieter Skepticiimus wurde durch Uebenetfiingen und Beoi 
sang in Frankreich, Teutschland, Italien rerbreitet und i 
sehwach bestritten« — Gep^ner in Gr. Britannien, weiche den | 
Sunden Menschen verstand ais obersten Grundsatz geltend mwi| 
wollten: Th Reid [geb. 1704; %l 1796]; Ilieh. Price [^ 
1723; St. 1791]; Jam. Beaaie\gth.n35; st. 1B03J; Th.PrUi 
ley; Th. Oiwald; Dugald Suwart i9 A. 

I 
Eine bedeutende Masse philosophischer Ansichten warj 

Umlauf gekommen und hatte allgerdeinere Theilnahme geb 

den« Die Natarforschang, unterstfitzt von fortschreitend i\ 

Tollkommneter Mathematik, gewann grosseren Umfang a| 

tiefere Gründlichkeit » in Systemen der Medicin herrschte p) 

losDphiscber Geist; pragmatische Anthropologie, auch duji 

Lavaier'n (3 8, 381) Physiognomik und durch /• Jos. Gal 

u. Tiefenborn im Badenschen [geb. 1758; st. b. MoDtrofl| 

1828] Schädellehre nnd Gehirn -Entfaltung (vgl. Somtnerä 

Gott. G. Anz. 1829 8. 49 f.; Golhe W. 31 8. 203 f.) \ienj| 

'Stens hypothetisch erweitert, Erfahrung-Seelenkunde (vglEfl 

Bl. d. ALZ. 1802 N^o. 82 fl.), Pädagogik, Gesch. d. Mesid 

heit, allgem. Sprachlehre a. s. w. waren durch gehaltvol 

Beobachtungen, Forschungen und Folgerungen vielfach bere 

chert und zu wissenschaftlicher Bearbeitung vorbereitet wa 

den; durch geistvolle Nationalschriftsteller war ein Schatz n 

nerer und h&herer geistiger Geffihle und Anschauungen G 

meingut. des gebildeteren Volkes geworden; Theologie {i 

geschwächter Starrgläubigkeit durch Em. Swedenborg st. Vi 

eihen empirischen Naturphilosophen, welcher durch Studii 

der Kabbala 1745 Visionär wurde: Abr6g6 des ouvr 

d'E. Sw. Stockholm 1788 vgl. Hamann Sehr. 7 8. 179 

/• J. Görret E. Sw. s. Visionen u. s. Verhältniss zur Kircl 

Speier 1827. 8; nnd durch den tiefdenkenden Pietisten 

Chph Oetinger st. 1782; u. m. a.) nnd Jurisprudenz hatt 

philosophische Richtung und Methode in sich aufgenomnn 

alle Theile des menschlichen Wissens unterwarfen sich ^ 

Gesetzgebung der Philosophie nnd zeigten sich für Ver 

nng empfänglich. Aber bey diesen glänzenden äusseren 

oberungen erschlaffte die Philosophie qls reine selbststäo 

Wissenschaft im Inneren; sie hatte mehr Mannigfalrigiceie 



Philosopliie. Kant 213 

b Ansb'reitang und Anwendung, alg Einlieh und Yestigk«! 
ler Grandansicht; die Achtung für Metaphysik war gesunken^ 
bi Streben nach Erforsehqng der höchsten Aufgaben für 
Ifernunftthitigkeit wurde von der Mehrheit als nnfrachtbares 
l^el des Schalpedantismas geringgeschätzt; ein oft launen- 
jifter, oft darch Verhältnisse bestimmter und das Bedürfnis« 

Individaalität mehr bemhigender als befriedigender Eklek- 
iismus und Synkretismus schien auf das Ergreifen uobeding- 

Wahrheit zu verzichten nnd die beiligsten Ansprüche des 
mehh Geistes dem angeblichen gesellschaftlichen Gemein- 

ile aufzuopfern« Diese das reine Denken bedrohende Ge- 
Iren konnten von Unbefangenen, welche heller sahen, weit 

angeblendet durch Aeusserlichkeiten, in ihr Inneres ein- 
Ikrten und über unabweisbare Foderungen und deren Recht- 

iigkeit beharrlich nachdachten, auf die Dtauer nicht ¥er<* 

it werden ; und als kühner Skepticismus der Natur den 
iliorsam aufkündigte, wurde das Yernunftvermogen heraus* 
^fodert zur Bettung seines. Anspruches auf Herrsckstft über 
le Natur. 

J. Kant (3 & 409), angeregt durch Hume's Skepsis, wtd- 
äete sein aibeitvolles Leben dem grossen Geschäfte, die Un« 
tkherheit in den Bestrebungen der Yernunftthätigkeit zu be- 
Mitigen. Vertraut mit den Systemen nnd Leistungen der 
Mer aUer Zeiten, war er überzeugt, dass keine der bis«» 
Wigea Forschungen fruchtlos für Ermittelung der Wahrheit 
iwesen sey, alle aber einer Reinigung bedürfen und nach 
^en Grundansichten und Ergebnissen neu zu ordnen und der 
Ikeren Gesetzgebung vernunftmässiger d. h. nothwendig all- 
^meiner Einheit zu unterwerfen seyen. Um die Möglichkeit 
'i den Umfang der Yernunfterkenntniss sicher zu stellen, 
N er von Untersuchung der Qoellen der Erkenntniss, von 
UUerscbeidung der mathematischen nnd philosophisclien Er« . 
B^Dtniss und von schärferer Trennung des Denkens und Er- 
unnens, der Vernunft und des Verstandes aus.; das theore« 

t^he Eikenntnis^vermögen beruhe auf Sinntichkeik und Ver- 
^^^\ jene gebe den Stoff in den Farmen der Zeit und des 
^nmeg; dieser gestalte nach vesten, in Kategorien ausge- 
buchten, Gesetzen den Stoff zu Begriffen und Urtheilen; so- , 
"^t sey die Gewissbeit der tfieore tischen V^ernnnft auf die, 
^<uch Verstandesbegriffe bedingte Erfahrung beschränkt ; die 



S14 Plulosophie. Kant 

^ktiteb« VerDimft erwrise rieh In BeitiinmiiDg ier Wil 
kfibr durch Ideen ron Pfficht und Recht oder im praktiiehj 
Yeinanftglaaben ; die, das Besondere dem Allgemeinen un 
ordnende Urtbeibkraft bewirke Uebereinstinnung slvise 
der, ans dem Begriflfe von der Natur hervorgehenden tbeoi 
liichen nnd der auf dem Begriflfe von Freyheit bemhe» 
praktischen Erkenntniss ; so werden, mit Vesthaltang des ^ 
Bewnstseyn Gegebenen, die formalen Gränzen des gesam 
Erkenntnissvermögens und die Gebiete des Witten« nnd Gl 
bens bestimmt; alles metaphysische Wissen ordnet rieh d 
rittlichen* Wollen nnd Handeln nnter. Die Geltang des I 
len, weklies als etwas Scheinbares, nicht Objectives bei 
tot wurde, indem die Sinnenerkenntniss auf reiner Sobjectii 
tat beruhe, wurde von K. verkannt« Dieses, nar zum Th 
von seinem Urheber ausgeführte System des krilasehe 
transeendentalen Idealismus, nichts zerstörend in mensdilic 
Ansichten und dem Unerreichbaren nicht nachjagend, vit 
trotzige Gewissheit verheittend, noch frevdbafte Zweifel 
gfinstigend, erhebet den menschlichen Geist zu den höcl 
Bestrebungen und demfithiget ihn durch Nachwrisnng 'i 
Schranken seiner Thfttigkeit und ist durch Erkrtftigasg 
freyen Selbstthätigkeit der Vemanft nnd durch Belebaog 
Theilnahme an philos. Forschung von gehaltschweren vnd 
steter Wiedergeburt begriflfenen Erfolgen begleitet gew 
Kritik der reinen Vernunft. Riga 1781 j V Aufl. 1799; IM 
S; Kr. d. praktischen V. Riga 1787; IV A. 1797; 1818 
Kr. d. UrtheUskraft. BerKn 1790; III A. 1799.8; Prolegoio 
SU e. Jeden kfinft. Metaphyriik« R. 1783. 8 ; Grundlegung 
Metaph. d. S. R. 1785; IV A. 1797. 8; Metaph. der M 
Königsb. 1797; II Anfl. 18(». 2. 8; Metaph. Anfangsgr.j 
Naturwissenscb. K 1786; III A. 1800. 8; Die Religion inJ 
halb d. Gränxen d. blossen Vomunft. K. 1793; ^1794. 8; ^ 
thropologie. K. 1798; 1800. 8 u, m. a.; Kleine Sehr. H 
1709 fflU 4. 8; Logik heransg. v. Jä$ehe. K. 1800. 8; P 
dagogik heraosg* y. Hink. K. 1803. 8; Vorlesoogen o 
d. philos. Religiondehre. Lpz. 1817* 8 ; iber d. Metapb 
inrt 1821. 8. n.s. w^ 

G. B. Gerlach Philofophie, Gesetsgebung und Aefibetifcjj 
ihreni Jetsigen Verhftitniss cur Bildung d. Teutschen. Poien 1B04 
8; €. r, SHMm %h. 4. WeHh d« kril. PiiHot., in Befiti«^ 



PUlMopUe. Kant MS 

li. JPliilot. u. QMdb. d. ReUgfon 3. 4. i. 1707 fl*; IUtMoh <L 
^LiU J804 No. 117 ffl. 1805. 

Verbreitung der krit. Ph. auf teatsehen Hoelncbttleii, «m eif- 
^i^ten in Jena n. in Königsberg, nicht olint ftiiMbrftachlitht 
' Debertreibung Tgl. ErinneriHigen aas H«rder's Laben 2 8. 224 f« 
vt. über die iJieologUehen Sch«lsianer Hamann S^r. 7 S» 274 f. 
^^ Viele Anh&nger : Th. G. v. Hippel 3 S. 427 ; /• «. Hamann 
^S.409; M. Herx [geb. 1747; st. 1803] 1771. — *J.Sehukz 
% Königsberg [geb. 1739; st. 1805]: Erlänt ftber K. Kr. d. 
V V. Königsb. 1784; 1791. 8; Prüfung d. Kr« d* r. V. K. 1789 
«. 2. 8; Ch. €f. Schüix in Jena (j. in Halle) 1785 fl.; C Ch. 
fl.Sckmid in Jena [geb. 1701; st 1812] 1786 A.; «C. L. 
^mhold [geb. 175%; st. 1823] in Jena u. Kiel« diiToh Seirwan* 
Ken nie erkaltenden edlen Wabrheitsinn beurkundend, 1785 ffl. 
[Tgl. Leben u. litt. Wirken herausg. v. ErnMi ReinhoU. Jena 1825. 
% L H. Jakob in Halle 1786 ffl.; Sal. Mmmon {geh, 1753; 
kiaOO] 1790 A.; J.S. Beck in Rostock 1793 fl. ; C.H.Hey- 
^eieh in Leipzig [geb. 1764; st. 1801] 1793 ffl.; G. S. J. 
Ubl(ta in Magdeburg [geb. 1755; st. 1825] 17M ffl.: Encykl. 
tVörterb. d krit. Ph ZuUichau 1797 ffl. 6. 8; *J. Ch. F. Dktz: * 
^ier Philosoph u. d. Philosophie. Lpi. 1802. 8; Ueber Wissen, 
^l&ulen, Mjaticisnius u. Skepticisraus. Lübeck 1809. 8; J.,G. C. 
Kh. Kiesewetter in Berlin [geb. 1762; st. 1814], J. Ch. Hoff- 

^r, Las. Bendarid in Berlin [geb. 1764; st. 1832), /. B0^). 
.Irkard m Berlin [geb. 1766; st. 1827]; H. W. v. Gerstenberg 

3i^.379; J. U. Tieftrunk; C. L. Pörschke [geb. 1752; st. 1812]; 

G B. Jäsche; F. W. D. Snell; J. Neeb; 6. L. Bekenn; Chr J. 

Kmu; A, W» lUhierg u. v. a.; Seb. Mutscbelle; Matern. Reuss; 
' Caj. Weilier u. m. — Bey unzweydeutiger Aektung für K's Sj- 
iitem, von dem sie ausgingen, verfolgte» eigeaCbünliche Wege, 
^ tun dasselbe zu berichtigen und au TervollstJUuügen : C £. Rem- 
^Mf eine Theerie des Varsteilungvermögens aufiHellend 1789, 
leine Zeit lang an Bardili sicii ansehliessend, and nieht ohne Er- 
folg die Missverstaiidnisse and Verwirrungen in d^m philos. 
^prsehgebrauche erörternd 1809, 1812, 1816; Fr.Bouierw^k in 
|Göttmgen [geb. 1766; st. 1828] drang in der Apodiktik 1799 
l«uf den Grundsatz, des absoluten Sejns und Erkennens, später 
^ 1813 auf Annahme des Glaubens der reinen Veznunft an sich 
, leibst; thph Gott/r. ßardili's [geh. 1761; st. 1808] rationaler 
^Realismus 1800 konnte durch Reinkold'Ä Bey tritt nur^ auf sehr 
^ kurze Zeit bej Wenigen geltend gemacht werden; /. H Abicht 
\ i»d der geniale Th. Thorüd 1 799 ; WUh. Traug. Krug [geb. 
I ^770] in Königsberg, jezt in Leipzig^ wirket pädagogisch auf 

Gesinaung und Streben durch fasslichen iind auf sittliche Frucht« 

»arkeit berechneten transcendentalen* S jnthetisnras : System d. 
\ tbeorat q. prakt Pb. Königsb. 18^6 fü. & 8| Handibach. Lps. 

I^^^O fl«; 1822. 2. 8 V. «.«vg». Urcsus Lebenirme 1824i; /oe. 

rrted. Frit% in Heidelberg u. iei^a,, hebt den reiben Glauben der 



2i(i Philosophie. Kant 

Verniinft berror und sucht Psydiologie u. Anthropologie anfiij 
klären: Syitem]804. 8; Neue Kritik d. V..Heidelb. 1807. 3. d 
Logik 1811; 1819. 8; Ethik 1818. 8; Mandb d. piychol. Ai^ 
* thropologie. Jena 1820 il. 2 8; Matheniat. Naturphilosophie Uetj 
delb. 1822 m. a.; ihm schlietst sich im Wesentlichen an Ffj 
Calker in Bonn; /. Fried. Herbart fgeb. 1770] in GöttiD{ 
jezt [i* 1808] in Königsberg, zeichnet sich durch gediegc 
Scharfsinn aus und sucht (18 IG» 1824 f. 2. 8) Psychologie 
thematisch zu begriinden :, Prakt. Ph. 1808; Einleitung d. 
1813; Metaphysik 1816; Ueber das Böse 1817; Kurze Encjl 
d. Ph. 1831; die sittlich edeln Selbstdenker /. E. v. Berger t 
Kiel [geb. 1772] : Allgem. GrundzQge d. Wissenschaft d Nati 
Q. des Menschen. Altona 1817 f. 4. 8; u/Dav Th. Au^. i^H 
Bedkien; die dialekt. SelbsUtändigkeit erstrebenden Arth Sck^ 
pehhauer^ F. Ed. Beneke; der kunstrerstandige Aesthetiker ii 
Wendt in Leipzig, jezt in Göttingen u. A. . 

Gegner, Im ersten Jahrzehnte am zahlreichsten und zum Im 
durch geistlose Naehbeterey und abgeschmackte Uebertreibang [^ 
Por8chkeA797 in Fichte Loben 2 S* 365 f.) oder missbräud 
liebe Anwendung der kr. Ph. aufgeregt. Mit Uebergehung thai 
log* tt. scholastischer Fanatiker, sind zu nennen: M. Meiidek 
iohn 1785; /. F. Breyer 1785 ffl.; J. G. H. Feder 1787; i« 
Weishaupt in Ingolstadt u. Gotha [geb. 1747; st. 1830] 17$! 
fl.; J. A. Eberhard 1788; 7. F. Flate 1788; JS, Piainer 1793; 
/>. Tiedemann 1794 fl.; Ch. Garve 1708; /. Ch. Schwab [i^ 
1821] 1800 u. m. a. — F. H. Jacohi (s. 3 S 414) bestclt 
Dogmatismus und Kriticismus und leitet alles philos. Wissen n 
dem im inneren Sinn oder im Gefühle der rationalen Anichao 
ung geoffenbarten und durch Rellexion bestätigten dreyeiDijri 
Glauben an Gott, Natur und ein^enen Geist ab; über das Bi^ 
Toji den göttlichen Dingen vgl. Goethe W. 32 S. 72; zu s. Lehi 
bekennen sich Fried. Koppen u. Jac. Salai in Landshut, Cd 
V. WeiUer [st. ISSfO] in München, Ch, Wei$i, Ch. A, do^ 
u. A. — Der Antidogmatiker Cr. E. Schuhe in HelmstädtJ 
Götttngen hat s. Skepsis fortwährend ermässigt; Aenesideml 
Hamb. 1801. 2. 8 y. a. i 

In Frankreich (Ch. ViUen 1801), Gr Britannien und Itaii^ 
hat die, durch Uebersetzungen und einzelne Mittheilungen beka^ 
gewordene krit. Ph. wenig Eingang gefunden ; mehr in Uollai| 
Dänemark und Schweden. 

Teutschland blieb fortan die Heimatb der missenschsM 
ehen Philosophie und mehre hochbegabte Denker verfolgt^ 
mnthig die Bahn , welche zum höheren Ziele der Wabrbe 
zn fuhren Tetspricht Wurde auch ihren, von stiirmiscbs 
Beyfalle überraschter Zeitgenossen eben so sehr äberschätsU 
als auf der anderen Seite im Eifer des Widerspruches bi 



Philosophie, Fichte. 2i7 

a 

kannten, Anslrengiiiigen der gehoffle Siegesloho nicbt aa 
leil und veraoschaaliehet sich für Viele darin das Ender- 
|ä)Diss alles noch so ernstlichen und tüchtigen Ringens nach 
tteni Kleinod, welches gefunden zu haben oder bald er- 
jüifen zu. können, ehrliche Selbstliebe glauben muss, weil 
Wst Beharrlichkeit in arbeitender Speculation unmöglich seyn 
iSrde ; so erscheinet doch ihr geistiges Streben reich an berr- > 
pen Früchten, nicht bloss für den engeren Kreis, der. in au-*, 
piblicklichem Genuss schwelgenden Auiserwählten, sonder» 
eh für die grössere Menge; die edelsten Kräfte erstarken 
lUebuttg and retten die höhere Bedeutung des Lebens und 
chsende Klarheit wird im Kampfe und selbst durch den 
lieh aufgi&gebenen Irrthum gewonnen. Wird die Bahn, 
welcher 4er forschende Geist mit kühner Freudigkeit und 
lichem Vertrauen auf ihr Hinführen zum ersehnten Ziele, 
beweget, aufgegeben, so sind auch schon die Schranken 
er neuen aufgethan ; immer erhalten sich jugendliche Reg^ 
ikeit und kräftige Achtung für die höchsten. Güter dea 
schlichen Daseins; Alles mahnet zu Bescheidenheit und 
itsagnng, ohne den heiligen Trieb nach Wahrheit und Licht 
ßi eotmuthigen ; und das Eine, was Noth ist, wird dem Ge* 
piben und in der Prüfung bewährten näher gebracht. — In 
% Systemen wurde yersucht, das mit dem Ktiticismus an* 
(<?fangene Werk der Speculation bis zu ersehnter Vollendung 
i^rtzuführen. 
' •/• Gr« I^Ychte a. Rammenau in d« OLausitz [geb. 1762; 

Ed. 27 Jan. 1814], Lehrer in Jena [1793—1799], Erlangen 
S05] und Berlin [ISll], wollte die Evidenz des transcen- 
Dtalen Idealismus (welcher die Objectivwelt in etwas Sub^ 
|ectives umwandelt und den Widerspruch in das denkende 
hbject setzt) dadurch sichern, dass er Materie und Form al* 
tt Wissens aus Einem Grundsatze ableitete, das Bewusst-^ 
Kfn aus einer Tbathandlung des Ich , einer absoluten , alles 
wirkliche ausser ihr producirenden Thätigkeit, hervorgehen 
^nd Alles durch Reflexion auffassen liess ; das Ich ist ihm das 
Bändelnde und zugleich das Product des Handelns. S. theo- 
retische Wissenschaftlehre erklärte anfänglich die Auffassung 
Aw ursprünglichen. Thätigkeit des Ich ins Bewusstseyn aus 
^esetsen des Denkens, späterhin [1801] aus int^Uectucller 
AüBchaaung, welche das absoluta, göttliche Heyn vorausselzt; 



218 PhäoBophie. 8eiielKng. 

He praktliehe begr&ndete er ftaf dem BegrMfe der IVi 
und anf dem Glauben des Gewisiens an eine moralische Wi 
ordnang; indem er vnter der lezteren Gott gedacht ^i 
urollte, setzte er sich dem grandlosen Vorwurfe des Ath 
mus aus: Ueber den Begriff d. Wissenscbaftlehre. Wei 
1794; Jena 1798. 8; Grandlage und Grundriss d. WL. 17 
3. 8; Tubing. 1802; Sonnenciarer Bericht über das eig. 
Ben d. toearsten Philos. BerK 1801. 8; WL. Tübiag. 1802. 
WL. in Umriss. Berl. 1810. 8 ; Appellatiea an das Pnbl 
d. ihm beigemessenen atbeist. Aeusserungen. Jena 1799 
Anweisung zum seligen Leben. Berl. 1806. 8; Yorlesonl 
Aber die Bestimmung des Gelehrten. Jena 1794; nmgefll 
Berl. 1806. 8; Beytrftge z. Berichtigung d. Urtheilo des Pd 
Aber d. Französ. Revolution 1793 f. 21. 8; Sittenlehre. H 
1798. 8; Naturrecht. J« 1796 f. 2. 8; Ueber Bestimmung 4 
Menschen. Berl. 1800. 8 ; Der geschlossene Handelsslaat. Tl 
1800. 9; Die GrundzGge des gegen w. Zeitalters. B. 1806. i 
Reden an d. t. Nation* B. 1808. 8 m. a.; Tgl. Leben n. 1^ 
Briefwechsel herausg. v. J. H. Fiekie. Sabbach 1830 f. 

^ Einflots der Fichtschen Ph. auf Denkart und öfT. Leben 
bat Bieh bej Vielen 1813 f. bewähret und dauert, obgleteb il 
SjBtem verdrängt ist, ^aktiscli und wiesensohaftlich fort. 

Anhänger: JP. /. Niethammer^ F. C, Forberg i Reiohold; S 
liag; h B Schad; /. H. Ahicht und G, E. A. Mehmelin 
langen; /• F. Chn Krause^ jezt in Gdttingen, mit etgenthüm 
eben Antiebten u. Crinätstgungen, 1802 f. setzet Gott über Ni 
tnr u. Vernunft und liest späterbin die Sebellingsche u. He 
sehe Ph. nicht unberüelciiehtiget; u. 4. — Gegner: F. HL Jac^ 
W. T. Krugy J. FrUe^ SckeUing u. m. 

Fr. Wilh. Joieph SckeUing Lehrer in Jena [1800] 
Wirzburg [1803], Akademilcer in München [1807] führte 
der Identitätlehre und Naturpliilosophie alles Wissen auf i 
Absolute , das All im Urbilde, geoffenbart in der Natur od« 
in der Nachbildung des Absoluten, zurück und leitete <iie 
kenntniss der absolnten Identität des Subjectiven und Objec 
Ten aus intellectueller Anschauung ab ; er lässt die ideale A 
schauung des Objects in der sinnlichen untergehen, wel 
ihm in ihrer Unendlichkeit zu Gott wird; das Absolute be 
zeichnet den Schein eines Unendlichen, welcher eotsteM 
wenn der subjectiren unendlichen Anwendung der Form ^ 
%eit und des, Haumes ein Objeef gegeben ^i^vden seli; ^^ 



l 



PkttosofUe. ScikdUag. ftl» 

|ecl iBt 4w yenraaft %mter«läadBdi imd TerivhliDgt einen 
I der Wdt Tersehiedenip Gott, Schöpfung » Voreebong*, 

Ebeit, Seele n* UnsterUiohkelt Seine Speenlatum gehet 
ifiT Natur ans, welcher göttliches Leben aogestmidea 
, snd macht die Identit&t der Krftfte der Natur nad der 
^ aus einander begreiflich : Ueber d. MSgUdbkeit e» Form 
^h. Tübingen 1795. 8 v^. «, w»; Ideen zu «ner JMi. fU Na« 

1. Lpz. 1797 ; Landsbnt 1803. 8 ; Von der Weltseele^ 
b. 1798; in Anfl. 1809. 8; Erster Entw. der Naturpbi- 

L J. 1799; Einleit. zu s. Entw. e* Systems d. Naturph. J* 

.8; System des transcendentalea Idealismus. Tfib. 180(K 

itschr. f. specuL Physik« J. 1800 ffl. 2. 8; N. Zeitschr, 

. 1803. 8; N. krit. Jonrn. d. Ph. Tüb. 1801 fli. 2. 8; 

oder über das gottl. u. nat. Prindp d. Oinge, Berlin 

;. 8 ; Vorlesungen üb^i d. Methode des akad. Studiums. 

. 1803; 1814. 8; Philos. u. Religion. Tfib. 1804.8; D^w^ 

ng des wahren Verhältnisses der Natiirph.zu der Terbes« 

klea Fiehteschen Lehre. Tüb. 1806. 8; Ueber das Veriifil^ 

ps des Realen und Idealen in d. Natur. Hamb. 1806. 8 ; Phi- 

IkSchr. 1. Laadshut 1809. 8; Denkmal d. Sehr. Jaoobi*s 

nd. gottl. Dingen. TüU 1812. 8 m. a. 

WiBseaseh. Wirkiankeit der Schellingsche» Philosophie ^ vorr 
lüglich herirortretend in Naturforschung und Medicin. — An- 
hänger: Fz V. Baader [geb. 1765] reich an dichterischer Kraft, 
1797 ffl.; L. Oken in Jena 1802 ffl.: Lehrb. d. Nat. Ph. Jena 
^1809. 3. 8; Jo9. Görres ISM ffl.; /. P. V. TraxUr 1804 ffl.: 
^£iemeDte d. Biosophie. Aäraa 1812. 8( C Jo»- WindiUehmann 
flSOd ffl.; H. Siefeng 1806 ffl.; Fr. Ast 1807 £1.; 6. H. Scku- 
hirt: Anaichien v. d. Nachtseite d. Naturwisseasch« Dresd. 1808; 
lISI?. 8; Ahndungen einer aligem. Gesch« des Lebens^ Lpz. 1800 
ffl> 3. 8; Symbolik des Traums* Bamberg 1814. 8; Altes n. 
Neues ans dem Gebiete der inneren Seelenkunde. Lps. 1818. 8; 
^Oeiehidite der Seele. Stuttg. u..Tüb. 1831. 2. 8 u. m. a.; *G. 
\^* kkm in Wirzburg [st. 1820] klar u. besonnen: Bejtr. s. 
^tud. d. Ph. W. 1805. 8; Yerstandeslehre. Bamb. 1810; Ethik. 
Kudolst. 1811; Phil. Rel. u. Sittenlehre 1818. 8; V. B. Schad; 
J- F. Ch. Krause 1802 11. — /. Joe. Wagner in Wirzburg 
1803 fl. geht Ton der Idee der Gottheit aus: Mathemat. Ph. 
1811; Relig. Wissenschaft, Kunst n. Staet 1810.8 v. a.; E..A. 
Eichemnayer in Tubingen 1803 ffl. lässt dem Glauben s. Recht 
»gedeihen: Psychologie 1817; ReU Ph. 1818; Moralph. 1818. 

2. 8; Naturrecht 1819. 2. 8 u. a ; Hegel. — Gegner W. T. 
^rugi F. Koppen, Caj\ v. WeiOer, Joe. Frme u. A. ; Fi H. 3t^ 
•^ CA. rMt, F. G. Sü99hind 18lä u. A. 



220 Philosophie. Hegd. Logik. 

Georg Wilh. Fried. Begel a. 8tnttg«rd [gelii 1770; 
i. 14 Nov. 1831], Lehrer in JenÄ [1801], Nürnberg [1808 
Heidelberg [1816] u. in Berlin [181^8], erstrebte Erkenntoi 
des Absoluten, hob die Abhängigkeit des Denkens voiv Snl 
jectivitSt und den Unterschied zwischen realem und forma}« 
Denken auf, setzte absoluteis Wissen in Einheit des Subjecti 
Ten und Objectiveii und lehrte, dass das Seyn reiner Begrifl 
an sich selbst und nur der reine Begriff das wahre Seyn is 
Logik, welche das Denken an und für sich bestimmt, ist ih 
wesentlich specalative Philosophie und tritt an die Stelle d 
BfHetaphysik. Die Thätigkeit des dialektischen Kunstlebe 
dies Verstandes liinfet in ihrem Kreise ab: System d. Wissei 
■chaft, Ir Th. Phänomenologie des Geistes. Bamb. 1807. 
Wissensch. d. Logik. Nbg 1812 ffl. 3. 8; Encyklopädie d.p 
los. Wissensch. Heidelb. 1817; *£d. IL 1827. 8; GrundÜDid 
der Ph. des Rechts. Berlin 1821. 8. 

IL Die einzelnen Disciplinen der Philosophie haben, nae 
Bfaassgabe der vorherrschenden Systeme und der Richtung ii 
philosophischen Geistes, theils in der zu Grunde gelegten Eli 
mentaransacKt, theils in Ansehung des Umfanges, thetls io (/ei 
Methode vielfache Veränderungen erfahren, welche hier angd 
deutet werden sollen« Die theoretische Ph. oder die Bestini 
müng des richtigen Vernunftgebranchcs in Beziehung auf Er 
kenntniss war fast ausschliesslicher Gegenstand philosophische 
Forschung; nur in England fand die entgegengesetzte Bich 
tung statt. Wolf bearbeitete auch die praktische Ph. odd 
die Bestimmung des angemessenen Vernunftgebrauches in Be 
Ziehung auf das Handeln vollständiger systematisch u. brachfi 
theoret. u. prakt. Ph. in engere Verbindung; der lezter 
wurde von Kant der Vorrang zuerkannt. ^.Theoretisch 
Philosophie: 1) Logik als Instrumental philosophie ode 
Wissenschaft philosophischer Methode, die Untersuchung de! 
Erkcnntnissvermögens und der Aeusserungen u. Bearkundiin' 
gen desselben umfassend, blieb im XVI und XVII Jahrh. voi 
Anrn verschiedentlich modificirten Aristotelischen Organen ah* 
hängig. Einer der auch durch sittlich edeln Sinn aasgeccich« 
netsten Dialektiker im Reformationzeitaker war Jac, Aco»* 
Um a. Trident [st. 1565?], welcher eine musterhafte irenische 
Olaubensnonn entwarf und gehaltvolle Vorschläge zur Ver 
kesserung des Studienw.esena that: de metiiqdo. Bas. 15i^'^' 



Philosophie, Logik.* 221 

e stratagematibus Satanae, acc. Epist. de ratione edendoram 
brorum (ed. J» A. Martyni* Laguna. Chemnitz 1791. 8)l 
^el 1565; 1582; 1610 u. s. w. 8. — Pierre de la Eamee 
\itt Ramu9 [geb. 1515; erm. d. 24 Aug. 1572], Lelifrer in 
Paris und Haapt einer Schule, wackerer Mathematiker nnd 
jDter Humanist (wie de moribus vet. Gallorum et de militia, 
^^esaris. Bas. 1574. 8 bezeugen), Verurtheilte mit einseitiger 
irte den missverstandenen Aristoteles und arbeitete anprak« 
eher Popularisirung der Ph.: Institutt. dialect LI. III« P, 
i3. S; Animadvers in diälect. Arist. LI. XX. Pi 1543.8 oft; 
jl. Ch. F. Lenz Historia P. R. Wittenberg 1713. 4 u. Vita 
R« Lpz. 1715; 4. «— Bacon bildete die methodische Inda- 
lon aus« — tinter den Cartesianern gab Malehranche geisl*- 
jicbe Vorschriften zu dialekt. Erforschung der Wahrheit und 
\l Arnauld gestaltete die Logik sinnvoll pragmatisch : I'art 
penser. Paris 1664. 12 oft; span. Madr. 1759. 4. — EAreU'- 
iei Walih. v. Tfchirnhausen [geb. 1651; st. 1708] deutete 
wissensch. Einheit der philos. Disci^linen aii, nahm die 
ktaphysik in die Logik auf und erwarb sich um die leztere 
Verdienste, indem er mathematische Methode einführte, Ana» 
Ijsis mit Synthesis verband und ihre praktische. Brau chbar- 
lieit für das Leben zu fördern snchce ; die Syllogistik verwarf 
ef.Medicina mentis. Amsterd. 1687; Lpz. 1695; 1705; 1753. 
8; vgl. Leben. Görlitz 1709. 8; Fülleborn Beytr. St. 5. S. 32 
%— Lockens logisches Verfahren ist zu bequem, um gründ- 
|ch seyn zu können; doch beseitigte es manche psychologi« 
jcbe Irrthümer. — Durch die Leibnitz - Wolfische Schule ge- 
wann die Darstellung der Logik kn Bestimmtheit und VoU- 
l^ndigkeit; besonders zeichnen sich die Arbeiten 6r. A^ Baum" 

[arten's und M. Knuizen'g 1771, so wie die eigenthiimlichM 
nsichten A. Rüdiger' $ 1707, /. P. Crousaz 1712 und /. H. 
mmbert's mathematischer Begründungversuch 1764 vortheil« 
m aas. Unter den späteren, meist eklektischen Lehrbüchern 
Men allgemeineren Eingang die von *H. S. Reimarui 1768, 
l 6. H. Feder 1769 ffl., E. Plattier 1776 fl., und */• A. ff. 
V^rich [geb. 1746; st. 1813] Institutiones log. et metaph. 
Jena 1785. — Durch die krit. Ph. wurde L. als InbegriflF der 
«esetze des Denkens zur rein philosoph. Wissenschaft erho- 
'^«n und sehr häufig beatbeitet z. B. von /. F. Jacob 1788 
^•s- w., J. Ch. E. Maat9 1793 ffl., J. G. C. Ch. Kie$ewet- 



*JM Philosoph; MelaphyBik. Praktische Philosopli 

Ur 179t ffl.^ /• CA. Hqffiauer 1793 ffl«, C Ch. B. M^ 
1797, L KuntlWi o« A* In der. neaesten Zeit verdient 
vorsBiglicbe Beachtang Q. M. Klei» Verstaiideglehre* BaJ 
berg 4810. 8 n. J. M. Schmidt das Denken ids ThaUaj 
DiUingen (18221) 8. VgU W. L. G. v. Ebentein Vera. e.d 
•ob* der L« n. Metapb. bej den Teatscben von ^Lieibniu I 
iHif gegenw* Zeit. Halle 1794 fl. 2. 8} Ueber die neueste l 
gik s. Hermes 1823 St. 4 S. 211 C — 2) Die Scbiektale I 
Metaphygik, des wiseensehaftU Vernanftgebrattcheg iol 
jBiebang aaf notfawendige Gründe und Gesetze der Dipf 
«vekhe Gegenatände der Yorstellnngen sind, wordeii dDrcbi 
Sjsteme des De$caries (Malebranebe), Spinozm, Lockern 
Ldbaiiz bestimmt« IFo/f ordnete ihre Begtandtbeile in m 
iologie {J* U. Lambert i77U 2. 8), Koemologie, zaeritf 
ibm gjnatemat« dargestellt (J. H* Lambert 1761;^ PnenmatA 
gie, Pgycbologie nnd rationale Tbeologie (H. 8, ßeüMm 
1754; VU A. 1793) and ron mehren Bearbeitungen iiti 
Gw A, Baumgarieu'u 1739 eine der gelungensten ; vgL •/• (m 
Schwab^ C JL. Reinhold n. J. JB. Abicht Preisscbr. über! 
Frage; Welche sind die wirklieben Fortscbritte der M.i 
Leibnitz n. Wolfs Zeiteain T.l Berl. 1796. 8. — Diekl 
Pb. tbeille die M. in propädeutische Kritik der reinen Vi 
nonfit u. in M. der Natur nnd der Sitten; bearbeitet wurdes 
▼on C. Ch. E. Schmid 1799, Krug^ Frie$ u. A. — B. ?tA 
tische Ph« vgl. O* 8. Francke Beantwortung der Frai 
Quinam sunt notabiliores gradns^ per quos philos. pradi 
ex quo tempore systematice pertractari coepit, in enm, ot 
hedie obtinet, statum pervenerit? Altena 1801*8; Ch.Mem 
Gescb« d. älteren u. neueren Ethik. G^tt. 1800 fl. 2. 8; J.4 
F. ßieiiier über die Grfinde der Verschiedenheit der Phl 
spphen im Ursatze der Sittenlehre. ZüUichau 1812. 4 Died 
Ph« ermangelte lange wissenschaftlicher Selbstständigkeit ■ 
blieb unter theologischer Vormundschaft und Pflege, weiJ 
ungern und, wie aus der innigen. Alles durchdringenden V^ 
bindnng des Christenthnms mit dem gesellsdiaftlichen Zustaoi 
naturlich folgt, nie vollständig aufgegeben wurde, als encbl 
temde Erfahrungen im Staatsleben das dringende Bedürfoi 
TeranscbanUchten, die in bürgerliche Verhältnigse tief eingrd 
fenden Grundsätze des menschlichen Handelns einer vernool 
massigen Untersuchung zu unterwerfen , ihr eigenthumlicbt 



PhilosopKie« 223 

fesm. Fester zu bißsCiiiimen und sii^ nach ihrer ^ die selbü- 
'fhüge Willkühr- bindenden. Erweisbarkeit und allgemeinea 
jiltigkeit zosammenhäDgend zu ordnen« Die Bahn brach, 
^ des Marbarger Juristen Joi. Oldendorp wissenschaftlir 
kv Begründung des Naturrechts (in Tariar« lectt LI« Colli 
^. F»), A Gratiuf (S. 72), welcher, ohne die Rechtsver- 
Ihoisse im Gesellschaftzustande aus einem obersten Grund« 
e abzuleiten, tbeologisirend die Belehrungen der Yergan- 
eitüber Staats* und Yölkeiaechl zusammenstellte [1625}, 
edleren und milderen Sinn zu verbreiten und durch Verge» 

ärt^nng übereioslimmender Erfahrungen das regellose 
iWABken in öffentlichen Verhandbingen zu ermässigen und 

schafdicher Willkühr zu begegnen. Tiefer drang TA. 
^ ha (S. 201) in die zur wissensch. Sicherstellung eines 
btsreehtes erfoderliche Grundaoffiicht ein {1647 flft.], indem 
leinen empirischen Naturzustand voraussetzte und von des- 
^ aogeblicber Umstaltung zum gesellschaftlichen Rechtsver- 
Itiütte die, auch aus Drangsalen und Gräueln der Zeit exv 
prbare Theorie des unbeschränkten Monarchismus ableitete» 
kerrekh an Paradoxien und Excentritäten, wie an neuen^ 
Mchtspancten u. geistvollen Andeutungen. Setn, beschränk« 
M praktischen Einfluss äusserndes System wurde von Bichm 
hAerland [st. 1719] bestritten ^ welcher von der Maxime 
Im anbeschränkten sittlichen Wohlwollens ausging: de legi* 
ISnaturae. Lond. 1672. 4 oft; ihm folgten » zum Theil mit 
feathümlichen Ermässiguag^i und schärferen Bestimmungen^ 
^ieibaryj W, WoUaiton, Th. Huischeson^ H. Home, D. 
)me^ JR. Pricej J. BeatUe^ A, Vergmon^ Ad. Smüh n. m. 
Ilere brittisehe MoraKsten. — Von den Cartesianern, deren 
Are mit einzelnen Gegenständen sich beschäftigten, ist der 
iikwurdigste A. GeuUnXj in dessen Ethik (*1675 ; Amsterd« 
IK. 12) die reine Liebe und Achtung für Vernunft als das 
ftBen der iTug^id bezeichnet wird; wackere Jansenisten, 
l Amauld^ ¥. Nicole^ B. Patcal^ Malebranche u. m., setz« 
h der Jesuitischen Schlüpfrigkeit m der Sittenlehre religiöse 
^CDge entgegen 9 unterlagen aber bald der Uebermacht des 
tapirismns und wurden als schwärmerische Sonderlinge ver- 
Arien. Spinoza*» metaphysischer Determinismus fand eben 
^ wenig Eingang 9 als s. gedankenreiche Untersuchung der 
<^en von Trieben^ Neigungen und Leidenschaften. -^ Sam^ 



221 Praktische Philosophie. 

Pl(fendorf (S. 168), der erste Sffentl. UniTerskStlehrer des 

Natar- und Völkerrechts in Heidelberg [1661],. erbaute, mil 

'Berücksichtigung der Vorarbeiten, s. praktisch anwendbare! 

Syslem des Naturrechts, vom Mrelchem innere Handlungen an» 

geschlossen sind, auf den Grundsatz der Geselligkeit: Ele« 

mcnta jurispr. univ. Haag 1660. 8 u« s« w. ; de jure naturae 

et gent. LI. VIII. Lond. 1672. 4 u. s.w.; c. n. Hertü, BüT" 

heyracii et Mascovii. Frkf. u« Lpz. 1744« 2. 4 n. s. w«; df 

officio hominis et civis LI. H. Lnnd 1673. 8 n. s. w.; c n 

Var. Leiden 1769. 2. 8 u. in. — Chrhiian Thomasiut aus Lei^ 

zig [geb. 1655; st. d. 23 Sept. 1728], Lehrer in Halle [1690); 

1)och verdient um geistige Bildung des tentschen Volkes uoi^ 

kräftiger K&mpfer gegen Vorurtheile u. schadhafte Herkömm^ 

lichkeiten, leitete Sittenlehre und Naturrecht von dem (JrundM 

Satze der vernünftigen Liebe ab und unterschied unvojlkom«! 

mene oder sittliche und vollkommene oder rechtliche Gewis* 

sens- und Zwangs pflichten: Institutionum jurispr. divinae LLi 

IIL Frkf/ u. Lpz. 1688.4; t. Halle 1712.4; Fundameota ju» 

ris naturae et gent. H. 1705. 4; t. 1709. 4; Von der KudiMi 

verniinftig und tugendhaft zu Heben od. Einl. z. Sittenlehre«! 

IL ,1692. 8; Von der Arzney wider d. unvernünftige Liebe 

od. Ausül) d. Sittenl. H. 1696. 8 u. v. a ; vgl. Leben v. S^ 

Luden 1805. 8. Nie. H. Gundling [st. 1729 j entwickelt« 

manche s. Ansichten deutlicher und bestimmter 1714; inehn 

Juristen, am lichtvoUesten G. Achentoall 1752, folgten ihn 

In Bearbeitung des NR. — Wolf begründete die vollständige! 

Systematische Darstellung der pr. Ph. und erkannte Strebec 

nach Vollkommenheit als obersten Grundsatz derselben an:i 

s. Gegner Ch. A. Crusiug machte den Willen Gottes als Prin-i 

cip geltend und deutete in s. scharfsinnigen UntersuchuDgeti 

tiber die Freiheit die Maxime von der Würde und Selbstacb 

tung des Menschen an 1767. Viele Tentsche, keiner mit ge«! 

segneterem Erfolge als du F, Geliert^ popularisirten die Vor; 

Schriften der Sittenlehre und mehre protestantische TheoIogeC; 

lehrten mit eindringlicher Wärme freudige Erfüllung der Pfiichl, 

im Vertrauen auf Gott und eine aus dem Glauben hervorge« 

hende reine Tugend; an vielwirkenden eklektischen Lehrbtt« 

ehern und gemeinfasslichen Untersuchungen war kein Mano-el; 

es darf hier nur an J. N. Tetens 1776, C Fz v. Irieing 1778^ 

M. Ehlers 1778, /, G. H. Feder 1779, J* J. Engel ^ Ch. 



Philosophie in Italien. 225 

irre n« v. a. erinnert werden. Aber feste Gmndansichft 
ffde Ton Vielen vermisst u. ein flacher Synkretismus (sieht-' 
I in Basedtnc'B pr. Ph. f. alle Stände. Dessau 1777. 2. 8 
ilooch weit mehr in •/• H. Schulz Vers. e. Anleitung z» 
penlehre f. alle Stände. Berlin 1783. 4. 8) drohete überhand 
f nehmen I als Kant'» Reform der pr. Ph. erfolgte, durch 
iche sie höhere Würde, neue Begründung und tiefere Be« 
itzßg für die Sehnsucht des Gemüths und für Wissenschaft« 
ft& Streben der Vernunft gewann. Die Moralphilosophieji 
Eckstein des Systems der krit. Ph. , ruhet auf dem Forr 
iriDcip, nach welchem der Mensch so handeln soll, das« 
Princip seines Willens als allgemeines Gesetz für alle 
mde Wesen Gültigkeit hat; hieraus erkläret sich das 
itmässige Streben nach Glückseligkeit Würdigkeit und die* 
kfiibret, vermöge der moralischen Freyheit durch Tugen^d^ 
k Glauben an Gott, welcher die erstrebte Glückseligkeit 
ksiren'kann. Die Moralphilosophie ist in neueren Zeitei| 
|ig u. oft glücklich bearbeitet worden von C. Ch. E. Schmid 
Jftffl., C. U. Ueydenreich 1793, L. H. Jacob 1794, ,J. CL 
Ifiauer i79Sj Krug^ Fries; Fichte^ Gg Chn Müller [geh, 
H;8t. 1822] 8. J. Gg Scbollmeyer G. Cb. M. Leben und 
l&eQ. Mühlhausen 1824. 4 u. v. a.; vgl. H. Schtnidi Revi- 
id. philos. Moral s. Kant u. Jacobi in Hermes XXVIL 
Li f. Für das Naturrecht sind unter anderen thätig gewe- 
\*G. Bnfeland i7S5^ J. Ch. Hoffbauer 1792, Th. Schmalz^ 
Bffl., L. H. Jakob 1795 ffl., ♦i*. J. Ant. Feuerback 1795, 
^*C, H. Groi 1802, G. Henrici 1809 u. s. w. Vielfache 
^cherungen sind der Beligionphilosophie, der Aesthetik 
Isthropologie zu Theil geworden. Von dem Gange, wel- 
I Staatslehre und Pädagogik genommen haben, wird unten 
07 a. 38) Bericht erstattet werden. 

\IIL In der t geistigen Bücher weit ist Alles verwandt; dio 
ikaiiikeit der Ideen wird weder durch Zeit noch Raum 
ibränkt; sie befruchten kommende Jahrhunderte und wer- 
fe Völker, beleben ruhende Kräfte und greifen in neu ge- 
letG Bestrebungen und Denkkreise ein. Um sich hievon 
iberzeugen, genüget die litt. Uebersicht der Systeme^ nach 
«ben der Gang der philos. Cultur im allgemeinen, aufge- 
lkwerden kann; schwieriger, oft, wie es scheint j unauf- 
^ durfte die Aufgabe seyn, den Eänflussr der Systeme oder 

^3ihlcr HB. d. LIW Gweh. IV. ' 15 



226 Philosophie in Italien» 

einaselner Heen auf gesellftchaftliohen Zeitgeist im Ganzen 
wuriiigen^nnd ihr Eingreifen io das innere Leben der Mensc 
heii zu berechnen ; doch gicbt die Auffasming der philoaopl 
sehen Nadonal-Individualität einigen^ wenn auch nicht über 
befriedigenden Anfschluss; zwischen Schicksalen und eigc 
fhfimlicber Siimmung einzelner Völker und den unter ibn 
zu Tage brechenden Aeusserungen des Vernunftgefaraudi 
findet eine unverkennbare Wechselwirkung statt, deren sor 
föltigere Beachtung zu reichhaltigen Folgerungen Yeranl< 
sang giebt. Darum ni5gen ethnographische Andeutungen ü^ 
nationelle Eigentbümlichkeit der philosophischen Denkart di< 
Skizze der Gesch. der philosophischen Cultur imd Litteraj 
beschliessen. — 1) In Italien nahm, das, von begeisten 
Achtang für aliclassische Litteraiur und von dem damit vj 
bundenen Antagonismus gegen Schohistik ausgehende Studii 
der Ph. sogleich den Charakter des Erlornens und des plii 
log. krit. Commentirens über gegebenen Stott' an« Wähn 
die kirchlich AltgllUibigen den Scholasticismus zu behaoj 
suchten^ erklärten sich mehre Humanisten für den in.FIoi 
und Rom begünstigten, bald jedoch [1517] als zur Skef 
und Freygeisterey hinführend gesetzlich gehemmten Platoni 
ittos, die meisten (s. oben S* 199) für den aus der Urqad 
geschöpften, gelAuterten und von Einigen modificirten Perii 
teticismus, der ebenfalls frühzeitig der Irreligiosität bexuchl 
und häufig mit neuplatonischen und kabbalistischen AnaicU 
terschmolzen wurde* So entstand ein theils philologiach'J 
itorisirender, theils mystischer Synkretismus, bey welchem n 
ksophische Selbstständigkeit nicht ged^hen konnte. Der |j 
rers^hiibare Widerstreit zwischen kircblich^politisAer Gewi 
welche ihr bedrohetes Daseyn zu retten und sichern entschi 
sen war, und freyem Vernunftgebraudie erzeugte eine, 1 
Wahrheit und Sittlichkeit verderbliche und die, das Lei 
veredelnde Fruchtbarkeit philosophischer Bestrebungen n 
Dichtende Handlungwrtse. Da Presszwang, die bewän 
Maassregel zur Unterdrückung vorlauter Freymüthigkeit, i 
mer verschärft wurde, so konnte die schriftstellerische Kus 
heit, wie sie der antik-einfache MaechiavelH geübt hatte, nif 
fortbestehen ; die besseren Köpfe begnügten, sich, den Widi 
Spruch zwischen Vernunft und starr dogmatischer ObaervJ 
durch feine Combinationen und kunstreiche IMIderapiele, \ 



Philosopble tn ftaUeiL 227 

I mjstiflchem EblUankel^emerUicb sra machen, verfadfantei? 
te Vorurtlieile in doppeltsinnigen Andeatongen mit beissen« 
Ir Laune und muthwiUigem Witze, und unterwarfen sich 
li gute Christen den durch Anctorität geheiligten, durch Iro* 
1 eotweibeten IdrcUioheii Satxangen mit blindem Glaubea. 
It Uebergehnng. dier im XVI Jahrb. nicht seltenen Atheisten 
derer, welche dafür gehalten worden sind (vgl. HenJÜe Zus. 
IViilers über d. Reform. & 469 ffl«), erwähnen wir nur die 
Ich Eigentbümlichkeit ihrer Aiisichten merkwürdigs'/on Den- 
L Uterongm, Cardama a. Pajia [geb. IMf ;. st, 1575}, 
and Lehrer in Pavia, Mailand u. Bologna, ein Polyhi- 
aasgeaeichneter Mathematiker uad feiner Naturbeobach- 
ToU inneren Widerspruchs zwischen Ueberglauben und 
sionigkeit , spielend . n»t Paradoxien , denen er sich für 
Augenblick ernsthaft hingab, ist reich an gesunden BUk- 
Dod geistvfdlen Wahrnehmiingen, ohne sich zu einem be- 
ten System fdlgerichtig zn bekennen: de subtilitate LL 
Xbg. 1550; Bas. 1554; 1560. F. u. v. a.; 0]pp. Lyon 
^. 10 F.; Metoposcopiae LI. XIIL Paris 165^. F. ; vgl. de 
is propriis. Lyon 1557. 8 ; Buyle ; Chat^fepiS ; W. R. Bek- 
VQ Canzler u. Meüner Quart. Sehr, iabrg, 3 Quart. 3 S. 
L; Rixner u. SAer Leben u. Lehrmcinrungen her. Physi- 
W20. Heft 2. — Gibrdan9 Bruno a. Nbia [verbr. d. 17 
M600] Terliessden Dotninicaner-Orden u. Italien [1580], 
Verfolgungen wegen freyer Urtheile und k^bner Angriffe 
^m. Hierarchie und Unwissenheit und Lasterhaftigkeit der 
tbe zn entwekiheii, lehrte heriiinwandernd in Genf, Frank- 
I) England and Teutsdiland, ohne, wie es scheint, zur 
([elischen Ifir^e übergetreten zu eeyu;. nach der Ruck- 
in das Vatedand {1592] gerieth er ku Venedig [1598] 
e Gewalt dtr Iilquisition und wurde in Hom als Ketzer 
taant. la ihol ist Freiheit und Tiefe- der Forschung mit 
rogelt ftf^ehtbiireir Phantasie und Alles värzeUreMer Lei- 
iiaftKchkeit des Stirebens nach Licht und Wahrheit ge- 
; er ist verlirsibt mit den Systemen- der griechiBohen lei- 
hen, besonders der Ut. Eleaten und der AleXaHdr. Neu- 
Dikeri er ist einheimisch in der Mathematik «nd glaubte, 
riickftichjdoser Freysinnigkdt, an AstrcrfÄgie^ttnd Magie; 
comte aber von üppiger FüHe der Ideen; s^ Ausdruck 
t Muttesiqprache^ in weldier die bedeut^ttüteitf s. Ooteir- 

13 ♦ 



228 PhilosopUe ih Italien. 

Iiachnngen vorgetragen sind, ist unk^hoUen nnd dankel. Si 

im Wesentlichen mit dem Plotinischen überöinstimmeades i 

tapbysisches System ist ein folgerichtiger oirjectiver Panth< 

mus. Mehre s« Schriften erläutern die Lnllisehe Topik i 

Mnemonik (1682 ifl.)» die er sehr hoch hielt; von den ül 

gen sind zu beachten : Candelajo comedia. Paris 1582. i 

Spacdo della.besüa trionfant^. Paris 1584. 8^ eine allegi 

sehe Beschreibung der Tugenden und Laster, als Einleiti 

JEU einer Moralphilosopbie ; de la causa, principio et uno. ' 

ned. 1584. 8 vgl. Jacobi Br. über Spinoza S. 261 f.; del 

finito universo et niondi. das. 1584. 8; la cena de le ceij 

1584. 8; iegV heroici furori. Paris 1585.8; Acrotismas. \ 

tenb. 1588. 8; de triplici Minimo et mensura; de Monade, 

mero et figura; de Innumerabilibus, Imraenso et Infigari^ 

Frkf. a; M. 1591. 2. 8 s. FüUeborn Beytr. St. 7 S. 48 fi 

m. a.; Opere racc. da Ad. Wagner. I^pz. 1828. 2. 8. ' 

(C. Scioppii) Macchiavellizatio. Saragoza 1621. 4; C&. V. 1 

dertater in Caeiar'a Denkwürdigkeit. B. 6 No. 5 ; Fulle^ 

Beytr. S. 6; Rixner u. Siber Leb. her. Phys. II. 5. — l 

Ho (Jul. Caes.) Vanini a. Taurozano im Neapol. [geb. ii 

verbr. zu Toulouse im Nov. 1619], ein geistreicher, } 

herum wandernder Abentheurer, durc^ leichtfertigen Spott j 

behagliches Spiel mit seltsamen Meinungen und schneidei 

Urtheilen des Atheismus verdächtig, war im eigentlich 

Sinne Freydenkelr, der seine Ueberzengung von Identitäl; 

Natur und Gottheit verständlich genug ausdrücket, so 

er durch absichtliche Zweydentigkeit der Aeussernngen Iq 

lieh politischer Verfolgung zu entgehen beabsichtigte : Ai 

theatrum aeternae providentiae. Lyon 1615. 8; de admiil 

/ natnrae arcanis LI. IV. Paris 1616. 8 ; vgU S^llehorn 

St. 5; StaMHn Beytr. z. Philos. u. Gesch. d. Relig.i 

158 ffl. --» Thom. Campanella a. Stilo in Calabrien 

1568; St. 1639] als Mensch und Gelehrter gleich acht 

werth , durch Studium der Alten und Bestreitung des 

teles zum fri^yeren Denken erhoben, deshalb Terfoli 

[1635] fiBur Etitweichung nach Frankreich genöthigt, w 

eklektischer Dogmatiker, hingeneigt zu kabbaliatisch-i 

phisohen und idealistisdien Ansichten, gedankenreich , gi 

voll, lebendig eifernd für erkannte oder geahnete Wab 

Empfindung galt ihm als aUeiniges Erkenatnissvermögen, i 



t 



I 

Philosophie in Spanien u. Portugal 229 

febe Erfabmng und Offenbarung als Quelle der Erkenntniss, 
ktaphysik als nothwendige Wissenschaft, Logik nur als 
bnst der pbilos« Sprache, Philosophie als Inbegriff* des ge-* 
isDinten menschlichen Wissens: Kealis philosophiae epilogi- 
Ifbae partes IV. Frankf. 1623. 4; Philos. rationalis. Paris 
137. 4| uniTersalis philos. partes III. P« 1638. F.; Atbeisr 
triumphatns. Rom 1631. F.; P. 1636. 4;^de gentilisnia 
retinendo. P. 1636. 4; Monarchia Messiao. Aesi 1633.4;' 
itas solis. Frankf. 1623; Utrecht 1648. 12; Astrologicorum 
i VII. Lyon 1629; Frkf. 1630. 4. Vgl. de libris propriis. 
1642. 8; Fülltborn Beytr. St. 6 S. 114 fil. — Nach Ga- 
f's und 8. Schüler hoehverdienstlichen naturwissenschaftli- 
n Arbeiten erstarb die philos. Forschung; jeder Weg der- 
en wurde von misstrauisch gewaltsamer Hierarchie be- 
bt und verschlossen ; die wenigen , welche ihn zu betre« . 
versuchten, konnten zu keiner öffentlichen Wirksamkeit 
gen. Im XVIII Jahrb. brach der platonisirende Selbst- 
iker GB. Vieo (3 S. 151) in Neapel eine neue Bahn und 
fiter erwarben sidi Filatigieri nnd Beccaria (3 S. 153) um 
tiatswissenschaft nnd Rechtlehre grosses Verdienst ; in Nea- 
jid, besonders in Toscana nnd in der österreichischen Lom- 
Mey erwachte ein regsamer philosophischer Geist > dessen 
Ifdeihen späterhin gehemmt wurde; französisch^ und britti- 
lle philos. Ansichten haben mehr Eingang gefunden , als 
iQtsche; sie laut geltend zu machen, ist nicht ohne Gefahr 
Ir persönliche 'Ruhe. ' — 2) In Spanien und Portugal 
Ibaaptete sich aristotelische Scholastik am längsten, weil 
Nensgeistliche im Alleinbesitze des gelehrten Unterrichts 
fcrblieben und pföffischer Sttimpfiiinn und Despotismus jede 
feaerung in der Geburt erstickten. Die Anstrengungen und 
ksterarbeiten der Humanisten Vivet^ Sepuheda [st. 1572] 
|d 6er. Oserio [st. 1580] hatten kaum einigen styKstischen 
Holg; die eigenthümlichen Ansichten Huarffk (3 S. 173) wur- 
^ wenig beachtet^ weder der kühne Skeptidsmus des in 
cooloose lehrenden Portugiesen Franc. Sanckez [geb. 1562; 
i' 1632] : Tr. de multum nobili et prima universal! scientia, 
N nihil scitur. Lyon 1581. 4; Frkf. 1618. 8; Tractatus pfai- 
K Rotterdam 1649. 12; vgl. Bmyle; noch die Vorschläge, 
fcs scharfsinnigen Cisterciensers Joh. Caramuel v. Lobkowits 
^<^ Madrid [geb. 1606; st. 1682] sur Verbesserung der scho- 



230 Philosophie ia Fronkrmh. 

lastisdieii Methode: Apparaiu« philoiophloiui. CoIa 1665« 
u. in« a. faD4^n Eingang. Höchstens kanten einige dürft^j 
Bruchstucke 4es lihBralen FaMpirisini^ durch Jesaitea ia 
lauf. In den lezten JabrzehiUen des XYIII Jabrh. verbj 
ieien sich die Meinungen der französ. Encjkhi^ädisten ui 
den höheren Ständen ; auch ging ^in kleiner Tbeti de« Kh 
in dieselben ein. r— 3) Fr^pkreich (vgl* Fülleborn Be^ 
St. 5 S. 131 fflO nahm seit Anfang des XVI Jahrb. an \^ 
derherstellnng der allclassischea Litteratur und Bestreitung 
Scholastik lebhaften AntbeiJi dennoch herrschte einseitij 
Aristotelisinus im i^fei)tUcb<%D Unterrichte und unterlag 
spät nachdrücklichen . Angriffen 9 von welchen der des P. 
Mamee der folgenreichste var. Mehr als Schulphilosopl 
wirkten eimge praktisjohe Deiiker auf die geistige Richti 
der Natioi\ z. B. El, de Ia Beeile j^st. 15ü3], M. Muuiai 
P. CAurrou; schon jest entschiei) sich die Vorliebe für 
mittelbare Besiehung des Denkens und Beobachtens auf 
tägliche Leben« Descartet Ph< fand ebepi so viele Fi-eui 
als Gegner (S. 301 f.); in Verbindung mit den gleichxeitij 
^läncenden Fortschritten der Mathematik forderte sie wii 
scbaftliche Gründlichkeit und finen tüchtigeren Metaphyail 
.jj^ Mulebranche war, hat Frankreich nicht hervorgebrai 
Der Erhebung demselben sur Sshulpbilosophie ividprsetzl 
sieb die ihren scholastüschen Eklehiiids^us aiafrecht erhaltt 
den Jesuiten; der schlüpfrigen Moral idieser, alle Keime frut 
barer Selbstständigkeit und, edler Beinheit im inneren Lei 
erdrückenden Ordensbruder wurde a^war von Pascal^ Arnai 
Nicole. Vi. k. (%22'i) kräftiglicfa enlg^en gearbeitet, aber 
hatte SU viel Verführerisches für den Nationalbang aar aii 
liehen SelbstSMcht und Le^ohtfertigk^t» nm nicht in der 
gemeineren Denkart tie/e Eindf ü^ko x^rück^ulassen un4 sei 
nach Verlauf ein^s Jabrh. in schädlichen Nachwirkungen ah 
bar zu werden« — Amigeaeicbn^t^ M^ner begünstigten 
^kepticismus ; sp d^r treflMnhe P^GafeendiX^ 199 fO» welcl 
einsichtsvoll der Erfahrung vertraate, in Xaturforsohung 
sterschaft bewies und aristatelischen Dogmatismus und wil 
kfihrliche Myftik gleich nm^ig und scharfsinnig bestritt; 
beachten ist der Jovial humoristische Vielwisser FruHC. de k 
JUoiie le Vayer [g»b. 1^89; st. 1672]: Oeuvres« P. 1669J 
F,,; iS. 12; Dresd. 17f(6 fLI. %\ V^^cAmeron. rustijue« Am* 



Philosophie in Frankreich. 23 1 

d. 1671. 12; qnatre dialognes. Frkf. 1506 (1606). 4; Ber- 
1744. 8; P. D. Huet (S. 33); nur im Offenbarangglauben 
lang findend gegen die Zweifel der Yernonft: Qaaestio* 
Alnetanae. Caen 1690. 4 u. s.«w.; de la foiblesse deFe* 
t humain, Amsterd. 1723. 12; n. der vielamfassend wir- 
de P. Bayle; und der Pariaer Arzt CL Brunef^ dessen Spe» 
tion (Projet d'ane noavellc metaphysiqne« P. 1703. 12) eine 
Berkeleyschen n. Fichteschen Ter wandte Richtung nahm» 
allgemeinere Ergebniäs dieser weit verbreiteten Ansich- 
trat bald hervor; die Mehrheit der Gelehrten und Gebil- 
ren wendete sich von Eleineatarphilosophie und reiner . 
ulation ab, leistete auf wissenschaftliche Selbstständigkeit 
Philosophie VerEicht und konnte daher das Bedürfniss 
ir Uebereinkunft über philos. Kunstsprache nicht anerken- 
ihr genügten der sogenannte gesunde Menschenverstand 
skeptische Freyheit. Nach glücklichen oder blendenden 
rgeschichtlichen Beobachtungen über Eigenthnmlichkeiten 
menschl. Handelns (Rochefoucauld u. la Bruyere) war die 
erksamkeit auf diese Art von Untersuchungen angeregt, 
alles philos« Streben musste praktischen Gehalt und nä- 
Beanehuttg auf gesellsch. Leben und auf Kunstgenuss ha- 
am Theilnahtne <ler Lesewelt zu finden. Unter diesen 
ältnissen gewann die LocAe'sche Erfahruogphilosophie 
fat allgemeineren Eingang (S. 205). Neben geistreicher 
htorbetrachtong (Maupertuiij Robinety Buffon^ Bonnet u. 
Vi wurden muthwillige Zweifelsucht u. grundsatzloser Eklek* 
psmns, auch frecher, das praktische Interesse der sittlichen 
jbfnanft verhöhnender Materialismus (das Systeme de la na- 
be wurde v. 1817 bis 1824 achtmal aafg^elegt) und Mecha- 
Rmos zur Tagesordnong. Eine Flath von Pens&es, Melan- 
^, Esprits, mit grösserem und geringeren Aufwand von 
itz, Geist, Phantasie und Ueberredungkunst, fasst immer 
hinreichender Selbstgenügsamkeit ausgestattet, über- 
diwemmten den Bndiermarkt und Frankreich, als Sitz einer 
efihrliehen Philoeophen-Secte verschrien, hatte offenkundig 
%tne Philosophie« Tiefere Denker, wie die metaphysischen 
ULdker Siey€9, Condorcei u. A« können kaum als Ausnah- 
len geltend gemacht werden. Die SensuaKsten u. Ideologen 
^iajii>[8t. 1808], Volney [geb. 1750; st. 1820] 1793 u« A., 
^€%tuU Cte de Traey [geb. 1754] 1817, C. LaromiguÜre [geb. j 



t 



232 Philosophie in Frankreich u. ia.Gr* Britannien. 

1756] 1815; Ataii [geb. 1766], Mftrie Franc. P. Gonthiet 
3Iaine de Biran [gtb. 1766; st. 1824] u. iii. su bebaken mii 
oUeii Abweichjangen* die Grundzüge der Condillacschen Pfa 
bey; die von Villers ^ JDegeratidOf Cousin u; lo. gemachtet 
Verflache, ihre Landesleute mit tcutscher Philosophie za be- 
freunden, haben geringen Fortgang gehabt; und für jezt däibe 
nur Begründung einer >vahrhaft wissenschaftlichen PhilosopUiC! 
fast keine Aussicht vorhanden seyn ; die thcologisirenden !)• 
ctrinärs de Maisire [geb. 1753; st. 1821], de la Mennai$ 
JPraisinouSy de Bonald u. A. iverden am wenigsten dazu umI 
wirken. Eher könnte noch der, bey s. Hervortreten [1775*fiLj 
in Teutschland fast mehr als in Frankreich beaclitete MyHii 
cismus des edlen Louis Claude St. Marlin [geb. 1743; i^ 
1803] wieder aufleben und für eine beschwerliche Leere dal 
dem Besseren nachstrebenden Gemüthes, ungestört von Ztoos 
Wächtern i einige Befriedigung gewähren; im Geiste Jai 
Böhm's suchte es alles durch den Menschen zu erklären; dis 
ser ist ihm Bild aller Wahrheit; der Cörper hat Aehnlichlul 
mit allem Sichtbaren, der Geist gilt ihm als Vorbild von (4 
lern Unsichtbaren; so gestaltet sich eine natürliche Offenhafi, 
ung: Des erreurs et de la vbnti 1775 u. s. w.; teutsch \t 
M. Claudius 1782; Clef des erreurs 1789; Tableau natura 
des rapports, qui existent entre Dieu, Thomme et runiven 
1782 u. m. a.; Dutois ist Magnetist: Philosophie divine 170^ 
3. 8; Faire d'Olivef [geb. 1769; st. 1825] beurkundet sttft 
liebes Streben und praktischen Tiefsinn : Histoire philos. d^ 
genre humain 1824. 2. 8 ; u. A. ; vgl. P^. Damiron Essai 
Fhist. de la philosophie en France au XIX stiele 1828 ; Ed. 
1830. 2. 8. Eine eigenthümliche politische Bedeutung hat 
kirchliche Lehre, welche CL Henry Gr. Saini^Simon a. 
ris [geb. 1760; st. 1825] vortrug; sie beabsichtiget die Grui 
düng ein^r allgemeinen, Heidenthum u. Christenthum in bi 
herer Einheit verklärenden, alle Lebensverhältnisse behei 
sehenden und religiösen Glauben mit Gewerbfleisg versefamt 
zenden und die Revolution des Gesellschaftzustandes vollei 
denden Menschheit- Religion : Nonveau cbristianisme 1825; 
ganisateur 1830; Doctrine de S. S. Exposition 1830 n. s. Wi 
vgl. F. W. Carovi der Saint -Simonismus. Lpz. 1831. 8. -^ 
4) In Grossbritannien entwickelte und be.vestigte sid 
philosophische I religiöse und politische Denkfrey heit gleicU 



Philosophie in Gr. Briit u. in den Niederlanden. 233 

massig seit ddr Mif tc des XVII Jahvh, und nahm und behielt 
rine entschieden praktische Richtung theils auf alles, was ge- 
Ktzliche Anordnung und. technische Vervollkommnung des ö& 
lentlichen Lebens betrifft, theils c^uf Religion und auf Besdm« 
ttunggrSnde des sittlichen Handelns. Die von Bacon und 
hslich wirksamer Ton Locke anempfohlene ZurGckführung 
leg Vemunftgebranches auf Beobachtung, Erfahrung und Ge- 
kU blieb im Wesentlichen vorherrschend und liess kein äu- 
ßres wissensch. System zu allgemeiner Gültigkeit gelangen. 
!e Erneuung des mystischen Piatonismus durch Tbeoph. Gah 
\. 1677] 1669, H. Moore [st. 1687] 1674, Rulph Cudworth 
L1686] 1678 u. A. war eine vorübergehende Erscheinung; 
ich der Skepticismus , von Joi. Glanvil [st. 1680] scharfe 
hnig und von J9. Hume mit überlegener#Folgerichtigkeit 
lirgetragen , erregte geringes Aufsehen, weil das Publicum 
b offene Darstellung der freyesten Meinungen gewöhnt war; 
kie die schonunglds ausgesproc^liene Abneigung gegen positi* 
Ito Christenthum (von L. Herbert ofCherbury st. 1648; be« 
kders von /. Toland st. 1722; A. Collins st. 1729; MattJu 
Mal St. 1733; T//. Morgan st. 1743; TL Chubb st. 1747 
i*T. a.) hinreichend bezeuget; der sittlich und rechtlich an* 
kossigen Paradoxien des Ausländers Beruh. Mandeville [st. 
1^33]: the Fable of the Rees 1724 f.; Ed. VI. Lond. 1732. 
i 8 nicht zu gedenken. .Mit vorzüglichem Fleisse wurde in 
mcrer Zeit, besonders von Sciiotten, die Moralphilosophie 
i 223; 212) bearbeitet; und um Psychologie, Anthropolo- 
Ic, StaatSAvissenschaft haben sich Briften namhaftes Verdienst 
korben. -— 5) In den an wackeren Humanisten ungemein 
Hchen Niederlanden erhielten die alten philosophischen 
IfKtenie scb&tasbare Erläuterungen, wie auch jezt noch her* 
femmlich ist, und die philos. Denkart war vielseitig, hell, 
kh mehr historisirend als selbstständig speculirend. Zwar 
Aob die Regierung eine Zeit lang [1650 ffl.] die Aufrecht*- 
Utung theologischer Rechtgläubigkeit zum obersten Grund- 
fttze ihrer Politik, verleugnete aber in der Regel keinesweges 
i^n in der Staatsverfassung und im Volkssinn begründeten 
juldunggeist ; freysinnige Männer wurden gegen, kirchliche 
(Verfolgungen geschützt; Descartetj Spinoza, Bayie u. v. a. 
kiden in Holland eine Stcherheitstätte; und den kühnsten 
Triften, namentlich französischen, wurde die Begünstigung 



234 Philosophie in Teutschland. 

der Pretafreylieit m TbeiL Die ^«(/Iscbe md Kaniladii 
Pb. haben freamlUcbe AufBahme gefondeo. Als geistreichel 
Popularphilosoph stehet Fz HemHerAnis [geb. 1720; st.l790l 
der den Lockeseben Seosaalisnws mit Platdnismn« sn Terbin 
den wusste, bey der gebildeteren Lesewelt in verdienter Ach 
tttttg: sttrlesd^sirsl770; lettres sor rhonime et ses rappoi« 
1772; Sopbyle 1773; Aristo 1779; Alexis 1787; Oeuvres 
Paris 1792; *1809. 2. 8. — 6) Tentschland ist seit ändert 
bfidb Jahrhunderten der ansschUesslipbe Sitz wissensehaftU 
eher Philosophie , das einzige Land, in welchem Philosoph^ 
von Profession den Vernanftgebrauch , qIs GnindbedinguiM 
aller geistigen Bildung) schnlgerecbt lehren nnd sich verpfliea 
tet erachten, die Systeme nnd Dogmen aller Zeiten nnd Vdl 
ker SU durcbfo«K$hen und zu benutzen, zu bestfttigen un 
weiter zu verfolgen^ oder zn prüfen, zu besehränken und m 
widerlegen. Gang und Riditung des phü. Studiums im Ai 
fange des XVI. Jahrb. waren hier dieselben, wie in ItaltJ 
nnd Frankreich ; Humanisten verbreiteten lauteren und freyi 
philos. Geschmack, erneuarten nnd erklärten alte Systeme u J 
bestritten die in. unfruchtbarer Snbtilität und gehaltloser M 
barischer Termin<^ogie erstarrte Scholastik; dabey fehlte I 
nidit an Kabbalisten, Theosophen und Schwärmern aller Ai^ 
Im Reformationszdtalter theilte sich T. philosophisch, wie « 
kirchlich und politisch getbeilt war; Katholiken beharrten 
der Scholastik, nur wemg von der alten Form derselben ai 
gebend; die Protestanten nahmen den gereinigten peripati 
sehen Lehrbegriff an mit Beymischnng dnes bescheidei 
Eklektidsmus, wie ihn Melaneitkon, der Beschützer und I 
formator der Schulpkilosopbie, eingeführt hatte. Dieser groi 
Mann erkannte die Entbehrlichkeit und Schädlicbkrit der 
k5mmlidien Schc^stik an, ohne wie viele seiner stfiru 
einseitigen Zeitgenossen den pädagogischen Werth und 
wissenschaftliche Unentbehriichlceit^ der Diidektik zu übei 
hen, nnd verfasste, mlk Beybehai4ung aristotelischer Gm 
Sätze, methodische Lehorbucber, welche sich durch nRhere 
ziebang auf Theologie, durch fassliche Einfachheit, durch 
läuternde Beyspiele imd schtoe Sprache sehr voirtheilhaft ai 
zeichneten: Dialeotioae LI. IV. Wtttenb* 1520; 1533. 8 u. 
w.; Initia'doctrinae rphysicae. W. 1555. 8 u. s. w«; philoi 
phiae memm epitome. Strasb. 1538; 134&. 8 lU.. s. w.; etl 



Philosoplie in Teutschland. 235 

»e doctr. elenienta. W. 1550; 15fiS. 8 u. s. w«; Ab aniina. 
t^. 1540. 8 u. s. w*f de consideratione hum. corporis. Nbg 
1352. F. — Dieser für reifere Ansichten nicht ganz nnemp- 
Kngliche, aber von den darin einheimischen Lehrern gewohn- 
|kb elwais < starr aifimg vestgebalfene and .'immer merklicher 
pm strengeren Aristotelisitnua sich hinneigende Melanohthoni^ 
|pbe EklekMeismtts behauptete sicli auf protestantischen Uni- 
itäten ztainlich laage im WescotticbMi unv^Undert; so fin« 
wir ihn b^ Jac. Sckegk [st. 1587], FOL Seietb [st. 
»5], ß. Soiier [st* 1612], M. Picard [st. 1620], Com. 
\rimi [st. 1621], Conr. Hwrn^ju9 [st. 1649] u. m. a. Dev 
tesiamsmas hatte wenige Anhalter ; der Skeptidsmus des 
Istischen.Präiaonstratensers Hieren* . Hiruhaim in Prag [st, 
}ß9] konnte schon desweg^o^ weil er (de typho generis hu« 
jpi. Pf, 1&76; 4) xnnäcbst gegen dogmatische Anmaassan« 
pie& Katholidsmos gerichtet am s^n sdiien, keine allge» 
jNoere Einwirkung auf wisserächaltliche Umstaltung des phi« 
I. Stadiums gewinnen. --^ Mit Ch. TiommHut (S. 224) und 
k 1F. LeAnOz (& 207) beginnet die bessere Zeit der t. Ph«; 
iile ernste Denker gaben sieh der Specutation hin; Woff 
Plete eine weit ausgebreitete, in alle Kreise des geistigen 
Viisens und Strebens tief eingreifende Schule; und Kant mit 
lAachfolgern weckte den durch Dogmatismus und Eklek- 
lismus erschlafiten Gdst der Nation zu neuem philos« Le« 
IP und regte eine Kraft des Forsduinggeistes an , die zu 
llttfhaltbarein Fortsehreiten im Streben führet und mit der 
pammteu litt« Bildung immer inniger verschmilzet; sie er- 
jlket und veredelt sich in Kttinpfen und Reibungen, unter 
fstörungen und Schöpfungen* SoUten auch mehre Ergebe 
IK dieser grossartigen Anstrengungen kaum flir EinMen** 
jknalter YoUgüiltigkeit haben und kritischer Idealitaive und 
^Mibe des sittlichen Gefuhk zu keiner Einigung gebracht 
krien ; immer wird eine ErrungenschaCk für das Edelste der 
|D9cbheit aitf künftige GesoUeohter vererbt werden, welche 
lue zu gerechter Dankbarkeit verpüchtet« — In den nord-^ 
fben Staaten Europa's (Bussiand und Polen ausgenommen) 
^t Philosophie in grosser Achtung und ihr Studium ist 
iMeotliüber Bestaudtheii der litt. Bildung; der Gang ihrer 
^. Denkart und Medbode ist durch Benutzung auslän- 
licher Führer^ besonders Teutscber , jezt namentlich der 



236 Staatswlflsenschaft. 

Worthalter der kritischen und Naturphiloeophie^ bestimmt 
worden. 

37. 

Die Staatswissenschaf t, Begrfindoog und Erhaltnof 

der Wohlfahrt im gesellschaftlichen Vereine nach den FodeN 

nngen der Vernunft bezweckend, bildete sich seit dem XVl 

Jahrh», unter Einwirkung mannigfacher Erfahrungen, nicht 

ohne harte Uebertreibnngen und Verirningeni langsam aoii 

Die Idee vom Staate wurde durch das Studium der Alten ent« 

wickelt*) Th* Moru8 fasste sie in s. Utopia [151ü], wie spft* 

terhin [1623] platonisirend der geistreiche TA« Campanelk 

(8. 228 J idealiscb auf; Macchiavelli historisch-didaktisch rak 

näherer Beziehung auf die Gegenwart [152t ffl.]; und Ai^ 

dreaiFrieiui Modrevius de emendanda rep. 1561. v^^ Fref 

tag Adp. 1 p. 520 sq.; des edlen Biseb. Claude de SeytH 

£st. 1520] la grande monarchie de France* Paris 1519. 4 

1558, 8 spricht die dem Nationalstolze schmeichelnde Uebe^ 

Zeugung aus, dass die franzdsische Staatsverwaltung als m» 

Sterhaft zu preisen sey. '— * Mit der Reformation der Kirefce 

gingen Ober Staat und Regierungwesen, Rechte des Votki 

und Pflichten der Obrigkeit neue Ansichten auf; Zwingli lies 

sich die Veredelung des bürgerlichen Lebens eben so angele 

gen seyn» wie die Reinigung des Glaubens und der Lehre 

Luther schärfte eben so eifrig, wie er die Blendwerke de 

Pfaffenthnms enthüllte nnd die Mtssbrftuehe der HierarcUi 

bekämpfte, Fürsten, Rittern, Amtleuten und Magistraten ihn 

Obliegenheiten ein und suchte Alle zum evangelischen Bf 

wusstseyn und zur Anerkennung der menschlichen WBrde « 

erheben; Joh. Calvin behauptete [1536] entscheidenden Eis 

flnss kirchlicher Grundsätze auf politische Verhältnisse n« 

Genf wurde durch ihn für Jahrhunderte Hauptsita u. Schd 

demokratischer Ansichten und Erfahrungen, während das prt 

Cestantische Teutschland dem Monarchismus treu ergeben blid 

und an Vervollkommnung desselben arbeitete, wie Og Lom 

terbeeK% Regentenbuch. Lpz. 1556. F. u, s.w., Thom. AorJ 

rSu8 Ffirstenspiegel 1566. 8 u. a. Bücher der Art beurkondes 

— - Frankreich zeichnete sich bald durch Theilnahme der G^ 

bildeteren und Stimmberechtigten an öffentlichen Angeleges 

heiten aus; des Par. Advocaten Baoul 8pi$ama geistreich 



Staatswissenschaft. 237 

Vorschlage zur Yon^ollkoinninnng der Gesetzgebaog siod 
hierkwärdig genug, um auch von der Nachwelt beachtet xa 
werden: Dicem'chiae progymnasmata (1556); erneut in: Yues 
d'an politiqae du XVI siecle. P. 1775. 8« Den ersten Yer» 
lach einer wissenschaftlichen DarstelluDg der idealen Staat»- 
lehre machte der vielwissende und freymüthige Jok. Bodim 
aas Angers [geb. 1530; st. 1596], zum Theil MaechiaveUi 
ikstrcitend, eklektisch,, freylich ohne veste Grundlage und nn* 
methodisch: de la r^publique LI. YI. P. 1576; 1578;'lat. 
i)986.4 u. s. w.; Apologie 15S1. 8; vgl. Bayle; L. Devüme 
ijm Mag. Enc. Ann4e VII T. 4 p. 42 sqq. Gleichzeitig und 
lurz nachher wurden, während erschütternder Unruhen und 
frevelhafter Gewaltthaten, kühne Aeussernngen laut, in denen 
^ch völlige Entbindung vom bisher geheiligten Herkommen, 
dt sündhafte. Willkühr in Bestreitung der Willkfihr zu erken* 
)ßtü giebt; z. B. des edlen Hub, Languet Yindiciae contra 
J|franno8 auct. Steph. Jun. Bruto. Solothurn 1577; Edinb. 1579; 
i8oft; die Vertreter verbrecherischer Selbsthülfe J. Boucher 
im u. 1594; W. Raynald 1592; J. Mariana 1595 u. A.~ 
Folgenreich für Freysinnigkeit in Behandlung der Politik er» 
jvies sich die Niederländische Staatsomwandelung; viele neue 
desichtspuncte wurden verfolgt; Joh. Althustn [st. 1638], 
Prof« in Herborn, später Syndikus in Emden, erklärte sich für 
die Majestät des Volkes : Politica methodice digesta. Herb. 
^1603. 8 sehr oft; ähnliche Gesinnung gab Marc. Zuer. Box* 
[iorn in Leiden [st. 1653] zu erkennen: Institutt. s. Disqui« 
^tiones polit. Goslar 1656. 12 u. in Varii tract. polit. Am- 
ifterd. 1663. 12; H. Groiiui^ der Gründer des Völkerrechts, 
|War ein kräftig warmer Vertreter der uii^eräusserbaren Men- 
iSchenrechte ; C//r. Huber in Franecker [st. 1694] führte das 
|€rste System eines allgem. Staatsrechtes auf 1672. — Die 
|Thätigkeit der gelehrten Politiker Teutschlands hielt sich in 
4en bescheiden-massigen Schranken der schulgerechten philo- 
sophischen oder lieber noch philelogisch-historisirenden Be- 
iracbtung, welche bisweilen nähere Beziehung auf die Reichs- 
Terfassung hatte; so /. Lipnui 1590; Barth. Keckermann 
1607; CAph Be9oldi6U; der sinnvolle Staatsmann ChpiForst-^ 
^er [st. 1667] in d. polit. Anmerkungen zu Tacitu« 1657; 
l Micraehu9 1654; H. Conring 1662; J. H. Bocler 1674; 
Veit L. V. Seckender/ i6T8i sarkastisch eindiinglicher S. /V 



238 Staatswissenschaft 

fendorf 1679 v. m« a* — Dagegen nahmen diese Untcrsai 
chungen in England, durch Zeitereignisse bestimmt, einen leil 
denschaftlicberen, die Grandansieht tiefer erfassenden nnd dai 
dffetitHohe Leben unmittelbar bertthrenden praktischen Chal 
rakter an* Arglos, doch Ton reicher Yorbodentung und di^ 
Keime der späterhin voi^herrschenden Denkart in sich bergend^ 
war Jam. Harringion'n £st. 1677] allegorisches Ideal da 
Staats, der dturch Nationalindiistrie glücklich werden soll : Th^ 
Oceana. Lond* 1656; The O« and other works coli« by J< 
Toland. L. 1700. F. u. s.w.; 1771. 4. 77^ Hobbei (s. 3 H 
312) der an Tbeod. Graneinhel 1642 weniger im Scharfsino^ 
als in dem bequemer ausgennttelten Endergebnisse einen Vor« 
günger hatte, vertneidigte die unumschränkte Herrseherge« 
walt mit gewandter Dialektik, von dem Trugschlüsse ausge^ 
hend, weil Alle ein Becbt auf Alles haben, so steht einem 
Jeden ein Hecht auf Alle zu; trotziger, einseitiger nnd zn- 
dringlicber lehrte dieselben Grundsätze Hob» Fibner 1665; 
1680. Dieser fand, was er kaum verdiente, edle und gehalti 
ToUe Gegner; Aigernon SiJney [geb. 1622.; hinger. d. 7 De&' 
1683], alier Usurpation und Willkühr entschlossener Wider* 
sacher und redlicher Sachwalter gesetzmässiger Volksrechte, 
suchte die Grundvesten des allgem. Staatsrechtes Vernunft« 
massig zu erforschen, den Zweck der menschl« Gesellschaft 
und die Gränzen der ausübenden und gesetzgebenden Gewalt 
schärfer zu bestimmen; s. Darstellung athmet begeisterte Va* 
terlandsliebe , ist unmethodisch folgerichtig u. sehr gedehnt; 
Discourses conc government publ. by J. Toland. L« 1698 oft; 
works. L. 1772, 4$ t. Lpz. 1793. 2. 8; Ausz. Erfurt 1795.8;^ 
mit hellerer Bundfg|Eeit verfolgte dasselbe Ziel der gleichge-^ 
sinnte J. Locke (S. 205); s. Theorie des StaatsneehtSy Tren-^ 
nnng der. Gewalten, Gleichheit vor dem Gesetze und Sicher- 1 
heit des Eigenthums begründend, war im Einklänge mit der' 
bestellenden Verfassung Britanniens und gelangte schnell zu\ 
allgemeingültigem Ansehen bey Staatsmännern und Denkern;^ 
die Verbindung der Moral u. Pcditik (VK. Palt^ 1785; A^ 
FergHiOH 1793 u. m. a.) schloss sich natnrgemäss daran an ; ^ 
und um die auf solcher Grundlage beruhende üffentUche Wohl- 
fahrt zu verwirklichen, wendete sich die Speculation fast ans- ' 
schliesslich auf Staatswirdiscfaaft hin; dahin strebten Jerem. ^ 
Beutham s. 177<j vgl. Revue EncycL T« 31. Aug. 1826. p. 



Staatswissenschaft. 239 

198 sq.; J. Carfttrigki [geb. 17403 st 1^24]: tfae Constita* 
ion prodaced and illustrated 1823i; u« A* — In Frankreich 
labm der Geist des Widerspruches gegen Regiecongv^'illea 
dessen b?Hlische Sicherstellung J. B* Be9»nei ohne sonderli- 
ebes Glück versuchte 1710) unter den Ministerien Richelieu'« 
ind Mazarin's beträchtlich zu i verschonte anoh den gewalti» 
p Ludwig XIV nicht (vgl. M. le Vassorf sonpirs de la 
^ance esclave, qui aspire apris la libert^ 1689 fl« 4; erneut 
ib Voeax d'un patriote« Amsterd. 1788» 8) und trat unter der 
Ugenden eben so schlaffen als gewaltthätigen Regierung we- 
liger in augenblicklichen Ergiessungen bitteren Uumuthes oder 
Kitzigen Spottes, sondern in ernsterer Gestalt hervor und bald 
l^wannen brittische Ideen einen überwiegenden Einfluss. Von 

Sringerer Wirksamkeit waren gutmuthige Schwärmer, wie 
I. Iren. Caslel de & Pierre [st. 1743], der an die Mog-* 
Ishkeit des ewigen Friedens glaubte 1737, und der fleissigo 
Ittinler Gtup. de Beul [st. 1752], dessen System dec Reg^e- 
«ogkunst (Par. 1761 f; 8.4) wenigstens geschichtliche Reich« 
nitigkeit hat; desto grösseres Aufsehen erregten jlie Schrif- 
Vi MonUsquieu'A 1748, J. X Rousseau* fk 1755, Makly'% 1763^ 
hUaire^^j Baynafs und der Encyklopädisten : und manoho 
iber überspannten und einseitigen Aensserungen und Anro- 
gingen waren nicht nur bey ihrem Volke von nachhaltigem 
ErfoigOi sondern gingen auch zu Nachbaren über. — Teutsch«* 
Md bewahrte s. ruhigen wissenschaftlichen Gang; Ch, Tho^ 
latiut (S. 224), CA. «^«^^(S, 209) 1721, 1736, 1754, ^. Rü^ 
ig^r 1722 u. A. verbreiteten gesunde Begriffe in der Ge- 
ihäftswelt und gestanden der Theorie nur einen logischen 
'er sittlichen Werth so. Litterärisch folgenreich wurde dio 
kiftung [1727] einer- Lehrstelle der Oekonomie, damals 
jk^ichbedeutend mit praktischer Staatswissensohaft, auf dea 
lochschalen zu Halle und Frankfurt a* d, O.; die Gebildete- 
Ito nahmen lebhaften Theil an dem Anbau £eser Disciplih 
hd die dazu g^örenden Schriften der Ausländer wurden 
i^rgföltiger beachtet und benutzt; politische Denkfireyheit, 
^on mehren Lehrern der Universität Göttingen, seit •/• J. 
^hmauits^ nach brittischer Weise geltend gemacht, wurde 
Inrch den grossen Friedrich II, der sich selbst [1748] den 
^ten Diener des Staats nannte und bis zum Ende s. Regie- 
^ng keine Beschränkoug der Vornunftrechte zuliess, kräftig 



110 Staatswissenschaft. 

• 

gMcbfitst. Jae, Fried, v. BielfeW$ [it. 1770] Institution 

politiquet« Haag 1760 ffl« 3« 4 und 0. AchenwalFn Staauklni; 

heit, Götting, 1761. 8 vl. %. w*, so diirftig sie in wi«aenschafi 

lieber Hinsicht jezt erscheinen, zongen von einer Unbefao 

genbeit, nm ivelche jene Zeiten beneidet werden könnten 

gleich farobtlose Wabrheitliebe und weltbOrgerliche Wachxaii 

keit auf alles, was die gesellscbaftiiche Ordnung gefährid 

begegnet in Ch. Oarve'M ruhigen Betrachtungen 17S8 and i| 

JPV C tr. Mo$er'% (3 %. 408;, A. L, &chKter% (Systema pi 

liticlBS. Gott. 1771. 8; Briefwechsel; Staatsanzeigen ; Allgeii 

Staatsrecht 1793; Theorie d. Statistik 1804;, /. Chn Schmobt. 

[geb. 1756; st 1783] Ueber NAinerika u. Demokratie. Ka 

penb. (Königsberg) 1782.8; von dem Ursprünge der Knecht 

Schaft in Berl. MSchn 1783 S. 336 f. u. m. A. stark ha^ 

vortretenden Kernsätzen, Kögen und polit. Iteformatiooideei 

«-«Mit der, durch NAmerika*s Insurrection vorbereiteten Fiai 

zösischen Revolution ergoss sich eine FOlle neuer Ansicht 

und Folgerungen , welche in höchst verschiedenartigen Kröi 

terungen und Untersuchungen (E. &ieye$ u« v. a.; /. 

Jt^iehie; A. W. Rehher g; E. Burhe; Fr. Qentz n. A.) G 

melngnt der gebildeten Lesewelt wurden und bej wach 

der Theilnabme der Berufenen und Unb(»'ufenen , Denker^ 

Staatsmänner und Laien , einen folgenreichen Zwiespalt er* 

zeugten , dessen baltbare Aussöhnung nur f Ur eine ferne Z» 

ktinft erhofft werden kann. Der sittlich-politisirende Hat 

naiismus, so abweichend in Grundansiehten , Methoden o 

Ergebnissen er sich äussert (F. Bucbkoh;. N. Vogt 1802; 

J. Wagner 1805 u. 1815; W. J. Bekr 1804 i9.) H. Ludei 

.1811) F. Koppen 1818 n. v. a.), wird weder durch die Sacb 

Walter des theokratischen Despotismus u. der Papstmacht hi 

Gr. de Maieire [geb. 1753; st. 1821] : Consid^rations sor 

France. 1796; * Paris 1821; und den gesalbten Abb6 Jhnn 

de Torigine des sodit^s £d. UL P. 1821 (vgl Wiener Jli 

Litt. 33 8. 76 f.); noch durch des viel wissenden, meist f»l 

gericbtigen , in Einzelnheiten scharfsinnigen C L. v. Halk 

ttestauration 1816 ffl. 4. 8, „welche das Gesetzlose uod di 

blinde Verehrung der zufälligen Uebermaclit und der selbst^j 

siicbtigen Willkahr fttr Gotteu Wort ausgiebt«« (s. Hegel Si^ 

turrecht 8. 245), und durch die vermeintlich tbeologiicbi 

Grundlage, welche Ad. Müller 1819 der Staats Wissenschaft 



Volks- u. Staatswlrthschaflt. 211 

[eben wollte, am wenigsten durch rationalisirfen Wahnsinn, 
rie er in des Pseudonymen 6« N« v« Biebra Staat im Lichte 
ler Regiening des K. v« Sachsen Fr« Aug. 1828 herrscht, 
interdrückt oder auf die Daner verdächtigt und geföhrdet 
rerden and kann seines endlichen Sieges um so gewisser 
ip, je mehr Stimmen gerechter Würdigung der Gegenwart 
lid edler Mässignng des Urtheils über praktischen Ertrag 
ff Vergangenheit laut werden, wie' sie sich finden in /V. 
Ucillon aber Staatswissenschaft. Berlin 1820. 8 u. über den 
feist der Staatsverfassungen u. dessen Einüuss auf d. Gesetz* 
toung. Berlin 1825, S; C. F. v. Schmidt- Phiseldeck Politik 
^h den Grundsätzen der heiligen Allianz. Kopenh. 1822. 8 
iÄ. — Die vollständigste Uebersicfat gewähret: Die Staats- 
jlssenschaften im Lichte unserer Zeit dargest. v. C H. L^ 
bte. Lpz. 1823 f. ; Ausg, IL 1827. 5. 8. 

I. Die Volks- und Staatswirthschaftlehre war 
loje praktisch und eigentlich ab Cabinetsgeheimniss vorhai»- 
te, ehe sie wissenschaftlich bearbeitet und zum Gegenstande 
H öffentlichen Unterrichtes erhoben wurde. Mehre Italiä- 
er, von Gagp. Oarqffi 1580 u. Ant. Serra 1613 an bis auf 
itnovesi u. A. erwiesen sich als helldenkende Beobachter 
md scharfsinnige Theoretiker vgl. Jos. Pecchio Storia dell* 
conouiia pubblica in Italia (1580 — 1828). Lugano 1829. 8. 
) den ihre Selbstständigkeit erkämpfenden Niederlanden 
Pfde, auch mit Berücksichtigung der bedeutend vermehrten 
aatsbediirfnisse , auf Erhaltung und Belebung des Gewerb- 
Ssses des, unvermeidbar mit Abgaben beschwerten Volkes 
ligearbeitet ; gleiche Zwecke verfolgten Elisabeth in England 
id ^ully in Frankreich ; der leztere suchtie die Abgaben zu 
Idern, hielt auf strengt Ordnung u. Sparsamkeit im Rech- 
^gwesen und liess sich die Beförderung der Landwirth- 
Itaft, als der reichiäten Quelle des allgemeineren Wohlstan- 
H, sehr angelegen seyn ; der engl. Protector Ol. Cromwell 
d in Frankreich J. B. Colbert, Ludwig's XIV grosser SU- 
iter, richteten ihre ganze Aufmerksamkeit auf Gewerbe, 
instfleiss und Handel, uiii den Geldreichthum ihres Landes 
steigern. In dem Sinne dieses, vielen Staatsver\valtungen 
r neueren Zeit zu Grunde liegenden Mercantil-Systems 
leiteten mehre geachtete Schriftsteller: Jam, Stewart (^st. 
80] Inq. into the principles of polit. economy. Lond. 1767. 

VacUer HB. d. Lili. Gesch. IV. 16 



242 Volks* u. Staiatiwirtlischaft* 

3. 4; 1815. 4« 8; Works. L. 1805» 6. 8; Ani. Genauen 

1769] Lezzioni di coiumercio« Baisano 1769« 8; C^ A. v, Sl 

eagee [geh. 1735; st 1804] u. A. — DeiD| als Ursache i 

1er öffentlichen Beschwernisse und MijMb^äuche betrachte! 

> Mercantilismus wurde in Frankreich das, ans philosophUd 

Forschung hervorgegangene physiokratische Syitj 

entgegengesetzt; ihm zu Folge soll das Nationalvermögen; 

diglich nach Naturerzeugnissen berechnet und die Venoi 

rnng desselben von dem Landbau » als einzigem producui 

Mittel abgeleitet, daher auch eine einzige , alle Staatsbüq 

gleichmässig belastende Auflage, die Grundsteuer, von d 

reinen Ertrage des Landbanes erhoben werden« Der Lij 

ber dieser einfachen und menschenfreundlichen, zwar h« 

in streng wissenschaftlicher Prüfung, noch in allgemeioer 1^ 

wendbarkeit haltbar u. bewährt befundenen, aber theils duj 

Feststellung des Begriffes von Volksreichthum , theils d(ii| 

yerbreitung vieler fruchtbaren Grundsätze und durch Be$i^ 

tung vieler alten Vorurtheile und IrrthQmer sehr wohkli 

gen Theorie war der Arzt Franc» Qße$nay aus Merrej [g 

1694; st 1774], Mitarbeiter an der Encyklopädie : Tab 

iconomique. Versailles 1758. 8 n« s. w»; la physioeratie. Yvi 

don 1708.6. 8; vgl Cte d'Alban (Prinz JCYveioi) Eloge 

1775« 8. Unter den Anhängern, Vertheidigern, Erklärern 

Physiokratismus sind einige der bemerkenswertheren in Fr 

reich: Viet. de RiqueUi^Marq^ de Mirabeau [geb. 1700 

1789] : Tami des hommes. P. 1759. 3. 8 v. a«; P. £. J- 

de la Rivüre 1767; •/». 8im. Duponi de Nemoun \%t. 181 

1768 ffl.; 0. Fr. le Tro$ne [st. 1780] 1777; *Anne Roh.l 

Turgoi [st 1781]. 1777 : Oeuvres. P. 1808 fflL 9. 8 u* t 

in Teutschland Carl Friedrieh Markgr. v. Baden 1772; l 

Schleilttein 1772; L. I$elin 1772; J. JUauvillon i776i 

Schmalz 1797 und 1818 u. m* a. Von Gegnern sind zu 

achten in Fr. Condillac, Linguet^ Mabljf, J. Necker u. c 

in Teutschl. ♦«. C. W. Böhm 1778; V. Q. Bäsch 1780 

B. V. Pfeiffer 1780; /. Q. &chlo$$er 1784 u. A.; in 

fand Th. Mortimer 1773; vorzOglich der -unermfidete ilr/^ 

Yimng a. d. Gr. Suffolk [geb. 1741 ; st. 1820] : the fario 

^letters 1767; Rnral economy 1770; Course oC experioL 

' ealture 1770. 2. 4; Annais of agric. 1784 ffl.; Polit. An 

metic 1774; Reisen durch EngLind 1768 f. u. Frankreich 17 



Volks- u« Staatswirthschaft« 243 

T. EU -- Der Schotte Adam Smüh [gej). 1723; fit. 1790] 
hrte beide Sjstenfe auf den gemeinsamen Grundbegriff der 
M)eit zarfick nnd lehrte, das« durch ahgemesgeoe Tbeilung 
möglich grosste Freyheit der Arbeit der Wohlstand vu 
ihtbom dea Volkes bedingt nnd die gleichm&ssige Verthei- 
der Staatcdasten dorch Besteuerung der Grundstücke^ 

terbe und Capitalien erreicht werde 3 sein zunächst auf 
ionien berechnetes System, bey welchem viele Ideen ge^st- 
Hier Vorarbeiter benutzt worden sind, hat in der Staats- 
jhhscbaftslehre Epoche gemacht: Inquiry into the natnre 
Icaases of the wealth of nations. Lond. 1776. 2. 4 oft; 

tnotes by JD. Buckanan. L. 1814. 4. 8; t y. Garve. 
1793. 4« &; franz. t. Oarnier. Par. 1802« 6. 8. Unge- 
|et mehrer Einreden und Widerlegungen erhielt die Smith- 

Tbeorie allgemeinere Verbreitung und Zustimmung in 
bland dnrch Gg Sartoriui 1796 u. 1806, A. F. Lüder 

, 1$08, 1820, Ch. F. Kraui 1808, A. Müller 1809 u. 

.; in Frankreich durch B. F. N. Canard 1801, V. B. de 

1802 n, M814; Cours compL d*econ. poL prat. ?• 1828. 
i\J. C. L. Simonde de SismondilSOi; mit eigenthümli« 
fft Abweichungen und neuen Ansichten folgten ihr fF. Play- 
irlgOS, J. Craig 1815, der Whig Dav.Bicardo [st. 1823] 
^yiet Tory M. T. jR. Malthut 1820 u. A.; der Eklek- 
Stt'CA. Ganilh 1809 n. 1820. 2. 8; H. Storch 1815. 6. 8; 
f8l9; des Schotten J. JR. Mac-Culloch Principles of po- 
'econ. Ed. IL Lond» 1830; des Polen F. SAarbeck Theo- 
t des richesses sociales. F. 1829. 2. 8 mit beigefugter reich- 
l^g«r Bttcherkunde; u. A. — Teutschland behauptete auch 

iesem Felde den Vorzug schulgerechter Bearbeitung; mehre 
erangen zum Theil schon im XVII Jahrb. hatten muster- 
en Staatshaushalt eingeführt; besonders zeichnete sich 
kssen unter K. Friedrich Wilhelm I aus und auf preuss. 
persitäten wurden auch [1727] die ersten Lehrstuhle der 
keralwissenschaften errichtet; seit der Mitte des XVIU 
vh. wurde Staatswirthschaftlehre, bald in weiterem, bald 
fngerem Umfange, auf den meisten teutschen Unirersitäten 
getragen; in Lautern wurde [1774] eine, spätec [1787J 
^ Heidelberg verlegte eigeneUnterrichtsanstalt fiir sie ge- 
^U auf einigen Univ., Stuttgard, Giessen, Rinteln, Mar- 
% räumte man ihnen eine Zeitlang eine Art von neuer 

16 • 



w( 



24 4 Cameral Wissenschaft 

FaciiltAt ein ; und* e« entstanden mehre wissenscb« Vereine 
YervoUkommnang der Landwirthschaft nnd des Gewerbfl 
«eS| dergleichen in fast allen europ» Staaten, besonders t 
tige in England, Frankreich, Schweden und Dänemark 
fanden werden. Von der grossen schriftstellerischen Th 
keit der Tentschen zeugen die, znin Theil des Steifes w 
auch heute noch als branchbar geachteten Arbeiten von l 
V. Rohr [st. 1742]; Og IL ZüicAe [st 1768] 1742 ftl; 
H. Gottlob V. Juili [st. 1771] 1755 ffl.| /. ö. Dartes 17! 
J. K. L. Uergiui f st. 1781] 1762 fl.; Magazin 1767 AB. ft 
N. Mag. 1775 fl. 6. 4; L. v. Bettmobre [st. 1783] 1764) 
F. V. Pfeiffer 1764 fll.; Jon. v. Somefifet$ 1766 ffl.j /. 
Jung 1779 fll.; A. Niemann 1790 fl.; ß\ L. WaJiher 1793 
J. Gg Krünitz [st. 1796] Ökonom, teehnolog. Eneykl. 
1782 fll. I>io bisher verbundene Volks- und Staats- Wi 
schnfilehre wurde getrennt, streng wissenschaftlich angcor 
und begriindet von L. H. Jakob 1805 und Jul. Gr. &o 
Nat. Oekonomie. Lpz. u*. Aaraa 1805 IE. 8. 8 und eine" 
meist ausgezeichneter Werke folgten auf einander in 
gen Jahren : • ö. Hujeland 1Ä07 fll. 2. 8 ; H. Enhen 
1800 u. 1815 u. s. w.; /. F. Eui. LoPz Revision« Co 
1811 fll. 4» 8; Handb. der StWLehre. Erlangen 1821. 3. 
Fz Cr. Buquoi 1815 fl.; J. F. 6. Biselen 1818; *C.Ä/l 
Ansichten der Volkswirthsch. Lpz. 1821, Grundriss d. Ca 
ralw. Heidelb. 1823; /. A. Oberndorf er 1822; W. J. 
1822; ./• ScMn 1831 u. A. Encyklopädien von W. Butle\ 
u. 1822, AL Lip$ 1813, L. H. v. Jakob 1810; F9HtziS 
IL Andeutungen über die reichhaltige Litteratnr der 
meralwissenschaft und ihrer dnzelnen Bestandtheile: 
Encyklopftdie : 0. F. v. Lamprecht 1785 ; Th. Sehmalt \t 
♦1819; C. Ch. O. Sturm 1807; F. C. Fulda 1816 u.s. w. 
2) Landwirthschaft, in welcher das alte Herkommen sich v 
fach bewährt hat, so unabweisbare Yerftnderungen das» 
auch durch Einflihrung der Kartoffeln und des Klees, du 
Wechsel der Früchte, durch engere Verbindung mit Viehzo 
und Forstwirthsch., durch folgenreichen Einfluss des Gewe 
fleisses und Handels und durch Benutzung der vervollkoin 
neten Chemie erfahren mnsste: OL de Serres s. 3 S, W 
Joh. Colerus [st. 1639] löl4; Lud. Settala de rationc in 
tuendae et gubernandao familiae LI. V. Maif. 1626. 8; de 



I 

Cameralwisflensohaft. 245 

^ondi stato LI. VII. M. 1627. 4; beide lat Begensb. 1749. 
vgl. Jt. A. FabricU Programm. Heimst. 1748. 4; Höhet- 
TU Ainoenit. 1. p..936 sq. u. m. a.; /. EtHi [st. 1776] ; *A. 
mg^ ttf. Re u. 8. w. ^Otio V. MünchhauBen [st. 1774] 
B4; V. F. Mayer \fst. 1798] 176919.$ J. Beckmann [st. 
M] 1769 ffl.; Ph. E. LUders [st. 1786] 1769 f.; *Fz fi. 
Beneekendorf [st. 1780] 1771 ffl.; ''/. Chn v. Seiuiari Ed- 
iToa dem Kleefelde [st. 1787] 1782 f.; Joft. Miem [st. 
b]; J. O. Stumpf \9t. 1798] 1791 fl.; der dassiscbe Abr. 
ner 1804 ffl.; J. G. Kappe^ F. Pakt, J. N. Schwerz 1823; 
\€in G. St9§rm [«eb. 1781 ; «t. 1820] Lebrb. 1819 f. 2. 8; 
ICAndrS [st. 4831] verdient durch Sammeln und Verbrei- 
I nfitslicber Beobacbtongen und Andeatangen ; J. Sinetwk' 
ie of agricnlture 1817 u. s. w»; t. Wien 1822; u. v. ä. 
ozeicbneten Werth hat AI, Hendersan Hist. of aiic. and 
rn wines; Lond. t824. 4. — 3) Forstwirthsohaft : J. Gotil. 
ann [st. 1788] 17^6 ffl.; *H. L. du Harnet [st. 1782] 
; J. A. Cramer [%t. 1777] 1766 £; *F. A. L, v. Burg^ 
[geb. 1747 ; st. 1802] 1783 ffl. ; F. L. Walther 1790 ffl. ; 
iBalih. B^rkhausen [st. 1806] 1790 ffl.; M. Niemann 
fclffl.; F. C. Medicus Int. 18Ü8] 1792 f.; v. Wildungefi 
Mg22] 1794 ffl.; J. M. Becbtteiu [st. 1822] 1798 ffl.; »O. 
^iwrtis 1798 ffl.; C. F. Gr. Sponeck, Jos. Hazu\ Ch. P. 
iiro/> n. V. a. — 4) Bergban. Encykiopädie von E. Lei- 
^n 1804; Fc L. v. CancrinlT&T SL^ Chph Traug. Detms 
i 1779] 17734 J. A. Cramer 1774 ffl.; F. W. B. v. Tre^ 
k [geb. 1739; st. 1819] 1789; der ansterUiohe A. G. Wer^ 
h C\ E. t?. Molt 1797 ffl.; Fz A. v, Marcher 1805; C. 
I* Lattgidorf; C. J> B. Karsten ^ welcher yielseitige Ver- 
i&ste erhöht hat durch: Metallargie. Bert. 1831. 5. 8 m. K.; 
'm. a. Die Fortschritte sind rasch u. bedeutend, bedingt 
m die Vervollkommnung der Naturkunde und der Me- 
nik; am vollständigsten u. genauesten werden die Leistnn? 
n des Auslandes von Teutschen aufgefasst und wissensch. 
iordaet. -^ 5) Gewerbkunde oder Technologie ist in den 
^en Menschenaltern zum Theil wesentlich umgestaltet wor- 
^ in natürlicher Folge der veredelten' Mechanik und Che- 
I«, der verfeinerten und vermehrten Bedürfhisse und des ge- 
Ideteren Geschmacks} über die Wirkungen der Aufhebung 
^ Zunftwesens sind Jie Meinungen noch getfaeilt : Paul Jac. 



246 Cameralwissenschaft. 

JUarpefger [st. 1730] 1708; J. H. O. v. Juiti 175S.D 

scription des artt et m^tieni faite ou approuT^e p. Hb. 

i*ac. R. des tdences. P. 1761 ffl. 113 Hefte F. m. K. (Na 

chatel 1771 ffl. 20. 4); teutsch« Berlin 1762 ffl. 21. 4; l 

Halle [st. 1810] 1761 ; R N. Sprenget 1768 f. ; *J. Bti 

mann 1776 fH; J. C. O. Jacobson [st. 1789] technol^W 

terb. Berlin 1781 f« 4. 4; Sapplem. t. G. E. Ro$entkaL 

1793 iL 4. 4; F. L. v. Cancrin 1788 fl.; 8. F. Hermbiti 

1807 n. 1814 u. 8. w.; H. Brosenius 1806; 1822; J. H. i 

Poppe 1806 fl. u. m«; Sieph. v. Kee$ Darstellung des FaU 

u. Gewerbwesens in s* gegenw. Znstande. Wien 1822; Ad 

IL 1824. 4. 8; sehr viele Modejonmale, Magazine n. s.1 

Grossen Umfang hat die Litteratnr der Kochbücher von i| 

tina (2 S. 321) an bis auf den (v. Qrimod de la Reynürei 

Coite 1803 f. heransg.) Almanac des Gourmands u. des gl 

reichen Äesthetikers C F. v. Bumohr Geist der Kochl 

1823 ihre Zahl ist Legion; sie, besonders die älteren 

dem Forscher nicht geringe Aasbeute fnr die Kttengetdiu 

•—6) Handels Wissenschaf t : Jae* Savary des Bmlons 

1690] u. s. 8. Jae. [st. 1716] o. Pitlemon Ludw. [st 11 

P. J. Marperger 1706 ffl.; G. Ch. Bohn 1727; O. EL 

[st 1775] 1753; C Günti. LudovM [st 1778] 1762 fL\ 

G. Bü0ch 1784 tA.;J.A. Engelbrecki [st 1803]; *J. A 

mann 1789 ffl.; /. Ch. Sciedel [st 1803] 1790 ffl.; G.\ 

Bu$e 1798 u. t. a* ; C. Murhard Theorie o. Politik des 9 

dels. Götting. 1831. 2. 8. ~ 7) Finanzwesen: Wüh. v. Sdi 

.dem [enn« 1663] FnrstL Schatz- n. Rentcanimer. Lps« lÜ 

1721; 1737. 8; v. Justi 1766; v. Pfeiffer 1781 n. m.;^ 

PL Borowiki [st 1801]; L. H. v. Jakob 1821. lieber Sil 

em C. Krdncke 1804 n. 1810; H. Eichenmager 1808 tL\\ 

8. V. kremer 1821 ; G. G. 8irelin 1821 ; /. Schön 1832 

*^ 8) Folicey: Nie. de la Marc [st 1723] 1705; v. 

1760; V. Pfeiffer 1779; /. Ch. Fabridue [st 1808] 178J 

A. Niemann 1790; Nie. le Moyne Deseeearte Dict. dep( 

P. 1786 fl. 8. 4; G. H. v. Berg Handb. des t. Polizeyi 

Hannov. 1799 fl« 7. 8; P. Colquhoun 1796. /. F. Bus. 

1807; G. Henrici 1808; £r. H. Jakob 1809; F. W. Em 

mann 1819 tu s. w* Armenpolizey A. Niemann 1785, M 

Büich 1792; J. A. Günther in Hainburg [st 1805]; L.F\ 

V. Colin in Detmold [st 1804] u, Fürstin PauKne v. Lq 



Pädagogik. 247 

f.D. Laieätz 1815. Zwangspolfcey : der edle Menschenfreond 
i Howard [geb. 1725; st. 1790] 1773 fflL Medidn. P. /. E. 
ftienttreitf J. P. FraiA n. A. 

I 

\ 38. 

Die wissensch. Bearbeitung der Pädagogik oder Er* 
BhuDglehre ist ein Vorzog des XVIII Jahrh«; es mussten 
viele Erfahrangeti und vorbereitende Versuche voraufge- 
. An Reinigung und Veredelung des Sprachunterrichtes, 
kt welchem der historische und philosophische verbunden 
Ir, hatten Hnmanisten überall, besonders Reuchlin^ 
\9imu9 und ihre Freunde und Schüler, mit Erfolg gearbei- 
), als die hiedurch mächtig geförderte kirchliche Refdrma-^ 
% die sittlich religiöse Volksbildung zur Angelegenheit des 
Istes erhob, das öffentliche Schulwesen eigentlich gestaltete 

t einem, vorzuglich durch ¥h* MelanchtKon gebildeten, 
tständigen Schulstande Daseyn und einflussreicbe Wirk- 
jkkeit gab vgl. 3 S. 35 fil«; den gelehrten Schulen blieb sehr 
kge philologische Einseitigkeit, bald mit Zuniischung einiger 
ktandtheile mx etwas humanisirten Scholastik, eigenthuni- 
Ni; der Volksnnterricht bezweckte zunächst religiöse Bil- 
mg. Unter den Katholiken behauptete sich der Klerus im 
Ifi&besitze des Jngendunterrichts ; die Jesuiten gefielen durch 
leodende Vielseitigkeit und gefallige, oft spielende Methode; 
Endlichkeit und Eifer für sittliche Reinheit zeichnete die 
kter des Oratoriums und die Jansenisten von Port royal in 
hnkreich aus. Die in neuerer Zeit als vollbedeutend aner- 
iQnten Ansichten und Winke des Menschenkenners Monia- 
^ and des tiefblickenden Bacan fanden bey Zeitgenossen 
Ng Eingang. Eins der ersten Systeme der Pädagogik wurde 
Am. Mocker in Erfurt [st 1607] bekannt gemacht: de 
et liberali discipHna atque educatione liberorura 1577, 
^Vs^ng RaincA'B [geK 1571; st. 1635] zeitgemässe, zum 
teil gehaltvolle und treffende Vorschläge zur Verbesserung 
M Vereinfachung des Jugendunterrichtes, zunächst des sprach- 
roen, ivurden eben so sdir durch Geheimnisskrämerey des 
Mebers als durch Missgunst der das Herkommen vesthal- 
^^en Männer von Fach, aller öffentlichen Wirksamkeit be- 
j«|»t: Cfyh Hektig u. J. Jung kurzer Bericht, Jena 1614, 12; 
NicMaaa unter den l^ipten in Gotha No- 82«— 837; vgl. 



248 Pädagogik. 

Meu9ei bkt. lUt, Untßrhalt. S. 81 £.; Schwarz Gesch. d. Ei 

2 S. 3S6 f.; Voemel Progr. 1829. Glücklicher war der Mi 

rische Mystiker Joh. Arnos Comenius [geb. 1592; st. 1671 

welcher Einiges von den Kunstgriffen der Jesuiten , Andei 

von den Mährischen Brüdern entlehnte, den Unterricht in Spi 

chen mit Sadikenntnissen vereinte «und das Bedürfniss des 

teren Alters im Auge behielt; s. wenigstens den bisherij 

Mechanismus mildernde Unterrichtsmethode verbreitete sie 

zum Aergeriüss für rechtgläubige Philologen, in Böhmen, P| 

len, Schweden, £.qgland,' Teul;scbland und Siebenbürgen: 

nua lioguarum reserata aurea. Amsterd. 1631. 8 oft u. in 

europ. Sprachen übers.; Schola ludus s. Encyplopaedia \i 

(Orbis pictus).. Hanau 1659. 8; Nürnb. 1666. 2. 8 sehr 

Opp. didactica. Amsterd. 1657. F. Eccard Leichter in Erfi 

[geb. 1612; st. 1690] arbeitete eifrig, ohne bedeutenden 

folg an Verbesserung des Schulwesens 1657 f. Alea:. Vat 

a. Paris [geb. 1632; st. 1676] gab eine Anweisung zur 

handlung und Bildung der Kinder, voll schlichten Hausv< 

Standes: Tr. de la premiere ^ducation. P. 1666. 12; und 

Nicole £st. 1695] stellte gute Grundsätze au% nach welcl 

die geistige Bildung im Einklänge mit christlicher fGesinni 

zu begründen sey in Essais de morale T. 2. — /. Locke 

205) bearbeitete 1693 di^ Erziehunglehre als ein zusammen* 

hängendes Ganzes philosophisch ; viele s. psychologischen Be> 

obachtungen haben reichen Gehalt; die diätetischen Vorschiifr 

ten sind vortrefflich und mehre Ansichten und Folgerung« 

wurden von späteren Denkern bestätigt; nächst ihm zeichn«) 

' sich Cromaz (S. 208) dur-ch scharfsinnige Wahrnehmungei 

über Eigenthümlicbkeiten 4^ ^gend und durch glücklich^ 

Kathschläge in B^^iehung auf Unterrichtsmethode am voi^ 

theiUiafteaten ai|s; beide sind als 4i^ wahren Begründer dei 

wissensch. Pädagogik 4u betrachten. — Im XYIII Jahrb. ge« 

wann praktische u. theoretische Erziehung- und Unterricht»- 

lehre fast ausschliesslich in Teutschland bedeutende BereF 

chernng u. fortschreitende UmstaltuAg. Die Bahn brach Augi 

Mermaau ifrüncke a. Mbeck [g^b. 1663; st. d. 8 Juo. 1727 J, 

segensreifih arbeitend und lebend im Geis^ des frommen Pb. 

J%e» Spener9 in dem von ihm zu Halle £den 13 Jul. 1698] 

gegründeten WaiBenhause; zwar begünstigte der darin vor« 

wallende Pie tismus einige frömmelnd^JFlachheit und demüthig; 



Pädagogik* 249 

Eiererey, aber es warde doch dem allzu ^inseitigen philolo- • 
pschen oder vidiraehr kleinlich grammatischen Pedaatismus 
lianohafter Widerstand geleistet, mehrseitige Sachktqntniss 
|efördert u. die Aneikennung der Alles entsdieidendeii Wich- 
^keit einer sittlich - religiösen Gemüthsbildung veralgemei- 
lert. Schon in dem nächsten Menschenalter bewährte sich 
le bessere Bichtnng des Nachdenkens über Erziehuigwesen 
)l den Schriften /. G. Sulzer'& (3 S. 407) 1745 n. V^ und 
}a. Pet. Miller*» zu Göttingen [geb. 1725; st. 178£], wel- 
flier Vorlesungen aber Pädagogik hielt u. mit Erfolg schrift« 
iKeüecisch wirkte : Hist« moral. Schilderungen- Helimit« 1753 
i 5. 8 u. s. w. ; Erzi<ihuogkunst. Gott. 1769 ; ir73. 8 u. v. a. 
h Niil trat J. J. Romseau (3 S. 268) , voll glühender Ein- 
Udungkraft, mit lebendigem Tiefblicke die Beihte der Natur 
t&d Menschheit erfassend, als Reformator auf;s. Emil [1762] 

fe;hält, bey vielen Ueberspannungea und Paadoxien, eine 
Ue beherzigenswerther Wahrheiten and gesmder Gedanken 
fber physische und sittliche Erziehupg, versaärfte aber den 
Ewiesqpadt zwischen Ideal und WirkHchkeit. Unter s. meist 
t&it dem Neuen tändeinde« Anhängern in Finkreich ist el- 
fter der bemerkeaswertberen L* Reni de Carduc dte la Chtih 
^d [st. 1785], der wackere Kämpfer fiii! locht und Licht 
gegen Despotismus und Jesaitisnms) Eissäysur beducatian 
oadonale. Genf 1763. 8; P. ^825. 18. In Egland zog Gge 
(^fman 1773 ffl« die Aufimerksamkeit auf dese Angelegen- 
^tet hin» In Teutschland ergriff der Rousseasche Enthusias- 
\m^ welchen /. G. H. Feder'», neuer Emil 768 f. 2. 8 er- 
l&ässigen sollte, einen ähnticheD, nur rauherkühnen und mit 
fJü^tigem Unternehmnngsinti ausgestatteten Feuerkopf /. B, 
\ Basedow (3 S. 411); s» Philanthropismus ^768] sollte die 
I ausführbaren Bou$seausehen Ideen dem Lehn ftneignen und 
den Gang der Natur durch allerley Knnstnttei verbessern; 
s. Metfaodeobu^h [1771] und ElemeatarweK; [1774} hatten 
eiae grosse Schaar von Vorschlägen , Veihichen , Formeln 
and Warnungen aum Gefolge vgl. Herder iaHammM'^ Sehr. 
^ S. 184; wackere Männer CA. H. Wolke, E. Ch. Trapp 
(Verf. e. Pädagogik 1780 u. ni.) u« A. schloseii sidi ihm an; 
aber das rasch hegonnene neue Werk in Desau hatte, keinen 
liestand. Der ökonomisirende /. JET. Campe 3 S. 413) führte 
die Erziehungreform auf den Grundsatz der {Taktischen Nutz- 



230 Pädagogik. 

«»barkeit znrflek ; Ihm lit die, ah reichhaltige Sammlaog leh&i 
bare Rtvirion def gesammten Schul - und Erziehungwesei 
Hanib« 1785 ffl* 16. 8 zu verdanken« Fast gleichzeitig 
Baeedoir arbeitete Fr. Eberh. v. Bochow [geb. 1734; st« d. 
May 18>5] eifrig an Verbesserung der Volksschulen: Scb 
buch f. Kinder 1772; Kinderfreand 1776 u. y.a.; t« Beys 
und die einfache Kraft, womit er diese frachtbare Angeleg 
heit empfahl, regte grosse Theilnahme und weit Terbreit 
Th&tigk»it an, welche durch Vorschläge, Entwfirfe, G|i 
ten yonF. O. Retewitz 1773 ffl., P. Villaume 1781 f., 
Siuve 1783 fl, A, W, JR^/l&erg (welcher helle Seher der 
kunft die neuire Erziehung besonnen prüfte) 1792, R. Z. 
eher 1794 u. a* unterhalten und gesteigert wurde; in^den 
, daktischen Sänften F. M. Vierlhaler'n [st. 1827] 1791 
und J. B. 6. leuiinger'u 1795 sind die pädagogischen Hanpi 
ergebnisse de: damaligen Zeit niedergelegt und in gleich 
Hinsicht sind lir das Volksschulwesen H, Q. Zerrenner 17 
ffl. u. B» (hererg 1791 zu beachten. Gegen Ende des Jah 
iseigte H. Pe$tloz%% (3 & 428), redlich wie Spener u. Franck 
begeistert wieRousseau, kräftig wie Basedow, einen nen 
Weg zur Vokserziehung und naturgemässen Entwickelung 
des jngendlichn Geistes i %• aus liebeToUem Herzen geflossene 
Ansichten (Linhard 1781; Wie Gertfuff ihre Kinder lehit 
1801 u. 8. w.; rind einfach folgerichtig, der Erfahrung noJ 
Vernunftforschng entsprechend und die, auf mathematische 
Anschauung brühenden Grundsätze der Unterrichtsmethode 
(Elementarbückr 1803 ffl.) haben sich meist durch Erfolge 
und strenge Piifungen (C. A. Zeller 1802 ffl., 7. F. Herbatf 
1802, /* F. WMimly 1803 ffl., B. Tillieh 1803 fl., J. E. Fla* 
mann 1804 a. x.) als haltbar bewährt; und doch klagte sick 
der Ton Mensckn betrfibte Greis bitter an, getäuscht und sa 
Irrthümem veriihrt worden zu seyn : Meine T^ebensschicksale 
als Vorsteher I. Erziehunginstitute in Burgdorf u. Iferteo. 
Lpz« 1826. 8. )er Bell^Lancastemdke wechselseitige Unter- 
richt ist damitvereinbar. — Durch die krit. Philosophie ge- 
wann die Pädq[ogik eine vestere wissenschaftliche Gestalt: 
I. Kant 1803 ;Cay. Weiller 1798; Lehrgebäude 1802. 2. 8; 
W. F. Lehne 799. 2.S; J. J. Wagner 1803 u. 1821; C. B. 
L. Föiaz 1801; /• F. Herbart 1806 u« m. a. ; sorgftltige 
Erwägung vedient F. Imm. Nieiiammer Strdt des Philan- 



Pädagogik. Mathematik. 251 

thropiona« und Uamanismiifl« Jena 1808* 8. — Das henlich«^ 
ireae Eingehen der gebildeteren Yolksdaasen ' in die gereinig- 
ien und veredelten Yorstellangen Ton dieser för Menschen« 
liriirde und Gesellschaftwohl entscheidend wichtigen -Angele- 
||enheit haben unter anderen gefördert JPl B* CA. Schwarz 
Erziehanglehre. Lpz. 1802 t\ 1829. 3. 8; E. M. Arndi Frag- 
kente über Blenschenbildang. Altena 1805. 2« 8; V. Paul Fr ^ 
ildciter Levana. Brsehw. 1807. 2. 8 und J. Bapt. Bergen^ 
tfither Erxiehanglehre im Geiste des Christenthams. Salzbach 
1823. 8. Die vollständigste Uebersicht gewähret A. B. Nie- 
myer Grundsätze der Erziehung und des Unterrichts. Halle 
P801. 2. 8; YIII Aufl. 1824. 3. 8. 

Litt. Andeutungen. Nationaleniehung: If. Stepham 1797 n. 

\ 1805; C. 9. BoHMieiien 1802.2.8; W. T. Krug 1810 u. s. w. 

i — Universitäten, u. Gjmnagien 3 S. 37 fl« — Volksschulea /. 
G. Krünitz 1794; F. A. Junker 1787; H. G, Zerrenner 1791 f. 
u. C. Ch. G. Zerrenner 1827; F. L. Wagner 1796; /. P. Pohl- 
mann 1803 ffl.; B. C. L. Naiorp 1804 ill. ; /. L. Ewald, F. 
6. DnUer, W. Hamkoh^ B. G. Denxel^ /. G. Kelber ; Fr. Jos. 
SBiUer die Erziehung in Volksschulen. Kempten 1814; *Ausg. U 
1823. 8 u. y. a^ — Fürstenerziehung Basedow 1771 ; M. Ek- 
ler» 1786; /. /. Engel Fürstenspiegel 1798. — Mädchenziehung: 
/. Th. A. Suadedissen 1806; /. F. W.HMy 1809; ^Caroline 
Rudolphi i807. 3. 8 u. A. 

ächfiften ftti^^dicrtug^nd: J. G. Sulzer 1768; Ch, Felix Weisse 
1773 fll.; ^Chn G. Salzmatm [geb. 1744; st. 1811], Vorsteher 
der Erziehunganstalt in Schnepfenthal s. 1784, ungemein frucht- 
bar 1778 fll.; *Campe 1779 £11.; F. J. Bertuch Bilderbuch 1790 
fll. und L. /%. Funke 1798; C. T. Thieme 1794 ffl.; F. W. 
Wamsen 1795 ffl.| / A. C. Uhr 1801 ffl.; 6, Hahn 1803 £L 
u. ▼. A. 

39. 

Das Studium der Mathematik gewann durch Benuz- 
nmg der griechischen Quellen eine neue Gestalt und machte 
Tasche Fortschtitte, bis gegen Ende des XVII Jahrh. die Ana- 
lysis unendlicher Grössen entdeckt und damit die Bahn zu 
Forschungen und Methoden bezeichnet wurde, welche die 
grSssten Köpfe des elasnschen Alterthums kaum geahnet ha- 
Den können. Diess bestimmte und entsclued den eigenthüm- 
liehen Charakter der mathematischen Speculation in neuerer 
2eit. Alle gebildete Völker Europa*s haben Antheil an d^r 
VervoUkomnmimg der wissenschaftlichen Mathematik; die er- 



252 Mathematiker ItaU^ns. 

folgreichfite Thiltlgkeit u. Wirksamkeit ging von den g^hrten 
Gesellschnften in Paris, London, Berlin, Bologna, St Peterg* 
borg n. A. aus« 

Italien wat im XVI lahrb. Havptsitz der t?iss. Ma^ 
thematik und auch spSter sehr reich an Gelehrten, weicht 
sich am dieselbe bedentende Verdienste erwarben. LeonaM 
da Vinci (ß S. 141) war s. Zeitalter in Mechanik, besondeii! 
in Hydraulik, Optik und Natnrbeobaditnng weit voratlfgeeilt 
vgl. /. B. Venturi Essai mir les ouvrages physico-matb^mai 
de L. de V. Pari« 1797. 4; C. Ameretti Memorie sa la vit 
gli studj e le opere di L. da V. Mail. 1804. 8. — Wiede 
hersteller des Studiums der griech. Mathematiker: Ifiee, TVi 
taglia oder Tärtdlea.%. Brescia [st. 1557], Autodidakt, Pro 
in Venedig, Entdecker der 'Regeln za den kubischen Gleichu 
gen und einer der ersten Bearbeiter der wissensch. Artill 
rie: di nuraeri e misuce. Vened. 1551 il. F.; Erfinder desC 
libecstabs io Quesiti ed kiventioni diverse 1638; Opere. Y 
ned. 1606. 4; t..Scb. Ijtd. Ferrari entdedcte die Formel vo 
vierten Grad oder die itbMn. Methode ; Raph. Bombeltt vei 
suchte 1579 die Auflösung des casus irreducibilis; H» Cardi 
nui (ß* 227) machte Tariaglia*» und Ferrari'n Formeln 
kannt und half die algebraische Analyse begründen : Ars m 
gna. Nbg 1545. 4; de praportionibus. Bas. 1570. F.; vgl. Ol 
P. CaBsali Origine, Trasporto in Italia, primi progressi dell* 
Algebra. Parma 1797 fl. 2. 4; F. Commandinus zu Urbino [st. 
1575], wohlverdient um die Erklärung der Eaklidisehen Geo- 
metriei; Franc. Muurolycuß in .Messina [st. 1£75J, Urhebe^i 
feiner u« einfacher Theoreme über die Summation mebreH 
Zahlreihen (Arithmet. LI. II. Vened. 1575.4), Er weiterer der^ 
Optik, Bearbeiter der Gnomonik ; Fauitus Verantius Sicenu»\ 
zeidhnete sich durch mehre Erfindungen In der Mechanik aus:! 
Maehinae tiovae. f. vgl BMii.Ital. 1829. Febr. — Der NeapoL 
Oi&v. Bait. de Ja Portm [st 1015], Erfindender eamera ob- 
scut«i, einer der fvfihesteh BeM'beiter 4ter Aerometrie, betcbriebi 
auch die Einrichtu^ig des in unseren Tagen wieder in Um* 
lauf gebt aohten Kaleidoekep oderspeenlum mullividam in Ma« 
giae natur. LI. XX. Neap. 15*8; *1M9. F.; vgLfl. (ff. Gab. 
Dneheei^) Nolice bist, sur la vie de P. Pdris 1804. 8; GA. 
Magini [st. 1017], Astronom, Vervollkommner der Brenn' 
Spiegel; Lueae Valeriue in Uom [st. 1618] fiberschritt weit 



Mathematiker ItaTiem. 233 

die GrSnzen der griech. Mathem. und brach die Ba^ir znr 
deuen Gestaltung d^r Mechanik;- P. Sarpt (3 S« 147) ein 
Hefer Denker, überan«^ reich an neuen* Ansichten in äet h5- 
lierenMath. u* Naturkunde; vgl. Fh»cttrtni deWn lett. Vines* 
lag. 307 sq. — GuNleo de' Galilei ä. Pisa [gdl). d. 18 Febr. 
1564; St. d. 8 Jan. 1642], Seh. des Jes. Matt. Ricci a. Ma- 
terata [st. 1610 J, reff gebildet durch Studium der Gri«- 
Aeii) Lehrer in Pisa [1589], als Cregner des AristotMes und 
iregen freymüthiger Wahrheitliebe verfolgt, Prof. in Padna 
[1592], nach Pisa zuräckgerufen [1610], in Predigten (der 
Honch Dom* Bacini wendete die Worte der Apostelgeschicbtö 
jjTiri Galiläa quid Status aspicientes in coelnm P' auf ihn an) 
ds Copernicaner angegriffen [1614], doch diessmal von Rom 
[1615] geschützt, wegen der [1619] die Lehre vo4n Weltsy- 
ieme probleniatiseh behandelnden, mit Censurbewilligung be« 
bnnt gemachten vier Dialogen (Diak sopra i due massirai 
ifitemi Toleniaico e Copernicano. Flor. 1632. 4; lat. 1635. 4 
li mit dem- B. de motu. Leid. 1699. 2« 4) von Sctp. CAüi« 
nmoHti iit Pisa 16^^ und von Jesuiten angefeindet, vor das 
Rom. Inquisition tribunal gestellt [d. 21 Jun. 1633], zu schimpi* 
M feierlicher Abschwörung genöthigt [d. 23 Jnn.]^ zu fort- 
psetzter Busse verurtbeilt und nach Siena verwiesen, wo er 
liliod [s. 1638] sich mit der Theorie der Meereslänge be- 
lebäftigte, entdeckte die Theorie der Bewegung, begründete 
wissenschaftlich die Statik [1592] und Hydrodynamiic, cfrfaml 
[1596] den jezt gebräuchlichen Proportionaicirkel, vervoll- 
kommnete [d. 7 Jan. 1610] das Fernrohr n. [1612] das Mikro- 
dcop, bereicherte die Astronomie mit den wichtigsten Beob* 
tthtnngen , machte auf Verstärkung der Anziehungkraft dei^ 
Hagnets durch- Eisen aufinerksam und brach mitrastlbscm 
Forschunggeiste-ffir Mathematik und Naturkunde neue' Bah- 
nen: Opere. Bologna 1656. 2. 4; Florenz 17t8. 3. 4; Paduaf 
»44. 4. 4; *MaiK 1808. 13. 8; vgl. V. Viviani vita 1717. * 
1- vor den Ausg. d. W. 1718 u. 1744; P. i^ riw Elogio. Li- 
vorno 1765; 1777. 8; Fabronü vitae Italor. 1 p. 1 sqq.; iüfo«- 
^cla bist, des Math. 2 p. 256 sqq. ; L. Mehr in Berl. MSchr. 
ISOO Sept.; Memorre e iettere di G. G. c. annotaz. dkl C. Qß. 
Veniufi. ¥. 1. 1587—1616. Modena 1818. 4; GB. demente 
rfe' Netfi vita e commercio litt, dt G. G. Lausanne ( 1793 ) 
1S20. 8. ^ Von €?'s Schülern sind die berirhmtesten.: B. Ca^ 




254 Mathematiker FrankreiduL 

stein [nt 1644] ein attsgezeiehneter Hydrauliker; Bonav, Cs- 
va//fVrf [geb« 1598; st. nU 1647] hochverdient am TrigoDo» 
jnetrie; EvangeUsta TorrieeUi [geb. 1608; at. 1647] Begrü» 
der der Lehre von Schwere and Bewegung der Luft und der 
Theorie des Barometers: Leziom acad* pubbL da Tom» Bo 
veniuri. Flor. 1715. 4; Vinc. Viviani [geb. 1622; st. 170 
glucklicher Wiederhersteller der Alten, namentlich des A 
Ion. Perg. von Kegelschnitten 1659; de lods solidis 1( 
1673; 1701 (1705). F. m. a. — Franc. Maria Grimaldi J 
[st. 1663] beobachtete die Beugung des Lichtes. — /• Do 
Casiini [st. 1712] ein trefflicher astronom. Beobachter. — ik 
anerkanntem Erfolge wurden Analyse, höhere Geometrie | 
Astronomie bearbeitet von Euftaeh. Ma^fredi [geb. 167t 
8t. 1739] vgl. Fabronii vit. Decas. 1 p. 152 sq. oder toL j 
p. 144 sqq.; P. FriH [st. 1784] opp. geom. et mecb. 
1782. 3. 4; jRi^. Jo9. Boicowici [st. 1787] opp. ad opti 
et astron. pertin. B^ssano 1785. 4; Maria Gaeiana Ag 
[geb. 1718; st. 1799] Instituzioni anaUtiche. Mail. 1748.2. 
Lor. Maicheroni [st. 1800]: GB. Veniuri [st. 1823]; A. 
Lorgna^ Greg. Fontana^ Ant» Cagnoli [geb. 1743; st 181 
sorgfältiger Berechner der geogr. Längen, tfichtiger Bel^ 
heiter der Trigonometrie 1786 u. 1804, und der Lehre m 
Kegelschnitten 1802; Giu9. Fiazzi [geb. 1746; st. 1826] 
lebt in der Ceres d. 1 Jan. 1801; Giui. CalandrelU [geV 
1748; St. 1827]; Fi»c. Brunaeci [geb. 1768; st. 1818] ; 6« 
Bau. Veniuri [geb. 1746; st. 1822] um Hydraulik u. 0^^ 
tik verdient; u. m. a. Ungeachtet der noch 1820 gegen S«/- 
tele beurkundeten Beschränktheit der kirchl. Oberbehörde eK 
hftk sich Forschunggeist in Mathematik und Astronomie. 

In Frankreich hielt sich das durch P. la Ramie (SJ 
221) eifrig geförderte Studium der M. während desXVI Jahrl].| 
innerhalb der Gränzen der Elementargeometrie ; Franc. Viela^ 
[st 1603] führte die Buchstabenrechnung ein. Seit dem XVU 
Jahrb. erfolgten rasche Forschritte in der math. Specolation., 
ü. de$ Carici (S. 201 1) verbreitete u. erörterte fremde £nt-| 
deckungen, und ordnete me wissenschaftlich ein, wendete Al- 
gebra auf höhere Geometrie glucklich an, vereinfachte uDil| 
benutzte die Grundsätze der Mechanik und trug zur helleren 
Bestimmung des wahren Gesetzi^ der Strahlenbrechung nicht 
wenig bejr. JP. Ganendi arbeitete nach Galileischen. Ansichten 



Mathematiker Frankreichs. 255 

nd fordeste den Anbau der Astronomie. P. de Fermat an« 
'oulouse [geb. 1608 ; st. 1665] legte die alten Math, einsicht- 
d11 aas und bereicherte die Analyse mit guten Methoden: 
pria opp. math. Toulouse 1679. F.; vgl. Biogr. Toulous. 1 
^ 21S sq. ; Beckmann Beytr. z. Gesch. d. £rf. 4 8. 251 £. 
^ Pascal (3 8. 263) bahnte [1654] dur/ßh das arithmetische 
jreyeck einen neuen Weg zu analytischen Forschungen, be- 
Enndete die Wahrscheinlichkeitrechnung und leistete mehres 
b Aerom^trie und Hygrometrie vgl. Bossut Gesoh« d. M. 
|)ers. y. Beimer 2 S. 425 ffl.; Marin Menenne [st 1648], 
j; de Roberval [st. 1675] und Edm. MarioUe [st. 1684] er- 
leben sich um Mechanik grosses Verdienst. Die Pariser 
^ad. d. W. (3 S. 56) belebte die eifrige Thätigkeit in der 
pssensch. Mathematik; auch wurde [1667] eine Sternwarte 

elegt^ Ton welcher wichtige Beobachtungen ausgingien. 
onter Ludwig XIV verbesserte Kriegswesen gewann den 

dasselbe unentbehrlichen mathem. Studien viele Freunde 
führte sie in die Beihe der zünftigen Kenntnisse ein. — - 

f//. Fr. A. de FHopHal [geb. 1661; st. 1704], Vf. eines 
Ischen Werkes über die Kegelschnitte (P. 1707; 1776. 4), 
Srderte die allgemeine Verbreitung der Leibnitzischen Diffe- 
Rfitialrechnung, sich stillschweigend an Joh. u. Jac. BemouUi 
BOKhliessend: Analyse des infiniment petits. P. 1696; 1715; 
1781.4; vgl. Fontenelle Eloges 1 p« 43 sqq.; * Eloge par 
^not. Dijon 1783. 8. — Jacq. Ozanam^g^h. 1640; st. 1717] 
rirkte fruchtbar durch Unterricht und fassliche Lehrbücher, 
|oter welchen das der Algebra (P. 1702. 8) auch Kenner be- 
Hedigte. — Seb. de Vauban [st. 1707] gab für Vestungbau 
ttid Belagerungkunst den Ton an ; vgL Fonienelle Eloges 1 
!• 108 sqq.; Gr. Moritz v. Sachsen [st. 1750] und 7. Ch. de 
ffard [st. 1752] für Kriegskunst; P. Bouguer [st. 1758] füc. 
Wtik; Bern. Forest de BSlidor [st 1761] für Wasserbau- 
W und Artilleriewesen; Nie. L. de ia Caille [geb. 1713; 
^ 1762] als fleissiger Astronom sehr geaciftet^ — Uründlich« 
^^it, HeUigkeit und Vielseitigkeit herrschen in d'Alembert'a 
!3S.266) Arbeiten über alle Theile der M.; Condorcet X^ S. 
^^) hat in s. Leistungen für Analyse des Unendlichen und 
'^>^ Wahrscheinlichkeitrechnung tief eindringenden Scharfsinn 
^^währt. — In der praktischen Mechanik halben Jac. de VaU" 
'«««o» [geb. 1709; st. 1782] durch wundersame Kunstwerke 



t'l 



256 Mathematiker Frankreichs^ 

Cle m^chanisme du flutenr autoraate* Par. 1738 ; vgl. Beck- 
mann Beytr. z. Gesch. d. Erf. 4 S. t05' fll.% P. le Roy [st. 
1785] und Ferd. Berthout [geb. 1727; st. 1807], dessen Es- 
sai sur rhorlogerie. P. 1759; 1786. 2. 4; Tr. de» horloges 
marines. P. 1773 ; Suppl^m. 1788» 4 ; Tr. des montres k lon- 
gitude. P. 1782; Suite 1797; Suppl. 1807. 4; Hist. de la me- 
sure du tems par les horloges. P, 1802. 2. 4 u. m. sehr ge- 
schätzt werden, durch astron. u. See-Uhren grossen Ruhm er- 
worben. — DieTon Jos. Montgolfier [geb. 1740; st. 1810] ii. 
K. Br. Et.j so wie von Jacq. Alex. Cesar Charles [st. 1823], 
dem Mechan. Robert u. IHL de Rozier versuchte Luftschilf- 
fahrt (vgl. CA. Kramp Gesch. d. Aerostatik. Strasb. 1783. i 
8) hat zwar im Kriege Dienste geleistet und mehrfache Ver- 
vollkommnung s. 1783 erfahren, aber den davon gefasst 
wissensch. Erwartungen nicht entsprochen. — In neueren Z 
ten machen mathem. Studien, auch von der Regierung, 
Hinsicht auf ihre Wichtigkeit für Kriegswesen, Gewerbiiciij 
und ötfentliche Bauuntemehmungen , vorzüglich unterstütz*, 
einen wesentlichen Bestandtheil der gelehrten Thätigkeit u 
des off. Unterrichts aus und viele französische Matheinatila: 
gelten als Lehrer und Muster in ganz Europa; nur Eini; 
von sehr vielen können hier beyspielsweise namhaft gemaci; 
werden : Jos. Montncla [st. 1799] Geschichtschreiber der M. 
L. de la Orange [geb. 1732; st. d. 10 Apr. 1813], grossai 
tig in Ansichten, fruchtbar in ihrer Entwickelung, tiefgrüuu 
lieh im Forschen, sicher' in der Methode und hell in der Dai 
Stellung, glücklich in AuflGuidung der allgemeinen Grundsäiic 
welche in wissensch. Anschauungen und Beobachtungen ^ er 
borgen liegen: Le^ons sur le calcul des fonctions. P. 1806. S 
Theorie des fonctions analytiques. P. 1813. 4; Tr. de la if 
Solution des 6quations numiferiques. P. 1808. 4; *M6can'Kji! 
analytique. P. 1788; 1811 f. 2. 4; für Analyse L. A. Bou 
gainville [geb. 1722; st. 1811], Oasp. Monge [geb. 17^t 
St. 1818], Meisler*in der beschreibenden Geometrie, Vervol! 
kommner der Cartesischen Anwendung der analytischen Gei. 
metrie, trefflicher Bearbeiter der Statik vgl. Zeitgen. 5 Abi! 
1 S. 175 f.; S. L. UHuilUer, *A. M. Legendre, *S. K U 
croiXj beide gleich fruchtbar an classischen Erzeugnissei 
der grosse Taktiker Laz. Nie. Marguerite Carnot [geb. 17j3 
St. 1823] vgl. Leben v. FT. Körte. Lpz. 1820. 8 u. Mcm. \ 



Teutsche Mathematiker. 257 

Kisot 1825; far Analyse, Mechanik nnd Hydrodynamik £i. 
}ezouty Ck BoiiUt [st 1S13], Bich. de Prony; far Astrono- 
mie die Caitini^ Aug. Darqmer [geb. 171S; st. 1802], J. S. 
\iiUy, *Alex. Guy Fingre [st. Hj>6], P. CA. le Monnier 
reb. 1715; st. 1799] u. s. S«h. *Jer. de la Lande [geb. 1732; 
L 1807], *F. Fr. A. Mechain [geb. 1744; st. 1804], J. E. 
IVelambre [geb. 1749; st. 1822] vgl. Zeitgen. N. Reihe 2 
Im f., *P. S.la Place [geb. 1749; st. 1827] u. sehr viele A. 
[ Teatsche, schon früh an Wiederherstellang dßr wis- 
|Dsch. Math.' thätig Theil nehmend , haben seit dem XVI 
ibh. zur allgemeineren Yerbreitang, grandlichen Bearbei- 

fig und vielseitigen Bereicherang dieser Stadien tüchtig, and 
t unbestreitbar eigenthümlichem Verdienste beygetragen. 
|iar worden die /Werke der Ausländer häufig überset2^t, 
iide £ntdeckangen fleissig benutzt und verarbeitet und, mit 
er Rücksicht .auf Jugendunterricht^ die Ergebnisse der For* 
iQngen in Lehrbüchern zusammengefasst und methodisch 
gestellt ; daher selbst die Franzosen nicht so viele u. aus- 
pieichnete Lehrbegriffe, Anfangsgründe, Grundrisse u. Hand« 
»eher, wie die T. haben (CA. Wolf S. 209; V. A. v. Segner 
1 1777] 1739 ffl.; /. G. Daries 1747 ffl.; *A. G. Käsiner 
ßSffl.; W. J. CA. Karsten [st. 1787] 1760 ffl.; J. G. Busch 
313} *J. F. Häseler [st. 1797] 1775 ffl.; ♦£. F\ Mönch [st. 
«00] 1781; /. A. Ch. Michehen [st. 1797] 1781 f.; *G. F\ 
fucherer 1783 ffl.; V. F. Lorenz [st. 1807] 1785 fl.; Abel 
fria [st. 1816] 1787 ffl.; J. Schulz 1790; *G. S. Klügel 
[92 ffl.; J. C. F\ Ha^ff 1793; J. G. C. Ch. Kieseioetter 
99 ffl.; ^B. F\ Thibaut 1801; *H. W. Brandes 1808 ffl.; 
Krks 1810 ffl.; E. M. Hahn 1819 ffl.; /. M. Salomon 
Ij *E. G. Fucher 1821 u. v. A.; Kechenbücher u, Ele- 
tannethoden s. Ch. Pescheck [st. 1747] in grosser Anzahl ; 

t* "i. Busse 1786; H. Pestalozzi 1S03; E. TillicÄ [st. 1807] 
; Jos. ScAmid 1809 u. A.); aber eben so gross ist ihr 
ithümliches Verdienst in Forschungen und Entdeckungen 
^i es gebühret ihnen wegen classischer Leistungen gleicher, 
nicht überlegener Ruhm, wie den Italienern, Franzosen 
idBritten. — A. Dürer (3 S. 401), wissensch.» Begründer 
if Perspective, bearbeitete Geometrie 1525 und Yestungbau 
i27 in der Muttersprache. — JoA. Stoffler a» Justingen [geb. 
^^2; 8t. 1531], Prof. in Tübingen, entsagte der Astrologie: 

Wachler HB. d. Li«. Gesch. IV. 17 



258 Toutsche Mathematikei^« 

Tab. astroti. Tiib. 1514. F.; in Prodi sph. comment« T. 159 
4 vgl. Letsing Collect. 2 S. 394 f. ; der Nürnberger Asu 
nom ioh. Werner [geb. 1408; %U 1528]: lib. snper 22 d 
meniis conicis 1522; Häbr. LoriiU9 Ofan s. oben S. 180; 
Apianui {^, 41) und 8eb. ßHtMüer (S. 114) wendeten i| 
^QndKche matheni. n. nstron. Kenntnisie aaf Geographie i 
Joh* Hommel in Leipzig [geb. 1518; st. 1562] war wahncbi 
lieh Erfinder, gewiss Verbreiter des, seit Brake allgemei 
gebrauchten Terjrmgfcn Maasstabes mit TranSTersal-Liniei^ 
Int. Bl. der Lcipz. LZ« 1807 No. 3; Gg Hartmann in Nil 
berg [st. 1564] erfand, oder, wenn rieileicht Tartagliad 
unbekannt geblieben war, rerbreitete wenigstens den Kalili| 
Stab 1540. — Mich. Slifel [st. 1576] beförderte das Smdi 
der Algebra n. deutete die LogaHthmen an* — 6g / 
' Bhaeticu8 Vxoi. in Wittenberg [st. 1576], hochverdiene 
Trigonometrie, verbreitete das Weltsystem s. Lehrers [1 
Copernicui (Basel 1541. 8), welches auch von Braim. 
hold [st. 1563] nachdräcklich empfohlen wurde. — Wilhelm 
Landgraf zu Hessen [geb. 1532; st. 1592] förderte mit ru 
lichem wisscnsch. Eifer {s. 1559] das Studium der Ast 
mie vgl. Strieder Gel. Hessen 17 & 69 ffl.; s. Hofma 
Chph Rothmatm [1586] war reich an gründlichen Kenn 
scn s. Strieder 12 S. 121 ffl.; und s. Hofmcchanikns [ii 
der Schweizer Just Bjfrge [geb. 1552; st. d. 31 Jan. 16 
durch Himmelsgloben u. eine astronom. Uhr berOhmt, e 
[1592] dasTriangularinstrument, denProportionalcirkel [1 
die Logarithmen [1610] und die Pendeluhr vgl. Strieder 1 
522 f. — Joh. Bai/er in Augsliurg entwarf eine brauch 
Himmelskarte, die Qcstime mit griechischen Buchstaben 
zeichnend 1603; 1654. — Chph Clavias a. Bamberg [st. 10 
Jesuit, Mitarbeiter an der Gregorian. Kalenderverbessemi 
Meister in der synthetischen Methode der Alten : Algebra 1 
4; opp. Mainz 1612. 5 F.; Joh. Praetorius^ Prof. in Wi 
berg u. Altorf [geb. 1537; st. 1616], ein mathem. astron 
hjst. Orakel s. Zeit u. fruchtbarer Schriftsteller, erfand 
nach ihm benannten Mcsstisch. — Joh. Kepler a. Weil 
Wirtemb. [geb. d. 27 Dec. 1571; st. d. 5 Nov. 1630], 
des wackeren Mich. Mästlin [geb. 1550; st. 1631] inTübi 
gen, Prof. in Grfttz [1693], in Prag [1600], in Linz [16^' 
herumgeworfen in stOrmischen Zeitverhältnissen und du 



Teutscha' Mathematiker • 25i> 

l^orenthaltnng des Sstenw Gehaltes (welcher fn Sagan 1627 
ion Wallensteki ausgesahlt werden sollte) deiki bitterstim 
fangel Preis gegeben, begründete die Dioptcik tind die Theo« 
je des Sternr^i^Sy entdeckte die Gesetze der Bewegung der 
^neten nm die Sonne^ berechnete die Bewegung der Korne- 
, bereicherte die Astronomie mit herrlichen Beobachtno«- 
: Epistölae c« Tita K. a M. G. Hansch ed« Lpz. 1718. F,; 
. Montucla 2 p. 269 sqq.;. •/• L. C v. Breitschwert JK^b 
iben u. Wirken. Stuttg. 1831. 8. ^ Chph Scheiner [st. 
ISO] entdeckte 1611 die Sonnenfiecken \ der ehines. Missio- 
kt Jesuit Joh^ Adam Schall a. Cöln [geb. 1591; st« 1666] 
Inmelte wichtige astronom. Beobachtungen Tgl. Montucla 1 
1399 sqq. u. F. Leenardson in IV* AscAeuberg's Nieder- 
Wn. Bl. 4 S. 625 ffl. — 4o&» Bevel a. Danzig [geb. 1611; 
1 1687] einer der fruchtbarsten und durch musterhafte Ge- 
■igkeit ausgezeichneten astron. Beobaditer, steUte die, 
k 6g- Sam. Dörfel [geb. 1643; st. 1 688] 'bestätigte Theo* 
|von der parabolischen Laufbahn der Kometen um die Sonne 
kf: Selenographia« Danz, 1647. F.; Cometographia. D« 1668. 
i; Machina coelestis. D. 1673 --79. 2 F.; Prodromus astro- 
fmiae. D. 1690. F. u* v. a.; vgl. C. jB. Lengnich H. D. 

^1. 8; V. H. Weitphal Leben, Studien u. Sehr, des H. 
igsb. 1820. 8; r. Zach Mon. Corresp« YIII S. 30, 362, 
|K&. — £• ^. r. Tachirnhausen (S. 221) praktisch verdient 
h Optik und weltberühmt durch s. Brennspiegel. — Leib^ 
»z (S. 207), Entdecker des Differential-Catcul [1684], wirkte 
hieb vielgeltenden Einfiuss a^ur allgemeineren Verbreitung 
Kssensch. mathem* Studien auf das fruchtbarste mit; der um 
Myse hochverdiente bescheidene Jac. Beruoulli [st. 1705] 
jegründete den math. Ruhm einer Familie, welchen s. anl- 
assender Br. Joh. B. [st. 1748] u. Ntc. B. [st. 1759], Dan. 
[st 1783], Joh. B, [st. 1790] u. Joh. B. [geb. 1744; st. 
7], wo nicht vermehrt, ^och erhalten haben. — Jac. Lev- 
foU [st 1727] bearbeitete die prakt. Mechanik. — Cr. JB. 
iHfinger (S. 210) erörterte die Schwere der Cörper 1728« — 
f^i. Wolf (S. 209), geachtet wegen s. vollständigen u. fass« 
lehen Lehrbücher, erfand die Aerometrie ; der Genler Oabr. 
gramer II [geb. 1704; st. 1752] beurkundete grossen Scharf- 
!bn ]Q IntTod. k Tanaljse des lignes courves algebr. 1750; 
hi.Nath. Lieberkuhn [st, 1757] vervolikömmnete das Sonnen- 

17 ♦ 



260 Teutsche Mathematiker. 

Mikroskop; Tob. Mayer (S. 182) bereicherte die Astrononn 
durch s. FixsternTerzeichniss, Mondstafeln, Mondskarte, Bi 
rechnnngmethode der Sonnenfinsternisse n. a.; der geistreid 
Beobachter, um Optik, mechan« Technik, j^hysik wohH 
diente Albr. L. t>. Meüter in Gdttingen [geb. 1724; i 
1788]; /• H. Lambert i^. 211) gab der Perspective und 
tometrie virissensch. Begründung, entdeckte die Theorie 
Sprachrohres und nimmt unter den roathem. Selbstdenki 
eine vorzügliche Stelle ein; /%. Matih. Hahn [geb. 1739; 
1790] verfertigte vortreffliche astronom. Uhren; J. A,f> 
ner und 6. A. Kästner machten sich um viele Theile der 
besonders auch um Analyse verdient. — Leouhard Eul 
Blechen b. Basel [geb. d. 15 Apr. 1707; st. d. 18 Sept. 17 
Prof. in St. Petersburg [1727] uqd Berlin [1741], Lehrer 
ganz Europa, classisch in der Bearbeitung der höheren 
durch tiefe Forschung, geistreiche Combination und unu 
troffene Einfachheit und Sicherheit der Methode: Metb 
invenicndi lineas curvas maximi minimive proprietate gaii 
tes. Genf 1741; 1744. 4; ^Introd. in analysin infinito 
Laus. 1748. 2. 4; Scientia navalis. St. Petersb. 1749. 4; 'i 
stitutt. calcttli differentialis. Berl. 1755. 4; Theoria motui 
porum solidoruro s. rigidoram. Bostock 1765; ^Grei&w. l?! 
4; ^Institutt. calculi integralis. Petersb. 1768 ffl. 4. 4; ~ 
tres ä une Princesse d*AlIemagne s. quel^. sujets de physi 
et de philosophier Petersb. 1768 fl. 3. 8 n. s. w. ; t. Lpz. 1 
fl. 3. 8; •Vollst. Anleit. zur Algebra. Petersb. 1770. 2. 8 
8. w. ; Dioptrica. P. 1770. 3. 4; Opuscula anälytica. P. W 
2. 4 ; viele Abb« in den Petersb. Ak. Sehr. u. s. w. n. ^ 
vgl. Lobschr. v. A^. Fusi 1783, Condorcet 1784 u. A. 
S. u. Seh. 7. A. E. [st. 1800] trat in des Vaters Fnssstnpf^ 
Nie. Fu8i in Petersburg [geb. 1755; st. 1826]. — Unter 
vielen neueren M., Bearbeiter der Analysis Carl Fried, 
denburg [geb. 1739; st. 1808], Erfinder der corabinatoriicl 
Analysis; G. 8. Klügel [geb. 1789; st. 1812], ruhmlich t 
tig, Vf. einer trefliichen Analyt. Trigonometrie und da« 
AnaK Dioptrfk; Chph F. Pfleiderer [geb. 1745; st. «H 
*C. F. Gauii, *H. W. Branden, J. F. Pf äff, C Molhe^ 
u. V. a.; der Hydraulik /. Ei. Silberuklag\%t. 1791], C.ß 
Langtdorfy Beinh. Woltmann, C. Kroncke u. A. ; der Ast« 
noraie Max. Hell [st. 1792] ; Fz v. Paula Trieinecker; '/. i 



iiederländischCLMatbeinatiker. Mathon. Gr.,Brit 261 



t 



\odp [geb. 1747 M^^ 1826], '/. Q; Seiubert [geb. 1757; st. 
J25], V. H. SeirSUr [«t. 1816], /• F. Wurm^ *Fz v. Zach; 
filh. Olherw 1801 u. 1807; *W. Her$cielj den sich Britan- 
mg9mffket hat; ""C F. Gomsm^ C. L. Harding^ "JPl TT. 

iteli F. G. Strwe^ J. F. EsAe; J. C. Burckhardt [geb. 
^3; St. 1S25] u. V. a. 
I YonNiederländern kt seit dem Friesen Qemma 1540, 
■ondera £ar Geometrie, Meachapik nnd Optik viel geleistet 
prdeD. Ln^lf van Keulen oder t. Coln a, Hildesheim 
Mb. 1541 ; st« 1610], Prof. in Leiden, entdeckte das richtige 
|»rhältnifls des Diameter sur Peripherie des Cirkels: yan d. 
Irkel. Delft 1596; Leid. 1615. F.; de< aritlun. en geometr. 
Mamenten. Leid. 1615 F.; lat. 1619. — Willebrard Snell^ 
^f. in Leiden [st. 1 626], Entdecker des Gesetses der Strah- 

reohang, bereicherte Geometrie nnd mathem» Geographie; 
S/eüM a. BrQgge [st. 1633] , Meister im Yestungbau, 

it folgenreiche Schritte zur wissenscb. Begründung der Sta- 

: Oeamea math. (Itt05; lat. v. W. 8nell 1608) pnbl. p. A. 
^ard. Leid. 1634. 4 F« --^ Greg, a «. Viueeniio Jes. [st. 
JK7] ein scharfsinniger Geometer, beschäftigte sich mit Qua* 
kator des Cirkels u. der Hyperbel« -^ Ckn Muygem a. d. 
kg [geb.. 1629; st. 1695], Vervollkonttnner der Teleskope 
N der Pendeluhr [1056], glücklicher Himmelsbeobachter, 
|tt am wissenscb. Meclianik dasaisches YercUenst : Opp. Leid. 
1724 fl.; ^'irSl. 4. 4} vgl, Montuela 2 p. 415 sqq. — Ani. 
Ir» Leeuwenhoek [st. 1723] nnd Nie. HarUoeker [st. 1725] 
fuuihten wichtige Entdecknngen mit dem von ihnen wesent- 
|kh verbesserte Mikroskop vgl. Fontenelle £loges 2 p. 268 

kv^ n. m. A. 

\ Die Britten traten im X.VII Jahrb. in die Reihe der 
lissenseb. Blathemaliker nnd trugen seitdem durch Forschun- 
|0n, Entdeckungen, jAethoden, wetteifernd mit Teutschen n. 
pransosen % nur ]ümsitfdtung der wies. M. , besonders zur Er- 
Hr^terung der Al4ro|uimie vielfach bey; eigenthumUcher Ruhm 
^A ihnen in Ansehung der herrlichen Werkzeuge und in 
^yg«l4ger Untersttttzi^ig kostbarer Unternehmungen nicht 
"^tig gemacht. Der gebildetere Theil des Volks hält M. 
in giost^n Ehren« — John Napier of Slerchiston a. Edinburg 
[geb. 1550; st. d. 3 Apr. 1617] erfand [1614], unbekannt 
vut Bjrg€^*B Arbeit, die Logarithmen: Mirifid logarithmorum 



282 Mathematiker Or, AritaiiiiieBS. 

canonld descrlptfo. Edinb» 1614.4; M. 1; Wä. conttraetio. E 
1618. 4; Rhabdologia. Ed. 1617. 8; Arilhmefiea. Lond. 16 
F. beend. u. herausg. von Jff. Briggi [g^b. 1556; at. 1630 
sucCa p. A. Vlaeq. Gottda 1628. F.; vgl, D. Siewmrd k 
of the life of J. N. Lond. 1788. 4; *€A. ShMon matbem. 
bles 1785. — Th. Harriot [st. 1621] verfolgte aelbsMäiidi 
ForschuDg in der Analyse nnd veredelte die wteseBseh. 
Btalt der Algebra. — Die ISedetftC der Wk». in London (3 
61) erwarb sieh am hShere Analyse nnd Geometrie grei 
Verdienst; namentllfdi lat für die Theorie der Beweg«ng, 
Bestimmong der Meereslänge nnd für Astronomie (Stemwi 
in tireenwich 1675) viel geleistet worden, — <* Jam, Greg< 
[st. 1675] , welcher die Optik mit zahbreiohen EntdodraDf 
bereicherte nnd das reflectirende Tdeskop erfand, Jf. Barr 
[st. 1677], Newton's Lehrer, hoehverdient am Analyae^ 6 
metrie und Optik, u^d /. fFaltü [st. 1709], ^e sohwei 
Aufgaben der Analyse, Geometrie und Mechanik mit eig 
(hümlioher mediodischer Leiehtigkcdt leistend, bereitetea 
wissensch. Umstaltni^ vor, welche das Stadium der M. 
Itaak Newton a. Woohtrope in Lincolnshire [geb. d. 25 
1642; st. A. 30 Mftrs 1727], Prof. in Cambridge [1669], M 
wardein [1696] tu lüiiter [1705], erhielt; er erfand diel 
nitesiinal- Rechnungmethode [166^], erweiterte .Mgebra n 
Mechanik, begrfindete die Theorie der Optik [1706] und 
physische Astronomie: Opp. eomm. illustr. '8a». JBofili 
Lond. f779 il. 5. 4; Tgl. Fentenelle EI. Ü p. 293 sqq.; i/o» 
luclu 2 p. 363 sqq. — /. Ftamsteeä [sf. 1720] beobaebfeM 
den Himmel genau und kannte schon 2866 'Fixsterne : Hiife 
cöelestis Britannica. L. 1725. 3 F.; Atlas coel. 1729; 1754 F 
— Edm. Hatley [st. 1742^, ein wackerer Analyst,* vei%eMerH 
die Theorie des Mondes und berechnete Kom^enbahnen ; Cl 
Haye9 [geb. 1678 ; et. 1760] leistete Ansgeaeidinetes in ^ 
h5hem Geometrie n. in Astronomie; iam. Bradhy [st. 1762] 
trefflicher aMron. Beobachter, stdlte 'Me ^erste Theorie toq 
der Aberration des Lichts auf; 7. Ihrrtion [st. 1776] ret' 
voUkommnete die See^ u. astron. Ulifen. «^ C Ma$o» [><• 
1786] verbesserte die Mondstafela; J, Smemion [st. 1792] 
zeichnete sich als Hydrauliker und Wasserbaumeister aai. ^ 
Nevii Maikelyne [geb. 1731; st. iSfl]* beobachtete nrnster^ 
baft in Greenwich [s. d. 15 Febr. 1765] und erwarb mA i^ 



Copeirniciuft. Brajbie. 263 

rgong des JVaaticidi Almanac seit 1767, durch Tabellen 
Berechnttog des scbeinbarea Orts der Fixsterne [1774], 
emeriden s« 1776 (4 F,), Logarithmentafeln [1792] wohl« 
ienten Rohm vg^. Zeitgen. K. Reihe 2 S. 109 \ Wilh. Her^ 
l a. Hannover [geh; 1740; st, d 27 Aug. 1822] machte 
e hexrlich^ astroo. Entdeekimgen auf der Sternwarte in 
agh b« "Windsor, init m* 20, zuleat 40 fuss. Spiegelteleskop 
31 May 1781 den Uranus u« unzählige Fixsterne; gute 
ibachtungen stellte auch Dav, Riltenhome [st. 1796] zu 
antown in NAJoierika an. — Cft. Button u» sehr v. a. 
Von den anderen Nationen ist die Polnische mit vol- 
Bechte stolz auf ihren Nicolam Copernicus a. Thorn [geb.- 
Ll9 Febr. 1473; st. d. 24 -May; nach l^ Lande Mag. Enc« 
L IV T. 5 p. 163 d. 11 Jun. 1543], Stch. des Albert Brud- 
awski in Craoau und Dojb« Maria von Ferrara in Bologna 
(1497], dem er die Ansicht von der veränderten Erdaxe ver- 
linkte, reif gebildet dujcch Studium der Alten und der Schrif- 
m des J. Müller Regiom« £r lebte als Canonicus zu Frau- 
tug ganz den Wissenschaften und .das Endergebniss viel- 
jphriger Beobachtungen und Forschungen [1507 — 1530] war 
£e Begründung des a. Namen verewigenden Weltsystems, 
nach welchem sich um die S^nne im Mittelpuncto die Plane- 
tea uqd die um ihre eigene A'xe sich bewegende kugelför- 
■ige Erde in grossen Kreisbahnen bewegen ; eine Ansicht, die 
fchon mehre Alten angedeutet haben, obgleich ihm die der 
•eiiiig«a in Gmndzugen am meisten verwandte des Samischen 
Aristarchos unbekannt geblieben war: de revolutionibus or- 
jkiam coeiestinm U» \L Nürnb. 1543; Bas. 1566. F.; Am- 
tterd. 1617. 4; vgL s. Leben v. P. Gaaendi; Moniucla 1 
p. 625 sqq.; J, H. We9tyhal N. C. Cqnstanz 1822. S. — Die 
Pänen rühmen, siph ijires T^eho de Brake a. Knndstmp b. 
Land in Schonen [gjeb* 1546; st. 1601], welcher weniger s. 
eklektiscl^en oder ptc^o^o^äisoh- veränderten Copernicanischen 
Weltsysteipe , als den fteissigen astron. Beobachtungen mit 
iriielfadi yerbesfferten Werkzeugen , wichtigen Entdeckungen 
imd Berechnungen s. B^uhm verdanket : de mundi aetherei re- 
ceatiocibua phaenomenis. Uranienburg 1588 f. 2. 4; Epistel. 
Östren. L. I. U. 1596. 4; astronomiae instauratae mechanica. 
Waadesb« 1598. F.; bist, coelestis. Augsb. 1666. F.; vgl. s. 
Leben v. P. Gaaiendi; Montucla 1 p. 653 f&. -- Andere 



j 



264 Geometrie a Analysis. 

Dänen and Schweden haben in M. mit grossem Erfolgt 
gearbeitet. Was durch die St. Petersburger Ak. geleistet wor« 
den ist, gehöret Ausländern an« 

Epoche machen: N. Copernicut 1543. — /. Napier^ Q 
de' Galilei^ J. Kepler 1610 ffl. — Die Akademien zu Lon 
don 1663, Paris 1666, Berlin 1700, St Petersburg 1724. ^ 
Leilnüz \k. Newton 1667 und 1684. --> lt. Euter 1741. - 

Berschelj de la Lande^ v. Zach. 

- * ■ '...,.. 

* -Wissenschaftliche Veheruckt nach der 2ieitfi^lge: 

/• Das Stadium der griech. Mathematiker führte die Iti 
liaqer im XVI Jahrb., Tartagtia^ Cardan, BombelKj Mau 
Itfcus (S. 252) u. A. auf eigene Forschungen und Entdecku! 
gen in der Lehre von den Gleichungen. JP. Vieta'a (S. 25 
Algorithmus (Canoii mathem. Paris 1579. F.; Opp. ed. Scho 
ten. P. 1646. F.) war ein bedeutender Fortschritt und des tre! 
liehen 6. 7. Rhaeticus (S. 25Sj Trigonometrie (Opus Pal 
de triangulis ed. Val. Otho. Heidelb. 1596; emend. a B» 
iisco. Neustadt 1607; t, Buchhändler abgekürzt Frkf. 161 
FO ist als eine der reifesten Früchte der math. Specalatii 
jener Zeit anzusehen. — Durch 7. Byrge*» (Arithmef • ii. Geo* 
metr. Progress-Tabulen. Prag 1620. 4 vgl. S. 2S8) und N» 
pter's (S. 261), von Ä Briggf 1624, A. Vlaeq 1628 (trigo« 
nometria artificialis, Gouda 1633. F.) und J7. Gei/ibrandi6 
vervollkommnete Logarithmen-Tafoln wurde die Zahle 
rechnung abgekürzt; sie sind in neuerer Zeit' vollständig 
lind bequemer fiir den Gebrauch bearbeitet worden von *Wi 
Gardiner. Lond. 1742. 4; /. Ch. Schulze [st. 1790] Berl 
1778. 2. 8; •C/*. Hutton [st. 1824] Lond. 1785; "^N. Mai 
kelyne u. Mich. Taylor. Lond. 1792. 4; 6g v. Vega [st. 1803J 
Lpz* 1797. 2. 4; Callet. V. 1795 u. 1806. 8; la CaiUe 1799* 
12; Ch. Borda u. Delamlre. P. 1801. 4; *7. C. Burekhari^ 
P. 1817. 4; E. 3t Hahn. Breslau 1822. 4 u. m. a. 

Nun unterstützten sich Analyse und Geometrie gegensei* 
tig und thaten gleichmässige Fortschntte. Th. Harriot ref 
einfachte den Algorithmus, ordnete die bisherigen Algebrai* 
sehen Forschungen und bereicherte sie mit neuen: Altis ana- 
lyticae praxis ed. W. Warner. Lond. 1631. F»; später von 
' Descartes nach Verdienst gewürdigte gehaltvolle BBcke eDt' 
halt Alb. Girard*» ^st. 1634] InvenHon nouvelle en Alg^bre* 



eometrie u. Analysis. Infinitesimalrechnung. 265 

iDSterd. 1629. 8« ^ Die Ausbildung der \?is8enschaft1iclien 
eometriei wozu Kepler^ Urheber der Idee und des Namens 
m nnendlich kleinen Grössen, in s. Stereometrie (Linz 1615.. 
.) und W.'SneirB Cyclometricus (Leiden 1621. 4) die erstea 
Bssichten eröffnet hatten, begann mit Jff* Cavattkrf^ Geo- 
etria ilidivislbilibiis oontinnorum nova quad, ratione promota. 
iiogna 1635. 4 u. E. TorticeUffi Opp. geom. Florenz 1644. 4 
1^. 8. 254. — Galilefn Idee von der Cycloide [1639] hfittte 
oe Reihe merkwürdiger geom. analyt. Entdeckungen zur 
)Ige, welche französ. Gelehrten zu verdanken sind; De$car» 
^ bisherige Leistungen richtig und hell auffassend und \tis^ 
ssch. benutzend , wendete die Algebra auf die Theorie der 
Umroen Linien an; der tiefe Denker Pascal erfasste [1654] 
i Idee d. Cydoide in ihrem ganzen Umfange und näcU ih- 
t vielseitigen Anwendung', gab der analyt. Forschung und 
khodik eine neue Richtung und arbeitete gemeinschaftlich 
ft P. de Fermat (welcher als Erfidder des Differentiäl-Cal* 
fs betrachtet werden kann) an Bestimmung der Besöhaf« 
iheit der figurirten Zahlen und an der Summation verschie« 
ner Zahlreihen: Oeuvres publ. p. Boitut. P. 1779; 1S19. 
. 8. — Reich an beachtenswerthen Ansichten und FolgeN 
lügen sind * Gregor a S. Vincentio und Huygem ;' geistvoll 
tod tiefeingreifend die Erörterungen /#. Barratö\ u. /• WaU 
i#, dessen Arithmetica infinitorum. Oxf. 1655. 4 in classi*- 
diem Ansehen steht und von dem Pariser humanistisoben 
iathematiker Ismael Bouillaud oder Bnllialdus [geb. 16Q5; 
1 1694] berichtigt n» ergänzt wurde : Opus novum äd Arith« 
ieticam infinitdrum LI. VI comprehensum. Paris 16S2. F. 

Diesen Vorarbeiten schliesset sieh die folgenreichste Ent» 
kckung der neueren Zeit an und entschied den eigenthüniU- 
lien Gang unserer höheren inathem. Specnlation ; der lange 
breit über den wahren Urheber der Infinitesimalrech» 
■nng lässt sich richtiger benrtheilen und schlichten, wenn 
kr Unterschied zwischen Calcnl und Methode beachtet 
frird 8. J. C. F. Hauff Zusätze zu Carnot's Theorie d. Infii^ 
»tesimalrechnung S. 79 ffl. .— ö* IT. Leibnitz (S. 207), 
welcher in Minuten Probleme löste, deren Aufstellung den* 
L'rheber Monate gekostet hatte ^ und Methoden angab, ohne 
<ne auf Einzelnes anzuwenden, ein mathematischer Denker im 
«igendichsten und hödisten Sinne, entdeckte die Differen« 



266 Iiift(ute«i|iialf^ecbiiu]^. 

tialrechnungi ^ne beiUmmte Art des Atgorithmus o( 

CalcuU für di« unendlioh kleinen Griisseo, weU 

die auf die Vorstellung von den Difierenzen der endlich« 

Grössen gegründete Charakteristik voiausietset (in Act« £i 

1684 OctoU) und [1686] die summatorisohe oder Integr 

rechnung; vgl. Montucla 3 p. 383 s^* 373 s^. «• 3 p. 

sq; JahrB» d. wiss. Kritik 1827 No. 153 f. — Lange vor L« 

vXtz [166|} entdeckte 1$. Net^tßn (S. 262) den InbegrüT 

Methoden» wodurch auch die trajosscendenten jGrössen der 

Ijtischen Behandlupg unterworfen werden i oder die Flf 

xionre.chnungy zeigte ^ich dnceb 4i^ davon genuchteil 

wen4nQg ^^ selbststftndigen geistigen Uerrsober auf dem ü^ 

t^enthümlicben Grund und Boden dpr Aniilyse. des Unendl 

eben und erweiterte und vervoUkommnete sie fortgeaetzt )| 

IrächtUcb ; Pbilosophiae naturalis principla inatbeui. Lo^ 

1687. 4 s c. comnit Tk, le Sueur et J*\ Jacquier. Genf i73| 

1760. 3» 4; Arithm« univ. Cambr. 1707, 9; (ed. JT* J. Gf^ 

veiundej Leiden 1732. 4; Analysia pe|r quantitatam eeri^ 

fluxiones ao differentif». L. 1711« 4« -** Dües^ Entdeckung! 

Rahmen die lebhafteste Th^ilnabme maibem» Denker uk T0II4 

Anspnicb und regten die Tbfttigkeit viteler ^sgeveichniia 

Köpfe an. Durch des Basier JaÄ. i^^i»9tf//»'s [st. 1748] Ad 

lösi^og der Aufgabe von der Ketlenliiue [1691] gewann 4 

Analysts der Dift'erentialgleicbungen einen wichtigen Zawachl 

Qpp. Lausapne 1742. 4* 4 ; s. äU. Br. Jac. B. [gab« I6S4 

St. 1705] wendete [1692] die A. d. Diff. Gleicb. auf die Ni^ 

tik an und gewann aus der dorcb ihn. aufgest^tw Ldire ▼! 

der Curve des Schnellesten Falles nnd aus der Theorie dl 

krummen Linien mehre wichtige Entdeckoiigeni Opp« Gij 

1744. 2. 4 vgL Fonienelle £1. 1 p. 69 sq* Beide MXäu^ 

ausgezeichnet durch Scbarfsiim u^d begeisterten wifensJ 

Eiferi :babein an VerdeutUc;bung «nd Verbreitung der Anal]^ 

des UnendL und an weiterer Awfübi^mv der Integralr. glei^ 

grossen Antheil; ihr^ durch JoA. eifersfichtige Anmuassung^ 

Teranlasftter gelehrter ^wist über das isoperimetrleclie Pb| 

blem [1697 — 1700] hatte ffir die A. fruchtbaren wisseiuMi 

Erfolg. — ' Die Differential« und Integralrechnung in iluDi 

Anwendung auf alle Theile der Mathematik wurde verbreifti 

und fortgebildet von den Franzosen ^fHopiial: L. Carri [gel 

1663; %U 1711]| Seh. Malebranche's u. VarignoB*!» der he 



Infinitesimalrechnuttg. Mechanik» 1167 

Bto Andeg^F der IntegralredNiutig : Michode pour la mesnre 
IB sarfaces. P, t700. g m. a.; A, Pareni \nu 1716] j *n. 
M« ^re [6t. 1718] vgl. F^fUenelh EL ^ p. 68 sqq.; P. 
IrtgfiMm [st. 1722] vgl. F^nieneile £1; 2 p. 207 «q.; Ol. Jt: 
^neun [st. 1728]: Analyse demontv^e. P. 1736. 2. 4; la 
jbnce dttealcul des granckurs en g^niral. P. 1714; 1736. 2. 
)h9. Saurin [st 1737], Jes. i?«. Souciet [st. 1744], jI/. CY. 
^ant [st. 1765]» ^/. FanttUne [«t. 1771]; ^dAlembert 
hrte [1747] die von L. Enler weiter verfolgte Integrakredi* 
lig ein; *C0ndöre0it J. A. J. CotitAi [et. 1801]; *L. di Im 
fange 8. 256; 8. £. tHuilier, ^L. JÜMge^ L. Pifümnt^ 
knot^ »8. Fr. la Croia; (Coora de M. P. 1808 fl. 9; 8; 
i da edeul ififfferentiel et integral. Kd. II 1(818. 3. 4) und 
i i/. Zreg-emlrtf (Th^rie des nomkres 17M SeppK 1816. 4$ 

ffciees da ealcal int. 1811 f. 3. 4); ^tm Fiuee u* v. Av; von 
Britten Rüg» C^^^ b^' ^7^^]) ^^^^ Tayl&r [et. 1731]; 
Maclüurin [st 1746]: Ace. of Newton's pbtlos. disoove^ 
tu L. 1748. 4; Geometria erganica. Lond. 1720. 4; ibe do«' 
Mne of llaxions. Edinb. 1742. 2. 4; L. 1801. 2. 8$ Algebra^ 
M748. 8 n. s. w.; ü. 8»m#oii [st. 1750]; TA. SAspto» [st 
NO] doetr. of fluxions. L. 1750. 2. 8 ii. m. a. ; von den Ita- 
ihern Lor. Lwrentini [st. 1721]; Jae.Biecati [st. 1754] In* 
itott. analyticae. Bologna 1765. 3. 4; üf. O, Agnesi oben 
1254; €Mr. Ma^firedi [st. 1761] ; tbr. Fagnani [st 1766]; 
1^. Foniana [st \WS]\ Mageher^nij Lorgna, CagnoU vu v* 
^Ton den Tentsehen Jae, Merrmann [%i. 1733]; iVib. ^Ber- 
K« I [st 1726] n. Nie. B. U [st. 1759]; vor allen ande* 
^ L. Euler oben S. 260; Bindenburg; J. F. Pf äff; QauUy 
)fanie$ n. ▼• a. Y^. J. Cp. v. Tesior Darstellung der ben** 
^ Analysis. Berl. 1810. 8. • 

^ IL Die Mechanik blieb Im XVI Jahrb. auf den Ef^ 

tningskreis der Alten , namentfich auf AuflSsung der An- 
telischen Probleme besehrfinkt; vras einige der besseren 
li^rifuteller, /. JB. ItenedeM [st« 1585] nnd Guido Uialdi 
M. 1617], wln Ergebniss eigener Untersnebnng hinsuset^sten^ 
nnangelte wissensch. Verbindung n» vesterer math» Be^^r&n* 
Iting ; die Theorie der Mechanik war kn Zustande der ICind* 
i<iit, obgleich mehre kunstreiche Maschinen erfondea oder 
*neut wurden. 

tf) Statik. S. Stevtn (ß. 261)) aucknm Hydrostetik und 



268 Mechanik« 

BeveftigaDgkunat ▼«Irdlaiie, btreilete dofch Nackwmang i4 
Gesetze des GleiehgewkAitc bey 'einem auf eine schiefe £beai 
gelegten Cftrper und durch eigeiltbOniliche Uotersnehong melil 
rer Aufgaben der Statik, die wissensdiaftlicbe Gestalt dd 
Mechanik vor: Wiskonstiglie Gedaehtenissen. Leid. 1601. F« 
Hypönmemata mathem. L. 1605. F.; Galilei (&^ 253) f&hi 
die Statik anf wissenscfa« Grondstttze znrfick £1592}, beai 
die Naturgesetze des Falles schwerer Cörper und die allg< 
Theorie der Bewegung (della scitonza meocaniea« Paris 1< 
4; Disoorsi e dimoztrazioai matem« iatorno a due nnoTe s4 
enze attenenti aila ineocamca ed a^ morimenti loQidi« Leil 
1639« 4) und wendete sie auf Physik an; durch Untersucbo^ 
der Natur flüssiger Massen und durch Andeutung der Schws^ 
der. Luft wurde auch Hydrostatik von ihm wisgenseh. begrü 
det* ß. Torricelli und P. Qa$tiendi verfügten dia von fl 
gezeigte Bahn» Nächst fif* erwap'b skh Ch, BuggemM (ß. 261 
das grösste und Vielseiligste Verdienst um M*s er uot^nockl 
die Bewegung schwerer Cörper auf vorgeschriebenen Wegt4 
entdeckte [1661] die Gesetze der Mittbeilung der Bewe^ 
durch 8to«i (gleichzeitig mit HT^lUt md Chph Wren)^ lö4 
die Aufgabe von deui Mlttelpuncten des . Sohwungaz , atilli 
die Theorie der Sehwungsbewegung und. der Centralkräft| 
so wie auch der Pendulafaren au^ wies das (von Joe. Ber 
noulli 1686 gerecbtüsrtigte und 170$ vervollkonunnete, v« 
Joh. B* ausfGhrlieh erörterte und benannte) Princip der El 
haltnng der leb«idigeii Ksftfte na^ih und stellte die fujr Ge« 
metrie und Mechanik gleich .'wichtigen Ejigensdiafteii der 0% 
doide in helleres Licht« . Um dieselbe Zeit wurde in Frank 
reich der wisseQsqh* Etfer f&r^ das Stadinm der Mechanik uä 
in Benutzung der mannigfaltigen Entdeckungen und Erialtf 
ntfgen der Attslftnder ' duiph Jüeicartei^ M. Men^nne uis 
A^^PenoMne deRoberval geweckt; die Londner Genellscl 
'd^ W« veranlasste folgeormhe Untersuchungen fiber die Thei 
orie der Bewegnug; die von ChpA Wreß [geb. 1622; zt. 1713] 
dem berühmten Banneister 4er St* Paukkirche, hearbeited 
Lehre vom Stosse wurde durch ßtarioiie genauer und voll 
•Iftndiger erörtert. '— Newton entdedcte die Gesetze und The 
orie der krummlinigen Bewegungen und die Theorie des W» 
derstandes der Mittel; P« Varignon versuchte [1687; 1725] 
die Ükalik auf einen aUgemeingfiltigen obersten Grondsau 



Mechanik. Hydrostatik. 260 

irück za fahren und begrfinclete die Theorie der znsammen- 
»etzten Bewegungen; Ph, de (a Sire machte sich [1695] 
sonders um die Lehre von dem Hebel yerdient und jför- 
ftrte den, von OL Römer früher gezeigten, gemeinnützigen 
lebraach der Epicydoide in der Mechanik, -^ Die Haapt^ 
Itze der Statik wurden mit Hülfe der Infinitesimalrechnung 
{issensch, vereinfacht und bevestigt von Dan» Bernoulii I, 
k Maria Zanoiti [st, 1777], (TAlemhert (Dynamik 1743), 
^rrmann , *L. Euler^ P. Frist; vorzüglich von la Orange^ 
\arnot^ Monge ^ Prony u. A. Unter den vielen systemat. 
larstellungen in Teutschland sind unter anderen zu nennen 
)t Ton Kästner 1766, J. A. Eyteltoein 1801, J. Jos. A. Ide 
^. 1806] 1802, C. Ch. Langsdorf 1802 u. 1807, J. Schuh 

4, G. G. Schmidi 1808, *H. W. Brandes 1820; Fi Jos. 

Gersiner Handbuch 1831. 3, 4; u. A« 
Unter den mechanischen Kunstwerken sind einige der 
undertsten: SaL Reiset» aus Hirschberg Nachbildung des 

inschen, mit Yerauschaulichnng des Blutumlaufes^ vgl. Joorn. 
ks Sav. 1677 p. 861 sq. u. lüSO p. 41 sqq. ; Vaucanson"^ 
% 255) Ente und Flötenspieler ; Wo(fg. v. Kempehn [st. 
1804] Schachspieler und Sprachmaschine. — Der Vorrath der 
ihschinen aller Art ist srit dem XVII Jahrb. beträditlich 
mnehrt worden und nimmt jährlich zu; am reichsten ist Bri- 
tennien ; doch nipht mehr in dem fast ausschliesslichen Besitze 
hr Bewahrthcit und Schönheit der Arbeiten, seitdem Gg «. 
ieichenbaeh [geb. 1772; st 1826] gleichen Ruhm erlangt hat. 
ieltere Uebersichten der Maschinen sind Jac. Leupold^s [st. 
f27] Theatrum Machinarum. Lpz. 1724 fl. 12 F. m. Fort«, 
r. l M. Beyer 1735. 3 F.; /. v. Zyl Th. Amsterd. 1734 F. 
^ lieber die von dem Schotten */a;it«« Wait [geh« 1736$ st. 
I8t9] 1769 erfundenen und seit 1782 vervollkommneten und 
Md in England, Frankreich, Teutschland u. s; w. verbreite- 
kvi Dampfmaschinen vgl. Severtn in Abhandlungen der K. 
lechnischen Deputation für Gewerbe 1. Berlin 1827. F. Der 
^Amerikanische gedankenreiche Mechaniker Bob* Fullon [geb. 
^767; St. 1815] erfand das Dampfboot 1807. 

b) Die wissenschaftliche Bearbeitung der Hydrostatik 
'begann mit Sievin und Galilei und gewann durch TorricelH; ^ 
^ariotte bestimmte die Gesetze des Gleichgewichtes der flii.<s- 
^%Gn Massen. Das bedeutendste Verdienst erwaiben sich 



yro Nmitik. 

Dam. GuiglielmiHi [it. 1710]: opp. Genf. 1719. 2. 4 t| 
FonUnelU El. 1 p. 199 sqq.; J)an. Bernouilli 1738, L. 
ler^ d'Alembertf *AnU Lecehi 1765, Leon Ximene$ [st. 178( 
Boiiut^ Prony^ P. Frui u. A. — - Die Hydraalik woi 
vissensch« begründe! von (jtaKlers Seh. B. CaBielU und T< 
celU^ deten Ideen Marioite praktisch verarbeitete ; in neue 
Zeit zeichneten sich nnter anderen aus Belidor^ J. £•• 
benchlag^ F. D. Miebelotii^ J. Smeaton^ 

c) Die Nautik, im XV Jahrb. v^n Portugiesen th( 
üsch und praktisch bearbeitet, wurde im XVII Jahch. vi 
Britten und Niederländern vervollkommnet, und im XV^ 
von BernwlU und EuUr zur Wissenschaft erhoben und H 
sonders von Franzosen u. Britten vester begründet und nieU 
fach bereichert; zu ihrer fortschreitend reiferen Auabildn4 
haben viele Entdeckungen und mathem. physikalische Beo| 
achtnngen mitgewirkt, namentlich der veredelte Gebranch 4 
Magnetnadel, die Verbesserung des Log, die Einführung 4 
immer mehr vervollkommneten Seeuhren, des HarleysdH 
Sextanten und der Maj/emchen Mondstafeln, die leichte^ 
und vervielfUtigten Methoden in Bestimmung der Meridiansl 
terschiede, die richtigeren Seekarten u. s. w« — Von altert 
SchrifUteUern sind zu erwähnen P. Nuiez (S. 180), A 
Wright (8.181), Sievin u. H. Gellibrand; die auf X. cmwettl 
baren Grandsätze französischer Geometer wurden geordol 
und mathematisch begründet durch Jok. BernouUi {^\7\^ 
Dan. £., P, Bauguer 1746 u. 1757; am vollendetsten 'wissdl 
schaftlich dargestellt in L. Euler'% Sc. nav. 1749 u. Theo4 
eompl. de la construction et de la manoeuvre des vaissea^ 
1773. — Classisches Ansehen haben : des Spaniers Jorge Ju4 
Examen maritime theörico practico. Madrid 1761. 2. 4; Ed. 1 
1793 fl. 6. 4; franz. v. Livhque 1783 vgl. JUoniucfu 4 | 
461 ; des Schweden F. Heur, af Chapman [st. 1808] Schil 
baukunst. Stockholm 1775.4; franz. v. le Monnier 1779; i 
Bau der Fregatten. Carlscrona 1804. 4 ; des Engländers Mai 
maduAe Sialiarit Schifibaukunst. Lond. 1781. F.; der Fri 
zosen Vial du Cluirboü 1776, CL Romme [st. 1805] 1787 
la Lande 1794, Audib. Ramatuelle 1802. 2. 4 u. J. B. E. 
Bourgttet Tr. de navigation. P. 1808. 4. — Encjklop. Ueber 
sieht gewähren XT. Falconer univ. Dictionary of the Marine. 
Lond. 1769; 1780; 1815. 4; J. H. Rüding allgem. WB. dei 



Optik. 271 

^6. Hamb« 1793. f. 4. -^ Die S^-Taktik wii<d«i ilar^ 
fdItTODdem J«siiiteii Hoiie^ nach ToacvtUe's Angpb^n 1697; 
|D dem Admiral Kimtberge» 1772; und voa /. Cierk 1790; 
pa. V» Letcmüler 1791; nach w^her AaweUong eines 

Kbengdehrten Rodney, Dvnkaii, S« Vincent u« Neben akli 
ildet haben lollep. 
i III. a) Die Optik erhielt seit der sweyten Hälfte des 
kVI Jahrb. mir einselne Bereichenuigen durch den gelehrten 
|BDer der Alten jP* Mßurolycns n. A.; F. Ri9mr'% Thea. 
fl. 1610 hat historischen Werth ; Joh. Fleüeher a. Breslaa 
i. 1593] de iridibus. Wittenb. 1571, 8 und M. Anh de Dth- 
^ii [st. 1611] de radiis Visus et lacis in vitris perspectivis 
jiride (1591) Yened. 1611. 4 näherten sich der richtigen £r- 
tknDg des Begenbogens ; der edle Servit P, Sarpi (s. ob^n 
253), weicher [vor 1577] die Erweiterung un^ Verengern- 
des Augensternes nach Verhältniss der Masse des Lich- 
wahrnabm , scheint mehre Entdeckungen gemacht zu ha- 
; GB. della Porta (S. 2S2) , ein glücklicher Beobachter 
leitete die Erklärung von dem Mechanismus des Sehens 
H. ^ X Kepler (S. 258) erklärte den Mechanismus des Se« 
liu, untersuchte mehre opt. astron. Aufgaben und gab der 
Koptrik wissensch. Gestalt: Ad Vitellionem paralipomena, 
(Aas astronomiae pars optica traditur. Frkf.1604.4; Diop« 
liee. Angsb. 1611. 4; die von W. Smell entdeckten Gesetze 
^ Strahlenbrechung machte De$carte$ [1637] bekannt und 
^kte zur wissensch. Darstellung der Optik mit; P. Mer^ 
ne verfasste ein, freilich sehr unvollständiges System 1652; 
M^lGrimaldi stellte die Lehre von der Diffractiön des 
pchtes auf und theilte viele Beobachtungen mit: Physico-Ma- 
esis de lamine. Bologna 1665. 4. — Jam. Gregory (S. 262) 
^ffnete weiter führende neue Ansichten: Optica promota. 
koDd. 1663. 4; und noch mehr wissensch. Aufklärungen gab 
|er methodische /«• Barrow : Lectiones opdoae. Cambr. 1674. 
k — • Euygent erklärte die Bewegung des Lichtes physiscb- 
tathematisch (de lumine. Leid. 1690. 4) und deutete frucht- 
&re Ideen über Stärke und Lebhaftigkeit des Lichu an, 
reiche fiotfg-ti^r [1729; 1760] w^ter verfolgt hat; Leibnitz 
rkiärte [1682] die Zurückwerfung und Brechung des Licbta; 
^Wo» entdeckte die Natur Act integrirenden Theile des 
'ichtB, die Refliexions- und Befractionsgesetze und gab der 



%72 Pptik. 

Optik wiflieiisofa. Einheit; Tn of Optie. Lond. 1704. 4; k 
Lans. 1711. 4; Leett. opt. 1729; in &• Fntittapfen traten IB^ 
ley, Brailey nnd Bob. Smüh 1738. -— L. Euler (Dioptiil 
17(i9. 3« 4) erklärte Aoptiscbe Eivohmnuiigen, welebe Newton ai 
Einanatioa erklärt hatte^ am der Vibration; dnreh ihn, tL\ 
Botcowieh [1766], iV; Fuss [1774] u. A. gewann die O. gn 
wisscnsch. Erweiterangen. — J. ¥rie$Uey [st 1804] Terff 
eine Gesch. d. Entdeekungen in der Optik* Lond» 1772. 2«{ 
t. Y. G. 8. KlügeL Lpa. 1775. 4, welche Tieler Naebti 
bedarf; in unseren Tagen hat Qoihe [1810] die Haltbar] 
der Newtonschen Theorie naohdrfioklich angegriffen. 4 

6) Die Perspective warde von da Vind^ Lt. B. 4 
berit^ A. Dürer künstlerisch, von 6. UbaUi (Pesaro i600| 
mathematisch bearbeitet nnd treiAicbe Forschungen hinterli^ 
der r5m. Theattner ifa//. Timecolini [geb. 1590; st. 163^ 
welche in der Barberinischen Bibl. aufbewahrt werden uu.ti 
'Mehren benutzt worden sind; And. Pozzo Perspettiva de' 
tbri ed architetti. Rom 1693 f. u. öfter 2 F. m. K. steht 
Kunstverständigen in Achtung. Die ersten Schritte xa 
wissensdi. Begriinduog hatte schon B. Baeou (2. S. 390; 
than; erneut wurden dieselben von Dewarguei u. Bosse (l 
1648); aber erst Br. Taylor (1715; 1719; 1749; herausg» 
J. Kirby. Lond« 1768. F.) gab ihr veste mathem. Grundlj 
und stellte sie im Zusammenhaiige dar und A. G. Käsii 
seichnete mit sicherer Hand [1752] die Grundlinien ihrer 
gemeinen analjrt. Theorie. Treffliches leistete J. H. Lambi 
Photometria. Augsb. 1760. 8; Freye Perspective. Zürich 17j 
8; NA. 1773. 2. 8 vgl. T. Mercur 1778 Quart. 3 & 
ffl.; J. Priettley 1770; J. B. Bioi 1810; GB. Veniuri ß 
1822] u. A. 

c) Das Teleskop wurde von dem Glasschleifer Zt 
Johfiion in Middelburg [1590] erfunden und von J. Lipp< 
key and Jac. Metius verbessert; vgl. F. Borel/ut de vero 
lescopii inventore. Haag 1655. 4. Galilei erCand das ihm a( 
ZeituDgnachrichten bekannte Werka&eug zum xweytenmale ui 
zeigte [1610] seine Anwendung zu astronomischen Beobac| 
tungen; Kepler führte [1611] das Sternrohr ein und stel 
die Theorie desselben auf. Jam. Gregory erfand das kat^ 
dioptrische T., welches Newton [1672] vervollkommnete 
Hersehel [s. 1774] zur höchsten Vollendung brachte. Die v 



Astronomie. 273' 

km Florenh JFirMc^ CieneriHi und später Von den Fraiikosen 
fSeard und Bobervul verfertigten Instramente, wurden dorch 
k adircnnatisehen T. J» DoUond'fi [st. 1761], welcher L. 
hler's Vorschlag [1747] befolgte n, an s. Sohne Peter [geb. 
ißO; St. 1820] einm tüchtigen Schulet sog, weit übertrof- 
|d; mit ihm wetteiferten J. Bird, /• Hamiden^ J. H. Ttede'^ 
^nn und besonders O. v. Reichenbach und Jos. v. Frauen-^ 
llfer [geb. 1787; st. 1826]. Ausser Euler haben Clairuuty 
Ulembert^ Batcowich n. A. sur Vervollkommnung des Te« 
iikops beygetragen. — Die Erfindung des Mikroskops 
JDg auch Ton Middelburg und von Galilei [1612] aus; s. 
jAlkommenere Einrichtung erhielt es durch A» v. Leeuwen^ 
U, J. JV. Lieierkühn [st 1739], Fz Vir. Th. Aepinue [st. 
102]) Q.,Adam$n%^ u. s.w. — Brennspiegel von ilVa- 
K Th. Marrei 1661, T9ehimhau8eHy BUffon 1767, Ch. L. 
)niäame [st. 1800] u. A 

\ IV. Das Studium der Astronomie blShete vom Ende 
h XV Jahrb. an in Italien und Teutschland , erfreute sich 
Iner wissenschaftlicher Pflege und gewann mannigfache Be- 
scherungen, welche später durch wetteifernde Thätagkeit der 
hüDzosen, Britt«n und anderer Netionen fortschreitend sieh 
fumehrten; bis in die Mitte des XVII Jahrb. blieb Astre* 
'iigie, welche auch in neuerer Zeit, wenigstens meteorolo- 
IJftky ja selbst in noch weiterem Sinne, sich behauptet und 
fce Vertreter gefunden hat, ihr beygesellt. — Ohne bey dem 
t verweilen, was Joh. Werner und Schoner in Nürnberg, 
Ifianus in Ingolstadt, Jac. Fernel in Paris, der [1525] eine 
inimessung unternahm, Nuüez in Portugal, Maürolycu» in 
lolien u. A im Einzelnen und durch Beobachtungen gelei- 
let haben, ist vorzüglich der Gang zu beachten, welchen 
weh Forscher und systematische Arbeiter die Grundidee und 
N Zusammenfassung der Wahrnehmungen und Untersuchun- 

ti unter allgemeinen Gesichtspuncten genommen hat. iV. Co^ 
nieui (S. 263), unzufrieden mit dem verwirreten und dun- 
Ua Weltsystem des Ptolemaios, ergriff die Andeutungen der 
Uten von dem Umlaufe der Erde und der Planeten in der 
Ekliptik um die im Mittelpuncte veststehende Sonne und die 
K&ch schon früher angenommene vier und zwanzig stündige. 
Dmdfehuogbewegnng der Erde um ihre Axe und fand nach 
■wanzigjahrigen sorgfältigen Beobachtungen und sinnreicher 

WacUer HB. d. Litt. Geich. IV. 18 




274 AsCronomie« 

Vereinbarung frOketer Erfhhnitigm dffe hiiimli8«lie Ertdtei^ 

nungen leicht und ibigericblig erUHrbir» Beiii, »hon vo^ 

4lem hellsinnigeii CO0I. Cticagnitd (s. oben 8. IM) «ngeipi^ 

dhenes, in wiseenaehafilicher Bindnng dargeetelkee eiefMht^ 

mit den Geeetsen der Physilc und Medmaik fibereinelimm 

des System fand nur bey freisinnigen Männern , CU Jo 

BkaeUcM^ E. Reii$Aof4, Mick. MäHlin^ Lnc. OrnrnridKi ( 

Mrtffäg Adp« 3 p. 738 sq.) u* A. Eingang; die Melirheit 

demselben, ris unvereicibar mit Bibektellen nnd nik Afisk 

les, abgeneigt; haben Ja noch im XIX Jsiirk £« & Mtr 

^r Yertbeidiger der Lotterie, (Park 1806) und- IMmem 

(1830) an ihm zn ehristKchen Rittsva werden woUen ani 

Aonu Curie [1820] dagegen geeifert. T. de Bpohe (& 2 

Heheint tbeih aas BIblioktrie, tbeils ans hMsehor Nach 

bfgkeit gegen Yornriheile (deren 4ibertfiebeno Borikk 

gnng in gesellsch. Verhältnissen et rast dem Lehen 

hat), tfieils ans Ekdkeit die ihm zagängliobe bessere £i&si 

anfgeopfert za haben nnd vertheldigte die mit de» diirdi Ü 

fiihning und Speeuktion ansgennttelton Geselami der Pby^ 

unvertrftgliehe Unbewegiiehltrit der Erde, um welche ii 

Mond und die in ihrer Umwfihrangssphare die anderen PN 

ten fortziehende Sonne sieh bewegen. Auf der UranieoM 

auf der Insel Huen oder Ween im Sunde steHte er [1575^ 

1596] mit treflliehen, mehrfach Terbesserten Werkaeogen thM 

gehaltvoUe astron. Beobachtungen an, deren mehie die Qcm 

läge neuerer astron. Theorien geworden sind ; er TerrolMill 

digte das FixsterBTerzeichntss, nehm ausser den bdcano 

Ungleichhcdten ki der Bewegung des Mondes die Varia 

und die Jahresgleiehung wahr und entwarf die Oruadziige 

der Theorie des Mondes^ sog die, frelÜch schärferer Best! 

mung bedürflEmdeu astrou. Refractiotten in d^ astron« Cal 

und deutete die Elemente einer Theorie der Kometen an, 

Bestreitung des ihneu angeschriebenen Prophetenamtes. 

Hessische Landgraf Withelm IV (S. 258), €!ipA Rt^hma 

II. J. Bffrge beobachteten auf der mit gaton Werkseogea 

gestatteten Sternwarte in Cassel [f 581; f585— 15^^] die La 

mehrer Sterne und die SolsthialhtShen der Sonne und ben 

betteten eki nach der noch jeat gebräuchlichen Methode •> 

geriditetes Fhcsternverzeichniss: fT. Sneil codi et sidem 

in CO errantium obserratt Hass. Leid. 1614« 4; Luc. Burr^^ 



Astronomie. 275 

i 

I. h, Mb« Curtii) IBsh CQ^l^t^ Angsb. 1660» F.; vgl }Ii«t. 
5 l'ac. B. des scienpes t761 p. 190 a^« — Kepler (S. 258), 
Ifeyert als Urheber der physischen A«, ^in nmsterhafteir Be« 
bachter und fruchtbare^ Denker, ahnete die wechselseitige 
iziehungkraft dfr mmmelscQrper, entdeckte die ^eset£# 
Ir Bewegungen und der w^hjcen Beschaffenheit der Bahnea 
K Planeten und di^ gültig gebliebene Berechnnngmethoda 
H Sonuenfinsternisisie: Astronomia npva cf. Commentarii de 
Odbus steUa0 Martis» Prag 1609. F.; Epitonie Astron. Cqper- 
«anae LI, VIL Linz i61S f,; 163S, &; dß Cometis LL JDI. 
Ilgsb. 161% 4; H^niQniQeji inpndi U« V. ldn% 1619. F.; 
ffculac Bndopbioae. Ulm 1^87. F, — GaNtei (S. 253), Mär- 
kv fiix die Wahrheit: des Cpp^rpicanischen Weltsystems 
lehte von dem, das raschere Fortschreiten der Himmels- 
tMie entschieden fördernden. Teleskop Gehranch, bepbachteta 
}f wahre Beschaffenheit d^s A|pn<I?S und dessen Gebirge, die 
(khstra^se uj^d vi^le bijsher vnbfekannte kleinere Sterne, und 
^eckt^ [d. 3 Jan. 161 Q;1 dÄ?^ auch von Ti. Harriot^ Sim. 
brtiri und JiOßf Gmii^r [1$1QJ beobachteten vier Traban- 
I des Jupiter (Nuntius ^idereli^ Vened. 1610.4), die, gleich- 
^ von fh^ JBarriQt ^ni Ll^t^2 ^^^ ^« ^' f*obricw$ und 
^1 ScAeiVi^r b^obachtSt^P ^ Tei:mitte}st der Rotationbewe- 
u^ des Soni^ni^örpers sjchtbaren Sonnenflecken (Istoria e 
iBostrazipni intojrno allo mß<pbi$ solarie. Rom 1614. 4), zn* 
^ [1637] dii9 MopdsUbratipnf P* Gaaeßdi^ aufinerksam ge. 
feeht von Kepler, b^objeiGh^etQ []d. 7 Nov. 1631] den Merenv 
^der Sonj(ie und iV«^. CA /^'. </e /'($ilr(e#ü (3 & 187), ein fleis- 
^r Beobachter ^ leistete d^r A» dnrch wirksame Antmun- 
bng zu ihreip Stndiuni find iiusgedehnte litt. Verbindungen 
^riesslijch» PiensA«. Pl« Jesuiten /^'. M. Grimaldi (S. 214) 
I 6. J3. SUcßioU [s^. 1671] sammelten die vorhandenen 
|h)D. Tbeopen mit rp$.htgl|^i|biger Vorliebe fiir d|e Ptole- 
Ihche; Alm^igestuw ilpymn. Bologna 1651. F.; A^tron. re- 
im^. B. }6Q$. F.; Gepgrapbia etHjdrogn reforip. I^L Xlt. 
1601. F. — J. Mev^f i& 259j bereicherte die A. mit ei- 
a vollständigeren Fixsternverzeiqhniss^ und mft vielen fei- 
B u* gründliich^n B^Pbucbtungeii, namentlich übe^ die jS^ö* 
!tea vnd iib^jr die Sonneiin n^ jj^opflsfleck^n :. de motu lunaa 
tatow. Oqn?« 1651> Fa dp phs^rv. de]iquii splis 1Q49 ha- 
a. Danz. 1656. F.; de nativa Saturni faoie. D. t6&6. F.; 

18 * ^ ♦ • 



276 Afltronomie. 

Mercoriuf in tole vinu i. 3 Maji 1661* D« 1662. F.; prodn 
am« Coinetiait« D. 1661« JP«; descriptio cometae a. 1665 ti 
oirtL D« 1666. f.\ de eometa a« 1677 obterv« D. 1672* F.; i 
c. a. 1677 obi« F« ; Annas climactericus* D. 16S5. F. — (S 
HuggeM (S. 261} 9 um Testete matbem. Begrfindang deri 
Tielfacb verdient^ entdeckte [16SS] mit dem von ihm verbi 
•erten Teleskop vier Trabanten des Saturnns u« berechDl| 
dieselben genau, beobachtete die Gestalt des Satnrniu o^ 
den ihn umgebenden Ring und hatte richtige Vorstellangfl 
von der Gestalt der Erde. — Der Neapol« Arzt Oiov» i^ 
BarelU [st. 1679] entdeckte die wahre Theorie der Komed 
und bewies, dass sie sich in einer krummen Linie bewegil 
eben so wie Planeten um die Sonne laufen und diesen 
ia elliptischen oder parabolischen Bahnen zurficklegen: f. 
JUucoU (G. A« BO del movimento della eometa. Pisa 166S. 
.- In dem lezten Yiertheile des XYII Jahrb. traten die w 
thfttigen Erfolge der gelehrten Gesellschaften zu. London 
Paris herTor, indem sie die Bemühungen mathem« Fe 
Tereinten, unterstutzten und auf wesentliche Puncto der Uo 
snchung binlmteten^ zur Vervollkommnung der Werkz«i|l 
und ihrem angemesseneren Gebrauche kräftig mitwirkten d 
sorgfältige und reichhaldge Beobachtungen veranlassten ; M 
Hooke [geb. 1636; st. 1703] suchte den Grund der Planefuj 
bewegung in der Anziehungkraft der Sonne und Ntie^ 
sprach das Gesetz der Gravitation aus; in Frankreich w 
den durch Picari [1671], Auzata [st 1693], Uouiflaud 
1694], Bieter [st. 1696], la Hire u. A« genauere Erd 
snngen zu Stande gebracht; J. D» Caaini (8. 181), bero 
durch %. Mittagslinie [1653—56] in der Kirche des h. P 
nius zu Bologna 9 Sonnentafeln und Theorie der Jupiters 
bauten, bereicherte in Frankreich [s. 1669] die A. mit fo 
reichen Entdeckungen, bestimmte die Rotation des Jop 
und Blars um ihre Axe, bildete die Keplersche Methode 
Sonnenfinsternissberechnuog aus, arbeitete an Veststell 
der Mittagslinie für Frankreich [1680; 1700'; beend. yon 
C. 1718] und zeichnete rieh durch wissensch. Begr&ndong 
uathenu Geographie aus: Varia opp. astron. Bol. 1666. 
viele Abhandl. in Mim« de \?iit. des sc. — Der Däne 
M8mer [geb. 1644; st. 1710], lange in Paris arbeitend, Prof« 
Kopenhagen [1681], ein unvergleichlicher Himmelsbeobacb 



Astronomie. 277 

entdeckte die raccessiTe Fortpflanzang des Lichtes, lehrte den 
pDgemessenea Bau der Sternwarten und fahrte den Gebrauch 
RDoreich ausgedachter Werkzeuge und Beohachtnogmetho» 
lea ein; P. Horrebow Basis astronomiae s. Astr. pars me- 
lianica. Kop. 1735, 4. — Der Zustan d derWissenschaft bis 
Inm Ende, des XVII Jahrb. ergiebt sich am vollständigsten 
lius Dav^ Gregory^ Prof. in Oxford [st. 1708], Astronomiae 
dementa. Oxf.l702.F.; Genf 1726.4; Engl. Lond. 1726.2.8. 
Im X VIII Jahrh. eröffneten sich darcli wissenschnftU- 
ihes Fortschreiten in Analyse, Geometrie, Mechanik, Optik 
^nd Physik für die Astronomie neue Forschungwege und me- 
bodigche Hülfen; die älteren Werkzeuge wurden T.erbessert, 

Ciue erfunden, die Berechnungmethoden vereinfacht« Neue 
ernwarten wurden erbaut, vorhandene zweckmässiger ein- 

irichtet und benutzt: Uranienburg 1575 bis 1596; Cassel 

i$i; Kopenhagen 1637; '*'1681 (iL Bugge observatt. astron. 

^81 sq. Kopenh. 1784. 4); ''Paris 1667 (ßec. dobseivat. P. 
1693. F.; la Caille (oben S. 255) erwarb sieh um Uniersn- 
fchang der Sonnenbewegung und der Strahlenbrechung, so 
Me um Gradmessung nicht geringes Verdienst; weniger lei- 
ttete le Monnier histoire Celeste 1666—1686. P. 1741. 4; an- 
erkannten Werth haben la Lande bist. c61. fran^aise. P. 1801. 
^; Connoissance des tems. P. 1678 ffl.; Observations astron. 
»810 f. P. 1825. F.); •Greenwich 1675 (J. Flamsieed (oben 
i» 262) gab den Instrumenten schärfere Genauigkeit und 
ordnete seine vollständigen und vorzüglich genauen Beobach- 
tungen mit grosser Einsicht; Edm. Ualley^ Entdecker der 
(Aberration des Lichtes, strebte nach reiferer Vollendung 1749 
U N. Maskelyne observat. 1765—1810. Lond. 1776 ffl. 4 F.; 
IBradhji Wron. observ. 1750 — 1762. Oxf. 1798. 2 F.); 
Kurnbcrg 1678; * Berlin 1711 (J. EL Bode Monatl. Anleit. 
Ü771 il. 4. 8; dess. Astron. Jahrbuch 1778 ffl. 8; dess. 
femmU astron. AbtoindL 1793 ffl. 4, 8); ♦Bologna 1714; *St* 
Petersburg 1725; Pisa 1730; Göttingen 1734; *1812; Upisahi 
1739; '^ Kremsmünster 1748 (PL Fixlmillner Acta astr. Cre- 
^ifanensia 1776-91. Steyer 1791. 4); Stockholm 1748-73; 
•Wien 1755 (Maw. Jle// Ephem. 1757—1793. 8; Fr. de P. 
'irkinecker et 7. Bürg Eph. 1794—1806. 8); * Mailand 1765 

(^f. CarliHi e C. fino^cÄ» Effemeride. Mail. 1811 ffl. 4); Pa- 
«lua 1769; * Oxford 1772; »Mannheim 1772 (beiichrieben v. 



278 Astronomie. 

Klüber 1811. F.); Caitix l?t3 unfl nttf der L Leon 17 
»Slough b. Windsor 1774 v. If; tteHöÜei; DansEtg IfW f 
Jtr. if^ ITo^ir observatt. 1/74— Sl. BerK 1765. 6); Mdlta 1781 
>LUienttal b. Bremen 178B — 1813 fj. Vier. Sthrdier Bi 
Irkge. BerL l78d,M. 3.8; B&obäChtungeit über Soiiaerifatk 
u». iSonnenäecken. Erfurt 178^. 4; Sel^otopoglraph. F 
mente. tiiÜenUi. 1791. 4; Apbroditögräptrische Fr. Hei 
i7d6. 4; KronographiJBche Fr. 1. Götting. 1808. 4; Beob. 
Ceres, !PalIas und Juno. Gott. 1805.8); fiagddd 1786 von 
J. de Beauchampi * Palermo 1787 fU. Pilatti Specola 
Palermo I7d2. 2 F.; praecipualram Ist^ltAtitAl itiiefti^lnfitim 
sitiones raediae in^unte saec. ^IX ex bb'serv. In s^ec. Pan 
mit. 1792— 1802. Palermo 1803. F.) J »iSeäbferg b. ü^thalZ 
V. Zachj V. LinäenaUj jSncke; Dorpat 1)^03 Sirnve; Nea] 
1812, eigentl. 1819 C Briocck; ^Kötiigftberg 1815 Ben 
Luccal819; Xbb 1819^ Vorg^birg d. gut^n HoffiMMg 18 
«Leipzig (1794) 1822. — Es erlBicbi&tieti volblilndigere 
richtigere, auch neue Biereichtmngmktboäeti tmgebieiide ast 
nom. Tafeln; von la Hire 1687—1762; Mäm. Hdltey 1749 
1752-, 4e la Lande 1771; Berliner Akad. 1770. 3. 8; Bo 
des longitucles zu Paris 1806; Dehmbre i806. 2. 4; Soiio 
taf. V. Jac. CaM'ni 1740; de ta CaUte u. M. Hell I7i 
(Herz. Ernst ]I u.) F. t. Zach Gotha 1792 u. 1^04. 4; F 
renz 1809. 8; Monfdfift. V. T. Mayer 1776; L. Euler 177! 
F. V. Zac£ Florenz 1809. 8; /. C. Burcfthardt [geb. 1773; 
1825] Paris 1812. 4; Venus 9. r. Lindenau 1810^; Japit 
unä Saturn SoitDard 1808; Trabanten des Jupiter Delamhi 
1817 n. A. Himml^ls- Atlas v. Flämtfeed 'i7M; J. Gähr. Dofi 
pelmayr [st. 1750] Nfirnb. 1742; /. E. ß&de BerL 1797 &FJ 
1801. F.; 1805.4; C. L. Harding. Gdtttngen 1)^09 fl.; C.^ 
Voldbaeh. Weimar 1799; 1803. 4. —Von mei'kwürdigen ubI 
virissenscli. erfolgreichen Beobae)ytunjB;en W^rdifn hier ansgsi 
hobeta: Libralion des MondM, voti GaMei, Hevel, /. A «i 
Jac. t!alf0thi; Aberi'ätionen und Nutation dcfr Fixsteine v. «^ 
Ibradtey 1728 u. 1748; F. v. Zach tabuläe speciales aberrs^ 
tiönis et liutationis iti ascefisionem rectaln. Gotha 1806. 2. 4^ 
höuv. 't. Marseille 1812. 8; durch Gradmessungen Picard'l 
1669, la Hire*s 1683; /. D. n. Jac. Caaini 1680 bis 1718, 
die gehatieren von Maupertuh^ CtatrMij Camuf, le Monnk^ 
tt. CeUüui in Lappland 1^37» von Condatkine^ Godin n. Ba»- 



Astronomie. 279 

♦ 

uer in «Bem i74§ wird, itacli langen heftigen Streitigkeiteit, 
le Gesf«fc der Srde auf -«Iti gegen helde Pole Abgeplattetes 
Ifbirofd beistimmt; DuHjbgang der -YenUs du^iAi die Sonnig, 
m CAmppe -i^AnHrochis m -KfdifiyriMen , Ce&k in Otahette, 
fe// kl Nor<«regett «. A. 4709 iMfcaditet; KometograpMe, 
itsh A^vef «ind Siefn.« Lubiefdczki [%u f «TS] Theatnim Co- 
k AnMstei^. f6M (Leid. 1681) 2 F., /. #. tiuviberi 1761, 
i^ &/Br 1762 u. 1770, iPiVigr^ P^ris 17813. 2. 4, '^. 0/6er« 
P07, j4. M. Legendre 1605, JPl IT. Be^itl 1810. *— Es sfntl 
irfiOjOaoSleme bekannt, imv#B 12^000 bcm^bnet sind; ne^ 
|rt«ck«e Waneten UraaiHi 1781, Ceres 1801, Pallas 1802, 
bio 1804, ViBSta 1807» 

\ ladof p.hys*is€hen Astronomie bebemptete sMi fiber 
Mdienst lange jDoiciir/e# pliysiseher Romafi ron^hiannlisehen 
Hrbflin oier nngebeiit to StrOnraogen ästherist^r Materie, 

tweUben dlevPknieleii'fortg^lirt werden, bis er mittlen 
MbediBohon Modificattonen nMit mehr za retten war ; Ntw^ 
bmaebte 4ie ^eorte toh den Cetftmdkräflen, daS^ dardi 
nere 'Unteraucbimgen '^teUaeb best&f^gte^ Attractionpvinetf 
ki dre Gravilaiiongesetze geltend, ygK MuclauHn oben 8. 
A7; io aenerer Zeit maebten sieh «m Theorie der Bewegung 
lfer]^melBo5rper vorzSglieh verdient LjMuler 1744 *t« Wien 
^l 4, /. £. Bede 1787 «. 1791 und €. F. Qaus$ 1'809. — 
h Rotttdctoperioden dar iPlaiieten berecbnete Jah. B9mt9ulii 
}34; die ErJcternng der Ebbe and Flutb, von jNieioroii «igö- 
iMe^ venaichten 1740 Dan. BetnmaU, Maclmtrin und Eu- 
^; «Q Bet ediflmng 4er Meeroidftnge arbeiteten Britten nrit 
^mliobaar Tlältigkeit; die allgemeitto Ursaeho' der Winde 
Mtte t^Alemiert 1746 aa erformten; am Ae Theoiie dos 
bsdes machten sieh verdient T. Mmfer 17M u. 1759, (Mai- 
^tu. d'MmAeti tr&S; L.ßtOerifmu. 1772; «ndd* Th. 
^ Satan jl Juj^er L. EuUr 1748, >P. TT« WargenUm [st. 
N3], JDe/0Hi6rtf; «im die Theevie sder Uagleiehfaeiten der 
(ometea >tf jAtowieit otfd €)airaat ;1768; am die Rräeession 
^ NaditglridMn «nd die Natation ^er Erdaxe ^AUmkert 
'49. Vjei ^efüidieB «st in unserem ISaigen von v. Zac^ fie^- 
^1 6m«», iSnoi«^ Slnvee u. A. gelektet worden. W. Her- 
^l land [17^ ^ 1784] das Clesetz für die Bewegung der 
^i^steine nnfid ^ seine Waiiffnebtnangen waiden[t8f 6^18(24] 
>^A«. Sohne «.-SoirMfortgesetEt vgl. W^HTsEiildeckiNigen 



280 Astronomie« Kriegswlssenschaft. 

In der Aitronomie und den ihr verwandten Wiflsenschaft^ 

dargestellt von /• U^. I^qJ^. Stnttg« 1S28. 8« «^ Dm voll^ 

deCste System der phys. A. verfasste P. 8, la Place aiu i 

Normandie [geb. 1749;' st. d. S May 1827] « Ireloher in i 

grossen Natarersdheinnngen Stabilitttl b« erkeaAen ghnbi 

Exp«dlietai 4b «tystime da monde. ?• 1796^2.8; 1799; 1 

45 U V. ffatüf.. Frkf. 1797. 2. 8; M^caniqae Celeste. P. 17 

4« 4; U r. BurchhardU Berl. 1800; Tgl. Fonrier in Ber 

Eneycl^'T. 4» (1829) p. 290 «q. Von Lehr- ond Handll 

ehern If^Snnen hier mir einige' der berfihnileren genannt yii 

den: #e franz. t. /• Ga9$ini 1740, le MonMer 1746, d/e\ 

Caille 1767, CmtHn 1787, de la Lande 1792 u. 1795, 7.1 

Biet 1811. 3. 8, Dehmhre 1814. 3. 4; die engliachta vJ 

Long 1742, 8* Vince 1790 u. 1814 u. a.; die italiänt 

von 0, PiazziiSi7^ Giav.Sariini 1819 u.m.; die teatiel 

V. /. A. V, Segner 1774. 2. 4, /• JS. Bede Anleit. 1768 

knrsgef. Erläut. 1777 o. s. w.; A. Bürja 1794 fl. 5. 8; 

Theod. Schurrt theoreft. A. St. Petersb. 1798. 3. 4 und 

pnläre A. 1804 f. 4. 8; Thom. Bugge [geb. 1740; st. 181 

welcher treifliehe Karten besoirgte : Erste Gründe der i| 

rischen u. theoretischen Astr. 1796; /• O. F. Boinenberf 

1811; /. Paiquiei [geb. 1753; st. 1829] Epitome 1811.2. 

/. L. Schulze Leitfaden 1811; *H. W. Brande$ die wich 

sten Lehren der A. Lps. 1811. 3. 8; "^Qaip. Hirzel A« 

I'amatenr. Genf 1820; J. J. LUirtno 1822 n. 1830 n« m 

V. Die Kriegskunst, seit Einföhrung des Pulveri 
hraaeha im XIV und der stehenden Heere im XV Jahrb. s^ 
neu gestakend» bedurfte au ihrer reiferen Entwickdang m 
rer Jahrhunderte und gewann erst bey engerer VerbiDda| 
mit mathematischen nnd naturwissenschaftircben Studien I 
Ihr jest ttgenthümliche wissenschaftliche Begrfindang und t 
deutung. ^ Im XVI Jahrb. wurden, besonders in Italien, J 
Erfahrungen der Alten beachtet , erUutert und auf die vi 
änderten Verhältnisse angewendet; am geistreiohsten TonJ 
JUaethiavelli (3 8. 142); die Artillerie bearbeitete einiicb« 
voll F. Tartaglia (vgl. S. 852) 1537; nnd im Vestongbi 
brach [1546] der kenntnissreiche und tiefblickende Frencti^ 
de Mareki aus Bobgna [st. n. 1588] die, erst von Vaabi 
verfMgto Bahn : Arohitettnra militareä Brescia 1599. Fm *" 
da £. ifcri«^ Born 1810. 5 F. oder 8. 4 ni. 2 r. IL *- I^Bl" 




r X 

Kjieg8w2886]isdialt -281 

|ia rddi an geichlchtL «, tedmalogiachet» Nadiriditen lind 
p Schriften des* Ulmer Bürgen Leami. Frotub^rger^ wel- 

viele Vorarbeiten wörtlich benntite : Von Kric|gsregi- 
it a. Ordnung, FrkL 1655. F»; von Geedints n. a. w» Er- 

lg der.Qevtetitngen, Frkf^ 1557. F.; »Kriegsbacb. Frkf. 
f3 (159$) 3 F.; beafb. y. F. W^ A. fidim. 1. Be^ 181». 8. 
^ Bis io die erste Hälfte des XVU Jahrb. standen Spanische 
ikrbücher in grossem Ansehen nnd die Niederländer Suell^ 
ffcin (S. 261) }L A. erwarben sieh am Vestongbao nidu 
prioges Verdienst; die schriftstellerischen Arbdten der Ita^ 
paer, Fransosen nnd Tentschea gingen Fon. Torgefimdene« 
^dsätxen und Erfahrungen aus » ohne wissensdi. Stadium 
» fordern. — Die Vervollkommnung der Kiiegsk. durch 
Iß grossen Schwed« K, Gustaf Adolph (vgl. H. v» BiUaw 
i A. in Teutschland. Berlin 1808. 2. 8) war mehr sittlicfaec 

twissf nsch. Natur ; er , wie alle tüchtige Fddherfen nach 
, war überseugt, dass der glückliche Erfolg den Kampfes, 
lieh Geistesgegenwart uad Scharfblick im Ergreifen ei|l- 
fheidender Augenblicke, durch Schnelligkeit der Bewegung, 
luN^h richtigen und vollen Gebrauch der einfach aweckmäs* 
ig geordneten Kräfte bedingt, von Bdebung und gesteiger- 
ter ADstrenguog. des Willens und von freudig zuversichtlicher 
liiogebang der Mitstreiter abhängig sey; seine Grundsätze und 
Ma&sregelA lebten in einer trefflichen Schule praktisch gebU« 
leter Feldherren und ihrer für anschauliche Belehrung em* 
ifiiDglicher Freunde und Gegner fort und gingen zunächst auf 
^aokreich über. In diesem Staate fand, während Lud- 
Mg's XIV, durch ununterbroAene Thätigkeit des Heeres und 
|uch überlegenes Waffengluck glänzender Regierung, der In- 
begriff kriegeriseher Erfahrungen und Kenntnisse seine eigent- 
Iche IIe;math und Pflege. Von ganz Europa mussten als 
Meister in der Kriegskunst aberkannt werden: Turenne [st. 
1675] vgl (Grimoard u.) Beauram M^moires de T. P. 1782. 
2 F.; Cond6 [st. 1686] vgL Bequrain campagne de 1674» P. 
1774. F. ; und Luxemburg [st. 1695] vgl. /. de Beauraim [st. 
1771] «Bist* niiUt. de Flandre 1600-1694. P. 1756. 3 F.; 
* Potsdam 1783» 5» 4; wdchen Turenne's Gegner Bafmünd 
^ Momeeuculi [geb. 1628; st. 1680] zur Sdto zu stellen 
vt: Memorie. Cöhi 1704. 8) Jat Wien 1718. V.i firanz* mit 
CoQuaent« v. Turfin de Cri$ü^ P. 1769.3. 4; Amstv 1770. 3.8; 



♦0|)^e flitrtWr. -du tl. Ftfi^öh: Mail. 1907. 8 F.; da 
dfa^fiT. ^^h^rtfi ¥821. ä. 8; <dh) ^itit^ic^h^n tt^kftiimfer det 
röpa'ft FtfeiJ^At iedrolb^döH fr dtidsäs. UeM^tti^aft Hvflhelin 
^. Ortnteii, Btttrfbcnröugfi [st. 1722] utrd Aer «itinvölle 
tüH SaV6^fi{iit. 1^36] ; XittA'n KU K. v. Scbwcfden [st. 17 
V^)A^i 'g^MJar^g^ti Üngestfitns (beleuehtet t. Priedriei 
1760', 1786) Wttfdtfn ifHt ^6 Na^hw«IIt Ubrrel6h. 3wt h 
fii^ i^isütfflirehifrädfae ^KH^giikiiniiit BoAett ttnd'Riehnmg ge 
AM ViM'vti¥tfto '(i^^ Attiirilallm^ ^^h Teuttchte G^ 

f7M)<fMit dtitedlti^sdirfi iroh Prath^ueh, In ttl^gf^Mriagil 
MüMtrWefketi bMrbeHcTt ; irbn !%•. Wöndel Y^sttti^Ba 
Attl^riii i«(8S-; Ttfrlffiteäiibh Von ^9. fe 'Pte9ire tSe Vi 
MBS; ¥to8hkngbäa 'u. AttiAeri^e tan A iM^e^^ '^ fe/i 
icS^^ des iiifg6nMrl^. F. 1729. 2. 4; BoMbal^Mr ^. 9. 1 
4«ü* 8. ^.; Vesttogbaü tJfif. «. M^t^tr (S. «e) 17 
AftOllftliiir «TM Hlem 4Stig!. 8^19'. BolfiM \ä%. ITW}, «»MiU, 
i>» i£tf/i^im; "i%ki% *t<ifn ""^dftfz t^. 8m£)im -[g^b. 1 
iL i7S^},'eln«m dn^di g«nhil« Fr^yHkiirfgkek «^ f%g>entb9i 
IMdteii ^nsgiMseÜkniH^n FMlHii^rM: M«t r^«riM (i 
AisamA. AfBT. 8. 4; Lc^tMH» et ^ttkm. pari^MiaVMnHlL V. 1 
%. 8^ ^ Otff^h Vf««Ks»efts HfVMriek II (8 'B."B42) bdSrann 
mit fingen {1734] Und Mtteitt^sdi tmn Feldketren 
iMigsbM Tön -^ätk^teuj ihren ^Itknngkt^s titf ^i 
dto and frey g^Mal^M^Aen Zeitgeno»sen,''s.<6rader Heiim« 
geb. 1798; «t. f802], H. €. v. WitfteifelA [w 1787], K'«! 
'«1. 1788], *. W* V. S^ÄI« [««l. 1773], jK €*jlA'f>. S«/H 
geb. 171 fr; et. t78S], H. #ea^. ▼. 2{etti«n [et.>786] «. 
mtieriekcfee tfdi im «M»en]« Stiege üe 4i8tMera TaiBtik 
etn- neu e a %itein der £Hiegsknim^; rgh Oeeob. rmi A L 
(gek 1788^ et« 1783} Lend. 1766 «. 1790,» «ettsA «la 
^« O; irVt. *v. Ten^A^if Igtlh. 1737; st. 1807] eetl. 17« 
«; 4; Bej^träge ven Cognüize [st. I8II]: «Je^fidrikikisd 
4lbtttrr. Veieisins. Bfeal. 1789. 4. 8; ۥ Imm. v. Wwmeiy )78 
J^; ji.^. «ir2»M9 Vi8iKr;4giM. 2. 8; /. G. tMI^ [st 17^ 
:l7!7t fl« 5.4; E. Leonh.v. Ji^mil^## [g^b. 1798; Bt.18Mj 
«Detraöbtdngea über Kriegsk.!^]:. 17^8i,*3. 8; Aphorism 
181»^ 8;si]^ IT. a. -^ Bfe Fracbtbarkeit wd Wkdvtigkeit 
inUitfiaMhea; Lbil. blieb ¥o#tdn im «teigen. Die «Üllen wtt^ 
den.fleittig gebsen ««d «rltetert; v^n Lm4'4e^FoMM^i^ 



J 



i&riegs Wissenschaft. 283 

%7; TWf/s^ at^trShS J.Cftsar u. Teg^tius 1779; C». iBu*- 
Itffi genannt ^ttint. Icftiti« [st. 17f 4] : Mim* milit, sülr leb 
tlcs et les Bomdhis« Haag 1758/2,4; BI6in. «ur pltts. poinfti 
tftiqtMs mim. ^eflin 1774. 4. 4;' i^. ff^aru\gr9 ^^^ M. 
k 1782 n. gfegän Shn X 'F. R99^ 1783 ti. s. w«; aber Ar- 
terie scbrieben, iiebefi vielen andeiren, Patrice Gr. ifÄt^y 
1. 1779]; M&. fe B/öwtf [dt. 1781]; C. j4. Sifütentee *76e; 
f Aufl. llBOÖ r ^«ijf)«/*!?/ 1781} ^808; der Span. TA. 4e 
Vte, teutftcH t.'ffoyeJ' 1795; f824.3;^; -öW Vestun^lrali 
Belagerühgkütoftt /. E. Stfb^r^difag tfilT; ITÄT; C. A 
tt^Ä^ee 1771; 1797.^. 8; /. C. tfla^^r) Ä. IßSkm iTtrf; 
\M. MorttaUtrihef^t [st. 1802], Ürhet^er der perpetld&siiftt- 
I Bevestigang: iPärts 1776. 11. 4 u. A.; über Takti^k JPW^ 
fcill geh* tfntetricht 1765 n. g. w.^ herati«(g. v. 'Cf. Ä 
larÄÄdr#rl794. 8; G. R. t^^cH 1771; J?. A. Gr. fiTiriJer/ 
|8b.l743; st. 1^90] T.'Par. 177i2. 4; Oeuvres milit. P.1805. 
h)J:C. V. Saldern 1781; C. F. r. Lihdenaa 1789; fib^ 
^te Trappen«/. «. Ewald 1784 A. u. A.; AnweUiitigen n» 
femehtärb. von Ferd. F.'v. Nicolai' t'tn; Joe. Mauvilhn 
1 1794] 1785; 1800; 3^. Meini^rt 1788 ffl. n. A. — Eine 
^sentGcfae Umst'ahurig erfuhr die Kriegskunst in dem fran« 
^wken ReToIutiöhkde'g ; sie stützt!^ äich vester als je auf 
tnenschaftliche Vorkenntnisse und Grundsätze und erschien 
I ihren Gesammtergebnissen durchweg praktisch und die Er- 
fcrungsumme derYergangfedheit in sich verehiehd; mit mu- 
kfhafter Gänattigkeit u. fast nntrügfichefn Erfolge wurden 
Uamfasjsende Combinätionen durch woh1berech«ete Dewe* 
Ingen u. Stellungen, durch umgehen, durch Bajönet und 
kschütz, durch Ortskunde und Geistesgegenwart iderFetd* 
bn zum Erstaunen Enropa's ausgeführt; der geschiehdichen 
Erstellungen dieser Feldzlige sind sehr viele z. B. di« 4er 
Hdzuge bis 17d4 von OHmoard [st l794] V. 1808. 3. 4; 
Wf Pathay f. 1806. 2. 4; d. F. von 1799 ffl. von Mäi* 
^u Dumat l'SCfO f.; 1816 f. 8. 8; Gnill de Vaudondotri 
^sch. d. F. in ftussland 1812. P. 1815. 2. 4, in Teritsdhl. 
»3. P. lg«. 4, In Italien 1813. P. 1821, 2. 4; der Fi «09 
^ Pelet fSii; der F. 1814 von C. Koeh 1822; die Memoi- 
5n von S. 'Cp'j Suchet n. A.^ i?. Valentini Abbandhingen 
^i f.; Gesuch, d^s F. 1S12 von t. Futtk fSSO; des Bisfrey- 
ögtampfes 1813 t von v. MüffUng (C. v. W.) 1825, von 



284 KrlegswissenschafiU Naturkunde. 

.«. üfpel 1828 u, A. Die Litteratnr ht fiberapa rdehbi 
besonders in Frankreich o. Teutschland; nur Weniges 
hier ausgehoben werden j von Zeitschriften das Pariser JJ 
^nal mi^t. s. 1790 ffl. 8 u* das Memorial du Depot gen. d 
^efr^,i802 f« 8; 1822 £ 4; die Wiener und Berliner; ( 
Artillerie G. D.v. Scharnhoni [geb. 1756; st 1813] ij 
J. Th. Neaudet 1808; Gr. Lamartillüre 1812. 2, 8; 
2. 8; C. K Barkentieim. Berl. 1822. 2. 4 u. y. a.; \ei 
bau Carao/ 1812; C. JET. il«/er 1816; 7. 6. t;. JETojfer II 
Taktik und Strategie Gr. de la Boche Aymon. Weimar II 
4.8; Guy de Vernon. P. 1805. 2. 4; JET Jominü P. 1811. 
H. 9. £0/0» [st. 1807] 1799; 1805; *Erzh. Carl Grunds 
der Str. erl&utert durch Darstellimg des Feldznges 179( 
Teutschland. Wien 1814. 3. 8; Bogniai 1817. H. v. Bn 
1824 n» V* a. Encjklop&die von /• B» L. Carre» Chälonsj 
Marne 1795. 2. 4; G. A Seharnhont Handbuch 1787; ^l 
1816.. 3. 8 u. m. a. — Vgl. Carrion Nisas Essai sur 11 
de Fart milit. P. 1824. 2. 8; t;. Hoyer Uebersicht der 
Utt in Hermes XXXÜ S. 109 f.; XXXIV S. 301 L 

VL Gruodzüge zur Gesch. der neueren Baukunsi 
Er seh und Gruber Enoyklopädie 8 S. 143 ffl.; Quatn 
de Qßincy Histoire de TArchitecture. Paris 1830. 

40. 

Die in der neueren Zeit mit immer zunehmenden und 
sonders während der lezten Jahrzehnte mit unermesslich 
eben Erfolgen bearbeitete Naturkunde hat ihre wu 
schaftliche Gestalt der engeren Verbindung mit mathei 
sehen Studien und freyer philosophischer Forschung zu 
danken $ in Folge dieser fortschreitend innigeren Verbin( 
wurde sie der, alle gründlichere Erkenntniss henunendeo 
hängigkeii von dem herkömmlichen Ansehen verjährter 
urtheile und Schulbestimmungen entledigt und mit mehi 
iu verschiedenen Zeiten und Verhältnissen wiederholten, 
seilig und ernst geprüften, in ihren wechselseitigen Beziehoi 
gen und Verbindungen tiefer und reiner aufgefassten, eben i 
streng folgerichtig als behutsam angewendeten und zar Ei 
forschung der daiin liegenden gesetzlichen Grundzuge benoü 
ten Erfahrungen ausgestattet; wenn auch jezt, nach alle 
redlichen, zum Theil bewundernswerthen A^^^^nguDgei 



NätiUrkimde» 285 

leles noch danket tst^ Vieles auf Vermathnngeii benihf^ 
hnches willkQhrlicher Auslegang und streitigen 5 oft entge-» 
engesetzien Ansichten unterworfen bleibt, so lässt sich dock 
OD keinem Unbefangenen verkennen, dass eina allmähligöi' 
fe Sehnsucht nach anschaulicher oder rationaler Wahrheil 
jlffiedigendere Annäherung zur wissenschqftliohea Offenba» 
lag des geheimnissToUen Lebens und gesetsmiisngen Wir* 
jbns der Natur statt gefunden hat, durch welche die Hoff- 
^g, noch tiefer einzudringen in das Grundwesen und die 
erschleierten Eigenthümiichkeiten ihrer Kräfte, Wechselwir« 
ADgen und wandersam zusammengesetzten Erzeugnisse, er« 
flffkt und zu den höchsten Erwartungen berechtigt wird« -^ 
He Bahn der rationalen Naturbeobachtung brach t\ Bdeon 
; Verulam (S. 6) und alle folgende philosophisdie Schulen^ 
pnentlich die Cartesische und Leibnitz- Wedfische zogen si(S 
^ den Kreis ihrer Thätigkeit; Galilei, Kepler, Hoygensi 
Uewton u. A. erwiurben sich folgenreiches Verdienst; der phan» 
Idereiche, malerische Schilderer fiuffon, Bonnet*s u. A* ntt« 
iche Natnrbetrachtung gewannen die Theilnahme der Gebit 
ietereu; und die Anerkennung der Unentbehrlichkeit dieser 
Kenntnisse für technische Zwecke und wissenschaftliche Zunft» 
beige wurde mit jedem Jahrzehnte des XVIII Jahrb. allg»» 
meiner; daher ihr Anbau eifriger und fruchtbarer an bedeu« 
tenden Ergebnissen und reicheren Erwerbungen« Gegen Ende 
les Jahrb. [1786] stellte L Kant dem in der Naturkunde bi»- 
ker vorherrschenden Atomistischen System das Dynamisch« 
liegreich entgegen und die Einf&hrung desselben, wenn auch 
Ucht ohne alle nachtheilige Beeinträchtigung der Beachtung 
ies Materiellen, war im Ganzen von dem wohlthätigsten Er» 
Iblge begleitet, indem sich das speculative Naturstudium zur 
eigentlich wissenschaftlichen Einheit gestaltete, wie sie von 
kehren wackeren Forschern, z. B. Laz. Spatia$izani [st. 
1794], P. 8. Pallas [st 1 Sil], /. F. Blumenbach u. m. schon 
früher praktisch geltend gemacht worden war. Die Grundan» 
sieht, dass die gesummte Natur als Ein Ganzes zu betrachten 
^Ji dessen eigenthnmliches Leben in allen seinen Erschei«* 
Hangen und Abstufungen durch unwandelbare Gesetze bedingt 
lind geordnet ist, sprach die Naturphilosophie hell bestimüit 
^&d bündig kräftig in ihrer Vollgaltigkeit aus und dieses Ver« 
^CQst kann durch einzelne Ueberspannungen und allzu scharfa 



886 NMudoind«. 

bgpyothetlMb« BoMfanmangap oä^t duiA kShnp U^Unebi 
tanff dM 4af iMDiohl» KrlofmtnUiyeriQdfl»« beicbr&fikei 
Grünieii. oder durch <irg}offe» Slpiol; mit BUd«r% Formelo 
peueft KiuiiüMiftdfü^k^ii oiohl a^veiffdhaft g^miiclu wer 
Dia Namen einM C t\ Kp^t»9yer (Ueber dif Yerbältui 
det organiiobflii Kirftfte iio^er einandec i« dqr Baphe der 
«•hiedMitn QiigBaiMtionan, fiMutig. 17{>3{ 1814, &; de el 
etaue eft gdvooiem^« Tub^ 1902 ; de eftecUbns ersenici ia 
fies organiimee. T. ISO»), /^\ W. Jo$. Sc/iell$t$g iS.218) 
deff vielen Denker, di» eicb dieeein angeeeUoeeeo baben, i 
Web$r^ Fz Baader ^ Alea. 9^ Humboldi^ H^ Si^em^ 
Okenj G. M. »ahnbert^ J. f.V. 'trQwl$r^ /. ß. WUhti 
«• s. w., 10 verecbjledenartige (Jrtbeile über sie eitgaogen 
mögen, haben auf dankbare Aebtung der gerechten Nacbw 
wohlbegKündete» Anepra€b*i Der Werke, aua welchen 
Slandpuaciv ai«f welchem die Natnrwieaenecbaft sichedeniial 
befindel, TiaUelcbt am vqUsiändigeten erkannt und am rieb 
ilgeten gewürdigt werden kann, eind nicht wenige; %, B. fl 
äk. Tremrmnu^ Biologie. GiHU 1S02 ffl. 4. S; /. Bi. Biot fl 
de pbysiqae expirimentale et roathimatiqae. Faria 1816. 4.| 
SLIhA^ Barteli AnfangigrUnde der Naturwisieiiacbaft. Lfd 
1821 L 2. 8. -^ Cuvi0r Biet, dee progrte dee sciences oaai^ 
nlka depuia 178» jtt8«4i'& ee jour. Paria 1826 t\ Jac. Btti 
%€Hm9 Jahresberifiht über die Ferteobritte der pbyaiecheo Wid 
eeaaehaften 1822 f.; J. 8. Z Gehler FhysikaUeehee Wörteri 
bneh. Lpa. 1799 L & 8; ""neu bearbeitet 182' L j 

Da Erfahrungen and Veremobe die Qriuidlage der Naturj 
frisohnag lind, ao mnia hiec der gelehrten Qeaellachafu^ 
(«• 3. SL i2 f.) Erwähnung geeobeben, welche uch ao dieserf 
Behufe vevifiglich tbüig erwieiea und mehre UAtersocboom 
nnd Verbandlungen veranlMlA haben: ^Acadenua del cim^otd 
in Florona 1657; *K. Secietftt m Lpado^ i$QQ; •K.Ac^ 
dee ecieneee in Paria 1660; ^Aoad» lieopoldina nitfune curiH 
aoimm 1670; ^Inatitiuwa au Bologna 1690 n. 1719; K. h^*] 
ma Bariin 1700; IL Ak* auilpaaia 1710; «K* Ak. in St. P^ 
tereburg 1724} ^fieeeilsch. in Danaig 1747; K. Societitio 
Gdttingen 17i»; fieieUa«^ in Bfml 1750; inHaarlem 1752; 
K. Ak. in Turin 1757; »Nünrforeeh. Geselieck in BexJiol77$; 
Gee. FeUx maritb Jo Amaterdaw 1777; Natorf. Qe$. in üalle 
178a^ Ak. kl AlewvYork 1791 u. m. a* ^ Die Verbreitttüg 



Naturkiäida; Physik. 097 

ir EiKdetlämgm, BaokidktaiigMs L ri»lau gwi> wi BwrtrelHii^ 
n ist diivcb wksenadi» Zeitschriften geftvdett worden; 
Her üsMtk thiA' Teiziglidk au headrteD x RjEu^eekfei A opne- 
liscient« Venedig 1728 fflw; oaora R. 1755 «L «!»; OpmK 
1 sotent^ Flerenz IM? tt. &; Bambnrgisefaee M ageiin 1746 
M; *Eazifr n. tu Observatiens vwt In pbysiqiie et VU- 
Are nat. sp« Journal de pbysiqne. JPafie 1772 ffi* F^rts» ; A« 
^Hhichtemkerg Magern» ftrtges; v. J. A Fotg-/ 1781— IMd; 
liKe^le^» Jiettrmil ef nat. pUioi^ 1790 IB.; Jf\Ä^ C. ^rem 
m. d. Physik .179» A; ''L. W.. ÜObert Annalen d. Phy^ 
\ 1799 fl. fVirts.-, 6. BrugmiUlU Gienu 179» ffl^; il/er. 
Ihri thepMlos, Maganine 1796 «.Forts.; V. 8. fi. Sckmeig^ 
r Joarnrt & Chemie u. Physik 1811 ttk Forts.; *^74. SRieflN 
I Annaltf oPphiles. 1813 tt. F.; ioornal ^ seieneee. LonA. 
K«i; iß. eAem Isis 1817 ffi. F.; *B. de&VifHfmt Amw^ 
itmfflk F; n. m. a. 

9 L I» der Physik hewsehte, «ngeacAitet geistvoller Gep- 
1(8. 199), des Arietoteltsche System \A% gegen Mitte des 
nllahrb. Mit F. Bacon begann ihre Umetaltnng^ durch 
l&'M, Kepler j DeBcariee, Hmffgemij Marione ^ besondere 
ich It. Newton^fk matbemat. Erdrtermig eiitfadMr Natnrge- 
ibe gewann sie den wissensohaMieken Charakter , welcher 
t so wesendich Ten der Ph. der Alten nnlerseheidet und als 
ier der glänzendsten Vors&ge der neneren Zeit aomsekea 
i Hriue gelehrte GeseHscbaften wirkten su ünrer iBeiäek- 
|Qng und Bereicberang eifrig fraehtbar mit und in der mvivf^ 
ft Hälfte des XVIII Jahrb. wurden die ne^en wisseaseb. 
irerbiiDgen durch Jomrnale echnett in aUgeieeineren Umlanf 
Araefah — Unter den aabkeifhen Bearbeitera der Ph<. sied 
l^ge der mefkwürdigerea : 4er Ireländer Roi. Bojfte {as, 
IM], em nnbefengene^ Beobachter, besonders nm die Lehre 
Ml der Luft verdient: Wofks publ. by XA. Bifieh. Lend. 
N4. 5 F.; 1772. 6. 4-, /. Ckfi &imrm a. Hippellslein [et^ 
^3] Begründer der Expemaeatalpbysik: Ph. eleotLra. Kbg 
^97; 1722^ 2.4; CoHegfom experknentale. N. 1676 ft.; itm. 
4 n. a.; Löt. Gr. MagahUi [st. 1712] beschrieb geistreisk 
^ Ton ihm and Anderen angestelfcmi ergiabigea Vensnehe: 
^e. 1, Fkr. 17m. 8 ; Lottere soientif. F. 1721. A; Mail. 
M<{. 2. 8; Witt. Ji$e. vom / 6rm>eHind anet Heraoganbaeeh 
"^' 1742], wackerer Mathematiker «od Kchtvolbir Brläotoffer 



288 Physik. 

der NewMudien Griiiils&tse: Pbyiloes rfeneata-math« 
Leid.' 1720 f.; 1742« 2. 4; PhUos. Newton, kistitiitioneg. 
i723. 8; 1766. 2. 8 ; viele Aufsätze im Journal litt Lttd. 1] 
<— 32^ Oeuvres philos* et math^m. Aikisterd« 1774. 2. 4 
Mardkind Diet» 2 p. 2t4; C. Maelanrin S. 267; /. The 
ViftsaguHeri fst 1743] r Coorse of experim. philos. 
1734; 1763; franz. 1751. 2i 4. -* Ch. f>. IVo{f (8. 209) 1 
1723; Qg Erh. Bamberger [st. 1755] 1727 u. m.; /. 6i 
Krügtr [st. 1759], selbstdenkend u. scharfsinnig eombioi 
.Niltttrlehre.r Halle 1740 ffl. 3. 8 ; im Auss. 1759. 8 u. s. 
— - P. V. Muiieheniroek a. Leiden [st. 1761] , die Ph. 
vietea feinen u. gehaltvollen Beobachtungen bereichei 
Eiern, phys. L. 1741. 8f Introd« ad philos. natnr. L. 1 
a. 4; frans. 1763. 2. 4; Dissertatt. L. 1729.4; /• Aut 
hi a. Pimpre [st. 1770] hidt in Frankreich die exeten öS 
Vorlesungen über Experimentalph. : Lef ons de ph. exp. 
sterd. 1769. 6« 12 n. s. w.^ Art des exp6riences« A. 1771 
12 u. s« w.; JD. jBif/er S..260. — /. Ri»i Sigaud de la F 
(Physi 1777. 4. 8; und Wenc. J. Q. Karsten (lUebrb. 1 
brachten durch die, von J. Ptiestley und C W. Scheele 
«1786] vervollkommnete Theorie, der Luftarten Chemie 4 
Phymk in engere Verbifidung ; B. J. Boseowick (S. 254) v 
sudite Ph. auf das Gesetz der Stetigkeit zu begründen: 
los. nat. theoria redacta ad unicam. legem. Wien 1759. 
ihm sdilossen sich unter anderen an C Scierffer [st. 17 
P. Maka [st. 1793], J. P. Uorvath [st. 1799]. -- AI« V( 
treter des Atomistischen Systems sind zu bemerken : G* 
Sage [st. 1805]: Institutions 1811. 4. 8; J. And. de Luc [\ 
1817]; /. Senebier [st. 1809]: Tan d*observer 1802. 3. 8 
8. w«; P* Prevo$t\ MarCk Aug. Pictet a. Genf [geb. 17 
St. 1825] u. s. Br. C [st. 1824], welche dieBibliotheque 
verseile besorgten ; u. A. ; das Dynamiäche S. (s. oben S. 
ging von Teutschland aus und verbreitet sich in Frankie) 
und England u, s^ w. ; gewichtvolle Beobachtungen «nd / 
Lamarek 1793 fBi^ Ale$9. Volia: opere Flor. 1818. 5. 8 a. 
a. zu verdanken : vgl. J. B. Meyer u. s. w. System. Dant 
aller Erfahrungen in der Naturlehre. Aarau 1806 fl. 3 
Wdrterb. v. J. F. Fischer. Gott. 1798 fl. 7. 8; A. Libes Di 
Paris 1806. 4. 8 u. Hist philos. des progr^s de la phy& 
1811 fl. 4. 8. — Von Hand* und Lehrb. nennen wir eioij 



Physik. . 289 

I 

ier für ihre Zeit bedeutenderen; die Teatsclien: /• A. v, Seg^ 
\er Eioleit« 1746; Ci. G. Kraizemtein [st, 1795] Vorles. 
r58; VI. Ausg. 1787. 8; /• Ch. P. Era:leben [st. 1777] An- 
ingsgr. 1772; vbu *0. C^p. Lichienberg'» Zus, VI Ausg. 1794; 
lA. a Oren [st. 1798] 1788; J. Mich. Hube [st. 1807] 
jbterridit 1793 fL; 1801. 4. 8; J.nT. Mager [geb. 1751; st. 
(30] 1801 ti. s. W.; 6. GoitL Schmidt 1801; F. Krie* 1794 
.&w.; G. F. Hildebrandt [yt. 1816] 1807; *E. G. Füe&er 
gib. 1754; et. 1831] Lebrbv d. mechan. Naturkhre. Berl. 
106; Aniig. IIL 1827. 2. 8; franz. t. Biot 1807; Ed. II. 
M3; *Qi. F. Parrot 1809; C. IT. G. Mastner 1810; 1820; 
Ku. Chemie 1821; ^W.Mnncke 1821) 1831; A W.Bran- 
Ir Vorleaungen über die Naturlehre. Lpz. 1830 f. 3. 8; /• 
9 Fr. Schmidt AUgeineinfassliche Lehren |i. .Experimente d. 
^fsik. Ilmenau 1830 f. 2. 8 u. ro.; die französ. von Brision 
)»3; B. Just Hang [geb. 1753; st 1822] 1806. 2. S; ""7. 
\Biot Tr. 1816. 4. 8; Abreg6 1817. 8 u. a. — Die popu- 
JMechnische Benutzung der Erfahrungen und Versuche iu 
IT Physik sum Vergnügen und für Zwecke des gesellsch. 
€beiis beginnt mit GB. Porta (oben S. 252) und wurde von 
elen fortgesetzt: Casp. Schott 1657 ffl. vgL (Mercier de S. 
J^gtr) Notice rais. des oeuTres de C. 8. Paris 1785. 8; des^ 
^ Franc. Tcrt. de Luna zu Rom [st. 1687] Magisterium 
it et artis. Jßrescia 1684. 3 F. TgL Leenng Collect.. 2 S. 
If.; des Jes. Äthan. Kireher [geb. 1601; st 1680], Eifin- 
m des Sprachrohrs (1673 s. Beckaianu Beytr* z. Gesch. d. 
tf. 1 S. 462 f.), Physiologia experimentalis. Amsterd. 1680. 
^J. N. Martine Natürl. Magie 1751, umgearb. y. J. Ch. 
fkskh 1789 ffl. 20. 8; J. S. Halle Magie 17^3 fl. 16. 8; 
\S. M. Poppe 1802 ffl. 

i Der Zuwachs, welchen einzelne Theile der Ph. seit Mitte 
^XVII Jahrh. gewonnen haben ^ ist so beträchtlich, dass 
|ir nur einige der folgenreichsten und auf Gestaltung der 
bseasdi. Ansicht wesentlich einwirkenden Beobachtungen 
id Entdeckungen angedeutet werden können : a) Die Gesetze 
k?on Galilei [1638] beobachteten Schwere der Luft lehrte 
hrriceUi [1643] und erfand das, von Mehren, in neueren 
piteu Ton de Luc vervollkommnete Barometer. — Genauere 
> anschaulichere Kenntniss der Eigenschaften der Luft ver- 
ikaffte die von Otto v, Guerike [st. 1686] erfandene und 

WacUler HB. d. LitC Geich. IV. 19 



290 Physik. 

ri654l darch merkwiirdige Venmcbe bewährte Lnftpnmp 
-welche schon von B. Boyle n. A., besonder! von /• SmeaU 
[geb. 1724; st. 1792] 1757, J. Culhhenon und J. F. Binde 
bürg 1787 u. M. verbessert wurde. — Die Erfahrungen üb 
verschiedene Lnftarten und die Theorie derselben fand 
gründliche Bearbeiter ap »ff. Cavendi$h [st. 1810] 1766 
*Jot. Prietiletf 1774 ffl., Fei. Fontana , dem Erfinder 
Eudioraeters, 1776 fl., *Tf*. Cavallo 178t, C. W. &c 
1782, de LamithcHe 1783 fl., Sigaud de la Fond 1784, 
SenSbier 1784 ffl. , *B$ch. Kirwan 1784 fl., M/. N. Seh 
1799, *Al. V. Humboldt 1799 f. u. v. A. — lieber den Seh 
L. Euler 1727; *1750; •/• B. Lambert 1763 ti- A.; KR 
Chladui [geb. 1756; st. 1829] Theorie 1787; Akustik 18 

Ig09. b) Die Lehre von dem Wasser erläuterten J, 

LeidenfroBt [st. 1794] 1755; AI N. Scherer 1800 u. A. 
c) Die Lehre vom Licht, durch L. Euler 1751 bearbei 
gewann ^ine neue wissensch. Gestalt durch fV* Herschel 18i 
L. Oken 1809, »J. B. Biot 1814, •/{. L. Buhland 1817 u. 

Die Lehre vdn Wärme und |CäIte wurde fleissig 

tersucht und vester begründet v«rh B. Boyle y besonders 
/; Jac. Ortous de Mairan 1751 fil., Lambert^ de LuCy *AM 
Crawford [st 1795] 1784 f., P. Ptef>09t 1792, Gr. Benj. 
ford 1804; J. Bpt. Jos. Fourier [geb. 1768; st. 1830] 1 
Theorie analyt. de la chaleur. P. 1822. 4; *C. W. Bockm 
[st. 1821] 1811 u. A. — Musschenbroek erfand [1731] 
von J. ff. Lambert [1779] verbesserte Pyrometer; Com,l 
bei [st. 1634] das, von J. N. de tl$le [st. 1768], bes. G 
Dan. Farenhett [171 ♦] und B. A. Ferchaud de Beaumur\\ 
1757] vervollkommnete Thermometer. — d) Die Elcktr 
cität wurde von W. Gilbert [st. 1603], 0. v. Guerike 
it. Boyle entdeckt und untersucht und ihre Beobachtno 
und Versuche sind bis jezt fortgesetzt berichtigt, verviel 
tigt und bereichert worden; die Elektrisirmaschine wn 
Erfunden von Ch. A. Hausen [1734], die Glasscheibenmaschi 
voffj. Planta [vor 1760], verbessert von üf. r. Mäf 
[1776], /. Cuthberson [1786] u. A.; die Verstärkungfl 
von V. Kleist in Camin [1745] u. gleichzeitig in Leiden vi 
Cunaeus u. Musschenbroek; der Coiidensator von Aless, V^* 
[1777]; das Elektrophor von /. C. WHke [1762] u. s. W.- 
Geschichte u. Theorie der Elektricität sind bearbeitet word« 



Physik. 2dl 

m /. H. Winkler 1744 ffl., Keni/. FtunkliH^ welcher (gleich- 
ieitig mit Proeop DiwUch xu Prenditz in Mähren) den Ge- 
^tteraUeiter erfand 1750, J. A. Euler 1755, F. M. U. TA. 
i^inut 1759 ; Ch. G. Kratzenniein^ welchem die Einführung 
les medicin. Gebraacbs der E. [1744] zugeschrieben wird; 
m. Cavallo 1777; R. J. Hauy 1787, G. Chpb Boinenber^ 
:tr[su 1817J 1793, L. Achim v. iIrmW 1799; C Schmidt^ 
Entdecker des Zitterstoffes 1803; *J. W. Ritter [geb. 1776; 
id. 23 Jan. 1810]: Beweis, dass ein beständiger Galvanis- 
)us den Lebensprocess im Thierreiche begleite. 1798 ; Bey- 
ge 1800; da« elektr. System der Cörper 1805; v. Moni 
12; *Gg J. Singer Elemente der Elektr. u. Elektrochemie, 
jbers, m. Anm. von C jET. Müller 1819 u. m. a. — e) Aloys» 
iahani [st 1799] entdeckte [1791] die thierische Elektriei- 
tt oder die Muskel- und Nervenfaser -Reizbarkeit und gab 
I folgenreich merkwürdigen Untersuchungen Veranlassung: 
f viribus elect^icitatis in motu musculari. Modena 1792. 4; 
Verkanntes Verdienst erwarben sich um diese neue Lehre 
9. Volta in Pavia [geb. 1745; st. 1827], Erfinder desEIek- 
hiphors u. Elektroskops} AL v. Humboldt 1797, V. IF. jRif. 
er [geb. 1776; st 1810] 1798 f. u. m.A.; vgl P. Sue bist. 
lo galvanisme. P. 1805. 4. 8. — /) Ueber den Magnet 
teilten, nach W» Gilbert und Atk. Kircher^ welcher magne* 
kche Heilkräfte annahm (vgl. Beckmann Beitr. z. Gesch. d. 
^ 1 S. 331 f.; Legsing Collect. 2 & 117), unter anderen 
fgicbige Untersuchungen an P. t;. MusscAenbroek 1729, £dm. 
hlley, der die Abweichungen der Magnetnadel in einer Karte 
krzeichnete, L. Euler 1751, *Ant. Brugmans 1765 fl., Tib. 
^vallo 1787 u. A.; den Magnetismus der Erde suchten zu 
fortern P. v. LSwenörn 1802, Ch. Hansteen 1821. — K A. 
temer'n a. Mosburg [geb. 1734; st. 1815] liberrascfaende 
Irfahrangen. über den thierischen Magnetismqs [1776] verdie- 
^i ungeachtet des damit getriebenen Missbrauches p. der 
^bey statt .findenden Selbsttäuschung oder Charlatanerie (vgl, 
^itgen. N.Reihe 2, 5 $. 33 f.), die, ihnen noch keines weges 
enügend zu Theil gewordene vollständige Aufmerksamkeit 
tr unbefangenen Forscher; der, besonders von Amand M. 
• de CAa#f€j»«r Marq. de Fuysegur [geb. 1752; st. 1825] ver- 
Steile thier. Magnetismus wurde in Frankreich 17S4 wissen- 
!ihaftUch verworfen imd 1826 auf das Neue einer Prüfung 

19 * 



292 Physik. Chemie. 

unterworfen; nnd dieee scheint ihm in gebähten, wenn gl« 
peychologiflche Mythen (wie sie Just. Kerner 1829 verkÜD 
bat) davon abscbreclcen IcSnnlen; Tgl. Deleuze bist crit.(| 
du magnitisme animal. P, 1813, 2. 8 ; /• C. L» Zimmerm 
GescliicbtL Darstellnng des thier. M. Berl. 1824. 8; AI 
Berirand du M. animal en France. Paris 1826. 8. -•* H. 
Oerited^B Theorie vom elektrochemischen Magnetismus [IS 
oder von dem Zusammenhange der elektr. magn« n. cbei 
sehen Wirksamkeit ist, seit P. Erman^n [1821] mnsterha&i 
Vorgänge nnd der von A. M. Ampkre [1826] anfgesteüt 
Theorie, Gegenstand fortgesetzter Prüfung und Untersucbm 
welche nber die Identität oder Verschiedenheit der galvaniic 
elektr. nnd der galvan. magnetischen Thfitigkeit vollständig« 
Anfsohlfisse versprechen. — g) Für Meteorologie, 
der nch Descartes u. v. a. beschäftigt haben^ Ist viel gel« 
stet worden von Mairan 1749 IB., de Lue 1772 fiL, •/. 
Lambert 1773, Vm. Toaldo [geb. 1719; st. 1788] 1776, 
L. Bickmann [st. 1802] 1778 fflL, 8aus$Hre 1783; Ckn Gfl 
Heb Fr. Stowe InPotodam [geb. 1756; st. 1824] 1790; Ah 
Voha 1793, JLamarek u. s. w., besonders von CS. Ramm 
Tableaux des vents. P. 1806. 2. 8 und H. W. Brandes im 
aber nach vielen genauen Beobachtungen und mannigfal^ 
Berechnungen schmt die wissenschaftliche Ausmitteluog 
Gesetse der Witterung noch vielen Schwierigkeiten not 
worfen zu seyn s. M. Fr. Kämiz Lehrb. d. M. 1. Halle 18: 
8. — Ganz nnabhängig von diesen Bemühungen und le 
Kch Gegenstand der Erfahrung ist ^uatremire d'Itji 
Araneologie 1798. 

41. 

IL Die fortschreitende Entwickelung und wissensch 
che Gestaltung der Chemie wurde durch den mit dirütij 
Erfahrungen dersefben getriebenen theosophischen Missb 
und durch ihre fortdauernde Abhängigkeit von der HeUkn 
bis in das XVIII Jahrb. aufgehalten. Aus der frihefen 
iit nur wenig Merkwürdiges hervorzuheben. BeAeuiung b 
was Gg Agricola [st. 1555] itir MetaUurgie leistete, Tgl.( 
42 C. — m. AureotH8 Theophr. Paraeelms Bombast v. H» 
henheim (8. 200) bereicherte, trotz seiner mystiseh ubenrpanB' 
ten Geistesrichtnng, die Ch. mit wichtigen Entdeekungen on' 



t 



Chemie. 293 

reiterfiBhreBden Versuchea ii. sie gewann durch ihre «ngere 
^erbindang mit der hypermetaphysischen Medicin eine fmcht- 
lare aod späterhin immer richtiger gewürdigte Wirksamkeit: 
IScher h. Schriften. Basel 1589 f. 11. 4; Strasb. 1603. 2 F.; 
)feta. Genf 16&8. 2 F. Unter s. zahlreichen Schülern ver*» 
ient J. B. V* Helmant (S. 200) , dessen Ansicht vom Fener 
nd von Lnftarten beachtenswerth erscheinen, ausgezeichnet 
»werden: Opp. Frkf. 1682. 4. Unter vielen Thorheiten des 
leberglaubens und der Geheimnisskrämerey finden sich man- 
lie beachtenswerthe Beobachtungen in des Spaniers Petrus 
irleniu de Scudalupio Syinpathia 1610 vgl LesHmg Collect. 

S. 86 f. Durch Dan. Senuerfs [st. 16^7] Eklekticismus 
mrde wenig gewonnen. Einzelne gute Wahrnehmangen, 
^ersuche, Entdeckungen, techniscbie Methoden brachten in 
Imlanf der Italiäner Angelus Sala in Hanau [st. n. 1639], 
f% [1. 1630], J. Rud. Glauber [st. 1668], dessen Wun- 

salz 1658 8. Namen erhält, J. Mayaw [st. 1697], /. Kuu- 
Iv, lOwenetem [st. 1702], Denye Paiin [st n. 1708], be- 
ginnt durch 8. New digestor. Lond. 1681 n. 1687. 4; syste* 
oatische Ordnung herrscht in d. Schriften Jac. Bamer*B [1. 
mi Nie. Lemery'» fst. 1715] u. WM. Hamierg^s [st. 1715]. 
Das bedeutendste Verdienst erwarben sich it. Boyle , durch 
renanffmässige Bestreitung der Alchymie, and J. Joaah. Be^ 
iler [st 1687], durch Verbindung der Ch. mit Mineralogie; 
eide entwarfen die Grondzijge sur wissensch. Bearbeitung 
^r Chemie. Gg Ermt Stahl in Halle [geb. 1659; st. 1733] 
ahm in verbrennbaren Corpern ein, mit dem Namen Phlo- 
iaton bezeichnetes, eigenthümliches Wesen an u. begründete 
tt Phlogistische System, mit genauerer Bestimmung der Be* 
^ife and angemessener Kunstsprache: Fundamenta ch; Nbg 
^46 f. 3. 4. — Durch fortgesetzte mannigfedtige Untersuch- 
Bgen wurde die Wissenschaft bereichert und in Lehrbüchern 
argestellt Ton Fr. Hoffmann [st 1743], Et. Franc. Genf- 
roy [st. 1731] und Cl. J. G. [st. 1752], Catp. Naumann [st 
«7]; *Herm. Boerhave 1732; J. F. Cartbemer [st. 1777] 
736; P. Joe. Macquer [st 1784] 1752 fl.; IKction. 1778. 2. 4 
• s. w. ; t. Ton /. B. Richter und 8. Fr. Hermbstädt. Lpz. 
806 ffl. 7. 8; J. H. Pott [st U77] 1756; V. G. Walleriue 
tt 1785] 1759 fl.; ♦-Airf. Siegm. Marggraf [st. 1782] 1761; 
'• ßeiiiA. Spielmalm [st 1783] 1763 f.; *Ant. Baume [st. 



29i Chemie. 

Ift04] 1763 ffl. ü. m. a.; technische Zwecke verfolgten Igi 
V. Born [st. 1791], J. F. Gmelin [st. 1786]; der merkwiirdi 
Vielwisser in Helmst&dt G. Chph Beu-eii [geb. 1730t st. 18 
Tgl. Göeie'H W* 31 S. 2()7 f. ; u. m. — Durch C. W. Sc 
le'% [st. 1786] nnd Jo9. Prie$iUy'% Entdeckung und Uote 
diung der verschiedenen Luftarten, so wie durch Torb. fiei| 
mannen [st. 1784] chemisch-mineralogische Forschungen i4 
Verfolgung des von Becher und bes. Mayow angedente 
W«ges 1779 wurde die Umstaltung der wissensch, Chein^ 
vorbereitet — Ani. Lawr. Lavoüier in Paris [geb. 1743; 
1794] setzte dem herrschenden Phlogistischen Systeme 
Antiphlogistische [)780] entgegen, worin das Verbrei 
nen eines Cdrpers aus dem Beytritte des Oxjrgens erkl 
wird, nnd begrfindete die, in folgenreichen Wechselwirkungi 
fortan immer vester ausgebildete Verbindung der Ch. u. Pb; 
sik: M^moires de ph, et de eh. P* 1805« 4. 8$ t. Greifs 
1783 ffl. 5. 8. — Die seitdem beginnende allgemeinere fro 
bare Thätigkeit lässt sich aus Zeitschriften ersehen i. B. 
nales de ch6mie 1789 ffl. u. vgl. oben S. 287; Lor. FL F. 
Crell [geb. 1743; st. 1816] Journal 1778 4. 6. 8; die neoeit 
Entdeck. 1781 f. 13. 8, Archiv 1783. 2. 8; Neues A. 178H 
8. 8; Neuestes A. 1798. 8; Annidon 1784 ffl. 40. 8; Beytrag» 
1785 fl. 6. 8; AI. N. Scherer allg. Journal. Lpz. 1798 fl. 10. 
8; Nord. Bl. 1817 fl.; A. F. Gehlen n. A. N. Journal \mi 
6. 8; 1806 fl.; J. F. A. Gotüing [st. 1809] Almanach 1780^ 
1810 u. ro. a. — Von den neueren Chemikern sind einige d 
berfihmteren, in Frankreich: A. F, Fourcroy in Paris [gel 
1775 ; St. 1809]: Philosophie ch. P. 1793 ; Ed. IIL 1806; £1^ 
mens 1794. 5, 8; Systeme 1801. 6. 4; 10. 8; L. B. Gujii0l{ 
Morveau erörterte die ch. Affinität 1793; J. A. CL Cha^ 
vendete Ch. auf KQnste u. Gewerbe an 1807. 4. 8; C7. ^ 
BerihoUet [geb. 1748; st. 1822] bearbeitete mit Erfolg ^ 
thierische Chemie, berichtigte und ergänzte viele Scheelscb 
Entdeckungen, wendete Chemie auf Gewerbe an und lebrtt 
die ch. Statik: Recherches sur leslois d'affinit^ 1801; Essai <b 
Statique ch. 1803 u. s. w«; L. N. Vauquelin [geb. 1760; it* 
1829] einer der ausgezeichnetesten Analysten, besonders in'^ 
thierischen Chemie ; u. m. A. ; Handb. t. Bouillon la Grenff 
1799; Ed. V. 1812. 3. 8; Jlf. Thinard 1813. 4. 8 Q- Aa 
Wörterb. von D. L. Baurguet 1796; t. 1798 fl. 7. 8. -i» 






r 

Chemie. 295 

. Britannien: B. Kirwan 1782 fl.-> Th. Beddoes [geb. 1760; 
ISOgJ, Lehrer Davy'Sj hochverdient um Popularisirang 
nn. Kenntnisse, ein freyforscheuder Selbstdenker; IT. Ca- 
dishy Entdecker des Wasserstoffgas 178S; W. Higgim 
9i9.; ftos. Black in Edinburg [st. 1799]: Lectares on the 
iients of eh. 1803. 2. 4; Ti. Thom90U Elements 1802; 
h. n. C. n. Aikin Diction. eh. Lond. 1807 fl. 2. 4; App. 
4.4; Humphry Davy [geb. 1779; st. 1829] stellte folgen- 
she Versuche mit Gass an , entdeckte die Metalle PotaA- 
m und Sodine, benutzte glücklich Clektricität und Galva-* 
^us für Ch. utid veranschaulichte die Abhängigkeit des 
kkerbaas von Ch. : Researches chemical and philosoph. 1800; 
lemeots of philos. ch. L. 1812« 2. 8; YÄ. of agricultural che- 
iistry. L. 1814. 8 u. m. a. vgl. 0. £. Kühn in Zeitgen. Dritte 
leihe 3 S. 3 f.; V. A. — ia Teutschland: J. CA. Wiegleb 
[lt. 1800] 1781 ffl.; ♦a F. Kielmeyer 1786 ffl.; F. A. C. 
(IreH 1787; *III Aafl. v. JU. H. Klaprotk 1806 f. 3. 8; J. 
¥.A. Gäiiling 1790 ffl.; S. F. Uermbsiädt 1791; 1800.4.8; 
*IF. Westrumb [st. 1819] 1785 ffl.; Tob. Lawiiz [st. 1804}; 
'J/fff/. H. Klaprotk [geb. 1743; st. 1817], einer der vor- 
loglichsten Analysten, 1795 ffl.; Ch. Wörterb. Berl. 1807 ffl- 
».Suppl. 9. 8; J. /: V. Jacjuin 1793; 1810. 2^ 8; *C. F. 
Hädehrandi [geb. 1764; at. 1816] 1794; 1799 ffl.; Ch. F. 
Mholz 1799 ffl.; AL iV. Scherer [geb. 1771; st. 1824], 
1800; J. Jac. Plenk 1800; 1807; J. Ä Trommidorf \%Q\ ffl.; 
C- W. G. Kästner 1807 ffl.; J. F. John 1808 ffl.; F. Siro- 
^eyer ISüg; Ferd. Wurzer 1816 ffl.; ^Leop. Gmelin 1818; 
1 1. Ruhland 1818; /. B. Bicbler 1792 und 1. «T. Dober^ 
^er 1816 ffl. Bearbeiter der Stochiometrie odcit der Mess- 
^nost ehem. Bestand theile; /. J. FrecMl 1817. 2. 8; *C. H. 
^Alf 1821; *E. Miticherlich 1829; E. L. Schubarih 1831 
La. a. — in Italien ü. Brugnatelli [st. 1818] u. A. — Jac. 
'«'. Wintert in Pesth [geb. 1731 ; st. 1809] machte auf Mäu- 
•« des Aiuiphl. Syst. aufmerksam und wollte die empirische 
'^ aaf immaterielle Principien zurück fuhren : Prolusiones in 
kerniam saec. XIX. P. 1800 ffl. 8; System der dualistischea 
hemie, dargestellt von /. Schmier. Berl. 1807. 2. 8. — Mit 
fassender Naturkunde und gründlicher mathemat. Bildung 
^^^^Ukommnete der rastlose scharfsinnig forschende Schwede 
«c. Berztlius die wissensch. Cb. und stellte s.^ immer allger 



296 Naturgeschichte. 

meinercn Eingang flndendo elektro- chemische* Theorie at 
Vorlesungen. Stockholm 1806 f. 2. 8; Lehrbuch 1808-, 181 
1820. 3. 8; t, v. C. Pafmsiädiy F. Wöiler u. C. A. ER 
1824 f. 

42. 

HL Das im Mittelalter Ternachlässigte Stadium der Ni 
turgeschichte \yurde Ton C Qetner wiederhergestell 
gleichzeitig leistete 6. Agricola der Mineralogie, später i 
Aldrovandi der Zoologie die erspriesslichsten Dienste; gt 
räume Zeit blieb *eg fast ausschliessliches Eigenthnm der di 
bey am meisten betheiligten Mediciner und die für diese vo 
züglich ergiebige Botanik fand die zahlreichsten Bearbeiti 
und gewann die beträchtlichsten Bereicherungen. Der Ym 
rath naturhistorischer Beobachtungen vermehrte sich dura 
Iteisen 1) und gemeinsame Bemühungen gelehrter G« 
Seilschaften (S. 286); Naturaliensammlnngen i 
wurden angelegt und beschrieben und vermittelst vieler, i 
neuerer Zeit durch Treue und Schönheit ausgez.eichneter AI 
bildutigen 3) wurde anschauliche Kenntniss erleichtert luH 
allgemeiner verbreitet und wuchs an Umfang, wie an Be 
fitimmiheit und Griindlichkett Gegen Ende des XVII u« 
seit Anfang des XVIII Jahrb. enthülleten SwawniterdaM 
Gretß, Malpighiy Heaumur^ Leetiwenheek u. A. vieles in 
Thierleben mit tiefer eindringendem Blicke; die ntikroskopi 
sehen Untersuchungen, reichhaltigen Entdeckungen, schärfe 
ren Beobachtungen, sinnreichen und glücklichen Versuche TeM 
vielföltigten sich mit jed^m Jahrzehnt ; die Erfahrungen wo' 
den, nach mehren Vorgängern, von Linni systematisch g^ 
ordnet und mit bestimmtem Knnstausdrucke bezeichnet, spä 
terhin genauer mit verwandten n. gedeihliches Fortschreitei 
fördernden Kenntnissen verbunden und zum Gegenstande wtf 
senschaftlicher Forschung, weklie aus sicher gestellten eiitfi 
neu Wahrnehmungen das allgemein gültige Gresetz zu find 
sucht, erhoben. Der überall rege Eifer für Erweiterung « 
vestere Begründung der NG. hat unermessltch reiche Ergeb^ 
nisse zu Tage gefördert u« verspricht den nächsten Geschlech' 
tern eine fortwährend herrlichere Emdte auf diesem frncht« 
baren und glücklich angebauten Felde des menschlichen E^ 
fahrungwissens; Linni kamite 300 Gattungen vieifBflsig^ 



Naturgeschichte. 297 

iere; jezt sind 6ber 700 bekannt; L. kannte 8000 Pflan- 
i; jezt sind über 40,000 bekannt; in Frankreichs Flüssen 
ren im XVIII Jahrh. 50 Fischarten bekannt, jezt 250; 
12 zählte Cuvier 1500 Fischarten ; jezt sind in dem Pariser 
beum deren 2500 vorhanden ; ein ähnliches Yerbükniss fin- 
{ in Ansehnng der Yügd , und in noch höherem Maasse 
y den Insekten nnd Würmern statt. — Die Ueberacht, 
Blich auf Zeitgränzen beschränkt, wird erleichtert durch 
bteibücher: PA, F. Gmelm [st. 1768] Onomatokgia, Uba 
B ffl. 7. 8; Jae.Chph Valmout de Bomare [geb. 1731 ; st. 
IT] Diet. 1769; 1791. 8. 4 u. 1&. 8; H. F. W. Mmrtini 
b 1778] 1773 ffl. 11. 8; Sonntut [geb. 1751; st. 1812], Ft- 
f, Vieai9i a. A. Diet noav. P. 1803. |0. 8; N. Dict. des 
CDces nat. P. 1816. 36. 8 m. K. 

1) Beilen c s. B. dmi wadreren ItYkikfaX^gink P.Bei^m [it«156S] io (Brie. 
dL) AtiM, Aegypte« : OlMernUloM de plu« lingolaritei. Per» 1553. 4 \ 
^ 1S55« S n. I. w.r i^eamk. Bawwtf [et, 15»6] ia Weetaeieii 157S; 
mMar^0f[%%^ 1044} in BraiiUeii 1040; /nt. PHt. am Tourmefrrt [lU 
^] in «rieelieiiieiid, Asien o. Afrä» 1700 A, ; Bmtlär.Kmmjifer [rt. 1716] 
iipu 1600 t; J. J. S9kmt€kaer [it. 1733] S^hwei«; /• S^ime [lU 
'^] Jmilcs lj6S7 fl. n. «. a. — WiiwnjMMUM fo^ueich wer die 
«Ügittit weiaTorbereite^er Beiiendem aee C Idnm^u (wfjL deiiea Diu. 
*iclie petigriMtorie. Upe, 1750. 4 v. Relee» In Schweden n. Lepplnnd 
ti A) Sehnin: C. TernMtrmm yiL 1745]; F, HtfMeifuiit [il. 1752] Iter 
tanmu stnekh. 1757. 6; P. l^ing [et 17^) Uer lli«a|iienin. St, 
^» 8 ; ßtm. MoUm4€r Diednni Snrinenienee 1765 f. Udnchr. •• Bi An- 
kidei roy.6 p.440eq.i P.,Foinisil> [it.. 1763] Arnhlen; /. J?. Faft 
t^ 1774] KaqiUnd; JP. ^n/m [el. 1770] Noc«. AmciiU . J. S^Umdmr [iL 
iq, ^. Spinrmßnn [nC. Ii820] Sad-AfrUn 1777 ; C. P. Z&»n6«r^ [geb* 
tt; it. 1898] Jepnn 1770 n. A. — JB. I^jratann [it. 1706] Sihiden 1768$ 
A h$ifm Unit. Aüien 1768 fl. ; ». PMMmt [il^ 17j06] Q«»e^ri|nnnien 
71 ffl. ^ Die iwexte G^o^che Reim 1772-75, nn, w^hef beide For* 
f OQd 4, ^iF^rrmnnn Theü nnlunen* -- Z'* i?« ä^.Snni^iire {iL 1700] 
^B 1770 6. ; J. CA. FnJfrMif Norwegen 1770 ; Fr. ie raiHani Siid-Afrikn 
^^'t Bmlth,Ha£g¥i0i Noiiiche Alpen 1785 ffl. o. Ke^pelhen 170O: N. 
» ^^0 [et. 1766] fitedn^en 1795 ; P. Bm$9^ AJeppo 1300; L, SpaUan^ 
M 8i«Uitt 1703.; H. F. himk Fostiignl 1708; A. Uektenaßeim Sfld-Afrikn 
^1 ^P* ft» Buth Norwegen nnjl Lnpplnnd 1,80& ffl.; Atue. v^MhmMdi 
ü-Amerika 1607 ffl. ; Mßfr^/iOUm T. Neowied 1820, /« ^ßjt [geb. 1781 ; 

im] 0, M^Hcf 1821 BreiiUMi 1821 o. v, A. 

2) Ueber Netaralieninmnilvngen: B0ekmamm Beylr. i. Geich. 
^rf* 2 S. 383 f. ; C. MAnn^f Diie. Initrnetio Muiel rernu nnL Vpi. 1753. 
^in Amoen. acad. 8 ; t. Lps. 1772^ 6 ; Anleit tn nmmeln Ton J, J. 12o- 
»* KOrich 1707. 8;^ fon G. Gfi ZMe. Jeon 1609. 6; ü, F. SeAmidt 



298 Naturgeschichte. 

Gotha 1818« F.; G. Woi/g. Knorr [it HOl] DelJcIa« nfttarae lelccl 
NUg i7C0; NA. 1778. 6 F. — Einige bedeotondere Kabinette: Brilt. 
seuni in London (A*. Qrew 1681. F); Wien {Ign* v« Born 1778; 171 
F.; A, Stütz nene Einrichtung 1703. 8); Dresden (Deicriptlon 1 
F.)*; Stockholm {C. Linn4 Mu: AdolphI Frld. 1754. F.]; Upiali 
P. TAuHberg Moi. 1787 f. 2.4); * Paris geft. 1635, unter Obera 
Ton Gi^ d$ la Brott0, dann Tourmefirii Dwerney o. A.» 1739 B\ 
(KetchreUmog \.G. Fiieher. Frkf. 1802 f. 3. 8; Deluze Hiitet dei 
.do Mui^um do Thiit. nat. P. 1823. 2. 8 m. K.; Annalei da Mm. 4< 
uat 1803 ffl. F.j Menagerie da Mai. par la Cepede^ Cuvier et Geo\ 
P. 1804. 2 F.)t Bern (F. Met'tner 1807 fl. 4), Moalrwa dai Demii 
•ehe (G. Fiicher M.1800.2.4); Berlin, Mfinehen, Braanathwel 
Catieli Carlirnhe, G^ttingea (J9/iMieji&«eA'8Sch&daIiaBUii.)| Jei 
Leiden. St. Peteriburg a. i. w. 

3> JPhii. de Uagno [at. 1625] fein radirte AbbUdaogen nemekl 
thier. Skelette, von dem Heaaen TAeoph, MoHtor verfertigt. — *Alb, 
[at. 1736] rer. nat. Theaaori deieriptio. Amat. 1734 fl. 4 F., Marc, Coli 
fit. 1749] 1731; 1754; Gge Bdwm-di [it. I77SJ 1743 ü.| 1758 ffl.; 
fon biet. nat. 1740 fl ; G» W. Knorr Delioiae u. a. w. ; Lapidei dili 
lestea. Nbg 1755 fl. 5 F, ; Vergnflgen der Aogen. N. 1757 fl. 3« 4; 
rei herb. N. 1770 f. 2 F.; /. Theod, KMn [at. 1750] 1744 fli.; G, 
[geb. 1751$ at. 1818] NatnralfaU Miaeell. 1780 flI. 12. 8; W. B. 
xoolog. Miaeell. 1814 fll. 8. 8. — Sängthlere: EUm» Bidimger 17S8 A 
Hefte F. n. 4; J. C9kn Dmn. Behreber [st. 1811] 1775 0. 64 H. 4; J"^ 
Church 1704 fll. 2. 4; G, Shaw 1800 fl. 8 F.; 1807. 11. 8: Pferd T 
d*AUon 1810 f. 2 F.; Affen v. ^J. B, Audebert 1800; Ooraag-Oolang *i 
Camper 1782 n. a. — V5gel: Corn^ Notumam* a. ^Ckn S^pf 1770 & 
F.; /. Laiham 1781. 7. 4; *Fr. /# FaiUant [at. 1824] 1706 fl. 4 
*Af. J?. Borkhauien n. A. tentaehe Ornithologie. Darmat. 1800 fll. 14 H. 
P. Oudart Galierie. P. 1820. 4 ; Colibrla n. Paradieavdgel Ton */• B 
debert 1802; *€. J. Tmminek Ree. de planohea d'olaeanz* P. 1820 fli 
hiat. dea pigeona et des gallinae^ea. Anaterd. 1818 fl. 8. 8 m.K. F.;'' 
P, Leiton olseanx monchea. P. 1828 f. 8. — Amphibien : de la Ce] 
1788. 2. 4; Frdache */• Botet v. Beten [at. 1750] 1758. F.; Krabben 
Krebae J. F. W. Herbtt [at. 1807] 1782 f. 8. 4; Sekildkrdten /. 
Se/<6>/[at. 1800] 1702. 4. — Flache: ^Mmre, BHeter Bheh [ft. 1 
teotflche 1782. 8. 4; analand. 1785 IB. 0. 4; ife la C^de 1708. 5,4. 
Inaekten */• Swammerdamm [at. 1680] Biblia natnrae ed. H, Boiri 
Leid. 1787 f. B F.; F, D. Beaumur. P. 1704.. 4. 4; Maria Sa. Mer 
J[at. 1717} 1705 ; 1730 F. ; *^. /. Bäteiv, R. u. CA» K C. KSeemant [< 
1780] 1740 fll. 4. 4| "C. de Geer [at. 1778] 1752. 8. 4; *a Gieret V^ 
4 ; C/i. Sepp 1762. F. ; C. G» Jablentiy [at. 1787] n. J. F. W, HtA 
Schmetterlinge 1788 fll. 10. %i Inaekten 1785 fll. 11« 8; A oagefl. 
1707 f. 4. H. 4 ; J. A. SeopoU 17^. F.; Joe. SHtrm 1701 fl.; U05 <• 
G. KT. F. Panzer 1705 fll. 100 H. 12; Motet Harrit i'aurcliea V^i 
1778; 1704. F.; Expoaition of engUah InaecU 1776; 1782. 4; Bh- h 
Chph Etper [et. 1810] Enrop. SchmetterliBge 1777 fiL 84 H. 4; api)«"' 



Naturgeschichte. 299 

lu 1785 ffl. 16 H. 4; J. EuM. Voei Coltoptera. Nbg 1785 ffl. 5. 4; J. 
Herold Entwlckelung d. Schm. 1815. 4; Spinnen "^G. R. TreviranuB 
t. 4 u. V. a. — Würmer; Molloiken Cuvier 1817. 4; Pflanxenthfere 
tr 1788 fl, 5. 4; Konehylien F. Ä W. Martini [it. 1778] u. J. Hier. 
mUtzer [it. 1800] 1769 ffl. 12. 4; J. 5. Sehroiar [it 1808] 1781; TÄ. 
I. Lond. 1784- 4 F. — Pfflan««!: Maiihioi if« Lobei [»t 1616] 

planUrom. Antwerp. 1576. F.; Den. Dodari. P. 1676. F.; Elist, 
^eU [rt. 1739] Herbai. Lond. 1717. 2 F. ; ♦Ut. u. t. Nbg 1757 ffl. 
f.; •>;/. v.Jaeguin ftirp. americ. 1762. F.; In Martinique, Jamaika, 
iId^o (17801) F.; Obiervatt. 1764. F.; Hortnt bot. Vindob. 1770 fl. 3 

Flora anttriaca 1778 fl. 5 F.; leonea piant. i«r. 1781 f. 3 F.; PI. 
IwrU Schdnbronnentli 1797 fll. 4 F. ; Frag«ent» b. 1800 ffl. 6 H. F. 
I. 1.; */. S. Kemer 1782 ffl.; bortna icmper vireni, Stuttg. 1790 ffl. 
U raiiin 1803 fl. F.; lea m^loni 1811. F. n. m. a.; J. Hedwig [tU 
9] Theoria generat. pl. cryptog. 1798. 4 ; Mooic 1782. 2. 4 ; 1801. 2. 
1787. 4 F a. i. w.; CA, Sehkuhr [st. 1811] 1801 ü.i*H. C. Andrewu 
biUory. Lond. 1797 ffl. 10. 4; J. Kopt Flora BaUva. Amt. 1802 fl. 2 
Ailmer Bonrks Lambert genna pinns. Lond. 1803. F.; J» JuL LahiUar^ 
rciioyae HoUandiao pl. rar. Paria 1804 fl. 2. 4; Aim^ B^npland Mal- 
inn 1817. F. ; ond C. S. Kunth Sfld-Amerika 1807 ffl.; /. Lindley Col- 
biea b. Lond. 1821 fl. F« n. genera et ipeciea of Orcbideoas plante. L. 
ÖL F.; Z. Reiehenhaeh Hortoa b. Lp«. 1824 f. 4 n. a. w.;* Spix u. 
^ki Palraae Braiill 1828 f. ; J.Em. Pohl Flora Bralil. 1827 f. ; C. Fr. 
m Flora Javae 1829 f.; M. IVaUieh Plantae Aaiat. rar. 1830 f. n« lehr 
»* *• Darcli kritiiche Aegeata ieonologica bist. nat. wflrde einem drin- 
ida Bedfirfniaie nnd dem Stadium der N6. ein weaentUeher Dienst ge- 
ltet werden. 

I Die systematische Natargeschichte begründete der durch, 
tortige gelehrte Yielthätigkeit unsterbliche Cont* Qesner 
Zärich [geb. 1516; st. d. 13 Dec 1565], unermiidet im 
heben und Sammeln aus Vorarbeiten , auf Reisen , durch 
iefwechse], sorgsam und glücklich im Beobachten, treu und 
naa im Beschreiben, Urheber einer angemessenen Kunst« 
räche: Historiae animalium L.y. Z. 1551 ffl. (Frkf. 1603 fl.) 
F.; tentsch. Z. 1557 fl. 3 F.; Icones. Z. 1553 fl. 3 F.; de 
tior. herbis. Z. 1555. 4; opp. bot. cur. C Ciph Schmiedeh 
bg 1753 ffl. 2 F.; de omni fossilium gencre. Z. 1565. 8 ; vgl. 
fa p. J, Simler. Zur. 1566. 4; oben S. 42. — Gleichzeitig 
regten des Brittischen Arztes Ed. Wotton [st. 1555] Fleiss 
^ Scharfsinn in Beobachtung der Thierwelt verdiente Auf« 
erksamkeit: de differentiis animalium. Paris 1552. F. — 
W# Aldrovandi a. Bologna [geb. 1522; st. 1605] scheute 
<i(ier Miihe noch Kostenaufwand in Erforschung der Natur 
Qd er\iarb sich durch fleissiges.Sammlen früherer Nachrich* 



300 Naturgesehidite. 

un, genaue Beobachtung und Unteriuchung, sorgfältige H 

atellungen und Abbildungen grosses Verdienst, besonders 

Ornithologie: Ornitbol. LI. XIL Bologna i&99 ffi. (Frkf.li{ 

ffl.) 3 F,; de inseetis LI. VIL B, 1602 CFrkf. 1618) F.; 

ittollibus tettaceis el zoophytis LI. IV. B. 1606 (Ffkf. 16 

Dieses grosse Unternehmen einer allgem. Naturbeschr. 

unter A'u Namen, zum Tbeil mit Benutzung s. litt. N 

•es, fortgesetzt ron /• Cor». UUr^frio^ Th. Dempiter^ 

Ambroiino u. Ovid. Manialbano: de auimantibus oxsaiu 

B. 1606. (Frkf. 1618) F.; de pisdbus. B. 1613 (Frkf. 1629J 

de ^uadrupedibus soBdiped. B. 1616 (Frkf. 1623) F.; de 

drup. bisulcis. B. 1621. (Frkf. 1647) F.; de qaadruped. 

tatis. B. 1637. F.; serpentum bist. B. 1640. F.; Monstroi 

bist. B« 1642. F.; Mn^mm metalUoum. B. 1648. F.; Ded 

logiae L. IL B. 166» (Frkf. 1671) F.; vgl G. Fmiuzzil 

morie della vita di U. A. B. 1774. 8. — Ferrmnte Impet 

dell'istoria nat L. XXVIIL Ncap. 1599 F. mit Hlzsd 

verm. Vened. 1672. F. ; lat. Lpz. 1695. 4. — John Bau (^^ 

a. Blacknotley in Esse^c [geb. 1628; st. 1705] ordnete 

■ämmtUeben Natitf allen systeniatiscb : Catal. plant. Ai^A 

Lond. 1670. 8; Synopsis metb. quadrupedam etserpent!»^ 

ncris. L. 1693. 8; Syn. m. avium et piscium. L. 1713.2. 

Meth. insectorum. L. 1705. 8; Hist. insect. L. 1716.4; 

drey lezten Werke gab der Pbysiko-Theolog IT. DerhaB 

1735] heraus ; wahrscheinlich hatte jR. auch AntheO an 

WilhinB System der Mineralogie L. 1668. F. — Der Mo 

nese Mt. Vallünieri [geb. 1661; st 1730] macht sich 

sorgsamer Beobachter, besonders der Insekten bemerkt 

Opp. Venedig 1733. 3 F. vgl. Fahronii ritae 7 p. 9 sq 

iac. Theod. Klein in Danzig [geb. 1685; st. d. 27 Febr. 175 

ein scharfblickender u. nicht wenig Neues entdeckender B< 

achter und treuer Beschreiber, behielt die Raysche Anordo 

roeiBt bey, in schärferer Bestimmung derselben, und io V 

Änderung des Kunstausdruckes weder hell noch genug 

und versuchte vergeblich sie gegen LinnS zu behaupten: ( 

drupednm dispositio. Lpz. 1751. 4; bist, avium prodro« 

Liibeck 1750. 4; stemmata avium. Lpz. 1759. 4; ova avio 

Lpz. 1766. 4; bist piscium. Danz. 1740 fl. 5 Th. 4 (Icbikj 

logia acc J.Jul. Walbmsm Ichthyol. Kleinii enodata. LpzJÄ 

4); Tentamen herpetologiae. Leiden 1755. 4; descriptiooef t 



Naturgeschichte. 301 

rum marin, Oainz. 1731 (1773)4; dUposlüo ecbinoderma- 
D. 1734; *Lf%. 1778. 4; Tent. roethodi ostracologicae« 
« 1753. 4; spee. descript petrefactor. Gedan* Nbg 1770« 
e lapidibas maorooosiiiL Petergh. 1758 fl. 4 ; v; AbhandU ; 
Ch. Sendet Lobrode« D. 1759. 4 u, in Abb. der D. Na* 
Gesellsch. 1. 1773; N. acta erad. 1772 p. 567 aqq.; Com- 
l de reb. in scient. nat. gmiL 8 p« 361 sqq. — >- Joh» ÜÜl 
uiTlT; sL 1775], ein abentbeuerliQher Vidyschreiber, otu 
entlich in Betamki geflunden Blidc liearktaidend und eo- 
I in einzelnen Beobaohtnngeni als in Schilderungen nicht 
) eigenthümliches Verdienst; Gen« natural history, Lond. 
[ ifl. (1773) 3 F. m. ill. K.; Essays on nat. bist« L. 1752. 
Ihe sleep of piants. L. 1757. 8; v« bot. Sehr« — Carl 
ne a. Raslmlt in Smaland [geb. d. || Mf<y 1707; st. d. 10 
^1778], gebildet auf der Schule in Wexiö [1717] und auf 
Univ. Lund [1727], Prof. d. Med. in Upsala [1741], von 
iester Jngend an der Naturfersehung, besonders der'Bota« 
, u. UDter allen noch so druckenden VeihlÜtntssen mit be- 
rlich trener Liebe hingegeben, reifer gebildet durch Bei- 
im Auslände [1734—1738] und iq der Heimath [1732], 
geisterte s. Si&üler zu forschender Selbstthfttigkrit u. regte 
Europa einen fast beyspiellos fruchtbaren Wetteifer im An-^ 
I der NG. an. Wenn aneh der Tadel nicht ungegründet 
^ dass er Aensserliehkeiten zu einseitig ins Auge ge£asst 
iTielleicfat im Spiden damit sich gefaUen« einmal lieb ge» 
rdene Theorien u. Hypothesen steifsinnig vestgefaalten und, 
) Einzelne meinten, einen Dictatorton sich erlaubt habe; so 
»nnet doch die gerechte Nachwelt, ohne auf des Meister« 
orte zu schfvören, einstimmig s. seltenes und in nachhaltt« 
\ Wirkungen sichtbares Verdienst an. Er, der uneriuüdet 
Itige u. aanrolle Begistrater der Natur, bmchie Licht u. 
dnang in das Studium der NG. und gab ihm systemat* Ein-« 
^fasste die unterscheidenden Merkmale scharf, mmst tref« 
id auf, bestfarieb bestimmt a. einfach in körniger Gedrängt« 
tt und führte die fortan beybehaltene . Kanstc^aehe ein. 
it Ausnidime der Mineralogie, behaupten sich s^ne Ciassi- 
l&tionen der Naturreiche fortwShrend; mehre Tbeüe der 
^<^gie, Torzn^hch Botanik, sra deren phHosophischer Be- 
tndlang er [1736] die Bahn brach , verdanken ihm grosse 
^feichemngen und die viden gewinnvoHmi Erwerbungen der 



302 ' Naturgeseliichte« 

neueren^ Zeit fodern xu immer neuer Dankbarkeit gegen dai 

auf, was ef geleistet vu voibereitet hat: Systema Batarae. 

Leid. 1735. IV B.F.; Stockfa. 1740.8; Ed. XIL St. 1763.3. 

8 ; Ed. XUI cur. J. F. Qmelin (Synkretismus aus Büchern, 

nicht nach der Natur) Lps. 1788 fH. 10. 8; t. Nbg 1773 ffl. 

m. Forts. 11. 8; engl. Lond. 1806. 7. 8; animalinm specierani 

disporitio. Leid. 1759. 8; Fauna Suedca. St. 1746; 1761. 8| 

Entomologia cur. C. de Villen. Lyon 1789. 4. 8; Diss. d« 

nuptiis arbor. Ups. 1732. 4; disquis. de sexu plantarom. P0» 

tersb. 1760# 4 u. in N. Coram. acad. Petrop. 7; EngL 17S<i|{ 

franzos. im Journ. Encydop. 1788; Fundamente botanicaiä 

Amst. 1736. 12; Stockh. 1740. 8; cur. J. E. Gilibert. Geoi 

1786 f. 3.8; Genera (935) plant. Leid. 1737; (1021) St. 1742| 

Ed. V (1105) Lund 1754; Ed. VI (1239) St. 1764. 8 n. marii 

tissa 1767 ffl. 3. 8; Ed. YlII cur. J. Ch. D. Sehreber. FrU 

« 1789. 2. 8; Philosophia bot. St 1751; Ed. IV cur. C. Sprei 

gel. Halle 1809. 8; ^Species plant. St. 1753; 1762. 2. 8; Ei 

IV cur. C. L. WilldenwD. Berl. 1797 ffl. 9. 8; Hertas Clil 

fortianas. Amsterd. 1737. F.; Flora suecica (1140) Leid. 17451 

Ed. n (1296) St. 1755. 8; Flora Lapponica c. n. J. E. Smiih 

Lond. 17924 8; Lachesis Läpp. v. dems. herausg. Lond. 1811 

2. 8; Syst. plantarum cur. J. J. Reiehard. Frkf. 1779 f. 4. %- 

t. Nbg 1777 ffl. 14. 8; Syst. vegetabilium Ed. XV. Gott 

1797. 8; Ed. XVI cur. C. Sprengel 6. 1825 f., sehr ven 

mehrt, in Diagnosen vervollständigt, aber ohne Nachweisunf 

der Abbildungen u. Beschreibungen 5 c. additam. J. •/• Roemer 

et /. A. Schultet. Stottg. 1817 ffl. 6. 8; v. a.; Amoenitattf 

acad. St. 1748 fl. 7. 8; Ed. H eniend. J. Ch. D. Sehreb^ 

Erlang. 1785 ffl. 10. 8; vgl. Egenhftndige Antekninger (hei 

ausg. V. A. Afz€liu$). Stockholm 4; t. v. C. Lappe. Be4 

1826. 8; Leben v. H. Siover. Hamb. 1792. 2. 8; Hob. M 

ieney [st. 1801] view of the writings of L. Lond. 1781 ; Ed.l 

by W. 0. Maion 1805. 4; franz. v. M. L. A. Miliin. Pal 

1789. 8. — J. G. Walleriui [st. 1785], J. D. ßenso [i 

1795], J. Ptiettleyy AI. Volia u. /. F. Widenmann [st. 17! 

schlugen ohne Erfolg Vervielfältigung der Naturreiche mit d( 

Wasser-, Feuer-, Luft- und Atmosphärenreidie vor.. — Bnß^ 

fon (3 S. 266) versdimähete die Fesseln eines buchstablid» 

todten Systems zu tragen und fasste die Natur in eigenthfimi 

liehen philosophisch ästhetischen Ansichten auf, oft zu nachl 



Naturgeschichte. 303 

»big gegen Phantasie and ledneriichen Wohlklang; »• ße- 
ireibongen, bey welchen er von dem besonnenen L. X Ma^ 
\ Daubenion [st 1799]. unterstützt wurde, sind malerisch 
itrefflich, wenn ein Naturexemplar zu Grande liegt; die 
igt glänzendwitzigen hypothetischen Erklärnngversuche be- 
rfen luridscher Vorsicht und erscheinen bey strengerer Prä- 
lg oft unhaltbar: Hist« nat« gen. P. 1749 ffl. 44. 4 ein- 
diessl. d. Forts, von Monibeillard u. de la CSpide; 1752 
i90. 12; nouv. Ed. f. Sonnini m. Forts. P« 1798 ffl. 127. 8 
I.W.; '^'Span. r. J. Clmyo y Faxardo. Madr. 1791 fl. 16.8; 
9. Martini o. m. a. BerL u. Lpz. 1771 ffl. 85. 8. — S. Zog. 
f und Gehülfe Bern. Germ. Et. de la VUle-sar-UIon Gr. 
Laeipkde a; Agen [geb. 1756; st. 1825] förderte die Na- 
nrissenschaften in ihrem ganzen Umfange mit beyspiello- 
A Fleisse uod masterhafter Anstrengung : Hist. nat. des qua- 
Ifedes ovipares 1788, des reptiles 1789, poissons 1803, ce* 
lies 1804 u» v. a. — Aach J. B. Bobinet (1766), S. Pierre 
&252), Bounei (1782 fl.) u. A. behielten, mit Verwerfung 
r systematischen Eintheilung, den Grundsatz der Continui- 
tbey. — P. Marie Aug. Brou$ionet [geb. 1761; st. 1807], 
dthätig für Naturgeschichte, erkannte £rtn«e*a Verdienst 
)lbtandig an. — Für Erweiterung, Bereicherung, gründliche 
crvoUkommnung der NG. wurde viel geleistet von dem für 
az Europa wirksamen Joi. Banks in London [geb. 1749; 
1 1820] durch Reisen und Briefwechsel ; PeL Camper [geb. 
32; St. 1789]: Oeuvres. Paris 1803 fl. 3. 8 m. K. F.; J. 
< Fortter [geb. 1729; st 1798] : N. spec. insect. 1771 ; eha- 
lt gen. plant 1776; Indische Zoologie 1781 , Bemerkungen 
S3; Enchiridioa 1788 u. s. w.; s. S. 6g (3 S. 414); P. S. 
Mai [geb. 1741; st 1811] mannigfache lehrreiche Bey träge 
ff Zoologie, Botanik und Gebirgskunde im Russ. R. s. 1766; 
px. Spallanzani [st. 1799] Opuscoli 1785 u. s. w. ü. v. a. 
fZni Philosophie über NG. brach der Britte Steph» Halee 
pb. 1677; St. 1761], ein scharfinoniger und vielseitig ver- 
bDter Beobachter, mit seiner Statik der Gewächse [1727] 
id der Thiere [1733], besonders des Blutes, die Bahn : franz. 
' ^aud de la Fond 1779. 2. 85 vgl. Eloge in M£m. de 
^ de Paris 1762. — Die geachteten Betrachtungen W. SmeU 
^'s [st. 1795] 1789. 4; t 1791. 2. 8 wurden durch des tie- 
^^ und reicheren JEn Darwin (3 S. 296) Zoonomie 1794. 



304 Naturgeschichte. Zoologie. 

8. 4 oft; t. von /. 1>. Brnmiü 1795 fiL 5. 8 weit fibemi 
fen; und teatseho Dettkor, &• R. IrtfoiitanMit ScielUng^ Wi 
. düehmmnn , OAem , AL v. Bum^&ldi n. v. a. behaopten 
Nationalnihm der Meisterschaft^ in wissenschaftlicher Fonehi 
und in glackUcber Entrftthselong oder Ahnung der geh 
ren Gesetce des Naturlebens« YgL überhaupt C io. Baer l 
Worte Aber den jetzigen Zustand der Naturgeschichte, 
nigsb. 1821. 4. — Unter den vielen tencschen Lehr- u.Hi 
büchern haben ausgebreitete Wirksamkeit gefunden oder k 
neu eine solche in Anspruch nehmen die von /• Ck. Pel. & 
hhen 1767; Ausg. lY. 1791; J. A. Scopoli [st* 1788] \t 
V. F. Bhmenbach 1779; A. XIL 1831; /. B. Fonter \1 
A. J. 6. C. Baitci [geb. 1763; st. 1802] 1787 £L 1801; 
P. Funke [st. 1807] NG. u. Technologie. Braunschw. 17 
A. V. 1805. 3. 8; J. M. Beehstei» [geb. 1757; st 1 
Hdb. 1792 ffl. 4. 8 ; N6. Teutschlands 1789 ffl. ; 1801. i 
*0. JET. Sekf^eri Hdb. Nbg 1817 ffl.; A. VI. 1831. 4. 8$ 
8. Voigt Grundzuge 1817; * System 1823.8; *L. Oken i 
J. B. WiUrand 1829 u. m. a. •-- Nicht ohne Yerdieost 
Gemeinnüuigkeit shid: J. H. JÜp/üiaM YolksXG. 1795 
8; 6. T. Wilkeim [st. 1811] Unterhaltungea aus d.i^ 
1792 fl.; 1800 fl. 12. 8 u. U. fiber d. Menschen 1804 fl. 3* 
u. m* a» 

Andeutungen über einzelne Tl^üe der NG. 

A. Zoologie fand nach Geiner und Aidrevandi 
als fleissigen Sammler achtbaren Bearbeiter an Jok J^lm 
[st 1675) Frkf. 1650 ffl. 3 F. m. K.; NA« KMugäcA Tb 
animalinm. Amst. 1718. 2 F. m. K. — Baf 1693 und /ifi 
1731 ordneten die Thiere nadi den Herzkamaieta nni 
vierfSssigen aaoh Hufen oder Zehen; genauer und ei 
fender i«t Linwf^ Eiatheilang nach dem Blute , mit 
sehen Untersckeidungmerkmalen der untergeordneten hs^ 
1759. — MaonigAdtige Bereickerufigen gewann sie d 
Klein^ Pattui^ Th. Bemmmij den Besdireiber der britt 
h>gie 1768 ffl., J. ü. Fbreier; O. F. Müller [st. 1784], 
anch Botanik und Wfirmerkmide Tiel verdanken: Zoobj 
Danica. Kopenh. 1777 f.; 1788 fl. 4 F. m. K) J. Herrn 
in Strasburg [st. 1800] Tabulae affinitat 1783. 4; ebien 
1804. 4; Blumenbaci: CL B. W. Wiedemamn [st. 1S12 



Zoologie* 305 

rchiv 1800 ffl. 4. 8; Fei. Vieq. d'Azgr [«t 1794]: Oeuvres 
ibl. p. i. L. Moreau de la Sartbe. P» 1805. 6. 8 K* 4; J. 
P. A. Lamarck Philosophie zoolog. P. 1809» 2. 8; hist. 
B animaax sans vertöbres. 1815. 5. 8; Qge Cuvier rigne 
imal. P. 1817« 4. 8 a. A. — Za den besseren, znm Theil 
jgebnisse eigenthümlicher Forschung oder Wahrnehmungen 
Ihaltenden Handbuchern gehören: iV/6. Le$he. U 1779; G. 
; Borowski [hu 1801] n. Herbit. BerL 1780 f9L 10. 8 m. 
LE.; Gg 4f SucAaw [st. 1813] 1797 ffl. 4. 8; F. Tiede^ 
m 1808 ffl. 5. 8 ; L. Oken 1815. 2. 8; /. Bpt. Fiicher Syn- 

Pmammalinm 1820 u. a. — Die tiefer eindringende Un- 
chung der Eigenthümlichkeiten der Tbierwelt hing von 
in Fortschreiten der Zootomie und vergleichenden Ana^ 
Ue ab. Die ersten Schritte dasu geschahen von Volcher 
)iiter a. Groningen [geb. 1534; st. 1600] 1573; M. Aur. 
^BertAo [sL 1656] Zootomia Democritea. Nbg 1645. 4; Ger. 
her {st. 1682]; J. CollinM 1685; und M. B. Valentin [st. 
It9] Amphith. zootom. Frkf. 1720. F. Nicht unbedeutende 
trTollkommnung wurde ihr zu Theil durch die' Britten J. 
"n^lai 1775 und AI. Monro 1783; die beträchtlichsten Be- 
Uieningen und eine immer reifere Gestaltung verdanket sie 
iarta Frmnc. Xav. Bichat [st. 1802] s. 1771; *P. Camper 
1781 vgl. J. Mulder de meritis P. C. in anatomiam com« 
ttatam. Groningen 1808. 4; *£r. Cuvier Lebens d'anat. comp. 
ibl. p. C. Dumiril. P. 1800 ffl. 5. 8 m. K.; t. v. F. Meckel 
09 i&.; Blumenlach Hdb. 1804; Ev. Home lectures. Lond. 
^4. 2. 4 m. K.; 8t. L. Geojffroy philos. anat. 1818; C.J. 
irsi 1818; J. F. Meckel System 1821 fL; Ducrotay de 
hinväle 1822 f.; Beyträge von AI. v. Humboldt 1806 u. 
Ül, L. Oken u. D. G. Kiefer 1806, «L. R. Bojanus 1819 
m. a. — Um die zoolog. Physiologie haben sich unter 
Mieren Verdienste erworben Marc. Malpighi [st. 1694] opp. 
K6- 2 F.; opp. posth. 1697; Yened. 1743. F.; St. Haies; 
U. Wiytt [st. 1766], die Lehre von d. thier. Bewegung 
«rtemd 1751; H. S. Beimarui über die Triebe der Thier e 
^60 ffi.; Blumenbach y den Bildungtrieb nachweisend 1781; 
• l Barthez [st. 1806] 1774; St. L. Ueoffroy 1778; Spat- 
^^ani, F. Fontana^ M. Busconi u. s. w. ; Lamarck^ AU v. 
kmioMr, Treviranusy C. J. Carus u. v. a. — a) Säugthiere: 
ifly, Klein, BiißTon; Pallai 1778 f.; E. A. W. Zimmer^ 

Wachlcr HB. d. Litt Geitj/i. IV. 20 



306 Zoologie. 



I 



mann Geogr. Geiich« i77S fit 8. 8; Blumenbach 1787 u. •• w. 
— b) Vögel: F. Wilhughhy [st. 1672]; */. h. Frisch [geh, 
1666; Bt. 1743] teutiche 1734. 2 F.; *Matth. Jac. BHnon [it 
1806] 1760. 6. 4; J. CA. Schaffet [ü. 1790] elementa 1774; 
Museum 1789; BLMerrem 1784 ffl«; Sparmann 1786; /. La*! 
//mm 1781 iA. mit Ind. 8. 4; teuttch von i. Jf. Bechetit 
1792 fl. 3. 8; i^V. Levaillant bestimmte die Ornithotogie mi 
dem Gesammteindruck der Lebensart nnd der Sitten^ über4 
Berubrungpuncte vesthaltend: Hist. nat. des ois. d*Afriqa^ 
P. 1796 ffl. 6 F.; ois. des paradis 1803. 3 F.; dei perroqu 
1803. 2.4; ois. de rAm^riqne 1804. F.; teutsche V. r. J 
Naumann [geb. 1744; st. 1826] 1798 ffl. 4. 8; v. Bor Ah 
$en u. A« 1800; Taschenb. v. Bechrtein 1802; Paraguay /i 
de Azara 1802. 8. 4; Amerika AL Wihon. Philadelph. 1 
ffl. 9 Th. F. u. V. a.; 0. /. Temmtneh manud 181f. 8 n. 

c) Amphibien: Linni; de laCipMe; J. Q. Schneider [, 

1752; St. 1822] Schildkröte 1783; Physiologie 1790; G 
1799; X A 8c%/ [st. 1800] Schildkröte 1792 it.; F. 
Daudin 1802 ffl. 8. 8; F. Tiedemann Krokodil 1817; 
Merrem System 1820; Beytr. 1790 u. a. — d) Fische: 8 
V. Schönevelde [st. 1616] Ichtyol. 1624. 4; *Pet. Artedi [tL 
1735] Ichtyologia ed. C. LinnS. Leid. 1738.8; Ed. II em.« 
J. J. Walbaum \pt. 1799] Greifiiw. 1788 f. 3. 4; systema ei 
I. G. Schneider 1801. 8; AI Monn 1789; * Bloch 1782 £; 
*Cuvier u. Valencienne$ 1829 f. — e) Insekten: Fr, BediM 
^694] Vipern 1664; Experimenta circa generat. ini. Anufi 
1671. 12; /. Sufommerdamm i JB. A» F. de Riaumur [st. 175 
Mim. P. 1734. 6. 4 m. K«; Ch. Bonnet 1745 ffl.; RSeel 1741 
de Qeer 1752| J. H. Sulzer 1761 fl.; V. Ch. SchUffer 
ffl.; /. C. Jt\iesili [st. 1786] 1775 ffl. V. Ch. Fabriciui [gdH 
1742; St. 1808] ordnete das Entomologische System nacbdii| 
Fressspitzen und bereicherte es mit vielen trefflichen BeoM 
achtungen : systema entom. 1775 ; emend. et auot. c. suppl. 4| 
indd. 1792 ffl. 6. 8 u. v. a.; C. G. JMomhy 1785 fil.; J.l 
Römer 1789 f.; *P. A. Latreille berficksichtigte alle Haiip^ 
thtBÜe des Cörpers u« ordnete Gruppen nach dem, was ihDei 
gemeinsam ist : Genera crustac. et ins. P. 1806 ffl. 4. 8 m. K.; 
Salamander 1800. 8; Ameisen 1802. S; J. L. Ch. Oraeep 
hont 1800 ffl.; /. W. Dalman 1823; Magazine von C. IIH' 
ger [st. 1813] 1802 ffl. 6. 8 und C F. Germar 1814 ffl 



Zoölpgie. Botanik. 307 

RK Kirby n. W. Spencer introd. to Ent. Lond. 1815. 3. 8; 
[lassische Pallai 1781 ffl.; Teatsiche 6. JFg. F. Panzer 1793 
S. ; BeTision 1805 f. 2. 8 $ Ligarische Mao;. Spt'nola 1806 L 
2 F.; Spinnen M. Lüter 1678; Treviranui 1812; Ameisen 
»P. /f«Äer 1810 u. m. - /> Würmer: 0. F. Müllen [st. 
1784] bist. 1773. 2. 4; J. ^. B. Götze [st. 1793] 1782 ffl.; 
VIollusken Cuvier 1817; */. B. L. ^Audebrard de FSrunac 
1819 ffl.; Eingeweidewürmer Göize; E. A. Rudolphi 1793 f.; 
Konchjlien M. LUtet 1685 m. K.; NA. m. Reg. Qxf. 1770 
F.; Klein j Linni; Martini 1769; J. S. Schroter 1783 f.; 
iMianzenthiere Pallat 1766; 1787 f.; Polypen Abr. Trembley 
[st. 1784] n. P. Lyonnet [st. 1789] 1744 ffl.; Infusionth. H. 
A. Wrüberg [»t. 1808] 1763; Akalephen Fr. Eschickoltz 
1829 Q. A. 

B. Botanik wnrde seit dem XVI Jahrh. eifriger als die 
Ibrigen Theile der N6. angebaut; aur Vervollkommnung die* 
IBs Stadiums trugen besonders bey die vervielfkitigten Boti^ 
tischen Gärten^), die Herbaria viva^ unter denen in neu- 
erer Zeit das Linnische^ J. E. SmitVs in London Eigenthum, 
nns der berahmtestefa ist, im XVIII Jahrh. die Sammlungen 
\on Floren 3) einzelner Gegenden und Länder und die Ent- 
stehung bot. Zeitschriften^). 

1^ Vgl. C Linni korti cuUara «cad. Upil 1754 und in Amoen. sesd. T« 4. 
* Padua 15)3; Bologna I54r; Zfirich, darch C. GetneTj 1500. — Letden 
f$77 Tgl. H. BöerAtne eaC. 1710. S; 17^. 4. «— Montpdiier 150S ange- 
cgt ▼• RieAer de Beltövai. -* St. WIllMd itey EUhuOAt; v^. Bai. [tt. 
1629] «• Hier. Be9i0r [wU 10S2] Hortaa Byitetfontia (Nbg) *i(tl8; 164Ö; 
1750 F. ~ Kew 1612 vgl. «IT. 7. AUon h. Keweaa. 17S0. F.; Epitome 
1814. 8. — Parii 1620 gegrandet dorch Guy de la Brette [it. 1641]. — 
Utorf 1626«— Jena 1631 vgl. Battch Cat 1705. — Upiala 1657 i. C. Unne 
»f. Stotfktu 1748. S. — R^ Meriten hortui fileithiii. Loäd. 1669. S. — 
Slielae» 1073. ^ Berlla 1715 ; vgl. C. L* WMtnme emtmend. pl. 1601>. ^. 8 ; 
imrt. B. 1810 f. 8 H. F. — Gdltlngta 1780. — J. J. miUMm hott. jKttloi« 
■eiiaia. Load. 1732; Leid. 1774. 2. F. -^ C« /^«« h. Glifforliaaai. Leid. 
1737. F. — Wien i. S* J'. v. Jaeg^in oben S. 299. — Herrenhanien J. Cp* 
Wendland 1798 fl. F. <— Malmaiion Fentenat 1804. 2. F.; j4. Benp/and 
r817. F. — R^genibnrg /l, Ä J^rop^e 1808. — Halle C. Bpteng^t 1^10. — 
I. T. a. Adlv anf Univeriifftten^ tb«il»,T. Privafperi. 

3) N«r einige der allgenetaereu : Bnri^a J4 J. BSmer lg/Üb» 1793 { K. 
1819] Nbg t;97 fl. 1 4 H. 8 ; G»bert. hjwt 1806. 3. 8^ ^ FoHagal F. AeeÜ. 
freiere. Liib. 1804.2. 4; i^J. Pbytograpbi|i leleeUor. L. 1816. F.; Or. Heff- 
mautegg n. Linh Berlin 1800. F. — Spanien ji, J, Cavaniltet 1700 ffl* 6 F. 
- Frankreich N, Buiiidrd [geb. 1742 ; it 1703] Flora Parfi 1776 f. 6. 8 a* 

20 • 



•' 



308 

H«rbler d« Ift Fnace. 1780 f. 12 F. ; J. B. de Lanuareh 1805. 5. 8; A. P, 
Veeandolle 1805» 4. 8 ; LoiieUur De$hmgeamp9 1806 f. 3. 8; abr^g^^e 1819. 
2« 8; Psris 8eb. raiUani. Leiden 1727. F. — Piemont C. >l/»ral 1785. 8 F.; 
Neapel M. Tenore 1810. F. — Behwels A. v. JMIer 1708. 2 F* — Tenlidt. 
Und A. W, Roth 1788111.; G. JP. Hoffmann 1700 II. $ /. Blmrm 17fM>; »A 
A. Bchrader 1800; die meiiten Provinsen, noeli viele eüwelae Stidle hai»» 
ihre, xum Tlieil rortrefflidM Floren. — Niederlande J. KopB 1802. 2 F. - 
England J. Ed. Smith 1803 ffl. F.; London W. CuttiB 1777 t 2 F.; C 
Hookor Paradlane fjond. 1807. 2. 4; Pomona L. 1814 fl. 4; G: Brookthm 
Fomona Brit. 1817. 2. 4. — Dänemark G^. CA. O«<l0r^ O. F. üfö^fer, Jlf. FoA^ . 
X. IT. Homemann. Kopenlu 1701 ffl. 8 F. » Rnaaland JnrOvf 1784 f.-i 
Ungern F. ^if. Graf Waidiioin Wartenberg [geb. 1750; at» 1823] 1802 cl 
8 F. — Griechenland J. Sibtharp* Lond. 1807. 8 F. — ' Aaien ; J. CommelftA 
hortaa malabaricof . Amat. 1670. F. ; G, Eb, Rumph Herbarinm Amboineafc; 
Amat. 175a 7 F.; NenboUand Labülardihre. P. 1804, 2. 4. — Afrika R.Df^ 
foniaine$ Fl. atlanllea. P. 1708. 2. 4. -— Amerika; ndrdl. A^ ßUehamx 1801. 
F. ; 1 805 fl. 2^ 8 ; Wealind. 7. Ol. Swartn 1707 fl. 3. 8 ; SAmer. AI r. 
Bnmboldt 1807 fl. ; Fern H. Ruitn, Madr. 1705. 4 F. — • n. aehr yMe a. 

3) z. B« j; J« itoxif^ a. P. Uueri Magaain 1787 fl. 8 ; AreUr 1700 WL% 
P, Uiteri AnnMltn 1701 ffl. 8; H. A. Sehrader Journal 1700 ffl. 0; Flei% 
Regenab. 1818 ffl« n. a.; W, Curüe bot Magazine 1703 flt i 

Die Botanik ward« anfänglich faat aosflclilieflslicli nack' 
medicinischen Gesichtspuncten bearbeitet; so von Otto Bn»- 
feh [st. 1534], ßuriciui [st 1535] und Valeriui Cardus [«. 
1544], Hier, Bock oder Tragui [st. 1554], Remb. Dodonam 
[st. 1585] n. A« — Cour, Oemer ordnete die Pflanzen sack 
den Befinicbtnngtheilen und Andn Caesalpino begründete (in 
plantis. Flor. 1583. 4) das erste System, weldies Fab. I> 
lontM [st. 1648] TerrollkoBiBinete 1592 ffl. Der Bölune M 
Zaluziantky eignete sich ohne Grund das Verdienst am , des 
Geschleefatsunterscbied und die Befhichtungtbeile derPflanzea 
zuerst bestimmt zu haben: Methodi rei herbariae LL lU 
Prag 1592. 8; Frkf. 1604. 4. Die Beihe der Instaoratoret 
des Studinins schliessen ehrenvoll der grundlich foradieD^ 
gelehrte Arzt Prosp. Alpino [st. 1616]: de plantiz exotic& 
Vened. 1627. 4; Bist. nat. Aegypti c. observatt. J. VeglinpL 
Leid. 1735. 2. 4; der umsichtige und belesene Casp. Bai* 
hin a. Basel [st. 1624]: Pinax theatri bot. und Prodromoft. 
Bas. 1596. 4; und s. Br. Joi. JB. [st. 1613]: Hist. plant, ed. 
H. Cherler. B. 1619. 4; * Yverdun 1651. 3 F.; und der selbit- 
denkende, die Grundansicht Tom Sexualsystem andeoten<i8 
Joaeh. Jung [st. 1657] : Isagoge phytoscopica. Hamb. 1678.4; 
Opuscnla bot. Coburg 1747. 4; Severino (oben S. 30$) i> 



Botanik. 309 

^^eapel und späterhin JPr. BuyscA in Amsterdam skelettirten 
'flanzen Tgl. Beckmann Beytr. z. Gesch. d. Erf. 4 S. 215. — 
i^^ährend die Systematiker in Britannien Bob. Morüon [st. 
1683], ein sorgfUtiger Beobachter (Hisf. pl. Oxf. 1680 f. 2 F.) 
I. Batfj so wie Aug. Qu$rin Bivinut in Leipz. [st 1723], Yf. 
iner reichhaltigen Introdactio in rem herb» L. 1690. F., meh'r- 
ache Classificationen in Vorschlag brachten, gewann die B. 
iarch Reisen, genauere Untersuchungen und Beschreibungen 
insehnliche Bereicherung, z. B. J. Gg Volchamer in Nürn- 
lerg [st. 1693] Nfirnb. Flora 1700.4; Hesperides od. Beschr. 
ier Citronat. Nbg 1708. F. u. s. w. ; Abr. Muntinck in Grö- 
lingen [st. 1683] Besehe, der Aardgewassen. Leid. 1696. 2 F.; 
\ A. Micken in Florenz [st. 1737] nova genera. Fl. 1729. F. 
1. m. a.; Jos. Pitton de Toum^ort [st. 1708], vieles auf s. 
leisen entdeckend und glücklich in Benutzung reicher Er« 
abrangen, ordnete das Pflanzensystem nach der Qlumenkrone : 
jistitationes rei herb, (franz. 1694. 3. 8) P. 1719. 3. 4 vgl. 
Fontenelie El. 1 p. 149 sq^. ; unter s. Schülern zeichnete sich 
ieb. Vaillani [st. 1722] durch rastlose Thätigkeit aus. — In 
leuerer Zeit fand das, durch Joh. Browall [st. 1755] und 
krch J. Gr. Kdlreuter*B [st. 1806], welcher auch die Geheim- 
öisse der Bienen belauschte. Versuche 1761 ffl. 1787 gegen 
iheoretische Zweifel in Schutz genommene und gegen A, G. 
E. HenscheH Angriflfe 1820 von L. Ck. Treviranus 1822 ver- 
heidigte ütnji^sche Sexualsystem [1732], in welchem diis 
Ganzen nach Befruchtungtheilen und Zahl der Staubfäden 
[eordnet werden, allgemeineren Eingang, obgleich der dem- 
elben entgegenstehenden Bedenklichk^iten nicht wenige und 
larunter bedeutende sind; J. G. GledUich [st. 1786] wollte 
Q s. System (Berl. 1764. 8) die verschiedeniBn Einfügungen 
Ier Staubfäden beachtet wissen ; M. B. Borkhauien (tent. dis- ' 
)Osit. pl. Darmst. 1809. 8) berücksichtigt Einfügung, Yer- 
lältniss und Verbindung der Staubfäden. — Bern, de Jus^ 
\ieu [st. 1777], dessen Vater Ant. [st. 1758] sich schon nam- 
laftes Verdienst erworben hatte, und s. S* Ant. Laur.de J. 
»rapfahlen die künstliche Classification nach den Saamenlap- 
pen: Gen. pL s^cund. ordines naturae disposita. P. 1789; Zü- 
rich 1791. 8; ihnen folgten Et. P. Ventenat^ J. St Hilaife 
u. m. a.; Mich. Adanson [geb. 1727; st. 1806] drang auf 
Vereinfachung der Classification und stellte mehre neue An- 






310 . Botanik. 

lichten «of : Famillet des plantes 1761. 2. 8 vgL Mittin Mag* 
enc. 1806 T. 5 p. 392 sqq.; verdiente Achtung haben gefiin- 
den A. P. Deeandolie Thioiie de la B. P. 1813; t, Züiidi 
1814. 8; u. Begni vegetabilit sjrttema naturale. P. 1818 ffl.— 
Von den vielen Botanikern, deren Verdienete aUgemein aaer* I 
kannt sind, können hier nur einige namhaft gemacht weid« 
Tentsche u. Schweixer: A. v Haller; Joh. Oemer [st.l79i| i 
tab. phytogr« 1759 fl.; Jak. Hedwig [st 1799] 1782 ffl.; 5. ; 
J. ü. Jacquim Paltae; Batich 1787 ffl. ; Jet. GOrtner 1789 iL;J 
C. L. WiUenow [geb. 1765; st d. 10 JuL 1812], rin besdicii 
dener, hdl-bestimmter Ausleger der Pflannenwdt, mit sehneb] 
lern u. richtigen Blick vielleistend : Grundriss 1792; Anleit. 
s. SelbsUtndium 1804; 1808 u. ▼• a.; C. Sprengel^ mit treoe^r 
Fleisse alles Merkwfirdige beachtend: Anleit. 1802 ffl. 3. K 
V. a»; Og Fz Hoffmann 1793 ffl.; B. A. Sekrader 1797 0.} 
die Bearbeiter der Moose /. El. v. Bridel [geb. 1761; * 
1828] 1797 ffl. 1818; Ch. H. Penoon 1796 ffl.; Gg WaMmt» 
berg 1812, El. Frie$ Moose 1821 u. r. a.; Tkadd, Haetü^ 
[geb. 1761; st. 1817] u. s. w. Hand- u. L^rb&cher von Wm 
brand 1819, Nee$v. Eienbeek 1820, 6. W. F. Wender^it 
1821 u. a.; Wörterb. v. M. B. Borhhouee» 1797. 2. 8; f. 
6. Dietrich 1802 ffl« 10. 8. •— Franzosen, ausser den ob€f 
genannten u« v. a. C. tUerÜier 1787 ffl^ Lamarck^ Piilibert, { 
Phil. Picot de Lapeyrouee [geb. 1744; st. 1818] Beschr. l\ 
Pyrenäen Pfl. 1813 u. m. A. «- Brittan /• Ed^ 8mUh [st. 1828]. 
Icones 1790 fl. F.; gleanings of B. 1791 F.; Exotie Botanf! 
1805. 2 F.; W. Curiie lectures 1804. 3. 8; Datoeon Turner 
fuei 1807 fl. 3 F. u. m. — Dftnen OL Swarh [st« 1818) 
M. Vahl [geb. 1749; s». 1809] 1791 ffl.; Hornemann\ A»l\ 
J. Betziue [st. 1821] u. A. -- Schweden C P. Thunberg (& 
oben 8. 297) 1784 u. 1813; 0. A. Agardh 1820 u. s. w. -i 
Für Physiologie d.Pflanaen sfaid Aitig gewesen iV. Gjtej 
1682, M. Malpighi i6Mi S^- Balei 1727; /. Hill 1753; A 
L. du Hamel [st. 1782] 1758; V. Ingenhouee [st. 1799] 177t 
ffl.; 7. Senibier 1784 fl«; Job. Gäriner 1789; der Florentiiier 
Gtui. Baddi [geb. 1770; st. 1829] u* m«; fiber Metamorpbo» 
sen der Pf. J. Wfg. v. Göihe 1790 ffl. u. P. Ca$$el 1820; 
^4l^a:. V. Humboldt 1798 u. Geographie d. P£. 1805 a. s. v.; 
fL. Ch. Treviranui 1806 u. 1811 u. s. w.; A. Rudolphe im; 
Hß F. Link 1807; ßriieeaU'JiHrbel ^l^mens de physiqne vige* 



Mineralogie. 311 



de P. 1815. 2. 8; J. A Tiitmanu über den Embrjo d^s 
Eiameii](oriui 1817 vl. r. au 

C Der Ingtaorator der Mineralogie wsüt Og Agricola 
08 Glaacha [geb. 1494; nu 21 Nov. 1555], e{in trefflicher Na^ 
irforscher und Arzt, Bestreiter herkömmHcher Vonirtheiie 
od tiefblickender Beobachter ; bejr Anordnung der Mineralien 
eriieksichtigte er die Erzeugung deifieUben : de ortu et caus- 
ia subterrmeormn LI. V. Bas. 1546. F.; de re metallica LI. 
[II. B. 1^61. F. ; Mineralog. Sehr, übers, m« Aimi. v. F. LeA- 
ui»a. Freyberg 1809 ffl. 4. 8 ; Bermanaas t. v, jS. A. Schmtd. 
. 1806. 8; Tgl. A. D. Michier vita 6. A. Annab. 1755. 4. 
• Vor ihm war die Metallurgie beaibeitet worden von Vann. 
Urimgoedo a. Siena in Pirotecnia. Yeaed. 1540. 4 vgl. BeeA* 
Uinn Beytr. z. Gesch. d. £rf. 1 S. 133 f. — Die für jene 
leit daakenswerthen Lmstungen Qabr. Faltcpio^B [st. 1563]^ 
l Cardan'u, And., hüaviuM [st! 1616] u. A. forderten das 
itadium im Ganzen wenig weiter; Caaulpin (de metallids. 
tom 1596. 4)^hielt sich an Aristotdes und Theopbrastos; 0/.^ 
Vorm [st. 1654] wählte Albertus M. zu s. Führer. Erst 
foacA. Jung (1689) heransg. von J, Vagett) nahm Agricola*s 
System wieder auf und bereicbertid es mit mehren Wahrneh- 
mungen; J, J, Becher brachte Mineiralogie und Chemie in 
engere Verbindung u. erleichterte die Annäherung zur wis- 
lensch. Bearbeitung. — C. Idnne'fk Classification befriedigte 
lof die Dauer weniger, als s. übrige Arbeiten; weit mehr 
eistete Joh. Gott ichulk Wailerius [st. 1785] durch voUstän- 
Sgere Beschreibungen und genügendere Anordnung nach be- 
timmter aufgefassten äusseren Merkmalen, mit Berücksich- 
igung der inneren Mischungen: Systema 1747; Introductio 
7795 und noch strenger beachtete Aa;el v. Cronstedt [st. 1765] 
£e vorwaltenden Bestandtheile 1758; — Eine neue wissens^h. 
vestalt gewann die M. durch Abr. Gotti. Werner in Frey- 
lerg [geb. 1750; st. d. 30 Jun. 1817], den Urheber eines 
ligemein herrschend gewordenen Systems 1774 fl., dessen 
A'irksamkeit und Ruhm sich* nicht auf Europa Beschränkten 
gl. S. 6. FHteh Lebenbeschr« W's. Lpz. 1825. 8; ihm folg« 
en D. L. Guit. Kanten \^U 1810] 1791 ffl., Ch: F. Lud- 
ng 1803, *C.A. & H^sffinann u. A, Breübaupt Handb. 1811 
B. 4. 8; Charakteristik des M. Syst. Aufl. IL 1823; F. A. 
Herus 1801 ffl. u. v. A. Eigenthümliche Verdienste um M. 



312 Median. 

erwarben bey fortschreiteiider Fmchtbarkeit der Wechselwii 
kang zwischen M. , Chemie u. Physik : J« A* ScüpoK 176! 
F. ^. Beroldtngen [st- 1798] 1778 il.; C. Abr. Gerbard 178( 
fl.; jR. Kirwan 1784; Deod. Dolomieu [st. 1802] 1783 f.; 
B. L. de Romi de tlile [st. 1790], Krystallographie bearl 
tend 1783 fl.; J. C. W. Voigt 1785 ffl.; L. v. Buch 1797 i| 
J. C. de LamStherie 1792 u. 1811; B. J. Hauy [geb. 17^ 
St. 1822] System 1802 n. KrystaHographie 1809; A. Brognü 

1807 fl.; C. C. V. Leonhardt 1805 ffl. u. Oryktognosie 181 
J. F. L, Hausmann 1^03 u. 1812 ffl.; B. Jameion 181^ 
Berzeliui 1816 ehem.; Chn Sam. Weiis 1809 dynamisch; 
F. Naumann Lehrb. d. M. 1828 u« v. A.; die Geognosten 
Steffens 1807 ffl.; J. C. Freiesleben 180r ffl.; C. ß. v. Mi 

1808 ffl.; J7. de Villefosse 1810; Breislack 1811; «filtfini 
#011 de Voisins 1819; T. 8. Beudant 1824; IT. T. AecAe 1831 
teutsche Geognosie v. Fr. Hoffmann 1830. — Zeitschr. Joi 
nal des mices 1796 ffl.; Annales des m. 1817 ffl. — Wort« 
von F, A. Meuss 1798; C. J. Zapp% 1817. 3. 8. 

43. 

Die Wtedergebart derMedicin, wie aller wissenschaft- 
lichen Kenntnisse, war eine Folge des Studiums der altdai- 
sischen Litteratur (2 S. 410 ffl.) ; die in der Urisprache odetf 
in treueren Uebersetznngen gelesenen Schriften des Hippokrinl 
tes und Galenos und die fortschreitend vermehrte BekannU 
Schaft nut anderen griechisehen Aerzten erweiterten und bM 
richtigten die Eitfahrung, läuterten und vereinfachten die Ms^ 
thode, schärften den Beobachtunggeist und federten allmäli|| 
zu tieferer Untersuchung der das menschliche Leben bedid 
genden Naturgesetze auf. Arabismus und Scholasticismus, sd 
längsten in Spanien und Portugal beybehalten, erlagen dd 
beharrlichen und immer siegreicheren Angriffen des Ruma^ 
nismus und der durch diesen gestärkten freyeren Selbsttlift^ 
tigkeit der Vernunft Die Unzulänglichkeit des bisheriges 
Heilverfahrens wurde praktisch veranschaulicht dureh ned 
Krankheiten, welche «ich aus veränderter Lebensart, aus groH 
bereu und feineren Genüssen und Schwelgereyen erzengteil 
und vervielfältigten und vermittelst lebhafteren Verkehres un* 
ter den Völkern oder mit Kriegszttgen schnell und weit ver«* 
breiteten; z. B. der Englische Schweiss 1486 u. 1517 (vgl 



Medidn. 313 

a. Caß oder Kay e geh. 1610; st. 1573: de Ephemera Bri- 
nica. Lond. 1551« 12 a. s. w. n. CA. G. Grüner Idnerariam 
doris angUci 1 805), die Lastsenche 1493 (s. Ph. G. Hemler 
'83 xk. 1789; Abendl. Aussatz 1790) , der Keichhusten in 
nokreich 1414? 1510 u. 1580, das Fleckfieber in Italien a. 
ankreich 1465 n. 1505, die Ungrische Kraükheit in Teutsch- 
iid 1566, die Rachitis in NiederL u. England 1582 n. 1630, 
e Kiiebelkrankheit in Tentschland 1588 o. 1648 , brandige 
raune in Italien 1610, mannigfaltige pestarüge und compli- 
rte Epidemien. Veial stürzte [1543] den blinden Glauben 
I Gälenische Anatomie und bereitete die auf umfassendere 
id mit Tielseitigen pathologischen Wahrnehmungen berei- 
terte Kenntniss des menschl. Corpers beruhende Umstaltung 
« medic. Systems Tor; Theophr. Paracelsus arbeitete dem 
dten Mechanismus in der Heilkunde entgegen, brachte Che- 
ie mit ihr in engere Verbindung und erwarb sich um' Arz- 
igrmitteliehre unverkennbares Verdienst; sein, chemische 
toffe an die Stelle der Galenschen Elementarqualitäten sez- 
mdes und auf vorzügliche Beachtung der Mischung der Säfte 
ringendes System blieb , während *eines grossen Theiles des 
kVU Jahrb., geläutert von Helmont und Sylviüs und ermäs- 
igt von dem alä Ordner vorhandener Vorarbeiten achtbaren 
Eklektiker Sennert^ das vorherrschende und hemmte trotz 
es, ihm eigenthnmlichen und von Rosenkreuzerischer Geheim« 
isskrämerey unterstützten theosophischen Ueberglaubens und 
er folgerichtigen Begünstigung der Astrologie und des ver- 
ttblichen Wahns von Hexerey und Zauberey, das gedeihli- 
ke Fortschreiten des freyeren Selbstdenkens und der umsich- 
ig gründlichen Erfahrung. — Rarvefz Entdeckung [1619] 
es Kreislaufes des Blutes, angedeutet von M. Serveio [1551], 
laesafptno [1571] u. P. Sarpt, vollendete den Untergang des 
fomrtheils für Alleingültigkeit der Galenschen Theorie und 
pib, zosammentreflfend mii; Descartes und späterhin Newton*» 
Mosophischen Ansichten u. Grundsätzen, Veranlassung zum 
^tstehen des , an wissenschaftlichen Erfolgen ergiebigen la- 
romathematischen Systems , durch welches die wissenschaft- 
ich-empirische Evidenz der Medicin sicher gestellt werden 
»Ute. — Das von Baeon ausgegangene Misstrauen gegen Hy- 
pothesen und fest abgeschlossene Systeme, die nun beginnen- 
Jen rascheren Fortschritte der Naturkunde und die mit ihnen 



314 Mediciiit 

aUgemeiaer begrilndete Ueben^nguag Fon dem Wertbe 
Experimentalmediode uad der durch sie vervoUsländigten 
obachtuDg, befitätigt in Erfahrungen an neu eingeführten Hi 
mittehi (z. B. China, schon bekannt 1525, mehr gebranchtj 
1640 und lichtiger angewendet von Rot. Talbot st. II 
Serpentaria 1633; Issländ. Moos 1673; Heilung des Po« 
u. s. w* durch laustion u. Acupunctation empfohlen von 
ten Rhiue 1683 s. Leaing Collect« 2 S. 315 f.; Aaaa fSi 
16S7 ; Ipecacuanha 1694 durch Adr. Holvetiui in Paris 
w.)) das in der wissenschaftlichen Welt zunehmende Ansei 
des gesunden Hausverstandes forderten die Erneuang der 
tei\ Empirischen Schule durch Sydeniamy Baglivt u. 
Dem Empirismus stellten sich dogmatische Schulea eni 
gen: die von Stahl gegründete psychische^ ans Mysti( 
mus hervorgegangen, und F. Hoffmun»'^.^ wd Leiboil 
Monadenlehre, als Gruadansicht, sich stützende dynamiscl 
welche in jüngeren dynamischen Schulen mit melirfacheu 
änderungen fortdauern» Die dynamische Ansicht herrschet 
neuerer Zeit vor; dem wissenschaftlichen Empirismus 
vieli^ ergeben; der latromathematiker dürften wenige, 
Eklektiker, oft schwankend zwischen Speculation und £»] 
rie, desto mehr gefunden werden* Gelehrte Gesellscfaaft 
welche Vervollkommnung der Naturkunde und Medioin 
zwecken; die, durch Vervielfältigung und öflfentlidia Bei 
machung der Beobachtungen, zur Erweiterung, Prüfung 
Sicherstellung der Erfahrung mitwirkenden, seit den £i 
des XVII Jahrb. in allen geUldeten Staaten bedenteod 
mehrten Krankenhäuser ^ didaktischen Heilunganstalten 
medicinisch*pplicey liehen Aufsicht- u, Verwaltttngbehdrd< 
die tiefere und umfassendere Berücksichtigung und Erforachi 
des klimatischen und gesellschaftlidien Einflusses auf Cor] 
Constitution und Krankheitscharakter («• B. das gelbe Fiel 
in Cadix 1730;. 1793; der epidemische Croup in Frankri 
1746; 1804; die nordöstliche Influenza 1782; die seit Eii4l 
des XVIII Jahrb. häufigeren Nervenkrankheiten-, Scbarladi| 
fieber; die vielbespjDOchene Asiatische Cholera 1831; die esj 
demischen Uebel in Aegypten, Süd -Amerika, auf den Su4| 
Inseln n« s« w.); die Einführung der Impfung der fifenacbeä 
pocken (in England 1721, Frankreich 175$, Rnssland 17£li 
Spanien 1772> Teutschland 1773) und durch Sd. Jenmer [^ 



' Mediein in Italien. 315 

» 

May 1796] der Kuhpocken (vgl 7. Moore bist, of the 
all pox 1815 i|^ hist of the Taccination 1817); die Yergu- 
» [1666; 1767], Scheindtodte zu beleben; der stets wach- 
tde Reichtham an anatomiscben Wahrnehniangen;'der ge- 
igene Gebrauob vieler neHenArzneymittel(Pbosphorasl750; 
tassial756^ Weidenrinde 1763; Belladonna 1767; Zinkblu- 
n 1771 ; KirscUorbeerwasser 1773 ; Digitalis 1775 ; in neue- 
i Zeiten Schwererde , Arsenik , Blansäore a« s. wO n. An- 
ndang [1744] der Elektricität und [1798] des Galvänismns; 
I immer engere Verbindung und folgenreiche Wechselwir- 
^g zwiBchen Medioin, Naturkunde und Philosophie, beson- 
b die in Teutschland sicher gestellte Herrschaft des kritir 
Isn und naturwissenschaftlichen Geistes haben dem Studium 

■ 

r Median unermesslichen Gewinn erworben und lassen das 
ber gedeihlichere Fortschreiten desselben zu höherer wis- 
fechaftUcher Reife mit Zuversicht erwarten. 

Vgl. D. Ranuay review of medicine in the XVIil Century. 
Charlestown 18(^1. 8; Ch. Maelean iUuttr» of the progres« of 
iBed. improvement for the last 30 jears* Lond. 181$« 8; C 
Spnngel Ucbers. d. Arsne/kunde in den lösten Jahrsehnten des 
XVIIlJahrh. Halle 180K 8; F. L. AugMtm die neuesten Eot* 
decknngen d. Arzoeykunde. Berl. 1799 ffl. 5. 8. 

Zeitschriften, ausser d. 1 S. 31 f. angeführten: Ephem. 
ned. phjs. 1670; Acta Erud. 1682 fL; Nie. BUgny nouv. de- 
oouTertes 1679 f!.; Gasette salutaire 1761; Giornaie di med. 
1763; London med. Journal 1780 ffl. — /. JP. PUrwr Med. Na- 
tionalxeit. und Medio, Annalen 1798 fl. 4 Forts.; £. Hom^ 
^nk9j Aaste Artofaiv f. med. Erfahrung 1801 ffl.; Harhs N. 
Jabrb. d. Medictn und Chfir. 1818 fl.; Aosse u. A. Zeitscb. f. 
Iijchische A erste 1818 ffl. u. v. a. — Memoires de la societe 
med. d^emulation. P. 1798 ffl. ; Med. ehinirg. transaetions« Lond^ 
1805 ffl. u. sehr V. a. 

> 

' Italien war reich an Humanisten , neben welchen viele 

wrtreter der Galenschen Scholastik gefunden wurden; die 

Ifindfiche Bearbeitung der Anatomie ging im XVI Jahrh. 

^ dieser Heiinath grosser wissenschaftlicher Bestrebungen 

te und trug bis auf die neuesten Zeiten reiche Früchte, wie 

^ Namen Fem/, Eustachi, FallopiOj Malpighi^ Morgagni^ 

'^ff) Coldani u. v. a. bezeugen« Alpini begrändete [1617] 

^ wissensch. Semiotik. Die von Galiiei's Schülern vervoU- 

^oflunuete Naturf orscbupg > fortwährend blühend und durch 



316 Median in Frankreich, in Engl, d. Niederk 

Galvani und Volta neu verherrlicht, wirkte mächtig 
UmstaltuDg und Berichtigung med. Ansichttn mit; unter 
latromatheraatikern behaupten Borelli und Mtchelotti 
zügliclie Stellen ; Baglivi hatte an Erneuerung der Hippo 
tischen Therapie den thätigsten Antheil^ Für Chirurgie 
Thierheilkunde istvjel geleistet worden. — InFrankre 
gewann der Humanismus am frühesten die Oberhand und 
Hippokratische System fand allgemeineren Eingang ; aber 
bey blieb auch bald die wissensch. Thätigkeit stehen und 
nahm ein, fortschreitender Erweiterung und Yeredelnng 
selben ungünstiger Empirismus überhand, dem flache Pop 
rität und mechanische Einseitigkeit nicht ohne Grand to 
werfen werden können ; bequeme Humoralpathologie herr 
vor; der von der neueren Montpellierschen Schule Tersucfa 
Vereinbarung mehrer Systeme kann bey strengeren Fode 
gen kein bedeutender wissensch. Gehalt zugestanden wer 
Die Anatomie ist von mehren, Bichat^ Portal u. A. gut 
arbeitet worden; Chirurgie hat von Petü bis Larrey viel 
Wonnen $ ansehnliche Bereicherungen erhielten Arzneymiti 
lehre und Pharmacie; in Yolksarzneykunde machte Tüd 
Epoche ; für medicin. Polizey ist Nützliches geschehen. -^ 
Britannien'« hohe Wichtigkeit in der Gesch. der M. 

' durch Harvejffk Entdeckung des Blutumlaufes, Bacon^s so 
fältigere Naturbeobachtung, Willii anatomisch-physiologi 
Ansichten, QlüiotC^ Wahrnehmung der Nervenreizbark 
SydenhanCfA geistreichen Empirismus, Cullen'B u. Brawm'B 
steme hinreichend bezeichnet. Für Anatomie, Physiologie, 
deren tieferen Auffassung Britten die Bahn gebrochen ha 
Pathologie, Chirurgie, welche mit glücklichen Versuchen 
trefflichen Werkzeugen bereichert worden ist, und für 
neymittellehre ist ungemein viel und treffliches geleistet Ti- 
den; ein freyerer philosophischer Geist, verbunden mit 
sichtiger Beobachtung, hat fast alle Bestandtheile der M. 
ter treuer Pflege zu wachsender wissensch. VervoUkonunn 
gedeihen lassen. -^ Wenn die Niederländer nur i 
Ruytchj Albinusj Boerhave^ Gauhj Camper hätten, so wu 

*den ihre Ansprüche auf eine der ersten Stellen in der Bei 
der durch berühmte Mediciner ausgezeichneten Nationen voi 
gültig befunden wei^den; Anatomie, Physiologie, Patholo 
und Therapie haben Niederländern hochwichtige Bereiche 



Medidn in Teutschland. Humanisten« 317 

za verdanken. — Teutschland ist der gedeihlichste 
len für Systeme gewesen; das Parace/f ische verwahrte ge- 
blinde Hingebung an die Alten; Sennert'n Eklekticismus 
idt erspriessliche Vielseitigkeit und Empfänglichkeit für 
le -Ansichten ; Stahl und Hoffmann erkräftigten das Stre- 
1 nach wissenschaftlicher Einheit; Haller gewann Einfluss 
den grösseren Theil Europa's. Die philos. kritische Be- 
idlung der med. Theorie und Empirie, die umfassendste 
I tiefeste Physiologie , die psychische Heilkünde und die 
btändigere Litteraturkenntniss sind in T. einheimisch. Um 
ptomie haben sich Sömmerrtng u. v* a., um Nosologie u. 
firapie Stoll^ Wichmann^ Leniin^ J. P. Frank, Beily Hil'^ 
irand u. A.^ um Chirurgie Heister ^ Richter u. A., um 
d)indaogkunst Stein u. A.» um med. Policey, Thierheil« 
pde Mehre anerkanntes Verdienst erworben ; in Reichhal- 
Ifeit und Gründlichkeit der Beobachtung stehen Teutsche 
bem Volke nach, in philosophischer Forschung und in com- 
latorisdier Verarbeitung der verschiedenartigsten Wissensch. 
tdeckangen u. Wahrnehmungen sind sie jedem überlegen. 
Dänen und Schweden halten seit dem XVUI Jahrh. 
t den gebildeteren europ. Volkern gleichen Schritt und ha- 
ll «dl in einzelnen Fächern eigenthümUche und anerkannt 
use Verdienste erworben« 

, Zar Uebersicht der neueren , überaus reichen und fort- 
Urend zunehmenden medic* Litteratnr wird für die Absicht 
ies Handbuches eine gedrängte Darstellung der Haupt- 
bnlen u. ein Namenverzeichniss der für einzelne 
teile der M. bemerkenswertheren , besonders teutschen 
liriftsteller ausreichend seyn. 

L Schulen. 

'^* Humanisten: Wilh.CopUi a. Basel, Lehrer inPa- 
() einer der ersten treuen n. geschmackvollen Uebersetzer 
i^h. Aerzte; /. Manardui in Ferrara [st. 1536]; Alban. 
^^9 in Basel [geb. 1489; st. 15fJ]; /. Bapt. Montanus 
Padua [st. 1551], Uebers. des Aetios; C Gemer (s. oben 
229); 7. Cornariuf a. Zwickau [geb. 1500; st. 1553], in 
^bnrg und Jena, Bearbeiter des Piaton, Hippokrates und 
flenos; Franc. Valei in Alcala [1. 1560] ; Jac. Goupyle [st. 
M und Jac. Houlier in Paris [st. 1562]; Leonh. Fuchi 
^li>66] in Ingolstadt und Tübingen; V. Trincavella (S. 



318 Medidn/ Humanisten. Chemiatrie. 

21); 7. Winiher v. Andernach [geb. 1487; st 15743 in 
wen u. Paris; /. de Gorris oder Qoraeui' in Paris [st, 15] 
Bearbeiter des Nikandros; L. Duret in P. [st. 15863; 
Foet in Metz [geb. 1528; st. 1596] s. 1 S. 168; J. Ee 
nnt9 in Leiden [st. 1601]; Cr« A. Sarazin in Lyon, Bei 
geber des gr. Dioskorides 1598; n. m. a. Die Kril 
Hippokratischen Sehr, wurde versucht Ton d. Portug^. L.^ 
mos [1588] u. d. Venet. JJ. Mercurialii [st. 1596]. 
Saniori in Padua n*. Venedig [st. 1636] ; Casp. Hoffma\ 
Ältorf [st. 1648]. — 7. Freind in London [st. 1728] ; 
Behenstreii in Leipzig [st. 1757], Bearb. des Aetios nnd' 
alt. med. Dogniengesch. ; *7. de Gorter in Harderwyk 
1762]; ""Gg Gottl. Richter in Göttingen [st. 1773]; Dan.] 
Triller in Wittenberg [st. 1782], Bearb. des Aretados;] 
Steph. Bernard in Amsterdam u. Arnheim [st. 1793]; 
£f. Ackermann in Altorf [st. 1801]; E. G. Baldinger in 
Gottingen, Marburg [st. 1804]; *Ph. Gabr. Hensler in 
[geb. 1733; st. 1805], classischer Forscher; **C. Cr. Gi 
in Jena [geb. 1744; st. 1815]; "^Curt. Sprengel in Halle; 
Caldani in Padua; der Grieche AdamanL Koray in Pans; 
Cr, Kühn in Leipzig; £• Choufanf in Dresden u. m« a. 

Zum Siege der Hippokrat Gmndansicht über den arabiiii 
Galen wirkte P. Brisnot zu Pari« [st« 1522], in Folge des S( 
tes über den Ort des Aderlasves in der Pleuresie, entscheid 
mit. — Der kenntnissreiche /* Fetnel [sC« 1558] bediente 
der Ramuttchcn dialekt. Malkode und befiirdarte die Den! 
heit in der Medicin. 

Obfiervatlonen nach dem Mutter der Hippokratisefaea ron 
Foreent [st. 1547], "^HUr, Fracastoro (S. 102), Remd. Dodc 
N [st. 1558], Amatun Lusitanus [st. 1560], Th. Fyens [st. I5( 
A. Mansa [st. 1568], J. Kentmann [st I5€8]j J. Crato 
Kr^ftkeim \%u 1585], /. Sehsnk t». Or^mdetg [sc 1 $&."%], *J 
Player [st 1614], *iV. A^ [st .1617i u. A. — GuOL ßiOi 
[st. 1616] vatersochte elDttchtrolL die Volkdcrankhelten : «| 
ed. Th. Tronchin. Genf 1762. 4. 4. 

Geschmackvollere Conipendien von J?. Vettori [st 1552]|J 
SylviuB [st 1555], J. Heumiu8j Hör. Augefdu» [it 1603], i 
Plater^ Lad. Seitala oder Sepialimt [st 1 633J v. A. 

B. Chemiatrie. 

Die Einpfänglichl^eit der Aerzte für neue Ansichten üd 
das Erwarben des, knechtische Abhängigkeit von Auctoriti 
ten verwerfenden selbstständigen Untersuchunggeistes , sid 



Mediein. Chemiatrie. 319 

» 

kündend in Schriften Guill. Rondelefi [gt 1566], Z Ar- 
ier' tk [st* 1572], Lor. Jopbert's [st. 1582] u. A., und weit 
sheidender die, auch Ton grossen Köpfen und angesehe- 
Gelehften in Scknta genommene Hinneigung des Zeital- 
za theosophischer Mystik, der Glaube an Astrologie und 
Vertrauen auf Alchymie erklären die wundersam allge- 
le Wirksamkeit defs Paracelsischen Systems UQd die nach» 
^en FelgM, welche dasselbe in seimsr weitefMi Forlbil^ 
g für J&e Wissenschaft gehabt hat. Fkil^ Amreolm Theo- 
utns Päraeelms Bombast von Hohenheim ans Einsideln 
terich [geb. 1498; i^t, 1541], mit grossen Geistesgaben 
(estattet, arm an zünftig gelehrter Bildung, reich an man- 
Sachen Erfahrungen von ungleichem Werthe,' mit unklarer 
irer Selbstthätigkeit die Natur nnd den Menschen beob- 
Nd, ein unsteter wohlwollender Fanatiker und Wunder- 

I ' * 

lor, wendete sich, wie viele durch starre Schulweisheit nn- 
fiedigte treffliche Denker vor und mit ihm, der Geheim« 
te der Kabbala s^u und ging darauf aus, dieselbe mit der 
iicin zn verbinden ; er machte auf die fruchtbare Ergiebig- 
t und wissensch« üneptbehrlichkeit der Chemie aufinerk- 
A, empfahl mehre gUiC, meist mineralische Arzneymittel 
Decksilber, Spiessglanz u. s. w., Niesswurz, Opium u. s« 
), deutete psychische Ansic^en in der Arzneywissenschaft 
und brachte manche gluckliche und fortgesetzte Forschung 
fügende Beobachtungen in Umlauf; vgl. S. 292; Sprengel 
9ch. d. Arzneyk. 3 S. 226 f. (236 fL der II Ausg.); Rix-^ 
^ Q. Sieber Leben her« Fbys« !• 

Die meisten Parsc^lsii ten vnren Teutishe ohne gelebrte Vor- 
bildung; einer der berühmteren IfConh» Thumßi$8er zum Thum 
t Basel [geb. 1530; st. 15957], am geschäftigsten und iitter. 
(tätigsten su Berlin im Grauen KK 1571 bis 1584; von da zog 
>r vahrschsinlieh naeh Italien vgl. Möhtn Beytr. s. Gesch. d. 
jltark. 4 S. ISa fB.; d^ Diliie P. Swerin [st. IWÜ^ aber auch 
^^ gelehrten Joh, WirUher v. Andernach [st. 1574], L, Baitue 
h Roitock [st, 1591] u. A. erklarten sich für ihn. — In Its^ 
iien machte s. System wenig Glück ; mehr in Frankreich durch 
Jac. Gokory [st. 1576] u. Jos. du Chesne [st. 1609], — Ausbrei- 
tung gewann es durch Resenkreuaer; ein sehr wirksamer Vertre- 
ter desielben war der berühmte und an eigenthümlichen Gebil- 
^ ^^^ phantasirenden Vernunft .reiche Englische Theosoph Roö, 
^udd [lt. 1937]: öpp. Oppeuh. Frkf. u. s. w. 1617 ffl. 6 F. ygl. 
tkrt Lex. 1 S. 612 f. 



320 Medicin. Chemiatrie. 

Conciliatoren der ParaceUifchen ^und Galensehen 
Theod. [st 1588] u. Joe. Zwinger [st. 1610]; Raym. Mit 
[flt. 1621]; Mich. Döring [st. 1644]; rorzüglieh Dan. Sem 
in Wittenberg (st. 1637], dessen Institutt. (Wittenb. 1611. 4l 
oft) als das beliebteste Lehrbuch für lange Zeit galten. 

Gegner des P., welche theosoph« Schwärmerej bestric 
aber den Werth der Chemie anerkannten und an wissensch. 
bildung des chemiatrischen Systems Antheil hatten: Bei 
J^eMenme Cronehburg[st. 1574]; vorzaglich Th. EroMt [st. l\ 
H. BrucaeuB [st 1593] und der achtbare And. Libatmn \nU I6tf 
— ; lllehre gelehrte Aerste am Ende, dei XVI und im Anf. 
XVll Jahrh. hoben die bewährteren und brauebbaren Grundi 
des P. herFor und trugen zur Entwickelung der systematis« 
Chemiatrie bcy. Unter Teutschen und Itallänem ging der 
racelsianismus bald in Spiritualismus über. 

Joh, Baptist van Helmont a. Brüssel [geb. 1577 ; st. 1 
Spiritualist, erklärte, alle Verrichtungen des menschl. Cor 
aus Gährungen, deckte viele Irrthümer in den gangb 
med. Grundvorstellungen auf und regte folgenreiche Forsch 
gen an; sein von theoretischen Voraussetzungen abhängi, 
praktisches^ Verfahren hatte sichtbare Mängel: Opp. F 
1682 ; 1707. 4. — Fz de le BoS Sylviui 9. Hanau [geb. 16 
St. 1672], Prof. in Leiden, gab, mit Benutzung Helmonteci 
und Cartesischer Ideen, der chemiatrischen Theorie ihre \' 
endung; er lehrte das Leben thierischer Cörper alg che 
sehen Process ansehen und dicPnächste Ursache aller Kra 
heiten in Schärfen suchen; s. einseitige und fehlerhafte H 
art richtete grosse Verwüstungen an. Er leistete dem medi 
Studium wesentliche Dienste durch £infuhrung klinischer \ 
lesungen und Uebungen in offentL Kranls^nanstalten, du 
häufige Leichenöflfnungen und dringende Empfehlung der 
fahrung, so wenig diese seine Schulansichten begiinst]gti| 
Opp. Ämsterd. 1679. 4; Genf 1693; Vened. 1708.F. — Tbk, 
Willii [geb. 1622; 8t. 1675], Lehrer in Oxford [1660] 
dann prakt. Arzt in London [1666], ein vortreflBicher 
besonders in Untersuchung des Gehirns [1664] ^glncklic 
Zergliederer, schloss sich näher an Paracelsus an und erklä 
die Fieberlehre aus chemischen Grundsätzen: Opp. Genf 167i 
Amsterd. 16S2. 2. 4; Vened. 1720. F, 

Anhänger u. Verbreiter des chemiatr. S. : Otto Tachenius od 
P. /. Ft^er um 1650; Mich. EttmüUer [st. 1683J; /. /. H'aÜ 
tchmidt [st. 1689]; OL Borrichiui [st. 1690]^ Fz Mercier i 



M^didü. IdtrditiatheAat ScUule. 321 

hlmont [lt. 1699], weit ftbenpAnnter, wie s. Vater; /. D^laem 
jt J707JJ Gg Wfg. Wedel [st. 1721]; Nie de Bkgny [«t 

722]. 

Conring wies schon mehre Schwächen des Systems nach; /?« 
loy/6 erregte wohlbegründete Zweifei gegen die chemischen Grund- 
toife, Ton deren Annahme dasselbe abhing. Uanptgegner, di^ 
, Fall herbejfuhrten : Archib. Fitcarn [st. 1713], /. ßohn [st. 
718], H. Boerhave und F, Hoffmann. 

C, latromatheinatische Schule. 
Darch Harvey's Entdeckung des Blatomlaufes, Deicar- 
engere Verbindung der Mathematik mit Philosophie und 
arkande, vorasüglich durch das im XVII Jahrh. unter Ita- 
ern erwachte und die lebhafteste Theilnahme erregende 
liam der Experimental-Physik wurden mathematisch ge* 
lete und philosophische Einheit in ihrer Wissenschaft er- 
bende Aerzte veranlasst, den menschlichen C'Orper als 
etliche Maschine zu betrachten und die Heilkunde auf 
»tze der Statik und Hydrostatik zurückzufuhren. Italien 
das Vaterland des latromathematischen Systems; in Eng- 
i wurde dasselbe von Newton's mathematischer Natnrphi- 
»phie, in Teutschland von Vorliebe für mathemat* Specu- 
OD und von Uejbertragung der IFb//ischen Deroonstration- 
thode auf alle Theile des menschl. Wissens unterstützt« 
) grundliche Gelehrsamkeit und höhere geistige Bildung 
Männer, welche sich für dieses System erklärten, muss- 
ihm um so mehr zur Empfehlung gereichen, da die kiei-* 
1 Chemiker viele wissenschaftliche Blossen gaben und oft 
Charlatanerie oft der gedankenlosen Nachbeterey bezücb- 
i werden konnten. Stifter dieser Schule ist Joh. Alph. 
Mit a. Neapel [geb. 1608; sU 1079], gebildet von B. Ca-^ 
lU nach Galileischen Grundsätzen; er erklärte die thierische 
lifeguog durch Gesetze der Statik, die Muskelkraft aus der 
kte von dem Hebel, fast alle Verrichtungen des menschl. 
tpers aus der Mechanik: de motu animali. Leid. 1685; 
Kg 1743. 4; de vi percussionis. Bologna 1667. 4; Atrium 
^co-mathem. Leid. 1686. 4. — Unter vielen s. Nachfoh 
zeichnen sich aus Gg BagUvij Prof. in Rom [geb. 1668; 
17^06], welcher Theorie und Praxis scharf von einander 
ied und in der lezteren keine Anwendung der mathemati* 
^ Grundsätze statt finden liess, sondern, wie Sydenham^ 
Hippokratische Methode beybehielt: Opp. Antwerp. 1715; 

VacUer HB. a. Litt. Gesch. IV. 21 



^\ 



Bladiciik Empiriidie ScbioK 

Leid. 1745; Nbg i7fif. 4; H. Pimel Paris 1788. 2. 8; 
Quiglielmini j(S. 270) ciwl X^or. Bellini [tt. 1713], welche 
Fermentationlehre mit BoreUtn Theorie verbanden; und 
Ang. MichelotH in Venedig [gt. 1740] 9 welcher das Syst« 
am Tollständigsten darstellte 1721 f. — Unter den Britten 
klärten sich dafür A. Pürarn, J. Keill [st* 1719], R. Mi 
[st. 1753] n. T. a.; unter den Teatschen JoL und Dan. 
nouili(S. 259 ; F. Hoff mann; Gg Erh.Hamberger[wt. 17U] 
J. fif. Brendel [st. 175S] in jOngeren Jahren; /• O. 
tst. 1760]; J. h\ SehrHher [st 1760] n. m. a. ; unter den Ni 
deriändem A Boerhave, Die FraniBOsen waren dar Chei 
trie sn sehr ergeben, um fSr die iatromathem. AmAcht 
wannen werden sn h:5nnen ; Franc. BotMiier de Samvuges 
Montpellier [st. 1707] sachte sie mit dem S/«Alieheii Sjsti 
sa vereinbaren* 

D. Empirische Schule. 

Mannigfaltige Verirrungen und MBssgriffe der oft 
weit und in den obersten Grundsfttsen von einander abw« 
chenden Theorenirer erxeügten Misstrauen^ g^gen die, 
kuhrlichem Wechsel unterworfene Speculatton in der Mi 
ein und leiteten prali:tiBche Aerzte anf die von Uvnasuial^ 
des XVI Jahrb. nachdrficklichst empfohlenen einfadien Bif^ 
pokratischen Qmndsfttxe zurfick. BÖeon konnte bey der, il 
als Conjeoturalkunst erscheinenden Mediein die Uneiitl 
lidiWeit der Beobachtung und Erfahrung am ansckanlif 
gebend machen; seine, von Locke weiter verfolgte nnd 
breitete Naturphilosophie wirkte entscheidnid nur Wiedt 
Stellung des empirischen Systems in England. Tiesa. 
denham^ prakt. Arzt in London [geb. 1624; st. 1689], 
auf Truglichkeit und Unanwendbarkeit der Hypatb< 
welchen s^in Zeitalter und Vaterland Sberreich waren , 
nierksam und Hess sich angelegen seyn , die Heilkaade 
den Weg der Beobachtung und Erftdirung und zu dei 
fachen Hippokratischen Verfahren zurück zu f&hren; 
Beschreibungen der, oft nach einseitigem Geslcbtspmcte 
handelten Krankheiten sind genau nnd reich an wieh( 
Wahrnehmungen: Opp. Lond. 1684 u» s. w.; Genf 1723. 2^ 
Eine ähnliche Richtung verfolgten u. nach verwandten Gj 
ansichten wirkten G. BaglM und Berwuinn Böerkm>e^ Pi 
in Leiden [geb. 1668 ^ st. d. 23 Sept. 1738], nnsgeze» 



Medidn* Dynamfsehe Mmle. 323 

rch hmnaiiiaügebe and ^JcInnflMMMde nfttonrlMensehaftliebe 
lebraamkeit, weltberühmt dareh gificklicke Praxis nnd ab 
isiseber Lehrer: Methodaa atudit med. Leid. 1726. 8; ed. 
ab Ballet. Amst. 1751. 2. 4; Ind. 1759. 4; Institntionea 
i. h. 1707 n. s. w.; ""1727; Nbg 17S6. 8; (Praelectt. in 
ütatt. ed. Halter. GStt. 1745. 6. 8) De eognescendig et 
fafidis morbis aphorismi. L. 1708 v. g. w.; 1737; Jena 1758. 
(vgl Ger. V. Swiefen st. 1772 Comment. Leid. 1745 ilL .5. 
Wirzb. 1782 fl. 11. 8; Praelectt. de morb. nervor. ed. /. 
Jnt. Leid. 1761. 2. 8) nnd gekr v. a.; vgl. XPL Burtvn 
iofH. B. Lond. 1746. 8. In diese Reihe gehSren viele 
\ achtvngwfirdigsteat Gelehrten nnd prakt; Aerzte s. B. J. 
Wepfer [st. 1695]; die Römer B. Ramaztini [st. 1714J und 
Maria Landet [st. 1720]; /. 6. Brendel [st 1758]; Paul 
m. Werlhef\%t. 1767] ; Ä. Gg Sehröder [st. 1772]; Rud. 
^. Vogel [st. 1774]; Bob. Whyii [st. 1766]; J. Buxkam 
h766]; /. Fathergill [at. 1780]; /. FHngle [st 1782]; 
f Sehwede Nie. Hosen v. Roeemtein [st. 1773] ; der Nie* 
Kinder Ant. v.. Haen [st 1776]; Anna Ch. Lorry [st 1783] ; 
b. Sie// [st. 1787]; Ant. v. Storch [st 1803]; Chph Lud. 
^mann [st. 1807]; /. Sticgliiz n. v. a. 

E, Dynamische Schulen. 

«i Og Ernet Siuhly ProL in Halle [geb. 1660; st 1734], 
Wit and Gegner weltlicher Gelehrsamkeit, Urheber des 
^chiseh* dynamischen Systems, berücksichtigte,, mit 
titameteang des physischen Mechanismus in dem corperK* 
to Organismus, fast ausschliesslich, die sinnlich unCrkemi- 
^ Cftüssalitftt der Lebensbewegung nnd den (schon von /. 
^nmerdammy Ct. Perrauli u. A. angenommenen n. erörter« 
Einflass der Seele auf den Cör|>er.. Bey einseitiger Ue- 
Ureibiing enthalten s. Schriften viele gehaltvolle Ansichten 
*i Winke, welche in- nenerer Zeit kritisch beachtet werden: 
^ria med. vera. H. 1708; *1737. 4; cnr. L. Choulant. 
's* \%%\. 2. 12; Opusenlum chym. phys. med» H. 1715. 4; 
i«»tiitt H. 1707 ffl. 2. 4; vgl. /. Cph. Götze de scriptig 

<^iusqae asseclarum. Nbg 1729. 4; W. ili^ StahFs Theo- 

'• Heilk. H. 1802. 8. — Unter s» Anhängern sind, ausser 
^ Mystikern Gg Dan. Coechwiiz [st 1729], J. S. Carl [st 
^^3 u. a., bemerkenswerth Mich. Alberti [st. 1757], Joh^ 
*^^er [Ä. 1759] n. A.; ß. Fiatner (S. 208), der die ps. 

21 ♦ 



32i Medicin.' Dynamische Schule. 

\ 

Djn» feiner aaszabüden sachte ; and in prakt* Beziehang G{ 

Cheyn^j /?• Meady W. Porierßeld^ R. Whyitj F. B. de Sani 

vagtßs.u» A. — 6) Die Annahme eigenthumlicher Kräfte d< 

Materie xnr Erklärung cörperl. Verrichtungen findet sich scboftl 

[1672]. in des H>loxoiten Franc. Glisson zu London [st. 1677] 

scharfsinnigen Untersnchnngen der Reizbarkeit der Fiber k 

thierischen Cörper- und^ noch mehr hob Leibniiz die GraJ* 

kräfte der Materie • hervor und stellte sie den iqtellectaelkii 

Kräften fast gleich« Nach diesen Vorarbeiten stellte Friei 

Hoffmann^ Prof. in Halle [geb. 1660; st. 1742], toU Achta^ 

für humanistische Studien u. reich an mathematischen Keno|| 

nissen, ein mechanisch-dynamisches System auf, dev 

zwar veste wissenschaftliche Begründung mangelt, aber lichtj 

volle Ordnung und. anschauliche demonstrative Methode, bq{ 

sorgfältiger Beachtung bisheriger Beobachtungen u« Forscho« 

gen,, zu grosser Empfehlung gereicht. D^r lezte Grand de 

vermehrten oder verminderten Thätigkeit thierischer Cörp^ 

kräfte wird in. dem durch die ganze Natur verbreiteten Asj 

ther, einer äusserst feinen, flüchtigen und wirksamen mats 

ricUen Substanz gesucht; der thierische Cörper als eine küos^ 

liehe Maschine betrachtet, deren Bewegungen .nach anabän- 

derlichen Gesetzen der höheren Mechanik erfolgen. Nach s. 

dürftigen Nosologie entstehen alle Krankheiten aus Fehlern 

der Bewegung; s. Therapie ist im Wesentlichen die Hippo^ 

kratische und in der Regel lobenswerth; die Arzneymittellebii 

hat.beträchtlich durch ihn gewonnen : Medicina rationalis syl^ 

H. 1729 fl. 9. 4; Opp. c. supplem. Genf 1740 ffl. 11 TU 

oder ^7 Bde F».-*- Die Uebereinstimmung oder Verträglidi 

keit des mecb. dynam. Systems mit der NeWtonschen n. Leib 

nitz - Wolfischen Philosophie, mit der mechanischen Theoiij 

vieler Britten und Franzosen und mit den von Boerhave gej 

läiiterten iatromathem. Grundsätzen verschaffte ihm eioq 

ziemlich allgemeinen Eingang. Anhänger, Verbreiter und B» 

arbeiter desselben in Teutschland : Chph Mart. Burchard i 

Rostock [st. .1742]; in Halle /. H. Schulze [st. 1744J, J.l 

Eberhard [1779] ; And. El. Büchner in Erfurt . [st, 1769) 

Ch. G. Ludwig in Leipzig [st. 1773]; E. Ant. Nicolai in Jem 

[st. 1S02] u. m. In den Niederlanden H. J. Begm [st. 1754] 

J. de Carter l»t. 1762J u. A.; in England Browne Langr^ 

[st. 1759J u. A. ^ c) A. P. Haller verfolgte die von M 



Medicin. ' Dyiiamischc Schule. 323 

Glmon angeregte Untersnclmng ( s. oben 8. 324 ) weiter, 
itellte, fast gleichzeitig mit dem Nieder]. \F. Winther^ nach 
fielen Versuchen u. Beobachtungen [1739; 1743 u. s. w.] die 
Lehre von der Reizbarkeit, als der Ursache der Maskelbe* 
(vegung auf und gab über die Modificationen der organischei^ 
Straft in tfaierischen Cörpern schärfere Bestimmungen an: 
Aimoires sur la nature sensible et irritable des parties du 
Corps hum. Laus. 1756 ffl. 4. 12; Elementa physiologiae; 
Laas. 1757 fB. 8. 4; Auctuar. Lpz 1780/ 4; Opuscula min; 
inatomici argumenti. Laus. 1762 fl. 3. 4; Opnsc. pathologica. 
L 1768. S; Disputalt. anatom. G5tt. 1751.7.4; D. chiruk-g. 
Laus. 1755. 5. 4; D. ad morbor. hist. et ciirationera facien«^ 
b. Laus. 17574lr. 4. Verbreitet wurde die Hallersche Lehre,' 
inter anderen, von /. Gottf. Zinn [st. 1769], /. Gf. Tiimmer-^ 
\ittnn u. /• Ai Unzer (3 S. 408), von /. A. Tissot [st. 1797], 
fei Foniana [st. 1805] u. v. a. —' d) Die Theorie des so- 
Idi vivi wurde nach ihrem ganzen Umfange bearbeitet von 
Will Cullen in Edinburgh [st. 1790], dem Pathologie und 
Irzneymittellehre viel verdanken: Synopsis ndsologiae meth. 
fei. 1780. 2. 4; t. Lpz. 1786. 2. 8; First lines of the practice. 
l. 17S9. 4. 8; t. Lpz. 1800. 4. 8; Materia misd. Lond. 1789. 
2. 4; t. Lpz. 1790. 8 u. v. a. Einverstanden mit ihm waren 
Üav. Machride [st. 1778], S. Mnsgrave [st. 1780], /. Gre- 
fory; J; U. G; SchSffer; Fz Joi; Gall u. v. a. — e) Johti 
Srown [geb. 173» t st. 1788], Lehrer ih Edinburgh [1779— 
1786] gab durch s. zwar überspanntes, aber niit strenger Fol-- 
lerichtigkeit durchgeführtes djnam*. System zu tiefeingreifen- 
'en Untersuchungen und zu einer vielbesagenden, bald genug 
pgen die dynam. Hyperbel sich entscheidenden Krisis in der 
Imedic. Theorie Veranlassung: Elementa medicinae. Lond. 1781 
«is. w.; engl, von T*. Beddoes. Lond. 1795.2. »; t. Kopenh. 
"96, 8 ; Works to which is prefixed a biograph*. account of 
fte aathor by JF. Cullen Brown. Lond. 1805. 3. 8; t. v- AJ 
^icllauh (beredten Vertreter der neueren Erregungslheorie). 
"W. 1806. 3. 8; vgl. 2Ä. Beddoei Biographie J. B; Kopenh. 
^^W; 1804. 8. — Die von Sam. Hahnemann [^eb. 1755] 
^pfoMehe homoiopathische Heilkunst 1799 (Organon 1810) 
^at viele Widersacher gefunden^ ohne deren ÄngrifTen zu ün- 
Ittliegen. Die Lehre vom Contra-Stimulismus , welche der 
Italiäner C?ioü. BasoH [geb. 1767] 1799 f. mit grossem Eifer 



S26 Medtdo* Anatomie. 

>'oriroff, giog aos dem Brownlimot herror und wurde imi 
Verachuing des Alteo und aller Empirie weeig enpfokki 
Ueber des Pariter «Fr. Joi. Viet. Br&u$$ai$ [geb. 1772] pU 
•iologieche Medido 1SI6 ist ebenfalk nicht wenig gettrittdj 
worden« 

//• Bearbeiter einzelner Theile der Medida; 

a) Für Anatomie war in Italien mit Anfang dei H^ 
Jahrb« ein reger Eifer erwacht; Ant della Torre \%u IS^i 
fär welchen L. da Vinci aaat« Abbildangen arbeitete, aad 
Bereiigario a. Carpi [st* 1560], welcher einen Comm 
Bum Muodinus (Bologna 1521) verfasst und gegen 100 L 
name in Bologna zergliedert hatte, belebten denselben; 
iu$ Lasitanoi [st. 1502 J, Nie. Manu [at ^] n. nu a. i|| 
terhielten denselben} d^ /. Bapt. Cana»u$ [st. 1579] nul 
cnlommhum. eorp. picturata dissectio (Ferraraf 1543!) 4 vi 
mit 27 herrlichen Kapfem des Hier. Carpensis gsschmiid| 
Aach in Tenlschland war durch den verdienten Leoßk. /m| 
[st. 1566] die ZergUedenmgkunst [1551] verbreitet wonks 
nachdem schon lange vorher Maguui Uundi in Leipsig [4 
1519] Anatomische Tafeln 1501 und der nn? erwiisllidie Vn^ 
Schreiber W, H. Ri»iui in Strasbarg eine Anatomie io tt«^ 
scher Sprache 1541 heransgegeben hatte. Die edlere Gnttl> 
tong der A. ist drey Beformatoren an verdanken: Aair. h 
$aliui a. Brüssel [g«ib. 1514; st. d. 15 OcU 1564], ScbiH 
Winther*s v. Andernach nnd Jae. Dabols oder Sjl? ins, vaut\ 
warf die Galeoschea Behauptungen einer strengen Prilfim 
und lieM treffliebe anat. Abbildangen nach der Natur xekh^ 
nen: de eorp. hom. fabrica LL VIL Bas. 1543) 1555. F. (f^ 
H* P. LeveUng^ anat. Erklär, der Originalfiguren voa i» ^\ 
Ingoist. 1783« F.)} Opp. edd. M. Boeriave et B. 8. AlUni^ 
Leid. 1725. 2 F. — Gabr. Falhpio a. Modena [geb. Ü» 
St. d. 9 Oct 1503], Prof. in Pisa and Padua, Urheber k 
vergleichenden AoAtomie, gUcklieher Entdecker (die Mn^^ 
trompete trägt seinen Namen) nnd musterhaft sorgAkiger Bi> 
obaabter and Beschreiber : Observatt. anat. Vened. 1561. i| 
opp. omaia. Yen. 1606. 3 F. — BartoUm. JBustaeki^ Prolin 
Born [st. 1574], Vertheidiger €!alen*s, genaner Z^if^*«^ 
und scharfsinniger Beobachter, weldier Vieles in Vesut9 B» 
hauptungen berichtigt und schärfer hesliamito und BMtff' 
aeicbnet gelungene AbbiMongen [1557] vorfertigen lissi* Tak 



Bf edidii* Anatomie. ^ 327- 

i. J, M. Laneüi. Born 1714; 1783. F, (B. 8. AOM Ex- 
licatio. Leid. 1744; 1761. F.; O. Martine comment. Edinb. 
rSS. 8); Opuflciila aiiat. Yened. 1564. 4; L«id. 1707. 8., — 
^kher Kmfier a. QrSningen [st. 1600] war als Zootom 
IS73] berahmt — Im XVII Jahrb. hSoften rieh die anat. 
atdeckimgen and folgereichen Untenachangen, von welchen 
ier nur einige angedeutet werden können. JuL Cai$eriu$ 
BFerrara [gf. 1617] über Stimm* n. Gehör« Organe 1600; 
wtrefBiehe anatom. Abbildungen Yen. 1627. F. ; der gelehrte 
k$p. Bauhim in Baael [st. 1624] über Missgeburten 1614; 
tieroii« Fkhficiut de Aquapendente in Padua [st. 1619], 
hichtbar an tüchtigen Wahrnehmungen u. tieferen Blicken, 
lieh verziglicher Chirurg: Opp. chirurg. Leiden 1723. F^; 
(p. adatom« et pbysiol. L. 1738. F.; Cuip* ÄttUio in PaTia 
ilk. 1626] entdeckt 1622 die Chylusgefftsse 2 de lactibus s. 
Ms laeteis. Mail. 1627. 4 ro. Hokschn. in Farbendruck; 
iich dem Mich. Serveio im KYI Jahrb. den feinen Kreis- 
Ihf des Blutes durch die Lungen von und nach dem Herzen 
leobaohtet (s. Aiirue de la structnre du coeur 1 p. 77. 79) 
m4P. &mrpi (3.8. 147) die folgenreiche Wahrnehmung in 
Altem ganzen Umfange weiter entwickelt hatte, entdeckte 
Will J7«r»fjf in London [geb. 1577; st. d. 3 Jun. 1657], ge- 
bildet in Pttdoa, 1619 den Blutumlauf: de motu cördis et san- 
gDiflis. Frkf. 1628; Leid. 1737. 4; Opp. London 1766. 4; der 
Aogsbarger /. 6. Wirtung [st. 1643], aufmericsam gemacht 
lorch M^riiz Hoffmann ^ nachher Prof. in Altorf [st. 1698], 
Mtdeckte in Padua 1642 den pankreatischen Gang; J. Pec- 
)fit€t in Paris [st. 1674] den Ductus Thoradcus 1649; der 
Rchwede 0/. Rudbek [geb. 1630; st. 1702] die Lymphgefässe 
b> das Saugadersystem 1653 ; Fz OUaon zergliederte die Le- 
ber 1654; Ler. Beiiini [st. 1704] die Nieren 1662; Th. IVü- 
<w (S. 320) das Gehirn 1664; Rieh. Lawtr [st. 1691] das 
Berz 1669; Catp. Bartholin II [st. 1704] untersuchte das Dia- 
phragma 1676; Raym. Vieunent zu Montpellier [st. 1715] 
Erörterte die Nervenlehre 1684, Ant. Nuck die Drüsenlehre' 
^^92. Andere berühmte Anatomen : JoA. Veiling aus Minden 
{st. 1649] in Yenedig,. durch Naturforscbung und um Botanik 
vielfach verdient; Fortuni» Liceti [st. 1656] in Pisa, Padua 
Qod Bologna, auch als gelehrter Archftolog geschätzt, de mon- 
<trigiei6; J^Riolan in Paris [st. 1657] durch eigenthümliche. 



328 MediciA, Anatomie. 



oft ficltsame Ansiebten bekannt^ WerM. Ro(fink in Jena [st. 
1679] ; C. VtcL Schneider in Wittenberg [st. 1680]; Th. Bar. 
ihoUnui in Kopenhagen [st. 1680]; Nie. Sieno in Floieni 
u. Kopenhagen [st. 1686], ein tüchtiger a. vieles zoerst wahr- 
nehmender Beobachter; der hochverdiente Mßrc. JUalpigki 
[st. 1694], den Drüsenbau erörternd 1628: Opp. Lond. 1686. 
F.; Opp. posthuma. L. 1687. F.; vgl. Fabronii vitae Dec 1 
p. 233 sq. 5 Gg Bidloo in Leiden [st. 1713], dessen Lehrbuch 
1685 u. s. w* lange Zeit in ausschliesslichem Ansehen stand; 
/. M. Lancisi in Rom [st. 1720]; der Pariser Chirurg l 
,Mery [st. 1722]; Anti Maria Vahaiva in Bologna [st. 1723] 
1666 vgl. Morgagni in Fabronii vitae Dec. 1 p. 278 sq. odec 
vol. 5 p. 64 4iq.; Ahxit Liiire in Paris [st. 1725] u. m. a. 
Purch die von Dom. Gagliardi in Rom [1688] eingeführte 
Benutzung chemischer Reagentien xn schärferen anat. Unter 
suchungen und durch vielseitige Anwendung des Mikroskopsl 
(späterhin hoch gesteigert von /. Naih. Lieberküin 1745;l 
Dissertatt Lond. 1782. 4) wurden die weiteren Fortschritte 
im XVIII Jahrb. vorbereitet und erleichtert. Friedrick Ruyick 
in Amsterdam [geb. 1638; st 1731] bereicherte die A« mit 
vielen wichtigen Entdeckungen und brachte die Kunst der lo- 
jection zu hoher Vollkommenheit: Dilucidatt. valvulamm io 
vasis Ijmph. et Jacteis. Haag 1665. 12; Opp. Amsterd. 1721 
ffl. 2» 4; vgl. /. F. Schreiber hist. vitae et merit. F. H 
Ainst. 1732. 4; J. Vom. Saniorini in Venedig [st. 1737], 
ZergUederer der Brüste u. 8. w. ; J. Donglas in London un- 
tersucht die Muskeln 1707; Alex* Monro I in London [su 
1767] die Nerven 1726; /. F. Cauebohm in Berlin [st. 1740] 
das Ohr 1734; d. Däne Jac. Ben.. Wimloto in Paris [st. 1760] 
und Ant. Ferrein das. [st. 1769], Untersucher der Stimmor- 
gane 1741; Josias JFeiibrechi in St. Petersburg [st. 1747] 
verdient um die Bänderlehre 1742; W. Chetelden in London 
[st. 1752]$ *A. V. Hallen Joh. Fried. Mechel in Berlin [st. 
1774] untersucht Nerven und Gehirn 1748; /• G. Zinn in Göt- 
tingen [st. 1759] das Auge 1755; J. Senac in Paris [st. 1770] 
das Herz 1749, -^ Bernk. Siegfried Albinui a. Frankfurt a. 
d. O. [geb. 1697; st. d. 9 Sept. 1770], Prof. in Leiden [1719} 
der grösste Zergliederer s. Zeit, welcher durch J. Wandelaar 
[1737 — 57"] fast unübertrefilich treue Abbildungen verfertigen 
lioss: de ossibus. L. 1726. 8; bist, musculorum. L. 1734. 4; 



I 

Medicin. Anatomie. Physiolpgie. 329 

arteriis et venia intest L« 1736. 4; de aede et oonsa eo* 
is Aethiopnm. L» 1737. 4; academ. aniiotalt* LI, VIII. L, 
54 ffl. 2. 4 u. a. — Oiov. BatU Morgagni -. a. Forli [geb. 
Sl ; 8t. d. 5 Dec. 1771], Prof. in Bologna «nd Paduä, nn-. 
vblich durch s. Leistungen für patholog. A«, gleich groaa 

Umfange des Wissens^ in gewissenhafter Sorg&lt der Be* 
achtong und in gediegener Reife des Uitheils: de sedibos 
caasis morbon per anatomen ihdagatis LI. V. Padaa 1765. 
F« u. 8. w.; Adversaria anat Leid. 1741. 4; Epist. anat. 
K. Yened. 1764. F«; bpnscnla. Y. 1763. F.; Opp. ojnnia; 
. 1765. 5 F.; vgl 6. Moica vita M. Neap. 1768. 8. — Z 
. Neubauer in Jena [st. 1777]; Jo$. Lieuiaud in Paris [st.- 
i80]; J. F. Lehsiein in Strasburg [et. 1784]; H. A. Wri$^ 
Tg in Gottingen [st. 1808], Unters, der Nerven 1777; H. 
.v. LeveHng in Ingolstadt [st. 1798]; Pk. Fr. Theod. Me- 
tl in Halle [st. 1803], Unters des Ohres 1777; J.A Mayer 

Berlin [st. 1801]; 7. G. Walier in Berlin [st. 1812] Ma- 
nnt anat. B. 1805. 4; der hochverdiente und als classisch 
»erkannte &am. Thom. Sömmerring a. Thorn {geh. 1755; sU 
2 Mz 1830]; /. F. BlumenbacA; F. Hildebrand [st. 1816]; 
r. K Meckef: C /• M. Langenbeck; Adph W, Otio; JSL 
h Weber u* m. a. — Die Niederländer And* Bonn in Amn 
erdam [st. 1818]; *P. Camper; *Bd..Sandifort Uk leiden 
Ins. anat. L. 1793. 2 F» u. s. & P.Jph. S. u. a. — Die Brit- 
m W. Hunier [st* 1783] Anat. of the huni. g;ra?id. uteras« 
. 1775. F.; /. Hunter [st. 1793]; M. BaHiie [geh. 1761; 
. 1823]: the morbid anat. 1795; Ed.IY. 1807; /• Bell [st. 
»20J Lekrb. 1795 u. s. w. 1811. 3, 8; Alea:. Monro II [st. 
M7] Unters, der Nerven; Lehrb. Edinb. 1813« 3. 8.u. v. a. 
- Die Italiäner Ant. Scarpa^ als Forsqher über die Gehör* 
. Gerucbwerkseage 1780, als Oateolog u, Chirurg gefeiert; 
V. Caldami; Paolo Maicagni [st. 1815]^ die lymphat. Ge- 
isse genauer untersuchend 1787; .Anat. Flor. 1819. F.; F. 
Intommarchi; v. a. — Die Franxosen. Vßcq d^Aiyr; M. FV. 
r. Bichai; A, Portal; Q. Cupierf P. Aug. Becilard [geb. 
785; St. 1825] u. v, a. 

b) In der, von Philosophie und Anatomie abhängigen 
Physiologie wurden lange im Wesentlichen die Galenschen 
jinindansichten beybehalten, wenn gleich & Santortj Jäarvey^ 
^acouy B. Bosle^ •/. Mayow u. B^relli richtigere Forsdiung« 



%%0 Medtciii. Diätetik. 

weg« beieMiiietM. F^ de la Boi Sjfhimg Systmi 1A63 wm 
^#n Viden angraoüimea und ent dnrcb Böerime [1701 
sMtürxt) die aaegebrritete Schale dieses ^feierten Mani 
und A* t^. Hmlier (*J. H. Bahn 1771) erviriilKten mit answ^ 
detttfgem JErfelge die wisseascliafidiehe Gestaltung der 
Ihre bedeuteadstea Bereiobemngca verdanket sie saerst 4rji 
Brifttea Sieph. Hahi, K Wkgtt^ Ch. Bell u. A., bes. %\ 
Burwin^ F. MageuÜe n. A.; den Fraaiosen Nie. Jt 
[st. 1793], M. F. X Bpßkmi; P. Joi. Bartkez [st. 1906], 
L, Buma$ u. A.; der kal. Gaet. PaUoni [geb. 1756; st. 1J 
a. m. vor allen uderen den Teatscben /• CipkAmd. Maji 
[st. 1801], /. F. Blumenbach^ *J. H. F. Auimrieik, V. 
BeU [geb. 1759; st. 1817]; Cf. Pfocha$ka [st. 1820]; /. 
M^chetj E. D. A. Burief$j C. A. Bud^pkiy /. Evang. 

htmje u. V. a. 

c) Für Difttetik watde im XVI Jahrb. wenig, dssbi 
sie von C Qeiner 1556, L. Cornaro in Padaa [st. 1566] \| 
«aer Makrebietik 1658 and B. Cardamui 1580, geleistet; M 
den Schriften mehrer Italiftner über Bider nnd Gymnasti 
herteclite die arebftologische Ricbtang vor; die siemlich bM 
figen Bacher aber Nahraagmittel, deren 9F. B. äUvirns iSMi 
n. A. susamnentragen , sind als Verläafer 4er Legion t« 
Keebbfickem ansasehen ; die Salenutaniscbea YersehriltiHi ii| 
Lebensordnnng bebanpteten ihr Ansehen bis in die sweji 
Hatte des XVII Jahrb. ~ S. &afUm% in Padna [at. 163l| 
darch \* Transpiradonmetiiode (de medicina statiea 1614) M 
rahmt, machte auf den wirksamen Einflass der Lebensart ai 
den mensehl. C6rper aitfmcrksam; Vnh Heimr. Vogler 4 
Heliiistädt [st. 1677] trag mit der ihm'eigenthftmlicbeD Hl| 
Vidseitigkeit, nicht tief gesdiöpfte Regeln aar Erhaltang H 
Gesiindbeit vor 1667 ; nnd Corn^ ßMttAoe in Amsterdam [i 
1685] schrieb eiae MriiroUetik 1684. *^ /. O. e. Berger 
Wittenberg [st. 1736] empfahl den Stndirenden Terstfindq 
Maassregeln aar Erimhang der Gesundheit 1707 $ dassiscb 
Rahm erlangten des gelehrten Römers Bern. Ramazzia$[t 
1714] Tr. de morbis artificam. Modena 1700. 8; t. Stendi 
1780 f. 2. 8; de ptiacipam valetudtne tuende. Padna 1710. 
Opp. P« 1718. 4. 8; Neap. 1749. 4; Fr. Hoffmunm (deum 
Gesundhdt*Regeln C. A. Werret heransgegeben bat. C5h 
1828) 1715; Qge Cbeyne*% in London [st. 1748] Essay # 



MedidEU Patbologi« iL Thera^e. 331 

$tlth and long Hfe. Lond. I7M; 1740» 8 Q, s. w«; /• 4* IK 
}iisofB in Lausanne [nU 1797] AtU m pwpte 1767« S; IPV/. 
Man in Edinburg [gdb. 1729; st, 1805]: Dmi^O iMdi- 
koe 1772 n. «. w«; «nd 6. G. BicIUefu in QSttingen [st 
p3], andi in spraablicber Hinaiclit anagearidinete gelialt. 
ille Anfsatse: OpQtcttla. Frkf. n. Lpa» 1780 £ 3-« 4; Pmei* 
ipta diaet. 1780. & --* In neuerer Zeit berracliel in diesem 
flMile der medie, Bel^hmag fiberall grosse Thftligkeit^ alL 
meinere Beaebtni^ habe» unter anderen gefimden M.MoML 
hrcardu [geb. 1747; st, 1816] Besebr» PyrmMt'ä 1784. Jt 
{ über Natur u« Gebraueb der BftdtByr 1793* 8 ; Mmss, Carmi» 
fe/t allgen. Gesundbeidebre. Pavial79i f. 2.8; U Lpz.1792; 
»« Lps. 1792« 2« 8 ; Ci. W. M^fetan^ Kunst das mensi^L 
Aen zu verltegern. Jena 1796, 8 u, s. w»; des adeln Um^ 
ieofreandes B. Cpi Fauit Gesundbeitkatechismus 1704 oft; 
I» Fei. PauHtzky [st. 1792] Anleitung f. d, Landleuta wat 
bsondbeitpflege, Ftkf. 1791 ; VUI Aufl. Gies» 1823. 8; 
IT. a. 

Id) In Bearbeitung der Patbolo^ie und Therapie 
enbaret sich grosse Yerschiedenartigkeit auch natieneUen 
sl systematiseben Elgenthumlicbkeiien. AusdemXVUabitu 
M aosKuaeiiAneu die JPranaosen P. Brmoi [et. 1&S2] ab 
jüeklichw Gegner des Arabiamus und Jmc. Mernel [st. 1558] 
^ Ramistiseher SysteaMitiker; unter den Itdiäneru der harr- 
Um Hanaaist G. Fntemsior0 (S. 102)^ weloher die kdA- 
iken Ti^ untersnehte 1535 und des selbstdenkanden Natur» 
inAeti A^ .C!atr«4NM prasla. RmI 1601« 8 1 unter den Teu^ 
Aea der vialumfaeseiide Geldyrto Ct^io v. Kr^ftiem [wu 
M^]; der eiaäMuvolle SkkmeJk v. Brt^ffinberg in Freyburg 
n Brehgaia [et. 1595]; F. Pimier iu^flasd^ {et. 1614] \ aus 
^ XVU: Br0^p0r AlpM^ ProL in PndnH [geb. 15i53; st. 
it*6]) ter Begründer Amt Semiotikt de praesagienda Tita et 
iMe aegrotantium LI. YIL Padua 1601 ; «"Leiden 1733. 4; 
k med. metbed. Päd. 1611; Leid. 1719. 4 ü. a;; der Eklek- 
iker ^nrntri; die S^dmikammA^ und Jtüg/miMbe Sdinle. -- 
'hglttch iruQhtbaper ist das XVIU Jahrb., in dewm erste 
^^raohate die Entslebni^ der Mwt ausgd)reiteten Schalan 
^ B. Bßerim0 1708, &«A/ 1708 und F. H^mtum 1718 
Ittt; aar an eia%e der iolgewr^iiheren Erscheinungen kann 
kiet eiiaaai« imden; X Artrm [st. 1766] fiber Venerisobe 



332 ' Medkin. ^ Pathobgie u. Therapie. 

Krankheiten 1735; P. Q. Werlhtf \^%u 1767] über Fiel 
1745; JR. Mead Int. 17S4] Monita 1751; 7. Huxham [st \7{ 
Aber Epidemien 1752; Fr.Boiaier Säuvagei [st 1767] Ch 
•ification der Krankheiten 1765; O. o. Ufeieieu [at. 1772 
Ant. van ttaen [st. 1776], weleher seine gelehrte Kiirzüii 
iigkeit in dem Glauben an Zauberey (de inagia 1775 ijf' 
Klose N. Ktt. Unterhalt. 2 S. 482 f.) hinreichend beurkui ' ' 
hat: ratio medendi 1757; Hier. Dav. Oaub [st. 1780] ii 
Catt. pathol. 175S; Morgagni 1761; N. Botin v. RosemU 
[st. 1773] über Kinderkrankheiten 1764; 7. Foihergitl 
1712; St. 1780] über BrKune nnd Gehirn wassersacht: woi 
Loikd. 1781. 8; 1783. 3. 8; Walth. v. Doeveren [st* 1782 
Joh» Käfupf [st. 1787] Bestürmung der Infarctus 1761 
Chph L. Hoffmaun [st. 1808] über Menschenpocken 177( 
W. Cullen Praxis 1777; A. C. Lorry [st 1783] über Hm 
krankheiten 1777; 7. Bapt. Buneriui de Kanilfeld [nt. 1781 
tnsdtutt. 1785; Max. Sioll [st 1787] Aphorismi 1780; 7i 
Currie Sturzbad im Nervenfieber 1787 und im Scharlacli 
M. Herz über Schwindel 1788; F. Ludw. Bang 
Praxis med, 1789; 7.P. Frank decarandis hom. 
aber Pest Patr. Buitel 1791, Fz v. Schraud 1801 u. m. a.; 
J.S. Wichmann [st 1802]; Lehr.F.Btnj. Leniinlku ISOI);' 
GgFordjfce [st 1802]; 7. Brown; A. R9$eilaub; Ad. A 
Marcus [geb. 1753; st 1816]; C. Aug. Wilh. Berends [get 
1754; st 1826]; 7. Ch.B€ili B Ru$h; Ph. Pinel [geb. 1745; 
•t 1826] Nosographie 1798 n. s« w. P. J. Bartkez; 7. VA 
V. Hildenbrand über Typhus 1810; Val. AI. Brera über Codi 
tagien 1819; 7. L. Alibert über Hantkrankheiten 1806 fl. it 
Nosologie 1817; Ign. D'&llinger über Absonderungen 181^ 
J. Mererombie über Kr. des Gehirns n, Ruekenmarks, iä 
Magens u. Darmkanals f 821 f. ; B. T. H. Laennec [geb. 1 774)' 
St. 1826] über Lungen«* u« Herzkrankheiten 1824; M. iV. D^ 
vergie Syphilis 1826 u. s. w. Systeme- Ton C. Sprengel 174 
jll.; F. L. Kreysig 1818, D. O. Kieeer 1821 u. a. m. - 
Dass in T. Erscheinungen , wie 7. N. 6. Schäffet^n Vereii 
der Theorie u. Praxis 1817 fB.; 7. D, Brandie über psjcL 
Httlmittel 1818 und gelungene nosolog. Monographien nicbi 
selten sind, berechtiget su erfreulichen Folgerungen. — Rand- 
u. Lebrb. von 1F. G. Plouejuet 1791 , Chpk W. Hnfelaid 
1799» H.LMalfam 1809, G. W. Cp. ConradiiSi2fL u.t 



ni i/9u; ./(Hf 
charlach 180t 
»g [st 182^ 
1. morb. 17^ 



Medicin. Chirurgie. 333 

., J:N. Baimann 1813 f., Pk C Harimann [st. 1«30] 1814^ 
'. D. A. Barieii^ H. W. G. Bemer 1818 n. m.. a. 

e) Die Chirurgie blieb lange auf einzelne Fälle und 
chnische Fertigkeit beschränkt; in Italien wurde sie durch 
|gcklichen Anbau der Anatomie gefördert und flöissig beor- 
|itet von Johanna de Bomanü^ welcher den Blasenstein 
flirte 1 525, Jae. Beirengar de CarpiSj P. FwancOj Mariano 
fmto V. Barletta, Catp. Tagliacozzi [st. 1599], durch Rhino« 
|9stik berühmt, Caei. ßlagaii [st. 1647], dem Calabresen 
fdzrc Aur. Sevennv [st, 1657], welcher zu dem älteren kräf- 
pa Verfahren zurückkehrte 1646 . u. m. ; in Frankreich ^- 
l^gtea die Wundärzte früh [1577] Facultätrechte und zei^h- 
0(en sich durch eigenthümliche Methoden aus, so 7. Tagauli 
^43, Ambr. ParS [st. 1592], JacOnillemeau. Int 1612J9 
]ßbr. Ch. ie Cierc 1694, Fr. Poupart [st 1708] n. A.; ki 
[botschland compilirte W. H. Biviu$ eine grosse Chirurgie. 
basb. 1541. F.; Terdienstlichere Wirksamkeit bewährten 
mphr. Paracehnt 1536, Fei. Würz [st. 1576], der in thep^ 
et n. prakt Rücksicht gleich achtbare Wtlk. Falriciut HiU 
anas [st. 1634J, Maiih. Goltfr. Purmann [st. 1711] u. A.— 
m XVIII Jahrb. gewann Ch. eine wissenschaftliche Gestalt 
ml fruchtbare Wechselwirkung mit der gesammten Arzney-« 
rusenschaft, wozu das .in Berlin [1724] begründete Collegiom 
ledico-chirnrgicum und die von Franc. Gigot de la Peyro^^ 
))« [st 1747] in Paris [1731] gestiftete Chirurgische Akade« 
üeund die Einrichtung der Ecole de eh. [1774] nicht wenig 
i^ftrngen. Der berühmten franz. Chirurgen (vgl. Suringar 
leGallorum chirnrgia observationum. Sylloge. Leiden 1827.8) 
ki sehr viele; z. B. Vom. Anely welcher eine neae Methode 
n Heilung der Thränenfistel einführte 1713 ffl.; /. Louim 
^^tü [st. 1750] über Knochenkrankheiten 1705 u. s. w. ; Fr. 
^urfour du Peiü [st. 1741] über Staaroper. 1727; CL Nie. 
Ka^ [st. 1768] und H. FY le Dran [st. 1770] über SteiA- 
tthnitt 1730; Sauveur Morand [st. 1773] u. s. S. /. Fr. Clem. 
I^oraad [st. 1784]; Tk. TroncAi» [st. 1781]; TouMtaint Borr 
fc«aüc [st. 1782]; /. P. David [st. 1784]; Ant. Louis [sf. 
^^92]; P. /. Detail// [st. 1795]; B. B. Sabatier^ Jo$. Fr. L. 
^^fchampt [geb. 1740; st. 1824] am vollständigsten über den 
Steinschnitt 1796, A. Portal^ A. Bicierandj Alex. Boyer^ 
Urrey u. v. •— Unter den Italiftnern sind g<^btet GiU9. Fla- 



334 Medidn. Cliinirgle Entbindangkunst 

fmi4 [tt 1808] n« Tor allen A. Searpa u« m. ; iiiit«v d^ Bri 
J. Dougioi, W. Ckeitlden [st 1752] ; Fere. PbH [st 1788], 
Bunter [st. 1793], L. Beii^ J. Runely J. F. D. Jornet, Atth 
C^eper 1 824 a* v. a. ; der Däne H. CaUUen [geb. 1740 ; it. 18! 
1777 f., der Schwede Ol. Aerel [st. 1807] o. a. -^ Ten 
Imd, mit faerkdinmliGber Empfiüigliebkeit das Bewährtere 
Anshittdes dankbar sich aneignend nnd umsichtig benotzi 
bat eine nberaas reiche chimrg« Litteratnr: Ler, HfM 
Jftot. ia Helmstadt [geb. 1683; st. d. 18 Apr. 1758], V 
der neueren System« Ch. 1718; «/• Zaei. Platner ia Lei 
[st. 1747]; Burck. Dm. Mumehari in TdUngen [st. 175 
über eingd^lemmte Bräche 1722, tber Augenkrankheiten 17' 
fli.; Diasertalt. TuUag. 1783. 2. 8; fär Felddiinirgie 7.01 
BÜguer [st 1796], /. Leier. Sehmueker [st. 1786], J. 
ilag. Theden [st. 1797], Ci. L. Mureimma u^ m.; J. J. fl 
in Wien [st 1807] ; C. Cp. v. Sieiold in Wirsborg [st 1 
in Göttfngen A. G. Bichter [st 1812]: diirurg. Bibl. 1771 
Jmn. Ameman» [geh, 1763; st. 1806], C J. M. Im, 
ieek; ia Berlin C. F. v. Qrdife^ J. N. Bm$i u. s. w.; in 
ehea 1^. v. WaÜier n. v. a. 

f) Da« sdiwer sa fiberwiadende Yorurtheil gegen mM 
lidien Beystwd hielt die wisseasebaf Aebe Anebildang m 
Entbind ungkunvt sehr lange auf. In Tentariiland, wm 
ehes auch eine der titesten Hebamroenordnungen [1S73J hat 
erschien das erste, weit und breit beliebt gewordene Lebi 
bsch: EmcL RStmlim der schwang. Fr. Bosengarten (Str 
1*22. 4 oft; lat 1532. 8 u. s.w.; frans. 1636 u.s.w.); 
CompBatiotten des allseit fertigea W. H. BMue [1545] n. 
sieht SU gedenken. Von fraasäs. Chirurgen wurde verb 
mssmässig das beste gelmstet. Frone. Bemesetj welcher 
Kaisersehaitt [1581] bevorwortete, A. FmrS^ J. Ouille 
1599; Tollstäadiger 1668 Franc. Manrieeam [st 1709] u 
-* Nachdem mäanliche Bildangschulen für die Enttundmi 
kuast errichtet worden wareä, in S^asbarg 1728, ia Be 
1751, ia Wien 1752, in Kopenhagen 1762, in London 17i 
u. s. w.; nachdem J. Palfyn [1723] den Gebraach derKo] 
sänge fQr lebende Gebarten eingeführt. And. Levrei [st. 17i 
1748 und fFÜL SmelÜe [st 1763] 1752 in VerroUkemmno 
der wichtigeren Werkseuge vergearbeitet. Andere die Erfab^ 
ung mit nätsÜcbea Beobachtungen bereichert hatten, konot 



' 



idii. ArKneymitteDelire. 335 

r systeniat. Bearbeitnng voigMcbrittcii wer&n und üem 

grösiereo Theiles Teotseben aa verdanken : /. Gg B9de» 
* in Gdttingen [st. 1763] Eiern. 1752; Gg Wili. S/M» ia 
isel u. Marburg [at« 1803], wekher ne mathematiecb be« 
Mete 1770 ffl.) Malth. SaMorph in Kopenhagen [et. 1801J 
n fl.; •/. ^'^ Baudehcque in Paris [st. 1810] 1781 fL; Ti. 
rsflrm in London [st 1814] 1783; Jj Ck. Siark in Jena 
^1811] 1787; L. J. Boer in Wien 1791; Ansg. IIL 1818. 
i\K B. OHander in G5ttingen [st. 1822] l799 ffl.; /. H. 
^and [8t 1817]; B. El. v. SübM in Berlin, G. W. SiHt^ 
Bonn 11. in« o« 

g) Die Arzneimittellehre, unter allen niedic. Dis- 
dinen vielleicbt am meisten streng wissensobaftUeher Be- 
Indong bedürftig nfld fnr den reichen Gewinn aas erwei- 
Iter Naturkunde empfilnglieh, verdankt ihren ersten Anbau 
lichliessKch Botanikern and Chemikern, 3%i Paraeelna 
M, Otto Bruf^th [st 1534] 1530, Mick. Servtio [st 1553]; 

l Wepfer [st. 1695]; B. JUead iJOH. Methodisch wnrde 
f behandelt von F4$ul Hermaim [st. 16953 nad Boerkane 
19, der die Reoeptirkunst [1732] ordnete; und systematisch 
ttdtet von Ei. Frame. GeoßVog [st 1731]; Jue. Reimk. 
fielmann [st. 1783] 1774; sehr vollstaedig ausgestattet von 

A. Murray [st 1791] 1776 ffl«; mit Kritik bearbeitet von 
^^Culkn 1789; Lehrb. v. Conr. Mänek [st 1803] 1789; 

Aruemänn 1791; F. Jakm [st 1814] 1797; A. Ypey [$x. 
|I9] 1799; F. X Swediaur [geb. 1748; st 1824] 1800) *&. 
'^nmann 1814 ffl. 6. 8; J. Wendi 1830 u. m. a. — FQr 
% an Chemie gebundene und herkömmlich wissenschafdieher 
Gründung ermangelnde Pharma c^utik sind thätig gewe* 
% unter den Siteren 0. Bru^feh 1536, An. Foe^ 1561, L. 
M«1563; J. Schröder 1641, Dan. Lud^iei 1671, Ckn 
k^SS^^ 1674. Vester geregelt \rurde sie durch Siukl 1697, 
k. Ltmery [st 1719] 1698, Geqffr^ 1718; und mehrsei- 
P Vervolll|[ommnung erhielt sie durch Caip. Neumann [st^ 
^7] praeleett. 1740; J. Gg Medel [st 1774] Chem. Ne» 
^t. 17601; Ant. BaumS [st 1804] Elimens 1762; C. 
Wr. Sagen [geb. 1749; st 1829] Lehrb. 1777 ffl.; GM- 
^i Rermbii&diy TrewmedorjBfj Weittamh u. v. a. — Unter 
^ sahireichen PharmakopSen sind auszuheben: die 
^Qgabarger 1573 von Ad. Occo; das Pariser Apothek. 



336 Medicfn. Staattarzneykunde« 



B. 1690 and db Pb. 1637; dieNorabeTger 1666; dieL 
dener 1674; die Strasburger 1725; die Sohweizt 
•che 1771; die Dftniiche 1772; die «fidinbnrghic 
1775; die Bussiscbe 1778 ffl.; die Londoosche 1788; 
Caeselsche 1791; die ^Preaseische 1799; die Niedei 
ländieche 1811; die ßaiereohe 1822 n« e. w«; vgl P! 
macopoea nniTersalii. Weimar 1829 f. 2, 8* 

h) Die geriebtlicbe Arzneywissenachaft gei 
tete lieh in Folge des durch Carlas V peiolicbe Habgerid 
Ordnung [1533] entstandenen neuen Crimioalrechts , ivu 
xnerst nystematiich bearbeitet von Forlunatu$ FideH$ | 
1630] de relat« med. Palermo 1598* 4 und mehrfach ber 
chert von Paul Zacekia$ [st* 1659] quaest. Ronot 1621.4; 
Amman [et. 1691] Med« crit. Lpz. 1670» 4; M. B. Volt 
[et, 1729] Pandectae med; leg. Frlcf. 1701. F.; Corp. j« 
Frkf. 1721. F«; fiber die von Th. Bartholin 1603, Mal. Ti 
rton u. C. Baljfger 1677, /• Bchreyer 1682 u. 1691 vorj 
•chlagene Lungenprobe stellte Chph. GotiL Büttner [st. 17 
eine sorgföldgere Untersuchung (Königsb. 1771. 4) an. Lei 
bficher, Gutachten, Sammlungen von U. Fr. Teiehmeyer h 
1744] 1722; J. ß. Bebemtreit [st 1757] 1763; CA. G.L 
ufig [sr. 1773] 1765; Ch. F. Daniel [st. 1771] u. s. S/ 
1798] 1780; J. J. Plenk 1781; W. G. Plauequet 1777 Hl 
J. CA. F. .Scher/ 1783 ffl. ; J. Th. Pyl 1785 ffl. ; * Dan. Mi 
ger [st. 1805] System 1793 ffl.; J. H. F. Auienrieth 1 
''L. /. C. Mende 1819 u. v. a. — Die med« Polizey w 
zuerst von Joach. Strüppe 1573 bearbeitest u. A.; Lwbc. 
HSrnigh [st. 1667] erörterte die Pflichten der Medidaalpe 
nen 1638; J. Graunt in London benutzte [1662] die Todt 
listen fär med. polic. Zwecke; J. W. Baumont [st. 178S] t 
fasste ein System 1777, ein durch YoUständigkrit und ^ 
schaftlicben Gehalt claiisisches Werk /• P. Frank [geb .17 
St. 1821] 1779 ffl., F. F. FodSri 1798, Orßla 1821 u. M8 
V. Fr. Niemann 1828 u. m. a. In der neuesten Zeit enchi» 
nen G. v. Erhart, Entw. e. phys. med. Policeygesetzb. Aogik 
(1820?) 4. 8; JS. yaneym der Stellung des Arztes imStaatf 
Lpz. 1823. 8 u. m., was ffir die in T. geltende bdhere A^ 
sieht von dieser Disdplin zeuget. — Ueber die Staatsannev 
künde Oberhaupt' haben wir ein Hdb. von /. Berndt iSlf ^ 
eine Zeitschr. von A. Henke 1821 fl. u. m. a. 



die. Thierheilk. Encyklopädie. Jurisprudenz. 337 

t) Die von J. Ph» Ingraitiat in Palermo [st. 1580] be- 
ndeteT hier heil künde war lange auf Rossarzney künde 
;hrankt and erweiterte sich erst im XYIII Jahrh. [s. 1711] 
ßh Anlegung von Y eterinärschnlen in Frankreich, Teutsch* 
I, England n. s. w« nnd vermittelst der, besocders in neu- 
r Ze;t erfolgreich angebanten vergleichenden Anatomie« 
'dienste um dieselbe haben sich erworben: B, Ramazzini^ 
U. Landsij Giov. Brugnone [st 1818] u. A.; die Fran- 
en /. J. Manget [st 1742], Et. GuilL de la.Foue [st 
15], Cl. Bourgelat [st 1779] Stifter der Yeterinärschule 
Lyon 1761 ; J. J. Faulet in Fontunebleau [geb. 1739; st 
Iß], L. Vitet [st 1809], Vicq d*Azyr n. v. a.; die Däneii 
Chn Abildgard [geb. 1748; st 1801] tu s. Seh. Eric Ab- 
^ Vtborg [geb. 1759; st 1821] u. A.; die Tentschen /. 
P. Erxleben 1769 ffl.; J. O. Wohtein [geb. 1738; st 
M], J. N. Rohlwesy J. D. Busch, C L» Schwab n. v. a. 

A) Unter einer grossen Menge methodologischer 
^ften sind einige der dnrch Eigenthümlichkeit und zeit- 
Ȋsse Wirksamkeit bemerkenswertheren die von Morgagni 
12, Boerhave 1726; Ch. G. Seile [st 1800] 1778 f.; TiV- 
M785 f.; Ploucquet 1797; C. F. Burdach 1800, /. JB. V. 
foxler 1805, L. H. Friedlaender 1823; L. Choulant 1S29 
m« a. — Yen neueren Encyklopädien haben Eingang 
fbnden die von /. J9. Metzger 1804, /. W. H. Conradi 
M, C. F. Burdaeh 1810 f. u. m. — \on med. Wörter- 
ehern sind zu erwähnen: Steph. Blancardi novum Lex. 
d. graeco-lat Amsterd. 1679 oft; Ed. novissima emendata 
(^* Cr, Kühn, Lpz. 1832. 2. 8; Dict. des sciences medica- 
• Paris 1812 f. 60. 8, welchem sich anschliesst ^Joornal 
nplementaire 1818, wird fortgesetzt; Fr* L» Meissner En- 
dopädie. Lpz. 1829 f.; Encyklopädisches Wörterbuch d. 
^ W. Berlin 1828 f. 

Auf Jurisprudenz hatte das im XYI Jahrh mit all- 
Nner Begeisterung verfolgte Studium der altclass. Litt. 
^ tinmittelbaren und entscheidenden Einfinss; der^ampf 
{Ramanisten gegen die Scholastik war zugleich gegen die 

Eey der Bartolisten oder der Realistenschule gerichtet; 
Uchland, Frankreich, Italien u. Spanien wurde Rechts- 
ter HB. d. LiCL Gdch. IV. 22 



338 Jurisprudenz. ^ 

wiMentchaft Ton hnmanitüicheii Gelehrten mit Pbflologie 
Geschichte in enge Verbindung n. fruchtbare Wechielwirkai 
gebracht und gewann formelle Veredelung und mannigfa( 
Erweiterung und Aufklärung« Diese Richtung des juristiBcl 
Studiums fand in der teutscben Kirchenreformation in so wi 
einen Stutzpunct, als darin die Auflehnung gegen den, 
kanonische Recht beschützenden römischen Hof verstärkt! 
werden schien ; aber eigentlich floss das Streben nach Ui 
tung des kirchlichen Lebens uod der Rechtswissenschaft 
Einer Quelle und die im Erfolge Terschwisterte Wir! 
humanistischer Geistesbildung bestand und bewftlärte uch 
unmittelbare Wechselbeziehung zwischen Kirche und 
so wie in beiden eine nicht kleine Partey steifsinniger V^ 
ehrer des Scholayticlsmus fortdauerte. Die Methodisti 
die Franzosen Franc. C^nnan [st. 1551] u. JST. DoneoM 
1591], und Nie. Vigeiiui [st 1600] und Herrn. Vuliejm 
1634] in Marburg, u. m. a.| und die Reconcinatoii 
welche auf sjstomat. Anordnung 4er römischen Gesetzgebi 
ausgingen 9 können als eklektische Vermittler zwischen 
manisten und Scholastikern angesehen werden und ihr 
nicht erspriesslicher Einfluss auf wissensch. Verfahren 
auf Erleichteffungrersuche des Studiums (dem Job» Bmno 16] 
u. Sam. Siryk 1709 sogar mit philanthropischen Künsten 
Mnemonik zu Hülfe kommen wollten) ist nicht za verki 
Der phijosoph. Geist, ausgesprochen in Bearbettqng des 
tur- u. Völkerrechtes (s. oben S. 223) und übergehend 
andere Disdplinen der Jurisprudenz, wie der gesammten pi 
tischen Lebensansicht, und die von CA. Ttomaiim$ (S. 
in Umlauf gesetzten freysinnigeren Grundsätze trugen rei 
Früchte. Durch die, oft missbräuchlich übertriebene Anw( 
düng der Wolfischen demonstrativen Methode wurde doch 
Allgemeinen Klarheit und Bestimmtheit der Begriffe und 
gere Verbindung der einzelnen Bestandtheile zu Einem 
zen gewonnen. In der zweyten Hälfte des XVIII h 
traf vieles zusammen, was die wissenschaftliche Veredel« 
der Jurisprudenz förderte: Philologen verbanden Spri 
schui^mit umfassender Sachkenntnisse philos« Krittle 
KnnsoRin und wirkten erfolgreich auf alle Geschäftstn« 
besonders auf die mit ihren Musterquellen unmittelbar an 
classische Alterthum gewiesene J. ein; die rrifere geu 



Jurisprudenz. . 330 

ildang verschmols init^dem öffentlicheii Leben nnd dorcfa- 
ang die Ansichten von dem höheren Zwecke des gesell- 
haftlichen Zustandes ; ßfontetquieUj BtccartOy Fitangieri u. 
, fassten mit hellem Scharfblicke und edel warmer Mensch» 
ihkeit, geschichtlich und ethisch die bedeutendsten Rechts* 
irhältiiisse auf nnd leiteten das Nachdenken auf Gebrech- 
ihkeiten und Schadhaftigkeiten, welche Herkon^men und 
onirtheil geheiligt haben ; die Vorzüge der brittischen Yer- 
ttnng wurden aligemeiner beachtet und die Unvollkommen- 
liten in den Einrichtungen anderer Staaten offen anerkannt 
id gerügt; Staats Wissenschaft, fleissigund zum Theil gliick- 
ek bearbeitet, schloss sich an Rechtsstudium an und steigerte 
B Bedeutung desselben; die neuen Gesetzgebungen in Preus- 
D, Russland, Toskana, Oesterreich, Frankreich u. s. w. ver- 

echauliehten das , durch unabweisbare Erfahrung dringend 
bderte und hinreichend gerechtfertigte Bedürfniss einer Um- 
iltuDg der rechtlichen Lebensänordnung ^und entschieden 

tr die Unverträglichkeit eines, bisher oft alleingültigen 
chanismus im Anlernen und in der, nicht selten aller Selbst- 
i 

iütigkeit des Yernunftwillens sich entäussernden Anwendung 
odtiver Bestimmungen, eigentlich Gewohnheiten mit den un- 
^kennbaren und mächtig hervortretenden Anfoderungen des 
flgemeiner ersehnten und richtiger gewürdigten öffentlichen 
Vohles; und die, mit Kants Kritik, in Teutschland neu be- 
izte Philosophie erzeugte rastlosen Forschunggeist und reges 
tfeben nach wissenschaftlicher Begründung jedweder Er^ 
enntniss und griff in Grundansichten und in die Gesammt- 
ptwickelung des Rechtsstudiums gleich tief ein« — Der Sitz 
iristischer Wissenschaftlichkeit und Gelehrsamkeit ist'jezt 
'eutschland; das ergiebt sich aus dem Reichthume guter 
• trefflicher litt. Erzeugnisse während der lezten Jahrzehnte ; 
) im Natur- und Völkerrecht, nachdem die Franzosen von 
nttel bis auf Mably voraufgegangen waren, von C G. Gün- 
^ 1787 an bis auf Jul. Schmeizing 1818; im Staatsrechte 
DU C. F. Moser und A. L. Schlozer bis auf B. S. Zacha- 
'^e 1823 ; so in den Umstaltungversuchen besonders des pein- 
(^hen Rechtes ; so in Monographien und vermischten Bemer- 
ongen, in der Legion zweckmässiger und für ihre nächste 
'«Stimmung wohlberechneter, zum Theile ausgezeichneter 
ehr- und Handbücher. So in dem Ueberflusse an Encyklo- 

22 • 



340 Jurisprud^iz. Römisches Recht. 

pädien seit 1685; Ton /. i. Scimauig 1737; /. F. Denkart 
1752; Si. Pütter; *A. F. Schott 1772 u. s. w.; J. F. Reue- 
meier 1785; "IT. G. Tqfinger 1789 ffl.; »G, Hugo 1792 E; 

E. L. A. Eisenhart 1795; *Q. Ht^eland 1795 u. 1797; 'i 

F. J. Thibaut 1797; CA. G. Konopack 1800; CiL i<; üfü- 
lenbruch 1807; C. /l CA. ITenA 1810; /. 3^ Weimg 1S2(; 
*iV: jPa/A 1821 ; C. TA. Welcher 1829 lu v. a. Diesabewab- 
heilet sich am überzeugendsten aus deni| die höhere ynssm 
schaftliche Ansicht beurJ^nndendeo, sinnvollen Streit zwucb« 
der philosophischen und der historischen Schule , dessen B(N 

' deotung von denen ;ani richtigsten erkannt und gewürdigt v 
werden scheint, welche den Gesammtertrag einer, an do^ 
durch Einfachheit der Grundsätze musterhaften Bomisclia 
Gesetzgebung entwickelten, zum Bechtsstndinm erfoderlicbel 
aUgemeinen wissenschaftlichen Bildung den geistigen Lebt 
gen einer, genügend nie erreichbaren Vollständigkeit und 
stimmtheit der Gesetzgebung entgegenstellen ; vgL A* F> 
Thibaut über die Nothwendigkeit eines allgem« burgerL Becl 
in Teutschland. Heidelb. 1814 nnd F. C. v. Havigny über 
Beruf unserer Zeit für Bechtswissenschaft und Gesetzgeba 
Heidelb. 1814. 

/. Das römische Becht wurde im XVI JabrL fa4 
ausschliesslich auf französischen Hochschulen, unter wi- 
chen sich geraume Zeit die zuBoarges auszeichnete, Hb- 
manistisch bearbeitet ; imXVU behaupteten Niederländer 
den Buhm , die sorgsamsten gelehrten Pfleger desselben i^^ 
seyn, und im XVIU theilen diesen Teutsche mit ihnen ui 
einigen Italiänern. In Tentschland wurde das rei 
humanistische Studium seit dem XVII Jahrh. durch Ver- 
schmelzung des B. B. mit anderen gültigen Becbten und dard 
vorherrschende prakt. Berücksichtigung des Gerichtsgebrau- 
ches aufgehalten ; einige der gefeiertesten Namen mögen diese 
Bichtung des röm. Bechtsstudiums versinnlichen: JoA. Bru* 
nemann in Frankfurt a. d. O. [st. 1672] ; Wolfg. Ad. Lau- 
terbach in Tübhigen [st. 1678] Coli, theor. pract. ad PanA 
1690; Ed. VI 1784. 3. 4; Gg Ad. Strme in Jena [st. 16921 
J. rom, gem. for. 16^0; Ed. XIV 1733; Sam. Stryk in Frank 
fürt a. d. 0., Wittenberg u. Halle [st. 1710] usus modernus 
1723. 5. 4 tt. s. w.; Jac. Fr. Ludovici in Halle [st. 1723| 
doctr. pand. 1709; Ed. XU 1769; /. Heinr. v. Berger In Vi'^^' 



Jurisprudenz. R jimisches Recht 341 

tenberg [st. 1732] Oeconomla jaris 1702; Ed« YIII 1801; J. 
Sa/. Brunnquell in Jena [sL 1735] htst. j. rom. germ. 1730; 
ipasc. 1774 s. Tb. ^ 8. 78; J. Balli. v. Wemher in Wit- 
tenberg [st. 1742] observatt. 1733. 9. 4 ; Auguitin v. Leyser 
in Wittenberg n. Helmstädt [st. 1752] meditatt. ad pand. 
iri7f. 11.4; dessen 1771 f. 13. 4; /. A, Helffeld in Jena 
[st. 1782] Jurisprud. forensis 1764; Ed. XI 1806; Juif. Henn. 
Sohmer in Halle [st. 1709] und Gg Ludw. B. in Gättingen 
[st. 1797] u. m. a. In neuerer Zeit sind von Teutschen un- 
gemein viele Versuche gemacht worden, das r5m. B. syste* 
natisch zn ordnen; so von/. Chph Hufacker [st. 1793] 1773; 
1788; G. Hugo 1799; *A. F. J. Tkihaui 1803 fi.; Ch. A. 
Gwaher 1805; C. G. Konopack 1806; *G. Hi^feland 1806; 
ICh. L. Setdemiieker y A. Heise 1807; «CA. G. Hauhold 
\m u. ""ISISO; C. F. F. Bucher 1808; C. A. Ik Unterholz-, 
m 1817; *Ch» F. Mühlenbruek 1823 u. v. a. — Aus der 
{rossen Anzahl verdienter Civilisten können hier nur einige, 
Inrch Umfang und Gründlichkeit des Wissens,* Eigenthüm* 
ichkeit der Ansicht und Fruchtbarkeit des Wirkens ausge- 
wichnet, nach der Zeitfolge aufgefährt werden : Greg. Halo- 
9Mder a. Zwickau [st. 1532] s. 2 S. 51. — Ulrich Zasius a. 
ÜDstDitz [geb. 1461 i st. 1535], Prot der Poesie [1500] u. 
ier Rechte [1506] in Freyburg, Eruimus Freund, reinigte das 
B>R.von verunstaltenden Glossen, erläuterte dasselbe aus 
Geschichte u. Archäologie und berücksichtigte den störenden 
Zwiespalt, worin es mit t. Sitten und Gewohnheiten steht: 
koD 1550; Frkf. a. M. 1590. 6. F.; Epp. Ulm 1774. 8. -^ 
6* Budi s. oben S. 25. — Andrea Aleiato a. Alzate b. Como 
geb. 1492; st. 1550], Prof. in Avignon, Begründer der jur. 
bmanistensdiule in Bourges [1529] u. Pavia [1532], dün- 
^elvoU und habsüchtig, unsterblich als Bekämpfer der GIos- 
latorenbarbarey u. Vater der philologisch-kritischen Methode : 
l^aetermissorum j. c. IJ. n. Mail. 1518; disponctionum j. c. 
'J'IV. 1519; parergorum j. LI. XII. 1&38; de verborum si- 
S&ificationibus 1530; Emblemata Mail. 1522; Padua 1621. 4 
^ V. jar. philol. u. bist. Sehr.; Opp. Bas. 1558 u. s. w. 4 F.; 
i^gi. Mazzuchelli, Bai^le, Jugler Beytr. 3 S. 14 ifl. — s. Neffe 
^«r Card. Franc. A. [st. 1580]. — Franc. Connan in Paris 
[«. 1551] comm. in j. c. Lyon 1566; Ncap. 1724. 2 F. — 
foi. Richard in Freyburg und Tübingen [st. 1552] 1 S. 386. 



342 Jurisprudenz. Rdmisches Recht 

— Andr^ Tirajueau in Paris [%t 1S58]: opp. Frkf. 1574 

8. W..7 F. «— Jfranc. Duaf^en [st. 1659], Bade's und Aldi 

to*s Seh., Prof» in Boarges: opp. Lyon 1684 n. s. w.; Ln 

1765. F. — Der Porlug« Ant. Oovea [st. 1666], Lehrer 

mehren franz. Univ., zalezt in Turin: opp. ed. /• v» Vaas$m 

Rotterd. 1766. F. — Der Schotte Henr. Serimger in Qsf 

[st. 1671], Bearb. d. griech. Novdlen 1658 s. 2 S. 52.«' 

Franc. BaUuin [geb. 1620; st. 1573], Prof. in Boarges [164^ 

Strasburg [1666], Heidelberg [1667—61], Angers [156 

geistreich, umfassend gelehrt, dassischer Stylist, wankelmi 

thig in relig. Ansichten : Oposc. in Heineceii jorisprad. B. 

Att. T. 1 ; vgl. Jugler Beytr. 2 S. 41 fll. — Laetio Tort 

a. Fano [geb. 1489; %U 1675], in Florenz u. s. Br. Fr 

s. 2 S. 61 ; vgl. Vita da D. M. Mannt. Fl. 1770. 4. -- D 

Friese Joach» Hopper [st. 1676], Prof. in LSwen, zalezt Ni 

derl. Grossnegelbewahrer in Madrid r Conun. ad pandeet Lö 

1554. 4; Epist. Utr. 1802. 4. -- Vigliui Zuickem [st. 1577 

in BrfisseL *— A. le CotUe oder Contim^ ftof. in Bonrgef [i 

1577] s. 2 S. 62; opp. Neapel 1725. F. — A. AuguHini 

oben S. 90. — Mattk. Waenbek a. Atitwerpen [st. ISM) 

Prof. in Jens u. Wittenberg: Paratitla j. Frkf. 1630. F. n.» 

w. — F. Hatosnan oben S. 27. — Jac. Cujas (CajaGiiu)ti 

Toulouse [geb. 1522; st. 1590], Prof. in Cahors [1554], Boi» 

ges [1565; 1569; 1575], Yalence [1557; 1567] and Tori 

[1566], Haupt einer geachteten Givilistenschule, sdiarfiio 

ger Forscher, kfibner Kritiker, systematischer Anordnung 

R. B. abgeneigt; s. 1 S. 386; 2 S. 61 opp. ed. C ff. t 

broiiui. Par. 1658. 10 F.; Neapel 1722; «Veaed. n. Med 

1768 ffl. 11 F.; vgl Berriai S. Prix bist, da droit R. m 

de rhist. de C. P. 1821. 8 p. 373 sqq4; E. Spangenher fl 

C. o. s. Zeitgenossen. Lpz. 1822. 8; v. Smigny in Tb 

Heft 18 S. 193 ffl. — s. Seh. GuiU. Banchin in Mm 

[st. 1683] s. 1 S. 382^1. s. w.; variarum lectt. LI. UI n. 

w. in Schminchii Synt. crit. — Parduipi dm Frat alterdio 

liehe Abhandl. in O^o Tfaes. 3 p. 305; 4 p. 387; 5 p. 4» 

vgl; Freytag AnaL p. 707. -— Jia^o Doneam od. Donellaft [i^ 

1591], Prof» in Bourges [1561—1572], dann in Altorf, ^ 

trefflicher systemat. Kopf, reich an humanist. Bildung : Cotfj 

ment. de Ji»e dvili ed. 8c. Gentäü. Frkf. 1626; /. OLKi] 

nig et C. F. Ferä. Bueier^ Nbg 1801 ffl.; Opp. Lncca 17«^ 



Jurisprudenz. Römisches Recht. 343 

1. 12 F. ; Neap. 1764. 9 F. — r Barn. Brüion a. Fon^tenay 
iPoitoa [g^eb.1531; geh« 1591]« Staatorath in Paris, muster- 
ifter linguistischer und arcbäolog^ Hnmanist, fortwährend 
achtet: de verhör, quae ad jus pert. significatione LL XIX. 
rkf. 1557; ed. Eeinecdus. Halle 1743; Hamh. 1778. F.; de 
ormulis et solemnibus F. R. verbis LI. VIII. P. 1583; ed. F. 
[Conradu Halle 1731; /• A. Bach. Lpz. 1754. F.; Opp. va- 
IbP. 1606.4; opp. minora ed. A. D. TrekelL Leid. 1747. F. 
- Joh. V. BorchoUen [geb. 1533; st. 1593], Melanchthon's 
. Cnjas Scfa., Prof. in Rostock u. Helmstädt vgl. Krey An- 
enken an Rost Gelehrte 4 S. 40 f. — P. u. F. Pühoü ob. 
127. — der Litterarhist. GmV/o Panciro/Zi [st. 1599]. — 
Serre Faur oder Faber^ Präsident in Tonlouse [st. 1600], 
tharfsinniger Kritiker n. gelehrter Archäolog: semestrium in 
»c. LI. III. P. 1570 ffl. 3. 4; Agonisticon. Lyon 1592.4 u. 
I Groiioü Thes. T. 8; vgl. Jvgler Beytr.^ S. 49 ffl. — H: 
\. Giffen S. 70; C. Rüterthui S. 47. — D. Gothnfred in 
bidelberg, Strasburg u. a. [st. 1622] s. 2S. 52; u. s. geist- 
ncher u. mit ausgebreiteter Gelehrsamkeit ausgestatteter S. 
lacoi in Genf [st. 1652] : opp. min. ed. Ch. H. Trotz. Leid. 
1733. F. ; s. 1 S. 265. — Dor dialektische Humanist JuL Pa- 
^ de Beriga [st. 1635], Prof. in Heidelberg [1585], Sedan 
[1595] u. A., zulezt in Padua [1618J vgl. 1 S. 199 ffl. — 
Hex. Galvani in Ferrara u. Padua [st 1616] und s. berühm- 
terer S. Marc. Aur. in ^sa ü. Padua [st. 1659]. — Edm. 
Uerill in Bourges [st 1647]. — Thom. LanHu$ in Tübingen 
^t. 1657]; Arn. Vinnint in Leiden [st 1657]; C. Anib. Fa- 
iroti in Aix [st 1659] s. 2 S. 53. — Joh. Wuienbach in 
Beidelberg n. Franecker [st. 1659]: Praelectt. in cod» Fran. 
1701. 2, 4. — B. Grotiui oben S. 72. — Ant. Dadin Hau^ 
ttterre oder Alieterra in Toulouse [st 1683]; Üln Huber 
iiiFtanecker u. Leiden [st. 1694]: Praelectt. j. c^ Frkf. 1749; 
löwcfn 1766. 3. 4; opp. min. ed. Ahr. Wieling. Utr. 1746. 
2« 4; der Systematiker J. Domai in Paris [st. 1696]. — /. 
y» Gravina in Rom (vgl. 3 S. 136): originum j. c. LI. IH. 
Rom 1701; c. annot Cf^ MaicoDii. Lpz. 1737.4. — Joh. 
Voet in Utrecht u. Leiden [st 1714]: Comment ad pand. 
i*cid. 1698; Haag 1707 ffl. 2 Fi; Halle 1776. 6. 8. — Der 
seistreiche Gerh. Noodt in Franecker, Utrecht u. Leiden [st. 
"W]: opp. Leid. 1735; 1760. 2 F.; Neapel 1786. 4. 4. ~ 



344 Jurisprudenz. Römisches Recht 

Am. Schulung in Harderwyk^ Franecker a. Leiden [i 

1734]: 1 S. 267; 3S3; notae ad Dig. Leid. 1804 i; Co 

mentatt. 1770 ifi. 4. 8. — H. Brencmann a. Rotterdain 

1680; St. 1736]. — Joh. Ortwin Westenberg ia Harderwyl 

Franecker nnd Leiden [st. 1737]: Opp. Hannov. 1746 ffl 

4; oposciila ed. /• L. E, Pätimann. Lpz. 1794; 1798. 8. 

Gg dTArnaud in Franecker [st. 1740], wackerer Kritiker 

Giu$. Averani in Pisa [st. 1738] : Interpretatt. J. Leid. 171 

2. 4; Monum. lat. posth. Flor. 1769. — /. QottL He\ 

a. Eisenberg [geb. 1680; st. 1741], Prot in Halle, Fran 

ker a. Frankfurt a. d. O., hocbverdient durch Anregung 

Verbreitung hnmanist. Studien, durch Lehrbücher u. 

lungen: Syntagma antiquit. Halle 1718. 8 u. s. w«; *Fraa 

1777. 8; ""ed. CA. G. Haubold. Lpz. 1822. 8; Hist. y H 

1733. 8 u. s. w.; *c. obs. J. D. Ritteri ed. J. M. Silber 

Strasb. 1765; "^Jus Rom. et Atticum. Leid. 1738 f. 3 F. 

V. a.; Opera. Genf 1765; 1771. 9. 4; vgl. Cha^fepie; 

moet Ath. Fris. p. 799 sqq. — Com. v. Bynhershoek a. Mi 

delburg [st. 1743] : opp. Leid. 1766. 2 F. — Abrah. Wieli 

in Utrecht [st. 1745] : Lectt j. c. Amsterd. 1736. 8; 1 S.38 

— CA. Düker oben S. 79. — Eberh. Oiio in Duisburg ^ 

Utrecht [st. 1756] 1 S. 385; Thes. j. R. Utr. 1725. 4 F.| 

Ed. n. 1733 fl. 5. F. — W. 0. Bein in Middelburg [st 1768} 

2 S. 54. — Gerh. Meermann a. Leiden [st. 1765] Thes. j. 

c. et can. Haag 1751 ffl. 7 F.; Sappl. 1780. F. — /z G 

Conradi in Helmstädt [st. 1740]; /. F. Hombergk zu Vad 

in Marburg [st. 1748}; Just. Kenn. Böhmer in Halle [sb 

1749]; Ch. H. Eckhard in Jena [st. 1751]. — In Leipzig fr. 

Plainer [st. 1751]; J. A. Bach [st 1758] bist, jurispr. R. 

Lpz. 1754; Ed. VI aux.^. Corn. Stockmann. 1790; 180&8; 

Gottfr. Maicov [st^ 1760] opusc. ed. Püttmann 1776. 8; C 

Ferd. Bommel [st. 1781]; A. L. Schott [st. 1787]; Ck. & 

Richter [st. 1791]; Jos. L. Erntt Püttmann [st. 1796]; Ck 

G. Baubold [Ht 1824]; C. Fr. Chn Wenck [geb. 1784; st 

1828]. — /. M. Silberrad in Strasburg [st. 1760]. — J.l» 

Ritter in Wittenberg [st. 1775] 1 S., 386. — In Gottingö 

Gg Ch. Gebauer [st. 1773] 2 S. 53; G. B. Ayrer [st. 1774] 

Gg A. Spangenberg [st. 18Q5]. — In Marburg /. £r. C(9«ra^ 

[st. 1785]; Ph. F. Weit [st. 1808]. — C. Chph Eqfackerh 

Tübingen [st. 1793]. — L. /• F. Hopfner in GieKien [st 17« 



isprudenz« Römischoi Recht Kirchenreeht. 345 

nment. über die Institatt. 1785; Ed. Ylil ISlS. 4. *— la 

a Ck. G. Bnbner [st. 1$08] ; J. A. L. Seidemticker [gt. 
6]; & IT. Zimmern [st. 1830]; in Bonn /. Ck. Haue 
1830]; in Erlangen Ck. Fr. Glück [geb. 1755; st. 1831]. 
Des gelehrten Spaniers Joi. Fineiiret [geb. 1684; st. 1777] 
ercitatt. acad. Cervara 1745. 4; Praelectt. Cerrariensea 
lO. 4; in Hermogeniani epit. oomment. 1757. 2. 4; and 
tf. V. Maya»$ [geb. 1699; st. 1781 J: Dispntatt. juris. 
Uiea 175S. 2. 4; ad XXX jorisconsaltomm fragnienta com«* 
DtariL Genf 1764. 2. 4. — Die Italiäner A. Zirardini s. 
i. 387; Le^. A. Guadagni [st 1788] u. m. a. — Bav. 
wrda in Leiden [st. 1799]. — Der viel wirkende französi- 
te Recihtsgelcihrte Bob. Jos. Potkier [geb. 1699; st. 1772] 
L Dupin snr la vie et les oavrages de. P. Paris 1827. 12; 
li. Bouchaud in Paris [st. 1804]; A. J. L. Jourdan [geb*. 
IM; st 1826] u. A. — Von Lebenden: in Göttingen O. 
tfo, /. P. L. Göicken u. F. Blume; in Kiel A. W. Cra- 
f\ in Leipzig F. Adpk Sckilliug; C. Ed. Otto n. A.; in 
idelberg A. F. J. Tkibaut; in Berlin F. C. v. Savigny^ 

• £. Dirksen u. A. ; in Tübingen Ed. Sckrader; in Gies* 
a Egtd. V. Lökr; in Breslau C. A. D. Unterkolzner^ Ed. 
hthhe o. C. Wüte; in Halle Ck. F. Mmenbruchj A. W. 
^ter; in Marburg Ed. Platner m. a. 

II. Das kanonische Recht, an sich mit httpanisti* 
kn Studien loser und mit dem röm* R. nur mittelbar ge* 
bichtlich und litt, verbunden und bey seinen rrin positiven 
mndlagen» so vrie wegen der übe^l dngreifenden päpstli-* 
len Herrschaftansprüche, für freje Untersuchung und Um- 
dtoQg s. wissensch. Begründung wenig gedgnet, gewann 
iverhältnissmässig geringere philologische und historische 
ereicherungen und Aufklärungen, als das B. (l. ; die betrachte 
obsten durch M. Auguitinus S. 90, die Gebr. Ktkou & 27; 

• Caniiius oder de Hondt in Ingolstadt [st. 1609] ; Jan. a 
»i/a in Cahors [st. 1637] ; Franc. FJorem [st. 1650] : Opp. 
aris 1679; Nürnb. 1756.2.4; der einsichtvolle u. hellsinnige 

• I^oujat in Paris [st. 1688]: Praenotionum LL V. 1687. 4; 
^'csd, 1779. 2. 8 u* e.a. 7— Freyere Ansichten über Bechte 
^i oberste Gewalt der Kirche sprach P. Sarpi (3 S. 147} 
|i8. Die Gerechtsame der Gallicanischen Kirche wurden von 
lelen gegen päpstl. Anmaassungen Verlheidigt, am grundlich* 



346 Joriipradenz. Kirchenreckt. 

iten vcm Edm* Sicher In Paris , Magister triginta pagin 
[st 1631]: de eccles. et polit potestate« P. 1611; *16 
v. 8. w»; TgL Tie p. A. Baillei. Lfittidh 1714. 8; P. du 
oder Puiemnui in P. [st. 1652] ; P. de Marca a. Gand [ 
1594; St. 1662], EB. t. Tonlonse [1652], grandlicher Fi 
scher nnd unbefangner Denker: de concordia sacerdo 
imperii LI. YIII. P. 1663$ 1669 n. s. w.; ed. Si. Ba 
1704; Frkf. 1708. F.; Neap. 1771; Bamberg 1788.6.4; 
de Beam 1640; Marca Hispanica 1688; Tgl. Donfat deP. 
M. morihns et rebus gestis 1664. 4; und Joh. Launoy i 
[st. 1678]: opp. Cöln 1731. 10 F. Die wackeren geleb 
Sammler Chph. Jutteau oder Jnstellns [st. 1649] s. 2 8. 
und s. Sohnes Heinrieh [ui. 1692] in Verbindang mit 
Voell: BiUiotfa. J. can. vet. Paris 1662. 2 F. — Die 
des tentsehen Volkes vertrat der edle /. Nie. r. HontheiB 
Trier [st. 1791] : Jtfff. Febronius de statu ecciesiae etc. 
Frkf. 1763 f.) 1765. 4. 4 u. s. w.; Conim. in suam refr» 
Tonern 1781. 4. «^ Durch systemat. Bearbeitungen, geschi 
Erlttntemngen und Sammlungen haben sich berQhmt gern 
Lud. Thomaain [st. 1695]; *Zeger B. van Eipen [st. 17 
Jus eccles. 1702; Opera. Löwen 1729; 1753; 1778.5 
Greg. Zallwein [st. 1766]; *P. /. t;. At^gg^r [st. 1775]; 
Giph Neiler [st. 1783]; Jot. v. Bautemtf^auch [st 17S 
V. B. r. Horix [st. 1792]; V. Val. Eyhet [st. 1805]; n 
den neueren A. Sehmid^ Corb. Gärtner ^ 7. N, Pehem, 
Reehberger; Ph. Hedderieh [st. 1808] 1778; M. Sei 
1785; Ed. IX. 1823; "^J. A. Saufer [st. 1816] fandam 
Freyb. 1806 II.; Ed. HL 1825; A. Frey 1820; Ferd. Wi 
1622; S. Brendel 1823; r. Droite-Hühhuf 1828 u. m. a. 
Verfechter des röm. Hofsystems sind bemerkenswerth der 
nunie. Ja». Aug. OrH [st. 1761], P. Tamburini [st. 1827] 
Joh Devoii [geb. 1744; st 1820]: Juris canon. LI. Y. 
1804; 1814. 2. 4« 

Das protestantische KR. erwuchs aus polemiieb 
Elementen und Rribungen, gleich vieles aus dem katfaol. h 
fiborsiehend und benutsend , ris bestreitend und rerwerfi 
cur Ti^ter begrfindeten wissensch. Darstettnng scbeiot <■ 
selbe so lange wenig geeignet in sejrn, als ihm eine allj«' 
meiner gttltige YerfiMsungarkundo roang^t; bis heote fifl<M 
Einigung» Ja selbst Analhenuig Aber den obtraten Grsodiai 



JurisiariidensB. Kirdiairreeht 347 

t 

lei: soldien so weidg itatt, dam dcb vklmehr In den Uran» 
hten ein harter Gegensats offenbanft und das bibÜsebe oder 
manftniäsng geschicbtlidie Streben von denen befebdet wird, 
lebe die Anordnung des äusseren kircblicben Lebens nach 
tttisch niitalich erachteten Maassregeln in bestimmen ge« 
^t nnd diese sa behaupten mächtig genug sind. Unter den 
rdienstlicben Qaellensammlungen bdiauptet des Biitten W. 
90trtdge [sti 1708] Synodicon. Oxf. 1672. 2 F. eine der er- 
m Stellen. Einzelne geschichtL Untersuchungen und prak* 
ehe Erläuterungen sind als verdienstlich anerkannt; s. B. 
n Bentdn Carpzov d. jung. [st. 1666]; J. Brunnemamn [sL 
L 1672]; Catp. Ziegfer [st. 1697]; V. G. PerttcA [st. 17S4]; 
'fyk Matih. tfaff [st. 1760]; /• L. v. Moiieim 3 S. 43S; 
I. T. Spüiler 3 & 41S u. m. a. — Die ersten Schritte cur 
aaneren Bestimmung des Verhältnisses des Staates zur Kir» 
o that M. Groitui: de imperio snmmarum potestatnm circa 
fra. Par. 1647. 8. Schon vor ihm war m dem Episkopale 
«tem der Grund gelegt worden durch üf. I^ephani [st. 1646] 
41 u. Ti. BeiüAiHg [st. 1664] 16 19, welcher die Kirchm« 
«dit als einen Bestandtheil der Landeshoheit betrachtet wi»* 
m wollte; ihm schlössen sich Ck. Tkomasüa u« mehre s. 
iiöler im Wesentlichen an. Systematische Darstellung ver* 
tthten /. H. Böhmer : Jus ecd. Protestantinm. Halle 1714 OL ; 
i VI 1760. 6. 4 dassisch. Dagegen entwickelte CL M. 
faff das CoUegial-System folgerichtig 1753. Unter den Zn^ 
anmensteUnngen 'machten Glück Gg L* BMsier [st. 1797] 
lindpia 1762; Ed. VIII. 1802; AnAr. J99. Sthmaubert [geb. 
ßO; St. 1825] 1789 und 1792 fL; G. W. Vimi^ Wiese [geb. 
K9; St. 1824] 1793; Handb. 1799. 4. 8. Unter mdiren Be- 
ibeitungen des protest. KR. liir einsdne Staaten nnd her» 
•tzuheben das Hesdsdie Ton CA». W. Ledderioee 1785 n. 
I2I9 das Preussiache von G. A Bieläz 1818, das Sädidsche 
m C. fif. Weber 1818 u. m. a. Die gelungenste , durch 
^ollständigkdt und Helfigkdt bochTordienstliche Dustellang 
ladet dch in C. Fr. Eiehkem'n Grundsfttsen des KR. I. Göt«» 
hgen 1831. Ohne Eiheboag der sittlich religiösen Grund- 
insicht sur AUdngultigkeit und sur unbedingten Herrschaft 
iber alles weltliche Podtive wird die lant genug gewordene 
Sehnsucht nadi einem , dem Gdste des evang. Protestantis- 
nns entsprechenden Systeme nie befriedigt werden können. 



348 Jurispr. Gesetzgebung. Teutschland. Staatsrect 

HL Fast in allen EaropäischM Staaten erfahren G 
aotzgebung nnd Reohtaverwaltong bedeutende oj 
znm Theile wiederholte Veränderungen: Spanien 1569; Pi 
tugal 1602. — Frankreich (vgl. Jos. JSlzear Ihm. B 
de Torigine et des progrte de la Ugislation fran^aise. 
1816. 8): 1667 a. B-Svoi dt la Jannii Priaeipea de la j 
prudence fr. P. 1759. 2. 12; de FerrÜre Dict. de droit. 
1771 ; Toulouse 1779. 2. 4. Das mit der Revolution 
achene Lehnrecht wurde von Brunei 1727, O. A. Guyüt 1 
Benrion de Pmuey 1773 f. n v. a. fleissig bearbeitet. N 
mannigfaltigen Umändemagen und Bestimmungen, besoo 
8. 1789, erschien das von Jacq. de Maleväle [geb. 1741; 
1S24], Troneket^ Portalis und Bigot Priameneau ausgearl 
tele bfirgerliche Gesetsbuch (Code civil) 1 803, dem der C 
de procidure dvile, Code de commerce 1807, Code p^nal 18 
Code rural 1810 f. nnd Code administratif 1806 folgten; 
Litteratnr darüber ist ungemein reichhaltig vgl. Einigt 
von /. A. L. Seideniiieker. Tübingen 1808 u. C. E. Sd 
Hildburghattsen 1808 f. u. m. a. — In Italien leidinete 
die Gesetzgebung von Toskana 1786 auf das erfreulichste 
•^ Dänemark 1683; Schweden 17^4 f. -^ Rnssland 1 
weU mehr 1766 f. 1797 u. 1803 vgL G3tt Gel. Anz. i 
St. 41. -^ Polen, wo Bemard Bürgermeister in Lnblin, \ 
breiter der tentsdien kirchlichen Reformaüon , auf Abschai 
fang der. Todesstrafe 1524 antrug und von Joi. r. Film 
1526 ungenügend widerlegt wurde vgl. > TA* Omchi o Ktet^ 
skich i polskich prawaeh 1804. 2. 4. I 

IV, In Teutschland geschahen für VervoIlkommniuf| 
der Gesetzgebung und Rechtsverwaltung die bedeutendste^ 
nnd in wissenschaftlicher Hinsicht die gehaltvoUesten Schritf( 
vgl. *C. K Biehkam TentBche Reichs- und Reditsgeschicbt^ 
Gdtting. 1808; Ansg. III. 1821. 4. 8. — A. das t. Staate 
recht, unbestimmt, von willkührKchen Voranssetzange^ 
Herkömmlichkeiten n. unzweckmftssigen Anwendungen des ^ 
R. abhängig, wurde von Dom.]Arumaeui in Jena [st 1637] 
Joi. Limnaeui IhU 1663] u. a. mit ungeordnetem Sammlefi| 
fleisse bearbmtet. Die Beschränkung der kaiserlichen Maclil 
und die Erweiterung und schärfere Bestimmung der standi- 
schen Gerechtsame während des dreyssigj. Kriegs (Hippel. i| 
Lepide L e. £• Pk. «• Chemniiz de rat. statua in imp. Ger» 



Jurisprudenz. Teutschland. Staatsrecht 349 

40) und durch den Westphälischen Frieden, die strangerv 
üfang der Quellen des bisherigen Staatsrechts und die von 
Cmring IIM4] angeregte Absonderung desselben vom Pri«-' 
brechte^ der durch das mit Liebe und Eifer bearbeitete Na« 
^ und Völkerrecht geweckte philosophische Sinn und 5. ü« 
jfendor/^B (Mozanibano 1667) freymfithige Kritik d« t. 
latsverfassung führten auf neue freyere Ansichten und er- 
sten das Bedürfniss tieferer geschichtlicher Begründung unil 
i&ssender wissenschaftlicher Anordnung und Entwickelung« 
ts erste Lehrgebäude stellte Heimr. Cocceß in Franlcfurt a* 
0. [st. 1719], der Commentator des Grootschen Völker- 
ehtes, auf: jur, pubL prudentia 1695; durch Eigenthumlich- 
{t methodischer Forschung und frejmüthiger Folgerungen 
Erörterungen zeichneten sich in Halle aus iV. Hier. Gund^ 
^[st. 1729], genial u, geundlich gelehrt, und t. Widersa* 
ir J. F« V. Ludemg [st. 1743]; sie bildeten eine beden« 
Ide pablicistisch® Schule« Reichhaltigen* Stoffvorräth sam- 
Aen, einsiohtvoll /. F. Pfeßnger [st. 1730]: Vitriarius il- 
ttr. 1691. 8; ''1720 f. 5. 4; unkritisch J. Ch. Lünig [st. 
40]: Reichs- Archiv 1713 f.; Cod. diplom. 1725 f.; u. brauch- 
ff Gg M. V. Ludolf [st 1740]: Corp. j. cam. Frkf. 1724. F^ 
tachtete Lelirbficher waren die von J. J. Maicov in Leip-* 
g[su 1761]: Prindpia 1729; Ed. VL 1769 und von dem 
ackeren Scimaua in Göttingen 1746, der auch ein Corp^ 
p. 1722 f. besorgte. — Mit dem wundersam fruchtbaren 
^ Jac. Moter [st. 1785] begann ein neues Zeitalter; er 
'achte einen ungeheuren Stoff-Reichthum zusammen, unter- 
teilte nach allen Seiten hin und urtheilte mit kühner Unbe- 
^genheit: Staatsrecht. Nbg 1737 f. 52 Thle in 26 B« 4; 
* T. StR. Qn einzelnen Werken) 1766 f. 25. 4 u. selir v. a. 
^ Die Litteratur wurde nun mit mannigfachen Erörterungen 
^d Untersuchungen bereichert von Ch. H. v. Senkenberg [st. 
►68], J. V. V. Cramer [st 1772]; J. C. W. v. Sieck [st.' 
^97] Abhandl. 1757; Fz Dam^. Häberlin [st. 1787] kL Sehr. 
^4 f. 2. 8; J. D. V. Olenschlager [st. 1776] Erläut. d. gold. 
die 1766; J. Mao:, v. Günderrode [st. 1784] u. m. a. r— 
» Stifter einer neuen , sehr ausgebreiteten , wirksamen und 
'^Igeltenden Schule wurde J. Steph. Pütter in Göttingen [ge1>. 
'2^; St. d. 10 Aug. 1807] gefeiert, hochverdient um syste- 
Anordnung und vestere geschichtl. Begründung : 



350 Jurispr. TeutschlandL Staatsrecht Lehoiei 

Elem. 17S4; Institntt. 1770 n. v. a« Nach seinen Grani 
len arbeiteten /• B» Ch. ü. Selchow [st. 1795] ; Joi. «. S^ 
t&ri [st. 1812]; /. Ch. Maier; C. F. Gersilacher [st. 179] 
J. N. F. Brauer [st. 1813] geistreich Ober d WestphftlFr 
den 1782 f. 3. 8; /. Th. Roth; C. Theod. Gemeiner ; C. 
Hüherlin [st. 1808]; Handb. 1794 f. 3. 8; St« Archiv 1796] 
A. J. Scinaubert 1796; Ti. C. Hartleben; G. H. v. 
F. A. Schmelzer u. A« In neueren Zeiten haben sich 
geseicbnet /. Ch. Leüt 1803, J. L. Klüber 1803 f., N.,Tk 
Gönner 1804 f.; Ch. E. Weine in Leipzig, C. S. Zacki 
in Heidelberg, W. Joe. Behr in Wirzburg u. m. a. — 
Zustand in neuester Zeit bietet zwar reichen Stoff dar, 
scheint derselbe keinesweges xu haltbarer ivissensChaftlic 
Verarbeitung gereift lu seyn. Verdiente Beachtung hal 
gefunden /• L. Ktßber Sffentlichis Recht des teutschen B« 
des n. der Bundesstaaten; Aufl. IIL FrkS. a. M. 1831; Ai 
Brunquell St. R. des t. B. Erfurt 1824. 2. 8. Die And« 
tungen in J. Chph v. Aretin [st. 1824] u. C. v. Rotttck 
R d. constitutionellen Monarchie. Altenburg 1824 f. 2. 8 wc 
den nicht unbelierzigt bleiben. Auf Hindernisse, welche 
Anbau dieses Studiums erschweren, ist aufmerksam gmi 
in A. W. Heffier Beytrftgen zum t. Staats- u. Ffirstcn-Rec 
Berl. 1829. 3. — Unter den Bearbeitungen des Staatsrc 
einxelner Staaten sind zu erwähnen die des OestreichiscM 
von F. Fd. V. Sehröiier [st. 1780] 1762 f., Joi. KropaUck 
1794 f. u. A.; des Baierschen von Wig. X AL v. Krt 
mayr [st. 1790] 1770, Fr. Ch. C. Schunch 1824^ des WS 
tembergischen Ton /• G, Breyer [st. 1796] 1782; des Sac 
sischen von C. K v. Römer [st. 1798] 1787, Ch. E. Wm 
1794 f.; des Meklenburgischen von Em. F. Sagemeüti 
1793; n. m. a. | 

B. Das Lehnrech ty auf rein historischer Grundlafl 
beruhend, grossentheils mit der fortschreitenden Verroll 
kommnung des gesellschaftlichen Zustandes unvereinbar, er 
fuhr wesentliche Veränderungen, indem viele Herk5mmliclH 
keiten aufgegeben, andere näher bestimmt und aus nachwii" 
kenden Rechtsverhältnissen abgeleitet werden mnssten. Da 
tentsche Lehnrecht in Verbindung mit dem longobardiscbei 
wurde bearbeitet von Joh. Schilter [st. 1705] 1695, welche! 
lange beliebte Lehrbuch /l C. r. Buri [st. 1767] aiisfubrlick 



Jurisprudenz. Teutschland. Criminalreeht 351 

änterte; von G. L. Böhmer 1766; Ed. YIIL 1819, worüber 
M. Weber'u Handbach 1807 1 4. 8 conunentirt; /. L. E. 
^imamn 1781; und *C JFilk. Fäiz [geb. 1780; st. 1807], 
rausg. von CIL A. G. Gode 1808; in Sammlungen und litt. 
Versuchungen von G.A.Jenicien [st. 1759] Thes. 1750 t, H. 
i f). Senkenöerg [st. 1768] corp. j. f. 1740. 1742, C. F. Zgier- 
A 1781 f.; und in Erörterung der Einseinheiten von mdbren. 
C. Das Criminalreeht, auf T5m. Grundsätze snriick« 
Abrt und gewdhnKch regellos mit roher Willknhr gehand« 
ibt, wurde in Teutschland gemildert und vester geordnet 
irch Habgerichtsordnungen ; die, von Jok, v. Sehwarzenberg 
sfasste Bamberg^sche (B. b. H. Pfeyll 1507; Mainz 1510 u. 
w.), und die Carolina (bekannt gem. 1532$ gedr. Mains 
i33; herausg. von J. C. Koch 1769 u. s« w.), welche als 
nchsgesets allgemeinere Gültigkut und ein, auch in neuerer 
cit sohsidiariach fortdauerndes Ansehen erlangte. Der Schrift- 
eDer, welche mit mehrer oder minderer Menschlichkeit den 
Duchten oder Bestimmungen dieses Gesetsbi^ches folgten, 
ttelben su erläutern, rechtfertigen oder ermässigen suchten 
id in Anwendung brachten, ist eine grosse Zahl ; nur einige 
ir bedeutenderen können genannt werden: unter den Prak« 
kern, welche sich den Vorschriften der Carolina buchstäb- 
ch gehorsam erwiesen, gebühret dem jüngeren Ben. Carp^ 
w in Leipsig [gob. 1595 ; st. 1666] unbestreitbar die Erste 
teile: Practica 1635 u. s. w.; 1758. 3. F. Geschätzte Com- 
lentare verfassten J.P.^Kresi [st. 1741] 1721 u. s. w. 1786; 
nd/. Sam. F. v. Böhmer [st. 1772] 1770; Compendien /. 
WEngau [st. 1755] 1738 u. s. w.; J. CA. Koch [st. 1808] 
758 u. s. w. Spätere Criminalisten suchten ein Verdienst 
ttin, menschlichere Grundsätze in Umlauf zu setzen, welche 
*ald in die Praxis übergingen und sich durch diese bevestig* 
ft^; SQ Ch. F. G. Meiiter [st. 1782] Prindpia 1755 u. s. w«; 
l Ck V. Quiiiorp [st. 1795] Grunds. 1770 u. s. w.; /. L. 
>• Püttmann £lem. 1779; opusc 1789 u. m. a. — Die schon 
m Ch. Thomaiius^ nicht blos in Ansehung der, auch früher als 
^porend bestrittenen Hexenprocess^, vorbereiteten veraunft- 
nässigeren Ansichten gewannen durch Voliaire*»^ C, Fd. 
^mmeH (Alex. v. Joch 1770), Beccaria's u. A. Rügen, 
^neidenden Spott und eindringliche Belehrung Eingang und 
Icnschaft; daher waltet ein ganz verschiedenartiger philoso* 



352 Jtirispr. TeutschK Criminalrecht. t Privatred 

phiflcher, die Natar den mannigfach bedingten menscbl^ 

lens und Handelns und die Ansprüche der gesellschaftlicl 

Wohlfahrt und Sicherheit tiefer und umsichtiger auffassen 

und erwägender Geist in den Schriften Gg /. F. Meitti 

Princ. 1789 f., Ch. Dan. Erharden [st. 1813] 1789, G 

Alojfi KMmcArod'H in Wirzburg [geb. 1762; st. 1824], 

Yertheidigers der Präventiontheorie, jEntwicIcelung der G 

begriffe n« Grundwahrheiten des P. X. 1793 u. s. w., Ci, 

Siübers System 1795, E. Fr. Kleines Grundriss 1796, C 

L* Grolmann 1 798 f. F. /. A. v. Feuerbach versuchte 1 

eine streng am Gesetze haltende, mit philosophischen und 

chotogisch sittlichen Ansichten verschmolzene Theorie aofi 

stellen, welche freilich mit den Grundsätzen der Carolina m 

recht zusammenstimmen konnte. • Die neue Theorie fi 

grossen Beyfall, mehr in der Schule als in den Gerichten, 

welchen die mildere Praxis fortdauernd vorwaltete; sie 

mehr oder weniger berücksichtigt von C. A. Tittmann 1806 

C. Ch. Daielow 1807, JET. E. v. Globig 1809, Ed. Hei 

1809 f. CA. Martin 1820, /. Fr. H. Abegg u. m. a. Das 

dürfniss einer Gesetzverbesserung wurde immer allgemei 

anerkannt und ausgesprochen; unter den neuem Strafge» 

büchem sind das Baiersche 1811 und das Hannoverische 1 

merkwürdig. Fragen, wie die fiber Zurechnnngflähigkeit 

Willensfreyheit, über Rechtmässigkeit der Todesstrafe u. dergl 

werden fortgesetzt in ernste Untersuchung gezogen uDdij 

gehen fQr die Zukunft günstige Aussichten auf. -— Der Ci^ 

minal-Process ist von E. J. A. Mittermayer 1810 £, CÜ.i| 

&tübel 1811 f., Ch. Martin 1812 u. A. bearbeitet worden; Sk 

Acten in dem Streite über Geschwomengerichte und über dij 

Zweckmässigkeit des öffentlidien und mündlichen Verfahrea| 

sind noch nicht geschlossen. VgL überhaupt J. Ed. BäzH 

Zeitschrift über die Crimmal-Rechts-Pflege. Berlia 1825 L fl| 

Annalen 1828 f. • . i 

jD. Das teutsche Privatrecht blieb lange vernacbi 

lässigt , obgleich s. Mitte des XYI Jahrh. an Sammlungen t^ 

Rechtsbucher und Gewolinheiten kein Mangel war« Gege^ 

Ende des XVII Jahrb., nachdem H. Conring vorgearbehe^ 

hatte , wurde dasselbe in s. Verbindung mit dem R. B» uD(k 

in Beziehung auf Uebereinstimmung u. Abweichung zwiscbeo 

beiden dargestellt; J. Schilter fasste [1698] diesen Gesichts 



Jurisprudenz. TeutschlaBd« T. Privatrecht. 353 

inct verst&ndig auf und fSrtlerte das Quellenstadrank ; den* 
iben Weg yerfolgten J. N. Bert [st. 1710], S. Siryk u. A. 
^ Beyer in Jena [st. 1714] schied [1707] das teatsch'e Pr. 
. von dem röm« und versuchte eine systematische Anordnung 
Isselben ; nach ihm erwarben uch mehrfaches Verdienst N, 
[ Gundling 1722, J. G. Heineeciui 1736, J. Rud. Engau 
it. 1755] 1737, J. Ch. v. Senkenberg^ P5//er 1748, J. Gg 
litor [st. 1773] 1757, v. Selciaw Eiern. 1757, Ed. VlII. 1787; 
idlständiger J. F. Bunde [geb. 1741; st. 1807] 1791, Ed. 
711. 1829 und fF. Aug. F. Danz [st. 1803] Handb. 1798 f. 
. 8; Gl. Hnfeland 1792 u. 1796, C. A. G. Göde 1806, E. 
\A. Mütermayer 1818, C. F. Eichhorn 1823. Einzelnes 
it zum Theile vortrefflich bearbeitet worden von Ch. G* Die-- 
er, Ck D. Erhard, H\ E. v. Glohig^ Ch. G. Haubold n. A^ 
<- Der Process oder das Verfahren in bürgerlichen Rechts- 
Ireitigkeiten bildete sich nach Analogie des reichsgerichtlichen 
foriiber /. J. Moier, Päiier 1752, JF. Gottheb Taßnger^ J. 
. Malblanc 1791, Banz u. A. fiir ihre Zeit die besten Be- 
drängen gegeben haben) auf eine im Ganzen gleichmässige 
f^eise aus. Für denselben sind, ausser den oben S. 340 an- 
J^hrteB, thätig gewesen J. H. Böhmer 1710; J. Gotffr. 
kkumburg [st. 1746] 1738; C. Gottl. Knorre [st. 1753] 
740; 1752; Ju9t. aaproih [st. 1805] 1743 f.; A. F. Schotte 
. L Schmidt [st. 1792] ; A. D. Weber; L. F. Fredendor/ 
7/2; J. N. Bischoff i793; Danz 17% unter den Männern 
1 neuerer Zeit Grolmann 1800^ Ck. Mariin 1800, J. C. Gent* 
fr 1814 n. A. , welche über die praktische Bedeutung der 
^ocessualischen Einriditungen , so weit ihnen dieselben aus 
^t Praxis erkennbar waren, mit grossem Scharfsinn Auf- 
thlass gegeben haben, nimmt N. Th. Gönner 1804 den Er- 
ten Rang ein. Zur Bearbeitung der Processlehre nach ge- 
diichtlichen Forsdiungen ist von A. W. Heffier in Institu- 
nnen des Civilprocesses 1825 die Bahn gebrochen worden. — 
Inter den zahlreichen Sammlungen von RechtsföUen wurden 
besonders geachtet u. viel gebraucht: />. Mevius [st. 1670]; 
!). Gg Strube [st. 1775] Nebenstunden 1742 f.; Rechtl. Be- 
lenken 1761 f.; F. Em. v. Pufendorf [st. 1785] 1744; Pät- 
er 1763; V. Fd. Bommel 1765 f.; CA. F. G. Meüter 1771 f. ; 
Ci. Gmelin u. C. F. Ehässer 1777 f.; ^. Sikhow 1782 f.; E. 
^ Klein 1796 f.; /. C. Gensler 1817^^. a. 

VVacMer HB. d. titt. Gesch. IV. 23 



354 Theologie. 

Auf ein allgemeines Gegetzbnch Tdr Tentschland, ^'i 
Kaiser Maximilian II [1570] ein flolclies hoffen lieis, dorfi 
Verzicht geleistet werden mässen; vgl. /• F. Reitemeier all 
gem. t. Gesetzbuch. Frkf. a. d. O. 1801. 3. 8; u. t. Gegeti 
Wissenschaft 1804; s. ALZ* 1806 No. 1 f. Desto erfreuliche 
ist die vielseitige Umstaltang und fortschreitende Verbesses 
ung der Gesetzgebang und Recbtsverwaltung in einzeloi 
Staaten. Das folgenreichste Muster stellte Preussen auf rd 
bleibt sich in dem Streben nach Vervollkommnung des \of 
handenen gleich; das Landrecht 1747 u. 1791 wurde eingefu 
1794 ; Tgl. r. Sävigttg fiber den Beruf S. 16 f. 54 f. u. J 
ALZ. 1806 No. 208 f. 217 f. — Oesterreich folgte 175 
1794 u. 1810; vgl. Fs v. Zeiller [geb. 1751; st. 1828] Co 
mentar. Wien 1811 f.; Leipz. LZ. 1813 No. 5 f. — Glei 
massige Schritte geschahen in Buern, Sachsen, Hessen, 
den, Wilrtemberg, Hannover u. s. w. 



: 



45. 
Theologie ist mit Leben und Wissen des Mensdie 
so eng verbunden und für die in ihr, nach den höchsten o 
praktischen Endpuncten aufgefassten Fortschritte beider 
empfänglich, dass sich in der theolög. Litteratur die Richtim 
gen und Kämpfe der gehaltvoUesten und, vermöge ihrer 
gültigen Bedeutung, die allgemeinste Theilnahme ansprechen 
den Bestrebungen d|| mensdilichen Geistes am anschaulich 
sten und wahrhaftesten abspiegeln müssen. Die kirchlicii 
Reformation selbst erscheint als das wichtigste Ergebniss da 
Umstaltung des wissenschaftlichen und ethischen Lebens m 
offenbarte mit unabweisbarer Macht siegreicher Wahrheit AI 
len, welche nicht in Yorurtheilen der Erkenntniss und in al 
lerlejr Selbstsucht des Willens befangen waren, die Gerecht 
same und Anfoderungen des, in nätnrgemftsser gesellschaftli 
eher Entwickelung ssum Gefühle riiler näher rudienden Mob 
digkeit und zum Bewosstsejn eines edleren und höheren Zie 
les anreifenden Menschengeschlechts. Die fruchtbare Eini^if 
kung der gereinigten und erstarkenden humanistisGhen, g» 
schichdichen und philosophischen Studien trat zuerit in d« 
Theologie sichtbar hervor. Vorläufer, Ausleger dhd Vertre 
ter der, dem eiAurrten Herkommen und gedankenlosen Me^ 
chanismus entgegen gesetzten Ansichten war D. Eratmusi 



Theologie. 355 

renn gleich kluge Bequemlichkeitliebe nnd Selbstgenfigsani'- 
:eit einer sich selbst einseitig beachti^nden und üborsch&tzen- 
bn vornehmen Natur ihm nicht .verstatteten, die Wagnisse 
lod Gefahren der heldenroiithigen Männer zu theilen, ivelche, 
^trieben Ton heiligem Eifer für Wahrheit, Liclit und Recht, 
em Gefahle der Pflicht, die Sache Gottes und der Mensch- 
leit zu fordern, alle irdische Rücksichten freudig aufopferten. 
fvr die in göttlichen und menschlichen Gesetzen begründete 
techtmässigkeit ihrer Unternehmung zeugen die. Stimme der 
ich selbst achtenden Vernunft, die willige Beypflichtung vie- 
er Millionen Menschen und der unermesslich reiche Erfolg, 
vomit die Vorsehung dieselbe gesegnet hat und fortwährend 
egnet. Die Fessein, welche viele Jahrhunderte das, allein 
tirch Gebrauch der Vernunft, der edelsten Gabe Gottes be- 
engte, freyere Erkennen und Wollen gefangen hielten, wur- 
leo gesprengt und spät oder früher nahmen selbst die an den 
^ohlthaten der geistigen Wiedergeburt Theil, welche das 
ir ihre Fassungkraft oder 9 was häufiger der Fall gewesen 
eyn dürfte, für die sie beherrschenden Verhältnisse zu grosse 
leformationwerk tadelten und bestritten. Wurde gleich das 
%bne]Iere< und allgemeinere Fortschreiten theologischer Wis- 
'enschaftlichkeit durch, Anfangs nothwendige und erspriess* 
iche, bald genug einseitig rechthaberische, sehr oft leiden- 
«haftliche, den inneren Frieden der gereinigten Kirche stö- 
ende und die eben errungene evangelische Freyheit gefähr- 
de, nie ermüdende Polemik, durch wohlberechoete Rück- 
chritte zünftiger Anmaassung und Herrschlust und durch 
elbstsuchtige Begünstigung alter dialektischer Künste und 
ilerarchischer Blendwerke erschwert und aufgehalten, so zei- 
;et sich doch ein vielseitig erfreulicher Endertrag auf dem 
Veiten Felde der theologischen Litteratur. Mehre Katholiken 
besonders wenn sie so gemässigte Gegner waren, wie der 
ttüde edle Frid. Nauiea Blancicampianus : Epistel, misceli. 
'I- X. Bas. 1550. F. vgl. Bummel N. Bibl. St. 5 S. 1 f.), 
>ey aller Beschränkung ihrer geistigen Wirksamkeit durch 
nrchliche Zwangsverhältnisse, erwarben sich um Bibelstudium, 
^ele Benedictiner , Väter des Oratoriums und Jesuiten' um 
geschichtliche und patristische Theologie bedeutendes Ver- 
dienst. Die Protestanten bearbeiteten eifrig und mit Einsicht 
"^ Erklärung der Bibel, begründeten biblisch, geschichtlich 

23» 



356 Theologie» 

und pbiloftophiccb das Glaubensijstem , nntersuchteo eiazc 

Befttandiheile desselben geaaaer und sucbten die Untend 

dunglebren mit kanstgerecbter Schärfe sieber zu stellen. %\ 

inusste in den lezten Jabrzehnten des XVI Jabrh« der nn 

fangen forschende und gegen Mannigfaltigkeit der Meioaoj 

duldsame Wabrheitsinn der Melanehthonschen HamaniK 

schule L^^^"^] ^^^ Uebermacht des nea belebten S^holaiti 

IRUS weichen; symbolische Zwrngherrschaft, offen angeki 

digt im sogenannten Eintrachtbache [15^] and vorher 

Heidelbergischen Katechismos [1563]9 lastete schwer anfC 

jter nnd Gewissen; die Spaltung der Lutheraner und Cal 

nisten artete £1591] in erbitterten blutdürstigen Partejb 

aus; fiber den biblischen Rationalismns der Remonstiaol 

sprach [1618] die Dordrechter Synode das Yerdammungordi 

aus, nachdem schon lange vorher die Sodnianer kirdüieh | 

ächtet worden waren; vorwaltende Herrschaft einer (rou 

irrationalen Normaltheologie (verspottet im Ineptus religiös 

1652. 12 vgl. Q. E Leiring'n Rettungen in Sehr. 3 S. 14Sfl 

drohte alles kräftige Fortstreben des evangelischen Prote«ui 

tismus za vernichten. Aber die Frejbeit der Gewissen « 

ein zu theaer errungenes Gut, um ohne Widerstand aufge, 

ben werden zu können ; sie erlag nicht den Stürmen der 

sondern barg nch in kleineren Kreisen, nicht ohne LV 

Spannung und irrige Einseitigkeit ihr Daseyn erweisend ^ 

selbst unter Verfolgungen ihre unveräusserbare Gerecbttan 

geltend machend; die verdunkelte und bedrängte Wab 

fand Schutz in frommen Geniuthern und erstarkte, unter 

nackigen Streitigkeiten und, oft nicht unverschuldeten, V| 

onglimpfungen, zu neuen Siegen. 

Die für geistige nnd sittliche Bildung, so wie für ge 
schaftliches Wohl Verderben drohenden Nachwehen pfi 
Selbstgenfigsamkeit und des bis zu verbrecherischer WUit 
fiihrenden starren Wahnes, im Allrinbesitze untrüglicher (il 
benswahrheit za seyn, wurden aaf mehrfache Weise ei 
sigt und abgewehrt. Da der vest gewurzelte Trotz der 
thodoxie in Beschränktheit und Einseitigkeit der Denkart 
in Unkunde alles dessen, was die Empfänglichkeit für Sei 
heit, Freiheit nnd Wahrheit wecket nnd nähret, seioco G 
hat, so sind humanistische Studien die mächtigsten Gcg 
desselben. Daher wirkte MelaHchlhoity so früh verkannt u 



Theologie. 337 

h in unserer Zeit von blinden Zeloten noch vernnglinipft, 
erst wohlthätig als Schützer des edleren Menschensinnes« 
Italiänery welche sich für den Protestantismns entschie- 
I waren humanistisch gebildet und blieben, bey der eifrig- 
Bescfattftignng mit theologischen Angelegenheiten, ihren 
ebten Studien treu. Das beweisen unter andern der Pie- 
tese Coeliui Curio Secwidui [geb. 1503; st. 1569], ein 
tbätiger Philologe, der den Unfug der Mönche und die 
iltlichkeit der Zeit (in Pasquillorum T. 2. Bas. 1544 u. 
oillus ecstaticus 1544) schonunglos züchtigte; der beredte 
s. Occhino a. Siena [geb. 1487; st. 1564]; der treffliche 
. Mariire VermigK a. Florenz [geb. 1500; st. 1562] vgl. 
^. Ct. Schloaer Leben des Th. Beza u. P. M. 1809; u. m. a. 
jn fruchtbarsten erwies sich der, den Unbefangenen nnzwey- 
entige humanistisch-exegetische Einfluss der Söcinianer oder 
hitarier; an Gründung der Gemeinde derselben hatte der 
ochbegabte Lelio Socino a. Siena [geb. 1525 ; st 1562] vgl. 
S. F. Jfi/gen Sjmbolarum ad vitam et doctrinam L. S. il- 
istrantfaim P. 1. 2. Lpz. 1826. 4, weniger Antheil als sein 
mckerer Neffe J^atff^o [st 1604], welcher unter Mitwirkung 
les vielwissenden Hieron. Moicaroviui [st 1625] die muster- 
uifte gelehrte Schule suRacau 1602 eröffnete; zwar wurden, 
lach Zerstörung [1638] dieser Anstalt durch die Jesuiten, die 
Initarier aus Polen vertrieben [1661] und erlangten kaum 
ioter dem grossen Kurfürsten in Preuss. Litthauen und in 
iebenbürgen eine Sicherheitstätte ; eine Kirche der Unitarier 
rar in London [1651] von J. Biddle [st 1662] nicht ohne 
Widerspruch u. Gefahr gegründet worden ; der Socinianer ge- 
'hichtlicb-spraehliches Verdienst um Bibel-Erklärung über- * 
aaerte alle Stürme der Zeit« — Die armseligen Begriffzer- 
^ahungen und sinnleeren Wortstreitigkeiten der vermeintli- 
len Rechtgläubigen in der evangel. Kirche erzengten bey 
ielen Widerwillen gegen eine so unfruchtbare Theologie und 
eranlassten Absonderungen; gegen Leerheit des Wortes und 
ieUosigkeit des Handelns wurde Hülfe gesucht im Evange- 
Qm und in der dem Inneren des Menschen «nwohnenden 
^raft; wenn auch Missgriffe genug bey den Widersachern 
Br orthodoxen Zunft wahrgenommen werden^ so herrschet 
och in ihren Ansiobten milderer Christusnnn und reichere 
'«isteskraft; das beurkunden Valeni. Weigel [geb. 1533; st 



358 Theologie, 

1588], Pfarrer %n Tschopau im Erzgebirge [s. iS67], dessen 
Postfll lange nach seinem Tode 1611 erschien, und derG'ör- 
liuer Schuster Jac. Böhm s. 3 8. 404. J. Arndt (3 8. 403) 
schützte das Kleinod des den inneren Menschen seligmachen- 
den Glaubens gegen todte Buchstäblerey und absprechenden 
Schuldiinkel. Die kirchlichen Gebrechen seiner Zeit hat l 
F. Andreae (3 S. 363) eindringlich und auch ffir die Nachwelt 
lehrreich veranschaulicht. — Ein offener Kampf bestand [1649 
—1682] zwischen den theologischen Schulen in Wittenberg 
und Helmstädt ; jene, deren Wortführer Wellet in Dresden, 
Calov^ Strauch n. a. in Wittenberg, Hüliemann «• a. ia 
Leipzig waren, machte sich die Aufrechthaltung des Buchsta- 
bens des angeblich reinen Lutherthums zur Pflicht; diese, 
vertreten von dem, seinen Widersachern in Gelehrsamkeit, 
Geschmack und Sittlichkeit weit überlegenen Gg Caliitia 
[geb. 1586; st. d. 16 Mz 1656], s. S. Fr. Ulr.j Conr. HoT' 
nejui u. a., vertheidigte "Berechtigung und Verpflichtang zam 
Selbstdenken und frejere Ansichten im ächten Geiste des Pro* 
festantismus ; dieser synkretistische Streit offenbarte die scho^ 
lastische Roheit und fanatische Gehässigkeit der angeblichen 
Rechtgläubigen in ihrer vollständigen Reife, erfüllte chrtstlick 
gestimmte Gemüther mit schmerzhaftem Widerwillen u. weckte 
allgemeiner die Sehnsucht nach einer von frechen Anmaas* 
Bungen des über entbehrliche Menschensatzungen und Wort« 
gebilde grübelnden Verstandes gereinigten evangelischen Got 
teslehre« In Folge dieses dringenden sittlichen ZeitbedOrfnis* 
ses entwickelten sich die Grundansichten des ehrwürdigen 
PML Jac. Spener [geb. 1635; st. 1705], Urhebers der cotle- 
gia pietatis in Frankfurt a. M. [1670] und Hauptes der6^ 
kenner des thätigen Christenthums vgl. W. Hoibaeh Sp.Q> 
8. Zeit. Berlin 1828. 2. 8;' ihm schloss sich die Hallische 
Schule [1694], besonders Aug. Herrn. Francke [geb. 1663; 
it. d. 8 Jun. 1727] vgl. ff. E. Ferä. Guerike A. H. F. HaDe 
1827« 8, an, arbtitete müssiger Speoulation-Einseitigkeit eot 
gegen und liess dem vernachlässigten, in Angelegenheiten der 
Religion und Theologie entscheidend wichtigen praktischen 
iGresichts^uncte ' sein Recht angedeihen , ohne von der \^ 
pilichtung des Theologen zu griindlich gelehrter u. wissen- 
schaftlicher Bildung etwas abzulassen. Die leztere Foderaog 
wurde in deui von N. Ij^ Graf Ztnzendorf [geb. ITtM); st. i» 



r . . 

Theologie. 359 

liai 1760] ausgehenden Reformen (vgl, Z's Leben Ton C. 
; Vamkagen v. Eme. Berlin 1830. 8) und in den Gemein- 
i seiner Anhänger [172^] weniger berficksicbtigt. — 
I Durch den M einer Gesammtwirkung erwachsenen Ver- 
\ dieser Bestrebungen und Ereignisse gewann die Theolo-» 
I in Teutschland, welches, nädisl der Schweiz und den Nie- 
pBudeni die eigentliche Heimath ihrer wissenschaftlichen 
|ri>ildang blieb, eine neue Gestalt, indem sich von den oft 
lAselnden philosophischen Systemen, besonders dem Leib- 
B-Wolfischen ,^ wenigstens die diesen eigenthumUchen Me- 
iden, wenn auch nicht ohne heftigen Widerspruch, ihr mit- 
dten; während Britten vonFreybeit der Vernunft in ihrem 
testen Umfange Gebrauch machten und Yertheidigung der 
ahrhciit des Chiistenthnms fast ausschliesslicher Beruf der 
leologen wurde und in Frankreich durch übermüthige Frey- 
ukerey die Theologie Ton aller Theilnahme an den Fort- 
iritten der Geistescultur ausgeschlossen suseyn schien. — 
I die Mitte des XVIII Jahrb. , als die Ansprüche des ge- 
öden MensohenTerstandes (vgl. Götke aus m. Leben, W. 
& 94 f.) . aUgemeiner beachtet und die mannigfaltigsten 
ilsenschaftliohen Bereicherungen, für Geschäftsstndien und 
f Veredelnog des gesellschaftlichen Lebens treu fleisrig be« 
AM worden, entstand, wie sie ohne irgend einen gehässi- 
ti Nebenbegriff genannt werden mag, die neuere teutsche 
^logie,, welche, bey unerschütterlich vester sittlicher 
Endlage y durch tiefes kritisch-exegetisches Bibelstudiuni, 
iris^enhaft strenge geschichtliche Untersuchung und umsich* 
e Beherzigung philosophischer Forschung hebere Wissen- 
laftlichkrit und im edelsten Sinne fruchtbar-pädagogische 
irksamkeit zum geistigen Heile der Menschheit erstrebt und 
»I durch dieses furchtlos freye Streben den aus Vernunft- 
brauch erwachsenen und erstarkten Glauben an die G9tt- 
U^eit des Christenthums beurkunden will. Die Herolde 
»dben waren /. D. MiehMiü ioben S. 117) in Göttingen, 
&/. Semter [st. 1791] in Halle und J. A. ßmeiii (oben 
^) in Leipzig ; durch ihre zahlreiche Schüler und durch 
^AUg. teutsche Bibliothek [1765] wurden die hel- 
^ Andchten verbreitet; weder palädogisehe Scbwindeley u. 
latische Gewaltatreiche [1788] vermeinter Rechtgläubigkeit 
^® sich nicht entblSdet, den nur der Gottheit vorbehaltenen 



360 Theologie« Eaeyklopädie. 

AUeinbesits der Wahrheit in Ansprach in nehmen ond 

Andersdenkende das Richteramt anszuuben), noch selbsti 

derischer Vernanfthass (wie er in dem Wunderglauben 

gutmüthigen Lavater gefunden wird), noch jesnitisiK 

Halbhrit und Tücke (dergleichen sich J. A. Siarck in D: 

Stadt st« 1816, der Vf. des berüchtigten Theodals Gai 

1809, Aufl. YL 1821, su Schulden kommen Hess vgl 

mann Sehr. 5 S. 64 f. 74 f. 6 S. 78; und J. JEL Vott 

symb. 1 S. 345), Eitelkeit und Frömmeley haben aufj 

Dauer Termocht, ihren in ewigen Gesetsen der geistig-f 

dien Freyhmt und des wahrhaft evangelischen Protesü 

mus gesicherten Fortgang su hemmen; und dieser sei 

durch die im Prenssischen Staate [1817] ToUzogene UÜ 

der evangelischen Kirchen feierlich verbürgt worden zu 

Ygl. G. /• Planck Geschichte der protestantischen Theol 

V. d. Concordienformel an bis in die Mitte des XVIII h 

Gottingen 1831. 8; J. A. JET. TUimann Gesch. d. Theoli 

und Religion in der protest. K. während der sweyten Hai 

des XVllI Jahrb. Bresl. 1805. 8. ~ Trotz des maassloil 

Ungestüms eines A. A. v. Matiianx [st. 1828] und wid 

Genossenschaft, blieb die katholische Kirche hinter den nn 

weisbaren Foderungen des wissenschaftlich-sittliciien Zeil^i 

Stes nicht zurück, wovon unter vielen anderen ZengniM geh 

J3. Maria Werkmeister [geb. 1745; st. 1823], t\ Oheril 

[geb. 1745; st. 1831], Ant. Thadd. Dereier [geb. 1757; 

1827], Gg Keller [geb. 1760; st. 1827], Gg Hermes [^ 

1775; st 1831], CaJ. Weiller [st. 1826], Ign. H. C.v. H 

senberg [geb. 1774], Pk. Joe. Brunner u. s« w. 

a) Encyklopädie u. Methodologie: De$. Eran 

ratio s. comp, verae theol. Bas. 1519. 12; Halle 1782. & 

Andn Hyperiu$ in Marburg [sh 1564], ein Muster gros 

eher Gelehrsamkeit und hoher Geistesbildung, verrint 

evangelischer Milde : de recte formando theologo LI. IV. 1 

1556; 1582. 8. -^ /. MaÜllon (S. 197) des 6tudes moni 

ques. P. 1692. 2. 12 u. s. w. ; lat Yened. 1729 f. 3. 4 

/. G. Herder ( 3 S. 378 ) Briefe das Studium d. Th. I 

1780 fl. 4. 8; /. A. Nöueti in Halle [st. 1807]: Aoleit 

1785 ffl. 3. 8 n. s. w.; vgl A. Herrn. Niemeger'ü Biogra 

N's 1808. — G. /. Planck Einleitung 1794. 2. 8; Gnin« 

.1813. SiJ.A.B. TiUmanm [geb. 1773; st. 1831) 1798 



Theologie. Bi belatiidiu m. 36 1 

Meyen^aeker 1811 v. 1831; C F. StmOditM [gek 1761; 
. 1826] 18S1; A. H. Niemeyer [geb. 1754; 8t. 1828] An- 
rilibald , Yertheidigung d. winensch. Lehrmelhode d» Th. 
ftlle 1825. 8; m. a. 

b) Das ernstere und tiefere Bibelstndiam worde durch 
i Reforiaation angeregt, indem diese die heil* Scbrift als 
leingQltige Quelle der Erkenntniss des christUdien Glaubens 
Mrkannte und dem mllknhrlichen Ansehn der.KIrehe ent<* 
igensetste. . D. Erfumue^ M. Luiker^ PA. MekmekfhoUy Um 
mingli. J. Oecoiampadiu» [st. 1531], Leo Jadae \%\. 1542], 
kt.jMuriyr [st. 1562], Sebatt. CasieUio [geb. 1515; st 1563] 
fr wirksame Uebersetzer der Bibel in das Lateinische, «1. 
hivi» [st 1564], J. Bremiims [st. 1570], MaiiA. Flacü$s [%U 
575] und vor allen der feinsinnige u. tiefblickende Theed^ 
hza £sC. 1609] s. 1559; u. m. a. änd ab Instauratoren und 
srgsane Pfleger und Förderer desselben mit dankbarer Ach- 
png KU nennen und die in späterer Zeit fliftissig genug be- 
ntzteik Socinianer (Bibliotheca fratrum Polonorum. Ireno« 
lolis 1656 f. 9 F.) keinesweges mit Sdllscbweigen su fiber- 
fehen« Neben den Protestanten behauptet eine wohlverdiente 
Bhreiistelle der evangelisch gesinnte Jac. Faber Stapulensis 
oder aus Etaples [st. 1537] ; und unter den Katholiken zeich- 
Den Bicb rühmlichst aus: Th. de Vio von Qaeta [st. 1534]. 
hrane. Vmiablui [st. 1547], Amg. SieHchu$ Engubinos. [st. 
1550], auch als Philosoph merkwürdig, Sixiue von Siena [st. 
1569], Amb'. Manui [st. 1573] und Bened* Ariai Monißnn» 
[st. 1598], JoA. Maldonaiu9 [st. 1583], vorzuglich WHA. 
EitA [geb. 15431 St. 1613], als Erklärer der Paulinischen 
Briefe mit Recht geschätzt. Com. a Lapide [st. 1637] n. nu 
a. Auch das gelungene Bestreben, die Bibel durch Uebertra- 
Igung in die Landessprache zum Volksbuche zu erheben und 
damit der allgemeineren rdigiösen Fortbildung eine sichere 
Grundlage zu gewähren,'. fand in der kath. Kirche Eingang, 
wie unter anderen die aus der Lutherischen entlehnten Ue- 
bers. H. Emter'n des N. T. 1527 u. J. Dietenberger'» des 
A. u. N. T. 1534 und die selbstständigere J. £c£s 1537 in 
Teutschland beweisen, und einen warmen Yertbeidiger in dem 
Spanier Frid. Furius Caeriolanus [st. 11S92]: Bononia s. de 
iibris in vernac. linguam convertendis LI. IL Basel 1566; Leid. 
1819. 8. — Im XVU Jahrh« gewann die Sehriftauslegung in 



369 Theologie. Qibelstudium. 

Teatflcbland wenig; J. Tam^ [geb. 1586; st. 1629] hatk 
BHdce; S. Olu$9 [st 1656] erwarb sieb dm rfe das bed 
tendste Yeidienst 1623 ; H. Qroiiui wirkte erst für die F 
geseit; /• MoHn [geb. 1591; st. 1659] Presb. des Orat 
Paris erwarb sich am das A. T. anerkamites Verdienst; 
Coiseefus [st 1669] typische Sdiüle ist als Zmchen der 
bemerkenswertb; darch angemeiB fhichtbafe geirrte F 
■diaiig tritt /« Lighifoot [st. 1675]: opp. Utr. 1699. 2 F. b 
Tor; durch freyere Kritik der Katb. Rick. Simon fst. 171 
— Im XVIil Jriirb«, voraüglich ia der swejrton Hfilfte 
aellien j^esebab fBr biblische Kritik nnd Exegese iiberaita 
das meiste in der protestantiscbeo Kirche, denn unter d 
KatboBken sind, ausser dem fleissigen A. Calmet [st« 175 
dem mehr k&bnen, ab grfindlicben Bearbeiter dea A. T. 
BouÜgMt [st. 1783], nnd X Lor. J»eniieU [st 1M8], 
Opfer rSnüscher Intderans gegen anch nur sdieinbar fi 
Bibelfofsdiang [1778] merkwürdig, nnr J. Jmkm [st. 1821 
als iielliimiiger nnd vielnmfassender GeMirter, /• A B. f 
tmH [st 1822], grflndlicbM Erklärer des Pentateadi, d 
wackere i4af. Thadd. Dere$er nnd der geistreiche J. Lea 
Hmg ber&bmt geworden. Unter den Protestanten Inld^ 
jD. Miehaelii nnd J. A* Ernesii treffUche Sdralen und so«* 
wohl Kritik als Exegese schritten seitdem an immer wach«^ 
Sender VerroUkommnnng fort. Um das A« T. machten sich 
nnter Tielen anderen verdient Jok, le Clere [st 1736], / 
eoitiob Carfzav [geb. 1679; st 1767], JB. Kennicot [st. 1783^ 
Ch. A. Bode [st 1796], J. A. Dutke [st 1791], *J. «F. Her^ 
der, •J. G. JEichkarn [geb. 1752; st 1827], W. Geieniw, 
W. M. L. de Wette, C. W. Juiti, F. O. C Umtreit u. r. 
a«; nn^das N. T. Joh. Mill [st. 1707], J. A. Bengei [st 1752], 
J. J. Wetttein [st 1764]; J. JB. Keppe [st 1791]; 8. F. N.^ 
Marne, €. A. G. Keil [st 1818] ; V. J. Grie$bach [st. 1812]; 
ca. F. Mattkaei [st 1811]; J. A. ßn$$elt; G. a. Knapp 
beb. 1753; st 1825]; G. Ch. Sterr [geb. 1746; st 1805]; 
J. F. 8eUeu$ner [geb/1759) st 1831]; H. E. G. Paulm; 
D. Schub t J. 8ehmhhe$9 n« v« a. — Die allgemeinere Ver- 
brritung der Lutherseben Uebersetsnng wurde dardi die von 
C. BUdelr. t. Canetein [st 1719] gegründete Bibel .Anstalt 
[1710], vermittelst welcher an drey Mültonen ExiBmplare in 
verachiedenen Sprachen in Umlauf gesetst worden ain^ geför- 



Theologie. Apologetik. 363 

rt Von neueren teatschen Ueb«rseurangen dncl bemerT 
«swerth: die Wertheiniisebe 1735 ^on Jok. Lwr, Sckmidt 
1.1749]; die von J. D. Michaäiis 1764 ffl., D^m. Bnentano 
n. Dereier 1797 ffl.; das N. T. too C. F. Bukrdi 177^; 
\J. Stolz 1781 n. 8. w.; /. 0. TAiess 1790 ift.; J. A. BoU 
} 1795 f&. u. a.; die EogHscka Bibeiübers. 1792 von Alex. 
rid€$ [st. 1802]; die NiederländiscbeToiiiV. d. Palm 181 8 ffl. 
c) Nachdem seit Ttelen Jahrhanderten g^;en Alle, welr 
e sich von dem herkdmmlidien üarcheDglauben zw entfer- 
I schienen, die Geisdiebkeit mit Biinnatrden, Verfolgangen 
i IMLissbanittangen aller Art, Ae weMtebe Obrigkeit mit 
Her und Sohwerd gewntbet hatte, trat iL Grotim [1622] 
«rst mit einer Bewrisfubrung für die Wahrheit des 
liristentfaums auf und mcht lange nadiher aoehten BL 
pcal (pensiea aar la rtiigian. Amat 1672. 12) und D. Uuet 
Innonstratio evangelioa. P» 1679. 4 ) die iJnentbehrlichkeit 
i Göttlichkeit des OfiEenberanggiaabena ans der TrngKch» 
it nnd Unznlfi^ngttchkeit der menscbl. Venmnft darsntkon« 
(England, wo ü. fioyfe [st.lfiOl] eine, durch R^Bentley'% 
keilnahme £1713] ansgeaeiehnete Stifiiing au diesem Zwecke 
Achte, wurde das Chriatenthum gegen Anfechtungen der Dei- 
ID (Ed. Herbert v« Cherbytry st. 1648; /. Telm^ st. 1722; 
\CoUin$ St. 1729; Tk. WooMen st. 1733; M. Tindal nU 
733 n. A.) von H. Hammond [st. 1660] , Jam. FoHer [st. 
K3], Gge Beuion [st 1765], Nath. Lardner [st. 1768], /• 
^/a»<;[st. 1766]; in Teutschland gegen Einwurfe undZwm- 
i J. CA. Edelmann'n [st. 1767] und detf Wolfenbuttler Un- 
«nannten (1777 fl.) von vielen Theologen in Schuta genoim- 
Ken. Mit Gründen der Vernunft und gescbicbtlicben Erfahr» 
fig haben die g&ttliche Wahrheit des Christentboms sieher 
^ stellen sich angelegen seyn lassen /• Veruet 1763; /• Am 
Vmeft 1766; IV Ausg. 1774; V Ausg. 1. 1784; G. Laß 
!>t. 1797] 1768; VI Ausg. 1786; Jerusalem 1768; VI A. 
1785; A. F. W. Sack 1773; W. Paley [st. 1805] 1794 u. 
^'ataral theology 1802, Ed. XVL 1819; G. L. Bekenn 1800) 
^* Gg Muller [st. 1819]; F. A. Chateaubriand 1801; Ch. 
^« W. Starke [st. 1818] u. m. a. Caj\ Weiller versuchte, 
len Geist des älteren KathoUcismus als Grandlage für jeden 
Bpäteren kenntlich au machen 1824. — Die Stiftungen J. Slol^ 
P<^'| [st. 1753] in Haarlem, die GeseUschaften in Haag [1785], 



364 Theologie. Dogmatik. 

in Stockholm [1771] tu a. w. sind nicht nnfr achtbar für \i 
breitang fichtigerer Vortteliungen von dem Werthe und '^ 
halte dee Chriitenlhami gewesen; vgl. H. G. Tzichimer 
seh. d. Apologetik oder bist. Darstellang der Art und Weil 
wie das Christenfthom in jedem Zeitalter bewiesen, angegc 
fen nnd vertheidigt ward. 1. Lps. 1805. 8. 

i) Die Dogmatik hat in den verscliiedenen Zeitalia 
der theo!. Cnltnr viele Verändemngen erfahren; sie maJ 
Anfangs einen polenuscbHitatatarischen Charakter annehsJ 
nnd behielt denselben fiber ehi Jahrhundert bejr, auch in i 
Arb^ten freysinniger Sodnianer; s«t Verbreitong der Cd 
sischen PUlosophie wurde philosophische Darstellang oj 
Methode im Systeme erstrebt; im XVIII Jahrb. hat nie di^ 
fortschreitende Berftcknchtignug der kühner nnd aelbsisiä 
diger forschenden Vernunft nnd durch sorgsame Beaefatd 
der Ergebnisse des sich vervollkommnenden Bibelstadio^ 
nnd der kritisch gelftuterten Geschichtkunde betrSditlieh i 
Wonnen, obgleich anf der einen Smte Abhängigkeit Ton d 
setzlich gewordenen Glaubensherkan^nlichkeiteo^ anf der d 
deren Empfänglichkeit IBr neue Ansichten der nie atilkfl 
henden Specnladon mandien seltsamen Widerstreit und J 
luisrinngenen Versuch aur Aasgleidiung unverträglicher GraiJ 
riltze erzeugten und der eigentlich wissenschaftlichen Gesti 
tnng des theol. Systems nicht geringe Hindemisse entgege^ 
stellten ; vgl. CA. O. Heinrieh Versuch e. Gesdi. der verschk 
denen Lehrarten der christl. Glaubenswahrheiten. Lps. 1790. 

1) Für die Lutherische, eigentlich für die protestao« 

sehe Kirche Terfasste f%. Mehmcüh^u ein, auch brate nod 
dassiscbes Lehrbuch der Dogmatik : Loci oommunea. Witted 
1521. 4 u. 8 sehr oft; vgl. G. Th. Sirebel Vers. e. Litteri^ 
gesch. T. Ph. M. kKjis th. Altorf u. Nbg 1778. 8. — WiJ 
den auch durch VietwriA. Sirigelü$$ in Jena [st* 1569], iä 
Gegner des Maitk Fladus^ u. e. a. einzelne Sätze scfaärii 
rer Bestimmtheit näher gebracht; so f&rderten doch stren 
genommen nur zwey unvergessBche Männer, im Mdanchtboi 
sehen Geiste, das Studium: Andr. Hjfperw$ in s. unbeende 
ten Metbodus theoL s. loc. comm. LL III (von VI). BM 
1566; *1568; 1574. 8 u. Opuscula. B. 1570 ffl. 2. 8; o« 
durch Genamgkmt im Ausdrucke für Begriflfe n. durch grün' 
Uoh^ ireaehiektlidie Gelehrsamkeit Mart. ChmMÜz [ct. 15"' 



Theologiew Dogmatik. 365 

oci tli. Fjrkf. 1599. 4 n. S; Wittenb. 1690. F.; de daabot 
ituris in Christo. Lpz« 15S0« 4. — Leemh. Huiter ia WiU 
nberg [st. 1616] stellte die Lutherische Kirchenlehre, wie 
ß im Concordienbache bestimmt ist, am voUstiladigsteii and 
euesten dar: Comp, loc th. W. 1610. 8 sehr oft; Loci th. 
f. 1619. F. — Durch frommen Sinn rind überaus reiche ge- 
hrte. Ausstattung zeichnen sich ruhmlichst aus Jok. Gerhard^nk 
i Jena [st. 1637] Loci th. J. 1610 fl. 9. 4; ed. J. F. Caiim. 
ibing. 1762 ffl. 22. 4. — In allgemeiner Achtung behaup- 
ten sich geraume Zeit Mattkias Haffenreffer'n in Tübingen 
it. 1619] mit heller Bündigkeit abgefasste Loci 1611.8 oft. 
- Einen milderen Geist wollte 6g CalixtuM^ gleich achtbar 
s Mensch und Gelehrter, verbreiten und fand auch bey £iQ. 
ilnen Eingang, reizte aber ivilde ElTerer auf, die den neue- 
m Scholastidsmus in ganzer Stärke u. Ungebuhrlichkeit ver* 
•aten, Abr. Calav [st. 1685], /• A. Quemtädt ^ut. 1688], 
hv. Hollatz [st. 1713] u. A. ^ Daneben waren nicht un* 
lUebte, zum Theil eine Zeit lang und in bestimmten £jrei<- 
m hochgehaltene SystematÜLor J. CoJir. Dunnhauer in Strasb- 
urg [sti 1666], /. Ben. Carpzov [st. 1657] u. Joi. HUhe^ 
mn [st. 1661] in Leipzig, JoL Mutaeui in Jena [st. 1681] 
. A. — Wie schon der geistvolle Joh* VaL Aadreae auf das 
•pinnengewebe in den Wortstreitigkeiten theolog. Dialekti- 
:er aufmerksam gemacht hatte, so drang Pi, J. Spener mit 
hrwürdigem evang. Eifer auf bibliscb^praktiscbe Richtung im 
•tudiam der Dogmatik und die gehässigen Anfeindungen s. 
rbitterten Widersachers /• Ben, Carpzov [st. 1699] konnten 
ie damit angeregte wohlthätige Ümstaltung der dogmat. Me- 
liode auf kürzere Zeit wohl hemmen, aber nicht vereiteln; 
kre Annäherung wird schon in den Systemen des gelehrten 
%. M. Pf äff [st. 1761] 1719 und des, auch um Dogmenge- 
diichte verdienten wackeren J. Fz Buddeui [st. 1729] 1723 
ieodich erkennbar. — Wolfs demonstrative Methode wurde 
on J. G. Reinbeck [st. 1741], & J. Banmgarien [st. 1757], 
^fic, Carpav [st. 1768] u. v. a. auf die Dogmatik angewen- 
iet. — Zur neueren kritisch - exegetischen , historischen und 
philosophischen Darstellung der Glaubenslehre, welche durcl^ 
Icissige Untersuchung der, von J. A. Eme$ti [1759] und /. 
'• Semler dringend empfohlenen Dogmengeschichte vieler Auf- 
klärungen theilhaftig wurde, brachen die Bahn W. A. Töllner 



366 Theologicl Dogmatik. 

[st. 1774] 1759 ffl., /• D. Mickaelii 1760, J. 8. Semler 176 
ffl., /. D. HeÜmann [st 1764] 1761, W. A. Teller [gel 
1734; St. 1804] 1764 n« s. w. Als Vertheidiger der ältere 
Vorstellungen machten sich bemerklich /• JB. Carptüfo in Hein 
itftdt [st. 1803] 1767, 6g Fried. Seiler in Erbngen [st. ISO) 
1774 ffl., Q. Ch. Starr 1793 n. A«; als unbefangene Berich 
erstatter, oft Prüfer und Vermitteler der Paläologie und Np 
logie J. C. DöderleiM in Jena [st. 1792] 1780 fB. und S. 
JV. Morui 1789; geachtete Lehrbficber verfassten /. f^iü« 
Eckermmnn 1791, H. Fh. Conr. Henke [st. 1809], vielsei^ 
gelehrt u. unbefangen fireymüthigy 1703, Ch.F. Amman 
IB., Ch. D. Beck historisch reichhaltig 1795, 1801, C. 
StaüiKn 1800 ffl., C. Cjf. Brettehneider 1805, W. 31. L 
Weite 1813, A. D. C. Tweiten 1826, C. Hase 1827, L 
it. Baumgarten^Cnuiue 1829 f • u. r. a. — 2) Die refoi 
mirte Kirche erhielt ein philosophisch folgerichtiges, durc 
musterhafte Darstellung ausgezeichnetes System von Jok Ca 
vin [st. 1564] : Institutiones reL Christ. Basel 1536. 8; Strad 
1539. F.; ^'Genf 1559. F. u. s. w. vgl. Gerde» Scrininia£t 
2 p. 451 sqq. Bald nach ihm, besonders im XVII Jahrb. g( 
\fann erneuerte 8chola8tik die Oberhand^ woza die Dordrecli 
ter Synode, der Schweizerische Consensns und der Kain| 
zwischen Coccejanem und Voetianem gehörig mitwirkten 
schalgerechte Theologen waren /• Coccejuij J. Ft Turreti 
[st. 1687], J. H. Heidegger [st. 1698], H. WtMui [st. 1708 
n. m. a.; freysinniger verfuhren /%. v. Ldmberch [st. 1712^ 
N. Alex. Boeil [st. 1718], der Vertheidiger der Rechte de 
Vernunft in AngeiegMheiten des Glaubens gegen C Vümi 
[st. 1722], JET. Müntinghe u. m. a.; die Britten TA. Bmt 
[st. 1715], Dan. WhUby [st. 1726], der Trinitarier S<7fl 
Clarke [st. 1729], Th. Stackkou$e [st. 1752], A. A. Sykes[i^ 
1757], rr. Warburto» [st. 1768] u. A. ; die Schweizer /. Alpi 
Tarretim [st. 1737], Sam. Were^feie [st. 1740] u. t. b. 
Dam. Wyitenback [st. 1779] fahrte die demonstrative Method 
ein. In neuester Zeit veriieret sich die dogmatische TreDQQOj 
zwischen den beiden protest. Kirchen ; die ihnen gemeinsam 
evangelische Grundansieht herrschet vor; GeschichtforBcher 
wie W. Mümcher^ hochverdient um Dogmengescbichte (1791 
fB.), Selbstdenker, wie C. Daub (1806 ffl.), F. SeUeyerm 
eher (1822) und der gelehrte Kritiker Joh. SchuUhea forden; 



Theologie. Dogmatik. Polemik. 367 

»enschafiliohe Eintracht im gründlichen Streben nach Yer- 
ichaolichnng der Wahrb^t^ ohne die unrer&osserbanen An» 
uche der Einaselnen auf Eigenthumlichkei^ in sittBcb reli« 
«en Ansiditen zu verkennen oder zu verletzen« — 3) Die 
gmatik der Katholiken mosste im XVIJahrh. die ver- 
Bte scholastiflche Form, als charakteristiiohes Merkmal dea 
^erspruchs gegen Protestantismos, mögUchat-^oUstftndig 
[behalten, wie aus Joh. EcKn in Ingolstadt [u. 1549J Ea- 
iridion loc. comm. adv. Lntheranoe» Landshnt 1525. 8 zu 
eben ist; nur der gelehrte und hnmanistiseh gebildete Do- 
jacaner Melch. Canui in Salamanea [st. 1560] kann anf 
meichnnng Ansprach machen: Instita tt* S* 1563 u« s. w«; 
p. Vened. 1769. 4. — Bo$Muet erlaubt sich (^XM. de la 
1672) aas Proselytenmacherey mehr ÜOldct und^Nachgie^ 
jkeit, als mit hergebrachten kirchlidien Gmn#itzen ver- 
jglich ist, und wird von Zeloten unserer Tage darfiber ver- 
glimpft. Grosses Ansehn erlangten die Systeme /. £^. du 
^ers [st. 1706] Paris 1691, 7 F» und Jek^^Lor. Berii*^ 
|b. 169Ö) st« 1766] 1760. — Die neueren, besonders Teot- 
le, Katholiken haben die Pflicht erkannt, ihr System zu 
kigen und wissensch« zu veredeln ; unter ihnen treten, ne« 
kl mehren anderen, hervor: Patr. B. Zimmer [st. 1820] 
S9; ^Engelb. Klü^f^l [st. 1811] Institute 1789; Ed. IV 
\l Th. Ziegler. Wien 1819. 2. 8; *Fz Oberihflr 1790 ffl.; 
\ D. Marian. Dobmayer 1816 ffl.; F. Brenner^ Gg Her^ 
f< u. A.; an Wortführern für das Alte, z. B. F. L. B. Lie^ 
mann 1820 u. s. w«, ist kein Mangel und durch Geschäf- 
[keit der wieder aufgelebten Jesuiten in Europa scheinen 
( stark werden zu können» aber die Macht des Gejstes vor- 
igen sie auf die Dauer nicht zu überwältigen« 

e) Die Polemik batte im XVI und XVU Jahrb. ihr 
Ideaes Zeitalter und übte eine weitgreifende Herrschaft aus; 
B hatte eifrige Pfleger an den Lutheranern M. Flaeiui lU», 
t CkenmiiZj Tilem. Heikiitüts [st. 1588], «I^ot. Ckutraeui 
U1600], *Aegid. Humum [st. 1603] u. s. S. Nie. [st. 1643], 
• Gerhard^ Luc. Oiiander II [st. 1638], Tkeod. Thumm [st. 
>30J, Ju9t. Feuerbern [st. 1656] ; *G. Caiistu$ u. s. Wider* 
»ber: F. Ad. Scherzer [st 1683], Abr. Caiov [st. 1688] u. 
' a« ; den Reformirten Ca/vi», Beza^ Heinr. BulHuger [geb. 
*4; St. 1575], *D. C&amier [st. 1621], D. Pareui [st. 1622^, 



3e8 Theologie. Polemik Moral 



Afid. Bieet[nt. 1651], P. ito MouKn [«t. 1658], /. Fz 
retin n. Ä.; den Katholiken, beflonders d. Jesuiten Gre^. 
Valentia [et. 1603], Rob. Beilarmin [gt. 1621], Mart. Be 
nu$ [st. 1624] n. m. a^; später /• B. Bo$iuetj Exjes. fi. S/a 
fer [st. 1797], welcher mit allem Yerketserangeifer [17 
dem rdm. Hofe nidit Genüge leistete, u« m« a. — Im X\ 
Jahrh« venchmohen in der protest Kirche seit S. /• Ba 
garten [st. 1757] die historisch brauchbaren Bestandtheile 
P. mit der Dogmatik und besonders Dogm^ngeachichte 
selbststftndige iheolog. Streithftndel wurden seltener. Ud 
Zehalter hat die Wiedergeburt der P. in anderer, eigentbl 
politi^irender Gestalt erlebt; es muss gegen Umtriebe verbia 
deter klirhlicher und weltlicher Obscuranten gek&mpft wa 
den; tfichtige, durch Gelehrsamkeit, Umsicht und Mut 
ausgezeich%ete Protestanten Planck j Herb. Mamhy Amm 
Tzichirnerj Jon. Sckuderojff] /. A. H. Tüimann [geb. 177J 
St. 1831], dessen lezte Arbeit die Befriedigung dieses ana 
kannten Bedürfnisses bezweckte, u* v. a. erkennen die im 
gende Pflicht an, bösartigen Verunglimpfungen und verläJ 
dorischen Ausstreuungen oder unredlichen Verunstaltang« 
urkundbcher Thatsachen kräftig zu begegnen und die m 
gen Absickten jesuitischer Ankläger des Protestantismus, i^ 
evangelischen Wahrheitsinn und das rein sittliche Strebe 
seiner Bekenner, zu Gunsten der Wiederherstellung des K^ 
ches der Finsterniss , politisch verdächtig machen zu \^'oIi 
in ihrer ganzen Nichtswürdigkeit darzustellen ; es gilt wen 
ger Behauptungen und Meinungen in theologischer Lehre, 
das Gesammtwohl in gesellschaftUchen Verhältnissen. 

f) Die cbristl. Moral wurde zuerst in der reform, 
selbsut^ndig bearbeitet von Lamb. Daneau [st. 1596] 157 
und von Moi. Amyraud{%t. 1664] in einem trefflichen WerM 
Saumur 1652. 6. 8. — In der Lutherischen K. blieb sie va 
der Glaubenslehre verbunden und derselben untergeordnet 
daher war ihre Behandlung äusserst dürftig und Hur die b 
seren asketischen Schriftsteller von /• Arndt bis Pk. J> ^ 
ner erkannten ihre fruchtbare Bedeutung an. G, Cal^^^^ 
trennte [1634] beide Disdplinen und bereitete dadurch d 
vollständigere Darstellung der vernachlässigten Moral vo 
wozu auch die nicht lange nachher erfolgende grundlklief 
Bearbeitung der prakt Philos. das ihrige beitrug. Der by^^ 



Theologie. PaBtorallehre. 369 

aatikn waren im XVIII Jahrh. viele: reform. 3. Ui Plaettte 
lt. 1718], Bmed. Bietet [st 1724], Th. StacAioute, J. K 
itapfer [st. 1775] u. m. a.; lath. J. Fz Baddeut 1711, iS. 
. Baumgartea 1767; *ti. Mothei» 17fi3, G. Leu 1776, C 
1 Tittaann 17S3*, vor allen anderen Fz W. Reinhard i7SS 
I.; mit steter BeiückBichügang der krit. Philos. J, W. Schmid 
lt. 1797] 1793, C, F. Staüdlin 1798 fa. and der geistreiche 
ni vielseitige' C. F. Amman 1795 ffl., bes. ■1823; eigen- 
faSmlichen Gang verfolgten ' F. Schhyermacher 1803 , de 
feile 1819 fl., F. H. B. Scktearz 1821 n. A. vgl. Hermes 
SXX, 2 8. 199 f. — In der kathol. K. herrschte Vorliebe 
'bi Casnistik ; die schlfipferigen GiondsStze der Jesuiten rich- 
elen manche Verwiistang an, welche Jan Ben ist! sehe Strenge 
a verhüten suchte, Patcal in den Provinzial-B riefen 1656 u, 
Ke. Perrault 1669 bestritten, P. Innocenlias XI 1679 zum 
rh«ile, das Pariser Pailaroeot als aufrührerisch, mörderisch, 
k Sicherheit der Bürger und Fürsten bedrohend, den 31 Aug. 
761 vollständig verwarf und sum Fener verortheilte. In 
Knerer Zeit fanden philosophischer Geist und reinere Vor- 
tellnngen von christlicher Sittlichkeit allgemeineren Eingang; 
lu bezeugen die Arbeiten Jac. Danzer'» [st. 1796] 1787, S, 
^harzhaber'H [geb. 1727; st. 1795] 1793, "Ferd. WanAefs 
geb. 17581 st« 1824] 1793, A. Reyherger'a [geh, 1757; st. 
«ISj 1794, M. SchenAH 1800, 'Seh. JUutichelle'a [st. 1800], 
'«. Gei»hätluer'B [st. 1805] 1803, Cqj. Weiller's n, A. 

S) Die Pastorallehre nahm überall den unterschei- 
enden Charakter an, dass die, von Katholiken nur zum Theil 
• nicht ohne Widerspruch verstockter Paläologen aufgege- 
«le oder gemilderte, mechanische Abricbtung der kirchlichen 
■eamten den lauten und mit Recht gesteigerten Foderungen 
illlich-wissenschaftlicher Ertüchtigung zn der edelsten aller 
^siigen Berufsaiten weichen und demnach von hSfaeren An- 
"iiien der geistig-religiösen Bildung des Klerus ausgegangen 
'«den musste. Sie wurde in der protest, K. von J. Eber- 
f" 1^25 and Eraim. Sarceria» [st. 1539], vollständiger von 
■ ^. Bartmann [st. 1684] und L. CA. Mieg [st. 1708] be- 
'lieitet; Hai. Deyling [st. 1755], welcher den kirchenrechf- 
"oen Gesichtapunct auffasste, gestaltete sie zu dffentlichen 
^Wrägen; gute Vorschriften ertheilten P. Itoquea [st. 1748], 
■^i- Miller [pt. 1789], /. F. JaeoH [st. 1791] o. a.; ein 
^'"Utt ÜB. i, tut, Goch. IV. 24 



370 Theologie. Pastorallehre* 

fleissiger Sammler war Ch. W. Oemler [sh 1802]; seitdcJ 
A. H. Niemeyer [geb. 1754; 8t. 1828] 1792 ffl. die geistrei 
chere und umfassendere Behandlungart vorgezeicbnet und fort 
während zu vervollkommnen gesucht hat, ist viel preisAviii 
diges geleistet worden ; Auszeichnung gebühret F» B. JKöstef 
Lehrbuch 1827. In der kath. K. sind unter anderen alsver 
dienstliche Arbeiter zu nennen Fz GifUchütz [st. 178S], ""i 
Sailer^ Zimmer^ Schenkt, A. Beichenberger, Mutschelle u. A 
^ Ueber Homiletik ist sehr viel geschrieben worden ; voi 
Lehrbüchern der Protestanten sind bemerkenswerth die too 
A. Hyperiu$ 1553; Halle 1781; J. J. Bamlach [st. 1735 <; 
Mosheim; C. F. Bahrdt [st 1792] 1784; 7. W. Schmid 1787 
C.F. Ammon 1812; H. A. Schott 1815 u. 1828 u. A. — Ü 
Katechet ik (vgl. PÄ. H. Schuler Gesch» des katechet. U 
terrichts unter den Protestanten. Halle 1802. 8) hahen si 
verdient gemacht die Prot. PA. Jac^ Spener, Chph M. Seide 
[st. 1723], A. B. Franke [st. 1727]; J. P. Miller, G. F. Sei 
ler, J. W. Schmid, 7. F. Graffe [st. 1816], H. Müller i 
Kiel [st. 1814], C. Cantensen 1821, G. F. Dinier [st. 1831] 
E. Thierhach 1822 f. u. v. a.; die KathoL Ign. v. Felbig^ 
[st. 1788]) M. I. Schmidt [st. 1794], Fr. Mich. Vierthaier 
vorzüglich Bernh. Overberg in Münster [geb. 1754; st. 182i> 
u. m« a. 

Die Menge der Erbauungschriftsteller sowohl il 
der Prot, als Kath. K. ist kaum zu berechnen; einige dei 
besseren sind in der Nationallitteratur, welche auch der clasr 
sischen Prediger erwähnt, aufgeführt worden. Die, beson« 
ders in Teutschland wahrnehmbare^ den Gebildeteren oft et* 
was überlästig erscheinende Vermehrung dieser Litteratai 
während der lezten Jahrzehnde kann als ein für den gesell- 
schaftlichen Zustand nicht gleichgültiges Zeichen der Zeit ht 
trachtet werden. 



Verbesserungen, Berichtigungen u. Zusätze. 

IV. Bd. 



IL 35. Z. 19 Tgl. Zeitgenossen 3te B. B. 3 No. XXIII o. 

XXIV. S. 119 f. 

- 36. — 16 V. u. L Aesticampanus st. Aosticampaaos. 

- 37. — 20 L Planciades St. Pladades. 
-57. — 9 V. u. : St. 1832. 

- 63. — 15 : St. 1832. 

- 76. — 16 V. u. 1. Säxe st. Saxo. 

^ 93. »— 19 muss nach Akademie ein ; gesetzt werden. 

- • — ß V. u. ist F. Chph. Schlossser (dessen 

Name Z. 9 v. n. wegföllt) nachzutragen. 

- - — 10 V. u. muss nach N o. 1 f. hinzugefügt werden. 
-97. — 4 V, u. I. Lucius st. Lueius. 

- 99. — 22 muss vor nur ein , stehen« 

- 112. — 4 V. u. 1. Bohn st. Bahn. 

- 125. — 17 V. u.: G. W. Freytag Darstellung d, arab. 

Yerskunst. Bonn 1830. 8. 

- 129. — 12 T. u. ist: „schätzbar — 1822. 8.** zu streichen. 

- 162. — 10 V. u. I. w o sie st. wie sie. 

- 18^. — 6 1. Barbi6 du Bocage st. Barbi6; du B. 

-- - ib.; J. F. Hennicke Gesch. d. Landkarten, in 

Allg. Anz. d. Teutschen 1831 S. 2945 f. 

- 187. — 7 T. u. 1. guter st. gute. 

- 197. — 16 1. stellte st. stellten. 

- 231. — 9 r. ü. 1. fast st. fasst. 

- 257 8 V. u. F. W. A. Diesterweg 1831 u. A. 

--288. — 1 V. u.; G. Th. Fe ebner Repertorium der 

Experimentalphysik. 1. Lpz. 1832. 8. 

- - _ Cuvier geb. 1769 st. 1832. 



24 ♦ 



Register. 



Die Seitenxahlen ohne Torgeietsle romiiclie Ziffer beziehen eich auf dei 
eriten; II. III, IV» bezeichnen den zweyteu, dritten, vierten Thei'l. 

Ein beygefiigtei n. verweilt anf die Noten, ein Z. auf die Zusätze. 

Ein * vor einer Seitenzahl iit dai Zeichen der auf dieser Seite be0ndliebet 
Uanptnotiz fiber einen Schriftsteller. 

Die in ( ) eingeschlossenen Zahlen ceigen an , wie viel mal ein Name vi 
derselben Seite vorkommt 



Lageson, Sneno. ■. Soeno. 
Aaron Aben Chajim. IIL Bog, 
Abälard, Petr. II. «S?;. 452. 
Abbasiden. II. 64. 65» 
Ahbildangen, natnrhist. IV, agG. 
Abbo (v. Fleury). U. 363. 373. 428. 
Abbo (in S. Germain). II. 253. 
Abbo Pratensis. II. 456. 
Abbt, Thom. III* 4io. 
Abd-allah ben Ahmed • • • al Baitar. 

IL 93. 
Abd-Er-Rahman tn. 11. 65. 
AbdolUtif ihn Jusnf. IL 85« 
Abegg, J. Fr. H. IV. 352. 
Abel, Caip. IV. 147. 
Abel, Mich. IV. lo5. 
Abelin, J. Ph. s. Gottfried, J. L. 
Aben Esra. IL 109, 
Aben Zohar. II. 96« 
Abercrombie, J. IV* 332. 
Abicht^ J, H. IV. 2i5.n. 218. n.222. 
Abildgaard, P. Chn. IV. 337. 
Abissni, Jo. H» 368. 
Abrabanel, Iiaalc. n. 112. 
Abraham ben EL, Chaja. II. 109. 
Abraham ben David. II. 110. 
Abraham a S» Clara, s. Megerle. 
Abresch, Fr.L. IV. 81 • 
Abren, J. A. IV. 169. 
Abschatz, Hans Assmann v. III. 369. 
Abstemins. s.Bevilaqua, L. 
Aba Abd-allah Moh. s. Edrisi. 
Abn-Abd-allah Muh. H* 84. 
Abu Abd-alUh Muh. ihn Ahmed. iL 79. 
Abu Abd.allah Muh. ihn Daud al San- 

hadschi« II. 69. 



Abn-Abd-alläh Watlb ben-MunebM 

Jamani. II. 77. 
Abu Ahmed Mnh. . • . El-gasali. tA\- 

gazel» 
Abu Ali al Hosaitt • • . ibn Sioak k 

Avicenna. 
Abobeker Mnh. ibn Hosein ibnDoreÜ 

n. 75. 

Abu Dschafar Achmed ben Ibrahim. I^ 

96. 
Abn-Dschafar Muh. ben DschoreirTii 

bcri. II. 78. 
Abu Dschafar ibn TophaiL ü. 9^- 
Abu Halii Omar Nassafi. IL 7^* 
Aba-Hanifeh» II* 97« 
Abu ibn Abntaleb^ IL 72. 
Abn-Iihak Faresi. U. 84. 
AbuU Abbas Ahmed ben Mah. U. ^ 
AbuU Abbas Ahmed ibn Chalid. IL ^* 
AbnU Ala Ahmed. II. 73» 
Abn'ifadhl Ahmed Hamedani gen« B«tf 

Alseman. IL 74« 
Abn'l Fadl Achmed ibn Mnh. al Mif 

dani. II. 68. 
AbuU Faradsch Ali ben Al-Hoi«ü' 

n. 71. 

Abn'lfath Nasir Motarresi Ibn Abd-Al^ 

aeyyid* II. 69. 
Abulfedd. IL 80. 
Abo'l Hassan Ali ben-el-Hosseia Mi- 

sAdl. n. 78- 

Abn'l Hassan Ali ibn Besam« IL 73* 
Abul Kaiim • • . al Hariri. IL 7^ 
Abn'l Kasim Muh. IL 84. 
Abul Kasim Mnh. ibn Omar. II. 7^* 
Abtt'l Kasim Obeid-aUah. II. Bi 



^ Register. 373 

ibu'l Kasis« II. 96. Adam de Doraerham. II. SSy* 

ihul Nasp Mull. Kelbi. IL 77. Aflam (a. Meinen). II, 344. 

ibnipbaradsch, Oregor. II. 79* Adam Maremuthemis. II. 339. 

bol Walid Mäh. ... ibn Roihd. ». Adamann. II. 354. 

Averrhoea. Adamantios. 373. 

bul Walid ibn ZeidanL K« 76« Adami, Ad. IV. 167. 

ba Madin. II. 74. AdamI, M. Ili. 494. 

jbn Manaor Alomri. II, 99. Adami, G, IV. 373. 

ibo Merwan ibn Zohr. s. Aben Zohar. Adams, Jam. III, 277» 

Ibn Muh. Abd-allah ibn Hescbam. IL Adaoson, Mich. IV, 309. 

69- Addi, Sforia d'. IIL i33. 

^a Muh. Abd-allab ibn Moilem ibn Addiion^ Joieph. HL *3i5(2). 3io(a)^ 

Kofaibah Abdainawari. II. 78. , Adelard. IL 363. 

IbO'Nasr Ismail ibn Hammad et Adelbold, II. ^343« 363« 

Dschauhari. 'II. 68. Adelmann« II. a55. 374. 

bQ Nasr Mah. ■. Alfardbi. Adelung, J. Cbph. III. ^353. 276. IV. 
lT«i Nowat. IL 71. 12. i3i, i53. 174. 175, 

ta Obcida* IL 71. Ademar, II. 33o. 

D-Othman Amr. II. 84, Adenez (le roi). 11. 169. 

|ko-Schame, IL 79, Adhemar. II. »55. 

^oSakeria Jahja....el Awi|m.II.9^* Adilred od. Aelred. II. 338.' 

ba Taher Medicbdeddin Mub. ben Adler, J. 6. C. IV. i3o. 

Jakub. • . • al Firuiabadi. II. 69. Adlerbeth , 6«dm. Joran, UI. ^472. 
kuTemam. H. 71. *7^« 468, 474, 475. 

kydenos. 189. Adlsreiter, J, IV. 175. 

ieeiajolr, Oonato. II. 277. Ado. II. 3oo. 

«oltl, Bened. IL *3i6. 32o., Adolpbi, H. III. 487. 

tcolti, Bern, HI. ♦log. 129. i3o. Adolphns, II. a6i. 

inono, Mariang. IV. 19. Adriani, Giov. Batt III. i45. IV* 173, 

wrnuB, Seb. Fab.^lV. 109. Adrianoa (Tyr.). 309. 

cbalos. 129. Adrianua^ Maitb. IV. ii4. 

pkenwaU, Gottfr. IV. *i68, 186. 224. Aegidiu«, Jo. DL. 4i3. 

3^0. Aegidius Levita. IL 288. 

fbery, L. d% IV. 177. Aegyplen, 83. 

eUlini^ Alex. U. 4i2, Aelius Catui^ Sext 2()5, 

Ailleu» Tatios. ♦291. i8i. AelioB, J. 229. 

^mt ben Hambal. II. 97« Aemiliua Probna. 261. 

ftmctes, 373, Aepinns, Fa Ulr. Th. IV* 273. 291. 

eidaliai, Val. IV, *45. 98. Aetbicua liter. 344, 

Kkermann. IV, 3i8. Aethiopier. 79. 

»lath, Audr, IV. 129, Aetio«, 38o, 

(ontiag, Jac. IV. 5. 220. Aensserungen der Gelehrten. 52. 

eana Hernando de. in. 162, Afflicüa, Matth. de«, IL 433. 

äalberon, ABcelin. IL *3io. 205. Affo, J, IV. 172, 

^73. Afraniaa, C. 23i. 

^«M, Alex, IV. *88. 97, Agapetoa. 366. 

) M, IV. 174, Agapitui a valle Flammarum. IV. laS- 



374 



Register. 



Agardh, O, A. IV. 3lo. 
Agafharchidet, igS. 
Agathemer. 34i . 
Agathiai. IL «38. 39. 
Agathinoi. 378. 
Agalkou. 129. 

Agineoart, Seronx d'. m. *26o. 26g, 

IV. 160. 
Aglabiden. II. 65. 
Agnellas Jan, II. 3i8. 
Agnefi, Maria Gaetana« IV. a64. 267. 
Agobardoi. II. 4oi. 
Agop. IV, 129. 
Agoitinl^ NIcc. dcgll. n. 201. 
Agoitinoy Ant II. *90. gS. 97. 
Agricola, Gg. IV. »92. 296. ♦3ii. 
Agricola, J, III« 349, 
Agricola, J. Fr. IIL 4oo. 
Agricola, Mari« III. 36i. 
Agricola, Mich, hl* 468. 
Agricola^ Rad. n. 285. 
Agrippa v. Netteilieiin, Com. Iv. 200.11. 
Agroeciag, Cenioriai Atlicni. 284. 
Agneweau, H. Franp. d». m. 24o. 
Aharun. II. 94. 
Alilwardt, AI. W. IV. 62. 
AJiraed ben Foizlan. n. 86. ' 
Alimed ben. Jadja Belasori. IL 78. * 
Ahmet ibn Ahmed, s. Arabichaii. 

Aigradai. 11, 298. 

Allein, Arth. Q. C. R. IV. 298. 

Ailianoi^ Kland. 3a3. 

Ailioi (Taktiicer). 371. 

d'Aiby. Petr. H. 396. 

Aimeric Peguilain. 1, Pegailain, Aim. 

Aimericho, Matt. IV. »aS. 97. 

Aimoin. II. ^94. 33o. 

Ainesidemoi. 210. 

Ainslie, Whitelaw. IH. 3io. 

Ainsworth, Rob. IV. 87. 

Aischinei. 149. i5o, 

Aifchinei (der Solcrat.}. 159. 

Alsebylot. 125. i3o. 

Aiiopot. i42« 

Aizcma, L. v. IV. 170. 

Ajubiden. IL 65. 

Akademie, iUterc. i63. 



Akademie^ mittlere ond neaere, eb. 
-— — , Tierte. eb. 

— — , fflnfte, eb. 

— — , frans. , In Parii. UL S 

. 193. 
*— — d. Inschriften. IIL Sy, 

— — d. Wiiienichaflen in P 

m. 57. 

— — — ^ iaBi 

in. 59. 

-- -- d. Kfinste in Berlin. in.|| 

— -« d, Wliienieh. lnPeterib4 

lU. 64. 

— — f orientalische (in Wen), 

— — , Spaniiche. III. i58. 
Akademien, wiiienachaftl. IIL 53. 
Akademiicbe Schale. 160* 
Aken, Adolph Chph. v. IIL 435. 
Akenside, Mark. IQ. agS« 
Akiba. 388. 

Akrel. IV. i83. 
Aknsilaoi. i33. 

Ala-ed-din Ali ibn Haiam. II. 97. 
Ala-ed-din Dichowaini. II. io3. 
Alain Chartier, II. «173. 33i. 
AlamannL tnigi. HI. ii4. 119. 
Alanui. II. *257. 382. 
Alanni (im Kl. Far£a). IL 456. 
Albani, Aleii. IIL xo3. 
Albani, Annib. HI. io3« 
Albatani. H* 87. 

Albergati Capacelli, Frane. HL ^^ 
Albericas de Rosate. II. 424. 
Albericas (de Trois fontaiaei). 1 

3oi. 3o4. 
Albert (Benedi ctiner). II. 3io, 
Albert (Canon, in Ais). U. 5f4. 
Albert (Presbyt. in Straisb.). H. 3' 
Albert, H. III. 366. 
Albertano. II. 452. 
Alberti, Fr. de. IQ. 107. 
Alberti, J. IV. 81. 
Alberti, Jttl. Gast« m. 435. 
Alberti, L. B. IV. 272. 
Alberti, Panl Mart« IV. 119« 
Albertinas, Aegid. UL 4o3. 
Albertis, Leo Batt. de. IL 93* " 



Register. 



ILetfni, Lini-. 1{I. 35o. , 

JUerlai Hognui, U. '5&J. 364. 4i>a, 

453. 

^erlui de Saxonia. II. 4o4, 
Iberai, Eraim. HI. '36i. 4oi. 
kinus, Bernh, sUgfr. IV. Sag. 
tinyi, J. G. m. 368. 
toneiiDi, Ambr. IV, I39, 
\ttAt (Abt). II. 3o4. 
ktchl T. HtlbenUdl. U. 3i6. 
itiiqiicrqiie, AfTonio, III. iSS. 
iDqiierqae, Alf. IV. i5j, 
lala, Fei. de. IV, ia4. 
kUio, Anar. IV. *34i. ao. 
kiiii. II. 117. i56. 167, 446, 
IhId, FiRccai. II. 369. 
Mdn. II. a34. 

HrDvtndi, V. IV. *39g. 396. 
tandcr, Hier, IV. 19. 
kau, MBlteo. III. 174. 
bmagni. lU. l35. 
Imbcrt, J. le Raul d'. III. '366. IV. 

9. i55. 367, »68. 370, 075, 279 (4). 

Itiimenet. i5i. 

ikiandcr de Benny. II. 169. 

hiuAcr Eucblentli. II. aGo. 

<l<»nder kh H*l«i. II. 38S. 

iltiinder lainlaiiDi. II. 4oi. 

Utiander de l^pina. U. 364. 

Utiinatc de vllla Dci, IL i44, 

llriuidre, C. IV, g5. 

UcitnJre, N. IV. 177. 

Ilnindreia. 17a. 

lliUDdroi (Ai(oloi). 163, 

Uciandroi v, Aphrodii. 353. 

IltMndroi (K, r. Maked.]. 171. 

llcxindroi Numenioi, 1. Namenloi. 

IhKiDdroa a. TrRlle». IL 48, 

tleiiof Ariifenos, II. ^G. 

Utiii. i3i. i7ti. 

Uriräbi. II. QO. 

Alfieri, Vitlorio. III. •i36, i»8. i55. 

Man III. (K. v. Oviedo). II. 367. 

Alfoni X. der Weil«. II. 179. 

Alloni XI. II. 179. 

Alronttt V, II, j85. 

AiCimu X. (K, T. CHlillen). II. äi?. 



Alfred. II. »aSi, 335. 354. 

Altred (im J. laoo'). JI, 38a. 4 

Alfrlcai. II. i45. 

Alg«ra(ti, Prane. IIl. 'iS^. i5l 

Algaiel. II. go. 

AlbaiUD. (IL 84). b. Leo atiico 

Albazeo. U. 87. 

Ali ben Abbai. B. 9S. 

Alibert, 3. L. IV. 333. 

Ali ibii Abataleb, 11. 71. 

Alimentni, P. Cincius. a50, 

Altaloi. 130. laS. 

Alkabiz. II. 8g. 

Alkendi. IL 9^- 

Alkibiadei. i44, 

Alklnooi. 956. 

Alkiphron. ag^. 

Alkmaion. i54. 166. 

AlkmaB. 131. 133. 

Allarde, M. Fr. Denya d'. IIL 

Allaii, Deny« V^iraaBc d'. DI. : 

Allatiul, Leo. IV. 3:1. 

AlUgrl, Aleii. 1:1. 111. 

Almeloreen , Theod. Jansioii 1 

'77. 97.191. 
Alnpeke, DWeb t. H. 3o3. 
Alopa, Lor. d'. 18, 
Alphen , Hier. v. HL 453, 
Aipini, Proip. IV. '33i. 3oB. 

3ia. 

Alttedt, J. a. IT. 6. 7. 
AIIeubDT^, Mich, ilL 368. 
Allenitalg, J. IV. 37. 
Alleierra, •. Hauleserre. 
Allfrid. U. 393. 
Allhuien, J. IV. aS;. 
Allingi t»<s. IV. iiG. 
AllUiimo, Chrlitot. II. i33. 
Allon, E. d'. IV. 3gH, n. 
Alanuo, Fraoe. H\. lo-j, 
Alvare«, Enan. IV. go. 
Alired. II. 537. 
Alxinger, J. Bapt. v. iU. 3b 1. 
Alypioi. 370. 

(ArofduKi, J. Ch.l. IV. i33. 
AmalardDi. II. 458, 
AmalrJcai Augerii IL 3^°. 



ä76 



Register. 



Amamai SIxt IV. *iiB» lao. 
Amanati, Jac. degU« IL 5i3. 
Amantiaiy Barth. 4i. 
Amati, Oeron. IV. a3. 
Amatoi Lniifanot. IV. 3i8 n« 
Amberg, Adam Ton« 18. 
Amboiie, Ad. d>. IIL aao, 
, Amboiie, Fr« d\ III. 327« 
Ambra, Frane. d'« III, i3i. 
Ambrogioi, Theieni. IV. *12%, ito, 
Ambrosioi« *4o9. 4oo« 4io, 
Amelgardui. U. 334, 
Amenta, Nfc«. m. i33. 
Amerbach, Job. v. 17, • 
Amerbach, Veit. IV» 4a. 
Amin, Gg. IV. ia3, 
Amman, J. C. III. 5j. 
Amman, P. IV. 336. 
Ammenhanien, Conr. y. II, aaa. 
Ammiannt Mareellinoi. 336. 
Ammirato, Scip. III. i45. 
Ammou, Ch» F. III. 43;. IV. 366. 

368. 369. 370. 
Ammonioi, a8o. 
Ammoniot Hermeion.* 364« 
Ammonioi Sakkaa. 369. 
Amol. 95. 

Ampelini, Luc* a84. 
Amrallceisj. II. 70. 
Amrn ben KoUhnn, II. 70« 
Amyot, Jacq. m. a67. 
Amyrand, Moi. IV. 368. 
Ana. Sa. 54. 
Anairreon. xao. ia3. 
Ananiai, Antip. m. 5o5. n, 
AnasUsioi 8inai(a. IL 69. 
Anaifaiini (Papst). IL 3ao. 
Anatoliot. 36i. 

Anatolioi Biicli. in Laodik. 367. 
Anaxagorai. 16a, 167. i64. i65, i66. 
Anaxarchof. i56. 
' Anazimandroi. i4o. i53. i65. 
Anaximenef. i53. i65. 289. 
Ancillon, Fr. IV. z68. 
Andala, Rnard. IV. ao3. 
Andalo di Negro. IL 365. 
Andely, Henry d*. II. 171. 



Anderson, A. IV. i5a. 

Anderion, /. IV. 171. 

Anderion, W. IV. 170. 

Andlan, Pet. y. 1. Peter y. AndlauJ 

Andokides. i46. 

Andrada, Jacinto Freyre de. IIT. igti 

Andrade Caminha, Pedro de. UI. iti 

Andr^, C. C. IV. a45. 

Andr^, Yvei Marie. III. 271. 

Andreae, Gudmnnd. III. 458. 

Andreae, Jo. II. 43o. 

Andreae, J. Val. III, 363. IV. ui 

565. 
Andreae, Lor. III. 468. 
Andreas (Engländer). IL 448. 
Andrcai (Presbyter x. Regensb.). ll 

*3o6. 346. 
Andrews, A. C. IV. 099. lu 1 

Andrieux, Fr. J. GniU. Ston. IIL ^ 
Andronikos (a. Rhodos). ao3. { 

Andronikos. 35 1, 
Androtion. 189. 
Anekdoten. 53. 

Anel, Dom. ly. 333. I 

Angeliy Jac. IL 376. 1 

Angelom. IL 447. 
AngeUächsiscbe' Sprache. II. 334. 
Angelas Bologninns. IL 4i6. 
Angelas de Clavasio. IL 458. 
Angelas, Jo. IL 365. 368. 
Angilbertns. II. a5a. 
Angst, Wolfg. IV. 39. 
AnguiUaro, Gioy. Andr. delle. HI. i35J 
Anna Amalia (Regentin y. Weimsr)! 

III. 343. i 

Anna Komnena. IL 39. 
Annalen, fränkische od. Carolinlsckb 

n. 399. 

Annales s. Amandi. II. 397. 
— . ». S. Amandi breyes. eb. 
-^ — Tiliani« eb. 
-. -— Petaviani. eB. 
— . «^ Lanbacenses. eb. 

— — Aiamannici. eb. 

.^ — Lanreshamenses, eb« 

— — GnelferbytanL eb« 
•^ — Naxariani, eb. 



Register. 



377 



males Sangalleniei 'brevei« II. 297. 

— Weingarteniei. eb» 

— TrevirtiBsef. eb« 

— Xanteniei. .eb» 
-— Angiensei* eb* 

— SaDgalleniet miuoret« II« 398. 

— JavEvieniei. eb. 

— Saliibargensei, eb« 
— - Ratisponeniet. eb. 

• -~ Faldensei. eb« 

— Fald. (680— 838) t. EnhardL 
. — Wirceborgengei« eb# 

> — Colonieniei. eb. 
. — Brnnswilareiifteiy eb* 
. — Weitsenbnrgeniet. eb. 
. .— liaoriiiensei minorei. eb. 
. — Senonenies. eb. 
. — Lngdunentei« eb» 

. Ijanrisientet nu^orei. eb« 

. .— Bertiniani, eb* 

. — Vedastini« eb» 

. — Lobiensef. eb. 

. — Metensei. eb. 

onalista Saxo« II* 3o3* 

nnikeris* 160* 

nniaa Vilerbiensii* II. 385. 

nnabion. 287. 

nqaetU, L. P. IV. i48* 

mqnetil^ L. P. IV. 169 (2). 

jiaelm (in Gembloari)* IL 3oi* 

nselme. IV* 193. 

jiBelmoa a. Aosta* n. 374, 

jiaelmoa (B. v* Havelberg)« H. 373« 

jiaelmaa (B. von Laon). IL 447, 

inabelmna Laodanensia. IL 388« 

Aslo, Reinier. III« 45o* 

jisaarL IL 98* 

jitara. II. 70. 

^nteceasorei. II. 54* 

Lnthemtoi. II. 45* 

kntbemiaa. 3i4. 

Lnthimioa. III* 5o2, 

Lntbologie, griechiache. i85. 

kntigonof (tL. Karystoi). 318. 

intimaehoi. ii4. 218* 

Ikntinori, C« IV* 19. 

IknUoeboe (a. Aikalon), 310* 



Antiochoi (a« Syraknt). iSg. 

Antiocboi. (Rechttgel.). 386. 

Antipater, L. Coel. 2ß6. 

Antiphanei. i3i« 

Antiphon* i45 (2). i58. 

Antisthenes* 160. 

Antommarchi, F. IV. 329. 

Anton, C. G. IV. 174. 

Anton Ulrich (Hz. v. Braonschw.)* 

34i. 424. 
Antonide« (v. d. Goe«), Jan. m^ *449. 

453. 
Antonino, Silvio. IIL 129. 
Antoninns, M. Auret 35 1« 
Antonio, AeL, de Lebriza. II. 178« n. 
Antonio da Piitoja. III. i35. 
Antonios Meliisa. IL 34. 43. 
Antoniua, M. 247. . 
Antoniiu od. Antoninm (EB. v. Flor*) 

n. 307* 

AntoniuiNebrifBehsif, i.CaIa, Ant. de. 
Antonius de Rosiellif . i.RoBseüii, A. de« 
Anville, J. B. Bourgnignon d\ IV. 

*34, 93. 183. j84. 185. 
Anyoi, Panl v, III. 496, 
Aoiticampanui 9 CAesticampanat, ly. 

371. Z.) •* Rhagiui* 
Apel, A. IV. 95. 
Apcl, J. A* in* 43i. 
Apellikon. 3o3. 
Aper, Mfirc. 3i6. 
Aphelen, /. v. UI. 457* 
Aphthonioi. i43* 307. 
Apianui, Pet. IV. *4i* 96. 180. 368. 

373. 
Apion Pleiitoneikef. 176* 
Apolog. i43* 

Apollinarii (a. Laodikeia)* 409« 
Apoilinaria Sidoniui, C Solioi. *3o4* 

4x1. 
Apoilinaria, C* Solpie* 33o. 
ApoUodoroi* 176* 
ApoUodoroa (a. Athen). igS. 
ApoUodoroi a. Damailc. 368, 
ApoUodoroa (Komiker). 178* 
ApoUodoroi, (Pergamen). 3o6. 
Apolionj, Giov. ApoUonio. lU. »38* 



378 



Register. 



ApoIIonfot Dyikolot. 3^8. 279. 375. 
Apolioniog (v« Perga). aio, ai2. 21 3, 
Apolloniot (a, Bbod.). 174. 178 (ajj. 

184. 
Apolloniot (Sophist). 176. 
Apolloniot y« Tyana. 354. 
Apottoliut. t. Michael Apost 
Apottoliiche Väter. SqS» 
Appendini« III. 477« 
Appianot. 32 1, 
Appiiii Clandint. a47. 265. 
Apiines. 3o6, 

Apolejufl, L. "^304. 289. 357. 
Apolejos (e. Jung,) II. 264. 
Aquariva, Ciaud. III. 16. 
Aqaiia* 398t 

Aqnila, Ant. ab» IV, 125. 
Aquila, S, Caip. III. 433. 
Aqoila, Fetr. de« II, 395. 
Aqnilint, Cn. 23o. 
Aquin, Ph, d\ IV. 118. 
Aquino, §. Thomai v. Aqu. 
Araber, II. 61 ffl. 
Arabicbah. U. 82. 
Aramaiiciie Völker, 85. 
Aranda, lU. i56« 
Arator. II. 25 1, 

Aratoi. i65, 174. 178. 17g, 180. 
Arbutbnot, J, IV. 196. 
Archagathoi. 219. 269. 
Arcbazel. II« 89. 
Archelaot. i57. 
Arcbenhola, J. W. v. III» 419. IV. 

i64. 
Arcbeitratoi. 233, 
Archigenei« 378^ 
Arcbilochot* 119, 123. 
Arcbimedei. 210. 211 (2). 2l3. 2i4. 
Arcbytat. i55, i64 (2). 
Arckenholz, J. IV. 171. 
Arcy, Patrice Graf d'. IV. 283. 
Ardizone, Jac. de. II. 432. 
Ardaino, Saute. II. 4i5. 
Aretaioi. 378- 
Arethas. II. 58. 

Arevalo> Rod. Sanciai de« II. 327. 
Aretin, Ch. v. IV. 175. 



Aretin, J. Cbph v. IV. 55o. 
Aretin, Pietro v. III. *ii8. i32. i35. 

i4o. i46, 
Argelati, F. IV. 172. 
Argengdla^ Bart. Leon. III. i64. 169, 

176, 

Argeni^la, Lnp. Leon« Ul* *i64. 171. 
Argentier, J. IV. 319, 
Argyropulot, •• loannet Argyropul«. 
Ariat Montanni, Bened. IV. 120, 
Ariberth. IL 3i8. 
Ariel, Cei. III. 127, 
Arie, Jada. III. öog. 
Arion, 123, 124. 
Arione, Giov. Giorg. IIL i32. 
AriottOy Lodov. IIL '^112. 119. i3i. 
Arittainetoi, 292, 

Ariitarchot (a. Samoi). *2i6. 2i5. 
Ariitarchot (aui Samotbralce), ^lyS« 

111. ii4. 
Aristeaa. i33* 
Ariiteiat, 271, 

Ariiteiai (d. Pbliusier). i3o. 
Afiiteiai (d. Prokonnetier}« 11 4. 
Aritteidet, Ail. 309. 
Aristeides Kolntilianot. 370, 
Aritteidet (d. Milet). 289. 
Arittillot. 21 5. 

Ariitippot'(a. Kyrene). 160.^ 
AriitippoB Metrodidaktot, 160. 
Ariitobnlot. 206. 

Arittobnlot (a. Kattandreia). 188. 
Ariston. 206. 
Ariitopbanes. i3i. 
Ariitophanet v. Byzans. •175. m. 

ii4. 
Ariitotelet ^197 (2), .|23. 2S0. 171. 

174. 178. 186. 187. 1^5. 2o3. 210. 

211 (a). 2x5. 217 (2). 218. 
Arittoxenoi (a. Tarent). *2oG. 186.370. 
Arivey, P. de 1*. HI. 227. 
Arkadiot. 279. 
Arkesilaot. ]63, 
Arktinot. 11 3; 
Armttrong, J. HL 294. 
Arnaldat de Villa noFa. IL *4o5. 407. 

4i3. 



Register. 



379 



rnand, Daniel. II> i69. 

raand, Sr. Th, Harle de Baoatard 

d'. HL 347. 
mand, Gg d'. IV. 344. 
rnand de Harrille. n. «63. 
roaald, Ant. JR- *364. a68. IV, 

]35. ao3. 331. aaS. a3o. 
rnault, A, N. lU. 317. 
.rndt, Job. UI. 4i>3. 
kradt, E. Hör, m. *4i6. 434. IV. 



, 3at. IV. 334. 335. 
inim i L. AcUu T. HL 433. IV, 

391. 
irnobiat. 3g8. 
Lrnold. ]I. 456. 

Lrnold T. Breida. HL 139. 378. 
Iniold, G. IV, 178. 
trnoU, Gg Dan. UI. 4oo. 
b-noldi, J. A. IV. laS. 
irnoldi, J. T. IV, 176. 
(rutxen, O. IV. 81. 
iTnulr, U. aSg. 

iTrehoe, Anden Chriftenion,' [11.458, 
ftn-hianoi, Flav. »Sio. 571. 
ArTonamilh, IV. i83, 
AiToyal, Leon de. III. 166. 
Anendin«, Rainer. II, 435. 
Artand (B. v. Rheimi). n, Ssg. 
ArlaiB, Ant. Bordaiar de. UI. i5S. 
Artedi, PeL IV. 3o6. 
Arlemfdoroe (t, Epbei.) Ig5. 
Artemidaroi Daldiano«. 373, 
ArUmidoroi Kapitän. 167. 
Atamaeni, Dom. IV. 346, 
An, lid. V. IV. 175. 
Aryda, Ant, IV. i35. 
Aicber ben Jeehlel. II. ili. 
AHhet, R. 3go, 

Aicberade, C. Gnil, Schab v. IV. 
166, 

Aiceniini, Jod. Badini, ig. IV. aS. 

Aiconia* Pedianui, Q, a48. 38a. 

AieUio, Caip. IV. Sa?. 

Arfi, J, in. 376, 

Auen, Klein- 98. 

»9. a6g. 



Adicploi. 358. 
AiUeptoi «. TraDci. 364, 
Aimai. n. 71. 
Aipaiioi. 33 1, 

Auemaai, Jot, Aloyg. IV. i2j. 
AHemanl, Jol. Simoniui. 1\'. ii5. 

»7». »77- 
Ait, F. IV. 66, aig. n, 
Aaleeunt. IL 458. 
Ai(er, C. B. IV. 334. 
AilrampiycboB, ^73. 
Allrologie (In Rem). sGS. 
Aitrooonie [tu RoEa). :iG3, 
Astrac, J. 33i. 
Atbanai. 139. 
Atbanailoi, 4(i3. 

Alhauaiio* Stageirites, 1[I. 5u3. 
Alkenagorai. *395,.357. 
Athenaioi a. KlUt. 378. 
Albenaio« (a. Naob-atia). 3ii. 
Atbenaloi {a. SidU) 3t4. 
Athenodocoi. aog. 
Athiai, Joiepb. lEI, bo<}. 
AUa, T. Qafnt. »3i. 
Allerbom, Pehr Amad. 111. 473 (i), 
Allini, Luc, 233. 
Alllcnl, T, Pomp. 232. 
Anbert, J. I.on!«. lH. 313. 
Anbignf, Theod. Agripye, m, a54. IV. 

166. 
Ancher, Paich. IV. 139, 
Ande, J. d'. lU. aSy. 
Andebert, J. B. IV. 398 (1), 
(Aodiffredi, J. B.) 18. 
AnSenberg, Joa. t. III, Jou. 
Ai^nini, Her, IV, 5iB n. 
Angel, Alban. IV. 34. 
Auguil, Brnit Fr, IV. Gl. 
AagoKinui, Anrel. 4oo. 4oi. 
AngniliniHi *. Agodino. 
Anngetvyle, Rieh. 11. 370. 
Annofi (Marie Calh. Junielle deB'erne. 

ville) Cteiie d< UI- ^^^tj. 
Anieliann*, Coel. ^77. 
Anrelint Victor, Sexi. 334. 
Aniiipn, In, II. ayi. 



i 



380 



Register. 



AurogaUai / Matih« IV. ii4. 

Aoiias Marcfa, •• March, Aniiai. 

Antonint, Dec. Magn. 5o3. 

Antcnrfeth, J. H. F, IV, 33o. 336, 

Autolykoi. i65. 

Aotrean, Jacq. UL a35. 

Anaout. IV. 276. 

Avellaneda, AI. F. de. III. i63. 

AvellonI, Fran«. III. i34. 

Avenariai, B. Ch. IV, 109. 

Avenarias, J. IV. 118. 

Aventinu«, J. IV. 17S» 

Aventinm, ■.Turnmayr. 

Averani, Ben, IV. »22. lög— 9. 

Averani, Gini. IV. 344. 

Averrhoes. IL 9^« 

Avianni, Flav« 3o4« 

Avicenna. II. 95. 

Aviemiiy Bnf. Fett. *3o4. igi. 

Avitai, Ale. Ecdic. n. 260. 

(Axameiiia). 226. 

Ayala, 1. Lopea de Ayala, 

Aym^ de Varannes. IL 169. 

Ayrenhoff, Corn. v. lU. 396. 

Ayrer, G. H. IV, 344. 

Ayrer^ Jac. IIL 392, 

Aiait. IV. 232. 

Aaara, Fei, de. IV, 3o6. 

Azario, Petr, IL 323. 

Azzo, £[• 422* 

Aayr, FeL Vicq d% ■. Vicq d'Aayf. 

Azzoqoidiiy Ballh. de. 18. 

Azzrcddin Elmokadegil. IL 74. 

Baader, Fa v, IV. 219 n. 286. 
Babet, UI. 243. 
Baboi Joff. Maria. UI. 598. 
Babrioi. i42. 

Bacallar 7 Sana, ■. San Felipe , de. 
Raccini» Andr. IV. 22. 
Bach, J. A, IV. 344. 
Bach, LiUIe VITilh. H. 338. 
Bach, N. IV. 61. 

Bacbaumont, Fr. le Coignenx, III. 201. 
Bachiene, W. Albr. IV, i85. 
Bacbnfonn, C. F. IIL 443. 
Bacon, Bog. II. ^390. 4o3. {I. 271. 
364. IV. 272. 



Bacon de Vemlam,' Franc. IV, 
201. 22 f. 247. 285. 287. 

Baczko, L. A. F. J. v. IV. 175. 

Baden, Jac. IV. ^gx. IH, 467 (2). 

Baden, Torkil. IV« 91. 

Baggeien, Jeu. III. *46i. 463. 

Baglivi, Gg. IV. *322. 32i. 

Bahariden, II. 65, 

Bahr, J. Ch. F. IV. 63. 

Bahrdt, C. F. IV. 363. 570. 

Baibakow, ApoUof. III. 491. 

Baif, J. Ant. de. HL 199. a34. 

Baif, Lasare, IV. a5. 

Bau, IV. 268» 

Bailey, N. IH. 276 (2). 1 

Bailleul, J, Ch. IV. 268. I 

BaiUie, M. IV. 329. I 

Baillon, GaiU. IV. 3i8 n. | 

BaOIy, J, IV, 125. I 

BaiUy, J. Silvain. UI. 242. IV. 357.1 

Baine, Rod. IV. ii4, 

Bakchiof d. alt. 370. I 

Bakchylidef. ia3 (3), 

Bake, J. IV. 82. I 

Baker, Erikine. UI. 3ii n. | 

Bakni. U. 86. ' 

Balasia, B. UI* 495. 

Balbi, Hieron, IV. 10 r. 

Balbii; Jo. de. U. i45. 

Bälde, Jac. IV. X06. 

Baldericni (a, Orleans). U. 3i4. 

Baldi, Bernardo. UL 120. 

Baidinger, E. G. IV. 3 18. 

Baldinncci, FiL UI. i49. 

Baldovini, Franc. UI. 123. 

Balduin, Franc. IV. 342, 

Baldainns, Jac. U. 425, 

Baldui de Ubaldii. U- 425. 

Baldwin, Glrald. U. 338« 

Baldwin, Rob. UL 281. 

Balloii, L. IV. 188. 

Balmei, Abraham de. UI. 5o8. 

Baliamon, Theod,, t. Theodoros Bü- 
lamon. 

Balthasar, J. A. F. v. IV. 173, 

Balaze, Et. IV. 170, 177. 

Balaac, J. U Gues S, de. UL 243, 



Register. 



381 



iba, N. m. 5o5 n. 

Jer, Joh« 17, 

le, Don. IV. io5. 

kllo, Malteo. UI. i46. 

detlini, Tereie. III* 129» 

lini de' Bartoloniei. II« 323. 

itke, 6g Sam» III. 483. 484. 

iori, Ä. IV. 33. j58. 

1) F. Ludw* IV. 53a» 

t|f,Thoiii. IV. gU 

fcr, Ant. IV. *34. gS. 

b) John» UI. 307. . 

iki, Joi. IV. 3o5, 

Mr-Iiormian, L. P. Maria F. UI» 

18. 

itilB, Jo. IL 363. 

Ante, A. 6. Proap. Brngiire de. 

D. 260k 

barO) Josafet. U. 358. 

haw, Franc. IL 373« 

Ural, Hermolaui. U* 382. 

batios, Andr, II. 43i. 

berinO) Francesco da. IL 189. 

bie da Boceage. IV. 183.371 Z. 

ftour, John. IL a4o. 

tellar, Ant. Barbota, HL i84. 

ttiB) Andr. Gons. IV. 167. 

tlay, Alex. UI. 379. 

!«Uy, 3, in. 348. 

Hi, GioT. de% UI. i38. 

lili, Chph Gottfir. IV. 31 5 o. 

ttti, Gius. UI. *i5a. i55. 

^Hebräern ■• Abnlpharadach. 

«Bg, D. Eb. IV. 197. 

ker, E. H. IV. 89. 

bow, Iw. Sem. UL 488. 

lum. U. 46. 373. 

laeus, C, IV. 107. 

Ictio, Marino. U. 330. 

letta, Gabr. U. 3o3. 487. 

low, Joel. IIL 397. 

Biekiden. U. 65. 

»ve. ni. 34 1. 

uer, Jac. IV. 393. 

Bei, Josna. IV. 85. 

nei, Juliane. U. 339. 

m, Jttl. IV. 194. 



Baron (Mich. Boyron). HL 329. 

Baronio, G. IV. 176. 

Barotiy UI. 497. 

Barre, Jof. de la. IV* i64. 

Barr*, P. Yv. UI. 336. 

Barrettos, Luc. IV. 374. 

Barrol, P. de. IV. löo. 

Barros^ Jo. de. UI. *i85. i8i. IV. 

137. i69. 
Barrow, Ii. IV. 263» 265. 271. 
Barry, t. Baldwin, 6ir. 
Barleli, E. D. A. IV. 286. 33o. 333. 
Barth) Casp. v. IV. ^49. t5. 94. 98. 

106. 
Barth, Ch. C. IV. 174. 
Bahrdt, G. F. IV. 363. 370. 
Barth. Fr. Gottlieb. UI. i58. IV. 65. 
Bartheieray, A* UL 219. 
Barthelemy, J. Jacq. UL *259.a69. 

IV. *35. 94. 157. 
Barthel Regenlogen. 1. Regenbogen. 
Barthez, P.Jos. UI. 271. IV, 3o5. 

33o. 332. 
Bartholin, Casp. (U), IV. 327. 
Bartholinns, Tb. IV. 328, 336. 
Bartholomaeoj Paul, a ■. y. Weddin, 

J. Ph. 

« 

Bartholomaeas de Bre«cia. IL 43o. 
Bartholomaens de GlanTÜla. U. 4o4. 
Barthoiomaeus v. Pisa; II. 458. 
Bartolns de Saxoferrato. U. 425, 
Bartossek. U. 35o. 
Bartsch, Godofr. IV. i3i. 
Basedow, X. Bernh. UI. 4ii. IV. 325. 

249. 25i n. 
Basile, Giov. Batt. lU« 149. 
Basileioa (Kais.) U. 4i. 53. 54. 
Basileios d. Grosse. *4o8> 396. 
Basileioa Patric. U. 46. 
Basilica (ßaaiXixal Siatd^etq) U* 53« 
Rasilins Valentinus. IL 4o5. 
Basingas, Jo. U* 270, 
Basnage, J. IV. i55. 170. 
Basnage, S. IV. 17B. 177« 
Basselin, Oliv. U* 174. 
Bassolis, Jo. U. 392. 
Bassas, Caef. 285. 



1 

382 Register« 

Bast, F. jr, nr, 59. Beaochamp, B. J. de. IV. 278. 

Bsstbolm, Chn, IIL 464. tV. i55. ibS. BeaQÜort, d. de. IV. i58. 

Batacchi. III« ia8. Beaomarchaii, Ang. Coron de, Di 

Bathori, Laditl. in« 4g5J Beanmonf, Fifancii. ni. boi, 

Battzy, And. III. 494, Beaniobre^ L. v. IV* ^44^ «i 

Bafjaskow, Wai, Konit. N. III. 459. Beauiobre, 8. de. IV. 178. 

Batrachomyomachie. Ii5» Beanvalt, Gaill. IV. 19^» 

Batich^ A, X. 6. C. IV» 3o4. 3io» BeauTaii, J. B. Gk. Marie dc^ 
Battenx, Ch* III. 271. aSg. 

Batiie, Will. IV. 87^ BeaQVon, LoqIi de. II. 173. 

Battni, L. IV. 319. • Beauz^e, N» III. igS. IV. i36. 

Baude, Dom. IV. xo5. Bebel, H. IV. 36. io4. m. 34g 

Baodelocqoe, J. L. IV. 335. Becanui^ Mart, IV. 368. 

Baudis, 6. L. IV. 197. Beccadelii Panorraita, Ant. E 
Bauer, C. L. IV. 56. 3a5. 

Bauer, Gg Lor. IV. laa (2). Beccari^ Agoit. m. *ii6. iS;. 

Bafierle, Adolpb. III. 4oo. Beccaria> Ces« Bonei. III* i^3. 
Bauerscbubert, Joi. III. 438« 229. 

Banbin, Caip. IV. 3o8. 327, Beccuti, Franc, m. 111. 

Baubin, JB. IV. 3o8* Becbe, H. T. IV« 3i2« 

Baubolz, Leonb. II. 3o6. Becber, J. Joach. IV. 393. Sih 1 

Banmann, Nie. U, 323. Becbitein, J. M. IV. 2^5. 5o4. 5o6J 

Baume, Ant» IV. 293—94. 335, BecbtermOnze. Nie. u. Heinr. 16.1 

Baumeister, F. Cb. IV. 210 n. Beck, Cbn Dan. ly. '*'64. 93.96.1j 
Baumer, J. W. IV. i83. 366. . 

Baumgarten, AI. GoiUieb. III. 44o. IV. Beclc, J. S. IV. ai5 m j 

ao8 n* Be«fc> Mattk. Fr. IV. »27. 

Baumgarlen, 6. AI. IV* aio. aau Becker, C. Ferd, m. 353. IV. Ȁ 

323 n. Beckmann, J. IV* '52. 245. 346 1 

Baumgarten, S. J. IV« 365. 369. Beckmann, J. Cb. IV* 17^* 

Baumgarten -Crusina 9 Detlev C. W. Beckmann, J. Gottl. IV* 245. 

IV. 59. Beclard, p1 Aug. IV- 329. 

Baumgarten-Crniius, G. A« IV. 149. Becmann, Cbn. IV. '*'48. 97* 

Baumgartea - Cruiios I L. F. O. IV« Becmann, J. Cbpb. IV. 187. 

366. • Beda Venerabilii. U. »SSG. 267. | 

Baumont, J. W. IV. 336. Beddoes, Tb. IV- 295. 

Baxter, Will. IV. 85. Beer, F. W. IV« 19°- 

Bayer, Fr. Perez. IV. 91. Beelbofen, L. v. III. 4oi. 

Bayer, G. S. IV. i32. 172. Beger, Lor. IV. 5u 

Bayer, J. IV, 258. Bebaim, Mart. II. 362. 

Bayle, P. lU. *264. a68« 270. IV. Bebaim, Mattbias v. II. 224. 

i5o. 202 n. 23i. Bebr, W. J. IV- 24o, 244. 35o. 

Beattie , Jam. IH. * 297. 331. 336. Bebrmann, H. in. 464. IV. ^7^- 

IV. 212 n. 223. Beidabvi. IL 69. 

Beau, Cb. le. IV. 33. i58. Beier, C. F. Ad. IV- 65. 

Beauboit, P. H. Maurice de. IV« 170* Beireis, G. Cbpb. IV. 294. 

fieaucaire, Franc. IV« '64. Beka, Bartbol. de. II. 348. 



Register. 383 

enn, G- L, IV. 365- Benedlcttncr Ä, Coiigreg. ▼• S. Mau« 

ker, Balth. IV. 202 n. rus. III. 65, 

ker, Elw. (verh. Wolf) III. ♦453. Benedictiis v. Aniane. H. 670. 

55» Beneke, Ed. IV. 3i6 n. 

ker, Imin, IV* 60. Beneichau, Maith. v« III. 478. 

M. IV. 172. Bengel, J. A. IV. 190. 362. 

»ri, Feo. II. 199* Benjamin ben Imraan« Mnssaphia, IQ. 

Hb, Jo. IL 458. 509. 

fortis, Andr, i8. Benjamin ben Jona. II> iio^ 

Mor, Bern. Forcit de. IV. 255. Beniczki, Pet. III. 496. 

idor) B. Forest de. IV. 282. Benincasa, GratioBo. II. 362. 

idor. IV. 270, Beniveni, Ant. II. 4io. 4i4. 

I, Ch. IV. 33o. Benivieni, Glrol, IIl. 109. 

I, J. IV. 329. Ben Naphtali. II. 109. 

!, L. IV. 334. Benoit de S. More. II. 169. 
[•Lancastei'icber wechselseit. Un- Bengerade, Is. de. III. 201. 

»rieht, IV. 25o. Benson, Gge. IV. 363. 

la, Ardelio delia. III. 477 n. Bentham, Jerem. IV. 238. 

lamy, Jac. III. 45i. Bentivoglio, Erc. III. *i32. 119. 

lanuini, Rob. IV. ii5. 368. Bentivoglio, Guido. HI. i48. 

lay, Joach. du, HI. 199. Benlkowski, Fei. HI. 484. IV- 17^*. 

tenden, Will. IV. 83. Bentley, Rieh. IV. *86. 16. 94. 363. 

ley, Aug. IV. 34. Benzel-Sternau^ Chn. E. Graf v. III. 

lincioni, Bern. II. 201. 43 1. 
lini, Lor. III. 123. IV. 322. 327, Benzoni, Girol. IV- 167. 

Kokbaui, Rud. v. III. 392. Beolco, Aug. (gen. Ruzzan(e) III. 

Imann, C. Mich. III. 472. Beranger, P. J. de. III. 21g. 

lo, Francetco. II. 201. Berceo, Gonzalez de. II. 179. 

loiztenecz , J. III. 477. Berchoriui, Petr. II. i55. 449. 

(oUi. III. 127. (BercMold v. Regensburg.) U. 127. 
loy, P. Laur. Bairette de. III. 226. 456, 

M, P. IV. 297. -iereczki. ITI. 496. 

Deig, Jo. II. 270, Beredsamkeit (der Griechen). i44, 

ibo, Pietro. III. 110. i4o, 1Ö4. — — , öffenU. 3o5. 

Ascher. II. 109. — ^ (römische). 247. 

«io, Hago. IL 4n. Beregaz4szi, P. v. III. 494. 

ciai, Franc. IV« io4. Berends, C. Aag. Wilh. IV. 33a. 

«2kij. III. 491. Berengario, Jac, IV. 326. 

da, Gg. HI. 4oi, Berengarias v^ Poitou. IL 377. 

idavid, L. HI. 442. 5io, Berengarius v. Tonrs. IL 374* 

ecke, G. F. HI. 354. Berenhorst, Leonh. y. IV. 282. 

leckendorf, Fz B. v. IV. »45. Berg, G. H. v. IV. 246. 35o^ 
ledetli, Alex. H. 3i9.4io.4i2. 4i4. Berge, Gottlieb v. IIL 368. 

ledetti, J. B. IV. i88i 267. Berger, J. Erich v. IIL 4i6. IV, 
ledict (Abt z. Peterborough ). H. 216 n. 

38. Beiger, J. G. v. IV. 33o. 

ledict XIV. m. io3» Beiger, J.H. v. IV. 34o. 



384 



Register. 



Bcrger, J. Wilh. IV. *ö3. gS. 

Berger, Theod. IV. iSou 

BergeroDy N. E. IV. 4. 

Bergla», J. H. L. IV. 244. 

Bergler, Sleph. IV. *53. 96. 

Bergmann, Torb. IV. i85. 394« 

Berglhor Rafo* U. 437. 

Berigardy GL Guillemet, IV. 199. 

Beringer, J. B. A. IV. i55. 
. Berkeley, Ge. III. 3 17. IV. aoy n, 

Berkenmayeri P. L. IV- «47. 

Berlichingen, Goiz v. III. 338. 

Berlingliieri, Franc. II. 362. 

Bermndez, Gerun. III. 171. 

Bernard, Cather. HL 260^ 

Bernard (in Chartres). II. ^Sy, 

Bernard (in Clngny). II. 267. 

Bernard (v. Fleury). II* a^ö. 

Bemard Guido. II. 3o4. 

Bernard, J. St. IV. 3i8. 

Bern^rd, P. Joi. III. *3o7. 234. 

Bemard^ R. III- 3oo. 

Bernard Theiaurariui. 11- 3i5. 

Bemard de Treviet. II. 370. 

Bernardei, Diego. IIL i83. 

Bernardino (v. Feltre). II. *457.ao3. 

Bernard 08 Carnoieniii. II. 38a* 
' Bernardas Geystenst«. II. 261. 

Bernart, J. IV. i38. 

Berndt, J. IV» 336. 

Berneii, Juliane, 1. Barnes* 

Beruhard (in Chartrei). II. 399. 

(Bernhard v. Glairvanx.) 11. 129.379. 
456. 

Bernhard de Gordonio. IT. 4i3. 

Bernhard! , A. Fr. lU. 43i. IV. *6o. 

i36. 
Bernhardy, G. IV- 63. 
Berni, Franc. III. '*ii8. i32. 
Bernis, Franc. Joach« P. de. IIL 2l4. 
Berno. II. 458. 
Bernulak, Ant. de. III. 477» 
Bernold. II. 3oi. 
Bernouilli, Dan. (I) IV. 269. 270. 

?79 (>)• 
Bernouilli, Dan. (U). IV. 259. 

BernouUi, Jac. IV- a^^« 3^9- ^68. 



BemonUi, JoK (I). IV- 255. aSJ 

366 (2). 268. 370. 379. 322, 

BernoulU, Joh. (U). IV. 259. 
BernouUi, Joh. (UI). IV. 259. 
BernouUi, Nie. (I). IV. 267. 
BernouUt, Nie. (U). IV- 2^9* 
Bernowin. II. 253. 
Bernatein, H. IV. 123. 
Bemward v. Hildeiheim. 11. i53 b. 
BeroaldQi I, Philipp. U. 284. 
Beroaldoa II, PhU. IL 284. 
Beroldingen, F. v. IV. 3i2. 
Beroniciof, Pet. Johannidea. Vf. 4 
Beronie, Nie. III. 196- 
Berosoi. 189. 

Berquin, Arnaod, in. 2i5* 
Berimann, Greg. IV. 46. 
Bertachinui, Jo. IL 426. 
Bertarioi od. Beithariaa. II. 25i 
Bertand, J. UI. 199* 
Berthold. II. 3ox. 
Berthollet, Gl. L. IV. 394. 
Berthoud, Ferd. lY. 356. 
Berti, J. Lor. IV* 367. 
Bertola, Aurel. III. 127« i52. 
Bertram, E. IV- 176. 
Bertrand, Alex. IV. 29a. 
Bertrand du Born. II. i63. 
Bert, Pet. IV. 181. igS. 
Biertuch, F. J. IV. 25i n. 
Berzelio», Jac. IV« 296. 5i2. 
Berzsenyi, Dan. lU. 497. 
Beich, Const. Joi. IV* i33. 
Beskow, Beruh. III. 474. | 

Beiler, Hier. IV. 3o7 n. { 

Beiold, Chph. IV. 237. 
Bessarion. 11.- 29. 
Beisel, F. W. IV. 261. 378. 279W 
Beitel, Gottfr. v. IV. 197. 
Beiienyei, Gg. III. 496» 
Beiier, J. v. III. 370. 4o6. 
Beitnihew, Alex. III. 493« 
Betham, W. IV. i94. 
Bettinelli, Sav. III. '*'i53. i55* 

Betolejua (v. Birken), Sigm. l!L*3li; 
4o4. 439. 

Betulejui, Xyst IV« 42. 



Register. 



385 



Ddant, i, S. IV. 3ia. 
Bf, J. le. IV. 169. 170^ 
Bther, Mich. IV. >^1« 
wridge, W. IV- 177. igo» i 

reriand, Adr. IV. jo;« 
ril, de. 1. Racfm, de. 
rilaqua, Lanr. II. 265. 
fer, A. Gg. IV. 353. 
ftr, J. Ang. III. 374. 
jferiinck, Laur. IV« 4» 
K) Theod. de* III. 199. ^64. IV« 
!o6. 3Ci. 367. 
Wut, Et. lV.'a57, 
|ioIi, G, in. 106. 
»chelli, Mengo* !!♦ 4i4» 
ochi, Andr. II. 363, 
ochini, Jo, ll. 366. 
icigeiellichaften» IV« i3i. 
«lilbeMetzungeii (im XV Jahrh.) 
I. 45o. 

üander, Th. IV. 5. "6. i3o. 189. 
liographie. 9. 

liothek, allg. teutsclie. IV* 359* 
liolhek (in Alexandreia). 173. 
liotheken (im Mittelalter). II. i47. 
liotheken, ethnograph. Vtn* der- 
teiben. III. 83— gö. 

— in Italien. 83—83. 

— in Spanien u. Portugal. 85. 

— in Frankreich. 85. 86. 

— in Teutichland. 87 — 92^ 

— in d. Schweiz. *93. 

— in d. Niederlanden. 92« . 

— in 6r, Britann. 93. 94. 

— in Schweden, 94, 
-^ in Polen, eb* 

— in Ungarn, eb. 

— in Rasriand. 95. 

•»»t, Maria Franc. Xav. IV« 3o5. 

29- 33o: 

rentaffe, Is. III. 3io, 

«e, j. ly. 357. 

'«o> Gg. IV. 338. r 

pai. 76, 

!, Gabr. U. 397. 

lefeld, Jac. Fr. v. IV» la« a4o. 

Hz, 6. A. IV. 347. 

l'achler HB. d. Litt. Geich, IV. 



Bielski, Mart. 111. 483. 

Biener, Ch. G. IV. 353. 

Bienewttz, IV, ■. Apianus^ P. 

Bignon. IV. 170^ 

Bilderdijk, W* m. «453* 446* 455. 

Bildgäulen. 52. 

Bilfinger, Gg Bernh. IV. aog n. 3io 

n. 369, 38a. 
Bilguer, J. ülr* IV. 334. 
Blnakiti. IL io3* 
Bingham, J. IV. 177. 
Bino, Franc. III. 118. 
Bion. 179, i83. 

Biot, J. B. IV. 280. 385. 289. 290. 
Birago, GB. IV. 166. 
Btran, Marie Franc. P. Gontbier Maine * 

de. IV. 333. 
Birch, Th. IV. 171. 
Bird, J. IV* 273. 
Birghden, J. v. d. IV. i63. 
Biringoccio, Vann. IV. 3ir. 
Birken, S. v. III. SqS. 
Birken, Thom. III. 392. 
Birkenitock, Melch. v. IV. 109* 
Birkner, Mich. Gotüob. IIL 464. 
Biachoff, J. N. IV. 353* 
Biset, Od. i32. 

Bitaub4, Paul Jerem. IIL 216. 
BiterolL IL 21a. 
Biton. 21 4. 
Black, Joi. IV« 295. 
Blackmore, Rieh. lH. 287. 
Blackwall, Ant. IV. *85. 92. 
Blackwal!, Thom. IV. 87. 33o, 
Blackweli, £liz» IV. 299 n« 
Blaer, Ger, IV. 3o5. 
Blaeo, J. IV. 18a. 
Blainville, Ducrotay de. IV. 3o5. 
Blair, Hugh, lU. *3ai. 336. 
Blair, J. IV. i5o. 
Blanc, Fr. le» IV. J96. 
Blanc, L, G. IV. i84. 
Blancardut, Steph. IV. 337. 
Biancas, G. IV. 169. 
Blanche«, P. II. 176. 
Blaudi, Spiridion. IIL 5o]. 5o5 n. 
Blaskovich, A. IV. »73. 

25 



386 Register. 

Blaifaref, ■« Matttialot Blait. Boerlo, Gioa. III. 107. 

Blegny, Nie. de. IV. Sa». Boeichenatein, J. IV. "4. 

Blemmydes, Nikeph. a. Nikephoroa Boethina, A* M. T. S. II. »64. 

Biemm. Bo^Ue, Et de la, HI* a6a, IV. ^^ 

Bleailg, h Lor. ÜL 438. Bogttanowitsch, HippoUt Fedorow. S 
Blidberg, B. F. HL 473, ♦489- 490, 491. 

Blinden-Unterricht* m. 37« Boguphaloa. IL 35i. 

Bloch, Marc. Elieaer. IV* ^98 n« Bohaeddin ibn Scheddad. IL 79. 

Bloch, S. N. J. m. 457. Bo-Hazen, al,* IL 89. 

Blöde, C. A. IV. 296. Bohle, Sam. IV. ii5. 

Blomfleld, C. J. IV. 8g. Bohlen, P. v. IV. i55. 

Blomfield, Val. IV. 89. Böhm, A. IV^ a83. 

Blond, G, le. IV. 195. 283. Böhme, Jac. IIL *4o4. IV. ^oo 1. 

Blond, Gaip. Mich« le, IV. ^4. Böhmen« U. *246« a44t 

, Blonde!. IL i64, Böhmen. HL 477. 

' Blondel, D. IV- ^7^- i??. Böhmer, Gg Lndw. IV« 54i. 34^ 
Blondel, Fr. IV. »Ö^. 35i. 

BlonduB, Flav. IL 280. Böhmer, Jagt. Henn. IV. 34i. M 
Bloomfield, Bob. IIL 397, 347. 35i. 

Blum, A. IV. 176. Böhmer, J. Sam. Fr. f. IV- 35i. 

Blnm, Joach. Chn. III. 377. Bohn, J. IV. 3a 1. 

Blumaner, Aloys. III. 377« Bohn, J. Ch. IV. a46, 

Blume« C. Fr. IV« »99 "• Bohnenberger, J. 6. F. IV. i83. al 
Blume, F. IV* 345. 291. 

Blamenbach, J. F, iV. a85, 5oi (2). gohie, Aug. HI. 424. 

3o6 (2> 3o6. 529. 33o, Bojanui, L. H, IV. 3o5. 

Blotean, Raf. UI* 181. Bojardo, Matteo, Maria. II« aoi.2< 
Boarcheao, H. J. P. Moret de. IV. 17<>» lU. 1 1 2. 

Bocage, Man. Barboia du. III. i84. Bojatachl, M. C. HI. 5o5« 

Bocage, Barbie du. IV. i83. Boje, H. Chn. UI. 38a. 
Boccaccio, Giov. IL *i9^» *37. i46. ßoileau Deapreaux. Nie. HI. ♦a 

303. a68. 

Bocharfy Sam. IV. *i20. i3a« i85. Boindin, Nie. TV. 33. 

Bock, Hier. IV. 3o8. Boisgelin, J. de Diea Raim. de. 1 
Böckh, Aug. IV. *Ö6. 66 (a). 94. 95, ai4. 

96. 191. Boiaiien, D. Salvaing de. 194. 

Böckmaun, C. W. IV. 290. Boiite, P. Ci. V. lU. 195« 

Böckmann, J» L. IV. 292. Bolssonade, J, F. IV. *36. 96. 

Böcleo i' H. IV. 147. a37. Boiaiy, Louis de. UI. aSo, 

Bode, Cb, A. IV. 3G3. Boivin, L. IV. 33. 190. 
Bode, X. E. IV. 183. a6i. 277. 278» Bolingbroke, H. S.-John, Viac. l 

279. 380. *5i6. 33o. 

Bödiker, Job. HI. 35i. Bokhleri. IL 71. 

Bodin, J. IV. i38. iSy. boU, Fa Chn. lU. 43«. 

Bodmer, J. Jac. IH* 35a. 355, BolleaU, de la. HI. iSs« 
Boerhave, H. IV. ♦323,293.331. 335. BoUen, J. A. IV- ^7^» 363^ 

337. Bolaani, ürb. Val. IV* fjH »9. 




Register. 



lomsre, Jac. Cbph Valmonf Sc. IT. 

Joiobdli, Raph. jy. a6a, a64. 
Jwnberg. IV. ii3. 
tonald, de. IV. 



loBamici, 



i. IV. : 



Bai, J, B. da. In. aji, 
tSon, Lainb, IV, "j-j. gS. 
Boacati, Juan. in. i6o. 
Bosch, Jeron. v. ä. m. 455^ 
Bosch, Hier. van. JV. ßi. ijo 



kni»pBr<e, Luden. III. ai8, 
Lmreotpra, S, H. ȊSg. 454, 
Ȋ, J. IV, 75. 

■dclnionlibu«, Chph de. II. 358. 
Clem. III. 127. 
io, J. IV. 172- 
m, Anl. U. 553. 
I, Jae. IV. 3o, iSg, 
Ina (Erib. v. Maini). U 
•Sog. 

mUaciaa VIII.). II, i3o. 
üntonlri, Loi. II. Saa, 368, 
llODf, C. III, 3ä3. 
fco. n, 3jo. 
And. IV. 53g, 

1, Charles, IV. aoS n. a3j 
a66, 3o5, 3o6. 
m, Midi, de, in, 107, 
i?Iind, Aime. IV. 299 n, 
tetttn, C. Vicf, v. In, 4i3_ 
Wellen, C. v. IV. aSi n. 
il»lne, Corn. IV. 3^o, 
Aollen, Job. V. IV. 345. 
*t, Ch, IV. aG4. 
äcnave, Tousjainl, IV, 333. 
^ing, Ander». HI. 458. 
W'i, J. Alph. IV. *32i. 
I>r, Elias A. HI. 453. 
Ililni, Baff. III. i33. 
|f», Sleph. III. ]o3. 
plifi«, L. Uf, 46g. 
I» J Eiquillache, Franc, HL : 
kwiilein, C. F. IV. aSi. 
Uaoieo, M. Balth, IV. ai5 
t Sog 5io. 

h ho. V. IV. 394. aga, 
•• (BaruchJ, L, in, 4i6. 
■«Bann, P. a. IV. 65. 
WihBwa, P. in. 495, 
■MH, G. H, IV. a46. 3o5. 
•"tliiui, Ol. iv. Sao. 



, J. IV. 



lioscowieh, Bug. Job. iy_ ^5/^ 

373. a88. 
Boicha, Herrn. IV. ijo, 
lioBse. IV. aya. 
üosEi, Oonala. 11. Soy. 



i, Luigi. nt, lS3, 



173, 



■. 276. 



Buasi] Mallhaeui, n, a83 
Bo.su, Rdne le, ni. ayo,' 
Boisuet, Jacq. Benigne, m •, 
238. a55. 26i. Iv, 147. ,6q a 
S67. 3G8. ^ 

BdsiuI, Ch. IV. 357. 370. 
BoBworlh, N. IV. jo. 
Bolart, J. G. IV. aa. 
Boteru, C. IV. 136, 
Bollie, V, H. IV. 58, 
Boiho, tonr, II. 346, 
Bolin, Andr. v. UL Hj5. 46g. J 

'7'. 
Eoloreus, i, Boulhraya, 
Bolia, Carlo. UI. i53. ly. ,ßj , 
BÖltiger, C. Aug. IV. 66f^J. gg' , 
Eolltger, C, W. IV. 175. ' 

Boncliiüd, M, A, IV. 345. 
Boucher, J. ni. 220, 
Gouchkr, Aeg. IV. igo. 
DöuDer», .SUniil, Mar^, de. m, aj 
Bougainviiie, J, p. ip_ 53^ 
iioqgaiaville, L. A. IV. 256. 
Bougeant, Guill. Hjac, UL aS?. i' 

167, 
Boiigner, P. IV. ißi. a55, -70 3- 
^78-79- ■ ' 

Bonhour», Dom. UI. Ig4. 370, 
Couillaud, Ism. IV, 266. 37C, 
ßoülenger, 7„ le. IV. 186, 
Couqucl, M. m. jGg, 
Boardaloue, Lnui». HI, 338. 
Eoiirgelal, Ct. IV, 337. 



I 

388 Regi&ter. 



{ 



Boorignon, AnL III. 364« Braiiioanuty 1. jy« S;. 

Bouriaalty Edm. lU. *a28. 343, Bratanowiky, Anait. HL 49. 

Houteroue, Cl. IV. 196. Braner, J. N. Fr. IV. 35o. 
Bouterwel^ Fr. lU» 445. IV« :2i6 p. Braolioo. n. 365. 

Boathrayiy Raoul. IV. 166, Brawe, Joach. W. y« HL d^S« 

Boutigny, le Vayer de. III. 349. Brech(el| Fx. J, lU. 362. 

Ijoatüler, J. II. 439. Brederode, Gerbr« Adr. III. 453. 

Buavard. IV. 378. Bredow, Gabr. Gottfr. HL 42o. H 

Bouvieri Jac. le. IL 33i. i5o (3). i54. 166« 
Boxhorn , Marc Zner. ly. 74^ i46. Brehni, G. N. IV. i3. 

237. Breislak, Scip« IV« iS^« ^13. 

Bower, AVcbib. IV. 1^8. Breitbaopt, A. IV« 3ii. 

ISowrcy, Tb« IV. i32. Breiiinger, J. Jac. m. 3^. 44o. 

Boyd, Uoghet. III. 3i8. Bi;emi, J. H. IV. 66. 

Boyer, Alex. IV. 333. BiencmaiiD, H. IV- 344. 
Boyle, Rob. IV. »ö;* *9« (3> 298. Brendel, J. G. IV. 332. 323. 

321. 3^. Brendel, San. IV. 346. 

Boyron, a. Barob. Brenner, F. IV. 367« 

BoKe, ri. Gros de. IV« 34, BrenUno, Dom. IV. 363, 

Brack, Wencetl. 286, Brentano, Sopbie. III. 386. 

Bracciolini, Franc. HI. 122. Brentlai, J. HI. 433. IV. 36i. 
Bracviolini, G. F« Poggio, t, Poggio^ Brequigny, L. G. O. F. de. IV* i^ 

Biacelli, Jac. U. '*'3]9. 324, Brera, Val. AI. IV. 332. 

Bracbmanu, Leuiie. HL 390« -Brerewood, Ed. IV* 196« 

Bracton, Henry. IL 437. Bret, J. F, le. IV. 173. »78- ^h 
Bradley , Jam. IV. 362. 372. 377. ßretoo, Raym. IV* ^34. 

278, Bretonne» N. E. Rötil de la. Ill^^» 

Brabe, de, 1. Tyebo de Brabe. Bredcbaeider, C. G. IV. 366, 

Hrniid, J. lY* »39. Bretzner,^ Cbpb. Fr. HL *396. iaS-, 

Brand, Marc. 17. Brewer, Anth. IH. 3o4, j 

Brand Sämundsen« IL 242. Brewiter, D. IV. ^o. 

Braudeii Ernat. HL 4i5. Breydenbacb (od. Brey tenbaeb), 
Brandea , H. W. I V- 367, 260. 267, v. H. 226. 366. 

26g. 280. 389, 393. V Breyer, C. F. W. IV» »^o, 

Braiidc§, J. Chn. IIL 396, Breyer, J, F. IV. 3i6 a« 

Wrandia, J. D. IV. 332. Breyer, J. G. IV. 35o. 

Kranaii, Luc. de. 17. Brian Walton. IV. »31. 

Braudo, Jo. U. 348. Briccio, Giov. HI. i33. 

Brandt, Caip. HL 454. Bridel, J. El. v. IV. 3io. 
Brandt, Gerard (Vater). lU. 454. IV« Rrien, O*. lU. 277. 

1^0, Briefe (frana. ScbriftateUer). III 

Brandt, Gerard (Sobn). HI. 464. Rriefe, romant. 397. 

Brandt, 11. v. IV. 384. Briefiammlung (a. Geacb. d. 

Brandt, Jobann. IIL 454. Jabrb.) IL 3 12. 

Brant, Sebait, H. 323. Rriefwecbiel der Gelebrten. öi. 
Brantdme, P, de Boatdeillei S« de. Briet, Pb. IV. i85, 

HL 354. Briggi, H. IV. 162. 364. 



Register. 



3S9 



Brunck, Ricli« Fran$. Ph» IV« *35. 96. 
Broneleicho. II. 199* 
Branet, Cl IV. 25u 
firunetti, F. IV* ly^* 
Branetto Latini, II. 189. 
Brnnfel«, Otto. IV* -^^^ (^)- 
Broni, Leon. II. ♦»77. 3i3. 3 ig. 
Brannemann, J. IV« 34o. 347« 
Bronnerj A« IVt ^7^* 
Branner, Ph. Joi. IV« 36o, 
Bruno; (Arii). II. 4i6. 



BrioGcl^ C, IV. 378: 
Brloichii C. IV- 377* 
Briaioaa-Mirbel. IV. 3io, 
BrisBon, Barn. IV» 343. 
Brissoo, Matth. He, «3o6. 289. 
Brissot, P. IV- 3i8 n. 33i. 
Brftaunicni, Jo. Aug. 384« 
Briio, Bern. de. UI. *iSS. IV. 169. 
BrixiuB, Crermanui. IV. 106. 
BfoecardOj Ant. IH. 109. 

Brockes, B. H. III. 371. ^ ^ ^ 

Brodean (Brodaeoi) Jacq. IV* ♦26.96. ßrono'(B. y. Wörzbi) IL 447« 
Brodainiki, Cas« UI. 483. Bruno, Giord. IV. *^V* 

"Broekhoyiien, v, BrookhuyzeD. Bruno« (Mönch)* lt. 344. 

Brogniart, A. IV- 3i2, Brunnquell, Aug. IV* 35o. 

Brome, Rieh. IlL 3o5. Brunnqucll, SaL IV« 34i. 

BronikowBky, AI. Aug. Ferd. t. III. Brunlon. IV«. 1^3. 

43i. BmnuB, Pet. 19. 

Bronttedt, P, O. IV. 9^. Bruiciotll a Yekalla, Hyae. iV- 133. 

Broocmann, U. IH. 469. Brunn, Malthe Conr. m.46i. 

Brooke, H. HI. 3io. Brunn, h Nordahl. III. 46i. 463. 

Broicnius, H. IV« ^46. Brunn, Thom. Chrtotoffer. IIL46i. 

Brosaef, CK de. m. ^5g. a68. IV. BruiieK IV. 348. 

*34. 97. Brutus, l. Äf. IV. 172* 

Broogham, H. III. 5a4« Bruy^re, J. de la. III. 244» 

BroukhuyBen , Jauug r* III. 45o. IV. Bryan, Augustin. IV- 8^« 

Bryant, J. IV. i54. 

Brydioni, Th. IV. 194. 

Bryennioi, ■. Joseph, Manuel u. ^i- 
kephoroi Br. 



*77. 98. 
Brouaiaii, Fr. Jos. Vie(. IV. 326. 
Bronwonet, P. Marie Aug. IV. 3o3. 
firouwer, Ch. IV. 176. ^ 
BrowaU, J. IV« 309. 
Brown, John. III. 317. 

Brown, John (Ant). IV. *325. 33av 
Browne, W. III. 283. 
Brucaeus, H. IV* 320. 
Bruce, Mich. UI* 292. 
Broeys, Dar. Aug. III« 229. 
Brugmani, Ant. IV» 291. 
BrugnateUi, 6. IV. 287. 295. 
Brugnoue, Giov. IV. 337. 



Brzesow, Laur. II. 35o. 

Buache, Ph. IV. »83. 

Bncelin, Gabr. IV. i^^* 

Buch Either. 273. 

Buch Judith. 275. 

Buch, Leop. v. IV« 297 n. 3 12, 

Buch V. d, lieben weiten MeiBtem. 

n. i54. 
Buch der Weisheit. 272. 
Buchan, Will. IV. 33i. 



Brükner, E. Th. J. HI. ♦383. 396. Buchanan, Gg. IV- io5. 171. 

436. Buchdruckerkunst I1.IIL65. 

Bmn, Fr. Sophie Chr. UI. 386. Bncher, Ant. T. UI. 4i3, 

Brun, Ponce Denys Ecouchard le. UI. Bucher, O. F. F. IV. 34i. 

2i6. Bucher der Chronik. 97. 

Brun, le, Ch. Franc, s. Lebrun. Bucher der Könige. 97. 

Bra^acci, Vinc. IV« 254. Bdchev der Makkabaer. 372. 273. 



300 Register. 

Bacherkenntniii, a4. fialllard, N. IV^ 5oj ii. 

— — Bllgemeinej« HOlfinittel. cb. Ballinger, H. IV, 367. 

Btiehermciien ( in Frankfart u. in Bfliow, H. t. IV. »84. 

Leipzig), m. 67. Bünau, H. Graf. III. ♦4o6. IV. 175. 
Bücherpreiie (im Mittelalter). IL i48. 174. 

Butlierpreiie (im XVI. Jalirh.) lU. Bnno, J. IV. 338. 

ßß« Bunien, C. IV. 97. 

Bueheriammlangen. Uh 81. Bnonaceorti,T.CallimaeliaiExperieiii. 

Bflchenammlangen (im alt. Roib). aia. Baonafede, Appiano. 5. 

Bucberiammlongen (Im oitrom. Reiche) Buonarelll, Gnidibaldo. HL, idj^ 

II. 20. Baonarelli, Proip. III. i35. 

Bacherrerkehr (im Mittelalter). II. Baonarotti, F. IV. aa. 

i48. ^ Boonarottl, Mich. Ang. in. *i35. i38. 

Bucherweien. 111. 6^, Buoncompagno. II. 3i8« 

Buchhandel. a3. Boonmattei, Ben. III. 106. 

Buchhandel (im Mittelalter). lU. 67. Buquoi, Fs Graf. IV. a44. 

Buchholz, Ch. F. IV. agS. Bnraeni, J. Thomae. III. 470. 

Buchholz, F. IV. a4o. Burcard. IL 3ai. 

Bochhofe, S. IV. 175- Burcard r. Biberach. IL 345. 

Buchler, IV. .174. Barcard (a. Straiburg?) IL 356, 

Buchner, Aug. HL »SeS. 439. IV. 49. Burcard ürtpergeiiiii. II. 3oa. * 

»oß« Burcard (B. v. Worme). H. 4a8. 

BOchner, And. EI. IV. 324. Borchard, Chph. Mart. IV- 324. 

Buchholz, Andr. H. m. 4a4. Burchiello. Ü. 199. 

Bucholzer, Abr. IV. 189. Burckhardt, J. C. IV. a6i. 364.378. 

BuQkhurit, I. Sakvilie, Thom. Bordach, C. F. IV. 537. 

Buchibaum. ILaai. BiQrde, Sam. Gotflieb. lU. 584. 

Buckinghamihire, Ook of, i. Sheffield* Bnreniui, Arn. IV. 45. 

BodÄ, GuiU. IV. *2&. 9a. 95 (a). Barette, P. J. IV. 33. 

Bnddeui, J. Fz. IV, *6o, i55. 178. Bdrg, J. IV. »77. 

211 n. 365. 369. Bürger, G. A. IIL »SSa. 355. 

Budny, Sim. m. 481. Burgeritand. IL 123. 

Buffier, Cl. IV.' n. Burgew, Th. IV. 88. 

Buifon, Geo« L. le Clerc C^ de. IIL Burgo, Dion. de, §. Dionygioi de 6. 

♦a66. 269. IV. 23i. 273. 298 n. Burgoyne, John. in. 309, 

3o2. 4o5, Burgzdorf, F. A. L. v. IV, 245. 

Bugenhagen, J. III. 433. Burgundio. IL ^422. 272. 

Bogge, Thom. IV. ♦380. i83. 277. Burgundui, N. IV. 170. 

Büheler. IL 222. Buri, F. C. v. IV. 35o. 

Buhle, J. G. IV. 12, 62. Bflrja, Abel. IV. 257. 380. 

Buiden. IL 65. Buridanni, Jo. IL 395. 

Buiiero, Thierry. III. 454. Burigny, J. Leveique de. IV. 33. 

Buleuger, J. C. IV. 166. Borke, Edm. IIL ♦320. 332. 336. IV. 
Bulgar od. Bulgarii^ Eogenioi« III. a4o. 

^9^* ^02. liurleigh (od.Burlaeui) WaUh.IL393. 

Bulgarin, Thadd. IIL 49a. Burmann I, Pet. IV. *78. 97. 98. J7*' 

Bulgarui. II. 43i (3), Bnrmaim II, Pet. IV. *83. 98. 



Register. 391 

iornet, Gilb. UL 3i4, IV. *i66. Z71. Gaeclliai, Q. a3g. 

(2). Caetalplno, Andr. IV* •«99 »♦ ^^* 
Jnrnet, Th. IV. 366, ' 3ii. 33». 

Jorney, C. IV- 89. Caeiar , C. JoU •aö;. aaa (a). aa5» 
{nroey, Franciica. III« 3a8. a56« 268. 

toroouf, E« IV. i33. Caeiar Germaniciia« a47* 

lurnonf, J. L. IV, gö, Caeiariui. II. 455. 

iorns, Rob. QI. 296. Gaeiariai, J. lY. *^36, 38. 

kneriasy J« Bapt IV. 333. Caffaro. II. 334. 

ßDibeque, Auger Gitl. IV. i65. Cagnoli, Ant. IV. a54. 367. 

Buch, G. C. B. IV. i53. . Cailhava, J. Fr. DI. aai. 

Buch, Jo. n. i46. CaiUe, Nie. L. de la. IV# »55. a64. 
Buch, J. D. IV. 337. 377. 378. 380. 

Biuch, J. Gg. XU. ♦4io. IV. la. a4a. ci^j^ j^ IV. 3i3. 

346 (2), 357. Cala, Ant. de. IV. 89. 

BfiicUng, Ant. Fr. IV. *i84. 473. 187* Calandrelli, GiuM. IV* »54. 

Bfiiching, J. G. m. 354. IV. 174. Calcagnini, Coel. IV- »<>*. »74. 

Im, 6. H. IV. a46. Calco, Tristan. IL 333. IV. i?»« 

BosiDger, J. IV* 173. Galdani, Fl. IV. 3i8. 3a8. 

BoMche , H. V. d, IV. *37. 38. io3. Calderinus, Damit. IL »83. 

Baise, F. G. IV. »57. a64. Calderon de la Barca, Pedro. III, 
Boiiolari, Jac. U. 456. *}69 f. 

BaUer, Sam. *285. 378. 3i3. IV. 89. Calentiai, Eliiias. IV. loo» 

Batrigariis, Jac. de, •. Jacobus d« B. calepinui, Ambr. IV. 97» 

Botechky, Sam. III. 4o5. Caletio, Marina a. IV- »»8. 

Butte, W. IV. »44. Calixtui, Fr. Ulr. IV. 358. 

Bottmanu, Ph. IV. *6o. gö. Calixtoi, Gg. IV. 358. 365. 367- 368. 

Büttner, Chpb. Gottl. IV. 336. CaUcer, Fr. IV. »16 n. 

Baxtorf, Job. (I.). IV. ii5. lao. 133. oallct. IV. »64. 

123. Caüimachas Experieni» Pbil. ü. 353. 

Buxtorf, Job. XII.), IV* i»o. »»»• ^^' CallUen, H. IV. 334. 

(2). Calmet, Aug. IV. »55. 36a. 

Bayer, Barth, ig. Calmo, Andr. lU. 13». 

BaziDiky, Gabr. III. 491. Calov, Abr. IV. 365. 367. 

Byiikershoek, Com. y. IV. 344. Caipbonuas. aSo. 

JJyrge, Juit IV. 358. 374. Calphurnius, Jo. 33o. H. *»84. 

Byron, Ge. Gordon Lord« III. »98« calprenide , Gant, de Coitei de la. 
Byinntinische Getcblcbtacbreiber. U. jn. "^333. 348. 

*36. ' Calpnrniai, Tit. JuL *395. ' 

Calpurniaa Serranns. 395. 
Cabanig. IV. 33i. Calvin, J. IV- »36. 36 f. 366. 367. 

Cabot, J. U. 359. CalFiiiai (Kaiwitz), Seth. I V* 189. 
<^abral, P. Alv. IL SSg. Cambden, W. IV. l?*- 

Cabral de Vatconcellos, s. Vatconccl- Cambert. III. »34. 

ioi. Cameralwitiepsckaft. IV. »44. 

Caccini, Gwl, lU, i38. Camerariut, Joach. III. 38. IV- *44. 

Cadamoito, Alirise da. 11. Sdg. 24. g4. g5. gS. 98. io4. 



392 



Register. 



Camerii Jo., •. VelUnl, O, nie, - 
Ctmliuide, M« A« IlL 196. 
Cmbocm, Lnii de. HL 183« 
Gifflp«i«U», Tbon. ly. 333. 336. 
CanpftDiii, 1. Aiit II. »380. 363. 
CuDpbelJ, AL IV. 171. 
Campbell^ 6e. III. 536. 
GMDpbeU, J« IV. i48. 
CMDpbell, Tbo. III. 397. IV. 171. 
€aiBp«, J. B. III. *^id. 365. IV. 349. 

a5i n. 
Cftinpeggf, Ridelfo. III« i38 (3}. 
Cuapemlfi Job. IV. si4. 
CMDper, P, IV. 398 n. 3o5. 338. 
Cft»pii(rou, J. Gilbert de. III. 335. 
CMDpomuieii Pedro Rodr. 111« ^ly^ 

166. 
Cäihw, IV. 378. 
CMMnoi, J. B. IV. 336. 
Ctnard, B. F. N. IV. 343. 
Ct^nerin, F«. L, v. IV. 345. 346. 
Ctkut, J« J. IL 436. 
CmbIbI, Ang. IV. *3o. 95, i33. 
Canftsioi) N.9 i« Hondt) de. 
CmniiM, Fn Bod. Lodw. t. UL 369. 
CMUUibieb. IV« 18^. 
CiDDegiefer, H. IV. 81. 
Cenniiig, Ge. III. 334. 
CMUijr, Ger. IV* 68, 
(CMonlichei Reelit). IL 439. 
CenfieiO) C. Hildebr. r. IV* 363. 
Center, Tbeod. IV. ^69. 94. 
Center, Wllh. IV. "Bg. i4. 96. 
Cennf, Meleb. IV. 367. 
Cene, lir. G. IV. 3io. n« 
Cepell, Lndw. IV. *ii5. 130. 
Cepelle, M. M. FeL ^a85. ^367. 
Ceper, Flev. 384. 
Cepilopf, Hier. IV. io4. 
CapUopl, Lelio. UL 213. 
Capiloppf, Ippol. IIL 113* 
Capito, AnleJ. «383. 
Capfto, Wollg. Fabrie. IV. ii4. 
Capitolino«, lui. «333« 
Capmanj, A. de. IV. 169. 
Caporalf, Ceaare. lU. X3i, i33. 
Capperonier, CL IV. 34» 



GSapperonler, Jean. IV. 34. 
CapponI, Nerl. IL 319* 
Caraeeioli, Hob« IL 467« 
Caraeefoli, Trietaa. IL 336« 
Cerella, Oloned. II. 399« 
Cerannel, Job. IV. «39. 
Cerbognaoo, Coi^CoeaUdae de.IIL 5071, 
Careano, Ant. de. i8. 
Cardanoe, Hier. IV. «^27. 363. ifi 

3ii. 33o. 
CareiinI, RalTalno de*. IL 334. 
Carew, Rieb. IIL 383. 
Carey, W. IV. »33 (3). 
Carlon, J* IV* *s^. i44» 
Cariteo. lU. 109. 
Carl d« Orofie* IL s56. 
Carl 1« (K. n Bdbai.). IL 346. 
(Carl I. K; t. Engl). HL 373. 
(Carl IIL K. T. Span.) UL 266. 
(Carl IV. K. r. Span.). UL 166. 
Carl IX. CK. r. Schweden). UL ^ 
Cari XIL (K. r« Scbweden)« IV.aBi. 
Cerl (Kraben.). IV. 384. 
Carl Friedrich (Gr. H. t. Bade»;. HL 

343. IV. 343. 
Carl Jof eph ( r. Erthal , Ceit r. 

Maini). IIL 343. 
Cart, J. 8. IV. 333. 
Carli, Graf G. R. TV» X96L 
Carlini, F. IV. 377. 
Carlyle, Jos. Daere. IV. 137. 
(Carnlna Salornina). 336. 
Carmioatf, Bäte. IV» 33i« 
Carmontei^ N. lU. 333. 
Carnot, Lei. Nie. Mai^erite. IV« 

366. 367. 369. 384. 
Carof4, Fr. W. IIL 4i6. 
Caro, Annib. III. *i44. ]33. 
Caroles de Toho. IL 433. 
Cerpentier, D. P. IV* 297. 
Carpfni, §. de Piano CarplnL | 

Carplf, Jae. Berengar de. IV. 333. 
Carpor, Jae. IV. 3io n. 365. 
Carpsor, Ben. IV. 347. 352. 
Carpiof, J. Ben. (iL 1667). IV. 965^ 
Carpsor, 7. Ben« (iL 2699). IV. ^ 
Carpaov, i. H* (at* 28o3|» IV- ^ 



Register. 



uftav, I. Gottlob. lY. 36i. 
irre, J. B. L, IV. »84. ' 
irre, h. IV. a66. 
irfio, Lud. IV- jo- 
krUenieD, C. IV. ^7". 
kile, Tkom. lU. 33t>. IV. l?»- 
itM, Jtta. II. 35i. 
'«rteranJRchi]*, ». ForlegDcm. 



CaitcTa, f. H, de. HI. 360. 
Ca)ti, Oiambalt. III. laS. 
CaitigUoDe, Bald. UL 10g. i4o. liS. 
IV. 101. 



CaitUIejo, Crt*t, de. Ui, '163, 1G8, 
Cailratiauen 4l n. 
Cailro, G«br. Pareira de. lU, i8i. 
Cailro, Guilten d*. III. 171. 
Cat, Cl. Nie. lo. IV. 333. 
Catalonliehe Poeiie. 11. 178. 
CataaasBi, I, Maria. IV. 19. 
Catelbri Marc. IV. 3g({ d. 
Calhsrioa II. (rii*i. Kaii.]. m. 4g5. 

490. IV. i34. 
CMo, M. Por«. '356. 347. 34g, 367. 
Cato, Valer. a33. 
Catron, F. IV. lä?. 
Cati, Jm. ui. 44& 
I. IV. '3o- '5. 94.96. gS. Catutloi, C. Valer. 'aSÖ— 337. 337. 
CsacUaa (v. Coyck) J. IV. 69. 

CbTbICS. II- 301. 

Cavalcanli, Guido. II. 169. 
Cavalerino, Ant. III. i35. 
Cavallieci, Bonar. IV. ^54. aGS. 
Ca*«llo, Tlb. IV. 390. 391 (a). 
CavMiUlet, AnL Joi. lU. 178. 
Ca»«, W. IV. 



brilieoier, J. F. IV. 3g3, 
Cirtwright, I. IV. aSg. 
Citni, C. t. IV. 3o5. 
CuDio, O. B. IV. »75- 
Cjuu., f. A. IV. i53. 
City. IV. i83. 
Ciui, Gioi. dellL m. : 

i44. 
Cuai, Bart de lai. 



.76. 
CwiPbon, Mer. IV. 3o. 
CucUdi (r. Cheuel), J. IV. 46. 
Cauebobm, J. F. IV. 3iS, 
dilti, P. IV. 3io. 
Coiieiiut, Jul. IV. 317. 
UMianer. 384. 



Cminl, Don. IV. 354. 

Cuiiai, Jac. iV. 183. 376. 378 (3). Caveodiiä, H. IV- 39°. »90. 
CuiinL UI. >5o. Caviceo, Jaeomo. III. »46. 

Cuiliü, J. Dom. IV. "(ai. »83. l85. Cavilini, Sp. 333. 



.76. 378 (o: 

CMiinl, J. IV. 380. 
CuiiadoriDif Anr, II, *365, 5171 
Ciiiiui, ]. L. LU. 483. 
Cutiai Severaa, C. 338, aZg. 
CiiUnheda, Fern. Lop. de. III. i 
CiiUnbcda, F.'L. de. IV. »69- 
Cailel, Rene Rieh. UI. 317. 
CuUlleiD, Hallh. de. UI- 447- 
CuleU, Edm, IV. *l>9. tl3. 
ii5 (a). 136. laS. 

Ciitelli, B, IV- a53— 54, 370. 

CailcUi, J. V. III. 4oo. 

CaatelU, Nlec. III. 106. 

Culellio, Seb. IV. 36l. 

GaitelMii, Hieb. de. JII. aSi. 

CuUlictio, Itsd. UL *i54, 106. 



Caitoö, Will. 30. IL 33g. 
Ctylut, Ornl de. IV. *34. i5. 9^. 
Caiolte, laeq. UI. 347. 
Ceba, ADialdo. lU. »47. 
Ceeebl, «ianmari«. III. i53. 
85. Ceehen, i. Biihnien. 

Ceeho d'Aicoli. II. 365. 
CeillUr, B. IV. 177- 
Cellano, Tho, de. II, 260. 
»33. CeUariDi, apb. IV. *So, 95 (2). 97. 
133. 147. i54, i85, 
Celtiui, Beavenuto. lU. i44. 
CoJilai, OIoI, fl.). UI. 475. IV. »31- 

378. 
CeUDi, Olor, (II.). UI. 471. 
Celapa, Ap. 3o5. 
Celioi, Aar. Carn. '375. 




Begisten 



f €tiMi (Vftter Q. Sohn RcchUgel.)* 

^ Mtei, Conr. IL *a63, a85. 

Gtiinini, Bern, (a» Söhne), i8. 
• Cennini, CeHoino. IL 3o3. 
Ceniorinui. 383. 
G«nrar. 44. UL 68. 69. 
Cenfor-Bdict d« leatoelien Bandct- 

•taaten. UL 69. 
Ccntlivre, Saianne. UL 3o7. 
C^pide, Graf U. IV. '3o3. 398 (3} n. 

3o6. , 
Gepoi, Theob» IL 357« 
« Gerda, 1. Lndw. de U. IV, 91. 
^ Germiione, Ant. IL 4i4. 
/ CerUmentey Jo« dn, IL Sia. 

GervBiitei SMvedra, Mignel de. UL 

♦i63. 168. 173. 174 (a). 179. 
Garyfntei de Salezar, Freoe. UL 173. 
Gervottne. U. 433. 
Ceiari, Ant UL 107, 
Ceiari, Ces. de'. UI* )35. 
Ceeerottiy Melch. UL ""106. 137. iSa. 
Cetbegns, Com. 347. 
' Getina, Gutierre de. UI. 160. 
Ccva, Tommaio. IV. 109. 
Chachowikoi, AL A. IIL 490. 
Chajtm ViUl ben Joieph. lU. 5o8. 
, Ghalaf ibn Abbat Aba'l Kaiem, 1. 

Abu'l Kasis. 
ChalcidiuB. 383. 
GhdkhUJ, John. UL 381. 
Cbalkondylai, 1. O«nietriof ChaUr. 
Chalmel, *J. L. IV. 170. 
Ghalmeii, A. IV* 171. 
Gkalmeri, 6. IV. 170, 
Chalotaii, L. Bia6 de Caradac de la. 

IV. 349. 
Chalomeau de VerneoU. UL i38. 
Gbamberlayiiey J. IV. i3i. 
Chainbers, Epbr. IV. 8. 
Chambre, Marie Carean de la* UL 
^ 344. 
Chamrorf, Seb.Roch. Nic.de. UL^3i5. 

336. 333. 343. 367, 
Ghamier, D. IV. 367« 
Cbamiuo, Adelb. v. UL 433. 



\ 



^ 



GhampoUlon Flgeae. UL 194. 
Chanpollion, d. jang. IV« i3o. 
Chandler, Rieb. IV*.'*83. 94. 
Chanfelonve, 1« F. de. UI« aso. 
(Chansoni). U. 163. | 

CbapeJaitt, J. UL aoi« I 

Chapelier, IV. i34. 
CbapeUe, Gl« Bm. Lallier de J«. JJL 

303. 

Chapman, 6e. (§t i634). IIL3o4— ). 
Ghapman, Gge. IV. 349. 
Ghapman, Henry af. IV« ^7^. 
Chappe d'Aateroche. IV* 279« 
Chapfal, J. A. GL IV. 4194. 
Gharaxy El. U. 37. 
Gharaxy Joann» IL a6. 
Charef. 188. 
Gbariton. 393« 

Cbarlei, Jacq. Alex. Cee« IV. a56. 
Charlei (Herz, r« OrLJ II. 173, 
Charlier de Gemoo, Jo. IL 396. 

453. 

Charon (ane Lanpiakoi). x34* i4i. 
Cbarretie, la. IL 169. 
Charron, P. Jll. 363. IV. a3o. 
Cbartier, AI., f. Alala Charlier. 
Chartuillui. IL 353. 
Chateaubriand, Fr. Ang. III. a63. IV< 

363. I 

ChaUanbrnOy J. B. Vlvien de. III. 335. 
Chatham, Will. Pitt, Graf. UI. 3a3. 
Chatterton, Tho. UI. 378. 393-^94. 
Chiwcer, Gottflr. IL a38. 
Chaofepi^. IV. i5o. 
Gbaoliea, Gaill. Amfr. de. lU. 20«. : 
Chauii^e, P. CL Nlvelle de In. UL 

a3o. 
Cheminaie, Timol. UL a38. 
Cheninita, Bogiil. Ph. t. IV. 167. 
Gbemnita, Mart. IV. 176. 364. 367. 
Chemnitzer, J. Hier. IV. fl99 d. 
Chemnitzer, Iw. Iwanow. UJ. 489^ 
Ch^nedoll^, Ch. de. lU« 217. 
Chenier, Marie loi. II L *a&8. 006. 
Cheraikow, Mieh. Matw.IU.*488. 490. 
Cherbory, Edw« Herbert Lord. UI* 

3i3. IV. 333. 363. 



Register. 



395 



«elden, W« IV. 5a8. 334. 
«naye^ N. de Is. ÜL 220* 
•ne, A, du. IV. 169 (a), 
•ne, Job. da, lY* 3 19, 
meaa dn Marsarii, G. m. 195. 
■terfieldy Ph. Dormer Stanliope} 
^. ▼- IIL 317. 
▼jgny. IV. 11. 
tTreao, Urb. IV. «46. 
Jyne, Gge. IV. 3a4. 33o. 
Abrera, Gabriello. III. «ia4, i38» 
aramonti, Scip, IV« 253, 
ari, Piet lU. i33, 

fflct, jr. J. rv. x69, 193. 

Imarn«, Jo. II. 365« 

neaen. 79. 80. IL io6« 

oiazzo, Dau. II. 3a4. 

ioD. i5o. 

adealna, J. M. IV. i4a. 

^ni, E. F. F. IV- 290- 

»irikios« II. 34. 

niriloB. ii4« 124. i3o. 

Dirobofkos. Georg. 279 — 80« 

Dlewa. II. 55 1. 

DraeoBy Mich. III. 473. 

ortatzi, Gg. lU. 5oo. 

oolani, L. IV. 3i8. 337. 

reuen de Troyei. II. 169. 

lUt, J. Fr. IV- *ö3. i5. 9^- *09- 

162. **" 

iristian t. Hameln. 11. 212« 

triitiani, W E. IV. 176. 

iriitine (Köuigin v» Schweden). III. 

465. 

iriatine de Piie. II. 173. 

iriatmann, Jae. IV. i24« 

iriatodoms Koptidei. 11^ 3i. 

^atophoros. II. 32. 

Iiriaiophoras de Caitiliano. IL 425. 

bunatopnloSy Alhau. UI. 5o5 n. 

kronicon Danenie« II. 348. 

bronieoB Lauterburgenie. II. 345. 

hronieon Magdeburgense. U* 3o3. 

hrontcon Moiiiacenie. II. 298. 

hronik (v. Anjou etc.). II. 33o« 

hronik v. a. Denyi« II. 3o5. 

hroniken Irauzoi. Provinaeik IL 33o. 



Chroniken, kirchliehe. II. 295. 
Ghronographai Saxo, a. ChxonieoD 

Magdeburg. 
Chryaippoi. 209. 
Chryioloras, Man. n. 27. 
Chryioitomoa, loh., b. Johannes Ghiy- 

BOBtomOB. 

Chubb, Th. rv. a33. 
Church, J. IV. 398 B. 
Chnrche, Dan. II. 259. 
Churchill, CharleB. HL 292. 
ChyfraeuB, Dav. IV. 6. 367. 
CiacconiuB (Chaeon), Pet. IV. *90» 

97. 189. 
(Cid el Campeador). 11. 178. 
Cibber, CoUey. HI. 3o8. 
Cicero, M. Toll. «247— 254. 181.222. 

263, 267. 
Cicbgnara, Graf Leop. m. i53. IV. 

i6o. 
Cimabue. n. i52 n« 
CimBrcaa, L. UL i38. 
Cini, Giov. Batt IIL i32. 
Cinna, C HelviuB. 238 (2). ' 
Cino da PiBtoja. II. 189. 
anthio, B. Giraldi, GB. 
arbied. IV. 129 W- 
CinUo dal Camo. IL i88. 
CinUo, Paaq. IH. i33. 
Claj, Joh. (a.MeiBBen). m. *366.368. 
Oairaot, AL CU IV. 267. 273. 27a 

279- 
aairboiB, Vial du. IV- 270. 

ClajuB, Joh. fa. Herxberg). m. 35o. 

Claproth, Just IV. 353. 

Clara, Abr. a. S„-b. Megerbe. 

Cläre, J. III. 297. 

Clarendon, Edw. Hyde Earl of. III. 

3i2. IV. 171. 
Clarke, Ad. IV. 170. 
Clarke, Dan. IV. 89. 
Clarke, Sam. IV. 85. 207 n. 208 n. 

366. 
Clanbeig, 1. IV. 20a n. 
ClandianuB, Claud. *3o3. 
ClandiuB (B. v. Turin)« II. 446. 
UandiuB, Matth. III. *382. 356. 4i]. 



'-i 



396 



l(tegister: 



aausen, H« 6g. KI* 464. 

GiBDsnitzer, Paul Tob« III. 368. 

Ciavier, Et. IV. •35. 9*^ 96. 15;. 

aavijo, Jos. III. 178- 

Clavijo, Äuy Gonz. de. II. i8i. 358» 

Glaviai, Cbph. IV« löö« »58. 

Clemence Isaure. IL 16S. 

Glemencet, Ch. IV. »g»« 

Clemeni, Claud. II. a68. 

Glemeni Roman. 394. 

Cl^meni V. U. 43o. 

aemeni VII. lU. loa. 

Clemens XL lU. 10a« 

ClemeM XIV. IIL io3. 

Clement, Fr. IV. »9»« 

aenardos (aeynarti), Nie. IV« ♦öSt 

95. 
Clerc, 6abr. Ch. le. IV. 333. 

Oerc, Jan do, II- »9^ 

Clerc CClaricui) , Jean ie. IV* 78- 

36a. 
Cleick, C. IV. 298 ». 
aercq, W. de. lU. 446. 
Clerk, J. IV. ayi. 
Clerk, Niclaes de. n. 239^ 
ClcM, D.F. IV. »76. 
Clignett, Jac. Arn. IIL 446. 
Clitodemas. 1^. 
Clodius, C A. U, UI. 443. ^ 
Clodiai, Gh. A. IV. 216 n. 
Clodiai, J. Chn. IV. *^^^9* 1^. 
Clopinel, Jean. II. 17a. 
Clotilde, Marg. Kleoib IL 174. 
Cluwer, J. IV. i46. 
au wer, Ph. IV. i85. 
Guap, Greg. ni. 48a. 
Cnipping^ Borch. IV* 75. 
Cobarrnviai Oroico, Seb. de. IIL i5d. 
Cober, GotUieb. UI. 435. 
(Cobla3). II. 16a. 
Cocceji, H. IV. 349. 
COiCcejL (od. Coccejut) Job. IV- 119. 

3o3. 36a. 366. 
Cocclus SabcUieui, Marc. Ant. II. 

3o8. IV. 18. 
Cocbin, Henry. III. a4o. 
Coeblaeas, J. IV. 176. 



GocUaeai, J. Dobneck« IV. i38. ^ 

Gockman, Thom. IV. 84, 

Codex GregorianuB. 385. 

Codex Hermogenianui. 386. 

Codex repetitae lectioiiis. U. &i- , j 

Codex Theodoiianus. 386. 

Godrn«, Ant. Uro. II. 36a» 

Coeborn, Menno. IV. »8a. 

Coeliui. 374. 

Coffey, Cb. III. 3»^. 

Gegniaxo. IV. »83. 

Cohen, David. III. 609. 

Gointe, Ch. le. IV. 170. 

Golardelin, Cb, Pierre. HL 3o6. 

Golbert, J. B. lU. 189- 

Goiding, p. j. m. 457. i 

Golenuecio, Pandolfo. II. 336. 7, 

Coleridge, S. T. III. 398. j 

Colerui, Job, IV. 344. J 

Collado, Did. IV« »33. 

GoUe, Cbarlei. III. 33i. 33& 

Coliin, H, J. V. IIL SSg. ^ 

CoUin d'HarleriUe, J, Fran^. III.a33. ] 

Colling, A. IV. 333. 363. 

Collini, J. IV. 189. 3o5. i 

Collini, Will. III. 391. j 

Colin, F. A. V. m. 438. 

Colin, L. F. A. r. IV. »46. 

Colman, Ge. III. 3o3, 

Colmenarei, D« de. IV. 269. ^ 

Coln^r, C. S. lU. 469. . [^ 

Colomblire, M. Vulnrn de la. IV. I94»\ 

Colombo, Christ. II. 369. 

Colonia, Job. de. 18. 

Colonna, Vittorla. HI. iii. 

Colqnbonn, P. IV. i88. a45« 

Golumbi, Jac. II. 433. 

Golnmella, L. Jul. Moderaf. *374. ^.^ 

Colnmna, Aegid. n. 389. tif 

Colomna, Guido de. II. a6ow 

Combefii, Fr. 11. 36. 

Cornelia, L. Franc. IH. 171. 

ComeniuB, J. A. HI. 38. 

Gomenini, J. Amoi. IV. 7. aoo. 348. ^ 

Commandinoi, F. FV. 35a. 

Commelin. IV. 170. 

CommineF, Phil, de laCIite de. IL 353. *' 



r' 






Register. 



397 



onptgni, Dlnn. II. 3i3. 
onpagni. It ^03. 

«Ddamliie, Ch. Mm. *• U. IV. «8>- 
.78. ■ 

oide, Joi. Aul. III. 179- 
(üde. IV- =8>' 

tndillae, EU BoiMot de. IV- "• 
106 D. aii. 

aniorcel, Nie. C»riUt M«rq. 4«. 111- 
J67. 

iipdarcrt. IV. »53. a3i. a55. »67. 
aiitiiciai> 81. 

aa^egatlo ontoril. UL 65, 
Htgreve, Wilt. lU. 'SoS. 3lO (1). 
OBna», Ftmc. IV. 338. 34l. 
onrad v, AmmeDluioieo. IL aw. 
oorad y. HalberiUdV U- ^^' 
turad V, Lichtenau. II. 3ol. 
onrad T. Mfligenberg. H. 4oi. 
onrad v. Mure. II. l45- 
onrad v. Nürnberg. 11- "5. 
«nrad (Pfaffe). U. 3"&- 
onrad PhllMopha». II. 3»'- 
onrad v. Qneipturt. U. aai. 
onrftd V. Wönburg. U. '"iS. »»7- 
„Draäi, Fi C. IV. 6*- 3*^ 
onradi, G. W. Cp. IV. 35". 
„,T.di, J. L. IV. 3i4. 
ouring, Herm. IV. '87- >97- >37- 
331. 349.353. 
omcDliui, P. 385. 
i^aiiDiitarium). 3S6. 
onaUDt, Benj. III. •»67. »^l. 
an(taiitiH,.Rob. IV. 95. 
onatanliBUS Afet. U. 4oG. 
onsunünii« (in Ficury). U. ä?^- 
oDiUDzo, A. di. UI. i45. 
oii«lituti«n«D, ApöMöliwb«. Sgi-fli. 
onWiinl, Ambr. 11. 558. 
onle, le, A. IV- 34j. 
onteau, C. W. Salice. III. 43i. 
oDti, «inito de'. U. i<)9- 
Mnliui, •■ Coaie, le. 
on»e»f«üoBilexleoii, (Bro<*liWii.)IV- 

onz, C. Wi. III. 385, IV- 66. 
ook, lim. IV- »79- 



detMU 3(« Refae. IV. "$7 n. 

Cooper, Ailley. IV. 534. 

Cooper, lamei Feniinoce. III. 33S. 

Cooper, 111. 376. 

Copernicui, Nie- IV. *363. 364.a73. 

CophBU. IL 407, 

Coppl, A. IV- ^7». 

Copui, Wilb. IV. 317. 

CoquiUart, Gnili. U. 174. 

Corbevil, Praos. II. 174. 

CmbichoD, J. U- 4o4. 

Cordo, Sita, de, (. Simon de «^ordo. 

CordoBDier, Hjaeinüie, i. Iljatiiilbe, 

Tbemlieull de S.. 
Cordo va, Alonto Fern- de. tg. 
CoTdui, Euiiciua. IV* io4. 3oEi. 
Curdo«, Valer. IV. 3o8. 
Corio, Bernatdin. II. 333. IV. 172. 
Corippui, Fl. Creie. IL 35i,l 
Cornariai, J. IV- 3i7. 
Coruaro, L. IV. 33o. 
Curnaziano. III- lOQ. 
Corneille, Pietre, III. '313. 318. a34. 
CoroeiUe, Tho. HL 334. IV. 7, 
Gornelio, FI. IV. 173- 
Comelini Nepoi. 360. 361. 
CotoiaDi, fl. B. IV. 173. 
Oiroeva, Igu. IV. 173. 
Cornntoi, L. Ann. a8i. 396. 
Comwallii, Jo. II. 379. 
CoroDcl, Maria de. UL 175. 
CoroneUi, Vioc. IV, 8. i84-. 
Corpoa jurii. IL 53. 
Corrario, Greg. IV- >«3. 
Carcea Gar^ao, P. Anl. UL i34. 
Carreggio, Niee. de. III. »3?. 
CorreipoDdenl, Hamburger. IV. i6j, 
1, Corrodi, H. IV. l?"*- 
Corti. HL i58. 

Cor.i..i, Kd. IV. «33.9* (5)- >ü<- 
Cono, Riiiatilo. UL >o6. 
Corte, Gottlieb. IV. '55. 98. 
Corlereal, Jeron, HL i83. 
Corleie, Paul. IL Sao, 
Corancaniüi, TiL. 247. 266. 
Corvej, Abter. IL ao4. 
Cocvinu., Laur. IV. 38- 



r 



398 



Register. 



eorvina«, MatthiM (K. r. Vag.), Ü. 

a47. 353. 
COKhwIli, Gg. Dwu IV. 333. 
Coinat. 11, 349, 

Costa, lunfl. n. 361. 

Coda, Claudio Hin. de, UL l84, 

Ca>)i. Jan. ■. IV. 345. 

Cu.ia. J. IV. i38. 

Coi(ai]zu, A. dt. IV. 173. 

CoBlIInza, Ang. dl. III. 113. 

Cosle, I'. IV- iSj. 

€o>ler, S. UL 448. 

Cola, Rudr. dt. II. 181. 

CdId», Kndr. II. 181. 

Cotei, Itog. IV. 367. 

Coda, .Tot, IV- 101. 

ColLin, .Suplii« nialMli. IIL 353. 

Couc}', KaoDi de. II. i63. 

Caudray, Al- i. L. da. III. a33. 

Courcellcl, Amuc Thirtt» dt. III. 

365. 
Courcellei. P, fl«. UI. a?« 
Courier, Paul f^ail. 111. 367. 
Courier, P. L, IV. "35. 96. 
Court de Gebeljn, A. IV. l54. 
Caurval Soaaet, Tb. de. IIL 346. 
Couaiii (CutinalDi), Gilb. IV. 36. 
Cousin, J. A. J. 111. 371. IV. 33i. 

3fi7. 301. 

Cawtey, Abr. UL *383. 378. 3l3. 

Cowlty, H. III. Sog. 

Cowper, WiU. m. 396. 

Coxe, Will. IIL 554. IV. '69. 175. 

Coyer, G. F. IV. 173. 

Craffr, Jo. H. So?. 

CraJK, 1. IV- 343, 

CrBi^, N. IV. 17»- 

Cruiner, A. W. IV. 63. 3*6. 

Craufr, C. BotUob. UI. 439, 

Crainer, Gabr. (11). IV. ,369. 

Crtimer, J. Aadc. UI. *373. 407. 

436. 
Craui r, J. A. IV. aiS (]). 
Ciauier, 1. ü. t. IV. 310 a. Säg. 
Crauai'h, l.uc, IL l5a n. 
Crnuz, Marl, 19. 
Ci'us'UB, liut, Lielo. 347. 



Crulan, Jo. II. aBi. 
Crawford, Adalr. IV. 390. 
Cribillon, CUnde Proip. Jol. de. f"'' 

35i. fl^ 
CHbillon, Proip. Jol. de. UL 3i6.|*' 
Cre«ch, Tb. IV. 85. 

Crall, Lor. VI, F. r. IV. ag*. ' 

CranlDi, Tb, IV. 5. ' 
Cretdnibeiil, Olamiaar. III. iSi 

CreacanlDi. U. 437. ' 

Crcia, de, a. LaonlcDi de Creb. ' 

CraÜD, Gaill. IL 174. ^ 

Crenaaner, Fr. 17. ' 

Creod, 0, Fb. Graf. m. 471. * 

Crem, Fr. C. Cu. v. Dl. 97s. ' 

Crenisr, F. IV. 97. ] 
Creuaer, Gg.Ff. ly. 'eS.fie.g).« 

CreTler, J. B. L. IV. 34, ' 

Crlbellui, Lcodri*. IL 381. j 

Criullui, Pilr. Ricci, U. aSS. | 
Crlii«, Turpln de. IV. 303. 
Croece, GluL Cea. IlL.iai. 
Crocai, Rieh. IV. *37. 8». 



„.„.,„... ,. ... Vi. 

Cioix, AnL Boliiier de la. lU. '^-^ 
Crolx, A. de la. III. aio, ''M 

Croix, Bar. de, a. Salnle-Crolx. '^tl 
Croiv, S. Fr. de Ib. IV. 367, 
Crolx, 1'. de S. IJI, aSo, 
Crolllna, Gg Chn. IV- i?. 
Cromulano, Agalai>lilo, i, Baouln ^' 

Appiano. 
Crom«, A. P. W. IV. 187. 
Cronegl, J. Fr. t. III. 375. . " 



Cronenberg, J. d 



V. in. 338. 



Croulaud, Mare. Mard r. IV. aoo«,^'' 
CroDiiedt, T. IV. 3ii. .'^ 

Crolna, t. IV- Sg, io4. '"' 

CroDiM, J. P. de, IIL 370. IV. ^ 

n. 331. 348, Vc 

Croze, BUtbor. VefaaUre la, IV. '^\ 
Crallitbaak, Ge. JII, 3iB. 'H, 

CraqDlat, Jae. IV. 70, '^1 

Craatut, Chn Aug. IV, an »■ '*^ -vi 
Cnulua, Hart. IIL 5o4 n, iV- '^ u 

96. 176. 196, '«) 

Crai • Sll»a, Ant. DInrt da. IH- '**■ " ' 
Cn», Juan« loei de U, HI. '^- f ' 



Register. 



399 



I y CafiOy RAmon de la. III» 171. 

i, Dem. III. 49&. ' 

ronai^ Mich. Viihz, ». VHh% Ol. M(ch. 

worth, Ralph. IV. a33. / 

n, Jnan de la. III. 168. 1^9. 

j, Jac. IV« 342, 

CD, wm. IV. 9a5. 333. 

berlandy Rieh. III. * 5o^ 3io. 

17. IV. »23. 

^ert. III. 234. 

Bens. IV. 390« 

inghaniy 1. Goeni, yan, 

io. Wilh. de, 1. Wilhelm d. C 

Diogham^ Allan.* IIT« 328. 

Hioghaniy J. III. 293.* 

er, Gisb. IV. 76. 

li, Hilm. IV. 1^7. 

io SecanduB, CoeL IV« 357» 

rie. IV. 332. 

tiB, W. IV. 3io. 

liui, AU., B. BarretoB) Just. 

lim, Q. RufoB. *328. 

iberioo, J. IV. »90 (a). 

ibert n. 293« 

ier, Gg. III. 24a. IV. a86. 

ler, Gg. IV« »99 n. ^o^ (*)• 3o6. 

lenioi, Bernardin. U. 282. 

1D8 de Piitoja. II. 424. 

rian, Ernit Sal. III. 435. 

rian, E. S. IV. 177- 

rianuB, Thasc. Caecil. *397« 4o4. 

iaco (a. Ancona), U« 276« 

iUui. II. 253. 

DaeoB, Petr. Fei. II. 326. 

rtoryiki, G. Ad. III. 48o« 

czor« III. 497. 

ibelow, G. Ch. IV. 352. 

h, Sim. III. 365. 393. 423. 

:ier, Andr. IV. *32. 98. 

iier, Anne (le Fevre). IV. 32. 

il, Chrlitoffer. lU. 473. 

il, J. Chn. W. IV. 65. 

ilmann, Fr.Chph. III.421. IV. 174. 

inert, C. J. IV. ^7^» 

»nert, J. C. III. 353. 469. 



Dalamil. II. 35o. 

Dalberg, C Th. Anf, Maria tr. HL 

343, 4i3. 
Daleyrac, Nie. in. 235. 
Oalgarn. IV. i35. 
Dalgren, Carl. IH. 474 (2). 
Dalln, Olof v. HI. *470. 474. IV- 171. 
Dalman, J. W. IV. 3o6. 
Dalmatier. II. 246. 
Dalrymple, Dar. m. 333. 
Dalrymple, J. III. 332. IV. 171. 
DamaikioB. ^366. 
DamaBtei. i4i* 
DamaiuB. 4 10. 

DamianuB, Petr. 11. 3]o. 374» 
Damm, Chn Tob. rV. *53« 96. 
Damphoux, Ed. IV. $5. 
nanck, Jo, U. 365. 
Dancoart, FL Cart. III. 229. 
Dandolo, Andr. IL 323. 
Daneao, Lamb. IV* 368« 
Dänemark. II. 21 3. 
Danemark (im Mittelalter). II. 243. 
Dangeaa^. Louia le Courcillon de. III. 

Jg5. 

DaneB, P. IV. 27. 

Danet, P. IV. 32. 

Daniel. 96. 272. 

Daniel, Ch. F. IV. 336. 

Daniel, 6. IV. 169. 

Daniel, Sam. III. 281. IV. 170. 

Dannenmayer, M. IV. 177. 

Dante Alighieri. U. 190. 

Dante da Majano. II. 189. 

Danti, Jo. de. II. 366. 

Dantine, M. F. IV. 191. 

Dani, J, Andr. IV. *ii6. 123. 

Dana, W. Aug. F. IV. 353 (2). 

Daiizer, Jac. IV* 369. 

Dard, M. J. IV. i34. 

Daries, J. G. IV. an. fl44. 257. 

Darqaier, Aug. IV. 257. 

Dartois de Bournonville, Achille u. 

Armand. HI. 337. 
Daru, Ant. Noel Bruno. III. "^218. 

260, 

Daro, P. rV. »7a. 



400 



Register. 



DsrvAr, Ocmetr« Ilf, Soi, 5oS, 

Dftrwin, En lll. *2^6. 52u (V. 3o3. 

DMypodlof, Pet JH. 349« , 

Dfttbe; J* A« ly. 132. 363« 

DAtfy Agottino. IL 333« 

OaU, Carlo Rob. JII. i49. 

DaU, Goro. II. 323. 

DAub, C. IV. 366. 

DaubeutoR, L* J* Marls. lY« 3o3* 

DaodlDy F, M* lY. 3o6. 

Daum, Cbn. lY« *So^ 97. 98* 

Daasqvciaf (d'Aafqne}| Cl. lY« 73. 

Oavanzatl Boitichi, Bern. III« s46« 

Davenant, Will. IIL '3o5. 3io, 

David. 93. 

David (Armen«) IL io6. 

David von Dlnanl« II. 383* 

David, Lucai. III. 4o3. 

David, h, IV. 175. 

David, J. F. iy. 333. 

Daviei, /. III. 383« 

Daviet, J. lY. *S^. 98« 

Davief, /. G. iV. 344. 

Davila, Arrigo Cat* IJJ. i48. lY« 169« 

Davily, P« lY« iS6. 

Davy, Hnmpbry. lY. 395, 

Dawei, Rieh. IV* 87. 

Dayke, Gabr. III« 497* 

Decandolle, $t P* lY« ^10. 

Deeker, Jerem. de. liL 449. 

Deeker, Tb« III« 3o4. 

Decembriui, Fetr. Candidaa. IL 333. 

Deciuf , N. III. 363* 

Dedekind, C. Ob IIL 393« 

Dedekiiid, F. IIL 36i. 

Defontalnei, Pierre. IL 438. 

Dcfoe, Dan« IIL '^334« 3i4. 

D^gerando« lY« 333» 

Deiiiarcboe« i49« 

Deinoitratoe. 3 10« 

Dekeu, Agathe. IIL *453« 455« 

Dclambre, /« B. Joe. lY« 182. 367. 

3G4. 378 (2). 379« 380. 
Deiavigne, J« F, Caa. IIL *3i9. 337. 

333. 
Delftiii, Don. lY. 5« 
DelilUf, J. Montanier« III. 21b, 



d 



Dellai, Cbph« Traug. lY. 345« 
Delrio, M. A. lY« 70. 
Denadea« 149. 

Demelrloi Chalkondylaa. IL ^3o. 
Demetriof (Orammat»). 187« 
Demelrioi Kydoniof. IL. 35« 
Demetrioi Moachof, a. Moaehoi,D«i« 
J^emetrloe Pepigomenoa. IL 49. 
Demetrioi, Phalerene. i43« X87. i^ 
Demctrio« Triklinioi* IL 37« 
Dcmme, Herm. Caap« Gottfr« IlL43o. 
Demokratee. 354« 
Denokriloi. i56. 
Denon, 189« 
Demonax. 35 1« 
Demonville. lY« 374. 
Demopbilo«. 354. 
Demoathenei. 1^17. i5o. 
Demooilier, Cbarlea Alb. IIL 333. 
Deoipeler, Thom. lY« ^^^* 97* 
Denbam, Jobn, IIL 383. 3o5. 
DeiiaJe, Pet. 111.363. 
Deiikm&ler, alteit« typograpbiicit«. 

31, 

— • — xylographlfehe« 3o« 
Denina, C. G. M. IIL i53« 
Denif, IHieh IIL ^377. 436. 
Deniiot, Nie« IIL 346. 
Denmaii, Th. lY. 335. 
Dwoy J. D, lY. 3o3« 
Den;eel, B. G. lY« 35 1 n« 
Depharana, Marnoi, IIL5oo« 
Deplecb, /. Balib. IIL 438. 
Depping» G, B. lY« 169« 
Dereier, Ant. Thadd. lY« 36o« 36^. 

363. 
Derbam, Will. IV. 307 n« 3oo. 
Derlington, Jo. IL 449« / 
Deaagalieri, JT. Theoph« IV. 388« 
Deaarguee. lY« 373. 
Deeaoglera, M. Ant. IIL 3 18, 
Deeaolt, P. J. lY. 333. 
De«billone, Franf« Jon. lY« 34, iio, 
Def carte«, Ren^. IV« '^30i. 322. 33v. 

354. 365. 368. 371. 37$. 287. 
Deachampa, Joe. Fr. L. IV* 333. 
DeMfiartf I Nie« le Moyne. IV. 346. 



^ 



tj 



Register. 401 

Dcsliayet, Fr. Fooq. (gen. Dtttfonfai- Oiete, J. Ch. F. ly. ai5 n. 

nes). m. a37. Dien, Ludw. de. IV, •ii5. lao. 

Deibooli^res, AntoineUe ^da Ligier de OienUfoy^ Job* M. Arm. MiclL UL 

la Garde. HL aoa. 23^. 

Deimareti de S. Sorlin^ J. UL aoi, Oieve, P. t. IV. 170. 

DesBiMiirei, L« IIL aao. Digesta. II. 5o. 

BespaaierioB, J. IV. 68. Dikaiarchos. 189. 196. ao6. 

Detperien, BoaaT. III. a46. Diktys (Kret). 334. 

Deiportesy PWI. III, 199. Dindorf, C. W. IV. 65. 

Deirey, Pierre. IL 33i. 334* Dindorf, Lodw. IV. 65. 

Deueuiiu Cronenborg, Bcrnlu IV. Ointery Gut Fr. UL 437, IV. a5i o. 

320 n. 370. 

Deitouches, Ph, Nene HL a3o. Diodoroi Kronos. 308. 

DeUnar. 11. 3o6« Diodoros (d. Tyrer). 206 

DeTarioa, Matlh. IV. 95, Diodoros (a. Sicil.). 192. 

Devergie, M. N. IV- 33a. Diogenet^ Antonioe. 389. 

DeToU, J. IV. 346, Diogenei (a. Babylon). 209. aai. 

Dewletachah. io3. Diogenes a. Laerie. *347. 

Dexippoi. 353, Diogenes (v. Siiiope). 160. 

Dexippos(Scbfilerd. JamblielioB).*35a. Diogenes (a. Tarsos). 207. 

DexippoSy PdM. Herenn. *335. Diogenianos. i85. 381, 

Dexter, Flav. Lac. *337. Diokles. 311. 

Deyling, Sal. m. 435. IV. 369. Diokles, Erythr. 188. 

Dhrlmitikoy Nik. IIL 5oo.. Diokles, Karyst. 169. 

Diagoras. i58, Diomedey (Gramm.). 385. 

Djar-AUab Mahmud Zamakhschail. II. Dion Cbrysostomos. *3o8. 35o. 

69. ' Dion Kassios. *323. 

DicaeuSy Gherard. IL 363. Dionyvios v. Aigeia. *553. 

Dicktknnst, epische. 394. Dioaysios, Ailios. 378 (3). 

— — rom. 393. Dionyslos (Antioch.). 3i4. 

Dictionnaiie de l'Acad. Franc. UL Dionysios Areopagita. ^4. 

195. Dionysios (Bjxant.;. *34i. 

Dictionnaire g^ogr. oniverael. IV* 18^« Dionysios (a. Charax). 386. 

DicuiL n. 355. Dionysios (v. Halik.). 187. 191. 

Didaskalien, 135. Dionysios (aus Miiet), i34. 

Diderot, Denys. IL "^331« 307, a45« Dipnysios Periegetes. 387, 

352. 368. 371. Dionysios de Burgo s. Sepnlchri, II. 
Diderot, O. IV. 9« 449. 

Didymos, o ;to^^«?o«* ^7^* ^76« Dionysios, (Disticha). 3o2. 

Diebstiihlej litterärische. 5o. 5i a* 4). Dionysios Exigaos. II. 296. 

Diedo, G. IV« 173. Diophantos. 367. 

Dier, Rad. II« i46. Dioskorides, Pedan. «377« 167. 

Dieteuberger, J. IV. 36i. Diphiios. 178. 

DieU, G. A. UL 458. Diplovatatios, Th. H« 4a5. 

Dietrich, F. G. IV« 3io. Dippei, Conr. IV. aoo n. 

Dietrich, J. Sam. IIL 376* - Dissen, L. IV* 62. 

Dietrich, Veit. IIL 362, Dithmar (B» y. Merseb.). ü. *343. 

Wachler HB. d. Litt Gesch. IV. 26 



402 



Register. 



Dlti^rfdoif , Cftri DUUfM v. III. 4oi. 
Dlflslo^ Ben, Uh i3i. 
DJarb«rg, D. IV* itf4. 
DIwfielif Procop* IV. 391. 
DiyllM« i39* 
DIagotk) Jo. II. 35i. 

DlagoM, i* IV. 17>« 
Dnltrewiky, l«r* IIL 4$0. 
Di^triew, Iw. m. 489. 
Dni^eliowikiy Fx. III. 483 (3). 
Ddbtfreiaer^ 7. W. IT« a^. 
Dobrnftycr, Cli. D. Mar. IV. 367« 
Dobner^ G. IV« 17s. 
DobrM, P. F. IV. B9. 
Dtfbreatei, Oabor. IIU 497. 
Dobrowfky , Joi . III. 478. 479 (a). 

IV. 17«. 
Domo, B. J* UL 364. 
Dodtne, II. 463. 
DotfMty Den, IV. S99 »• 
Doddfrell, E4«r. IV* 89. 
Dodawcll, H. IV« *84. 93. 190« 
Dodcdilii* II. 3oi. 
VödwUlüf J. C. IV. 366« 
DoedMrUin, L. IV. 62. 
Dodociio^ lUnb. IV. 3l8 n« 
DodonMOi» Remb« IV* ^o^« 
Dolfl«r, Hob. III. 391. 
Docvereo» WslOi. r. IV. 33a. 
Doglei) M. IV. 17»' 
Dogllotif, C. IV. 147« 
Dobm, Cbr. W. ir. IIL 4i9« IV. i66« 

276. 343. 

DolMtif, J. IV. ^Ai* 

Dole«, L. III. i3a, 

Dolot, Et. III, 198. IV. ♦afi. 97« 99' 

206. 
Dol«fftl, Pgvl. III. 478. 
DolgoroU) tw. Mich. III. 489« 
DdUinger, Igo. IV. 323. 
DoUond, h IV. 373. 
Dollond, Fe(« «b. 
Dolomioii, D«od« IV. iB3. 3i3. 
Dolon. 136, 
(Doloputbof). IL i54. 
Domfti, h IV« S43. 
Hoaibtr^ F«. r. IV. *i^* s^S* 



Oomlnfeoi do FlMdrl«. IL 395« 
Oonlnif^ M. An(. de. IV. 371« 
DoDAios, Aef. 23o. 383. 
Dunftfiiiy Tib. Clftod. 3%!. 383 8'«. 
Dondff, Jae. do, i. /m. o. Job. d« 

Dondii. 
DonoM (DoiMllot) Htfgo« fV. 338. 

343. 
Donixo. IL 355« du. 
Donno, 7. IIL 382. 
Doppelmayr, J. 0«br. IV. ^7^. 
Oorat, Ci. Jof. IIL *313. S36. 33i. 
Dortt, Jetfl. IIL 199. IV. xo6* 
Ddrfei, Gg San. IV. 369. 
Doria, Jac. 11. 3i4. 
Dorfa, Thedffio. fl. 369. 
Ddring; F. W. IV. 63. 1 lO. 
DdrUig, Mieh. IV. 320. 
Ddritiglr, Mattbiai, U. 388« 
Dorolbeof. 387. 
Dorotheoi (Rtehifgcl.), IL 5i. 
Dorp, AUrt. IV. 68. 
Dornt, Cb. Sakvilla Earl of. III. 286. 
Doifadoi. 179. 
Dofftbeof (Magfiter). ^^6, i43. 379. 
Doltorl, Carlo de'. IIL *i33. i36. 
Doata, F2. IV. 70. 
Doofa^ Gg. IV. 70. 
DottM) Jaoni, (v« d. Doei) (l.> IV« 

70. 98. 106. 170. 
Doota, Jatini (IL). IV. 70. 
Dooglat, Gawin. IIL 379. 
Doaglae, I. IV. 3o6. 33$. »4. 
Dooglae, R. IV. 194* 
Doojat, J. IV. 346. 
Dow, AL IV. 166. 
Draeb, Pet. 17. 

Draekenborcb, Am. IV. *7S. 98. 
Draeontlof. IL 35t« 
Draever, Dom. III. 403, 
Drakon. 167. 

Drakon Stratonlkeof. 378, 
Drama C'Bnffl. If» Mittelalter). IL 33^ 
Drama (griechlicbee). 134« 
Drana (ItaL im Mittelalt.), n, sos. 
Dramat. Poeile (frana. Itt Mlltelalt). 
U. 176. 



Register. 403 

r&mat Poetk ((mImIiü liiillittiUlt> DakM, Neophytot. III. 5oa« *: 

II, 224. Daker, C. Aftir. IV. *7^ 97. 

ran, H. Fr. U. IV. 33?. Dalanrc, J. A. IIL a6o. 

njton, Midb HI. ^83. DuUaef^ HeymAii«. III. 449. 

lebbel, Cor». IV. »90. Dumai, Ch. L. IV. 33o. 

repanioi Flornf. IL a53« Dumai, MBttkieo. IV. t83. 

Kpanias, Lal. Pacat. »Siy. Durobar, G. IV- 17^. 

KKb, L. V. IV. x^* Dombeck, F:a.^Qi. IV. löo. 

miel, ni. 48;. Dümgi. IV.. 17^ 

iKfler, Matili. IV. 6. 46. Dnmont, lae. IV. 163. 

«fldehn, Aadr. i4. DiimMrUa. IIL afti. 

nüinger, C. Fr, HI. 571. Donbar, G. IV. 9^* 

rute-Httliluif; v. IV. 346. Dunbar, J. IV. i5a. 

Mdr, Fr. F«d. IV- »»ö. Dunbar, WiU. HI. »79* 

niamona, WUI. HL 3ia. XV. 17*» !>«««•>• H- 36a. 

raiiDi, Job. IV. *"4. 118. lao. Duni. IH. a36. 

J25 (2)« Dunkclbcrg, Canr. III. 55 1. 

roihmar, Cbfktianoi. II. 446. Dum Scolui, Jo. XI. 391. 

rydeo, J. IIL *a85. 878. 3iQ. 335. Dupin, Ch. IV. 188. 

kchtffli. n. 10a. io3. Dupont d» Namoan, P. Siin. lV.a43. 

lehebcr. IL ga» Durand, Gillefc lU. a^. 

Rkeber b€n Afla. IL 87. «8. Durand, GuU. U. Wg. 

icbelalefldin AbdoiraliMan. U. «3. Durand, Uw. IV- 191- 

khelal-ed-din Elcumi. IL 10a. Durant (CwalioO» J««* IV. 39. 

iiheiailMsd.dia AbuAmr ibnAllwdU). Durantijb Wilh. U. 4*4. 43p. 458. 

n.69. Dura«, (g€b. KffTialnt; 9cri»gi|& de 

KkemAl^d-din AbuU Mahaaacm. IE HI. a55. 

83 Dürer, Alb. IL A3a n. III- '^4ou IV. 

iek«rdi€hei ibn Alamld el S«Mkii ^7' ^7^* 

Almakin, i. Elmaein. D«'«*» Cl. IV* i3i. 

idiobaiBa ibn Gbaüeni. IL 71. ^"«^ !•• ^* ^*®' , ^ 

ftoDa-radiba. 77. J*"*«** FMtunat. U. a44. 

awn, Franc. IV. 34a. Dorf». >86. 188. Z89. 

ikoccoge, Anne Marie Lepage. OL »uich, J. Jac. UI. 374. 

2i3, DuManlt, 1. Joi. UI- 19a. 

ibob Sylvina, 1. HL 194^ Dutens, L, iV« i3a. 

ibM, J, B. IV. 169. Dnto*«- IV. a3a. 

le, Fronfoa du. HL aao. Duval, J. B. HI- 19** 

dl, J. Franv. fll. aa6. »«val, Vine. Pineux Alex. HL J^3* 

iloi, Ch. PinoL HL ♦a44. aöi. DuviFier, Ch. P. Giranit. HL 19Ö. 

168. IV. i35. 169. Dyer, lohn. lU. agi. 

do. 11. 594. öyn^'* Bgmond de. IL 348. 

Wl, Noel. IH. *a6i. a46. Dy»»« *• »»»wnU. U. 4a4. 43o. 

frewe, I. Freene, Ch. da. Daania, Laut. HL 487. 

«Mi, J. J. m. a64. Daiewwa. IL 35i. 

bi, Joann., s. Joannei D. Üadmar. U. 337. ^ 



404 



Register. 



Ebel, J. 6. IV. 187* 

Ebeling, Ch. D. IV, X84. 

Eber, Paal. IV. i5i. 

Eberhard, J. A. HL ^4i3« 354 (s). 

44i. ly. 311 o. ai6 n« 
Eberhard, J. P. IV. 324. 

Eberleifl, J. IV. 369^ 

Ebert, C. Egon, III. Sgo. 

Ebert, J. /. IV. n. la* 

Ehert, Theod. IV- 7« 

Ebles de Venladoar, 1. Ventadoor. 

. Ebn Innif. IL 88« 

Ecbard, J. IV« »77^ 

Echard, Lawrence. IIL Sag. 33o. 

Echard, L. IV* i^7* '70* 
Eck, X. IV. 36 1. 
Echard, Ch. H. IV« 197. 
Eckardy Meiiier. IL 327, 
Eekehard I, IL 354. 
Eekermann, J* Chph Rad. IV. S^* 
Eckhard, C. H. IV. 344. 
Eckhard, O. ▼* FV* 174. 
Eckhard, X. O. v. IV. 194. 
Eckhel, Xof. IV. *66. gS, 
Eckhel, Xoi. HUar. IV. 195. 
Edda (fflind.). IL 342. 
Edelmann, X. Ch. IV« 363. 
Eder, X. C. FV. »73. 
Edgeworlh, Marie, IIL 338» 
(Edlcla). 365. 
Edictalee. II. 64. 



EhreniwSrd, C. Aog. IIL 476. 
Eichendorf, Xoi. v. II!. 432. 
Eichhorn, C. Fr. IV. 347« 353. 
Eichhorn, X. 6. III. 419. IV. 122 

127. x32. 149. 268. 362. 
Eiehstidt, H. C. Abr. IV* ^63. 9^. 
EigiL II. 393. 
Eike von Repgow. H. 433. 
Einliard od. Bglnhard. IL 299. 
Eintrachtbneh. IV. 356. 
Eiielen, X. F. 6. IV. 344. 
Eisenhart, X. F. IV. 34o. 
Eiienfchmid, X. C. IV* 196. 
Ekkehard (in S. GaUenl). n. äoz 
Ekkehard Vragieniii. IL dos. 
Eklektiker. 369. 
Eleatiiche Schale. x55. 
.— «— neuere Schale. i56, 
Eibaiilri. IL 74. 
Elci, Aug. d'. IIL 138. IV- a3. 

Elfrich. IL 235. 

Bliakim ben Xacob. III. Bog, 

Eliger, Xo. de, s. Xoaanet E. j 

Eliger, Xo. IL 365. 

(Eliiabeth^ Kdnigia t* Engl). IL 
372. 

Elieehe Schale. 160. 

Biisee. IL io4. 

EUle, X. IV. 346. 

Elmacin, Georg. IL 80. 

El-Mansar. II« 89. 



Editionci principee der Claieiker. 23. Elnokadefii, s. Azxreddin. 

Editioni compaetea« IIL 193 n. Blmiley, P. IV. 89» 

Bdriil« II. 84. 

Edwarde, Gge. IV. 398 »• 

Edwarde, Rieh. HL 3oo. 

Edzardi, Gg. Bliezer. IV- 121. X23, 

Ediarai, Esra. IV. i3i. 123.- 



Effen, Xaftai v. IIL 454. 
Egede, P. IV. i34. 458. 
Egenolf, X. AugnsUn« III. 353. 
Eggeitein, Heinr, 177 
Egilward. IL 293. 
Egfnhard. IL 298. 0, Efnhard. 



Eloglen« 64. 

Elolse. IL 377. 

Elphinstone, X. IIL 376. 

Blfisier, C. F. IV. 953. 

Elierinche Repabliken. fV« 187* 1 

Emad-ed-din. 0. 79« 

Emil Aagaet> (II« r. Gotha). S 

343. 
Bmmel, Egenolf. IV. 163. 
Emmerich Xoeeph (r. Brelfenbach fi 

V. Mainz). III« 343. 



Egly, Ch. Ph. de MonthenauU d*. Emmermann, F. W. LV. S^' 

111. 367. Emmitti (Emmen), Ubbo. IV* *7^' 

Ehlers, Klart« IIL 4i2« IV. 324. i65« 170, 189« 



Register. 



405 



Empedoklei. i45. i56. .166. 
Emaer, H. IV. 36i. 
Encyklopädien Gr. BriUinn. IV. 10« 
— — in Teutschl. IV. 10. 

EneycIopädUlen« III« sSy. 
EncyklopädiBten, Franz. IV. 9* 
£nenkel, Job. der. II. 218. . 
EDgaa, J. Rdf. IV. 55 1. 353. 
Eogel, J. Ch. IV. 173. 
Engeln J. Jac. III. *5^6, 4i3. 45o. 

44o. IV. 224. 
Engelberts, E. M. IV. 170. 
Engelbrecht, J. A, IV. 346. 
Eogelhardt, F. W. IV. 61. 
EogelhaBen, Dietr. II. 3o6« 
Eogland fim Mittelalter). II. 23o. 
KDgliscIie Poeiie (im MiUelalt.). II. 

237. 
Eoglliclie Sprache. III. 375, 
Enhard. IL 298. 
Enke, J. F. IV, a6i. 378. 279. 
Enniua Lociliai, i. Liiciliai, Enn. 
Ennios, Q. '*335. 327. 255. 
EDDodios, Magn» Fei. U« ?25o. 

29a. 
EnTeri. II. 101. * 

Eoxina, Jaan de la. II. 181. 
Epee, Ch. M. de 1'. III. 37. 
Epbippos. i88. 
EphoTOi. 139. 

Epicharmoi. i25. i54. a33. 
Epigenet. 134. 
Epigramme. 294. 
Epiktetoa. *35o. 
(Epikarische Philoiophle). 3o6, 
Epiknriimas. 348. 
Epiknros. 197. ^^7* 
Epimenidei« ii3. 
Epiphanios. 4o3. II. 42. 
Rpipbaoioi. 3i8. 319. H. 365. 
Erasmoiy Deiid. IV. *4o. i4. 83. 96f 

98. 99« 347. 36o. 36 1. 
Erasistratoi. 218* 
Eratb, A. F. IV. 176. 
Eratoiiheneal 174. 186. l88» iqS« 
196. 210. 2l5, 

Erbauungbuclier. IL 463«. 



ErbaaangBchriftsteUer. IV. 370. 
Erchempert. II. 317. - j 

Ercilla y Zuiiiga, Alonzo de. IIL 

162. 
Erdoii, J. III. 494. 495. 
Erfnrdt, C. G. A. IV. *64. 96. 
Erhard, C. D. IV. 352. 353« 
Erhard, J. Benj. IV. ^^^ n. , 
Ericeyra, Franc, de Menezes Graf« 

III. i84. 

Erich Olaf. U. 34l. 

Ericoi. IL 253. 

Erik XIV« (K. v. Schweden J. IIL 

470. 
Erinna. 120« 

Eriitiiche Schule, ■. Megariiche S« 
ErmanricQi. II« 368. 
Ermerich (od. Ermenold). IL 393. 
Ermoldui ^igellni« II. "^353. 3oo. 
Erneiti, Aug. Wilh. IV. 64. 
Ernesü, J. A. rV.*34. 11. 16. 94. 

96. 98. 99. 106. 10g. 210 D. 3G3. 

365. 
Ernit IL (Hz. r. Gotha). IIL 343. 

IV. 378. 
Erotianoi. 280« 

Erpenios (v. Erpe), Thom. IV. *^^^' 
111. 123 (2). 126. 

Erricoy Scip. III. i33. 
Erach, J. S« IV» 10. 
Erikine, Thom. III. 324. 
Erxleben, J. Ch« P.j IV. 389. 3o4. 

337. 
EBchenbach, Ulr. v, II. 322« 
Ewhenbach, Wolfr. v. II. 313. 3l5, 
Eichenburg, L J. IIL 44i. IV« «3. 

93. 
Eichenloer, Pet. IL 346. 
Eichenmayer, E. A. IV. 319 n. 
Eichenmayer, H. IV. »44. 346. 
Eichholtz, Fr. IV. 307. 
Eschke, E, A. IIL 37. 
Escoiqtiiz^ Juan de. IIL 166. 
Eimenard, F. IIL 317. 
Eipen, Zegef' B. van. IV. 346. 
FJiper , Eug. J. Chph» IV. f^98 »• 
399 n. 



406 



Register. 



Bfplnrf, Viii9. a«. in. '»164. 174. Borlpiacf. lay» 



*79- 

Rir«. / 98« 

Birakl. U. io\ 

Eftedf* IT* 101. 

Btiich, J. G. ly. 147« 

Ktib, Wflli. IV. 36i. 

KflODgliy Adftu, II. 388. 

Eftor, J. Gg. ly. 363« 

Btbdwara. IL 33;. 

EUieregCy Ge. TU« Soy« 

EiUnMf Ch, GufU. Ili. 933« 

Etienne, Heiiir. (1.) 19* 

«Etienney H. IIL 199. IV. •a?. >*• 

94. 95 (:^. 96 (3). 97. 98, 99. 138« 

i5o. 

Eifornie, Rob, 111, 194« 19S, IV«36. 

n3. 
Eobolidef. x6o« 
Eoboloi. 566« 
Eaebel, Is. Abr« IIL Sio« 
Eoeberiof (B. v. Lyon). 4oi. 
Eudemof. 3o5, 
Eodofcfa« 288« 
Eodokfa (MakremboUiliM) IL*17* 



Enr^pbemof. i64« 
Entelmlof. 386. 
Eotobioi. 3 t 4. 
Eotokiof a« Aikalon. 368» 
Eoiebfflf Hieronjmaf« *4oo« 
Boiebfoi Panpbilo. *338. 4o6. 
Eoitaebl, Bart. IV. 336. 
Bnitatbiof. 11a. 387« II. 36. 55. 
Eastratlof . IL 44. 
Botbaliof« '^4oo. 
Eoibjoilof. IL 38. 
Etttropfoi* *3ä6, 
EotTebcf. 385* 
Ealyebiof. II. 78. 
Bvenoi. 118. 
Bverard. ü. 347. 
Ererardof ▼. Betbone. IL 370. 
Ererfaelm. IL 394. 
Brerf, J. Pb, G. IV. »7*' 



Evremond, Cb. d« 8. Desyi, 8. <e& 

rn. 364. 
Bwaia« G. H. A. IV* is8. isS. j 
Ewald, Job. III. 46o. 463 (3). 46i 
Ewalde J. V. IV. 383. 
Ewald, J. Joaeb. IIL 377. 



Eodolof. l4i. i55. i64. x66. xgo. 194^ Ewald, X. L. IIL 438. IV. 35i b« 



Eogannon. xi4. 

Bogen IV. IL 43o* 

Eogenloi (EB. v. Toledo). IL sSi, 

Eagropbioe. 33o, 

fbObemeroi. 160. 333. 

Eolrleidei. *3ii. 3io. 313« 37a. 

Eokleidee (a. MegarO). &60« 

Boktefflon. 166. 

'Bnler, B. IV« 183. 

Eoler, J. A. E. IV. 360. 

Eoleri LeoOb. IV. *26o, 367. 369. 

370 (3). 373. 373. 378. 379. (4). 

388. 390 (3). 391 (3). 

Bonatbioi. IL 33. 
Eomelof. ii3. 
Bomonei. i88* 
Eomenfoe. 317, 
Eonapfof. ^347. 325. 
Bnpborfon. i84» 
Bopolie. x3|. 



Exley. IV. 10. 
Bxfoperantfoi, Jol. *337« 
(Exbraraganfei). II. 43o. 
Eybf Albr. ▼. IL 335« 
Eybel, J. Val. IV. 346. 

Eyelt, Hob. o. Job. Tan. IL i^ ■* 
Bylert, R. IIL 437. 
Byring, Eneb. III. 35 1. 
Eytelweln, J. A. IV. 369, 
Ezeebiel (Propbet). 96« 
EzoebieL 373. 
EmIo. II. 394« 

Fober, BaaU. IV. *44. 97. 

Faber, FeL IL 356. 

Faber, Jae. (Stafnlenele). IV. 199*' 

36t. 
Faber, Jon. IV. x36. 
Faber, P. J. IV. 330. 



r 



Register. 



407 



fui MaxinuiB Verrucoaui, Q. 247* 

lias Pictor^ Q. 255. 

IUI Rmticus. 326. 

re d'Eglantine, Ph. F. N. III. 232. 

rcltl, R. IV. •22. 97. 

iri, J. K. IV. 179. IÖ4. 

iricHii, D. J. IV. 374. ' 

iriciaSy Fz. IV. 69. 

iricioB, Gg. IV. '*'44. 98. io4. 
iciniy Hans. III. 349. 

iricios^ Hier. IV- 327. 
ibricius Hlldanai, Wilh. IV. 333. 
kbriciua, J. Alb^ IV. *5i. 16. 94. 

177- 

•bricios, J. Andr. 6o, IIT. 439, 
ibriciugy J. Ch. IV- *3o6. 246. 297. 
tbriciat Montanni, Joa. IV* io5, 
kbriciuB, O. UI. 458. 
kbroni, A. IV, 173. 
U>roa, C. Anib. U. 36. IV. 343, 
keiolati, Jao. IV. ai3. 97. 110. 
icioi. Fr. IV. 57, . 
adcn. IV. i83. 
^gun, C. B. 236, 
kgiaoli, G. B. m. i33. 
'kgnani^ Gr. IV. 267. 
urfax, Edw. m. 282, 
akher-ed-din Razi. n. 80. 
U^jam, Criit. lU. 182. 
Wcandot (Foacand) , Hago. II« 325. 
alco a. Benevent. U* 325« 
alconer, W. IV* i52. 
alconi, Nicol. U. 353. 
akoniii. Nie. de, 1, Nicolaai deFal- 
coniiB. 

alk, Job. m. »Ssg. 37. 
alk, J. P, IV. 297 n. 
alke, J. F. IV. 175. 
allopio, Gabr. IV. *326. 3ii. 
allen, C. M. UI. 464. 
allen, Enewold de. HL 463 (2). 
aliter, Cbr« III. 459. 
alody, Fz v. III. 496. 
ama, europäiiche. IV* i64. 
anniaiy C. 256. 
ant, E. M. IV. 171 (a). 
antaitici. HL 129. 



Fanconi, Giov. HL 128J 
Fantuzil, M. IV. 159. 172. 173. 
Farei Chart. Aug. Marq. de la. HL 

2o4. 
Farenfaeit, Gabr. Dan, IV. »90. 
Faria, M. de. IV. 169. 
Faria , Man. Severim de. HI. 

181« 
Faria y Soata, Man. de. HI. 181. i84, 
Farnabe, Th, IV. 76. 
Farlcai, J. IH. 494. 
Farquhar, Ge. HI. 307. 
Fani, Hognei. H. 171. 
Fäich, G. R. IV. 283. 
Faiimaun, Dav. HL 407. 
Fattorini, M. IV. 173. 
Fauchet, CL HL 194. 254. IV. 169. 
Faur (Faber), Pierre, IV. 343. 
(Faast, Sage vom Sdiwarzlcunitler). 

HL 423. 
F^oiUni, Giov. IH. i38. 
Faaitui. 4o6. 
Fauitoi, Vict. IV. io3. 
Favart, Ch. Sim. HL 236. 
Favinui, Remai. 235. 
Fa?orinni. *356. 
Fay, Andr, iH. 497. 
Fayan, Chr. Barth. IH. 236. 
Fayette, Marie Magd. Pioche de La- 

vergne CtesiQ de la. HI. 249. 
Fazio, Barthol. H. *3i9. 325. 
Faziui, J. Fr. IV. 57.^ 
Fea, C, IV.23. 

Febronini, Juit., i. Hontheim, J. Nie. v. 
Feder, J. G. H. HL 4i2. IV. 216 n. 

221. 224. 

Fedfrici, Camillo. IH. i34. 
Federici, Carlo. HI. i34. i35. 
Fcj^r, Gg. IV. 17^* 
Feind, Barthold. III. 371. 
Feijoo, B. G. III. 178. 
Feith, Everard. IV. *72. 94. 
Feith, Rhynvia. IIL *45i. 454. 
Feitama, Sybrand. IIL *45o, 454. 
Felbiger, Ign. v. IV. 370. 
Felibien, M. 170, 
FeUpe, V. R. Marq. de S. IV. 169. 



408 Regifter. 

Felix Croyltndentff. H. agS. Flelnoi, MarsU. IL »a83. 599. 45i 

Felix, Ktftiof. 376, ^Meib, Fortanatas. IV. 336. 

Fell, Joh. IV. 83. FleWIng, H. III. ♦Saö. 3 10. 

Fellenberg, Eroan. r, III. S;. Fielitrdm, P. HL 469. 
F6d(5|ob, Franc, »allgnac de U Moli«. Fleioie, Joh. v. IL 16a n. 

HL •203. «39. a64. a68. »70. Viisit, J. HI, a63. 367. 

Fenn, J. IV. 170. Flgoelr», Oollleffl. U. i64. 

Fentun, ElUab. IIL 3io. Flgoeira, L. IV. i34. 
Ferguson, Ad. IJI. 3ai. IV. 16a. Fiiw,glerl, GaeC. HL i63, IV. 229. 

168. 323. 338. "fWtXXü, Frane. IL 380. 

Fergofon, J. IV. i33. Fllleaja, VInc. dl. HL I34. 

Ferld.ed-dln Altar. «. 101. yippp^ 0. a. IIL 107. 

Fermat, P. de. IV. aöß. 364. pn^er, Rob. IV. »3«. 

Fernel, Jae. IV. 181. 373, 33i. yi^^, oronce, IV. i8P* 

Fernow, C. L. IIL 106. Flnealree, Jos. IV. 5i6. 

Ferrand, Ant. de. IIL a6o. Floecbl, Andr. Dom. IL 877. 

Ferrari, Guido. IV. 109. Flovarantl, C. IV. 6. 

Ferrari, J, B. IV. i23. Flovarantl, Val. IIL iSg. 

Ferrari, Ln*. IV. 3ßa. Flrdewel. U. 98. 99. 

Ferrari, O. IV. aa. ^ FIrenaaoU Agnolo. IIL • 118. \i(u 



Ferrari, Pb. IV. i83. i85. 

Ferrart, O. IIL 381. Flrmlan, Graf C. J. III. io4, 

Ferreln, Ant. IV. 328. Fleebart, Job. IIL *363. 4o3. 

Ferreira, Ant. IIL 18a. Fiieher, Aug. HL 438. 

Ferrerai y Pando, G. de. HL i58. Fleeher, C. Gotüleb. HL 437. 

Ferreraf, J. de. IV. 169, Fleeher, E. G. IV. a57. aSg. 

FeiTetuf. IL 3i8. FUeher, Golllob Natb. HL 4i3. 

Ferretue, Jo. IL a7a. Flwber, J. Bpt. IV. 3o5. 

Ferreyra de VaieoneeUof, f. Va^^oii. Fiaeber, J. Fr. IV. '64. 96. 388. 

«•"^■' Flach, Marc. (Vat. u. S ). 17. 

Ferniiae, J. B. L. d'Andebrard. IV. Flacini, Maltb. IV. i58. 36i. 36;. 

^^7« FUbauU , Adile Cteiie de. III. 355. 

Feiiler, A. IV. 17a. Flejanl, Glm. IV. 333-34. 

Feiiler, Ign. Aur. IIL 43o. Fi.„el, Nie. IL 4o6. 

FeiBmaler, J. G. IV. 179. Flamlnloa, Giov. Ant. IV. 102, , 

Feitui, Sext. Pomp. 326. Flamlnlui, Marc. Ant. IV. 102. J 

Fetb-allab. U. %^. Flamiteed. J. IV. 262. 277. 378. 

Feuerbacb , P. J. A. v. IV. aaS. Flaiian, Gaet. de Xaxli de. IV. i^^ 

^^^* FUtt, L F. IV. ai6 n. 

Feoerborn, Jait IV. 36;. Fiaviue, Cn. a65. 

Favre (Faber), Tawequl le. iv. *3i. Fl^ebler, Eiprtt. HL a38. a56. 

9»« Fleck, Conr. IL 317. 

Fladonlbui, Ptolem. de. II. 3oß. Fleiacber, J. IV. a7x. 

Fiamma, Galvanoi della. II. 333. Flemming, Paul. HL 363. 365, IV. 

FifaccI, Leon. IL 366. 106. 

Fichte, J. GotUieb. IIL 4i5. 443, IV. Fletcber, John. IH. 3o4. 

♦317. i3, 325. Fletcber, PbineaR. IIL 282. 



Register« 



409 



ieiiiy> Clande« IIT.256, ly. lä. 177. Fontaine, Jean de la. 111« a02. 



loccas, f. FiocchU 
logel, C. F. IV. i5a. 

loren. IV. ^7 ^ 
. *« V. Europa, eb. 

. «» Portugal, eb, 

, _^ — Spanien, eb. 

. , Frankreich, eb. 

. Piemont. IV. 3o8. 

. .. -~ TeotBchl. eb. 
. _ .— Niederl. eb« 
. _ -. England, eb. 

. ..— Dänemark, eb, 

^ .^ .— Rnnland. eb. 
• ^« _ Griechenland« eb. 
. — - — Aiien. eb. 

- — , — NenhoUan4. eb. 
» — — Afrika, eb. 

. — -^ Amerika (N. u. S.). eb. 

- — — fern. eb. 
loreniy Franc. IV* 3^^* 
norent-Chr^tien. III. 346. 
lorentins (v. Leerdam). IL i46. 
riorentiui (Vigornieniii. II. 356. 537« 
norez, U. IV. 169. 196. 



Fotttaines, M. L. Charlotte de Pelard 
de 6ivrjr, Comt. de. III. 25o. 

Fontana, Fei. IV. 9o5. SaS. 

Fontana, Greg. IV^a&4. 367. 

Fontanei, Looii. II L 317. 

Fontenelle, Bern, le Bonyier« III. 
♦a68. 242, a65. 370. 

Fontette, Fevret de. IV. 169. 

Fontini, Barth. IL 382. 

Foote, Sam. IIL 3o8. 

Forberg, F. C. IV« 3i8 n. 

Forbiger, Aug. IV* 65. 

Force, Ch, Roie de Caumont de la. 

IIL 300, 

Forcellinl, Aeg. IV. »aS. 97, 
Ford, John. IIL 3o5. 
Fordyce, Gg. IV. 532. 
Foreeit, P. IV. 3 18 m 
Forei, Tedaldi. HL 137. 
Foreita, Jac. Phil. ü. 3o8. 
Foreiti, Ant. IV. 147. 
Formey, J. II. Sam. IV. J3, 
Formulae Angevinae. H. 4i8. 
Forikal, P. IV. ^^97 n. 



Worian, J. P. Clarii de, III. *3i5. Fomter, Gg. HL 4i4, IV. 183,187. 



332. 347. 
norio, Dan, IIL 137. 
noms, A. 337. 
Ploms, Georg. IL 3^9. 
Flodd, Kofo. IV. 319 n, 
Fockenbroch, W. v. IIL 45o. 
Foder^, F. F. IV- 336. 
Foei, Annt. IV. 3i8. 335. 
Foggini, P. i. IV. *aa. 91. 
Foglieta, U. IV. i?^- 



397 n. 
Forster, Job, IV. ii3. 117, 
Forster , J. K. IV. •3o3. i83, 187. 

397 n. 3o4(3), 
Förster, P. IV. i33, 
Förster, S. IV. 189. 
Forstmann, J. Gangolf W. m. 435. 
Forstner, Chph. IV. 337. 
Forteguerra, Scip. IV« i8* 
Fortiguerra, Nicc. III. i25. 



Foit, PhoebuB Gaston, Comte de, U« Fortunatianas, Acil. a85. 



173, 
Fokke, Arend. IIL 455, 
Folard, J. Ch. de. IV. 355. 
Folengo, Teofilo. IIL 117. 
Folioth, Roh. II. 378. 
Folz, Hans. IL 324. 



Fortunatus, Venant. Honor. Clement. 

IL 35 1. 
Fortunio, Franc, III. 106. 
Foscarini, M. IV. 17^. 
Foseolo^ Ugone. III. i36. 
Fossati, G. F. IV. 166. 173. 



Fon-de-Bois-Gueriu, Antoinette Thcr. Fosse, Ant. de la. ffl. 334, 

de la. IIL 202. Fosse, Et. Guill. de la. IV. 337. 

Fonseca, Jos. de. IFI. 181. Fester, Jam. IV. 363. 

Fontaine, AI. IV. 367. FothergUl, J. IV. 333. 333. 



410 



Register. 



Fonemod« •• FalcandaiL 
FonlgaeB • IfancUle. IL i64. 
Foaqa^, Fr. de Im Motte« UL 43i. 
Fouqaelin, Ant to UI* 370. 
Fooreroy, A. Fr. IV* *fl^. 
Foarier, J. B, Joi. lY. ago« 
FoormoBt, Et, lY. i3a. 190. 
Fourmonty Mich. lY. *35. gi. 
Fox» Ch. III, *3a5. 335^ 

Fox, J. lY. »71 (»)• 
Foy, Mox. Seb. UL a4i. 
Frocaatoro, GiroL (od. Hier,)* lY* 

102. 33i. 3i8 D. 
Frähn, C lY. 196. 
Frähn, M. M. lY' la?« 
Fraitiooox. lY* ^33» 
Frameyniberg, Rod. v. II. 356. 
Franc. Mari. II. 173. 
Franccion, C. F. UL i58. 
Franclicoi (in Bologna). U, 4a3. 



Freeolphni. U. Sqq. . 

Fredegarins Scholaaticof. U. 33g. 

Frederadorf, L, F. lY. 353. 

Fredugiioi. H. 370. 

Fregoio, Bapt IL 3o8« 

Froher, M. lY* 176. 196. 

Freielieben, J. C. lY. 3ia. 

Freind, J« lY- 3i8. 

Frelniheini, J« lY* 4g« 

Fröret, Nie. lY. *33. g3 (a). 190. 

Freene, Charles du. 11.36 n. IY.*3(. 

g7.. i58. 
Freinoy, C. Alph. dn. lY» io8. 
Fresnoy, N. Longlet do. lY* 178. 
Freiny, Ch. Bivi^re da. UI. aag. 
Frey, A. lY. 346. 
Frey, Jac. UL 4a3, 
Freyberg» M. v. lY. ly^« 
Freydank. IL aig. 
Freyenthai, Reinhold T. UI. 369. 



Franciseni (Canon, in Prag). IL 34g. Freyer, Hier. UI. 35a. lY. 1^7. 



Franciaeoi, helL IL i64. 
FranciaeoB de Mnyronii. U. 393. 
Franciieni PedomonUuni. 11. 4i3. 



Freytag, G. W, lY. ia6. lay. 
Freisi, Fred. U. 194, 
Fribnrger, Mich. ig. 



Fraucke, Aug. Herrn. III* 435. lY* Friciui, Andr. lY. a36« 



348. 358.370. 
Francke, J. V. lY* 6i. 
Franckwart, Jac. lY* ig4« 
Franco, Nico* UI. ii8. i46. 
Franco, F. lY. 333. 
Frank, J. G, lY. >go. 
Frank, J. P. lY. 33a. 336. 



I'rickard» Thdring. IL 347. 
Friedemann, Tr. Fr. lY. 59. 
Friedland, VaL (a. Trotiendort). m. 

Friedländer, Dar. UL 5io. 
Friedlander, L. B. lY. 337. 
Friedrich (K. v. SiciL;. U. i65. 



Frank, Sab. UL *34g. 4oa. lY. 174» Friedrieb U. (Kaii.). IL 188. 



Franke, D. lY. 176. 
Fräokel, Malm. III. 5io. 
Frankenitein, Job. ▼. U. aaa, 
Frankenitein, J. A. ▼. lY. 8. 
Franklin, Beig. III. 319. lY« agi. 
Franiz, Pet lY. 76. 
(Frans I. K. t, Frankr.). UL 186. 
Franz. J. lY* 65. 



Friedrich II. (K. v. Preuaa J. m. 342. 

lY. 166. 175. a3g. a8a. a83. 
Friedrich V. (K. ▼. Oänem.). m.456. 
Friedrich Angoat (K* t. Sachien). III> 

343. 
Friedrich Wilhelm lU. (K. 7. Freoi- 

len). UL 343. 
Friea, El. lY. 3io. 



FranzoiiBcho Proia (im Mjttelalt). IL Friei, Jac, Fr« lY* 3i5 n. 3i8 il 

174. aaa, aa5. 

Franzdaiaehe Spradie (im Mitte.UUer). Frieie, F. UI* 36a. 

U. i5g. Friind, Hani. U. 347. 

Franenhofer, Job. v. lY« 373. Frimann, Claui. UI. 46i. 

Fr«uenlob. IL aao. Frimann, P. Uarboe. UI.46j. 



Register. 



4icfa, J. Lannh. HI. SSa, IV. *5a- 

ai. 3o6. 

dicUin, NlMd. I[I. 4l3. ly, *ib. 

io5. 

Tii, P, IT. »64. «69. 

■UtAe, ¥. Volkm. IT* 65. 

nben, Jah, 17. 

»de, Are. n. a4a. 

tode, Sannnad, IL 34a, 

nrioard. 11. Bio. 

Nfuirt, JeM. IL *779. E133. 

tölith. Er. IT. *6i. 93. 

romm, J. B. UI. i58. 

niiberger, LaaDh. IT. aSi. 

roatinai, Seit. JoL *37i. 

nnlo, M. Corn. at3. 

Nicbuerf <f. ]7i. 

ntacher, C. H. IT. 65. 

mgoni, C&rlo Iddoc. III. *ia6, i3g> 

mttriDi (Fniylier}, Lac. ly, 6g. 

^Dberg. Hüg« r. IL aig. 

■lelii, J. IT- 176. 

'■Chi, Laonh. It. 917. SaS. 335. 

■euli, J. C. IV. S<>6. 

'ii^«r, Hrm Jac. IT. ig^ 

'Diberl (B. t. Cbartrai). U. 5i0.373. 

'Dicher («. ChwtTM). n. 3i4. 

foldi, &bt«r. IL 3o4. 

(«Idi, F. C. III. 353 (1). 564. IV. 

iSo. i44. 
FiI|«nUii*, FKb. PhHMdM. n. a&i, 
Ngcntiüi BMpnili. U, 453. 
FnlgoiDi, I. Pregoio. 
FaiteboTD, G. GDJt. IV. *6i. 9a. 
Faltaa, Rob. IT. aGg. 
Famagallj, a. IT. 169. 17a. 
Find, C. W. Feid. t. UI. 419. 
P«Dct, Gollfr. Bea. lU. 57$. 
FDDtk, Jak. IT. i45. i5o, 18g. 
'wcl, J. Nie. IT. "55. 97. 
Fuk, V. ly. a83. 
Finki, L. Pb. IT. »Si n. 3o4. 
IitcUire, A. de. lU. ig5. 
Furia, Fraac. do. IV. 33. 
Fnriu, Frid. IT. 36i. . 
FinUaeitj, Joi. iV. a3. 
FiiitMM, C. GatUr. 67. 



FürilenaetiDten, m. 58. 
FOrterer, Ulr. II. aia. 
FnicDi, PalUdlu. II. 383. 
Fan, C. D, ly. HO. 
Put, Joh. i4 (3). 
Fyeni, Th. ly. 3]8 ■. 

Gabriel, J. HL 337. 
eaddetdcD, Job, IL 4i3. 
Gagliardt, Dam. IT. 3a8. 
Gagain, Bob. IL 334. 
GaiUard, A. 6. IT. 169. 
Gaillard, Gabr. Heary. III. aSS. 
Galirord, Th. IT. 89. 
Gajal. S84. 

Galba, Serg. Solp. 347. 
Gale, Tbeoph. IV. 333. > 

Gale, Tham. IV. 85. 96. 170. 
Galeazio de GataiL U. 3t8. 
GaleDoi. '378(3), 167. 
Galcottui, Harclui. U. 35a. 
Galfred de bello loco. U. 33a. 
GalCred de Malaterra. IL.3a4. 
flalfridoi de Vioo lalro, U, aGi. 

Galilei, G^leo de'. lU. 149. iy.*353. 
aagl a64.a65. 368. 369, a73. 373. 
375 989. 

GaU, Fa. Jm. IV. '313. 535. 

Oalland. Aat. UI. aSo. ly. 136. 

8L Gallen. IL ao4. 

Gallet, Fei. HL 19&. 

«alUani, Ferd. UI. i5a— S3. 344. 

Galliich. Fr. Aat. Ul. 384. 4i8. 

Gallui, Co^D. 337. 

Gallui, C. Ploliu. 349. 

Callai, G. T. IV. i?^. 

GallDi Jon. IL 454. 

Galina, Hart. U. 35o. 

Gallui, Salp. 368. 

GaUu.ii, R. IV. 173. 

Galnppl) Hnid. UI. ]3g. 
Galvao, Daarte, U. 3itj. 
Galvani, Ales. IV. 343. 
Galvani, Alo;i. IV- iigi. 
GalTan), Mar«, Aor. IV. Si3, 
GtlTBDUi della Fianuna. 11. 3^3. 



412 



Register. 



Gambara^ Veronfea« IIL iii. 

Ganander, Ch. III« 469. 

Ganander, H. III. 469. 

GanUh, Ch. lY. a43« 

(Ganibein od. Gentbein), Job. II* 2x5. 

Ganx, Day. III. 609. 

Garafll, Gaip. ly. a4i. 

Garatoniy Gaap. ly. a5. 98. 

Gardiner, W. ly. a64. 

Garibay, Eil. de. ly. 169. 

Garipontas. II. 407. 

Gari?ay, Eit. de. III. 176« 

Garnier. U. 448. 

Garnier, Jean Jacq. III. 358. 

Garnier, Rob. III. aaa. 

Garrick, Dar. III. 3o8. 

Garsaalty F. A. de. ly. lo. 

Gärteui botauiache. Vers, einiger. ly. 

307. 
Garth, Sam. III. a86. 
Gärtner, C. Chn. III. 37a. 
Gärtner, Corb. ly. 346. 
Gärtner, Joi. ly. 3io (3). 
Garve, CBn. III. 4i2. ly. ai6 n. 

325. 34o. a43. 
Garxoni, Maar, ly. ia8. 
Garzoni, Thom. ly« 5. 
Gaicoigne, Gge. III. 3or. 
Gaipari, Ad. Cb. ly. i84 (3)« 
Gasparinni. II. 376. 
Gaasarui, Acbillef Pirminlnt. ly. i45. 
Gaiie le Blond. II. i68. 
Gaiiendi, P. ly. 199 n. ao3 11. 33o. 

354. 368. 376. 
Galt, J. in. 334. ly. 157. 
Gataker, Thom. ly. 83. 
Gatari, Gal. de, i. Galeaszo de G. 
Gatterer« J. Chph. III. 417. iy.«i48. 

i44. 160. 178. i84« 187. 191. 194 

(3). 198. 
Gattola, E. jy. 173. 
Gaub, Hier. Dan. ly. 333. 
Gäudentioi.'37o, 
Gaujal, de. ly. 170. 
Gaariciui> Luc. ly. 374. 
Gauii, C. F. ly. 260. 261. 367. 379(3). 
Gautier od. Gnalter. II, 3i4. 



Gaätfer Map. II. 169. 

Ganfred a. Limogei, II. 33o. 

Ganfk-id. II. 394. 

Ganfrid GroMoi. U. 394. 

Gavandan le vienx. IL i64, 

Gay, John« IIL 387. 3io. 

Gasa, Antbim. III. 5oo. 

Gaia, Theodor. II. "^30. 4o. 45. 

Gaxei, Anthim. II L 60a. 

Gainaviden. II. loo. 

Gebauer, Gg Cbn. ly. 168. 169. 34i 

Gebauer, L. Fr. III. 437. 

Gebhard (B. t. Angab.}. IL 394. 

Gebhard, Janas. lY. 48. 

Gebbardi, Ladw. A. IV. 17^* ig^- 

Gebhardi, J. Ludw. Levin. IV. igS. 

Gebier, PhU. v. III. 396. 

Geddei, Alex. lY. ^63. 

Gedeon. III« 491. 

Gedicke, F. III. 38. 377. IV. 60. 

Geer, C. de. IV. 398 n. 3o6. 

Gehe, R., IIL 399. 

Gehlen, A. F. iV. 394. 

Gebier, J. S. T, lY. »86. 

Geier, J. C. D. lY. i5o. 

Gejer, IV. 171- 

Geijer, E. G. IIL 468. 473. 476. 

Geiler ▼. Keiiersberg, Joh. II. 237. 

457. 
Geinoi, Franf. IV. 33. 
Geirt od. Gerard Groote. II. i45. 
Geiihfittner. Jac. IV. 369. 
Gelaif, Octovien de S. IL 334. 
Gelaiio dl Niccolo. II. 163 n« 
Gelasioi. 407. 

Gelehrte Geaellschaften. III. Ss. i 
... .«- VerzeichniM einiger. III* 
54^64. 

— — in Italien. Ilf. 54—56. 

— — — Portugal, Spanien, in. 56. 

_ -, — Frankreich. IIL 66-M. 
_ ^ _ Teotichland. IIL 58-6a 

— — •— d. Schweiz. IIL 60. 6j. 
^ ^ ^d. Niederland. IIL 6>* 

— — — Groibrit. IIL 61. 62. 

— — — d.Nordamerik.FreyilMt 

IIL 63. 63. 



Register. 



413 



[elehrie Getellf chaften in Dänemark, 

Norwegen. III 6$. 
. ^ in Schweden« III. 63. 64. 
^ — — Rusiland. IIL 64, 
lelehrte Geiellichaflen (im XVII n. 

XVIII Jahrb.). IV. a86, 
jelehrie Schalen. III. 67. 
- — Veneiehniii einiger. III. dg. 

Schulen in Engl. III. a?^- 

6e]ehr(enbuchhandlang, Deiuner. IIL 

68. 
Selehrtenrepublllc ( Klopvtocki ). III. 

68. 
Celehrtenitand (bey den alt. Rom.). 

274. 
Geliert, Chn. Ffirchteg. III. 572.396. 

407. 434| 44o. IV. 324. 
Clelli, GB. III. i32. t44. 
eellibrand, H. IV. ^64. 670. 
SeUiai^ Aal. 333. 
€efflälde. 62. n. eb. n. 6). 
Gemara. Sgo, 

Gemeiner, C. Th. IV. 175. 35o, 
GeminoB (a. Rbodoi). 217. 
Geminoi. II* 47. 
Gemma, Reiner. IV. 180. 
GemmiDgen, Bberb, Fr« v. III« 374« 
Gemmingen, Olto H. v. III« 396« 

Gendre, le> L« IV. 169« 

Genealogie. IV. 191. 

Generini, Franc. IV. 273, 

Genlii, Frau v. III. 253. 

Genonio, Ginl. lll. laS. 

Genoved, Ant. III« i52. IV. 343. 

242. 

GenifleiBch, Job. iS. 
Ccniler, J. C. IV. 563. 
GentiUa de Foligno. II. 4i3. 
Cenz, Fr. III. 4i5. IV. a4o. 
Geoffroy, CL J. IV. 293. 
Geoffroy, Et. Franc. IV. 293.335 (a) 
Geoflfroy Gayniar« 11. 167. 
Geoffroy, Jalien Louis« III. 221« 
Geofl&roy, St. L. IV. 3o5. 
Georg, Franc, IV. 3. 
Georg V, Penerbacb. II. 867. 
Georg Podiebrad (K. v» Böhm.;. U. l3i 



Georgi'i Biicberlexicon. III. 67« 
GeorgioB Akropolita« II. 4o. 
Georgios (Oiakonoi). II. 23. 
Georgioa Gemiatof Plethon« II. *28. 

45. 
Georgioi Kedrenoi. II. 37. 
Georgioa Kodinoi. II. 43. 
Georgioa Lekapenoa. II. 27. 
Georgioa Pachymerei« 11- *4o« 45. 
/ 4o4. 

GeorgioB Peiiidea. II. 52. 39. 
Georgioi Fhrantzei. II. 4o. 
Georgios Sanguiniatikios. II. 49. 
Georgioi Synkellos. U. 37. 
Georgios (a. Trapeiunt). II, 29. 
Georgisch, P. IV. 174« 
Georgias, A. IV« i3a. 
Gecard, Alex. III« 336. 
Gerard v. Gremona. IL 382« 
Gerard Mauriiins. II. 3i8. 
Geraird t« d. Schueren« II, i45. 
Gerard 7. Zutphen. II« i46« 
Gerber, Ang. Sam. IIL .43o. 
Gerbert a. Auv^ergue. II, 254. 268. 

271. 363, 373. 4oi, 
Gerbert, M. IV. 174 (2). 
Gerbier, P. J. B. III. 24i. 
Gercken, Ph. W. IV. 175. 197* 
Gerhard, C. Abr. IV. 3i2. 
Gerhai^ (Consol in Mailand). H. 432. 
Gerhard, E. IV. 97. 
Gerhard, Job. IV. 365. 367. 
Gerhard f. Zutphen. II. 396. 455. 
Gerhardt,. Paal, III. 368. 
Gering, Ulr. 19. 
Gerlach. !!• 349. 
Gerlach, F. Doroth. IV. 59. 
Gemianicns Caesar, 181. 247. 
Germano, Rieh, de S. II. 325. 
Germanas, Dom, IV. 125, 
. Germar, C. F. IV. 3o6. 
Gernhard, A. G. IV. 66. 
Gerning, J. Is. r. III. 385. 
, Gersen, Job. II. 455« 
Gersin, N. III. 237« 
Gerson, de, s. Charlier ^e Geraon. 
, Gerson Hasaken. U, 109» 



/ 



414 



Register. 



Gerstenberg, H. W. Ilt. 379. Sgy. oaiet^ Mcole. IT* ^4. 



409. 44o. IV. sx5 ■• 
GertÜAckeTy C. F. IV. 35o, 
Oei-itner, Fs Joi. t. IV. 369« 
GfBrtrad de Ooiten. IL 126» 
^Gervaiinf. II. S38. 
Gervaiioi TUberieniif. 0» 56i^ 
Geichichte. 36 — aS. 
Geschichte d. MeiMehheit. IV« i5i, 
Geichichte (romiBche). a54« 
Geschichtichreiben 63. 
Geieniai; Wilh. iV. "8. 199. »» 

(a). 362. 
Geietze. 5i. 
Gefner^ Conr. IV. *a99. 4a. 96. 3o8.. 

35o. 317. 



GUliee, I. IV. 167. 334. 

GiUot, J. m. a46. 

Gilo. II. a94. 

Gilon (B. V. Tmcalniii). IE, 3i5< 

Gilon V. Rheimg. n. 33i. 

Giordano d» RiinOlow II. aoa. 

Giotto di Bondone. II. i5a n. 

Giovanni Fiorentino. HL i46. 

Giovio» Paolo. IV. 264. 

Giraldi, Giambatt. IIL i35. 137. i5& 

i4$. 
Girardy Alb. IV. a64. 
Girard, G. IIL 196. 
Girard Si da HaUlan, Bern« de. Uli 

fl54. 
Giraud le Rodz. U. i63« 



Gesner, Job. IV. 3io. 

Gesner, J. Matth. IV. ♦64. 11.63.66. Giulini, G. IV* 17a. 

94. 96. 97. 98. Giantaj.Fil. 18. 

Gesiner, Sal. III. 376. Ginnta v. Fifa. H. tSa n. 

Gealinx^ Airn. IV. aoa n. aa3. Ginitiniauiy Agost. IV. 110. lao, ia& 

Gherns, Ranutim (d. i. Janti Grnte^ Giiiitinianoy Bern. II. 3a4. 



roi). IV. 100 n. 
Ghirardaeci, Ch. IV. 373. 
Giacchetto (Maletpiiii}. U. 5a3« 
Giambullari. III. 106. 
Gianetasioi Parthen« IV« 109. 
Gianniy Franc. IIL 139. 



GioBÜniano, P. IV. 272. 
Gladwioy Franc. IV. ia8. 
Glandorp, J. IV« 43. 19a. 
Glanvill, Joe. IV« 33a. 
Glaier, J. €. IV. a83. 
Glaaiy Sal. IV. lao. 36a« 



Giannone,.Pietro. III. i5i. IV. 173. Glanber, J. Rnd. IV. a^S. 
Gibbon, Bdw. IIL 333. IV. 168. ^leditich, J. G. IV. Sog« 
Gieieke, Nie. Diet. III. 373. 407. 
436. 



Gieftelefy J« C. L. IV. 178. 
Gifaniui, Hob. IV. 70. 97. 
Giffen, H. v. IV. 343. 
Giftichütz. IV. 370. 
(Glgantomachie). -337. 
Giggeji, Ant. IV« 126. 
Gigli, Girol. III. x33w 
Gilbert AngKcui. II. 4i5.^ 
Gilbert, Nie. Joe. Lanr. III« ai3. 
Gilbert, W. IV. 390. 391. 
Gilbert od. Gielebert. H. 348. 
Gilbertas Porretanni. II. ^78. 
GUchriit, J. Borthwick. IV. i33. 
GiMai. II. 336. 
GUIj, F. S. iV. i34. 



Gieig. IV. 10. 

Glelm, J« W. Ladw..III. 373. 

GüMon, Franc. IV. 3a4. 337. 

Globig, H. B. Y.. IV. 36a^ 363. 

Glogol, Ba^th. Paprocki de. IV. 192. 

GloBiae Salomonia. JI* ao5. 

Glover, Rieh. IIL agS. 3xo* 

Glfick, Ch. Fr. IV. 346«. 

Gluck, Gbph. UI. a34. 
Glotz-Blotzheini, B. IV. 167. 
Glyka, Mich. JL 38, 
Glykyf, Jo» II. a6. 
Gmetin, Ch. IV. 353. 
Gmelin, J. F. IV. agi» 
Gmelin, Leop. IV. 396. 
Gmelin, Ph. F. IV. 397. 
Gn^ho, M. Ant, a49 (a) 



Register. 



415 



omiker (Dichter)« li6. 

ostiker. 4oi» 

AT, Jac. n. 36 ik 

bdelasy Demetr. Panag. IIL 5o2. 

k)2. 

belinas» Jo. IL Si3, . 

belinai Persona. !!• 3o6. 

cking« Ledp, Fr, eOutiier r^ JS* 

m. 

iddun, Adam, IL SgS. ' 

Me, Ch. A. 6. IV« 55i. 353. 

4efroy, D. IV. 3o. 169. 

defroy de Ligny. II. 169» 

ifcfroy, Th. IV. 169, 

deschalk (in Fulda). IL 371. 

Mleachalk (ia Luttich), n. agS. 

idio. IV. »78. 

idolin, Pierre de. III. fioo. 

iwin, W. IV# 17«» 

KM, Ryklof Mich. van. IIL 4i5. 

IV. 82. 

«1, D. de. IV. 137. 169. 

«», 6. IV. 75. 

•Oialf, Heinr. II. Sgo. 

««et, A, y. IV. 16a. 

ikory, Jac. IV. 3 19. 

Uait, M. rV. 174. 196. • 

Mbach, C. F. IV* »78. 

tUmacherkanii. 373. 

Moni, Carlo. III. *i33. 

Uimith, J. IV. 188. 

idimilhy Oliver. IV* *a94. i5> 

t?!. 3o8. 3a6. 334. 

iwa, Jac. IV. 1". »216 (a), 

fa, Httb. IV. 47. 

BiberviUe, MarL leRoy de. Ul-aig. 

uez, Madeleine Angel. PoiMOn, 

wriu III. 347. 

iigora, LniB de. III. *l64. 

aidec, le. III, 196. 

wer, N. Th. IV- 363: 

od, J, M. IV. 10. 

"fion, J. IV. 171. 

'don, Kidi. IV. 194. 

wntz, J, A. IV. 58. 

rgiaa. io5. i45 (a). i58. 187. 

nicki, Lac. IIL 484. 



Goropini, 1. IV. i54. 

Gdrrei. IIL 354. 

Gorret, 1. Joe, III. 4i6. IV. arg n. 

Gorriiy J. de. IV* ^18. 

Gorter, J. de. IV. 3i8. 324« 

Görz, 1. B. V. IV. 175. 

Goachen, J. P. L. IV. 343. 

<i^aiay Marf. II. 43i. 

Goafcc, Fr. Joi. III. a34. 

Goaseltn, Paach. Wr^ Jos» IV* 35. 93. 

i85. 
Gothe , Joh. Wol%. HI. «3B7. 27a. 

3 10. 397. 4oo. 426. 
Guthofred, D; IV* 343. 
Golhofted, Jac. IV* 343. 
Gotter, Fr. W. III. 383—84. 397. 

4oi. 
Gottesgelehrtamkei«. 33. 
Gottfried. IL 38 1. 
Gottfried (Schuler dea h. Bernhard}. 

n. 456. 
Gottfried v. Beaaüefi. IL 33i. 
Gottfried v. Enaningen. IL 345. 
Gottfried, J. L. tV. i46. 161. 
«Ottfried v. Straaburg. II. 21a. aig. 
Gottfried v. Viterbo (Capellan €onr. 

IIL n. I. w.). H; ago. 3o3. 
Gotthold, F. W. IV* 64. 95. 
Gottleber, J. C. IV. 65. 
Gottiing, C. W. IV. 63. 
GSttling, J. F. A. IV. 394. 535. 
Gottachalksen> Oddar. III. 453. 
Göttached, J. Cbph IIL «35a. Sgjft. 

407. 439. 44o. IV. aio n. 
Gottached, Luite AdeL Vict. geb. Kol- 

mui. III. 394. 
Gota, J. Nie. III. 374. 
Götze, J. A. £« IV» S07, 
Gooffe. IIL 337. 
Gongh, R. IV» 170. 
Gonjet, Cl. P. IV. 170. 
Goopyle, Jac. IV. 317. 
Gournay, Marie Cath. Legart de. in. 

262. 
Goaaaef, Jac. IV. ii5. 119. 
Govea, Ant. IV. 34a. 
Gower^ John. IL 337. 



416 * Register. 

Goyer, Gabr« Fr. ÜL oSj» Gr^golre, Henry. HL 267, 

Gozii» Carlo. III. *i54. Gregorio, Roi. ly. 173* 

Goul, Gftfp. III. *136» l36, i5x Grcgoriof (a. Korinth), 3o6. 

i54, Gregoriof KyprIoB, IL 69. 

Gracchaf, Cig« a47« Gregoriof v. Nasiani. *4os« 596* 4q 

Gracobniy Tlb. Sempron. a47« Gregorioi ;<JyBieno8. 4o3. | 

Gracian, Bald. UL 173« Gregorioi Pardoi. II. a6, 

Graeviae, J. Gg. ly» 76« 94. 97 (a). Gregorina t» Rimlni. IL 396. 

173. Gregorini, Georg. Flor» II« 329. 

GraeCe, Fr. ly« 69. Gregorlui Magnni. H. ^445. 

Gräfe, C F. v. ly. 334. Gregorini IX. IL i83. 43o. 

Graff» Eberh. Gottl. UL 354. Gregorini X. IL i85. 

Graffe, I. F. ly. 370. Gregory, Dav. ly. 377. 

Graffenberg, t., i« Schenk t. Gr« Gregory, G. ly* la 

GraflBgny, Mnrie Fran^oiie d'Iiiea- Gregory, Jam. ly. aSa. aju 27a. 

bourg d'Happoncourt UL a6o. Gregory, J. (Arat). IV. 3a5. 

Grabame, Jam. lU. 397. o*Gregory. ly. lo. 

Grainger, Jan. lU. »93. . Gren, F. A. C. ly. 389. 

Gramberg, Gerb. Ant IVU 382. Greiiet , J. B. Lonli. UL 307, 3^ 

Grand, Marc Ant. le. lU. 239, 336. Gr^try, And. Em. Mod. UL ^ 

Grandi, Gaido. UI« i5o. . ^35. 

Grandpr^, L, de. ly. i85. Grew. ly. 3 10. 

Gran, H, 17. Griecben (im MiUeinller). IL i5. d 

Grange, A. Rivet de la» ly. 170. 4g8. 

Grange, L. de la« ly. 356. 367. 369. Griecbenland, Urgeiebicbte. 99« 

Graiwinkel, Tbeod. ly. 338, Griechiiebe Spracbe. io4. 

GraUani, A. M. ly. 33^ GriepAkerl, F. C. UL 443. 

Gratiui Faliieoi. 34G. Qriei, J. D. UL 390. 

GratUn, H. lU. 334. Grieibacb, J. J. ly. i42. 36a. 

Grannt, J. ly. 336» Griffet, H. ly. i4a. 169. 

Graveiand, WilL Jac. van i\ iy«a87. Grillparzer, Fr. UL 399» 

Gravenbont, J. L. Cb. ly. 3o6. Grimaldi, Franc. Mnrin. IV. 189. 19 

Gravina, Gianylne. UL *i5o. ia& 354. a^i. 376. j 

i36. i54. ' Grimm, W. C. UL 354. i 

Gravina., Pet. ly. 101« Grimoard^ ly. 383. 

Graviai, 1. ly. ia6. isS. Gringore. IL X75. 

Gray, J. ly« i48. Gringore, P. lU. aao. 

Gray, Tbom. IIL a93. 317. Griticb, Jo. IL 467. 

Grazinni, Girol. UL lai. Grob, J. UL 369, 

Graziini, Ant. Franc UL *xi8. l3a. Groddeck, G. £. ly« 58. 9a. 

147. Grolmann, ii. IV. 35a, 353. 

Gr^ban. IL 175. Gronov, Abrab. ly. 8a. 

Gr^eoort, J, B. lob. Willart de. UL Gronov, Jac. ly. 77. 94. 96« 

3o5. Gronov, J. Fr, ly. 76. 94. 97. 98 

Grecs, N. lU. 487. Groote, 1. Geirt. 

Green, Rob. lU. 3oo. Groi, C. H. ly. 335. 

Greif, Joacb, UL 391. Groie, F. ly. 170. 



Register. 



417 



JroBBe, C. III. 430. 
IroBieteite, Rob, II. 24. 27 1. 
Sroismann, 6. F. W. III. 396. 
IroliuB, Hugo (Uuig van Groot). IIL 

449. IV. ♦7a, 73. 75. 94. 96. 98. 

107. 130. 159. 170t ao5» 333« a37» 

3i7. 363. 363. 
Iroto, Luigi. lU. i35. 
iraber, Gr. IV. 198. 
Irubcr, J. G. IV. «o, i53* 
iroudlinien s. Geicb, d. Sladiami d» 

Li lt. Gefch. 59. 
(rundtvig, F. Severint IH, 462. 
Iraner, C. G. IV. 3i8. 
Jruner, 1. Fr. IV. 56. ^ 
rrfininger, J. 17, 

Iruterua, Janus. W* 47. 94. 96, 98. 
trynaeuB, Sim. IV. 42. 
Jryphiui, Andr. III. ♦393. 
lOadagni^ Leop. A. IV« 345. 
roadet. III. a4i. 
SoaineriuB^ Ant, U. 4l4, 
vualo. U. 259. 
tuaICer Mapes. U. 269. 
Sualther Henningiford, U. 339. 
Saaltper, Otto« IV* n^« 
Soarin, Pet. IV« «17. 119. 
Joarini, GB. IH. »iij. ia3* i33. 

»oarino, Bapt. II. 278. 
vuarino v. Favera. IV« 19. 
vuariuo a. Verona. II. 378. 
voarinus. U. 38 r. 
xuaruerms. II. 431« 
Suattani, Giai. Ant. IV* 97« 
Suazzo, Mario. III. i35. 
Snde, Marqaard. IV. 5o. 96. 
Sodenoa, V. F. v. IV« 17** 
^admnnd. II* 437. 
Soeintz, Chr. III. 35i. 
roeret, Gabr. III* 11 n< 
voerike, Otto ▼. IV* 289. 290, 
ruerricni. II. 456. 
vaevara, Antj de* III« 172. 
vuevara, Liiii Velez de. UI. 174« 
loglielmi, P. III. i38. 
vuiard de Moulins. II* 160. 
Wachler HB. d. Litt* Geich. IV* 



Gaibert Abt r. Nog«»!. U. 370. 3,4. 
456. 

Guibert, J. Ant. Hippol. Comte de 

m. 342, IV. 383. 
Guicciardini> Agnolo. III, 143. 
Gnicciardini, Franc. III. i43, IV. i64. 
GuiGciardini, J. IV« 173. 
Guichard, Ch. IV. 283. * 
Gnichard y, Lyon. II. 458. 
Gafchenon, S. IV. 172. 
GuidaceriuB, Agathiai. IV. 11 4, 
Gnidi, Alesg. III. i25. 
Guidiccioni, Giov. lU« 109. 
Guido Adduaneniii. II. 3i5. 
Guido, Bern., ■. Bernard Guido. 
Guido T. Bologna. II. i52 n. 
Guido de Castro. IL 270. 294. 
Guido de Cauliaco. II. 4 16. 
Guido y. Ravenna. II. 355. 
Gaido de nionte Rochcril. II, 45$^ 
Guido de Suzaria. II* 4a4* 
Guidottor II. 188. 
Guiglielmini, Dom. IV* 270. 32a. 
Guilford, Graf. UI. 5o3. 
Guilielmui ApuluB. II. 324. 
Guilielmui (röoi. Bibliothekar). II. 3ao. 
GuilielmuB Brito. IL 260. 388. 33 1. 
Goilielmnz Carnotensis. II. 33o. 
Gnilielmuf de Conchii, U. 378. 
Goilielmns Bgmond. II. 347. 
GoilielmuB Gemetecenflii» II, 335. 
Guilielmui de Gap. IL 371, 
Guilielmui» JanuB. IV. 44. 
Guilielmui IHcta?ienBii. U. 335. 
Guilielmui f. Puy-Laar,ent. II. 33o. 
Guilielmui de Rameiai. II, 258. 
Gnilielmos S. Theodorid. II. 294« 
Guilielmui de Tocco. II. 388. 
GoilielroaB Worceitrini. II. 34o^ 
GiiiUaume d'Aubende. IL 364. 
Guillebert. U. 4i8« 
GiUemeau, Jac. IV* 333. 334. 
GuilleYille, Guill. de. IL 17a. ' 
Goilliman, Fz. IV* 192. 
Goingu^ne, P. L. IV. 175« 
Goipicelli, Guido. II. 188. 
Guiot de Provini. IL 171* 

27 



418 



Register. 



GaUmona« B. r. Averu. IL 374. 
Gnitfone a. Areizo. IL 189« 
Guiiot, Fr. IIL 160. 367. 
Gaisot, N. IIL igö. 
Gulanui, Clem. ly« ia8. 
Guldbcrg, Fred. Uoegh. III. 457—68. 

46i. 
Guldberg, Ore. ÜI, 464. IV. »48. 
Gumpel, MtrdocbaU IQ. Sog. 
Gomperi, Aaron Sal» III. Sog« 

Günderode, J. Max. ▼. IV. 34g. 

Guudling, N. H. IV. 173. 174, 224. 
349. 353, 

Günther, Ch. A. lV«'34i. 

Günther (Ciftercienfer). IL 3i5. 

Günther, i. A. IV« 346. 

Ganther, J. Chn. IIL 370. 

Günther (Mönch). IL aSg. 

Ganzo. U« 268. 373. 

Garlitt, J. IV. 58. 

Garski, Valent. III« 483. 

GüMefeld. IV* i83. 

AoBtavIU. (K.V.Schweden;. HL 466. 
468. 474. 475. 

GubUv IV. (K* V. Schw.). IIL 466* 

Guitav Adolph. III. 465. 

Gustav Waia. Hl. 465« 470. 

Gatenberg. iS. i4 (2). 

Guthrie, W. IV. i48. 

Guttman, O. III. 477. 

Gutsmoths. IV. ^84. 

Goyott, Jeanne Marie Bouvier de la 
Mothe. UL 364. 

Guyot, 6. A. IV. 348. 

Gayton Morveaa, L. B. IV- 294. 

Gazman, Diego de Galdo. IV. ^34. 

Gazmtoy Fern» Peres de. II. 180. 181. 
327. 

Gyamarthi, Sam. m. 494. 

Gyllenborg, Guit. Fr. Graf. III. 471. 
474. 

Gyö'ngy.Ssi, Steph. HI. 496, 

Gyraldi, Lilius Greg. IV. 102. 

Gzel, Pet. III. 478, 

Haacken, Chn F. Ferd^ IV* Sg. * 
Habakuky 96. 



Haberlln, F. D. IV. 173. 174 (2). 

349. 
Habingdon, J. IIL 3i2. 
Hacqaet, Balth. IV. 297 n. 
Hadley, 6. IV. i33. 
Hadtcfai Cbalfa. II. 67 11. 
Haen, Ant. v. IV. 325. 33a. 
Haenke, Thadd. IV. 3io. 
Haer, F» v. d. IV. »70. 
Häfeli, J. Caip. IH. 437. 
HaffenrefFer, Matth. IV. 365. 
Haffoer, Ii. lU. 438. 
Hafii. II. loa. 
Haflid, U^37« 

Hagedorn, Chn Tjudvr. v. III. 4io. 
Hagedorn, Fr. v. lU. 371. 43g. 
Hagemeister, Em. F. IV* 3^^. 
Hagen, Aug« III. 38 1. 
Hagen, C. Gottfr. IV. 335. 
Hagen, F. H. v. d. IV- i?*^- 
Hagen, v. d. III. 354. 
Hagen, J. v. d. IV. 19^- 
Hagenbach, J. Casp. IV. 97. 
Hager, J. Gg. IV. i84. 
Hager, Joh. IV- »^a. 
Haggai. 96. 
Hahn, C. IV. aSi. 
Hahn, E. M. IV. a57. 264. 
Hahn, Fz Jos. v. 7v^. 197. 
Hahn, J. F. IV. 174. 
Hahn, Ph. Matth. IV. 360. 
Hvhn, S. F. IV. 173. 
Hahnemann, Sam. iV* 325. 335. 
Uakem IL (Khalif). IL 65» 
Haillan, du. IV* 169. 
Haithon. H. 553. 
Halb Sater. II. 221. 
Haldorson, Biorn, III 458. 
Halem, G. A. v. IV. 176- 
Hales, Steph. IV. 3o5. 3o5. 3io. 33a 
Halitgarius. IL 458. 
Hall, Jos. m« 282. IV. 10. 
Hallam, H. IV* 160. 
Halle J. S. IV. 346. 289» 
Hallenberg, J. IV. 171 fa). 
HaUer, Albr. V. 10.3; 1.407. 17.3»°- 

324. 328. 33o, 



Register. 



410 



laJIer, C. L. v. IV. 24o. 

laller, G, E. v. IV. lyS^ 

Faller, Job. 20. 

[alley, Edm. IV, 263. 272. 277. 278. 

391. 

allman, C. Isr. Ilf. 474. 
laloander, Greg. IV. 34r. 
aHaus, Ch. G. Jll. 353. IV. ^9^* 
[amanB,J.Gg. m.4oo.44o, IV- 136. 

ai5 n. 
ramberger, Gg Erh. IV- a88. 322. 
laroel, H. L. du. IV. »45. 3io. 
iamel, J. Bapt. du. IV. 367. 
rameliTeld, Yibr, v. III. 455. IV- 

i85. 
lamerken a Kempis, Thom. II. 455. 

lamilton, Graf Ani. III* 247. 25o. 268. 

ramilton, W. IV. i^^« 

lammaraköld, L. UI. 473 (2;. 

lammeliDanny H. IV« ^76. , 

lammer, Chph. IV* ii4. 

iammer, Jos. v. IV. 1^7. 128. 172. 

lammond, H. IV. 363. 

lammond, Jam. III. 288. 

lamza ben Ali* II« 97. 

lan, Ulr« 17« 

lancarviUe, P. d'. IV- »g^* 

land, Ferd. IV. 63. 

iane, P. iV. 176. 

lanhart, Rud. IV- 59* 

ianka, Wenc, III. 477. 

lanno. 87. i4i. 

iannö versehe Dynaiti« in Engl» XII« 

273. 
iansch, M. GotU. IV« ao8 n. 
lansitz, M. IV. 174- 
lausteen, Ch. IV. »Q*« 
lansteioy Gottfr. Aug. L, UL 438. 
fatflhalcr, Ch. IV- 17*- 
lardenberg, Fr. ¥. (Novalii). III» Sqi. 

432. 
iarding, C. L. IV» 261. 278. 
lardouio, Jean. IV* 32. 93 (2). 177. 
lardt, Herrn, v. d. IV. 117* ^^* *^^' 

177- 
lardwicke, Ch. iV« 1Ö7. 

Bardwicke, Ph. Y. IV- 1&7. 



Hardy, Alex. III. 220. 

Haren, Onno Zwier v. Ul 45 1.455. 

Haren, Willem v. HI. 45i. 

Hareth ben Heisa. II. 70. 

Harirf. II. 68, 74. s. Abul Kaaim... 

al Harirj. 
Hariichon, s. Abraham ben David. 
Hariulf. II. 3o2. 
Harlei, GotUieb Chpb. IV. 61. 
Harms, Claus. III. 438. 
Harnisch, W. III. 353. IV. 25 1. 
Harpe, Jean Franc, de la. UI. 21 5. 

226. a4i« 271. 
Harpers. II. 236. 
Harphios, Henr. II. 455. 
Harpocratiou, Valer. 280« 
Harrington, Jam. III. 3ia. IV. a38. 
Harriot, Th. IV. 262. 264. 
Harris, Jam. (Lord Malmesbury}» m. 

3 18. 536. IV. 8. i36. 
Harris, Moses. IV. 298 n. 
Harrison, J. IV« 262. 
Harry (Minsirel). II. 24o. 
Harsdörfer, GgPhil. ;u.367. 368. 4o4. 
Hartig, L. IV. ä45. 
HarUeben, Th. C. IV. 3öo. 
HarUey, Oav. IV. ao6 n. 
Hartmanu v. d. Aue. II. 212. 216. 
Hartmann, Gg. IV* 258. 
HarUnatan, GotUieb Dav. III. 384, 
Hartmann, J. L. IV. 369. 
Harlmann, J, Melcb. IV. 118.127« 
Hartmann (Mönch in St. Gallen). II. 

252. 

Hartmann, J. M. IV« i84. 
Hartmann, J. Ph. IV. 128. 
Hartmann, Ph. C. IV. 333. 
Hartsoeker, Nie. IV. ^^i* 
Härtung, A. UI. 353. 
Härtung, J. IV. ö^. 
Harun Reschid (Khalif). II. 64. 
Harvey, Will. IV. 3i3. 327. 
Harzheim, J. IV« ^74. 
Haschka, Lor. Leop. III. 37. 
Hase, C. IV. 266. 
Hase, J. M. IV. ♦i48. i44. 
Uaslewood, Jos. III. 3ii. 

27* 



420 



Register. 



BiMler, J, P. IV. «57* 
. Hmm, h Adolph. III. 4oi. 
HsM«, J. Gb. IV. 345. 
Haiie,J«Gottfr. IV. "8. n3(a).xa5 
HMiel, Gff. IV. i84. 187 (3). 
HMtelbftcby Tbon. IL 456« 
Haftelqniit» F. IV. 397 b. 
Hsttler, H. L. IIL 36a« 
Bmiioy B. fw Vmelll. IL 447. 
Hftobold, Ch. G. IV. 34i. 344. 353. 

HMir, j. c. f. IV. »57. 

UMir, Wllh. IIL 433. 
Hftvgy I. Gbpli. IIL 335. 
HAiiteD, Cb. A. IV. 39^' 
HmofMDii, J. F. L. IV. i83- 3*3. 
HMteMrre (AlUfcrrft) , Ant. Dadiii. 

IV. 343. 
Hany, R. ^a*t. IV. 391« 289. 3i3. 
Bftvereanip, Sigcb. IV* 78. S^« 
HATeitiia, B, IV. »34. 
Hawkeiworfby J. IIL 3i5. 
H«y«i, Cb. IV. 363. 
Hcylej» ^<U' HL 397. 3io. 
Httyme. IL 446« 
Hftymo. IL i6o. 456. 
Huzi» 309, IV* 345. 
Hearney Tbo«. IV. 85. 98. 170. 
Heft(b^ BeDJ. IV. 87. 
Hcb«l| L Pef. IIL 385. 
H€b«iiiireH, L E. IV* 347. 3i8 336. 
HebriUr. 88. 
Heiiaericb, Pb. IV. 346. 
Heddiof Stepbaiiqi. IL 393. 
Hedcricb, BenJ. IV. 62. 96. 97. 178. 
Hedonlfcb« ScbolOy 1. Kyrenaiiebe S. 
Hedwig, Job. IV. 399 n. 3jo. 
HoeroDy Am. Herm, Liidw. 111.419« 

IV. 66. i54. 167. 168. 
Heegy Jo. 4o. IL 358. 
fi^Wsr, A. W. IV. 345. 35o. 353. 
Heftor, J. Chn. IV. S3. 
Hoffkr, W. IV. 66. 95. 
Hof Ol, Gg. Ff. W. rV# 33a 
HogofUf. 160. 187. 189. 
Hogofippot. 4o6. 

Hegowlscb, DioL Horm. III. 417. IV* 
i5o» 171 (3). 191. 



HogBor, Ulf. in. 43i. 
Hoibcrg, J. L. HL 467. 
Hoiborg, P. A. UL 463 (s). 
Heidegger, 1. H. IV. 366. 
Hcldelborgiicber KoiecbUmut. H 

366. 
Beider, Dm. IV. i97- 

Heimrefcb, A. IV. 17^« 

Helmreieb, H. IV* 176. 

HeindoH, L. F. IV. 61. 

Heine, H. IlL 4oo. 4i6. 

Heineceiof, h Ctottl. IV« 344. 3». 

Heinibe, 8. IIL 37. 

Heinecciai^ J. M. IV« 197* 

Ueinrlcb r» BrabonL U. 384. 

Heinrieb, C. IIL 469. 

Heinrieb, C. F. iV. 61. 96. 

Heinrieb, Ou O. IV. 169. 171. 17* 
175. 

Heinrieb r. Dioftenbogen, IL 5o6, 

Heinrieb (Rnglind.). IL 35f. 

Hoinrieb VIIL (K. v. Engl.}. Ul^^ 

399* 
Heinrieb r« Fruibenttein. II d^. 

Heinrieb IV. (K. r. Frnnkr.) lU. 18;. 
Heinrieb r. Freyberg. n. 217. 
Heinrieb Goefbole, 1. Goetbeb. 
Heinrieb r. Herford. 333. IL «3o6. 
Heinrieb ▼. Honthigion. IL 336. 
Heinrieb r. Meitven. II. 330. 
Heinrieb ▼. Mfigelln. IL 33i. 
Heinrieb v. Mfincben. IL 317. 
Heinrieb r. d. NeoenttedL II. 223 
Heinrieb v. NdrdlKigen. IL 227. 
Heinrieb r. Oflerdingen. IL 2ii. 
Heinrieb ▼« OjU. IL 396. 
Hoinrieb (Prinz v.PrenMen).iy.3di 
Hoinrieb r. Rebdorf. II. 345. 
Heinrieb r. Riebaeb. IL 313. 
Heinrieb Saio. II« 337. 454. 
Heinrieb d. Teiebner. IL 333. 
Heinrieb ▼. Veldeko. IL 3i3. 3i3 
Heinricbnimnn, Joe. IV. 37. 
Heinig (Helneloi), Dan. HL 44$. iT 

♦74. 94. 96. 
Holnte, Nie. IV. 74. 98. 
Holnoe, Wilb. IIL 439. 



Register. 



421 



Ueinsios, Th. lU. 553. 

Heiaaiut, W., Bucherlexicon« III. 67. 

Ueinze, J. Mich. III« 552. IV. 66. 

Heilmann, And. i4. 

Heilmann, J. D. IV. 566. 

Heile, A. IV. 54i. 

Heiiter, Lor. IV. 334. 

HekaUiot (s.Abdera). 188. 

Hekataioi (s. Milet}. i54. i4i. 

Held, J. IV. 61. 

fleldman. III. 469. 

Helena v. Rossow, f. Hrof witha. 

Helln, Conr. i4. 

Helinand, Fran$. II. 171. 3o4. 

Heliodoroi. 286. 

Heliodoroi (a. Emeia). 291. 

Heliodorof (a. Larlsia). 2i5. 

Hell, Max. IV* a6o. 277. 278. 279. 

Hell, Th. HL 4oo. 

Hell, Wilh. m. 458. 

Helladioi. 287. 

HeUanikoi. i4i. 

Heller, L. IV* 62. 

Hellfeld, J. A. IV. 34i. 

Helmera, J. F. III. 446. 452 

Helmont, Frane. Merc. v. iV« 200 n. 

520^21 n. 
Helmont, J. Bapt. van. IV. *320. 
200. 295» 

Helmotb, J. H. IV. 5o4. 

Hein, Jan v. II* 229. 

Uelvetius, Cl« Adrkn. III. 266. IV» 
207 n. 

Helwig, Amalie v. IIL Sgo. 

Helwig (HelFicoi) Chph. IV« l46. 

Helwig, J. IV. 191. 

Hemina, L. Caii. 256. 

Hemling, Hang. IL i52 n. 

Uemmerlein, Felix. IL 5i2. 54/. 

Hemsterhuif, Fz. IV. a54. 

Hematerlioii, Tiber. IV. 79. 94« 95. 961 

Heaaalt, Ch. J. F. IV. »69. 

Uengham, Radnlph de. IL 438. 

Heniich, Gg. IIL 55q« 

Heuke, A. IV. 556. 

Henke, Ed. IV« 55a. 

Henle, H. Ph, Conr. IV. »78- 3^6. 



Henley, J« IV« i35. 

Henley, Sam. IV. 88. 

Henne, i, Gensfleiseb. 

Hennert, J. F. m. 455. 

Hennig, E. IV. 176. 

Hennin. IV. 196. 

Henninget, Hier. IV* 192. 

Henotiichet System» 559« 

Henrici. IV. 325. 

Heurici, 6. IV. »46. 

Henricoi de Calleto. II. 594. 

Uenricni Mediolanentif. II. a6o. 

Henricai in Salzburg. II. 426. 

Henricos Slero, i. Hermann (Mönch 

io Altaich). 
Henricoi de Settimello. IL 369. 
Henry, Rob. IIL 352. IV% i?»« 
Henryion, Rob. IIL 279. 
Henichel, E. IV« 3o9. 
Heniel, Gabr. IV. »35. 
Heniler, Ph. Gabr. IV. 3i8. 
Heniler, P. W. HL 376. 
Hephaiiiion (a. Alex.). 279. 
Hephaiition (a« Theb.). 570. 
Herakleidei (d. Pontiker). 176. 189. 

195. 
Herakleides (a. Tarent). ai6. 

Herakleitoi. i52. i56. 

Herard. U. 4i8. 

Heräui, C. Guit, HL 371. 

Herbart, J. Fr. IIL 4i6. IV. 216 n. 
25o (2). 

Herbelot, Barth, de. IV. 126. 

Herberger, Valer. III. 454. 

Herberger, Zach. IIL 454. 

Herbin, P. E. IV* 126. 188. 

Herbit, J. F. W. IV. 298 n. Ca).3o5. 

Herder, J. Gottfr. III. *578. 409, 456. 
440. IV. 112* i35. i56. i52. 56o. 
562. 

Heredia, F. de. IIL 167. 

Herel, J. Fr. IV. 67« 

Hereuniui Modeitinof. 585* 

Hergenröther, J. Bapt. IV* aSi, 

Heriger. II. 290* 
Heringa, Adr. IV. 81. 
Hericoij 1. Ericui. 



422 



Register, 



HerimaD. II. 33o. 

Herilier, C. 1», IV. ^lo, 

H^rkulannoi (entdeckt). IV. i5. 

Herlen, Fr. II. i52 n* 

Hermann Alemannui. U. 384. 

Hermann, C. IV. 63. 

Hermann, Ch. A. Sq. 

Hermann Contractui. ü. *3of« 371. 

363. 
Hermann, G. lU. 38. IV. ♦Sß. 65. 

94. 95 (2). 96 (2). 110. 
Hermann Gygai. II. 3o6. 
Hermann, J, (a. Straib.). ly. 3o4. 
Hermann, Jac. ly. 267. 269, 
Hermann, Joh. III. 368. 
Hermann (Mönch in Altaich). II. *3o5. 

345. 
Hermann, N. IIL 362. 
Hermann, Paul, IV. 335. 
Hermann v. Sacliieuheim. II. 222. 
Hermbslädt, S. Fr. ly. a46.295. 295. 

335. 
Hermeiai. 362. 
Hermelin, B. IV. i83. 
Hermei, Gg. IV. 36o. 367. 
Hermei, J. Timotb. UI. 425. '438. 
Hermei Triimegistos. 84. 356. 
Hermeiianaic. 180, 
Hermiai. 395. 
Hermodoroi. 264. 
Uermogenet (a. Tarios). 3o6. 
Hermogenianni. 386. 
Hermolaoi* 342. 
Hermotimoi. ibj, 
Herodei, Tib. Klaod. Att. 3o8. 
Herodianoi, Ailiot. 279^ 
Herodianoi (a. Alex.), 3^4. 
Herodoroi. 139. 
Herodotos. i34. i35. i4i. 
Herold, M. iV. 299 n. 
Herolt, Job. II. 457. 
Heron. *2i4. 211. 
Heron (d. jung.). H. 45. 
Heropbilos. 218. 
Herrad y. Landtperg. II. 444. 
Herrera, Ant. de. HI. *i77. ly. 167. 
Herrera, Hern. de. III. 162. 



Herrgoa, M. IV. 174. 

Herscbel, WWh. ly. *a63. 261. 264. 

278» 279. 390« 
Hert, J, Nie. ly. 197. 353. 
Herta, Jens Mich. UI. 46i. 
Herz, Marcui. III. 5 10. ly, 332. 2i5 n. 
Herzberg, Ewald Fr. Graf. IV. 162. 
Heicbdm ben Muh. Kelbi. II, 77. 
Heibnilni, Tilem. ly. 367. 
Heslodog. 11 5« 
Hess, And. 19. 
Hess, J. J, III. 38. ly. j56. 
Hesielink. G. III. 446. 
Heiioi, Heliui Eobau. IV. 42. io4. 
Hesychioi (Alexandrin)« 381. 
Hesychios (a. Milet). II. 4i. 
Heun)ann, Chn Aug. IV. 53, 
Henmann f. Teutschenbronn , J. fV. 

198. 
Heurniui, J. IV. 3i8 (2), 
Heusinger, Chph Aug. ly. 53. 
Heusinger, Conr. IV. 58* 
Heusiuger, Jac. Fr, W. 56. 98. 
Hensinger, J. H. G. IV. 25o. 
Heussen, H. F. v. ly. 170. 
Uevel, J. IV. 259. 375. 379. 
Hexham, Jo. II« 337. 
Heyden, Fr. v. III. 4oo. 
Heydenreich, C. H, UI. 442« IV. 2i5 

n. 325. 
Heym, J, IIL 487 (3). 
Heynatz, J. F. UI. 353. 
Heyne, Chn Gottlob. UI. 38. rV.*55. 

62, 93 (5). g4 (3). 96. 98. 148. 

i57 (2). 
Heyne, Ch. L. m. Sg^. 438. 
Heyse, J. F. A. UI. 353. 
Heywood, John. m. 379, 399. 
Hezel, Fr. W. ly. 118, 133 fa). 

135. 

Hieremias (Richter inPadna). II.45ä 
Hierokles. 117. 365. 
Hierokles (Grammat.). II, 43. 
Hieronymos -(v. Kardia). 188. 
Hieron y mos (a. Rhodos). 3o6. 
Hieronymus, Buteb. *4oo. 338. 4oi.| 
Hieronymus de Padua. !!• 362. ' 



Register. 



423 



llieronymus v. Prag» If. i25. 444. 
Higgins, W. IV. 296« 
Hikeden^ Ranulpb. II. 339. 

Hilalre, J. St. IV. 3o9» 

Hilarion, ■. Kycos Theod. Prodomoii 

Hilariai. 4oo. 4o4. 

HUdebcrt BB. r. Toan. II. 256. äyö. 

45a, 456. 
HUdebrandt, G. F. IV. »89, Sag. 
Uildeobrand, J. Val. v. IV. 33a. 
Hilden, Wilb.